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>en Abend in
an-
zupassen.
„Gut" ist in der Reklame besser als das Beste
PeLer.
Oie Einführungspredigt des Landesbischofs.
Horst-Wessel- und Deutschland-Liedes die eindrucksvolle Kundgebung abschloß. Die Tagung fand am Mittwoch abend durch einen Deutschen Abend in
etwa zwei Stunden war der Bedauernswerte t o t. Seine Leiche konnte geborgen werden. Der zähe Sandschlamm hatte die Glieder des Unglücklichen eingeschnürt, so daß die Blutzirkulation ins Stocken kam und ein Herzschlag eintrat.
Deihestunde in Hirschberg. — Segelflugzeuglaufe durch Jrau von Richthofen und Jrau Wessel.
Anläßlich der Luftfahrtwerbewoche wurden auf dem Marktplatz in Hirschberg (Riesengebirge), wo sich Tausende von Menschen eingefunden hatten, zweiSegelflugzeuge getauft. Die Weihe- stunde erhielt besondere Bedeutung durch die Anwesenheit der Mütter des Kampffliegers Manfred von R i ch t h o f e n und des Vorkämpfers für das Dritte Reich Horst Wessel. Auf Veranlassung des Oberbürgermeisters waren auch zwei Hirschberger Mütter, deren Söhne für die Bewegung gefallen sind, und zwar Frau G o r n k o w s k i und Frau Tesche, eingeladen. Rach einem Marsch der Hirschberger Jägerkapelle und der Begrüßungsansprache durch den Schwarmführer von K ü st e r tauften Freifrau von Richthofen und Frau Wessel die Segelflugzeuge, die die Namen „Kamerad" und „Präsident Loerzer" erhielten. Mit dem Lied vom guten Kameraden klang die Feierstunde aus.
Erster deutscher Gastslättenlag in Danzig.
Nachdem im Rahmen des ersten deutschen Gaststättentages am Mittwochmorgen der Hotel- und Bäderausschuß sowie die Bahnhofswirte zu Sitzungen zusammengetreten waren, fand mittags im großen Saal des Zoppoter Kur- haiMs eine große öffentliche Kundgebung des Reichseinheitsoerbandes des deutschen Gaststättengewerbes statt, zu der über 1000 Vertreter aus allen Teilen des Reiches, darunter etwa 400 cu5 Ostpreußen, erschienen waren. Der Präsident des Reichseinheitsverbandes, Hermann G o e r k e, begrüßte insbesondere den Danziger Gauleiter der NSDAP., Slantsrat Albert F o r st e r und versicherte, daß der Reichseinheitsverband sich bemühen werde, alle Mitglieder mit nationalsozialistischem Geist zu erfüllen. Oberregierungsrat Michel überbrachte die Grüße der Reichsregierung. Das große Interesse, das die Reichsregierung dem Hotel- und Gaststättengewerbe entgegenbringe, möge man daraus ersehen, daß drei Reichsministerien Beauftragte zur Teilnahme an der Ta-
Der Chef des französischen Generalstabes, General D e b e n e y, wird sich Ende Juni nach Warschau begeben, um das französisch-polnische Militärabkommen von 1921 zu erneuern und der neuen Lage -**-
Feierliche Amtseinführung der hessischen Pröpste
Bildung der neuen Landessynode Aassau-Hessen.
meinen Deutscken Waffenring ausgeschlossen. Die Führung des Kösener SC.-Verbandes handelte bei den von ihr getroffenen Maßnahmen in voller Uebereinstimmung mit den Anordnungen des Führers der Deutschen Studentenschaft und des Führers des Allgemeinen Deutschen Waffenringes.
Kleine politische Nachrichten.
