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Saale des Cafö Leib ab. Alle Parteigenossen haben zu dieser Versammlung zu erscheinen.

Der BDM. Giehen-Süd tritt am morgigen Sonntag, 13.45 Uhr, am Gericht zum Aufmarsch der deutschen Jugend zum Reichsberufswettkampf an. Neuorsnung 0er Volkswirtschaftslehre

an der Universität Gießen.

Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Die nationalsozlalistische Revolution hat der Uni­versität Gießen eine vollkommene Umstellung auf dem Gebiet der Volkswirtschaftslehre gebracht. Es wurden berufen als Wirtschaftspolitiker Professor Bechtel aus Breslau, der sich besonders durch seine Tätigkeit in der Ostmark große praktische Er­fahrungen erworben hat und als Wirtschafts­historiker hervorgetreten ist; als Wirtschaftstheoretiker und Soziologe Professor A n d r e a e aus Graz, der die organische Staats- und Wirtschaftslehre ver­tritt und durch seine grundlegenden Untersuchungen über den ständischen Neuaufbau und seine Kritik des Kapitalismus und Bolschewismus bekannt ist.

Versicherungswiffenschast an der Universität Gießen.

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Im Sommersemester 1934 und im Wintersemester 1934/35 wird an der Hessischen üandesuniversität Gießen ein geschlossener Kreis von Vorlesungen über Versicherungswissenschaft abgehalten, der sich mit den wirtschaftlichen, rechtlichen und mathemati­schen Zweigen des Versicherungswesens befaßt. Am Ende der beiden Semester kann das Studium der Versicherungswissenschaft durch die Diplomprüfung für die Verwaltungsklasse abgeschlossen werden.

Die Prüfungsordnung für Versicherungstechniker und das Vorlesungsverzeichnis, das Auskunft über die einzelnen Derficherungsoorlefungen gibt, können vom Sekretariat der Landesuniversität bezogen werden.

Gießener Hochschulgesellschast.

In der letzten Sitzung des Vorstandes der Gie­ßener Hochschulgesellschaft verabschiedete sich wie uns berichtet wird der langjährige Vorsitzende Herr Provinzialdirektor Dr. h. c. Graes, der in­folge seines Wegzugs von Gießen feinen Vorsitz nieoerlegte. Herr Geheimerat Professor Dr. B e - haghel gab dem lebhaften Bedauern des Vor­standes und der Hochschulgesellschast über das Aus- fckeiden des Herrn Prooinzialdirektors Dr.h.c. Oraef Ausdruck und dankte ihm mit herzlichen Worten für feine langjährige vortreffliche Leitung, indem er die großen Verdienste hervorhob, die sich Herr Provinzialdiektor Dr. h. c. Graef erworben hat.

Zum Nachfolger des Herrn Provinzialdiektors Dr. h. c. Graes wurde einstimmig Herr Dr. h. c. Meesmann gewählt.

Lehrlingsauslese und Einstellung im Handwerk

In einem Ausschreiben der Ministerialabteilung für Bildungswesen an die Kreis- und Stadtschul- ämter heißt es u. a.: Nach den Richtlinien für die Lehrlingsauslese und Einstellung im Handwerk, die mit den zuständigen Organisationen abgeschlossen wurden, soll das Handwerk in Zukunft keine Lehr­linge mehr einstellen, deren Berufseignung nicht vorher durch die Berufsberatungsstellen der Ar­beitsämter festgestellt worden ist. Wir empfehlen, die Berufsschulen anzuweisen, bei der Aufnahme der Handwerkslehrlinge in die Schulen die Vorlage einer Bescheinigung der Berufsberatungsstellen zu verlangen, wonack die Berufsberatung durch den Jugendlichen in Anspruch genommen worden ist. Im übrigen ist das zuständige Arbeitsamt bereit, bei der Aufnahme von Schülern in die Fachschulen sich in allen nicht ganz klar liegenden Fällen zur Verfügung zu stellen. Durch eine enge und systema­tische Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern auch im Hinblick auf die Lehrlinge aus Handel und In­dustrie dürfte es gelingen, für den gewählten Beruf ungeeignete Jugendliche herauszunehmen und an­deren für sie stärker in Frage kommenden Arbeits­gebieten zuzuweisen. Handel und Industrie legen selbst den allergrößten Wert auf eine gründliche Berufsauslese und systematische Berufszuführung des jugendlichen Nachwuchses.

