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Landesjustizverwaltungen mit der ReichsjustiM Magnus betar waltung bleibt einem späteren S chr itt oi" ?;]0 HJlar

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Berlin, 6. Dez. (DNB.) Das Reichskabinett verabschiedete in seiner Sitzung vom 4. Dezember

d i e Provinzialbehörden (Präsiden ta Oberlandesgerichte und Generalstaatsanwältei .

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den Seitenkulissen und die Lichtträger auf den Rän­gen ein zauberhaftes Licht schufen.

Wie sehr die Ausschmückung der Riesenhalle der Akustük zustatten kam, erwies sich bei der vom Phil- harmoniischen Orchester unter Peter Raabes Stabführung gespielten Hymne Beethovens Weihe des Hauses". Lothar Muethel sprach mit reifer Künstlerschaft das Bekenntnis zum wahren Idealismus aus des FührersMein Kampf". Diesem Bekenntnis gab Hans Pfitzner in seiner romantischen KantateVon d e u t s ch e r S e e l e" erschütternd Gestatt. Ern Ausschnitt aus der Dich­tung des Arbeitsmannes Konrad LißDeutsche

Der Film ist vielfach auf ein Niveau [j^ gesunken, das künstlerisch gar nicht mehr bish* werden kann. Wir suchen jene tragisch-heroj! Stoffe, die unserer Zeit das Gesicht und k heiterbeschwingten Vorwürfe, die diesem Gesich/ versöhnenden Zug geben. Die deutsche Kunst $ Begriff, sich zu einer wirklichen Darstellung Hz schaftlich bewegter Weltanschauung eyiporzu^

grammsorgen! er muß für Millionen nl schen täglich geistige Kost in Hülle und Fülle H-- halten. Darunter senkt sich manchmal das Ai,, andererseits aber sind vielfach auch die Anlr/

Der Führer besucht Mackensen.

Besondere Ehrung des Feldmarschalls zu seinem 85. Geburtstag

Ministerium zur Verfügung. Auch die beamten- verwaltungsrechtlichen Verhältnisse der justizbehörden bleiben unberührt.

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begrüßen. Auch in Stettin war der schwarz von Menschen; die Menge brach in^ endenwollende Heilrufe aus. Gauleiter unb IF Präsident Schwede begrüßte den Führer , Zuge.So wurde die Rückfahrt des Führers zu einer herzlichen Kundgebung der Freu«* Bevölkerung.

General von Hutier gestört

Berlin, 6. Dez. (DNB.) Im Alter von ren ist in den Räumen des Nationalen «Iw» Berlin General der Infanterie Oskar' H u t i e r nach einem Schwächeanfall infolge R fchlages verschieden.

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Ich glaube, daß die kommenden großen Bildhauer, Baumeister, Maler und Dicht reits auf dem Wege find. Daß man nicht vernimmt, ist kein Beweis dafür, daß da sind. Jede große Kunst braucht Zeit.

Unterdes aber wollen wir die großen Wei deutscher Kunst an das Volk heranbringen, das Volk wieder zur Kunst zurücksindet. können nicht ohne einander leben und Das deutsche Künstlertum aber insgesamt sich in Ehrfurcht und Dankbarkeit vor jjj Führer, dessen künstlerischer Dämon der btutfc. Politik den mitreißenden Zug und dessen fyy der deutschen Kunst den leidenschaftlichen gab. Glücklich ein Künstlertum, das über sich Staatsmann weiß, der ihm nicht nur kraft £ Amtes, sondern auch kraft seines Herz und kraft seiner glühenden Hin» verfallen ist! Die Größe des nationalsozi Aufbauwerkes im Politischen gibt Dorstellun Umriß der Größe des kulturellen Aufba an dessen Anfang wir stehen. Im Zuge des ( marschieren wir alle nach dem Gesetz, nach d angetreten sind. Adolf Hitler zeigt uns den 6

