Oer zweite Tag -es Parteikongresses
Lern und 9 Karten. — Deutsche Gedichte.! Ein oolksdeutsches Hausbuch. Herausgegeben oon |
In
Museum errichtet worden. In dem Museum sind
Aus aller Welt.
Am geschmuggeltem Golde erstickt.
auf 14 000 000 die Verwaltungsunkosten der Deutschen Arbeitsfront auf die Hälfte gesenkt werden konnten. Auch als der Redner auf die Leistungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zu sprechen kam, rauschte immer wieder der Beifall durch die Halle. Brausende Heilrufe stiegen erneut auf, als Dr. Ley dem Führer das Gelöbnis ab
legte, nie in der Arbeit zu erlahmen, bis die Freiheit der Nation gesichert sei, und unter jubelnden Heilrufen dankte der Führer dem Stabsleiter der PO. und Leiter der DAF. Dr. Ley mit einem Händedruck für seine Arbeit. — Als nächster Redner des Kongresses nahm dann Dr. Goebbels das Wort.
Rudolf M ü r b t. — Tex Harding : D i e Indes Nachtmärchens. Ein abenteuerlicher Ro-
VolksauWnmg und Propaganda als Voraussetzung ausbauender poM
man aus den Tropen. — Heimat. 30 Novellen oon deutscher Landschaft. — Luis Trenker: Der verlorene Sohn. Roman. — Hans Friedrich Blunck: Die Frau auf dem Holm. Ballade in 18 Holzschnitten von Klaus Wrage, eingeleitet von Hans Arens. — Deutsche Ku n st. Eine Auswahl ihrer schönsten Zeugnisse. Mit einer Einleitung von Dr. Wolfgang Graf von Rothkirch und einem Geleitwort oon Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Wilhelm Pinder. 70 Seiten, 350 Abbildungen und 8 farbige Tafeln. — Kart With: Mutter und Kind. — Richard Boleslawsky: Polnische Ulanen. Roman. — Kurt Eggers: Hutten. Der Roman eines Deutschen. — L. A. G. Strong: Männer am Meer. Roman. — Theodor Kröger: Erinnerungsbuch aus Sibirien.
Goelhebund in Australien.
In der australischen Stadt Brisbane wurde zur Pflege deutschen Geisteslebens vor einiger Zeit ein Goethe-Bund errichtet, der einen raschen Ausstieg nahm. In den letzten Jahren hat dieser Bund regelmäßige literarische Vorträge und musikalische Abende veranstaltet. Die Vorträge wurden fast alle in deutscher Sprache gehalten und behandeln Fragen der deutschen Literatur und Wissenschaft. Auch in den anderen größeren Städten Australiens und Neusee- lands gibt es derartige Vereinigungen.
Ein Karikaturenmuseum.
In B o st o n ist vor kurzem ein interessantes
den Goldminen von Kikana (Südafrika) hat sich ein merkwürdiger U n g l ü ck s f a l l ereignet Die Arbeiter in den Goldminen werden unter
Kunst und Wissenschaft.
Die Tagung der Geschichts- und Allerlumsvereine in Wiesbaden.
Auf der Tagung des Gesamtoereins der deutschen Geschichts- und Altertumsoereine in Wiesbaden sprach der pfälzische Volkskundler Prof. Dr. Albert Becker-Heidelberg über das Thema , .Volkstum und Heimat vom R^ein zur Saar". In inner nach den Grundsätzen der Kulturraumlehre gesehenen Gesamtschau des südwestdeutschen Raumes mtwarf der Vortragende ein anschauliches Bild «er deutschen Westmark und ihres Volkstums, lieber •ie Stellung Rhein-Frankens in der deutschen Ge- chichte verbreitete sich Prof. Dr. Th. Mayer- Ziehen. Der Redner ging von der räumlich-geo- raphischen Einheit des rhein-fränkischen Gebietes (U5, die auch als kulturelle und Sprachlandschaft «irsichtlich ist, und besprach dann die Frage der Stammesbildung und die politische Bedeutung der Stämme für das Reich. Des weiteren wies er auf lie Anregung zur Schaffung des Preußisch-Hessischen Zollvereins von 1828 hin, die von Hessen-Darmstadt Esgegangen ist und zur Errichtung des Deutschen < ollvereins von 1834 führte. Was 1834 wirtschaft- lch begonnen worden sei, sei 1871 staatlich durch- xsführt und 1933 volklich vollendet worden. Das reue Reich, das ein starkes Reich sei, vertrage wie- t?r eine Gliederung, weil es eine starke Einheits-
