auch wieder anders liegt. Cs ist eine Sache historischer Gerechtigkeit, wenn die Gestalt des Sachsen Widukind, so wenig wir auch von ihr wissen, «rnserm Geschlechte nähergebracht wird und so ein Ausgang einer Reihe erscheint, die mit Arminius dem Befreier einsetzt. Der Stammesherzog wird aber darum noch kein Nationalheld, auch wenn man chm zuliebe die Stellung Karls des Großen entsprechend verdunkelt. Die deutsche Geschichte beruht nun einmal auf der doppelten Tatsache, daß Karl der Große die christlichen Bayern und die heidnischen Sachsen in das Frankenreich hinein- gezwungen und damit den Kreis der Stämme abgeschlossen hat, aus dem ein deutscher Staat erwachsen sollte. Damit steht er für alle Zeiten am Eingangstor deutscher Geschichte. Daß Karl die Sachsen mit entsetzlicher Härte unterwarf, ist zugegeben. Aber vergessen wir nicht, daß diese getauften Sachsen im nächsten Menschenalter mit derselben blutigen Härte das heidnische Wendenland unterwarfen und den Zug nach dem Osten eröffneten. Denn auf diesen getauften Sachsen, unter denen, wir auch Sohn und Enkel Widukinds begegnen — nicht etwa auf den heidnischen Sachsen — beruht die große Leistung der Kolonisation des slawischen Landes jenseits der Elbe, und sie mußten sich von dem heidnischen Nordgermanentum gewaltsam abgelöst haben, um die Träger dieser historischen Mission werden zu können; während das heidnische Nordgermanentum, auf das Widukind sich immer wieder gestützt hatte, noch lange die deutschen Küsten mit Mord und Brand heimsuchte. So war nun einmal die Zeit.
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Ein anderes Beispiel:
In unserer neueren Geschichte hat Friedrich der Große immer zu den leidenschaftlich umkämpften Gestalten gehört. Es konnte nicht anders sein, als daß die österreichische Geschichtsschreibung ihn lange mit erbittertem Haß verfolgte. Heute erst vermögen wir die Größe Friedrichs und Maria Theresias, der beiden Träger einer weltgeschichtlichen Rivalität, als Repräsentanten eines sie beide umfassenden Deutschtums, nebeneinander, auf derselben Ebene zu würdigen: sie sind beide nationales Besitztum.
Das hat man selbst auf preußischem Boden dem großen König nicht zu allen Zeiten zugebilligt. In dem Befreiungskämpfe und der folgenden Zeit wurde seine Größe auch in Berlin in zwei verschiedenen Lagern angefochten, von den feurigen Häuptern der Nationalpartei, die an den Preußenkönig den Maßstab des Deutschtums, und an den absolutistischen Herrscher den Maßstab der Volksfreiheit legte — und in dem Kreis der Frommen, die an der irreligiösen Haltung Friedrichs Anstoß nahmen. So konnte Ern st Moritz Arndt 1813 schreiben: „Für seine Zeit war Friedrich der König, der Held, der Weise, der Große und einzige. Wir Teutschen, wenn wir uns als Volk ansehen, haben uns dieses Königs wenig zu erfreuen gehabt, ja keiner hat uns so geschadet, nicht nur scheinbar, sondern wirklich. Er zerstörte die Ehrfurcht vor Kaiser und Reich, und was er an die Stelle setzte, war nichts anderes, als der angestrengte und despotischste Soldatenstaat, voll der unleidlichsten, monarchistischen Aristokratie."
In den frommen Kreisen der Gebrüder Gerlach, bis in die Gardeoffiziere hinein, war es eine Zeit- lang guter Ton, Friedrich den Großen nur als Friedrich den Zweiten zu bezeichnen, da er aus andern Gründen den Anspruch auf wahre Größe verwirkt habe. Gewiß ist der preußische Staat von den Männern der Reform und Befreiung von anderen Idealen aus erneuert worden, als sie von dem Großen König verkörpert wurden: aber ohne den feurigen Anhauch des Genies, der von ihm ausging, ohne die unsterblichen Werte der frideri- zianischen Tradition läßt sich der Wiederaufstieg auch nicht denken. Auch Bismarck ist sich dieser unersetzlichen Werte stets bewußt geblieben, und das stolzeste Wort seiner „Gedanken und Erinnerungen" ist jedenfalls der beiläufige Satz, die preußische Geschichte von 1786 bis 1862 sei eine Zeit verpaßter Gelegenheiten gewesen — vom Tode Friedrich des Großen bis zum Antritt seines Ministeriums!