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telbare Leitung der Justizverwaltungen unter Fort­fall der Landesministerien für Justiz. Das Gesetz gibt dem Reichsminister der Justiz jedoch für die Ueberganqszeit die Befugnis, für einzelne oder mehrere Länder oder Landesteile Beauftragte zu bestellen, die die BezeichnungBeauftragte des Reichsministers der Justiz" führen. Diese Beauf­tragte leiten ihre Dienststellen als Abteilun­gen des Reichs ju st izmini st eriums nach den Weisungen des Reichsjustizministers. Die Ein­richtungen, Beamten und Hilfskräfte der früheren obersten Landesbehörden stehen dem Beauftragten als Dienststellen zur Verfügung. Solche Abteilungen wurden gebildet für Bayern, Sachsen-Thüringen, Württemberg-Baden und für die Länder Hamburg, Mecklenburg, Oldenburg (ohne Birkenfeld), Bre­men und Lübeck: Reichsjustizministerium Abteilung Nord. Die Befugnisse der Länderjustizverwaltung in den Ländern Hessen, Braunschweig, Anhalt, und beide Lippe werden von der Reichsjustizver­waltung unmittelbar übernommen werden.

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DNB. Falkenwalde, 6. Dez. Dem großen Heerführer und letzten Feldmarschall des alten Heeres, Generalfeldmarschall von Mackensen, wurde aus Anlaß seines 85. Geburtstages eine außerordentliche Ehrung bereitet. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler begab sich in Begleitung von Reichswehrminister General­oberst von Blomberg, des Chefs der Heeres­leitung, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, und des Reichsaußenministers Frei­herr von Neurath nach Falkenwalde in Pommern, um dem greisen Generalfeldmarschall persönlich die Glückwünsche des deutschen Vol­kes zu seinem Ehrentag zu überbringen. Auf der Fahrt dorthin wurde der Führer von der Bevölke­rung lebhaft begrüßt. In Falkenwalde wollte das ganze Dorf den Führer begrüßen.

Der Generalfeldmarschall, der die Uni». form seines alten Husarenregiments trug, empfing den Führer bereits an der Tür seines Hauses, umgeben von seiner Familie. Der Füh­rer sprach dem Generalfeldmarschall in überaus herzlichen Worten den Glückwunsch des gesamten deutschen Volkes aus, worauf der Jubilar in be­wegten Worten für die unerwartete Ehrung, die ihm überraschend zutell geworden fei, dankte. Er erklärte u. a.:Herzlichen Dank Herr Reichskanzler und Führer, daß ich Sie heute in meinem Haufe begrüßen kann, und daß Sie mir und meiner Familie die große Freude und Ehre erweisen, hier persönlich zu erscheinen. Mein ganzes Leben lang habe ich mich begnügt, meine Pflicht zu tun und meinem Vaterlande zu dienen, soweit es in meinen Kräften stand/ Nachdem der Generalfeldmarschall auf die Bedeutung des preu­ßischen G e i st e s für sein Lebenswerk hinge­wiesen hatte, dankte er noch einmal dem Führer: Ihre von Herzen kommenden Worte haben mich tief bewegt, und ich danke Ihnen für Ihr persönliches Erscheinen aus tiefstem Herzensgrund. Es ist jedenfalls für mich am heutigen Tage die größte Freude und Ehre, auch das Reichs- oberhaupt in meinem Haufe begrüßen zu können."

Dann sprach der Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg dem Generalfeldmarschall die Glückwünsche der deutschen Wehrmacht aus. Der Generalfeldmarschall dankte auch diesem für die so ehrend dargebrachten Wünsche der Wehr­macht. General der Artillerie Frhr. v. Fritsch, der Chef der Heeresleitung, überbrachte die G l ü ck- wünsche des Reichsheeres und teilte mit, daß das Reichsheer dem Generalfeldmarschall ein Reitpferd zum ständigen Gebrauch als Geschenk darbringe. Anschließend sprach Reichsaußenminister Frhr. v. Neurath seine Glückwünsche aus. Noch den zahlreichen Gratulationen zogen sich der Füh-

Die Presse Ist sichtbar in ihre Ausgabe blnLI gewachsen. Der ewige Streit zwischen Verleger 3 Schriftleiter ist endgültig zu überwinden .tl durch Verständnis beider füreinar g und erhöhte Arbeitsgemeinschaft^ der weder der eine der herzlose Brotgeber lediglich der Zahlmeister, noch der andere Schreibkuli oder der Federfuchser ist.