Im Namen der Polnischen Intellektuelle n - U n i o n hat Professor Zielinski Reichsminister Dr. G o eb b e l s zu einem Vortragnach War- schau e i n g e l a d e n. Dr. Goebbels wird dieser Einladung Folge leisten und in Warschau voraussichtlich am 13. Juni in der Aula der Warschauer Universität über die Ideologie des neuen Deutschlands sprechen. *
In Wien wurde ein Vortrag des Vorsitzenden des Deutschen Klubs, Feldmarschalleujnant und Ma- ria-Theresien-Ritter Freiherr von Bardolff, über die militärische Lage Oesterreichs von der Sicherheitspolizei verboten. Angaben über die Gründe des Verbotes wurden abgelehnt.
Aus aller Welt.
Der Tale am Steuer. — Unfall oder Verbrechen?
Ein schreckliches Unglück ereignete sich auf der Stullendorfser Straße nahe der Stadtgrenze von Bamberg. Dort geriet aus bisher noch unbekannter Ursache das Personenauto des Kinderwagenfabrikanten Rommel aus Hirschaid in Brand und wurde vollkommen zerstört. Der Besitzer, der den Wagen selbst lenkte, kam dabei ums Leben. Man fand den Unglücklichen nur noch als Gerippe am Steuer des ausgebrannten Wagens lehnend vor.
Das Nürnberger „Achtuhrblatt" bringt dazu interessante Einzelheiten, die ein Augenzeuge, ein Nürnberger Ingenieur, mitteilt. Dieser befand sich mit Freunden im Kraftwagen auf der Heimfahrt nach Nürnberg. Als sie nachts Bambera passiert hatten, bemerkten sie den brennenden Wagen. Zwei Fußgänger, die in der Nähe standen, teilten mit, daß der Wagen bereits zehn Minuten brenne. Im Innern des Wagens müsse sich noch jemand befinden. Der eine der Fußgänger wollte Hupensignale vernommen haben. Der Wagen stand vorschriftsmäßig auf der rechten Straßenseite, so daß die Vermutung naheliegt, daß er schon vor Aus- bruch des Brandes aufgehalten worden war. Dadurch daß der Wagen hauptsächlich außen brannte, wurde auch der Eindruck erweckt, als fei er mit Benzin übergossen worden. Die Gummireifen waren noch unversehrt und platzten erst nach einiger Zeit. Das eine der beiden Vorderräder lag einen Meter weit von der Achse entfernt am Straßenrand. Die Achse selbst war weder verbogen noch beschädigt. Auf der Straße ließen sich auch keinerlei Brems- oder Streisspuren der radlosen
Seinen Worten legte der Landesbischof die Verse des Apostels Paulus an Titus, aus dem 2. Kapitel zugrunde „Du aber rede wie sich ziemet nach der heilsamen Lehre". Der Landesbischof ging davon aus, daß nach den Festtagen der Kirche auch der Werktag sein Recht verlange. Nach den Jubelchören gelte es in der Kirche für den Alltag zu sorgen. Sorge aber heiße für den Pfarrer Seelsorge um die Menschen, die ihm anvertraut sind. Wo Sorge ist, da ist Arbeit, Mühe und Not. Das läßt sich mit der Krisis und dem Zwiespalt, in der sich unsere evangelische Kirche befindet, doppelt schwer verbinden. Wir sehnen uns nach der Ruhe der kirchlichen Arbeit, jetzt einmal wieder richtig Pfarrer sein zu dürfen, nicht nur Gesetze und Verordnungen erlassen und Gerüste aufbauen, sondern denen, die in dem Haus wohnen sollen, ein wohnliches Heim bereiten und ihnen den Weg zum Erlöser zeigen.