Die politische Propaganda als Prinzip, fo führte Dr. Goebbels in feinem Vortrag u. a. aus, ist ein aktives und revolutionäres Element. Sie wendet sich ihrem Sinn und Zweck nach an die breiten Massen. Sie spricht die Sprache des Volkes, weil lie sich dem Volke verständlich machen will. Ihre Aufgabe ist es, die manchmal komplizierten Vorgänge und Tatbestände einer politischen Situation mit höchster schöpferischer Kunst so zu vereinfachen, daß sie auch dem Mann oon der Straße eingehen. Sie steht auf dem Standpunkt, daß es nichts gibt, was ein Volk nicht verstehen könnte, daß es sich vielmehr nur darum handelt, es ihm in der i h m gemäßen Art, Beweis- führung und Sprache nahezubringen. Es gibt deshalb keine Propaganda, die ihrem Prinzip und Wesen nach gut oder böse wäre. Der moralische Wert ihrer Tendenz wird entschieden oon der Höhe des Zieles, das sie zu erreichen versucht. Propaganda muß schöpferisch sein. Sie ist keineswegs eine Sache der Bürokratie oder amtlicher Verwaltung, sondern sie ist eine Angelegenheit produktiver Phantasie. Wesentlich anders ist es um den Begriff der Volksaufklärung bestellt. Sie hämmert und trommelt nicht. Sie ist gemäßigterer Art und sucht zu belehren. Sie erläutert, erklärt und legt dar.
Die Propaganda haben wir seitdem zu einer wahrhaft schöpferischen Kunst gestattet. Sie war unsere stärkste Waffe bei der Eroberung des Staates. Sie bleibt unsere stärkste Waffe bei der Behauptung und beim Aufbau des Staates.
Die Propaganda kann nur im Dienste großer Ideale und zukunftsträchtiger Prinzipien zum Erfolge führen. .Auch die Propaganda muß gelernt sein. Der erfolgreiche Propagandist muß die Gabe besitzen, die großen Mittel der öffentlichen Massenbeeinflussung wie Presse, Film und Rundfunk souverän in den Dienst seiner Ideen und Zielsetzungen zu stellen.
Eine gute Propaganda braucht nicht zu lügen, ja sie darf nicht lügen. Sie hat keinen Grund, die Wahrheit zu scheuen. Es ist ein Irrtum, anzunehmen, das Volk könnte die Wahrheit nicht vertragen. Gewiß kann es das. Es handelt sich nur darum, dem Volk die Wahrheit in einer Art verständlich zu machen, daß es sie am Ende auch versteht. Propaganda, die sich der Lüge bedient, beweist damit, daß sie für eine schlechte Sache ficht.
Ohne zu übertreiben, kann man sagen, daß Deutschland heute auf dem Gebiet der Propaganda für die ganze Welt vorbild- l i ch ist. Wir haben es in der Kunst der ZUaffen- beherrschung zu einer Fertigkeit gebracht, der gegenüber ähnliche Versuche in anderen Ländern geradezu stümperhaft wirken. 3n 14jähriger Opposition haben wir die Unsumme von Kenntnissen, Erkenntnissen, Wissen und Erfahrungen sammeln können, die uns nunmehr inslandsehk, uns erfolgreich der weitreichenden staatlichen Propagandamittel zu bedienen, ohne Gefahr zu laufen, den Geist zu verlieren, der sie treibt und in Bewegung hält. Tritt zu dieser Art einer aktiven Massenbeeinflussung durch die Propaganda die auf längere Sicht eingestellte systematische Aufklärung eines Volkes als Ergänzung und werden beide als einheitliches Ganzes auch dauernd mit Genauigkeit getrieben, dann wird die Verbindung zwischen Führung und Nation immer lebendig bleiben und es entwickelt sich aus Autorität und Gefolgschaft jene Art moderner Demokratie, die Deutschland als Vorbild der Staatsauffassung des 20.3ahrhunderts der ganzen Dell vor Augen gestellt hat. * 1
Man schaue über hie Grenzen unseres i Landes und beobachte mit Lächeln die Bestrebun- I gen parlamentarisch-demokratischer Parteien, die alle auf den einen Satz hinauslaufen: Wie sage .
idee besitze, die durch die Gliederung nicht gefährdet, sondern gefestigt werde. Mit dem Problem „Mittelrhein und Reichsgedanke" befaßte sich ferner ein Vortrag von Dr. Eduard Ziehen. Gegenüber jeder sogenannten Mainlinie und Rheingrenze betone der Gesamtverein die bodenständige, gewachsene Einheit h-r historischen Landschaft des Mittelrheins. Im Rahmen der Tagung fand auch die Flurnan^enkunde eine gebührende Würdigung. Prof. Bach- Bonn forderte fruchtbare Mitarbeit der Flurnamenforschung an der Erkenntnis des Werdens und Seins der deutschen Landschaft.
