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Noch heute erwirb das Zeichen der Sportflieger!

Jeder deutsche Volksgenosse kann es besitzen, wenn er Mitglied einer Flieger - Ortsgruppe wird.

Kein Deutscher darf bei dieser Förderung unserer Sportfliegerei fehlen.

Monatsbeitrag: Aktive Mitglieder 1 Mark, fördernde Mitglieder 2 Mark. Jedes Mitglied darf das Flieger-Abzeichen tragen.

Anmeldungen an die Geschäftsstelle der Jlie- ger-Ortsgruppe Gießen, Kreisamt Gießen.

Schließlich berichtete er dem Beamten, daß er sich vor etwa 2 Jahren dieser Straftat schuldig gemacht habe. Als er ein Portemonnaie mit 2 RM. Inhalt auf der Straße fand, sei er zu bequem gewesen, der Polizei Anzeige zu erstatten und habe die Geld- börse behalten. Er werde aber morgen noch ein­mal oorsprechen und . . .

Der Beamte lachte.Behalten Sie nur ruhig die unterschlagene" Börse. Bei einem Kleinfund im Werte bis zu 3 RM. braucht niemand anders zu handeln als Sie es getan haben. Es bedarf keiner Anzeige bei der Polizei, sondern nur an den Ver­lierer. Da dieser Ihnen nicht bekannt ist, haben Sie nach Ablauf eines Jahres das Eigentum an Portemonnaie und Inhalt erworben."

Darf ich noch etwas fragen?"

Bitte, Sie sehen ja, der Andrang von Verlie­rern und Findern ist so stark, daß weit und breit keine Menschenseele zu erblicken ist".

Ein Freund von mir hatte vor einiger Zeit in einem Wartesaal eines Bahnhofs eine Brieftasche mit mehreren tausend Mark Inhalt gefunden. Er lieferte die Brieftasche bei dem Stationsvorsteher ab und freute sich schon riesig auf den Finderlohn. Er hat aber keinen Pfennig Finderlohn empfangen und das Eigentum an der Brieftasche nach einem Jahr auch nicht erworben. Woher kommt das?"

Ganz einfach. In diesem Falle handelt es sich um einen sogenanntenöffentlichen Fund". Wenn in den Geschäftsräumen eine Behörde z. B. Post oder in den Beförderungsmitteln einer Behörde, in einer öffentlichen Verkehrsanstalt z. B. Eisen­bahn etwas gefunden wird, so gelten dafür be­sondere Vorschriften. Der Finder, der keinen An­spruch auf Finderlohn hat, muß den Fund unver­züglich bei der betreffenden Behörde abliefern. Wenn sich kein Eigentümer meldet, so können die Sachen öffentlich versteigert werden. Nach drei Iah- ren fällt der Erlös nicht etwa dem Finder, sondern der Behörde oder Verkehrsanstalt zu."

Rechtsanwalt Oppermann Bezirksfachgruppenleiter der Notare.

LPD. Wetzlar, 5. Juni. Rechtsanwalt Opper­mann, der kürzlich zum Bezirksfachgruppenleiter der Rechtsanwälte bestellt worden ist, ist durch Ver­fügung vom 29. Mai auch zum Bezirksfachgrup­penleiter der Notare bestellt worden. Der Bezirk umfaßt das Gebiet des Landgerichts Limburg mit den Amtsgerichten Wetzlar, Braunfels, Ehrings­hausen, Hadamar, Camberg, Diez, Bad Ems, Marienberg, Nassau, Rennerod, Runkel und Weil­burg. Rechtsanwalt Oppermann ist gleichzeitig zum stellvertretenden Bezirksobmann im NS.-Juristen- bund für den vorgenannten Bezirk bestellt.

Reichsführer-GS. Himmler Samstag in Frankfurt.

