Einzelbild herunterladen

zweite Mannschaft von Wieser? einen 7:1-Sicg zu erringen. Der Ausgang dieses ersten Verbandsspieles ist ungewiß.

Abschluß der technischen Prüfungen zum Europa- Rundflug

Die technischen Prüfungen des diesjährigen, von Polen veranstalteten Europa-Rundfluges, wurden am Mittwoch beendet. Nur die über 600 Kilometer führende Brennstoff-Verbrauchsprüfung steht noch aus. Ohne Wertung dieser Prüfung liegt der Pole Bajan (RWD. 9) mit 915 Punkten an der Spitze. Der Deutsche H u b r i ch folgt an dritter Stelle, Seidemann an 7. und Wolf Hirth an 8. Stelle, wie die Deutschen überhaupt recht günstig im Wettbewerb liegen.

Nach der Brenn st offverbrauchs-Prü- fung liegen beim diesjährigen Europa-Rundflug die drei Polen Bajan (994 Punkte), Karpinski (954) und Plonczynski (953) vor den beiden Deutschen Oblt. Seidemann (939) und ch u b r i ch (936) in Führung.

Oie Gerätemeisterschasten der Deutschen Turnerschast.

Gau Nordhessen mit 4 Alaun vertreten.

Die Geräte-Meisterschaften der Deutschen Turner­schaft finden bekanntlich am 3. und 4. November in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Teilnahme- berechtigt sind 100 Turner. Der Gau Sachsen stellt mit 14 Mann die größte Vertretung, dann folgen Gau Mitte und Südwest mit je 10 Turnern. Die

61,50, Hen sich um 1 bis 5 verbessern, Presse

lagen.

Die wirtschaftliche Lage im August

Deutsche Schwimmer siegen in Kopenhagen.

71,75, AEG. Dcürn-

zwei Göp-

Beim Training für den Großen Automobil- Preis von Italien fuhr am Donnerstag Hans Stuck auf Auto-Union mit 2:14 Minuten die schnellste Runde. Caracciola hatte es am Vortage auf 2:21 Minuten gebracht.

bis 5,50, Irrt 7,75 bis 8.

Frankfurter SHlachtvrelrmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Sept. Auftrieb: Rin­der insgesamt 56 (gegen 97 am letzten Donners­tagsmarkt), davon 17 Ochsen, 2 Bullen, 17 Kühe und 20 Färsen. Kälber 1218 (940), Hämmel 120 (80), Schafe 72 (85), Schweine 412 (446). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber Sonderklasse, andere a) 46 bis 47, b) 39 bis 45, c) 33 bis 38, d) 25 bis 32; Lämmer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 32 bis 34, c) mittlere Maftlämmer und ältere Masthämmel 29 bis 31, d) geringe Lämmer und Hämmel 25 bis 28; Schafe e) beste 30 bis 32, f) mittlere 26 bis 29, g) geringe 22 bis 25; Schweine a) 51 bis 53 b) 51 bis 53, c) 48 bis 53, d) 46 bis 51, e), f), gl) und g2) nicht notiert. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt blieben Kälber und Schweine unverändert, Hämmel und Schafe konn-

jinö Marktpreise für nüchtern gewogene ^iere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht-, Markt- und Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müs­sen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Marktverkauf: Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine lebhaft, ausverkauft.

Kurze Gportnotizen.

Admira Wien gewann das erste Endspiel um den Mitropa-Cup gegen den FC. Bologna in Wien vor 45 000 Zuschauern mit 3:2 Toren, nachdem die Italiener bei Halbzeit noch mit 2:0 in Führung

Phönix 48, Stahlverein 41,40, AKU. 65,75, 27,75, Bekula 146,50, Chade Lit. AC 215, ler 49, Scheideanstalt 220,50, Deutsche Linoleum 58, Licht und Kraft 114, IG. Farben 147,13, Gesfürel 112,50, Goldschmidt 93,75, Holzmann 79,25, Metall­gesellschaft 88, Schuckert 96,25, Aschaffenburger Zell­stoff 63, Reichsbahn-VA. 112,75, Hapag 26,25. Nachbörse : IG. Farben 147, 4 v. H. Gold­mexikaner 8,25 Geld, 3 v. H. Silbermexikaner 5,25

