Wirtschaft
Geschichte der Slawen, Wikinger und Preußen auf deutschem Boden heran, soweit Bodenfunde als Geschichtsquelle in Betracht kommen. Das gibt Dem Buch den Vorzug einer ungemein klaren Gileoe- runq. Auch dem Laien kann es nicht schwer lallen, an Hand des Schuchhardtschen Buches die Erkenntnisse der Bodenforschung in das ihm geläufige Geschichtsbild einzufügen. Er wird dann allerdings staunen, wie sehr er umlernen muß, wenn er von der Vorgeschichte Deutschlands eine den neuesten Forschungen entsprechende Vorstellung haben will. So ist das Werk, das vom Verlag mit außerordentlich zahlreichen und gut wiedergegebenen Bildern, Karten und Skizzen ausgestattet ist, besonders zu empfehlen für den Schulunterricht Mr Erläuterung der in den Museen oder in der freien Natur besichtigten Funde, wir wünschen es aber auch in die L>and eines jeden Volksgenossen, dem die Erkenntnis der Vorgeschichte Deutschlands am Herzen liegt.
Das ftiegende,,MädchenfürA1les"
Pionier- und Hettungstaten unserer Flugzeuge.
Don H. Krüger-fiork.
Interesse wie Wildlinge neben dem Stamm der echten Wissenschaft emporgeschossen sind, können nur der großen Sache schaden. Sie sind auch überflüssig, denn die Ergebnisse der Spatensorschung, die sich klar erkennen und beweisen lassen, reichen vollauf aus, um das Märchen vom Barbarentum unserer Vorfahren schlagend zu widerlegen. Gerade in diesem Fernhalten jener einer hemmungslosen Phantasie entsprungenen Theorien und dem vorsichtigen Abwägen des unzweifelhaft Beweisbaren hat sich Schuchhardts Buch ein unbestreitbares Verdienst erworben, das gegen etwa erhobene Vorwürfe der Nüchternheit doppelt schwer zu seinen Gunsten in die Waagschale fällt. Der Titel „Vorgeschichte von Deutschland" weist schon darauf hin, daß der Verfasser nicht eine Vorgeschichte der Germanen schreiben wollte, sondern alles einbezieht, was im deutschen Boden als Zeuge der Vergangenheit gefunden wurde. So reicht Schuchardts Darstellung auch weit über die Römerzeit hinaus bis in die Zeit Karls des Großen und zieht auch die
Wenn man von Flugzeugen redet, denkt man meist nur an die beiden großen Tätigkeitsgebiete: Kriegs- und Verkehrswesen. Viel zu wenig ledoch daran, daß gerade die Flugzeuge zu einem„Mao- chen für alles" geworden find und daß sie bei dieser Tätigkeit ungemein segensreich für die Menschheit wirkten und wirken.
Schon in den vergangenen Wintern ist der allgemeine Flugzeugdienst besonders als Helfer in Eis- und Schneenot, auch den Laien bekannt geworden. Ein regelrechter Flugdienst wurde im letzten Winter über Nord- und Ostsee eingerichtet, um Schiffen, die vom Eise tage- und wochenlang eingeschlossen lagen, erste und dringende Hilfe zu bringen; denn selbst für die großen Eisbrecher und Kriegsschiffe wie die „ S ch l e s w i g - H o l ft e l n und die „ E l f a ß " der deutschen Kriegsmarine war es zuletzt nahezu unmöglich, an die von Preßeis bedrohten Schiffe heranzukommen, um ihnen Lebensrnittel und Kohlen zu bringen. Im gefährlichsten Augenblick erinnerte man sich daran, daß das Luftmeer ja nach allen Seiten hin freilag. Daher richtete man zunächst Erkundungsflüge über den Verbleib und den Einschlußort der Schiffe ein, der durch die schwierigen und gefährlichen Aufklärungsflüge unserer tapferen Piloten, die furchtbar unter der strengen Kälte zu leiden hatten, zur allgemeinen Befriedigung gelöst wurde; denn trotz Nebel und Schneetreiben gelang es diesen Helfern in der Not, alle gefährlich werdenden Positionen der bedrohten Handelsdampfer nicht nur zu finden, sondern auch durch Lebensmittelabwürfe mit Fallschirmen durch die bitterste Zeit zu bringen. Dann wurden funkentelegraphisch die eingesetzten Eisbrecher und Linienschiffe an die bedrohten Punkte beordert.