Freilich auch das Lebenswerk Bismarcks wird heute stärker in den Fluß des historischen Urteils einbezogen. Von heute aus gesehen, werden auch die zeitlichen Bedingtheiten und die sachlichen Unvollkommenheiten seiner Reichsordnung sichtbar. Seine weltgeschichtliche Leistung als solche aber wird in keiner Weise dadurch angefochten, daß mir heute über die Mittel und Ziele seiner Zeit hinwegschreiten und hinwegschreiten müssen: für meine Person möchte ich mich dazu bekennen, daß sich mir, je weiter die Forschung vorgedrungen ist, die Gestalt und das Werk Bismarcks um so mächtiger erhoben hat: und wenn das Wort Bismarcks von der Politik als der Kunst des Möglichen als des Opportunismus verdächtig verworfen wird, so möchte ich dem Kritiker raten, den ganzen Weg, den Bismarck an der Spitze des Staates von 1862 bis 1890 gegangen ist, an der Hand der geschichtlichen Quellen noch einmal zurückzulegen.
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Die Geschichte eines großen Volkes ist ein ewiger und unsterblicher Besitz, stets in der Umdeutung begriffen, der Umwertung bedürftig, in den Fundamenten unantastbar, in den Ausläufern, bis in die Spitzen hinein, sich immer erneuernd, so wie das Leben selber, in einem Flusse, der niemals stille steht. So wird die Historie, um ein Wort Rankes zu gebrauchen, immer wieder umgeschrieben. Aber wenn sie den Impulsen der Gegenwart Folge leistet und ihren Gewinn daraus zieht, so wird sie doch immer wieder zu den reinen Quellen der Erkenntnis zurückkehren, um aus ihnen, mit geschärftem Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit, ein vertieftes Verständnis der nationalen Werte der Vergangenheit zu schöpfen. Sie kennt keine höhere Aufgabe und würde nicht mehr sie selber sein, wenn sie darauf Verzicht leistete.
Zwei Jahre Zuchthaus wegen Hochverrats.
LPD. D a r m st a d t, 6. Juli. Vor dem Strafsenat des Oberlandesgerichts hatte sich heute der vielfach vorbestrafte Josef Scotti aus Mainz- Kostheim wegen Hochverrats zu verantworten. Er hatte das berüchtigte Braunbuch weiterverbreitet und wurde zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. — Wegen desselben Verbrechens waren drei Wormser angeklagt, die jedoch mangels Beweises freigesprochen wurden. Der vierte Angeklagte, Andreas Jonsdorffer, wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
©.Jfxfpoit
2». 1846 bei der Zaustballmeisterschaft der Ortsgruppe West.
Nach den Verbandsspielen innerhalb des Gaues Nordhessen, die den Gießenern als glänzenden Abschluß die Gaumeisterschaft einbrachten, führt der heutige Samstag sie mit den Meistern der Gaue IX, X und XI im Kampf um die Vertretung der Gruppe West in Nürnberg zusammen. Als Austragungsort dieser Spiele, die als Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft zu werten sind, da in Nürnberg nur die Sieger der vier Gaugruppen die Endrunde bestreiten, hat man Aachen gewählt, das zur gleichen Zeit das große Landesturnfest der Gaue X und XI der DT. durchführt. Die Gießener gehen mit guten Gewinnaussichten in diesen Kampf, nach den Spielen zu urteilen, die sie bei dem großen, reichsoffenen Turnier des JG.-Sportvereins Frankfurt am vergangenen Sonntag lieferten. Als Gegner stellen sich die Mannschaften von Stromberg, Merscheid und Kierspe. Der Turnverein 1846 hat für dieses letzte, hochwichtige Treffen, das feinen Faustballern die Zulassung zu den Deutschen Kampfspielen bringen kann, eine Mannschaft zur Stelle, die feit Jahren in unveränderter Aufstellung spielt und sich auf erfahrene, in unzähligen Spielen bewährte Kräfte stützt. Es spielen: Pfeffer I, Riexinger, Pfeffer II, Trapp, Loh I, Loh II.