Beim Kopenhagener Schwimmfest kamen deutsche Schimmer zu schönen Erfolgen. Der pinger Paul Schwarz gewann das 200-Meter- Brustschwimmen überlegen in 2:48,4 Minuten vor seinem letzten Bezwinger Hans M a l m st r ö m (2:50,2) und Finn Jensen (2:51,1). Der Stettiner Gerhard N ü s k e holte sich das 500-Meter-Crawl- schwimmen klar mit vier Meter Vorsprung in 6:45 vor Jörgensen. Nüske erhielt damit gleichfalls den für diesen Wettbewerb ausgesetzten Wanderpreis, der zum ersten Mal vor zehn Jahren von dem be­kannten Schweden Arne Borg errungen wurde.

Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1095 Vier­tel Rindfleisch, 236V- ganze Kälber, 9 ganze Häm- mel und 835 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsenfleisch II 50 bis 54, Rindfleisch II 44 bis 49, Bullenfleisch 48 bis 52, Kuhfleisch II 38 bis 44, III 25 bis 35, Kalbfleisch II 64 bis 70, III 56 bis 62, Hammelfleisch 70 bis 75, Schweinefleisch I 68 bis 75. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: lebhaft.

Schweine- und Schafmarkt in Marburg.

H Marburg, 6. Sept. Der heutige Schaf- und Schweinemarkt war mit 508 Ferkeln und Läufern, sowie 815 Schafen beschickt. Auf dem Schweinemarkt kosteten bei schleppendem Handel bis 6 Wochen alte Ferkel 8 bis 10, 6 bis 8 Wochen alte 12 bis 14, 8 bis 10 Wochen alte 15 bis 18 und Läufer 26 bis 35 Mark das Stück. Auf dem Schafmarkt konnte u. a. eine etwa 80 Stück um­fassende Herde nach der Gegend von Höchst a. M. abgesetzt werden. Lämmer und Schafe kosteten 21 bis 26, Hämmel 30 bis 32 Mark das Stück.

übrigen Teitn^mer: G-ue Ostpreußen ir-d ' Bc-n? 75,50, V -brru-; 87,40, G:lstn?'.rchen mern je 1, Brandenburg 6, Schlesien 4, Nordmark Harpener 105, Klöckner 78, Mannesmann 4, Niederschlesien 7, Westfalen 8, Niederrhein 5, orcs-n ar 7R

Mittelrhein 5, Nordhessen 4, Baden 5, Würt­temberg 8 und Bayern 8. Dazu kommen noch die Vertreter des Gaues Ausland.

Wirtschaft.

Anhaltende Belebung des ZnlandgeschästeS.

Sparkaffenorganisation und zweite Hypotheken.

In der Oeffentlichkeit ist in der letzten Zeit viel­fach erörtert worden, ob und inwieweit die Spar­kassen bzw. die öffentlichen Bausparkassen ihre Hilfe zur Lösung des Problems der zweiten Hypo­theken zur Verfügung stellen können und werden. Dabei ist hier und da von einem Plan des Deut­schen Sparkassen- und Giroverbandes gesprochen worden, der darauf hinauslaufe, daß die Spar­kassen einen bestimmten Hundertsatz ihrer Einlagen für diese Zwecke zur Verfügung stellen würden. Um Mißverständ­nissen oorzubeugen, wird vom Deutschen Sparkas­sen- und Giroverband darauf hingewiesen, daß es sich hierbei um einen privaten Vorschlag aus Organisationskreisen handelt, der der Spar­kassenorganisation unterbreitet worden ist. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sei zur Zeit noch mit der Prüfung des Vorschlages beschäftigt, so daß die Pressemitteilungen, insbesondere auch, soweit sie bereits Zahlen nennen, vorauseilen. Es dürfe dabei nicht übersehen werden, daß die Ver­wirklichung des durch die Pressemeldungen bezeich­neten Planes der Zustimmung der betei­ligten amtlichen Stellen bedürfe. Erst nach Durchführung der pflichtgemäßen Prüfung des Vorschlages durch den Deutschen Sparkassen- und Girooerband und nach angerufener Entschei­dung der zuständigen amtlichen Stelle könne ab­schließend zu dem angeschnittenen Problem Stel­lung genommen werden.