Berlin, 6. Dez. Die Reichskulturkammer, die Trägerin des kulturellen Lebens im neuen Deutsch­land, beging heute in einer festlichen Kundgebung die Feier ihres einjährigen Bestehens. Der Sportpalast trug ein festliches Gewand. Die Ränge und ihre Decken waren mit weißem Tuch verkleidet. Ueber die weinrote Decke des Mittelraumes zogen sich breite weiße Bänder. Die beiden Halbbogen waren zu fest­lichen Kuppeln verwandelt. Der stufenförmige Auf­bau der früheren Empore war ebenfalls ganz in Weiß gehalten. Von ihm aus strebten an den Seiten Pfeiler empor, deren Zwischenräume, mit rotem Tuch beschlagen, das silberumrandete Hakenkreuz trugen. Dor dem Mittelfeld, das das Wappen der Kunst zeigte, stand inmitten hoher silberner Säulen, die von den goldenen Adlern der Bewegung gekrönt waren, das Rednerpust. Vor der Empore warfen hochschäftige Feuerschalen eine Lichtflut in das blen­dende Weiß, während die großen Scheinwerfer den Seitenkulissen und die Lichtträger auf den R

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Not und Wende" erfuhr durch die Lehrabteilung der Reichsführevschule des Arbeitsdienstes in Potsdam eine prachtvolle Wiedergabe. Johann Seba­stian Bachs Arie aus der v-Dur-Suite zau­berte Peter Raabe auf dem prächtigen Klangkör­per des Philharmoniischen Orchesters mit wunder­voller Klarheit hervor.

Aeichsmimster Dr. Goebbels führte dann in seinem Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Reichskulturkammer u. a. etwa folgen­des aus:

Unsere erste Aufgabe bestand darin, aus dem Wirrwarr der Vereine und Verbände eine klare und homogen wirkende Organisationsein­heit zu schaffen. Auch eine zweite Gefahr, die der Erfüllung der uns in der Reichskulturkammer ge­stellten Aufgaben drohte, wußten wir glücklich zu Überwinden: die Meinungs- und Rich­tungsstreitigkeiten, die seit mehreren Jahr­zehnten das deutsche Kunstschaffen bis zu seiner vollkommenen Verödung ausgesüllt hatten, durften auf dem Boden dieser großen neuen Organisation keineswegs ein neues Betätigungsfeld finden. Hier galt es, dem künsllerischen Schaffen nach den schwe­ren geistigen Fieberkrisen der vorangegangenen Jahrzehnte überhaupt erst wieder ein klares Ziel und eine fefte Richtung zu geben. Dabei dürfte es keinen Augenblick besstitten bleiben, daß die nationalsozialistische Weltan­schauung eben als Weltanschauung in die Er­scheinung trat und deshalb auch souverän sein mußte in der Formung ihres nationalen Kultur­willens.

Zum Fall Hindemith.

Ein Jdeenwechsel bedingt einen Personen­wechsel. Und wo das auch vielfach aus Mangel an Talenten praktisch nicht durchgeführt werden konnte, da mußte denn doch, wenn nicht Be­geisterung und Hingabe, so minde- ftens Verständnis und Loyalität für die neue politische Gestaltung des Reiches verlangt und gefordert werden. Wir sind in dieser Umstel­lung der Kräfte nicht kleinlich verfahren. Aber es kann und darf der nationalsozialistischen Bewegung und ihren Wortführern nicht verwehrt werden, zum deutschen Kulturstand eindeutig und kom­promißlos Stellung zu nehmen. Es entspricht nicht der Loyalität, die der schaffende Künstler dem neuen Staate schuldet, wenn national­sozialistische Forderungen, die im Geiste der kämp­fenden Bewegung ihre Rechtfertigung finden, als von gewissen Kreisen kommend, verdächtigt und Diskreditiert werden. Denn der Natio­nalsozialismus ist nicht nur das politische und soziale, sondern auch das kulturelle Gewissen der Nation.