Weitere Nothilfe vom Flugzeug wurde auch den Alpenschutzhütten gebracht und Feuerung und Lebensrnittel mit Fallschirm von den Piloten abgeworfen. Dabei stellte sich dann auch heraus, daß das Flugzeug viel mehr Material auf die Berge schaffen konnte, als sonst in 500 Trägertagen herangebracht werden konnte. Sogar Bergsteiger konnten in größter Gefahr gerettet werden. Erinnert fei an die Alpenflüge des französischen Piloten T h o r e t, der auf einem Fluge einen Alpinisten in äußerster Not bemerkte. Der Flieger kehrte sofort um, ließ auf der unteren Fläche feines Flugzeuges eine Warnung, sich nicht vom Platze zu rühren, anbringen und überflog damit in Leseweite den Verstiegenen nochmals. Inzwischen waren Führerkolonnen schon auf dem Wege, die den Alpinisten mit seinem schwerverletzten Begleiter retten konnten.
Auch in der Wüste bei Bagdad konnte ein englisches Flugzeug eine Pilgerkolonne retten, die sich dort verirrt hatte. Und ein Dornier-Wal brachte einer in der Ostsee gekenterten Segeljacht im letzten Augenblick Hilfe. Auch als Feuermelder in der Großstadt, bei Waldbränden in Amerika hat sich das Flugzeug bewährt, obgleich diese Hilfe meist Zufall genannt werden dürfte. Dennoch hat besonders Amerika einen riesigen Organisationsdienst von Flugzeugen gebildet, der regelmäßig die gewaltigen Forstgebiete überfliegt, um jedes Feuer im Entstehen zu melden, gleichzeitg dienen diese Flugzeuge dann auch dazu, den ausrückenden und umzingelnden Bekämpfungsmannschaften aus ihrer Luftwarte entsprechende Befehle und Anordnungen zu erteilen. So auch bei immer dort auftretenden Hochwassergefahren. Dann warnen diese schnellen Boten die bedrohten Gebiete, so daß die dort wohnenden Menschen rechtzeitig fliehen können.
Aber selbst die Vermessungsbehö/hen bedienen
in zirka 70 Minuten zurück. Man nahm den Pa- tienten an Bord und brachte ihn ebenso schnell ms Hospital zurück, wo eine Bluttransfusion ihn vor dem sicheren Tode rettete. Auf der abgelegenen Cock-Jnsel, 115 Meilen von Anchorage m Alaska, hatte sich eine Lehrerin des Dorfes beim Gewehr- reinigen verletzt. Hilfe war nich taufzutreiben, deshalb fetzte man sich drahtlos mit Anchorage m Verbindung. Mit einem Arzt an Bord landete das mit Schneekufen ausgeftättete Flugzeug. Die Verletzte konnte durch die chnelle Hilfe gerettet werden. — Eine ähnliche Rettungstat vollbrachte ein Norderneyer Flieger. Ein Einwohner von Neuwerk war an einer Blinddarmentzund un g erkrankt. Telephonisch verständigte man einen Wilhelmshavener Arzt, der infolge heftigen Sturms die Insel auf dem gewöhnlichen Wege nicht erreichen konnte. Der Arzt ließ sich den Norderneyer Flieger kommen, der ihn dann nach Neuwerk brachte. Dort verlies die Operation gut, und der Arzt wurde vom selben Flugzeug zurückgebracht. Der ganze Flug hatte trotz des heftigen Sturmes nur drei Stunden in Anspruch genommen.
In Gegenden, die riesige Entfernungen aufweifen, ist man vielfach in solcher Beziehung besser organisiert als bei uns. In Australien ist em besonderer ärztlicher Luftdienst eingerichtet worden: Zunächst wurden sechs Plätze mit je einem Arzt, Unfallstation, Flugzeug, Tankanlage und Funkgerät ausgerüstet. Ist die Operation aber nicht an Ort und Stelle auszuführen, dann wird der Kranke in besonders hierfür eingerichtete Flugzeug gebettet und in das nächste Krankenhaus gebracht.