Gießener Leichtathleten bei den Saumeisterschaften in Kastel.
Die Spielvereinigung 1900...
Am kommenden Sonntag werden in den 16 deutschen Gauen die leichtathletischen Meisterschaften durchgeführt. Nordhefsen ermittelt seine Meister in Kassel auf der Hessen-Kampfbahn. Durch den gemeinschaftlichen Start von DSB. und DT. ist in diesem Jahr ganz besonders mit harten Kämpfen zu rechnen.
Die Blauweißen stützen sich auf ihre bewährte Rennmannschaft, die allerdings nicht ganz komplett fahren kann, so fehlen u. a. Jung und Müller, ebenso kann Steines I seine Meisterschaft im Stabhochsprung nicht verteidigen. Dagegen werden Eldracher, Kilo und Gugel ihre vorjährigen Siege zu wiederholen versuchen, was ihnen der Papierform nach auch gelingen sollte.
E l d r ach e r bestreitet 100 und 200 Meter. Bei letzterer Strecke greift auch Fr. Koch mit ganz guten Aussichten in den Kampf ein. Bepper - ling läuft diesesmal nur die 400 Meter und wird versuchen, feine jetzige Bestzeit zu verbessern. Peters bestreitet sowohl die 1000 Meter als auch die 800 Meter, wobei er auf sehr starke Kasseler Konkurrenz stößt, so Danz und Wilhelm von Hessen-Preußen. Baumstieger will sein Glück gegen Wal - perl über 1500 Meter versuchen, auf feine Leistung darf man gespannt sein. Die 4 mal 100 = Meter - Staffel wird in der Aufstellung Schmidt, Kilo, Koch, Eldracher gelaufen. Mit einem Sieg ist hier kaum zu rechnen, doch sollte die Zeit unter 45 Sekunden liegen. In den Sprüngen ist 1900 nur durch Schmidt im Dreisprung vertreten. Kilo sollte es nicht schwer fallen, das Diskuswerfen zu gewinnen. Seine feine Technik müßte ihm, in Verbindung mit etwas mehr Harte, zur deutschen Spitzengruppe, um die 45 Meter, auflaufen lassen. Gugel hat schon eine etwas schwerere Gegnerschaft, doch wird auch ihm der Sieg kaum zu nehmen sein.
In der F r a u e n k l a s s e hat 1900 nur eine kleine Mannschaft zur Stelle, die in erster Linie auf ein gutes Abschneiden in der 4 mal 1 00-M eter = Staffel hofft. Gelaufen wird in der Aufstellung Wehling, Lippert, Diehl, Hublitz. Die Damen Hublitz und Diehl laufen 100 Meter bzw.
200 Meter. Im Weitsprung gesellt sich noch Frl. Wehling zu ihnen, während Frl. Lippert nur den Hochsprung bestreitet. Wenn auch die Gießenerinnen sich in letzter Zeit gut verbessert haben, so wird es ihnen doch schwer fallen, gegen die sehr starke Konkurrenz zu Erfolgen zu kommen. Immerhin kann mit Plätzen gerechnet werden.
VfV.-Reichsbahn: Leichtathletik.
Am morgigen Sonntag finden zum ersten Male die Meisterschaften des Gaues XII Nordhessen in Kassel statt Erhöhte Bedeutung kommt den Gaumeisterschaften diesmal zu, da an diesem Tage die Leichtathleten letztmalig ihre Berechtigung zur Teilnahme an den Deutschen Kampfspielen in Nürnberg beweisen müssen. Harte Kämpfe und große Teilnehmerzahlen in allen Konkurrenzen sind deshalb zu erwarten. Es wird also nicht leicht sein, Erfolge zu erringen. Da die Leichtathleten des VfB./Reichsbahn bis jetzt in dieser Saison in ganz ausgezeichneter Form waren und manchen beachtenswerten Sieg nach Hause brachten, hat sich die Führung entschlossen, die besten Leichtathleten nach Kassel zu entsenden. Es werden starten: Sobe- z a f im 1000 und im 1500-Meter-Lauf. Rodri - guez geht über 100 und 200 Meter. Luh und M o h l bestreiten in erster Linie die Wurfkonkurrenzen. P i e h wird Speerwerfen. Günter S ch ä - f e r springt Hoch und Weit. Großes Gewicht legt der VfB./Reichsbahn auf die 4 mal 100 - Meter - Staffel. Die Staffel läuft mit Siegmund, R o - driguez, R. Fischer, O. Luh. Falls die Gießener gut wechseln, sollte man ihnen mindestens einen Platz zutrauen. Der erwartete Achtungserfolg wird aber doch sehr schwer zu erkämpfen fein.