Frankfurt a. TL, 6. Juni (LPD.) Reichs- führer-SS. Himmler, der Führer der Schutz­staffeln und gleichzeitig Chef der Geheimen Staats­polizei, besichtigt am Samstag, dem 9. Juni, die 2. SS.- Standarte sowie alle Frankfurter SS.- Sonderformationen. Die Besichtigung findet um 15 Uhr auf dem Ostparkgelände in Frankfurt

a. M. statt. Der Reichsführer-SS. wird anschließend, voraussichtlich gegen 17.15 Uhr, den Vorbei­marsch der Schutz st affeln am neuen Reichsbankgebäude (Taunusanlagen) abnehmen. Diesem Vorbeimarsch wohnen zahlreiche SA.- und SS.-Führer sowie Leiter der Parteidienststellen und die Spitzen sämtlicher Behörden bei.

Größe Strafkammer Gießen.

Ein Monn namens Julius K n e i ß aus Gries- heim wurde wegen fahrlässigen Falscheides zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte verschwieg anläßlich der Ableistung des Offenbarungseides wichtige Tatsachen.

Ministerialrat Ringshausen gegen Nörgler und Miesmacher.

Große Kundgebung in Friedberg.

* Friedberg, 7. Juni. In der Reithalle fand gestern abend eine große Kundgebung gegen Nörgler und Miesmacher statt, bei der nach einleitenden Wor­ten des Kreisleiters Seipel

Ministerialrat Ringshausen

das Wort ergriff zu etwa folgenden Ausführungen: Das Reich, das unser Führer geschaffen habe, ist die Hoffnung aller Deutschen seit einem Jahrtausend gewesen. Ein Urteil $u fällen über das Werk des Führers ist nicht in der Gegenwart, sondern erst in der Zukunft möglich. Der Führer hat das Ven­til diesesdeutschen Instinktes" geöffnet. Heute ist nicht das angelernte, sondern das angestammte Wissen maßgebend. VieleFührer" mit großem Wissen hat vor dem 30. Januar 1933 das deutsche Volk gehabt. Aber jeder hatte nur einen Blick für einen Teilabschnitt. Den größten Erfola aber hatte der Führer, weil er getragen von dieser ur­alten deutschen Sehnsucht des Volkes diesem In­stinkt des deutschen Volkes den Weg freizumachen verstanden hat. So standen sich Instinkt und Weis­heit gegenüber. Je klüger das Volk wurde, um so mehr Spaltungen mußte es erleben. Den damali­genFührern" war nichts heilig. Sie wußten nichts von dem Geheimnis des deutschen Blutes. Der Weg vom Hirn bis zum Herzen war für sie unendlich weit. Gerade diese Kreise der Jntellek- tuellen standen bis zuletzt uns gegenüber. Diese Kreise haben sich nach dem Umsturz umgestellt, aber nicht, weil ihr Herz es so wollte, sondern aus be­rechnendem Verstand.

Zuerst kam zu uns der einfache Mann aus dem Volke, der bereit war, sein Leben einzu­sehen für die Idee.

Ein Jahr lang haben wir die Macht. Dieses eine Jahr hat genügt, alle den deutschen Gruß zu lehren.

Wir geben dem Volke den Glauben an seine in ihm schlummernden Werte und suchen diese zu wecken. Wir werden unsere Kräfte aus unserer

Jugend ergänzen. Die heutige Jugend stürmt und solche Jugend ist mir tausendmal lieber als die, die einem alten Klepper vergleichbar, durchs Leben schleicht. Wenn unsere Jugend heute schon ihr Stürmen verloren hätte, dann wäre das Blut unse­rer Toten in der Bewegung umsonst geflossen. Die Jugend führen kann nur, wer ihr vorangeht und nicht hintennachhinkt. Wer bereit ist, für sein Volk sein Leben zu opfern, der wird im Volke leben, und wenn er gleich stürbe. Das deutsche Volk hat im Weltkrieg gesiegt, weil es an sich selbst und sein Lebensrecht glaubte. Die Miesmacher aber glau­ben nur an die Stärke ihres Hirnkastens, und dar­um haben sie den Weltkrieg verloren.