In dem Ausschreiben werden dann die Richtlinien mitgeteilt, die zwischen dem Landesarbeitsamt Hes­sen und den Handwerkskammern Kassel, Darm­stadt und Wiesbaden, dem Oberbannführer der Hitlerjugend Frankfurt a. M., den Gauwirtschafts­beratern in Kassel und Frankfurt, sowie dem Be­zirksleiter der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt am Main vereinbart sind. Der wesentliche Grund­satz der Richtlinien ist, daß es dem Lehrherrn über­laden bleibt, aus den ihm zugewiesenen An­wärtern den ihm Zusagenden zu wählen. Dem Mei­ster ist also die Entscheidung vorbehalten, ein Ein- stellungszwang besteht nicht. Die Inanspruchnahme der öffentlichen Berufsberatung und -Vermittlung ist kostenlos.

Znftandsehungsarbeiten nur durch eingetragene Handwerksmeister.

Nach einer zusätzlichen Entscheidung des Herrn Reichsarbeitsministers im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminister der Finanzen ist für das ge­samte Reichsgebiet bestimmt worden, daß künftig eine Zuschußgewährung nur noch in solchen Fällen zugelassen werden darf, in denen ein Handwerker mit Arbeiten beauftragt worden ist bzw. noch be­auftragt werden soll, die im Rahmen seines in der Handwerksrolle eingetragenen Handwerksbetriebes liegen. Die polizeiliche Anmeldung des betr. Hand­werkszweiges allein genügt nicht, vielmehr muß der Betrieb ordnungsmäßig in der Handwerksrolle ein­getragen fein.

Dies heißt, daß um irgendein Beispiel heraus­zugreifen Dachdeckerarbeiten jeglicher Art fünf* tig nur noch von solchen Handwerksmeistern bzw. Handwerksbetrieben ausgeführt werden dürfen, die in der zuständigen Handwerksrolle ausdrücklich als .Dachdeckermeister" oberDachdeckerbetrieb" einge­tragen sind und die sich mit der Ausführung von (Dach)-Arbeiten, die in beruflich-fachlicher Hinsicht als Dachdeckerarbeiten anzufprechen sind, tatsächlich dauernd und regulär befassen, die also nicht etwa nur gelegentlich oder gar nebenberuflichschwarz", Arbeiten der genannten Art gleichfallsmitaus­führen" bzw. nebenbei mitausführen wollen.

Jeder Handwerker halte sich also von allen hand­werksmäßigen Arbeiten fern, die feinem eigent­lichen Hauptberuf von vornherein wesensfremd find, oder für die er als Berufsunkundiger nicht zustän­dig ist.

Für jeden Auftraggeber ist es sehr wichtig, sich vorher genau zu vergewissern, ob sein Handwerks­meister, dem er Arbeiten übertragen will, die er­wähnten Vorbedingungen erfüllt, da hiervon die Zuschußgewährung abhängig ist.

Leere Versprechungen.

Obwohl die Gaswaffe durch das Genfer Gas- kriegsoerbot bereits im Jahre 1925 untersagt wor­den ist, wird die Herstellung von Gift-Kampfstoffen in allen Militärstaaten vorbereitet, die Armeen und Flotten werden in der Anwendung dieser Waffe ge­übt und gleichzeitig in den zu ihrem Schutz ersonne­nen Maßnahmen ausgebildet. Auch die Zivilbevölke­rung wird in diesen Staaten mit den passiven Schutzmaßnahmen vertraut gemacht und darin ge­schult.

