Einzelbild herunterladen

Sein Weg zur Arbeitsstätte gefährdet dich!

Du glaubst das nicht? Du mein-ft, es sei ganz selbstverständlich, daß du deinen täglichen Weg zur Arbeitsstätte ohne Schaden au nehmen zurück­legst und hälft es für ebenso selbstverständlich, daß du abends mit gesunden Gliedern heimkommst? Du lächelst überlegen, wenn man in diesem Zu­sammenhang von Gefahren spricht und meinst, nur Angsthasen könnten überhaupt davon reden.

Was sagst du aber dazu, daß allein bei den ge­werblichen Berufsgenossenschaften, bei denen seit einigen Jahren auch die Unfälle auf dem Wege nach und von der Arbeitsstätte mitversichert sind, jährlich mehr als 30 000 Wegeunfälle gemeldet werden? Es müssen doch also Gefahren da sein, die diese vielen Unfälle verursachen. Man kann nicht alles mitZ u f a l V* erklären wollen. Sind aber solche Gefahren vorhanden, so ist es nötig, sie zu ergründen, damit man sie bekämpfen oder sich vor ihnen hüten kann.

Wir wollen deshalb einmal in den Unfallakten einer Berufsgenossenschaft blättern und dabei aus der Praxis ein Bild zu gewinnen suchen, wodurch die vielen Unglücksfälle auf dem Arbeitsweg ver­anlaßt werden.

Da zeigt sich, daß eine Gefährduna schon eintre­ten kann, bevor jemand das Wohnhaus verlassen hat. Arbeiter, die vor Tagesanbruch aur Früh­schicht von Hause fortgehen mußten, sind bereits auf unbeleuchteten, schadhaften Treppen verunglückt. Auch der Weg über den dunklen Hof kann durch Unebenheiten, Vertiefungen, Löcher, nicht abgedeckte Gruben, umherliegendes Gerät, herumstehende Müll­eimer und dergleichen gefährlich werden. Glatteis und Schneeglätte infolge zu späten Streuens mit abstumpfenden Mitteln bilden in der Morgenfrühe eine besondere Gefahr. Bei Glatteis ist es auch tagsüber gefährlich in Außenbezirken, auf Land­straßen und in weniger begangenen Stadtvierteln, weil dort nicht oder ungenügend gestreut wird. Ein tödlicher Unfall ereignete sich dadurch, daß ein Rad­fahrer auf der vereisten Landstraße einen vor ihm fahrenden Radfahrer überholen wollte, infolge der Glätte mit dem Rade seitlich wegrutschte und gegen einen vorbeifahrenden Lastkraftwagen fiel, der ihn dann überfuhr. Abschüssige Straßen und bergiges Gelände sind bei Glatteis erst recht gefahrvoll.

Ein Radfahrer ist im allgemeinen mehr ge- fährdel, als die meisten wohl annehmen wer­den. Das beweisen die vielen Radfahrunfälle, die sich durch Angefahrenwerden von Kraft­wagen oder Motorräder, Zusammenprall mit ihnen, durch zu schnelles Einbiegen In Haupt­verkehrsstraßen (vor allem in hügeligem Ge­lände), durch unvorsichtiges lleberholen, Fahren auf der falschen Straßenseite oder beim Ueber- gueren der Straße bei verdeckter Sicht und bei anderen Gelegenheiten ereignen. Erstaunlich ist dabei die Schwere der Unfälle. Knochenbrüche, Schädelbrüche, Gehirnerschütterungen sind nicht selten, selbst Todesfälle kommen vor.

Werden Fußgänger von Radfahrern an- oder urn- gefahren, so werden oft beide schwer verletzt. Nur" vom Radfahrer überfahren zu werden, ist mitunter folgenschwer. In einer neuesten Statistik wird darauf hingewiesen, daß Derkehrsunfälle über­haupt im allgemeinen schwerer verlaufen als Be­triebsunfälle. Ein Unfall, bei dem mehrere Per­sonen verletzt wurden, ereignete sich kürzlich da­durch, daß zwei Fußgänger von der Fahrradlampe geblendet wurden. Das Fahren ohne Licht oder ohne Rückstrahler ist schon manchem verhängnis­voll geworden. Das Fahren auf dem Rade mit

sperrigen Gegenständen gefährdet den Fahrer nicht nur selbst, sondern auch andere Personen. Das Mitnehmen von Kindern oder gar von Erwachsenen auf Fahrrädern ist ein grober Unfug, auch wenn man noch so sicher fährt.

Was für den Radfahrer an Vorsicht gilt, gilt in erhöhtem Maße für den Motorradfahrer.

Es erscheint als sehr schneidig,Gas zu geben" und auf der Landstraße dahin zu flitzen. Aber aller Schneid ist dahin, wenn durch eine Un­ebenheit der Straße das Rad aus der Bahn geschleudert wird und der kühne Fahrer hinter­her mit zerschmetterten Gliedern ins Kranken­haus eingeliefert wird.

Die Kraftwagenunfälle mit ihren schweren Folgen sind zur Genüge bekannt und brauchen daher wohl nicht besonders erörtert zu werden. Aber darauf sei noch hingewiesen, daß das Anhängen der Rad­fahrer an Autobusse und Lastwagen, das unmittel­bare Hinterherjagen auch seine Gefahren hat. Einer Radfahrerin, die hinter einem Lastauto fuhr, fiel kürzlich eine sich lösende Wagenklappe auf den Kopf und verletzte sie. Auf- und Abspringen auf fahrende Straßenbahnen, Autobusse usw. sind schon Ursache sehr schwerer Unfälle gewesen.