Auch die Auslandsmission der presbyterianischen Kirche hat eine Luftamb ulanz für die Farmer eingerichtet. Jedes ihrer Flugzeuge ist aufs Modernste eingerichtet und bringt außer dem Arzt auch noch eine Krankenschwester mit. Ebenso hat das italienische Rote Kreuz Krankenflugzeuge deutscher Konstruktion in Dienst gestellt.
Besondere Bedeutung hat das Flugzeug aber, wenn irgendwo eine Epidemie ausbricht, wie z. B. 1927 in den östlichen Provinzen Persiens, wo eine Choleraseuche in erschreckendem Maße um sich griff. Dort wurden riesige Mengen Impfstoff mit einem Flugzeug der Deutschen Luft- Hansa von Frankfurt a. M. über Moskau und Teheran befördert, und zwar innerhalb drei Tagen.
Die Rettungsexpedition des amerikanischen Flie- gers Bennet, der feine deutschen und feine englischen Kameraden von Greenly Island abholen wollte, sowie die Expedition des russischen Fliegers Tschuchnowski, der die versprengte Gruppe der Nobile-Expedition rettete, sind noch im Gedächtnis aller.
Finanzielle Lufthilfe ist der F l u g z e u g t r a n s- port von Banknoten in Amerika zu nennen. Durch anonyme Briefe wurde einmal vor dem Zu- fammenbrud) einer großen Bank gewarnt. So entstand ein Sturm auf die lokalen Banken, deren Lage noch verschärft wurde, da die Großbank ihre Guthaben zwecks Auszahlung zurückziehen mußte. Hilfe brachte auch hier das Flugzeug, mit dem von Miami her an die sieben Millionen Dollar herangeschafft wurden, um die Auszahlungen zu ermöglichen.
sich in neuester Zeit der Flugzeuge, um Landkarten photographisch aufnehmen zu lassen, weil ja von oben eine besonders gute Übersicht geboten wird. Durch eine technisch einwandfreie Manipulation werden dann die so geschaffenen Einzelphotos aneinandergelegt und man kann schnell und genauer noch als früher von kaum oder gar nicht zu durchquerenden Gebieten exakte Vermessungskarten schaffen.
In den letzten Jahren wurden Flugzeuge zur Schädlingsbekämpfung über riesige Waldgebiete eingesetzt. Der Kampf richtete sich hier besonders gegen die F o r l e u l e , die neuerlich einmal große Bezirke deutschen Waldbestandes bedrohte. Knapp über den Baumkronen des bedrohten Waldes glitten die Flugzeuge dahin und streuten über die verseuchten Gebiete das chemische Bekämpfungsmittel. Vielfach wurde auch der Waldbestand in dieser Art vergast, um so die Schädlinge zu vernichten. In Rußland, Kleinasien und Palästina werden derart die Heuschreckenschwärme bekämpft. Wo hunderttausend Menschen ehemals erfolglos gegen diese biblische Plage werkten, gelang einem Flugzeuggeschwader dieser Abwehrkampf rest- 'los. Neuerdings geht man in Kanada dazu über, die unübersehbaren Weizenfelder^ vom Flugzeug aus mit chemischen Mitteln zu düngen oder diese Felder zu besäen.
Ein großes Gebiet umfaßt heute der Krankentransport und die Zubringung von Heilmitteln: In Defterfunb (Nordschweden) wurde eine Person, die an blutenden Magengeschwüren litt, nur durch Einsatz eines Flugzeuges gerettet. Ein mit zwei Militärfliegern bemanntes Flugzeug wurde dorthin geschickt und legte die 200 Kilometer lange Strecke
Oer Bergbau au Lahn, Oill und Oberheffen.
von der Arbeitsbeschaffung zur Bedarfsdeckung.
Die gute Beschäftigung im Bergbau an Lahn, Dill uno in Oberheffen hat angehalten. Die Bergbautreibenden wollen neue, bisher ungenutzte Lagerstätten der Abbaumöglichkeit nunmehr zuführen. Die Nachfrage nach Eisenerzen wirkt sich fetzt so aus, daß nicht mehr die von Regierungsseite herbeigeführte Beschäftigung die Grundlage im Bergbau bildet, sondern daß er bereits in die allgemeine Bedarfsdeckung eingeschaltet ist. Man könne bestimmt damit rechnen, daß diese Verschiebung von der Arbeitsbeschaffung zur Bedarfsdeckung den wirksamsten Ansporn zur Vermehrung der Fördermöglichkeiten bietet. Verschiedene Versuche zur Verarbeitung armer Eisenerze sind abgeschlossen. Die auf völlig neue Grundlage gestellten Verfahren berechtigen, wie der Lagebericht der Rhein-Maini- schen Handelskammer vermerkt, zu der Hoffnung, in absehbarer Zeit die in reichem Maße vorhandenen ärmeren Eisenerze einer zweckmäßigen Verwendung zuzuführen, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit bei der Verhüttung zu beeinflussen.