Ein Volk zu retten, das verpflichtet, beim Aerm- sten anzufangen. Christ sein und Deutscher sein kann man nicht fernen. Das muß angeboren sein von der Mutter Blut her. Parteien hat man gegründet. Wir hatten eine Wirtschaftspartei, aber die Wirtschaft fiel auseinander. Wir hatten Arbeiterparteien, aber die Arbeitslosigkeit nahm zu. Wir hatten christliche Parteien, und die Gottlosigkeit nahm zu.

Was haben jene von 1918 getan? Sie haben Friede" gerufen, und den Bürgerkrieg geschürt. Freiheit nannten sie ihre Friedfertigkeit. Landes­verrat war parlamentarische Moral. Höchstes Ziel war: so viel verdienen, daß sie nicht mehr zu ar­beiten brauchten. Die Nationalsozialisten aber ken­nen nur ein Ziel: unsere Pflicht gegenüber dem Volke. Wir werden ewig rufen:Deutschland erwache!" Wenn jebt die SA. marschiert und das heilige Zeichen unseres Sieges über Deutsch­land flattert, dann spüren wir etwas von der tau­sendjährigen Kraft des deutschen Volkes, die nun, aufgeweckt durch unfern Führer, sich zu entfalten beainnt.

Und freudig wird die Zukunft rufen, so freudig wie wir, und freudiger noch:Es lebe der Führer und unser Volk! Heil Hitler!" (Lebhafter anhalten­der Beifall!)

Mrerlagimg her Hitlerjugend Hessen-Mau.

Die von Gebietsführer Walter Kramer alle ein bis zwei Monate einberufene Führertagung der HI. des Gebietes Hessen-Nassau fand diesmal im Bereich des Oberbann III, und zwar in Mainz statt. In einem Saale des kur­fürstlichen Schlosses begrüßte Oberbannführer Wal­ter Bloch die Oberbann-, Oberjungbann-, Bann- und Jungbannführer, und gab der Hoffnung Aus- druck, daß diese Tagung ebenso richtungweisend sein möge für die weitere Pionier- und Aufbau­arbeit der HI., wie die früheren Tagungen.

Gebietsführer Walter Kramer eröffnete hierauf die Tagung und gab zuerst Kenntnis von der durch das Anwachsen der HI. notwendig gewor­denen Teilung verschiedener Banne und Jungbanne. Er stellte deren neue Führer vor.

Die weiteren Ausführungen beschäftigten sich dann um die Zeltlager, denen für die Gemeinschaftsar­beit der HI. eine große Bedeutung zukommt; um ihre Durchführung, Verpflegung, die sanitären Maß­nahmen usw.

40 große Zelllager sind seil Pfingsten im Ge­biet Hessen-Nassau errichtet worden, 20 weitere kommen im Monat Juni hinzu, 100 bis 200 Jugendgenossen werden jeweils acht Tage lang bei körperlicher und geistiger Gemeinschaftsschu­lung denLagerbetrieb" mitmachen.

Jungarbeiter, Schüler, Handwerker und Angestellte werden sich acht Tage lang erholen, der Natur nahe sein, Körper und Geist stählen. Auf diese Weise sol­

len im Laufe der Jahre alle in der HI. und im Jungvolk organisierten Jugendlichen eine kurze Zeit aus dem Alltag herausgenommen und der Gemein­schaft der Kameraden bei Spiel und Sport zuge­führt werden.

Aus eigener Kraft dies schaffen" will der Gebfetsführer als Leitspruch über allen Lagern sehen und warnt davor, den Fürsorgegedan­ken einreißen zu lassen. Der Lagerleiter muß ein ganzer Kerl sein, der fähig ist, jeweils acht Tage lang den Jungens Führer und Kamerad, Vorbild und Erzieher zu fein. Sportgeräte find in genü­gender Anzahl in jedem Lager vorhanden, die Ver­pflegung ist gut und ausreichend, die sanitären Hilfsmittel und -kräfte find allen Anforderungen gewachsen, die das flagerieben in dieser Hinsicht etwa stellen könnte.