Der Völkerbund hat in Erkenntnis seiner eigenen Wehrlosigkeit gegenüber den Militärmächten er­klärt:Wehe der Nation, die vertrauend auf inter­nationale Verträge sich in Sicherheit wiegt. Sie wird einst schutzlos angesichts dieser neuen Waffe erwachen."

Es gilt also auch in unserem Baterlande, die Be­strebungen zum Schutze der Bevölkerung zu unter­stützen. Insbesondere muß jeder Volksgenosse, wenn er irgend in der Lage ist, das ihm zugewiesene Amt eines Luftschutzhauswartes in seinem eigenen und im Interesse seiner Volksgenossen übernehmen und seine in den Ausbildungskursen gewonnenen Er­fahrungen zum Nutzen der Hausbewohner verwer­ten.

Anlagenkonzert unserer Neichswehrkapelle.

Am kommenden Sonntag, 8. April, findet bei günstiger Witterung von 11 bis 12 Uhr am Hit- lerwall ein Anlagenkonzert unserer Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermusik­meister Krauß e statt. Die Vortragsfolge verzeich­net nachstehende Darbietungen: 1. Huldigungs­marsch (Grieg), 2. Heroische Ouvertüre (Schmidt), 3 Der Lenz! Lied (Hildach), 4. Frühlingsstimmen. Walzer (Strauß), 5. Große Fantasie a. d. Oper Die Walküre" (Wagner),- 6. Alte deutsche Treue! Ein Kranz schneidiger Soldatenmärsche (Frantzen).

Gictzencr Wochenmarktpreise.

* Gießen, 7. April. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9, Weißkraut, das Pfund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8 Pf., Feldsalat 1, Mark, Tomaten 50 Pf., Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kartoffeln 3% Pf., der Zentner 3 Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Psi, Hähne 70 bis 80 Suppenhühner 70 bis 75, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 50, Salat 30 bis 35, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bund 15 bis 20 Pf.

rvornonzcn.

Ta g e s k a l e n d e r für Samstag: Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr,Katte" (Deutfcye Bühne). Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Mit bir durch dick und dünn". Aftoria-Lichtspiele, Selters­weg:Frisco-Expreß führerlos!". Reichsverband deutscher Handelsvertreter und Geschäftsreisender, Ortsgruppe Gießen, 20,45 Uhr, Hotel Prinz Carl, Monatsversammlung. Deutsche Stenographen­schaft, 20.30 Uhr Hotel Hindenburg, Vereinsabend.

Tageskalender für Sonntag: Volkshalle, 16 Uhr, Großkundgebung zum Reichs­berufswettkampf der deutschen Jugend. Stadt­theater, 15 bis 17.30 UhrSchneider Wibbel"; 19 bis 22 UhrDer verlorene Walzer". Oberhessi­scher Kunstverein, Turmhaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, IV. Jahresausstellung. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Mit dir durch dick und dünn". Asto- ria-Lichtfpiele, Seltersweg:Frisco-Expreß führer­los!". Caf6 Leib, 20 Uhr, Konzert des Kinder­chors der Singgemeinde Wiebelskirchen-Saar; Vor­trag überDer Kampf um die Seele des Saar­kindes". Kraftpostgesellschaftsfahrt, Abfahrt Hauptpost 8 Uhr. Oswaldsgarten, 14 Uhr, Be­ginn der Frühjahrsmesse. Bergschenke, 15.30 Uhr, großes Militärkonzert.

Der Oberhessische Kunstverein ver­anstaltet vom 8. bis 29. April seine 4. Iahresaus- stellung, in dsr der künstlerische Nachlaß von Professor Otto Greiner-Rom zur Schau ge­stellt wird. Geheimrat Professor Dr. Olt- Gießen hält den Einführungsvortrag. (Siehe heutige An­zeige.)