Herbst-Neuerscheinungen im Ullstein-Verlag.
Der Verlag Ullstein, Berlin, wird im Herbst folgende Neuerscheinungen Herausbringen.- Paul Wiegler: Berühmte Prozeffe. —
I ch fyab \ o gern gelebt. Die ßebenserinne« rungen von Fedor v. Z o b e l t i tz. — H. H. Hou - den: Sturm auf den Südpol. Abenteuer und Heldentum der Südpolf-ahrer. Mit 3 Karten und 46 Abbildungen. — Carl Reinhard Raswan: Im Land der schwarzen Zelte. Mein Leben unter den Beduinen. — Bruno H. Bürgel: Die kleinen Freuden. Ein besinnliches Buch vom Glück im Alltag. — Paul Karlson: Du und die Natur. Eine moderne Physik für jedermann. — Der deutsche Wald. Sein Leben und «seine Schönheit. — Die Jahreszeiten der Küche. Das große deutsche Kochbuch. Herausgegeben von Dr. Erich Urban und Barbara von Treskow. — „Der unerschöpfliche Ratgeber". Ein Handbuch für das deutsche Haus. — Walter von Schoen: Auf Kaperkurs. Heldentaten deutscher Hilfskreuzer. — Richard S k o - wronnek: Muttererde. Zwei Romane aus
strenger Kontrolle gehalten, damit sie in ihrer Kleidung kein Gold durch die Absperrung schmuggeln können. Ein eingeborener Arbeiter, der ein Goldklümpchen gefunden hatte, das er für sich behalten wollte, steckte das Metall in den Mund und schluckte es hinunter. Das Gold blieb ihm aber im Halse stecken, und er erstickte, bevor ein Arzt es hätte entfernen können.
Russischer Stratosphärenballon explodiert und verbrannt.
Der sowjetrussische Stratosphärenballon „UdSSR/ ist auf dem Moskauer Flugplatz beim Aufstieg plötzlich explodiert und verbrannt. Menschen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Der Ballon war für einen neuen Aufstieg fertig gemacht worden, um den eigenen Rekord von etwa 18 000 Meter zu schlagen. Nack den bisherigen amtlichen Mitteilungen scheint es, daß die Explosion technische Gründe hatte. Der Ballon war mit etwa 50 000 Kubikmeter Wasserstoffgas gefüllt. Mit diesem Unglücksfall scheidet Sowjetrußland auf längere Zeit aus dem Wettkampf um die Erforschung der Stratosphäre aus. Der zweite Ballon, der jetzt in Leningrad gebaut wird, ist noch nicht fertig. Dcr
Oer Führer legt das Frontkampferkreuz an.
Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Der Reichsminister des Innern D r. F r i ck hat am 4. September in Nürnberg den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gebeten, das vom verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg gestiftete Frontkämpferkreuz anzulegen. Reichsminister Dr. Frick überreichte dem Führer das Fronlkämpferkreuz unter gleichzeitiger Übergabe des folgenden Schreibens:
„Mein Führer! Als der von dem verewigten Reichspräsidenten Generalfeldmarfchall von Hindenburg mit der Durchführung feiner Verordnung über die Stiftung eines Ehrenkreuzes beauftragte Reichsminister bitte ich Sie, als Frontkämpfer des Weltkrieges das von ihm gestiftete Frontkämpferkreuz anlegen zu wollen/
Oer Führer und Reichskanzler erklärte sich zur Annahme des Frontkämpferkreuzes bereit.