Das Fahrterlebnis ist nicht aus der Arbeit der HI. auszuschalten. An bestimmten Fahrtensonntagen wird der Führer mit seiner Kameradschaft ober Schar auf Fahrt gehen, nicht in der hündischen Art mit ein oder zwei Mann und zum Selbstzweck, son­dern in der Gemeinschaft zum Zwecke der Erwande­rung der deutschen Heimat.

Bei all unseren Ausgaben und Arbeiten wollen wir trotz aller Anfeindungen stets die große Linie einhalten, nie es dahin kommen lassen, daß zwei Meinungen in der Gesamtbewegung der deutschen Jugend vorhanden sind, daß die

verelnheitllchung zwischen allen Gliederungen ! der HI. immer mehr zum Ausdruck kommt." Die Ausführungen der Abteilungsleiter des (Ge­bietes am Nachmittag bewegten sich um die beson­deren Aufgaben innerhalb der Organisation, der Bekleidung und Ausrüstung, der Personalfragen, des sozialen Amtes wie Jugendrecht, Jugendfür­sorge, Gesundheitsführung, zusätzliche Berufsschu­lung usw., des Verwaltungsapparates, des Aerzte- und Feldschwerwesens innerhalb der HI., das im Hinblick auf die Zeltlager ganz besondere Bedeu­tung gewinnt. Die geistige und voltssportliche Schu­lung wurde eingehend erörtert und neue Richtlinien herausgegeben. Die Presse- und Propagandaarbeit wurde aufs ausführlichste besprochen. Der zu Ehren Schillers von der HI. durchgeführte Staffellauf, der von den fünf Obergebieten strahlenförmig nach Marbach führt, geht am 21. Juni durch unser Ge­biet und wird auf einer Strecke von 100 Kilometern von 300 Läufern bestritten, die mit Fackeln Feuer der ewigen Flamme auf Kaiserswerth mit sich führen.

Einen weiteren Punkt der Tagung bildete der Gebietsaufmarsch

in Frankfurt a. M. am 25. und 26. August, der 60 000 Hitlerjungen aufmarschieren sehen und reges Zeugnis für den Gemeinschaftswillen der deutschen Jugend oblegen wird. Mit dem Gebietsaufmarsch verbunden wird eine

hitler-Jugend-Ausstellung,

ein Spiegelbild der Kampfzeit der HI., der Monate des Durchbruches, des Jahres des Aufbaues und der politisch-kulturellen Durchdringung der deutschen Jugend, eine lebendige Schau des Schaffens und künstlerischen Wirkens der jungen revolutionären Generation, eine Wegweisung ihres kommenden Tuns. <

Der Gebietsführer forderte im Schlußwort dis Führer auf, ihre Jungen zu strengster Diszi­plin der Autorität des Staates, der Schule und des Elternhauses zu ermah­nen, sich jeden Tag auf Einfachheit und Bescheiden­heit zu prüfen, das Vertrauen des Volkes, von dem wir getragen find, nicht zu mißbrauchen, nie­mals vom Sozialismus zu reden, ohne sozialistisch zu handeln.

Aus aller Wett.

Stillegung der Llbschiffahrt.

Infolge des schlechten Wasserstandes ist, wie aus Hamburg gemeldet wird, die Schiffahrt auf der Oberelbe und den Nebenflüssen offiziell einge­stellt worden.

Drei Tote bei einem Grubenunglück.

In der Ziegler-Grube in Nürschau bei Pilsen explodierte aus unbekannten Gründen eine Sprengpatrone. Ein Werkführer und drei Arbeiter wurden schwer, eine Arbeiterin leicht verletzt. Drei Schwerverletzte sind im Krankenhaus ge­worben.

Drei spanische Bauern durch Blitzschlag gelötet.

Während eines heftigen Gewitters schlug in einem Dorfe in der Nähe von Santander der Blitz in mehrer? Häuser ein. Drei Bauern wur­den durch den Blitzschlag getötet und vier Kinder schwer verletzt.

Zuchthausrevolte in Amerika.