E i n Konzert unserer Reichswehr­kapelle findet am morgigen Sonntag unter Leitung von Obermusikmeister K r a u ß e in der Bergschenke" statt. (Siehe heutige Anzeige.)

*

** Vorträge eines Gießöner Gelehr- ten in Holland. Von der Pressestelle der Uni­versität Gießen wird uns mitgeteilt: Der ordent­liche Professor für Geologie und Palaeontologie an unserer Universität, Dr. Hermann H a r r a s s o - witz, hielt auf Einladung derOrganisatie van Natururphilosophische en Technologische Faculteiten in Nederland, Utrecht" an den Hochschulen in Wage- ningen, Utrecht, Amsterdam und Leiden Vorträge über sein besonderes wissenschaftliches Arbeitsgebiet.

** Aus dem Gießener Schlachtho'f. Als Trichinenschauer und Wiegemeister im Schlachthof Gießen wurde Heinrich Naumann und als Trichinenschauer Johannes Höbe!, beide aus Gießen, bestellt und verpflichtet.

** Soldaten helfen dem Winterhilfs­werk! Von der 1. Kompanie unserer Reichswehr­garnison wurde als eine Stiftung für das Winter­hilfswerk der Ortsgruppe Gießen-Ost der Betrag von 243 Mk. überwiesen. Die Stiftung der Solda­ten für diesen guten Zweck verdient alle Anerken­nung.

** Das Museum im Alten Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Bodenbrand im Philosophen­wald. Gestern nachmittag war im Philosophen­wald, unweit bes Sportplatzes der Spielvereinigung 1900, auf bisher noch nicht geklärte Weise das dürre Laub in Brand geraten. Das Feuer breitete sich schnell aus und ergriff eine Fläche von etwa 300 Quadratmeter. Die rasch herbeigerufene Feuerwehr rückte gegen 14.45 Uhr aus und bekämpfte den Brand mit dem ständigen Wasservorrat der Motor­spritze. Auch Spaziergänger, die sich in der Nähe befanden, griffen helfend ein. Auf diese Weise ge­lang es, das Feuer in kurzer Zeit auf seinen Herd zu beschränken und zu löschen.

** D i e Anmeldung zur Berufsschule für das neue Schuljahr findet am Montag, dem 16. April, statt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)

9er Reichsberufsweitkampf in Gießen.

Ehrenausschutz.

Zu der Veröffentlichung der Mitglieder des Ehrenausschusses zum Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend ist noch anzuführen, daß folgende Herren diesem Ausschuß ebenfalls angehören:

Stadtratsmitglied Lotz, Gießen,

Stadtratsmitglied Blum, Gießen, Amtmann K e i tz e r, Gießen.

Gruppe 8, Eisen und Metall.

Wettkampftag am 12. April, Antreten der Teil­nehmer um 8.15 Uhr im Hofe der Berufsschule, Kirckstraße.

Theoretische Prüfung: Berufsschule, Kirchstraße.

Praktische Arbeiten: in den Werkstätten Elektro­installateur Heinrich Stroh, Bahnhofstraße, Speng­ler und Installateur Rudolf Rödiger, Walltorstraße, Werkzeugmacher und Feinmechaniker Schmittgall, ÄZernerwall, Former, Dreher, Schmiede, Bauschlos­ser und Maschinenschlosser: Schaffstaedt GmbH.

Former haben ihre Werkzeuge mitzubringen. Spengler und Installateure bringen mit: Kleines Spengler-Werkzeug und Bleirohr-Lötzeug.

Eine weitere Benachrichtigung ergeht nicht mehr.

Hitler-Jugend, Bann 116, Gießen.

gez. Heinz Becker, Abteilungsleiter III.