Frankfurter Börse.
rNiltagsbörfe: beruhigt.
Frankfurt a. M., 6. Nov. Nach den gestrigen, zum Teil recht erheblichen Abschwächungen zeigte die heutige Börse allgemein eine Beruhigung. Die englische Auffassung in der Saarfrage war hierbei von wesentlichem Einfluß, sie bewirkte vor allem I ein fast völliges Aufhören der Verkäufe. Obwohl
munal-Umschuldung plus 0,25 bis 0,50 v. H., Spate Reichsschuldbuchsorderungen und Reichsmark-An- leihen lagen eine Nuance freundlicher, auch für Wiederaufbauzuschläge zeigte sich etwas Nachfrage. 6proz. Stahlverein-Bonos lagen noch 0,25 v. H. niedriger.
Im Verlaufe war die Haltung bei sehr kleinen Umsätzen nicht ganz einheitlich. Es schien, als ob am Kassamarkt noch einiges Angebot vorläge, was auf den Stoßverkehr zum Teil wirkte, so daß die Anfangskurse bei einigen Werten wieder etwas nachgaben, so u. a. bei Farbenindustrie auf 135,50. Schiffahrtswerte und am Montanmarkt Mannesmann waren nochmals bis 0,50 v. H. fester. Rhein. Braunkohlen kamen heute mit 210,50 (am Samstag 217,50) zur Notiz. Höher notiert wurden AG. für Verkehrswesen (plus 2 v. H.), Licht und Straft (plus 1 v. H.). |
Am variablen Rentenmarkt lagen die Kurse eher noch etwas fester, dagegen lag am Kaffarentenmarkt für Pfandbriefe und die meisten Stadtanleihen Angebot vor, so daß Rückgänge um 0,50 bzw. 0,50 big 1 v. H. eintraten. Im Freiverkehr waren Amnestie- anleihe zu 112 gesucht, auch Städte-Altbesitz zeigten eine Erhöhung um etwa 0,50 bis 1 v. H. Von fremden Werten gaben Mexikaner bis zu 0,75 v. H. nach. Tagesgeld war zu 3 v. H. weiter etwas leichter.
Abendbörse: gut behauptet.
An der Abendbörse machte die im Mittagsverkehr eingetretene Beruhigung weitere Fortschritte. Obwohl nennenswerte Kundenorders nicht vorlagen und auch die Kulisse sich reserviert verhielt, ergaben sich gegen den Berliner Schluß überwiegend weitere Erholungen um durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. Farbenindustrie waren etwas gefragt und bis auf 136,40 (135,75) erhöht und Gebr. Junghans gewannen 1 v. H. Am Kaffamarkt zogen Grün & Bilj finger um 2 v. H. auf 213 v. H. an.
Der Rentenmarkt lag demgegenüber sehr still und vernachlässigt, die Kurse erfuhren kaum eine Aende- rung. Don Auslandswerten lagen vierprozentige Schweizer Bundesbahn von 1912 mit 179 um 3 o. H. fester.
Es notierten u. a.: Altbesitzanleihe 102,65, 6 v. H. Stahlverein 79,25, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 84,50, 5,5 v. H. Frankfurter Hypotheken-Bank-Liqui- bation 93,40, Braubank 112, Reichsbank 140,50, Buderus 84, Gelsenkirchen 59,50, Harpener 105,25, Klöckner 73, Mannesmann 74, Rheinftahl 87,75, Stahlverein 39,25, AKU. 58,75, AEG. 26,75, Bekula 140,13, Daimler 46,75, Scheideanftalt 207,50, Licht und Kraft 115, JG.-Farben 136 bis 136,40, Goldschmidt 90, Holzmann 77,50, Metallgesellschaft 82,50, Schlickert 92,25, Siemens 135, Westdeutsche Kaufhof 31, AG. für Verkehrswesen 77,13, Hapag 28, Norddeutscher Lloyd 30,25.
Bindermarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 854 Stück Großvieh, 211 Fresser und 200 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 420 Mark, 2. Qualität 210 bis 270, 3. Qualität 100 bis 160. Schlachtkühe a) 160 bis 300, b) 50 bis 100. Rinder V-- bis V^jährig 50 bis 85, bis zweijährig 80 bis 160, tragend 180 bis 330 Mark. Kälber das Pfund Lebendgewicht 25 bis 38 Pf. Marktverlauf: Beginn des Marktes lebhaft, später abflauend, kleiner Ueberstand.
Jranffurfer Obst- und (Bemüfemartt
Frankfurt a. M., 6. Nov. Für Gemüse war die Gesamtzufuhr reichlich, insbesondere für Eskarol, Wirsing und Weißkraut. Gefragt blieben lediglich Rosenkohl, schöner Kopfsalat und schöne Tomaten. Im übrigen war das Geschäft zufrieden- stellend. Für Rosenkohl, Rotkraut, Zwiebeln und Treibhaustomaten zogen die Preise an. Es notierten: Blumenkohl 15 bis 45, Eskarol 3 bis 8, Feldsalat, groß 20 bis 25, klein 50 bis 60, Gewürzel, großes Bündel, 20 bis 35, Karotten 3 bis 5, Kar- toffeln, gelbe, 50 Kilo 3,40 bis 3,60, Kopfsalat 4 bis 10, Meerrettich 22 bis 28, Rettich 4 bis 10, Ao- mischkohl 4 bis 6, Rosenkohl 16 bis 20, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5 bis 7, Spinat 5 bis 6, Schwarzwurzel 12 bis 18, Tomaten (Freiland) 15 bis 25, dieselben (Treibhaus) 30 bis 35, Weißkraut einschl. Filterkraut 3 bis 4, Wirsing 3 bis 4, Zwiebeln 6,5.
Am O d st m a r k t war starkes Angebot von Aep- fetn und ausländischen Nüssen, auch Birnen und Trauben waren ausreichend offeriert. Die Preise erfuhren gegen die Vorwoche kaum eine Aenderung. Während in' Aepfeln das Geschäft langsam war, gestaltete es sich im übrigen etwas lebhafter. Es notierten: Aepfell 12 bis 15, II 8 bis 10, Wirtschaftsäpfel 6 bis 8, Goldparmänen I 12 bis 15, Boskop! 12 bis 14, Schafsnasen 6 bis 8, Birnen I 12 bis 15, II 8 bis 10, Kochbirnen 4 bis 5, Mollebusch 13 bis la, Haselnüsse 34 bis 40, Kastanien 10 bis 12, Maronen 11 bis 16, Preiselbeeren 22 bis 25, Quitten 18, Trauben 40 bis 50 holl., 27 bis 32 span., Walnüsse 25 bis 30, dieselben, ital., 30 bis 40, 34 bis 35 rumän., 48 bis 40 französische.
seitens der Kundschaft nennenswerte Rückkäufe noch nicht erfolgten und daher das absolute Ausmaß der Umsatztätigkeit sehr klein war, zeigten die meisten Marktgebiete gegenüber der gestrigen Abendbörse eine, wenn auch nur mäßige Erholung. Das Hauptgeschäft beschränkte sich zunächst auf Deckungen der Kulisse, teilweise nahm sie auf der ermäßigten Basis auch einige Meinungskäufe vor.
Am Montanmarkt schien einige Publikumsnachfrage vorhanden zu fein, denn hier war das Geschäft für manche Werte etwas lebhafter. Gesucht waren besonders Mannesmann (plus 1 v. H., Phönix und Rheinstahl sowie Gelsenkirchen mit je plus 0,75 v. H., daneben waren Klöcknerwerke 0,50 v. H. höher. Nur Harpener setzten noch 0,50 v. H. leichter ein. Am Chemiemarkt konnten sich Farbenindustrie zunächst um 0,65 v. H. auf 135,50 und später bis auf 136,25 erholen, auch Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft lagen je 0,50 o. H. gebessert, während in 'Scheideanstalt (—0.50 v. H.) noch kleines Angebot vorlag. Arn Elektromarkt waren vor allem Schuckert mit plus 1,50 v. H. erhöht, im übrigen blieben die gestrigen Kurse gut behauptet. Gut erholt waren außerdem Kunstseide Aku mit plus 1,40 v. H., Daimler mit plus 1 v. H., leicht befestigt waren auch Schiffahrtswerte, Hapag und Nordd. Lloyd je plus 0,25 v. H. Von sonstigen Werten lagen Südd. Zucker um 1,50 v. H. fester. Als schwächer sind noch Reichsbank (—1,13 o. H.), Bank für Brauindustrie (— 1 v. H.) und Bemberg (—1,25 v. H.) zu erwähnen.