In Nashville (Tennessee) entwaffneten drei Sträflinge, die im dortigen Zuchthaus eine lang» jährige Strafe verbüßen, den Wärter, bewaffneten sich und verbarrikadierten sich in einem Flügel des Zuchthauses. Dort hielten sie etwa sieben Stunden lang rund 100 Wärter und Polizisten in Schach. Erst als die Belagerer sich anschickten, den Teil des Zuchthauses zu stürmen, ergaben sich die Verbrecher. Bei dem Kampf ist einer der Sträf­linge durch einen Schuß verwundet worden.

Das berüchtigte Einbrecherpaar Sah in Kopen­hagen verurteilt.

Die Gebrüder Erich und Franz Saß sind von dem Kopenhagener Gericht zu drei Jahren G e f ä n g n i s, zum Verlust der Ehrenrechte auf Le­bensdauer und zur Ausweisung aus Dänemark ver­urteilt worden. Die Verurteilten haben durch ihren Verteidiger, Rechtsanwalt Cohn, Berufung einge­legt. In der Gerichtsverhandlung gegen die Gebrü­der Erich und Franz Saß, die u. a. zweier Ein­brüche und eines Einbruchsversuchs beschuldigt wer­den, hatte der Staatsanwalt u. a. ausgeführt, daß für die Täterschaft der Brüder viele überzeugende Beweise sprächen.

3413D

Nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief sanft am 6. d. M. meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Margarete Oßwald, geb. Müller

im Alter von 50 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Oßwald III., Maurermeister Elli Schreiner.

Wieseck, den 7. Juni 1934.

Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Lichtenauerweg 5, aus statt

3408 0

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Die G. B. Germania

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Am Dienstag, 5. Juni 1934, verschied unser Heber A. H. Studienassessor Walter Veite (aktiv S.-S. 26)

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 8. Juni, 15 Uhr,

von der Friedhofskapelle In Lollar aus statt

Bekanntmachung.

Die Brennholzversteigeruna vom 28. Mai 1934 (Nr. 26) wurde genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 15. d. M. in Empfang zu nehmen.

Gießen, den 5. Juni 1934. 34IOC

Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus.

Abschrift!

OeffenNiche Sitzung des Amtsgerichts.

Gießen, den 15. Mai 1934. St. B. 12/34.

Gegenwärtig: Amtsgerichtsdirektor Dr. Wickel, als Amtsrichter, Kanzleiassiftent Hof, als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle.

privaiklagefache

des Bierverleaers und Mineralwasserhändlers Wil­helm Michel in Gießen, Walltorstraße 71, Privat- klagers, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar Luley, Gießen, gegen

den Ludwig Werner I. in wieseck, Angeklagten, wegen Beleidigung.

Der Pr.-Beklagte Werner gibt folgende Erklärung ab: 3405D

Ich bedauere, gegen den Privatkläger den Vorwurf des Diebstahls erhoben zu haben. Ich nehme diesen Vorwurf zurück, nachdem ich mich davon überzeugt habe, daß dieser Vorwurf in keiner Weise berechtigt ist.

Ich nehme auch die gegen den Privatkläger er­hobenen formalen Beleidigungen mit dem Aus­druck des Bedauerns zurück.

Ich übernehme die Kosten des Verfahrens, so­weit dasselbe gegen mich gerichtet ist.

Ich verpflichte mich auch, diese Erklärung ein­mal in dem Gießener Anzeiger und in der Ober­hessischen Tageszeitung öffentlich bekanntmachen zu lassen."

Gez.: Dr. M i ck e l. Gez.: Hof.

Für die auszugsweise Abschrift: Luley, Rechtsanwalt und Notar.

Wir haben uns verlobt Klärchen Schedes Sharp Schmidt, Studienassessor

Oppenheim (Rhein)

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Lingen (Rhein) Rochusallee 16

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Wer war die Dame

welche am 17. Mai 1933 an der Ecke Ostanlage-Marburger Straße um 20'/.bis 21 v<, tver derHerr.der zirka 30 m entfernt gestanden hat? Mitteilung erbeten an K. Wagner, Wetzlar, Hermannstein. Str. SS.939