Die am Reichsberufswettkampf teilnehmenden Lehrlinge und Jungarbeiter der

*

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haben für den Wettkampf an gut geschärften Werk­zeugen mitzubringen:

Fachschaft I (Schreiner): Winkel, Maß­stab, Spitzbohrer, Bleistift, Streichmaß, Schlitzsäge, Absetzsäge, Putzhobel, je ein 4 mm, 7 bis 8 mm, 8 bis 10 mm und 18 bis 20 mm Stechbeitel, ein 6 mm und ein 10 mm Lochbeitel, Holzfeile, Hammer und Stemmknüppel;

Fachschaft IV (Drechsler): Ein Hohleisen (Schroppeisen), ein 13 mm und ein 18 mm Meißel, eine 9 mm und eine 13 mm Röhre, Maßstab, Tast­zirkel, Glaspapier;

Fachschaft VII (Stellmacher und W a - genbauer): Winkel, Maßstab, Reißnadel, Blei­stift, Reißmaß, Schlitzsäge, Putzhobel, je ein 9 mm, 12 mm, 13 mm, 14 mm Stemmeisen, Hammer und Kopfschlägel.

F ü r A l l e: Zur Schreibarbeit sind mitzubringen die für die Berufsschule erforderlichen Materialien. Wie schon bekannt: Antreten Montag, 9. April, 8 Uhr, am Haus der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße 18.

Wir bitten die Meister, dafür Sorge zu tragen, daß die Lehrlinge und Jungarbeiter mit obigen Werkzeugen versehen pünktlich antreten.

Kürschner

Wettkampfleiter, Deutsche Arbeitsfront. *

Die Reichsbetriebsgruppe 6Bekleidung und Textil" macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß sich alle Teilnehmer der Gruppe am Reichs­berufswettkampf am Mittwoch, 11. April, in der Ge­werbeschule und Mädchenfortbildungsschule (Kirch- straße) 11) einzufinden haben.

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Die Jugend folgt der Parole d«S Führer» snr schaffen­den Arbeit. Im ReichSberufsweMampf vom S. bi­ld. April d. I. legt sie ein gewaltiges Bekenntnis »ur Leistung ab

Wett mehr alS eine MiMon deutscher Jungen und MSdek werden in ihrem Berufe zum Wettkampf antreten. Dis jungen Maurer und Tischler, die Schlosser und Schneider, Heimarbeiter, Bauern und Arbeiter der Stirn und bet Faust werden im Wettkampf thre beste Arbeitsleistung »eigen.

Die Tage deS BerufSwettka-mpfeS werden Ehrentage bei Jungen deutschen Arbettertums sein. Deshalb ist diese» Festabzeichen, das jeder Teilnehmer am Wettkampf tragen wird, ein Ehrenzeichen für jeden.

Grundlagen und Ziele der RS-Hago.

Ansprachen der Gießener AS-Hago-Führer.

Die ordentliche Mitgliederversammlung der Gie­ßener Ortsgruppe der NS.- Hago am Donnerstagabend im Cafä Leib war verhältnis­mäßig schwach besucht. Dies wurde von den Red­nern zum Anlaß genommen, die Mitglieder der NS.-Hago in nachdrücklicher Weise an ihre Pflicht zu erinnern.

Ortsgruppenleiter Soldan

sagte in feiner einführenden Ansprache u. a.: Vier­zehn Jahre lang hat der Mittelstand geschlafen und sich kaum zur Wehr gesetzt. Eden erst durch uns wachgerüttelt, glaubt er nun, wieder schlafen zu können. Viele glauben, es gehe auch ohne sie. Das ist ein gewaltiger Irrtum.

3m Dritten Reich mutz jeder Volksgenosse mit­helfen beim Wiederaufbau unseres Vaterlandes.

Unser Führer Adolf Hitler hat ein schweres Erbe übernommen. Wenn wir das deutsche Volk wieder auf feine einstige hohe Kulturstufe bringen wollen, kommt es auf die Mitarbeit jedes einzel­nen an. Wir werden für die Zukunft strenger Vor­gehen, als bisher. Künftig wird alle vier Wochen eine NS.-Hago-Bersammlung stattfinden.