Der Rentenmarkt war gleichfalls etwas fester, das Geschäft nahm allerdings auch nur kleinen Umfang an. Altbesitzanleihe 102,40 (102), Kom-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Di- hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.,
lyrannuri a. «ul
Bern.»
Schluß» kurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß, kurs
Schlußk. Mistag- börsc
Datum
5-11.
6.11.
5-11.
6.11.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
96
96
96,25
96,4
6% efjem.7% Tt.Reichsanl.v.1929 6y2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
—-
—
95
94,25
94,4
94
102
102,65
101,7
102,65
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
—
—
6% etjeni.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
96
95,75
95-75
95,75
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Golo R. 12..................
93
93
93
5*/2% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui.........
92,9
92,75
_
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
—
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
100,5
100,5
100.75
100,75
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
93
92,75
_
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
93
92,75
_
92,75
6Vi% ehem. 4*/,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriefe.......
93,25
93,4
_
6VZ% ehem. 4/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liyu.-Goldpfe.....
93,5
93,75
93,25
93,25
6% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
94,75
94,75
94-75
94,75
6% ehem. 7% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
Steuergutsch. Verrechnungskurs
102.5
102,25
102,5
102,2
4% Oesterreichische Goldrente....
29
_
28,75
27,75
4,20% Oesterreichische Silberrente
1,15
1,15
1,2
1,3
4% Ungarische Goldrente .......
7,5
—
7,7
7,7
4% Ungarische Staalsrente v. 1910
——
7,15
7.3
7,2
7,15
*y2% desgl. von 1913..........
7,13
7,1
7,25
6% abgest. Goldmexikaner von 99
12,9
12,75
4% Türkische Zollanleihe von 1911
—
—
—
—
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.....................
8
8
8,3
—
.vrantiun a. DI.
Äerlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
5-11-
6-11.
5-11. |
6.1b
4% desgl. Serie 11 .............
8
8
8
—
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903
4,4
4,5
4,25
—
4^%Ruman.vereinh.Rentev.l913
6,6
6,6
6,75
6,95
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,05
4,05
4
4,05
2%% Anatolier ...............
33,65
33,5
33,5
33,5
Hamburg-Amerika-Paket .....0
27
28
26,75
27,9
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
—-
—
24
24,75
Hansa-Dampfschifs........... 0
——
—
—
—
Norddeutscher Lloyd ......... 0
29-25
30,25
29,65
30,5
A G. für Verkehrswesen Ml. .. 0
74,5
77,13
75,5
76,75
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
95,75
95,25
95,5
95,5
Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dieconto-
63,5
68,5
68,5
68,25
Gesellschaft................o
71,5
71
71,5
71
Dresdner Bank........... n
73.75
72,75
73,75
72,75
Reichsbank ..... 12
142
140,5
142
140,13
A.E.G..................... 0
26
26,75
25,9
26,65
Bekula................. 0
Elektr. Lieferungsgesellschaft''' 6
139,75
140,13
140
140
99
98
97
98,75
Licht und Kraft ........... g
114
115
114
114,65
Felten & Guilleaume.........0
73,4
73
73,25
«^"-A^ektr-Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität .......u &
107,75
108,25
107,75
99
108
99
Schuckert SEo........... 5
-
92,25
91-25
92,25
Siemens« Halske.........t, 7
136,65
135
135
134,5
Lahmeyer L Co............ 16
118
118
118
116,5
Buderus ................. n
83
84
82,13
84,5
Deutsche Erdöl.............. 4
101,25
102
101
102,4
Gelsenkirchener..............ö
58,25
59,5
58-4
59,4
Harpener....................