Es bedeutet auch keinen Freibrief für jenen Nachwuchs, der als Wortführer einer vergangenen Epoche fungierte, daß er sich der väterlichenPatronanzunbestrlttener K ü n st l e r, die es in diesem Falle an dem nötigen politischen Instinkt ermangeln lassen, erfreut. Man kann weltanschauliche Entgleisungen schlimmster Art aus der Vergangenheit nicht damit entschuldi­gen, daß man sie als Jugendwerke abtut, bei denen ihr Schöpfer und Vater noch gar nicht wußte, ob er überhaupt Maler oder Komponist wer­den wollte. Verantwortlich dafür ist nicht der viel- berufene Zeitgeist, sondern der Künstler selbst, der mit seiner Person und mit seinen Namen hinter dem Werk steht.

Technische Meisterschaft entschuldigt nicht etwa, sondern verpflichtet! Es ist bann bequem unb billig, zu behaupten, es hanble sich babei um schnell hin­geschriebene Gelegenheitswerke. Das ist es ja, baß Gelegenheit nicht nur Diebe, fonbem auch atonale Musiker macht, bie, um der Sensation zu dienen unb bem Zeitgeist nahe zu bleiben, nackte Frauen auf ber Bühne in obszönsten unb kitschig-gemein­sten Szenen im Babe auftreten lassen unb sie babei zur Verspottung eines feigen Geschlechts, das zu schwach ist, sich dagegen aufzulehnen, mit den miß­tönenden Dissonanzen einer musikalischen Nichts­könnerei umgeben. Unsere altdeutschen Meister wer­den sich dafür bedanken, in solchem Zusammenhang Senannt zu werben. Und wenn sich die musikalische ugend in Deutschland dazu bekennt, so ist bas nur ein Beweis bafür, wie notroenbig es ist, rücksichtslos dagegen anzugehen. Das festzulegen, hat nicht das mindeste mit politischem Denunziantentum zu tun. Wir sind erhaben über den Verdacht, wahrer und echter Kunst kleinliche und schikanöse Vorschriften machen zu wollen. Gewiß können wir es uns nicht leisten, angesichts der auf der ganzen Welt herrschen­den, unsäglichen Armut an wahrhaft produktiven Künstlern auf einen echten deutschen Künstler zu verzichten. Aber es soll bann eben ein wirklicher Künstler fein, fein atonaler Geräuschemacher. Das mußte gejagt werben, um in dem Widerstreit der Meinungen Klarheit zu schaffen.

Die Arbeit der Kammern.

Die Arbeit der Reichsmusikkammer gilt der Hebung des deutschen Musiklebens und der Verminderung der Erwerbslosigkeit, die im abge­laufenen Jahr im Durchschnitt um 50 v. H. herab­gedrückt, in Einzelfällen sogar ganz beseitigt wer-

Mit General von Hutier ist wieder ei .g.tf Heerführer des großen 5Ben unffN zur Großen Armee abberufen worden. ' 1857 in Erfurt als Sohn eines 9f

jors geboren. Seine Erziehung genoß dettenkorps. Als Leutnant trat er tn o rie-Regiment 18 ein. Seit 1889 w«r stabsoffizier. Als Oberst fommanbierte - n bis 1910 das Hessische Leibgaroe

behalten. Dies gilt insbesondere für die lüto nähme der Iustizhaushalte auf den hosi JIUV)t. u halt des Reiches. Bis dahin stehen die im :Mmsgebühr haushalt für die bisherigen obersten Kanbrsjufr behörden bereitgestellten Mittel dem Reichs