„Sie haben bisher, meine Herren und Brüder, in Ihren Gemeinden als Pfarrer geroirtt und die Seelsorge gekannt. Sie sollen sie jetzt nicht mehr direkt, sondern indirekt üben, Seelsorge an den Seelsorgern. Dabei trösten wir uns dessen, daß wir wissen, daß es eine Berufung gibt. Wir könnten sonst unser Amt nicht eine Stunde länger führen. Nicht die äußere, sondern die innere Berufung durch Gott Ift beim geistlichen Amt das Entscheidende. Niemand kann es uns geben oder nehmen, es muß von oben gegeben werden. Bei allen Schwierigkeiten des Amtes soll unangefochten das Bild dessen vor uns stehen, der uns den Weg weist, Christus. Wir bauen einen Schatz aus alter Zeit übernommen, den es zu wahren gilt, die unverfälschte Lehre Alten und Neuen Testamentes. Das Wort Gottes gegenüber aller Gottlosigkeit zu sagen, ist das erste und letzte unseres Amtes. Wir wollen es nicht nur lehren, sondern auch leben. Im Umbruch unserer Zeit steht fest, wie Luther einmal sagt, die Entscheidung, die einst geschehen, die Erlösung, die angefangen hat, und der heilige Geist, der wirkt bis ans Ende der Tage. Die Zeiten des Umbruchs sind Zeiten des heiligen Geistes. Da wartet er auf Herzen, die empfänglich sind, vor ab im Amt eines Pfarrers und eines Propstes. Wir wollen aus dem Amt eine wahrhafte Berufung gestalten mit Hilfe Gottes und seines heiligen Geistes."
Kunst und Wissenschaft.
Ein amerikanischer Freund Deutschlands.
Ganz plötzlich verstarb an den Folgen einer schweren Angina in einem B e r l i n e r H o t e l der bekannte amerikanische Historiker William Robert Shepherd im Alter von 63 Jahren. Prof. Shepherd war am Tage vorher vom Rektor der Berliner Universität zu einer Gastvorlesung in der alten Aula eingeladen worden. Jedoch mußte an Stelle des schon erkranktne Gastes Professor Dr. Friedrich Schönemann den Dortr.ag verlesen, der einen nachhaltigen Eindruck machte. Prof. Shepherd ist einer der wenigen amerikanischen Gelehrten, der schon seit dem Weltkriege s e i^n e Treue zum deutschen Volk ständig be- wiesen hat. Er ist für die deutsche Ehre eingetreten, als es Mut bedeutete, überhaupt ein gutes Wort über Deutschland zu sagen, und hat st e t s ritterliches Verständnis auch gegenüber dem neuen Deutschland gezeigt. Ein großer Freundeskreis, nicht nur im akademischen Berlin, sondern auch in den Kreisen der Deutschen Akademie in München, unter den Historikern Deutschlands, aber auch unter den Freunden Lateinamerikas, dessen besonders feinsinniger Kenner er war, betrauert den plötzlichen Tod des großen Gelehrten und charaktervollen Mannes.
Ausgrabungsfunde beim Bau der Autostraße Frankfurt—Mannheim.
Als der Plan auftauchte, eine große Autostraße von Frankfurt nach Mannheim zu bauen, dachte man daran, bei dieser Gelegenheit größere Ausgrabungen vorzunehmen. Was in den letzten Monaten zwischen der hessischen Grenze und der Linie Mannheim—Heidelberg ans Tageslicht gefördert wurde, hat alle Erwartungen übertroffen. Eine Siedlung der sog. „Bandkeramiker" war schon vor Jahren im Friedrichsfelder Wald entdeckt worden. Der Bau der Autobahn hat jetzt beim Straßen- hcimer Hof eine neue Fundstelle zutage gebracht: man fand Werkzeuge aus Stein und ein Rotfärbemittel. Etwa 800 verzierte Töpfe sind die'reiche Ausbeute aus der Bronzezeit. Man fand auch Spinnviertel, und eine besondere Ueberraschung war eine umfangreiche Anhäufung von Gefäßen. Rasiermesser und andere Bronzegeräte wurden gefunden. Bemerkenswert ist, daß sog. kultische Funde nicht gemacht wurden, auch die Latöne-Zeit gab nichts her. Erst aus der Zeit nach Christi Geburt mehren sich die Funde. Aus dem ersten Jahrhundert grub man römisches Geschirr aus. Eisengeräte und Waffen verraten die erste germanische Bevölkerung. Ein großer Teil der Funde befindet sich zur Zeit in der Münchener Ausstellung „Die Straße".