Vom Frankfurter Schlachtvieh- markt. Aus Frankfurt wird gemeldet: Es wird ausdrücklich darauf hingewiefen, daß der Frankfur­ter Schlachtoiehmarkt ungeachtet der jüdischen Feier­tage am Montag, 10. September, abgehalten wird. Die Metzger und Schlachtoiehkäufer von Frankfurt, sowie seiner näheren und weiteren Umgebung kön­nen also durchaus an diesem Tage ihren Bedarf in üblicher Weise decken. Es ist sogar mit einem starken Auftrieb zu rechnen, der auf etwa 1200 Stück Großvieh und 4600 Schweine vorausgeschätzt wird.

Frankfurter Börse.

Mltagsbörse: ruhig.

Frankfurt a. M., 6. Sept. Die Börse eröff­nete in sehr ruhiger Haltung, da besondere Anre­gungen nicht Vorlagen und auch der Ordereingang seitens der Kundschaft zunächst zu wünschen übrig ließ. Infolgedessen hielt die Kulisse zurück, zumal die Erörterungen in der Presse über die derzeitige Be­wegung am Aktienmarkt weitergehen. Zunächst er­folgten einige Glattstellungen, so daß die Anfangs­kurse zwar nicht ganz einheitlich, aber doch überwie­gend leicht ermäßigt waren. Bemerkenswert ist, daß auch am Rentenmarkt keine spürbare Geschäftsbele­bung zu verzeichnen ist und auch die Kurse kaum verändert waren.

Lediglich Stahloerein-Bonds und Zinsvergütungs­scheine wiesen neben einigem Umsatz Kursbesserun­gen von 0,25 bis 0,40 v. H. auf. Dagegen setzten

Altbesitz 10 Pf. niedriger ein und auch späte Reichs­schuldbuchforderungen und 4 v. H. Kommunal-Um- schuldung gingen bis zu 0,25 v. H. zurück.

Am Atienmarkt waren chemische Werte etwas mehr gedrückt, so gaben Farbenindustrie, Deutsche Erdöl und Goldschmidt je 0,75 v. H. nach. Elektro­werte notierten ebenfalls meist niedriger, wobei AEG. 0,65 v. H., Siemens 0,75 v. H. und Schuckert 0,25 v. H. verloren, andererseits aber Gesfürel und Bekula gut behauptet lagen. Am Montanmarkt hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten bei klei­nem Geschäft in engen Grenzen. Nur Mansfeld ( 1 v. H.), Klöckner ( 0,75 v. H.) und Phönix ( 0,75 v. H.) waren über den Durchschnitt von 0,25 v. H. hinaus abgeschwächt, während Harpener, Mannesmann und Rheinstahl je 0,13 v. H. höher einsetzten. Kunstseideaktien gaben von 0,25 bis 0,50 v. H. nach, daneben büßten Aschaffenburger Äell- stofs 1,50 o. H., Waldhos 0,90 v. H., AG. für Ver­kehrswesen 1,25 v. H. und Cement Heidelberg ca. 1 v. H. ein. Schiffahrtsaktien, Reichsbankanteile und Holzmann blieben behauptet. Am Auslandsrenten­markt zeigte sich auf Grund festerer Meldungen aus London neuerliches Interesse für mexikanische An­leihen.

In der zweiten Börsenftunde hielt die Geschäfts­stille in vollem Umfange an. Vorübergehend zeigten die Anfangskurse auf Grund von Kundenorders Be­festigungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H., darüber hinaus gewannen Schuckert, Goldschmidt und Daimler je 1 v. H., die aber späterhin nicht immer voll behauptet blieben.

Am Rentenmarkt lagen Reichsmark-Anleihen zu­nächst ziemlich matt, später waren sie jedoch wieder erholt. Reichsaltbesitz blieben behauptet, während die meisten anderen variablen Werte um 0,13 o. H. nachgaben. Stadt- und Staatsanleihen lagen ruhig. In der-4prozentigen Reichsanleihe von 1934 hat sich das Angebot weiter wesentlich verringert, der Kurs wurde unverändert 95 v. H. Am Pfandbriefmarkt zogen die Kurse überwiegend um etwa 0,25 v. H. an, das Geschäft war aber ruhig. Von fremden Werten gaben Ungarn und Anatolier sowie Mexi­kaner etwas nach. Schweizer Bundesbahnen lagen behauptet.'Tagesgeld blieb unverändert 3 v. H.