Faustball im Gau XII der DT.
Am morgigen Sonntagvormittag finden inHolz- heim die Vorspiele zur Kreismeister- schäft im Faustball statt. In der ^.-Klasse spielen die Vereine Holzheim 1. Mannschaft, Grü- ningen 1., Garbenteich 1. und Hausen 1. Mannschaft. In der 8 - K l a s s e treffen sich Holzheim 2., Grü- ningen 2., Lang-Göns 1. und Lich 1. Mannschaft. Im Vorjahre konnte Holzheim sämtliche Meisterschaften erringen. Diesmal kann man im voraus keine Mannschaft als eventuellen Sieger nennen, weil durch die Neueinteilung der Kreise eine Vergleichsmöglichkeit nicht geboten war.
Deutsche Rusersiege in Henley.
Der zweite Tag der internationalen Henley- Ruder-Regatta auf der Themse hat am Donnerstag den drei beteiligten deutschen Sportlern schöne Siege gebracht. Recht erfreulich ist vor allem der abermalige Sieg des Berliners Dr. Buhtz, der in feinem Zwischenlauf zu den „Diamond Sculls" den Engländer Coles sicher in 8:38 Minuten hinter sich ließ. Die Deutschen Braun-Möller (Wiking Berlin) gestalteten ihren Vorlauf im Zweier „ohne" ebenfalls zu einem Erfolg über die Engländer C. Pal- mer-T. Voyland.
Bei guten Wafserverhältnissen wurde am Freitag die Henley-Regatta auf der Themse fortgesetzt. Im Kampf um die „Diamond Sculls" konnte Dr. B u h tz - Deutschland seinen Gegner, den Tschechen Z a v e l glatt mit einer Länge in 8:22 Min. schlagen. Er trifft nun im Endlauf auf den Amerikaner Rutherford. Auch im Zweier ohne Steuermann gab es einen deutschen Sieg. Die Berliner Braun- Müller konnten Dokker-Jons-Amsterdam ganz überlegen in 8:35 Mn. besiegen.
Die Deutschen bei der „Tour" von Pech verfolgt.
Die 3. Etappe der Tour de France von Charleville nach Metz (161 Kilometer) ergab wiederum eine Massenankunft von 13 Fahrern. Im Endspurt siegte nach einer Fahrzeit von 5:01,55 der
Die LS.Giepener Ruder-Regatta.
Die Rennen des Sonntags.
Die Gießener Ruder-Regatta, die sich bekanntlich über zwei Tage erstreckt, begann heute morgen mit den ersten Vorrennen: heute nachmittag werden bereits die ersten Entscheidungen fallen. Mit weiteren Dorrennen findet die Regatta morgen vormittag ihre Fortsetzung während in den Nachmittagsstunden die hauptsächlichen Entscheidungen fallen werden und die Regatta beschlossen wird. Die Rennen des heutigen Samstag würdigten wir bereits. Nachstehend sei kurz auf die einzelnen Renen des Sonntags eingegangen.
Den Auftakt der Ereignisse am Sonntag bildet, wie am Samstag, wieder ein Einer-Rennen, der Erste Junior-Einer. Am Start sind wiederum C. Schmitt (Bamberg), Bartschs (Saarbrückener Undine), Piro (Cochem), Glier (Wetzlar) und außerdem W. Hoffmann (Mainzer RV.) zu erwarten. Die Entscheidung sollte zwischen Hoffmann und Schmitt fallen.
Der Erste Junior-Vierer sieht die Mannschaft von Wiesbaden-Biebrich, RCl. „Germania" Köln und Kölner RCl. 1931 im Rennen. Drei als gleichwertig zu erachtende Mannschaften werden um den Sieg kämpfen.