Achse feststellen. Nach dem Erlöschen des Brandes sah man den Lenker in normaler Haltung total verbrannt am Steuer sitzen. Der Augenzeuge spricht die Vermutung aus, daß man es, nach den eigenartigen Umständen zu schließen, mit einem Verbrechen zu tun habe, und daß der Unglücksfall nur, vorgetäuscht worden sei. Die Kriminalpolizei Bamberg teilt mit, daß über die Entstehungsursache des Brandes noch nichts Endgültiges gesagt werden könne.
Das Brandunglück in Aichhalden. — Der Familienvater als Brandstifter und Mörder?
Die bisherige Untersuchung des Brandun - glücks in Äichhalden (Württ.) hat ergeben, daß der Besitzer des Anwesens, Karl Lambrecht, zwei Stunden vor dem Brand bei einem E i n - bruchdieb stahl in dem Hause eines Ziegeleiarbeiters ertappt, aber mit Rücksicht auf die von ihm geschilderte Notlage wieder freigelassen worden war. Die Ursache der Brandkatastrophe ist, einer späteren Meldung aus Oberndorf zufolge, nunmehr aufgeklärt. Die noch vermißten Kinderleichen sind geborgen worden. Der Vater Karl Lambrecht wurde in einem nahen Walde erhängt aufgefunden. Er stand im Verdacht, in letzter Zeit wiederholt kleinere Einbrüche und Diebstähle begangen zu haben. Zweifellos hat er sein eigenes Haus in Brand gesetzt. Man vermutet, daß er an der eigenen Familie zum Mörder wurde,'weil die Schädeldecken Schlagoerletzungen aufweisen sollen. Die Mordkommission hat ihre Tätigkeit noch nicht abgeschlossen.
Der Tod im Brunnen.
Ein seltsames Unglück ereignete sich in Rathe bei Oels (Schlesien). Bei dem Landwirt Wundrak sollte der Brunnen' geschlemmt werden. Als der 45jährige Hermann Paul auf einer Leiter in den Brunnen stieg, versank er im Sand des Untergrundes bis an die Knöchel. Er achtete zunächst nicht weiter darauf. Als er dann aber weiter sank, mußte er zu seinem Entsetzen feststellen, daß der Schlamm ihn festhielt und er sich nicht mehr her- ausarbeiten konnte. Er versank, schließlich bis zum Leib. Feuerwehr, Sanitäter und andere Helfer bemühten sich stundenlang vergeblich, den Unglücklichen aus seiner furchtbaren Lage zu befreien. Nach
Oie Verpflichtung.
Während sich die Gemeinde erhob und die Kirchenglocken erklangen, legten die Pröpste das Gelöbnis ab, ihr Amt führen zu wollen getreu ihrem Ordinationsgelübde, als Dienst an der Gemeinde und in Treue und Gehorsam gegenüber dem Reichsbifchof, der Landeskirche sowie dem Dritten Reich und seinem Führer. Nach dem Händedruck überreichte der Landesbischof den Pröpsten Dr. Friedrich Müller (Starkenburg), Karl Knodt (Oberhessen) und Otto Colin (Rheinhessen) das silberne Amtskreuz und ihre Ernennungsurkunde. Mit einm Gebet schloß die feierliche Einführungshandlung ab.