Einheitliche Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Die Pressestelle der Reichskirchenregierung teilt mit: Der Rechtswalter der Deutschen Evangelischen Kirche hat auf Grund der ihm von der N a t i o n a l- synode erteilten Ermächtigung eine Verordnung erlassen, wonach die Vorschriften des Paragraph 1 2lbs. 1 und 3 des Kirchengesetzes vom 9. August 1934 über die Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche und der Landeskirchen in der evangelisch- lutherischen Kirche in Bayern rechts des Rheins und der evangelischen Landeskirche in Württemberg in Kraft treten. Damit sind alle Landeskirchen hinsichtlich ihrer Gesetzgebungsgewalt der Deutschen Evangelischen Kirche unterstellt und die Landesbischöfe an die Weisungen des Reichsbischofs gesunde n. Das bekenntnismäßige Eigenleben und idas Gebiet des Kultus bleiben von dieser zusammen- ffassenden, den einheitlichen Aufbau der Deutschen «Evangelischen Kirche fördernden Regelung unberührt.
aus der Steinzeit Europas (die vielleicht aber nur verunglückte Porträts sind), Indianer,Zeichnungen karikaturistischen Inhalts, Karikaturen der Chinesen und Neger sind hier in einzigartiger Auswahl zusammengestellt. Namentlich die Abteilung „Neuzeit" verläßt kein Besucher, ohne laut zu lachen.
in Montevideo die Friedensbemühungen im Gran-Chaco-Konflikt durch riesige Waffenaufträge und Rüstungspropaganda hintertrieben hät- len.
Ein deutsch-belgisches Wirtschaftsabkommen.
Berlin, 6. Sept. (DNB.) Im auswärtigen Amt wurde eine leckste Zusatzvereinbarung zum deutsch-belgischen Handelsabkommen vom 4. April 1925 und ein Abkommen über die Zahlungen im Warenverkehr (Verrechnungsabkommen) unterzeichnet. Die Zusatzvereinbarung enthält eine Reihe von Zoll- und Kontingentsabreden zum deutschen Zolltarif. Ferner die Einsetzung von Regierungsausschüssen, die im unmittelbaren Geschäftsverkehr die mit der Durchführung der bestehenden Wirtschaftsvereinbarungen zusammenhängenden Fragen behandeln sollen. Das Verrechnungsabkommen über den Zahlungsverkehr regelt die Bezahlung des Warenverkehrs zwischen Deutschland und der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion über Verrechnungskonten, die die Neichsbank und die beb giscye Nationalbank sich gegenseitig einrichten. Das Abkommen geht davon aus, daß Deutschland aus der Aktivität seiner Handelsbilanz ein Devisenüberschuß verbleibt Dieser Ueberschuß steht lausend zur freien Verfügung der Reichsbank, nachdem ein Teil hiervon für Zwecke des Transfers von Zinsen der Reichsanleihen (Dawes- und Younganleihe) und der privaten Anleihen sowie für den teilweisen Transfer aus den Markabkommen abgezweigt worden ist. Ferner verzichten die Gläubiger aus den privaten Anleihen, soweit sie auf Grund des Abkommens befriedigt werden, auf einen wesentlichen Teil ihrer Zinsansprüche. Das Abkommen erstreckt sich auch auf den Zahlungsverkehr mit dem belgischen Kongo und den belgischen Mandatsgebieten. Der Devisenüberschuß zugunsten Deutschlands ist im Zahlungsverkehr mit diesen Gebieten gleichfalls sichergestellt. Endlich ist noch eine vorläufige Regelung für die Einfuhr deutscher Kohle nach Belgien bis Ende 1934 getroffen worden.
Die amerikanischen Textilarbeiter lehnen Schiedsverfahren ab.
Washington, 6. Sept. (DNB.) Der Vorsitzende des Generalstreikausschusses Gorman erklärte am Donnerstag, die Textilarbeitergewerkschaft werde einer schiedsrichterlichen Beilegung des Streikes erst zustimmen, nachdem alle Textilfabriken geschlossen sind. Er meine damit, daß die streikende Arbeiterschaft die Fabriken schließen werde. Der Streik ginge auf jeden Fall weiter. Die Erklärung Gormans erfolgte, nachdem Gouverneur W i n a n t von Newhampshire, der Vorsitzende des von Roosevelt ernannten Schlichtungsausschusses, bekannt gegeben hatte, daß öer Ausschuß am Freitag in Washington feine Tätigkeit beginnen werde.