Das Adolf-Fischer-Gedächtnis-Re n- nen wird von Mannschaften unserer engeren Heimat bestritten und zwar von den Ruderern der GRG. des Gießener RCl. „Hassia" und des Wetzlarer RCl. 1880. Der Ausgang dieses Rennens ist nicht vorauszusagen.
Der Erste Vierer um den Wanderpreis der Stadt Gießen — neben dem Großen Achter das Hauptsächlichste Rennen des Tages — wird von sechs Mannschaften umstritten sein. (Limburger RCl. 1907, GRG., „Saar" Saarbrücken, Frankfurter „Germania", Saarbrücker RG. „Undine" und Renn- gemeinschast Leipzig). Sämtliche Vereine haben chre besten Kräfte gemeldet. Auch hier ist eine Voraussage über den Ausgang des Rennens kaum möglich. Die Tagesform der einen oder anderen Mannschaft wird den Wettbewerb entscheiden.
Im Rennen der Damen treffen die Gießenerinnen auf die Damen von Frauen-Ruder-Verein „Freiweg" Frankfurt a. M. Die Gäste gelten als recht gut und die Damen der GRG. werden sich dementsprechend einzustellen haben, wenn sie nicht die Zweiten fein wollen.
Im Dritten Vierer, der von 5 Mannschaften bestritten werden wird, ist mit einem heftigen Duell zwischen der Mannschaft von „Hellas" Offenbach und des RCl. '„Germania" Köln zu rechnen.
Für den Ersten Jungmann-Achter liegt die stattliche Meldung von 6 Booten vor. RG. „Undine" Saarbrücken, „Unbine" Rüsselsheim, Mainzer
RV., Offenbacher Ruder- und Schwimmklub, Gießener RCl „Hassia" und Kölner RCl. 1931 sind beteiligt. Favorit ist die Mannschaft aus Rüsselsheim. „Undine" Saarbrücken und Köln 1931 sollten den Endlauf mitbestreiten.
Im Einer um den Lahnpokal trifft der Gießener Friedel I ö d t auf den Bamberger H. Bayerwaltes. Ob sich Jödt behaupten kann, erscheint noch fraglich, da er in den letzten Monaten durch starke berufliche Inanspruchnahme nur wenig Zeit zum Training hatte.
Im Leichtgewichts-Vierer trifft die Mannschaft des Gießener Ruderclubs „Hassia" 1906 auf die Vertretung von RCl. „Germania" Köln. Ein Sieg der Gießener wäre ein großer Erfolg. Hoffentlich bleibt der Sieg in Gießen.
Im Zweiten Junior-Vierer starten vier Boote (Wiesbaden-Biebrich, „Germania" Köln, Kölner RCl. und Renngemeinschaft Leipzig). Der Sieger ist nicht vorauszusagen.
Nach längerer Pause fand sich auch im Akademischen Vierer wieder einmal ein volles Feld. (Akademische Ruderverbindung Rheno-Frankonia, Universität Bonn und Universität Frankfurt a. M. haben zugesagt.) Bonn hat die besseren Aussichten.
Für den Tro st- Vierer haben Limburger RG., Offenbacher Ruder- und Schwimmverein und Wetzlarer RCl. 1880 gemeldet. Ein offenes Rennen!
Mit 6 Mannschaften ist der Dritte Achter sehr gut besetzt. Eschenheimer RG., Kölner RCl. 1931, Frankfurter RV. 1865, „Hellas" Offenbach, Frankfurter „Germania" und RCl. „Germania" Köln liegen im Rennen. „Hellas" Offenbach und Frankfurter „Germania" dürften dominieren.
Im Ermunterungs-Vierer ist von den sechs gemeldeten Mannschaften im voraus keine als Sieger zu nennen.
Den Höhepunkt und Abschluß der Regatta wird der Große Achter darstellen, für den die Verbandsachtermannschaft der GRG., die Mannschaft der Renngemeinschast Leipzig (Wicking und Sturmvogel), die schon am heutigen Samstag im Ersten Achter den Gießenern gegenüberzutreten hat, und die Mannschaft des Limburger RKl. gemeldet sind. Wenn auch die Limburger im vergangenen Jahre auf der Gießener Regatta sehr gut gefallen konnten, so wird kaum zu erwarten sein, daß sie in die Entscheidung zwischen der GRG. und der Renngemeinschaft Leipzig eingreifen werden. Der Verbandsachter der GRG. wird zu beweisen haben, was sie zu leisten vermag.