Viele glauben heute, Nationalsozialisten zu sein, jedoch haben sie noch keine Ahnung von National­sozialismus. Nationalsozialismus kann man nicht auf der Schulbank erlernen, er ist vielmehr eine Angelegenheit des Herzens, ein seelisches Erlebnis, das aus dem Menschen selbst herauskommen muß. Wir kämpfen nicht für den einzelnen, wir kämpfen auch nicht für einen beliebigen Beruf oder Stand.

Wir kämpfen nur für Deutschland, für die deutsche Seele, für die Allgemeinheit.

Geht es allen, gut, dann geht es auch dem ein­zelnen, in erster Linie auch dem Mittelstand, gut. Dazu ist nötig, daß alle wachbleiben und eifrig mit­arbeiten. Das sind wir unserem Führer und dem deutschen Vaterlande schuldig.

Der deutsche Arbeiter ist dem deutschen Volke vsiedergewonnen worden. Adolf Hitlers größ­ter Stolz ist es, daß er den deutschen Arbei - ter dem deutschen Volke wiederge­geben hat. Im Dritten Reich gibt es keine Klassen­unterschiede mehr. Für uns Nationalsozialisten ist der Kohlenarbeiter aber Straßenkehrer, wenn er ein anständiger und charaktervoller deutscher Volks­genosse ist, genau so viel wert wie ein Geheimrat, ober ein großer Unternehmer. Wir fragen nur nach ben eblen Eigenschaften des Volksge­nossen.

Wit dem früheren Klassengeist und Standes­dünkel haben wir Schluß gemacht.

Reaktionären Menschen, die glauben, sie seien wegen ihres Besitzes ober ihrer Abstammung etwas Besse­res als ber arme Volksgenosse, sagen wir, daß es nicht ihr Verbienst ist, wenn sie schon als reiche Menschen geboren werben." Die je Leute mögen sich gesagt sein lassen, baß für derartige Ansichten im Dritten Reich kein Platz ist, daß wir damit endgültig ein Ende gemacht haben.

Wir können Golt nicht genug dafür danken, datz er unserem Volke den Führer Adolf Hitler ge­geben hat. Adolf Hitler ist ein von Gott ge­sandter Wann, ein Wesfias, der dem deutschen Volke in feiner größten Rot und In seinem schwersten Elend von Gott gesandt worden ist.

Was wäre aus uns geworden, wenn dieser Mann nicht aefommen wäre und der Bolschewismus in Deutschland gesiegt hätte! Es wäre uns allen be­stimmt sehr schlecht gegangen, denn ber Marxist unb der Kommunist kennen kein Vaterland. Nur der bodenständige Mensch, ber sein Vaterland liebt, kann national denken und fühlen. Wer aber nativ- n a l denkt und dabei nicht gleichzeitig auch sozia- l i st i s ch , hat keinen Wert für uns und die deutsche Volksgemeinschaft. Wir müssen Nationalsozia- l i st e n fein!

Viele reaktionäre Menschen erklären, sie seien doch auch national. Aber wo waren sie 1918 unb 1919, als es galt, bas deutsche Volk von der ab-

chüssigen Bahn fortzureißen? Viele von ihnen haben damals sozialdemokratisch, oder nicht gewählt. Un- ere besten jungen Leute dagegen bildeten Frei­korps zur Verteidigung des Vaterlandes und schütz­ten uns an den Grenzen vor Ueberfäüen. Zürn Dank dafür wurden ihre Führer ins Gefängnis geworfen, ja sogar zum Tode verurteilt.