* ich's meinem Kinde? Die Angst vor dem : Volk ist das charakteristische Merkmal liberaler : Staatsauffassung. Die Jagd nach der Popularität i führt dabei meist zu nichts anderem als die Wahr- - heit zu verschweigen und dem Unsinn das Wort zu reden. Man hat nicht mehr den Mut, Unpopu-
1 läres auszusprechen, geschweige denn zu tun. Die Folge davon ist, daß die großen europäischen Probleme in fruchtlosen Debatten versacken und über den Debatten politische, wirtschaftliche und soziale Krisen von ungeahnten Ausmaßen über die Völker hereinbrechen. Staatsmänner müssen zu gewissen Zeiten den Mut haben, auch Unpopuläres zu tun. Aber das Unpopuläre will rechtzeitig vorbereitet werden und es muß in seiner Darstellung richtig formuliert sein, damit die Völker es verstehen. Der Mann von der Straße ist im allgemeinen nicht so unvernünftig wie man ihn schilt. Aber er, der meistens die schwerste Last unpopulärer Politik zu tragen hat, hat damit doch mindestens ein Anrecht darauf, zu wissen, warum es so und nicht anders gemacht werden muß. Möge die Helle Flamme unserer Begeisterung niemals zum Erlöschen kommen. Sie allein gibt auch der schöpferischen Kunst einer modernen politischen Propaganda Licht und Wärme. Auch die Propaganda ist eine Funktion des modernen Staates. Ihre Reichweite ist der feste Grund, auf dem er stehen muß. Aus den Tiefen des Volkes stieg sie empor und zu den Tiefen des Volkes muß sie immer wieder herniedersteigen, um dort ihre Wurzeln zu suchen und ihre Kraft zu finden. Es mag gut sein, Macht zu besitzen, die auf Gewehren ruht. Besser aber und dauerhafter ist es, das Herz eines Volkes zu gewinnen und es auch zu behalten.
Langanhaltende Heilrufe klangen auf, als Dr. Goebbels des unbekannten Propagandisten der Bewegung, des nationalsozialistischen Parteiredners, gedachte, dessen Arbeit in der oppositionellen Zeit die Voraussetzung gebildet habe für die Erreichung der nationalsozialistischen Hochziele. Eindrucksvolle Zustimmungskundgebungen unterstrichen die Ausführungen von Dr. Goebbels über die entscheidende Mitwirkung der Propaganda an der erfolgreichen Durchführung des Winterhilfswerkes. Als Dr. Goebbels feine große Rede beendet hatte, wollten die Beifallsrufe kein Ende nehmen. Als letzter Redner der heutigen Kongreßtagung sprach sodann der Reichsärzteführer, Hauptamtsleiter Dr. Wagner-München über •
„Rasse und Gesundheit/
Die größte Gefahr für das Bestehen der Völker, Staaten und Kulturen, so führte Dr. Wagner aus, ergebe sich nicht aus wirtschaftlichen Katastrophen oder kriegerischen Verwicklungen; sie sind letzten Endes durch rassischen Zerfall bedingt. Dieser geht vor sich im Rückgang der Zahl, der solchen Lenkung der Auslesevorgänge und schließlich in der Vermischung mit Trägern fremden Blutes. Mit dem Predigen von Geburtenverhütung und Kinderarmut im marxistischen Zeitalter war der Niedergang unseres Volkes besiegelt, mit dem fortschreitenden Geburtenrückgang zugleich das ganze' System der deutschen Sozialversicherung gefährdet. Es gilt nicht nur, die Geburtenzahl'an s i ch zu erhöhen, es gilt auch, die besten, ft ä r f ft e n A n lagen des Volkes zu erhalten und zu nähren. Wissenschaftler der verschiedensten Kulturstaaten haben erst jetzt wieder auf dem internationalen eugenischen Kongreß in Zürich die Richtigkeit der deutschen Bevölkerungspolitik bestätigt. Ueber die wirtschaftliche Belastung durch Erbkranke in Deutschland gab der Reichsärzteführer geradezu erschütternde Zahlen. In Deutschland werden für Erbkranke jährlich noch 1,2 Milliarden aus dem Arbeitsertrag der Nation aufgebracht und dem Gesamteinkommen des Volkes entzogen. Dr. Wagner schilderte weiterhin die Gefahren, die in der Rassenmischung eines Volkes liegen, und bezeichnete die erbgesunde kinderreiche Familie als das Unterpfand unserer Zukunft.
Der Aufbau der Deutschen Arbeitsfront.
Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) In Anwesenheit des Führers wurde heute nachmittag der Parteikongreß fortgesetzt. Nach dem Einzug Adolf Hitlers und der führenden Männer her NSDAP, wurden wieder feierlich die Standarten in die Halle geführt. Dann spielt das NS.-Symphonie-Orchester die Freischütz-Ouvertüre. Anschließend sprach
Der Stabsleiter der PO. Dr. Ley über das Thema: „Was brachte der Nationalsozialismus dem deutschen Arbeiter?" Dr. Ley zeichnete ein Bild der Verfassung, in der sich vor der blitzschnell durchgeführten Uebernahme der Gewerkschaften der deutsche Arbeiter befand. Mit den wirtschaftsschädigenden Folgen der politischen Verhetzung und des Klassenkampfes wurden die Organisationen des Arbeiters völlig wertlos und gingen dem Verfall entgegen. In planloser Zersplitterung arbeiteten Gesellschaften jeder Art nebeneinander, wobei es den Gewerkschaftsfunktionären und Angestellten der Verbände hauptsächlich darauf ankam, sich selbst machtvolle Positionen mit hohen Gehältern und möglichst auf Lebensdauer zu schaffen. Als erste Notwendigkeit ergab sich, die Verbände machtpolitisch der NSDAP, zu unterstellen und alle ehemaligen verantwortlichen Führer völlig auszuschalten. Die organisatorischen Maßnahmen der NSDAP, auf diesem Gebiet führten sofort dazu, daß die Massenflucht aus den Verbänden aufhörte, der Beitragseingang zunahm, das Vertrauen zu den wirtschaftlichen Unternehmungen stieg. Der völlig neuartigen Propaganda gelang es, die Zahl der Mitglieder von 5 Millionen am 2. Mai auf über 9 350 000 im Dezember 1933 zu steigern.
Ziel einer neuen Sozialordnung konnten jedoch nicht die Einheitsverbände sein, vielmehr galt es, Unternehmer und Arbeitnehmer in einer Organisation zusammenzuführen. Wie gewaltig dieser Gedanke vom Volk erfaßt wurde, beweist, daß vom 1. Dezember 1933 bis 1. März 1934 4,5 Millionen Einzel- m i t g I i e b e r, darunter besonders viele Unternehmer, ihren Beitritt zur Arbeitsfront erklärten. Am 1. März 1934 betrug der Mitgliederstand der Deutschen Arbeitsfront 13 000 000 Arbeiter, Angestellte und Unternehmer und 4 000 000 Mitglieder aus dem Handel, Handwerk, Gewerbe und den freien Berufen.
Dr. Ley verwies dann auf die Schöpfung eines Werkes, für das es bis dahin kein Vorbild gab: Die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und deren Organisation, für die bis heute 25 000 000 Mark aufgewendet wurden, die sich bis zum abgelaufenen ersten Jahre auf 40 Millionen Mark erhöhen werden. Bis zum 1. September hat das Amt für Reisen und Wandern eine Million Menschen, die noch niemals ihre dumpfe Großstadt verlassen hatten, für sieben bis zehn Tage in Erholung geschickt. Allein 80000 Menschen wurden von eigenen Dampfern sieben Tage zur See gefahren. (Eine weitere Million fuhr im Wochenende zu gemeinsamen Wanderungen. Vom Amt für Schönheit der Arbeit wurden bereits mehr als 1000 Betriebe betreut. Das Sportamt verfolgt das Ziel, die Altersgrenze, bis zu der man Sport treibt, für die Masse des Volkes von 30 auf mindestens 50 Jahre hinaufzusehen.
Dr. Ley verwies bann barauf, baß ein Zusammenbruch ber Konsumvereine mit einem investierten Wert oon mehr als einer Milliarde einen ungeheuren Schaben für bie deutsche Wirtschaft bebeutet hätte unb bie Arbeitslosigkeit von vielen hunberttausenben Volksgenossen nach sich gezogen haben würbe. Trotz größter Schwierigkeiten gelang es, auch bie Konsumvereine zu erhol t e n.
Wie gewaltig auch alle biefe Leistungen sein mögen, so liegen boch bie Hauptaufgaben ber DAF. bei ben Betriebsgemeinschaften unb bei den Berufsgruppen. Die Lösung ber sozialen Frage sei kein Lohnproblem, sonbern liege in ber Neubilbung einer Gesellschaftsordnung, für bie bie NSDAP, allein als Vorbilb in Frage komme.
Die Rebe Dr. Leys würbe häufig von Beifallskundgebungen unterbrochen. Lebhaft begrüßt wurde insbesondere die Mitteilung Dr. Leys, daß bei einem Ansteigen der Mitgliederzahl von 5 000 000
dem großen Krieg: 1. Die schwere Not, 2. Morgen- wai^eum errnyvei woroen. oem rot. — Rudolf van Wehrt: To n n e n b e r g. I nur Karikaturen zu «sehen, unb zwar von den prt» Wie Hindenburg bie Russen schlug. Mit vielen Bil-Imitivsten bis zu den modernsten. Urzeitkarikoturen