Nach dem gemeinsamen Gesang der Gemeinde „Es ist das Heil uns kommen her" «hielt Propst Knodt die Predigt über den 2. Korintherbrief, Kapitel 1 Vers 24: „Nicht daß wir Herren seien über ihren Glauben, sondern wir sind Gehilfen ihrer Freude, denn ihr steht im Glauben." Er wies hin auf die Notwendigkeit und Schwierigkeit, das Wort dem Menschen von heute zu verkündigen. Die klare Lehre des Evangeliums darf nicht vor fremder Lehre zurückweichen, sie darf ebensowenig dem Menschen aufgezwungen werden. Nicht Herren des Glaubens, sondern Vermittler der Freude sollen die Träger des Amtes sein. Die Freude des Christen aber kommt aus dem Glauben, in dem er steht. Nach dem Gemeindegesang versah Propst Colin den Altardienst in der Schlußliturgie. Nach dem Kirchenchor „Es wolle Gott uns gnädig sein" beschloß der Auszug der Geistlichen und Gäste die weihevolle Stunde.
Oie Bildung der neuen Landessynode.
Anschließend fand die zweite Tagung der Lande s s y n o d e Nassau-Hessen im Synvdalgebäude statt. Sie war von ganz kurzer Dauer. Der Landesbischof eröffnete sie, indem er feststellte, daß die Geschäftsordnung der Mainzer Synode sinngemäß gelte und daß die Synode beschlußfähig sei. Nach der Verpflichtun.g der drei neueingetretenen Mitglieder erfolgte die Behandlung des einzigen Punktes der Tagesordnung, Bildung der neuen Landessynode gemäß Paragraph 2 des Kirchengesetzes über die Leitung der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen vom 7. Mai 1934.
Der Synodalpräsident Kipper schlägt namens seiner Parteifreunde vor, folgende Herren zu Abgeordneten der Landessynode zu bestimmen: Dekan Sittel (Udenheim), Pfarrer Bürstlein (Offenbach), Oberstudiendirektor Prof. Dr. Faber (Friedberg), Oberfchulrat Großmann (Darmstadt), Oberbürgermeister Ritter (Gießen), Bürgermeister G ö ck e l (Langen), Dekan Jäger (Köpern), Stadtrat Dr. Fink (Wiesbaden), Freiherr von Krane (Wiesbaden), Gauinspekteur Kreisleiter Thiele (Biedenkopf), Oberstudienrat Dr. Franke (Frankfurt a. M.), Obersteuerinspek- tor Fleischer (Frankfurt a. M.). Da keine Einwendungen erhoben werden, gelten die Genannten als gewählt.
Der Landesbischof gibt bekannt, daß er seinerseits folgende sechs Mitglieder beruft: Pfarrer Dr. Michel (Wiesbaden), Pfarrer Schulz (Naurod), Pfarrer Rohrbach (Frankfurt a. M.), Pfarrer Lenz (Münzenberg), Dekan Widmann (Schotten) und Oberbürgermeister Körbel (Worms). Der Landesbischof gibt bekannt, daß das Mitglied der theologischen Fakultät Gießen nach Vorschlag der Fakultät ernannt werde.
Mit Gebet durch'Propst Colin und einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß die Synode.
Der republikanische Parteitag der USA. wählte den Freund des früheren Präsidenten Hoover, Henry P. Fletcher aus Pennsyloanien, zum Parteiführer. Fletcher war Freiwilliger in Theodor Roosevelts Rauhreiter-Regiment, später im Konsulardienst in China und Portugal tätig. Anschließend übernahm er die- Botschafterposten in Chile, Italien und Mexiko.
gung entsandt hätten. In gemeinsamer Arbeit werde man die Notlage des Gewerbes mindern können. Mit der Konzefsionierung aller Fremdenheime und Fremdenpensionen sei ein durchaus berechtigter Wunsch des Gaststättengewerbes erfüllt worden. Das Gaststättengewerbe nehme innerhalb der Wirtschaft eine Dorpostenstellung insofern ein, als es alle Zeichen eines Niederganges zuerst spüre, die Zeichen einer wirtschaftlichen Besserung aber zuletzt merke. Diesen Besonnderheiten werde die amtliche Wirtschaftspolitik Rechnung tragen.