Ueber den Verlauf der Rennen werden wir zu gegebener Zeit berichten.
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250 Meldungen liegen für die beiden Rahmen der Deutschen Kampfspiele zum AustrÄ kommenden Meisterschaftswettbewerbe im Radsai' ren vor. Zum Einer-Streckenfahren über 249,6 Ki^ Meter am 21. Juli liegen 112 Nennungen vor, wÄ' rend 23 Vereine mit je sechs Fahrern zur Meiste^ schäft im Vierer-Vereins-Mannschaftsfahren W 10Q Kilometer am 23, LuÜ gemeldet habem .
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Auch diesmal wieder waren die Deutschen ii Pech. Den Gebrüdern Wolke war es gelungen einige hundert Meter dem Felde zu entwischen, ur man rechnete schon mit dem ersten deutschen Eta? pensieg, als die beiden Brüder an eine geschlossei Bahnschranke kamen und so um ihre Chancen gi bracht wurden. Das übrige Feld konnte daduH
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Nahezu 70 Menschen sterben täglich durch Unglücksfälle.
Durch Unglückssäsie aller Art ver- Unglücken tödlich in Deutschland nahezu 70 Menschen an jedem Tage. In einer Woche also stirbt ein ganzes Dorf blühen» der gesunder Menschen au§< Im Laufe von 4 Jahren wird eine Großstadt entvölkert. Nur etwas über den dritten Teil fällt Verkehrsunfällen zum Opfer. Ueber ein Fünftel der tödlichen Unfälle wird durch Sturz aus Fenstern, von Gerüsten, in Baugruben usw. verursacht. Groß ist noch die Zahl der Ertrinkenden. Durchschnitt« lich ertrinken täglich in Deutschland 10 Menschen, und wenn man feststellt, daß der größte Teil dieser Menschen im Frühjahr und Sommer beim Baden im Freien verunglückt, so wird man nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß an jedem heißen Tage in Gesamtdeutschland über 100 Menschen ertrinken. Durch Verbrennen, Ver« brühen, Aetzungen sterben immerhin durchschnittlich täglich 4 Menschen in Deutschland. Durch den großen Aus- klärungsfelözug der NS.-VoFkswohlfahrt soll den Menschen klargemacht werben, welch ungeheuren Verluste die deutsche Volkswirtschaft durch diese Unglücksfälle, hat und soll den Volksgenosien gezeigt werden, wie man sich vor Schaden hüten kann.
Franzose Lapebie vor R. Maes, Louviot, Martar und Speicher, während der Berliner Buse, ber fn als einziger Deutscher in der Spitzengruppe besah den siebenten Platz belegte. Die übrigen deutsch« Fahrer verloren sämtlich Zeit, Geyer und Ru Wolke befanden sich in der großen Verfolg« gruppe und wurden mit 14 Konkurrenten gemei« sam in 5:02,49 auf den 20. Rang gesetzt.
Deutscher Volksgenosse, willst Du dieses Abzeichen tragen? Dann werde Mitglied einer Flieger-Ortsgrups und unterstütze dadurch die deutsche Segelfliegerti Jedes aktive und jedes fördernde Mitglied hat bw Recht, dieses Abzeichen zu tragen.
Alle Mitglieder dieser Ortsgruppen kämpfen gemeinsam mit unsere» Reichsluftfahrtminister Göring fö™ den Ausbau der deutschen Sportflft g er ei!
Deutscher Volksgenosse, hilf mit! Verde rnitglieil! Melde dich an bei der Geschäftsstelle der Fliegt Ortsgruppe Gießen, Kreisamt Gießen.
wieder aufschließen. Eine aus acht Fahrern be^ hende Gruppe konnte geschlossen das Ziel erreicht, Im Endspurt siegte wieder einmal der Franz»!'
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25000 Menschen verunglückten tödlich im Durchschnitt der Jahre 1928/51.
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