Abendbörse: Mexikaner fest.

Die Abendbörse hatte sowohl für Aktien als auch für deutsche Renten nur sehr kleine Umsätze zu ver­zeichnen, zumal wirtschaftliche Anregungen fehlten und vor allem der Ordermangel anhielt. Die Stim­mung war indessen freundlich, die Kursgestaltung allerdings im Vergleich zum Berliner Schluß un­einheitlich, wobei sich die Veränderungen jedoch in engen Grenzen hielten.

Lebhaftes Geschäft hatten dagegen am Auslands­rentenmarkt mexikanische Anleihen und Scripps bei bis zu 0,75 v. H. steigenden Kursen. Das lebhafte Geschäft in diesen Werten erhielt sich bis zum Börsenschluß, während Aktien und Anleihen ver­nachlässigt blieben.

11. a. notierten: Altbesitzanleihe 95,25, 6 v. H. Stahlverein 80, 5 o. H. Silbermexikaner 6 bis 6,40, 5 v. H. äußere Gold 12 bis 12,25, 4 v. H. Gold 8 bis 8,13, "3 v. H. Silber 3 bis 3,50, Bank für Brauindustrie 113,25, Commerzbank 66, Dresdner

Nach dem in den Wirtschaftsnachrichten ver­öffentlichten Lagebericht hat die Belebung des I n l a n d s g e s ch ä f t e s angehalten. Die Lage in der G r o ß e i f e n i n d u ft r i e ist weiter günstig. Die Erzeugung von Roheisen und Stahl hielt sich auf der Vormonatshöhe. Im M a - schinenbau war der Geschäftsgang teilweise etwas ruhiger, die Landwirtschaftsmaschinenindu­strie hatte gesteigerte Nachfrage zu verzeichn^. In der Eis en- und Stahlwarenindustrie waren im allgemeinen Beschäftigung und Auf­tragseingang behauptet. Im Waggon- und Lokomotivbau liegt eine Reihe neuer Auf­träge vor. Der Ansatz der Kraftfahrzeug- i n b u [i r i e hat sich ebenfalls günstig entwickelt. Die Beschäftigung der Textilindustrie ist an­haltend gut und dürfte zum großen Teil auf meh­rere Monate gesichert sein. In der H o l z i n d u - st r i e wird zumeist voll gearbeitet. Die Zement- industrie war weiter gut beschäftigt. In der Bauwirtschaft hält der günstige Beschäfti­gungsstand im Tiefbau an, während sich im Hoch­bau Abschwächungen zeigen. Die Spielwaren- i n b u ft r i e meldet zum Teil eine erfreuliche Be­lebung der Lage. Die Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft hat den gesamten G e - treibemarft umgestaltet. Die neuen Festpreise für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer wurden im August in Kraft gesetzt. Auf den V i e h m ä r k- t e n bestand ein starkes Angebot in Rindern. Auf Anordnung der Reichsregierung wurden größere Mengen von Rindern für die Konservenindustrie aus dem Markt genommen, so daß die Preise leicht anziehen konnten. Die Schweinepreise sind trotz größerer Auftriebe fest geblieben. Im Einzel­handel war der Geschäftsgang wenig einheitlich. Die Urlaubs- und Reisezeit wirkte sich in einer Verringerung der Umsätze aus. Demgegenüber war infolge der Saisonschlußverkäufe und der Ernte teilweise eine Belebung des Geschäftsganges zu verzeichnen.

Oer Auftrieb in der Krastfahrzeug- inöustrie.

In den erstes sieben Monaten 1934 Kraftwagen- Produktion des Gesamtjahres 1933 erreicht.

Im Juli hat sich die Produktion der Kraftfahr­zeuge trotz des Fortschreitens der Jahreszeit gut gehalten. Es wurden lautKraftve kehrswirtschaft" 18 716 Personenwagen hergestellt. Diese Zahl liegt eine Kleinigkeit über dem Juniergebnis von 18 571 Stück. Die Julivergleichsziffer 1933 beträgt 10 398 Personenwagen.