Iden konnte. Das Gesetz über die Vermittelung von Muftiaufführungsrechten stellt die kulturpolitischen ! Gesichtspunkte gegenüber den bis dahin waltenden wirtschaftlichen Interessen stark in den Vordergrund. Als internationaler Erfolg ist die Gründung des Ständigen Rates der internatio­nalen Autoren" hervorzuheben, an dessen Spitze Richard Strauß steht. Daneben sind die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses, die Betreuung der deutschen Musik im Auslande, die Unterstützung notleidender Musiker und die Pflege der Hausmusik die Hauptaufgabengebiete der Kam­mer, für welche aus Reichs- und Kammermitteln der Betrag von insgesamt 180 OOO Mark angesetzt worden finb.

D i e Reichskammer ber bilbenben Künste sah ihre erste Aufgabe in ber Schaffung einer organischen Einheit des Berufsstanbes. Maß- gebenb für bas Schaffen sind Berufsgrundfätze, die den Künstler zum Treuhänder und Sachwalter deutscher Kultur und Kunstgesinnung adeln. Durch meinen Erlaß, bei allen öffentlichen Bauvorhaben Mittel für Zwecke der bildenden Kunst auszuwerfen, sind den schaffenden Künsllern Aufgaben erwachsen, die es ihnen ermöglichen, dem Kulturwillen des Staates Ausdruck zu verleihen. Durch Veranstal­tung von Ausstellungen und Wettbe­werben, Schaffung einer Alters- und Hinter­bliebenenversicherung usw. bemüht sich die Kammer mit allen Kräften, die soziale Notlage der bildenden Künstler zu beheben. An staatlichen Mitteln wur­den für Zwecke der bildenden Kunst 200 OOO Mark aufgewendet.

Das Theatergesetz nimmt das gesamte Thea­terwesen aus der früheren gewerbepolizeilichen Re­gelung heraus und unterstellt es hinsichtlich der Er­füllung feiner Kulturaufgabe der Führung des Reichsministers für Dolksaufklärung und Propa­ganda. Der Theaterveranstalter ist nicht mehr in der Hauptsache ein auf Gewinnerzielung bedachter Un­ternehmer eines Gewerbebetriebes, sondern ein ÄulturfaEtor, der die Aufgabe der Führung und Verwaltung seines Theaters nach bester künst­lerischer und sittlicher Ueberzeugung im Bewußtsein nationalsozialistischer Verantwortung zu erfüllen hat." Für soziale und kulturelle Zwecke haben bie Fachoerbände ber Kammer 370 000 Mk. aufgebracht. An staatlichen Mitteln wurden für das deutsche Theaterwesen rund 12 000 000 Mk. eingesetzt.

Die erste Ausgabe der Reichsschrifttums- Eammer war eine Säuberungsaktion auf allen Gebieten des Schrifttums. Nicht weniger als 40 v. H. betrug allein der Anteil des Judentums am deutschen Schrifttum. Weiter galt es, ein ein­heitliches Standesbewußtsein der deut­schen Schriftsteller zu schaffen und ihnen ihre große Verantwortung vor Staat und Nation zum Be­wußtsein zu bringen. Auch der Buchhandel und das Leihbüchereiwesen mußten gereinigt werden. Kontrolle der Preis- und Geschäftsgebarung einerseits, Ausstellungen und großzügige Werbe- aEtionen wie die deutsche Buchwoche andererseits sorgen dafür, daß das Buch wieder zu einer Sache des ganzen Volkes werden kann und wird. Diese Aufgaben schließen in sich auch die soziale Be­treuung des deutschen Schriftstellers. In ungezählten Fällen konnte das Schlimmste an Existenzsorgen ab- gewendet werden. Eine Kranken- und Alters­versorgung wird nach ihrem Abschluß eine wert­volle Sicherung für den Schriftsteller bedeuten. 130 000 Mark betragen bie staatlichen Aufwendungen für das deutsche Schrifttum.