104,5
105,25
102.5
105,4
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 6
73,13
75
Ilse Bergbau ............... 6
—
140,5
140,25
Ilse Bergbau Genüsse........e
116,25
117
117
Klöcknerwerke ...............0
71,9
73
71,4
72,5
Mannesmann-Röhren........ 0
71,9
74
72,25
73,75
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mntag- börle
Datum
5-11- |
6-11.
5.11.
6-11.
Manöfelder Bergbau.......
.. 0
76,9
76,25
75,25
76,75
Kokswerke................
.. 0
—
—
92,25
93
Phönix Bergbau...........
.. 0
45,5
46,25
45,75
46,4
Rheinische Braunkohlen ....
10
——
210,5
211
211
Rheinstahl ................
.. 0
86,5
87,75
86,65
87,75
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
38,5
39,25
38
39,4
Otavi Minen .............
.. 0
12,5
12,25
12
12
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
111
110
109,5
Kaliwerke Westeregeln ......
.. b
110
109
110
109,25
Kaliwerke Salzdetfurth.....
154
152
154
152
I. ®. Farben-Jndustrie.....
.. 7
134,65
136,4
135,13
135,75
Scheideanstalt.............
.. V
208
207,5
—
Goldschmidt ..............
.. O
86
90
87
89,65
Rütgerswerke.............
.. 0
37,75
37-5
95,5
94,5
Metallgesellschaft...........
.. 0
82
82,5
83
82,5
Philipp Holzmann.........
.. 0
75
77,5
75,5
77,25
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
.. 0
.. 0
110,5
133
Schultheis Patzenhofer .....
.. 0
_
_
106,75
107,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
57
58,75
58,4
58,25
Bemberg.................
.. 0
133,5
132,25
134
132
Zellstoff Waldhos..........
.. 0
46,25
46,75
45
45,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
61,5
61,5
60
62
Dessauer Gas .............
7
—
117
118,75
Daimler Motoren..........
.. 0
45,5
46,75
45,75
46,75
Deutsche Linoleum.........
.. 0
58,25
58,65
57,9
58,5
Orenstein & Koppel........
.. 0
85,5
87,5
Leonhard Tietz............
.. 0
29,75
31
29,5
30,75
Chade ....................
..IC
213
213,5
211
209,5
Aeeumulatoren-Fabrü......
.. 0
163
163
161
Conti-Gummi.............
.. c
130,5
131,75
131
131,9
Gritzner..................
.. 0
I 29,9
28,4
1 29,65
1 28,65
Mainkraftwerke Höchst a.M.
.. 4
1 83
83
Süddeutscher Zucker.......
.. 8
1 186,5
188
I 187
1 1 L
Lombardzinsfuß 5 v. H. _
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt 0.211. _
5.November
6-November___
Amtliche Notierung fibeic- | 23rie‘
Amtliche Notierung
Geld | yric
Buenos Airei Brüssel ..... Rio de Jan.
Sofia......
Kopenhagen.
Danzig.....
London .....
Helsingfors..
Paris ......
Holland ....
Italien.....
Japan ......
Jugoslawien
Oslo..... :
0,641
58,17 0,204
3,047
55,38
81,12
12,405
5,475
16,38
168,15
21,30
0,723'
5,694
62,32
48,95
11,26
63,96
80,92
33,97
10,375
2,488
0,645
58,29 0,206
3,053
55,50
81,28
12,435
5,485
16,42
168,49
21,34 0,725
5,706
62,44
49,05
11,28
64,08
81,08
34,03
10,395
2,492
Banknoten
0,637
58,17 0,204 3,047 55,38
81,16
12,405
5,475 16,38
168,15 21,30 0,723 5,694 62,32 48,95 11,26 63,96 80,95 34,00
10,375
2,488
0,641 58,29 0,286
3,053 55.50 11-32 12-435 5,485 1642 16849
21-34 0,725 5,706 62,44 49,05 11-28 64,08 8141
34,06 10-390
2,492
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neuyork...
Berlin,6.November
Geld
Zrtei ____
Amerikanyche Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Sloten................
2,44
57,91
55,23
12,37
16,34
167,73
21,08
62,16
63,79
80,77 33-86
246 58,15 55,45 12,41 16,40
168,41 21,16 6240
64,05 81,09
34,06