In den. ersten sieben Monaten wurden damit 69 124 Personenwagen hergestellt gegen 52 691 in der gleichen Zeit 1933 und 26 671 in der Zeit Januar bis Juli 1932. Die Nutzwagenproduktion war im Juli mit 2479 Stück nur etwas niedriger als die Juniproduktion (2565). Im Juli 1933 waren 1122 Nutzwagen erzeugt worden. Die Nutzwagen- produktionsziffer der ersten sieben Monate ist für 1934 14 309, 1933 6681, 1932 4677. Weiter rück­läufig ist die Omnibusproduktion mit 81 im Juli gegen 121 im Juni und 54 im Juli 1933.

Die Kraftradherstellung zeigte sich sehr wider­standsfähig. Es wurden im Juli 9585 Krafträder

hergestellt gegen 10 301 im Juni und 3515 im Juli 1933. In der Zeit von Januar bis Juli 1934 wurden insgesamt 51632 Motorräder moduliert gegen 25 911 in der gleichen Zeit 1933. Außerdem wurden im Juli 1287 Dreiradfahrzeuge hergestellt gegen 1462 im Juni und 6539 in der Zeit von Januar bis Juli 1934.

Die Kraftwagenproduktion der ersten sieben Mo­nate 1934 erreicht die des Gesamtjahres 1933.

Unterschlagene Ltnierstützungsgelder.

Frankfurt, 6. Sept. (LPD.) Unter außer­ordentlichem Andrang des Publikums verhandelte das Schöffengericht am Donnerstag gegen drei Angeklagte, die aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurden. Am meisten belastet war Th. Berger, der zuletzt Betriebszellenleiter im städtl- schen Fuhrpark in Bornheim war. Er hatte dort ein Büro und mußte u. a. auch eine Unterstützungskasse' verwalten, in die die Angehörigen der Belegschaft jede Woche einen gewissen Betrag einbezahlten und aus der Bedürftige Unterstützungen erhielten und bei Sterbefällen Zuwendungen gemacht wurden. Am 21. Juni sollte um die Mittagszeit in das Büro eingebrochen und etwa 400 Mark gestohlen worden fein. Aus einer Reihe von Indizien schloß man, daß dieser Einbruch fingiert war und als Täter eben dieser Betriebszellenleiter und ein mitbeschul­digter Mann in Frage kamen. Die Angeklagten leugneten anfangs. Berger gab aber bann zu, Unterschlagungen in Höhe von 150 Mark aemacht zu habens Der dritte Angeklagte, der ebenfalls in dem Büro beschäftigt war, gestand, aus Nst etwa 200 Mark aus der Unterstützungskasse entnommen zu haben.

Der Staatsanwalt beantragte gegen Berger wegen Unterschlagung und Untreue anderthalb Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen die beiden Mitangeklagten ein Jahr, bzw. neun Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt nahm hier­bei an, daß die beiden Anaeklagten, die des fingier­ten Einbruchs verdächtig feien, di eie Tat auch be­gangen hätten. Der Vertreter der Anklage geißelte das unkameradschaftliche Verhalten des Angeklag­ten, der sich an den sauer verdienten Groschen der Arbeiter vergangen habe. Als B. wußte, daß in der Kasse Gelder fehlten, habe er den Einbruch inszeniert, um die Spuren zu verwischen. Wenn auch der unterschlagene Betrag nicht sehr hoch ge­wesen sei, so sei doch bei der Strafzumessung die verwerfliche Gesinnung zu bedenken, die B. in sei­ner Handlung offenbart habe.

Das Gericht hielt die Möglichkeit für gegeben, daß der Einbruch auch von anderer Seite begangen wurde und sprach die beiden Beschuldigten hier mangels Beweises frei. Berger wurde wegen Unterschlagung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der dritte Angeklagte, der aus Not unterschlagen hatte, wurde amnestiert. Alle An- aeklagten, die der NSDAP, angehörten, wurden sofort aus der Partei ausgeschlossen. Sie haben sich mit ihrem verwerflichen Tun außer­halb der Volksgemeinschaft gestellt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdtskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franksuri a. DL

Berlin

Schluß« furt

Schluß». Abend­börse

Schluß» fort

Scblußk. mittag» börse

Datum

5.9.