Die meisten in Deutschland haben sich damals nur von ihrem Egoismus leiten lassen, aber nicht von dem Interesse des ganzen deutschen Vaterlandes. Alle möglichen Vereine wurden gegründet, aber sie waren so marxistisch verseucht, daß in ihnen von Vaterlandsliebe keine Rebe mehr war. Wenn jemand in diesen Vereinen auch nur einen Hinweis auf das deutsche Vaterland wagte, wurde ihm sofort erklärt, daß Politik im Verein verboten sei. Gott sei Dank ist jetzt auch damit Schluß gemacht worden.

3n der SA. lernen viele von jenen Wilgliedern heute noch einmal, was es heißt, nur für das deutsche Vaterland zu arbeiten.

Daß diese vaterländische Erziehung im national­sozialistischen Geiste bringend notwendig ist, lehrt uns auch dieser Versammlungsbesuch. Deutsche Volksgenossen, seid wachsam unb tut eure Pflicht für bas deutsche Vaterland nach dem Vorbild unseres großen Führers Adolf Hitler! (Starker Beifall.) Oer stellvertr. NS.-Hago-Kreisleiter

Heyd

stellte seine Mahnworte an die NS.-Hago-Mitglie- der unter bas Dichterwort:Sie Ruhe tötet, nur wer handelt, lebt!" Es sei Pflicht aller Angehörigen des gewerblichen und handwerklichen Mittelstandes, zur NS.-Hago zu gehören.

Eine ganze Reihe amtlicher Stellen lehnen es heute schon ab (u. a. Rniversitatsbetriebe, Bau- ämter, städtische Verwaltung ufro.) mit Ge­schäftsleuten zu arbeiten, die außerhalb der RS.- Hago-Front flehen. Es fei also für jeden Ge­schäftsmann auch sehr nützlich, wenn er zur Or­ganisation gehöre und sich an deren Arbeiten beteilige.

Sodann sagte der Redner u. a. weiter: Es ist nur bedauerlich, daß es für viele Volkgenossen neben dem Nationalsozialismus auch noch einen Sozialis­musfür den Hausgebrauch" gibt. Das ist der gefährlichste, weil er nur bem eigenen Zweck bient. Er ist in Farbe und Anstrich der verstorbenen Wirt­schaftspartei ähnlich. Er findet sich bei den meisten Spießern verbreitet, auch bei Geschäftsleuten, die gegen das Interesse der Volksgesamtheit nur ihre eigenen Zwecke verfolgen, Preisbildungen vorneh­men, die auf einmal 50 oder 100 Prozent über den seitherigen Preisen liegen, um sich dadurch gesund zu machen.Sozialisten für den Hausgebrauch" sind es auch, die sagen:Eine Schwalbe macht keinen Sommer, was stört es mich, daß meine Frau im Kaufhaus kauft, wenn es nur die anderen nicht tun." Solche Leute find nur soweit Sozialisten, soweit sie selbst kein Opfer bringen müssen. Eine andere Kategorie findet sich namentlich bei Be­hördenstellen. Früher waren sie ganz brauchbare Beamte, unb sie sinb auch heute noch solche, die ein gewisses Pflichtbewußtsein haben, aber National- sozialisten sind sie nicht. Sie sind deshalb gefährlich, weil sie im Laufe der Jahre ein großes Geltungs­bedürfnis sich angeeignet haben und nicht verstehen können,

datz es Organisationen gibt, die im Sinne des Rationalsozialismus entscheiden und urteilen müssen.

Da diese Leute keine Nationalsozialisten sind, müs­sen wir gegen dieses Geltungsbedürfnis Front ma­chen, denn es bringt uns Unheil. Alle Tage erleben wir, daß diese Leute uns Knüppel zwischen die Beine werfen. Wir müssen uns dagegen entschieden zur Wehr setzen. Eine andere Gesellschaft sind die­jenigen, die erst seit kurzer Zeit in unseren Reihen sind, schon ein Amt bekommen haben und nun glau­ben, alten Parteigenossen den Stuhl vor die Tür setzen zu können. Wir werden aber dafür sorgen.