Die führungslose, zersplitterte P r e s s e in Deutsch­land zu einem ft arten Instrument des Staatswillens zu machen, war die Aufgabe, vor der sich die R e i ch s p r e f s e k a m m e r sah. Es galt zunächst, bie Auseinandersetzung innerhalb der Presse selbst abzustellen und ihr die wirtschaft- Eichen Existenzgrundlagen aufs neue zu sichern. Bei­des ist gelungen. Im Verlagswesen wurden die per­sönlichen und sachlichen Voraussetzungen geschaffen und die wirtschaftliche Beftiedung durchgeführt. Wichtig war bie Regelung ber Bezieher­werbung, bie teilweise zum Schaben ber Presse unglaubliche Formen angenommen hatte. Die Ge­samtarbeit der Reichspressekammer hat bas Ergebnis zu verzeichnen, daß zahlreichen Verlags­betrieben die Existenz erhalten blieb. Damit sind nicht nur in den Betrieben selbst zahlreiche Arbeits­plätze erhalten geblieben, sondern es wurde auch die Möglichkeit erhalten, für einen vielgestaltigen Ein­satz geistiger, kulturschöpferischer Kräfte.

Das Schriftleitergesetz verleiht dem Schriftleiter eine grundsätzliche neue Stellung. Er wird nicht mehr lediglich als Angestellter des Ver­legers aufgefaßt, sondern als selbständiger Träger einer e r z i e h u n g s p o li ti s ch e n Aufgabe an der Nation. Demgemäß wird seine geistige Unabhängigkeit gegenüber störenden wirtschaftlichen Einflüssen gesichert. Träger des Gesetzes ist der Reichsverband der deutschen Presse, in welchem alle an der Presse Tätigen zu­sammengefaßt werden, nachdem ihre Berufseignung geprüft ist. Die Voraussetzung für bie Berufsaus­übung ift bie Eintragung in bie Berufs- liste, bie heute runb 15 000 Schriftleiter umfaßt. Ungeeignete Elemente (etwa 1500) wurden ausge­merzt. Daneben beschäftigte sich ber Reichsverbanb ber deutschen Presse mit dem Ausbau feiner sozia - len Einrichtungen unb ber Neuformulierung ber arbeitsrechtlichen Bedingungen der Schriftleiter (Versorgungswerk der deutschen Presse, Tarifwerk); die Verhandlungen schweben noch.

Die Zusammenfassung aller am Rundfunk Schaffenden zur Erzielung einer Höchstleistung aus der Gemeinschaft ist Ausgabe der Reichsrundfunk­kammer. Die Hörerorganisation garantiert Pro­paganda und Widerhall im Volk. Ueber eine Million Volksempfänger wurden in einem Jahre aufgelegt. Der Hörerzuwachs be­trägt in einem Jahr rund eine Million. Die Kon­struktion eines Spezialkurzwellenemp­fängers für Uebersee, die Schaffung des deutschen Richt st rahlers in alle Erdteile sind sichtbare Leistungen deutschen Rundfunkschaffens. Dazu kommt ein Finanzierungsabkom­men m i t Elektrizitätswerken für Volksempfänger, nach bem in 18 Monats­raten von 4,40 Mark dieses leistungsfähige Instru­ment erworben werden kann. 80 v. H. aller Fi­nanzierungsanträge laufen von Arbeitern und An­gestellten. Die Arbeitsbeschaffung für bie Funk- Inbuftrie ist in ihrem Umfange kaum abzumessen. Der Funk selbst ist aufgebaut als Instrument ber politischen Staatssuhrung.