6-9.

5.9

6-9.

% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

95

94,75

95

95

% ehem.7% Dt. Reichsmil. ö. 1929

6Vi% Boung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.»Ablüs.»Schu1d mit

93

92,75

92,75

93

AuSlos.-Rechten ............

95,4

95,25

95,3

95,4

Desgl. ohne Auölos.-Rechte......

<% eöem.8% Hess. Volksstaat 1929

(rückzahlb. 102%) ............

92,25

92,25

92,25

92,5

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12 ...........

89,5

89,5

89,25

6Vi% Hess. Lander-Hypotheken.

bank Darmstadt Ltaut........

89,75

89,75

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

AuSlos.»Rechten .............

97,25

97,25

Deutsche Komm. Sammelabi. An»

leihe Serie 1 mit AuSIos.»Rechten

96,9

97,75

97,5

97,5

6% ehem. 6% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

1% ebcm. 7% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

90

90

90,25

90,25

Wt% ehem. *y,% Franks. Hyp.-

Bank-Liqu.-Psandbriese......

90,13

90,13

8h% ehem. 4'/,% Rheinische

Hyp.-Bank-Utqu.-Goldpse 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsant»

91,25

91

brteiansialt, Psandbriese 81 19 6% eycm. 7% Pr. LandeSpsand»

93

93

93

93

briesanstalt, Pfandbriefe 8L 10

93

93

94

93

Steuergutsch. Verrechnungskurs..

101,4

101,4

101,4

101,4

<% Oesterretchtsche Goldrente...

30,25

30,5

_

31

4.20% Oestcrreichische Silberrentr

1,1

7,6

1,1

1,1

4% Ungarische Goldrente

7,55

7,5

7,5

4% Ungarische Siaaisrente v. 1910

7

7

7

4'i% desgl. von 1913 .....

/, 13

7

6% abgefl. Goldmexikaner von 99

11,75

12,25

11,4

11,9

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdaübahn» Anleihe

6edr 1....................

8

8

Franksun a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Echiußl. Abend» börse

Schluß» furd

Gchlußk. Mittag» börse

Datum

5-9-

6.9-

5.9.

6.9.

4% desgl. Serie 11 ............

8,1

8,1

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4,3

4,2

4,55

4H%Rumän.vereinh.Rentev.l913

6,75

6,75

4% Rumänische vereinh. Rente ..

3,85

4

4

4

814% Anatolier ...............

37

36,75

36,65

Pamvurg-Amertka-Paket ..... o

26,5

26,25

26,9

26,75

Vamburg-Südam. Dampfschiff. Ö

Vansa-Dampsschifs..........o

Norddeutscher Lloyd ......... o

öl.@. für Verkehrswesen Akt. .. o

30,65

73,5

30,25

72,25

30,65

73

30,25

72.5

Berliner Handelsgesellschaft ... 4 iLvmmerz. und Privat»Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto»

94,75

65

94,5

66

95,5

64,75

96

65,75

®eieU|d)art................ 0

Dresdner Bank......... n

Reichsbank ................ 12

73

76

155,25

73,75

76,5

156

78

76

155,9

73,75

76,5

155,9

A.S.G................. 0

Bekula.................... 0

E'ekrr. Lteferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ... e

Felten L Guilleaume....... c

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........ 5

Schuckert L Co..............5

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Lo............. 10

28,25

27,75

27,9

27,65

146,25

102,65

114,5

77,75

112

94,65

148,5

123

146,5

102,5

114

77,5

112,5

102

96,25

148,25

146,65

103 114,75 ,7,75

112

96,5

148 122,9

146,75

102,5

114,25

78

112,75

96,5

148,5

124

Buderus ..................0

88

87,4

88,25

88

Deutsche Srdöl .............. 4

116

115,25

114,75

115,5

Gelsenkirchener .............. c

,75

61,5

61,75

61,65

Harvener ............ l

105

105

105,5

104,75

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

72,13

72,25

Ilse Bergbau ............... (

170,5

Zlse Bergbau Genüsse........(

132

129,65

132,25

131

Klöcknerwerke ...............(

79

78

78,65

78

ManneS mann-Röhren........0

71,9

71,75

72

72

Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend» börse

Schluß» kurs

Echlußk. Minag- börse

Oaium

5.9.