Als Vertreter des Einheitsoerbandes des Saar- aebietes betonte Saffe, daß es Hauptaufgabe der saarländischen Gastwirte sei, alles Wesensfremde aus den deutschen Gaststätten an der Saar fernzuhalten. Kein deutscher Gastwirt an der Saar habe feine Räumlichkeiten hergegeben zu irgendwelchen Veranstaltungen, die separatistischen Zwecken dienten. Daß das Saargebiet frei werde, dafür würde die heiße Vaterlandsliebe sorgen, die das ganze Saarvolk beseele. — Der Geschäftsführer der Handelskammer Berlin, S p l e 11 st ö ß e r, forderte eine verstärkte nationalsozialistische Schulung für die Gastwirte. Stadtrat Muß- Königsberg überbrachte anstelle des verhinderten Staatsministers Esser die Grüße des Präsidenten der Verkehrsverbände. Gauwalter Schöpwinkel - Düsseldorf brachte nach einem kurzen Schlußwort ein dreifaches begeistert aufgenommenes Sieg-Heil auf den Führer aus, worauf der gemeinsame Gesang des
LPD. D a r m st a d t, 6. Juni. In Anwesenheit einer zahlreichen Gemeinde fand heute in der würdig ausgeschmückten Darmstädter Stadtkirche Die Amtseinführung der drei hessischen Pröpste für Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen durch Landesbischof Lic. Dr. Dietrich statt. Anwesend war als Vertreter der hessischen Regierung Ministerialrat Ringshausen sowie der Darmstädter Oberbürgermeister Kreisleiter W a m b o l d t. Vor dem mit Blumen und brennenden Kerzen geschmückten Altar stand eine Abordnung der SA. mit Sturmfahne. Nach dem feierlichen Einzug der Geistlichen betrat der Landesbischof mit den drei Pröpsten und den Mitgliedern der Kirchenregierung das Gotteshaus. Etwa 200 Geistliche aus dem Hessenland schlossen sich an. Nach dem Lied der Gemeinde „Nun bitten wir den heil- gen Geist" versah Landesbischof Lic. Dr. Diet - r i ch. selbst die besonders reiche Liturgie. Nach dem Kirchenchor „Komm heilger Geist, Herre Gott" folgte die feierliche Amtseinführung. Neben Dem Landesbischof standen auf den Stufen des Altars Oberkirchenrat D. Walter und die Pröpste von Frankfurt und Nassau, Trommershausen
sämtlichen Räumen des Zoppoter Kurhauses ihr Ende.
Gefährdung der Ernte
durch die anhaltende Trockenheit in USA.
Das amerikanische Landwirtschafts - Ministerium veröffentlicht einen Lagebericht, in dem erklärt wird, daß die Trockenheit in den Hauptgetreidegegenden die nationale Lebensmittelversorgung, hauptsächlich mit Weizen, Futtekgetreide und Heu, ernstlich gefährde, jedoch keine Hungers- n o t befürchten lasse. Der Weizen stehe schlechter als je in den letzten 25 Jahren. Das Vieh sei größtenteils zu schwach für den Transport und zu abgemagert zum Schlachten. Das Vieh st erben fei groß. Weitere schwere Verluste seien in den nächsten Wochen zu erwarten, selbst wenn Regen falle. Die Frühernte stehe im ganzen Lande schlecht und die anhaltende Dürre lasse Befürchtungen für die Späternte, besonders für Mais und Futtergetreide, aufkommen.
Sturmschaden in Italien.