Das Gesetz über bie Errichtung einer vorläufi­gen Filmkammer stellte Filmwirtschaft und Filmkunst auf neue Basis. Die Filmkredit­bank wurde gegründet zur Sicherung der deut­schen Produktion. Sie hat 8V2 Millionen Mark Kredite gegeben; 62 Spielfilme und 68 Kultur-

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fein wird. In Betracht kommt hier namentlich^ Uebejtragung der Zuständigkeit-,'

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1934 ein zweites Gesetz zur Ue derlei tun g , _____

der Rechtspflege auf das Reich. Mit, Hörden zu übertragen, wozu in manchen Heinere diesem Gesetz übernimmt das Reich auch in den v außer preußischen Ländern die unrnit-

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rer und der Generalfeldmarschall zu einer IN® - Unterhaltung zurück. Inzwischen hatten sich twr/' Geburtstaghaus zahlreiche Volksgenossen, 5^ HI. usw. eingefunden, die in stürmische ausbrachen, als sich ber Führer mit bem Ä®51. felbmarschall unb besten Familienangehöqfi ber Freitreppe bes Hauses zeigte. ,

Um 13 Uhr trat ber Führer mit feinet W'* tung bie Rückfahrt nach Pölitz an. Dort faU® W inzwischen Tausenbe von Bauern Umgegend eingefunden, bie ben kleinenJ-' Hof umlagerten, um ben Führer zu sehen J

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Gesetz trifft Vorsorge, baß biefe Provinz,«:;

ben sogleich mit den erforderlichen ÜJZitarbtitcjj -rx

versehen werden können. Es sollen zu biefemW 'SXn,Trr entsprechende Kräfte von den obersten LandesM'

filme wurden damit ohne Verlust finanziert. Das Lichtspielgesetz ersetzt bie früher polizeilich gehandhabte Zensur durch positive Mitarbeit an der Gestaltung des Filmes durch staatliche Stellen. Der Reichsfilmdramaturg wurde eingesetzt zur Aktivierung dieser positiven Mitarbeit. Der Film- n a ch w e i s hat schon sichtbare Leistungen zu ver­zeichnen. Das Reichssilmarchio umfaßt heute schon 1200 Filme von künstlerischem ober kulturel­lem Wert. Die Förberung bes Tonschmalfilmes unb bes Kulturfilmes würbe befonbers betrieben. Seit 1. Oktober b. I. muß in jeber Vorstellung ein Kulturfilm von mindestens 300 Meter Länge ge­zeigt werden. Zugleich wurde der Schulfilm aus- gebaut.

Künftige Aufgaben.

Auf dem Gebiete der Musik unb Oper gilt es, ben Spielplan zu aktualisieren und ihn durch Oualitätswerke junger,moderner Musiker wirkungs­voll zu bereichern. Dieses Bestreben jedoch muß begleitet sein von einem rücksichtslosen Kampf gegen jene Art von Nichtskönnern, die hinter einer modi­schen Dissonanzsucht ihre eigene Unzulänglichkeit zu verbergen suchen. Dasselbe gilt für die bildende K u n st. Der Führer selbst hat der edlen Baukunst nicht nur schöpferische, sondern auch materielle Initiative zurückgegeben, so daß wir hier besonders imponierende Werke für die nächsten Jahre zu er­warten haben.

Dem Theater fehlen noch in weitem Maße die Dichter der Zeit, die die Kraft besitzen, die großen tragischen Spannungen unserer Epoche für die Bühne zu gestalten. Solange sie auf sich warten lassen, wird es geboten sein, vor allem in einer von modernem Geist erfüllten Pflege der Klassi­ker die darstellende Kunst zur letztmöglichen Reife der geformten Schau emporzuführen.

Das Schrifttum muß den patriotischen Schund überwinden unb an feine Stelle bie wirklich gekonnte Darstellung ber großen nationalen Lebensimpulse unserer Zeit vorrücken lassen.

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Fortfall der Landesjustizministerien.

Das Gesetz gibt bem Reichsminister der ZEl etom ferner bas Recht, bie Befugnisse der bishech obersten Landesbehörden auf Nachgeordnete 5|

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