6-9-

5-9-

6-9-

Mansselder Bergbau ..

.......O

79

78

Kokswerke .........

.......0

99,5

100,5

Phönix Bergbau......

.......0

47,75

48

47,9

48

Rheinische Braunkohlen

.....10

245

245

246,75

Rheinstahl ...........

.......0

90,13

89

90,13

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

41

41,4

40,9

40,9

Olavi Minen ........

.......0

14,25

14,25

13,9

14,13

Kaliwerke Aschersleben.

.......6

129

128

129

128,5

Kaliwerke Westeregeln .

.......6 .....IV,

128,5

128,25

128,75

129,65

Kaliwerke Salzdetfurth

164

163

164

163,5

I G. Farben-Jndustrt«

.......1

147,4

147,13

148

147,25

Scheideanstalt........

.......9

221,13

220,5

.......O

91,5

93,75

90,75

94,4

Rütgerswerke........

.......0

42,4

42,25

42

42,65

Metollgesellschaft......

.......0

87,9

88

87,5

87,5

Philipp Holzmann . ...

.......e

78,25

79,25

78,65

79,5

Zementwerk Heidelberg

...... 0

108

Zementwerk Karlstadt..

....... 0

128,5

128,5

Schultheis Patzenhoker

.....0

115,75

114,25

Aku tAllgemeine Kunstseide) .. O

67

65,75

67,9

66,13

Bemberg............

.......c

69,5

d

139,5

142,75

Zellstoff Waldhos .....

.......c

47

47

46,25

47

Zellstoff Aschaffenburg

.......0

64

63

64

63

Dessauer Gas ......

.......:

126,5

127

Daimler Motoren.....

.......0

47,75

49

47,75

48,65

Deutsche Linoleum ....

.......0

58

58

58,4

58

Orenstetn & Koppel ...

.......0

*

-

83,5

84

Leonhard Tietz .......

.......0

26

26,5

25,9

26,25

FbaDe.............

.......10

216

215

215,5

215

SUtu mulatoren» Fabrik

.......0

176,5

177

177

Lonri-Gummi........

....... 0

131,75

131,25

132

131

Gritzner................. 0

Matnkraftwerke Höchst a M 4

I 27,25

79

1 78,5

127>

1 27,5

süddeutscher Zucker M

»aateti 1

1 185,25

1 186,5

I 185,7 5

Devi enmarfl Berlin Frankfurt a. M.

5. September

6-September

Amtliche Notierung

Amtliche Dotierung

Geld

Brie

Geld |

Brie«

Buenos Aires

0,673

0,677

0,671

0,675

Brüssel.....

58,545

58,665

58,545

58,665

Rio de Jan. .

0,184

0,186

0,184

0,186

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

55,44

55,56

55,37

55,49

Danzig.....

82,02

82,18

82,02

82,18

London .....

12,42

12,45

12,40

12,43

Helsingsors..

5,475

5,485

5,47

5,48

Paris ......

16.50

16,54

16,50

16,54

Holland ....

169,73

170,07

169,73

170,07

Italien.....

21,65

21,69

21,70

21,74

Japan ......

0,741

0,743

0,741

0,743

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,694

5,706

Oslo.....:

62,41

62,53

62,32

62,44

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,27

11,29

11,255

11,275

Stockholm...

64,04

64,16

63,94

64,06

Schweiz ....

Spanien....

81,67

81,83

81,67

81,83

34,32

34,38

34,32

34,38

Prag.......

10,44

10,46

10,44

10,46

Budapest ...

Jleutjod ...

2,475

2,479

Banfnoten.

2,482

2,486

Berlin, 6-September

Geld

Bries

Amerikanische Noten..............

2,434

2,454

Belgische Noten..................

58,385

58,625

Dänische Noten .................

55,22

55,44

Englische Noten . .. ... ... . ..

12 365

12,405

Französische Noten..............

16,46

16,52

Holländische Noten ...............

169,99

Italienische Noten................

2h 58

21,66

Norwegische Noten ..............

62,16

62,40

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Note» ...............

63,77

64,03

Schweizer Noten.................

Spanische Note»

81,49 34ÜB

81,81

34,32

Uaaarische Note» ................