In der Nähe von Civitavecchia entwurzelte ein heftiger G ewitter sturm an der Bahnlinie mehrere Bäume, warf sie auf die Gleise und brachte dadurch die Lokomotive eines Personenzuges zum Entgleisen. Menschen sind bei dem Unfall nicht zu Schaden gekommen, jedoch ist der Sachschaden beträchtlich. Der Eisenbahnverkehr konnte erst nach mehreren Stunden wieder ausgenommen werden. In der ganzen Umgebung wurden außerdem durch den Sturm die Telgraphenmasten um- gerissen, so daß längere Zeit keine Verbindung mit den Nachbarorten möglich war.
Großfeuer auf der Danziger werft.
Auf der Danziger Werft brach in der Nacht zum Donnerstag ein Magazinbrand aus, der sich zu einem Großfeuer entwickelte. Ein starkes Aufgebot der Danziger Feuerwehr arbeitete an der Bekämpfung des Brandes, der gegen morgen noch nicht gelöscht war.
Schweres Einsturzunglück in Spanien. — Bisher 13 Tote.
In Valencia stürzte -in der Nacht aus noch nicht festgestellter Ursache ein Mietshaus ein. Bis in die frühen Morgenstunden wurden 13 Leichen und zwei Sterbende geborgen. Man befürchtet, daß sich noch mehr Tote unter den Trümmern befinden.
Eine Schülerschlacht in Innsbruck.
Bei einer Abiturientenfeier, die auch von der Hochschülerschaft zahlreich besucht war, kam es zu einer regelrechten Saalschlacht zwischen nationalen und „vaterländischen" Schülern. Die Polizei trieb die Kämpfenden mit dem Gummiknüppel auseinander. Die Veranstaltung wurde geschlossen. Insgesamt wurden zehn Personen verletzt. Eine Reihe von Hoch- und Mittelschülern wurde verhaftet.
Anschlag auf den früheren spanischen Ministerpräsidenten Berengner.
In dem spanischen Orte Hernani bei San Sebastian wurde in der Nacht zum Donnerstag ein Anschlag auf den letzten Minist.—iräsidenten der Monarchie, General Damaso Berenguer, verübt, der in Begleitung seines Bruders Fernando einen Straßenbahnwagen besteigen wollte. Die Kugeln der Syndikalisten verfehlten ihr Ziel und trafen den Bruder des früheren Ministerpräsidenten, der foforT t o t zusammenbrach. Die Täter sind unerkannt entkommen.
„Windsor Lad" gewinnt das englische Derby.
Das Rennen aller Rennen, das englische Derby, wurde am Mittwochnachmittag zum 155. Male in Epsom entschieden. Rund eine halbe Million' Zuschauer wohnten dem mit 8852 Pfund Sterling ausgestatteten Derby-Stakes über 2400 m bei. Das Rennen endete mit dem überraschenden Sieg des dem indischen Maharadscha von Rajpipla gehörenden dreijährigen Hengstes „Windsor Lad" unter Jockey Smirke. Zweiter wurde eine Länge zurück „ E a st o n " unter Englands Meisterjockey (Borbon Richards. Der heiße Favorit „Colombo" mußte sich mit dem dritten Platz begnügen. Am Start des Derbyfeldes standen 119 Pferde.
Zwanzig Jahre Schlüchterner Tunnel.
In diesen Tagen begeht die Bahnlinie Frankfurt—Hanau—Gelnhausen—Fulda—Bebra ein Jubiläum. Dor genau 20 Jahren wurde der von 1908 bis 1914 unter einem Kostenaufwand von 9,5 Millionen Reichsmark erbaute Schlüchterner Tun- n e l feiner Bestimmung übergeben. Der Tunnel hat eine Länge von 3575 Meter und kürzt durch günstige Ueberminbung ber Steigung bie Bahnstrecke Frankfurt—Bebra um ungefähr sieben Kilometer ab. Im Weltkrieg hat sich ber Schlüchterner Tunnel als von großem Vorteil für die Truppentransporte erwiesen. Der Schlüchterner Tunnel ist übrigens einer ber längsten Tunnels in Deutschlanb.