Im Nebel ereignen sich vielfach Verkehrsunfälle. Ein Arbeiter erwartete im Morgennebel an der Landstraße das Postauto. Er hörte einen Kraft­wagen nahen, trat vor, weil er glaubte, es wäre das Postauto, das wie gewöhnlich an der Haltestelle anhalten würde. Er hatte sich aber getäuscht. Es war ein anderer Kraftwagen, der weiterfuhr und ihn zu Boden riß. Er war sofort tot.

Daß auch der Alkohol häufig eine Rolle bei Unglucksfällen spielt, ist bekannt. Gerade der Zu­stand, in dem die betreffendenNoch nüchtern" sind, wird leicht verhängnisvoll. Es ereignen sich da oft recht tragische Fälle. Ein Arbeiter hatte bei stürmi­schem Wetter den Fährdampfer im Fährhause abge= wartet und dabei reichlich Alkohol genossen. Beim Einsteigen in den Dampfer trat er fehl, stürzte vom Laufbrett, zwischen Dampfer und Üfermauer und ertrank. Ein anderer Arbeiter verfehlte auf dem Heimweg in offenbar nicht mehr ganz nüchter­nem Zustand einen Wiesenpfad und stürzte in einen seichten Wassergraben, aus dem er sich nicht mehr herausarbeiten konnte. Man fand ihn am anderen Morgen darin ertrunken auf.

Diese Auslese von Unglücksmöglichkeiten mag ge­nügen, um zu zeigen, daß es für jeden, der sich auf die Straße begeben muß, heißt:

Augen auf!

Wer erst einmal die Gefahr erkennt, wird ihr auch zu begegnen wissen. Im Betriebe kann der einzelne durch Schutzmaßnahmen vor manchem Unfall be­wahrt werden. Auf der Straße ist er auf sich selbst gestellt, um den vielerlei Gefahren zu entrinnen. Er muß sich selbst zu schützen suchen, und darf auch nicht andere durch falsches Verhalten gefährden. Bei straffer Verkehrsdisziplin, wie sie jetzt durch die neue Verkehrsordnung angestrebt wird, durch ver­ständnisvolle und willige Einordnung in die Ver­kehrsregelung wird sich die Zahl der Unfälle auf wenige, wirklich unvermeidbare Fälle beschränken lassen. Viel Unglück und Not, viel Jammer und Herzeleid würden damit vermieden werden. Arbeits­und Volkskraft blieben erhalten. Ist das nicht ein Ziel, für das einzutreten sich lohnt? Darum

Kampf den Unfällen auch auf der Straße!

Doch bedenke: Auf dich und dein Verhalten kommt es an.

©Jixypont

Bahnrennen in Gießen.

Am vergangenen Sonntag veranstaltete der Gie­ßener Radfahrer-Verein von 1885 e. D. sein zweites diesjähriges Bahnrennen. Das Regenwetter, das am Sonntagmorgen einsetzte, hatte den Veranstalter sowie die Sportfreunde um den sportlichen Genuß bangen lassen, doch hatte der Wettergott Einsehen und brachte noch herrliches Bahnwetter. Leider wurden die auswärtigen Vereine, welche Wander­fahrten angesetzt hatten, durch den Regen am Vor­mittag abgehalten zu kommen. Es hatten sich fast 1500 Zuschauer eingefunden, ein Beweis dafür, daß die Rennen in Gießen Zugkraft haben. Der Verein hatte die Bahn, die durch die regenarme Zeit sehr gelitten hatte, bestens hergerichtet, so daß ein sport­lich einwandfreier Verlauf sichergestellt war. Wie­derum sorgte die SA.-Kapelle für gute und flotte Musik. Der Sportleiter des Vereins führte die Fah­rer unter den Klängen des Badenweiler Marsches zur Einleitung auf die Bahn. Mit dem deutschen Gruß wurde der Wettbewerb eröffnet. Es war ein schönes Bild, wie sich die 35 Fahrer in ihrem bun­ten Dreß vorstellten. Mancher bekannte Fahrer wurde herzlich begrüßt. Wie beim ersten Rennen waren auch diesmal wieder Gebr. Schorn und Koch (Köln), Zacharias-Müller (Koblenz), Weiß (Fulda), welcher mit Bischoff (Frank­furt) eine Mannschaft bildete, Preiß- Faust (Gießen), Mebus-Kopp, Muhl (Gießen), C h i a p p i n i (Neuwied), Trinks (Westig), G ö - bei (Wetzlar) und Hohbein-Gugau (Frank- furt) mit die besten Fahrer.

Das erste Rennen, welches aus einem

Hauptfahren über 1000 Meter

bestand, wurde in vier Dorläufen, zwei Zwischen­läufen, dann zwei Entscheidungen um den dritten und vierten Platz, sowie dem ersten und zweiten Platz ausgetragen.

1. Vorlauf: Es starteten: Müller (Koblenz), Koch (Köln), Blschoff (Frankfurt), Mebus (Gießen). Koch übernahm vom Start an die Führung. Es setzten gleich scharfe Positionskämpfe um die Plätze ein. Hierbei zeigte sich gleich, daß Mebus (Gießen) nicht so in Fahrt war wie beim ersten Rennen. In den letzten 100 Meter überholte Müller (Koblenz) Koch und siegte überlegen.

2. Dorlauf: Es starteten: Gugau, Hohbein (Frankfurt), Faust (Gießen), Kopp (Köln), Chiap- pini (Neuwied). Guaau führte vom Start weg in flottem Tempo um die Bahn. Bei 300 Meter vor dem Ziel eröffnet Hohbein den Endspurt, passiert feinen Vereinskameraden: Kopp hatte sich das Hinterrad des schnellen Frankfurter gesichert und wurde so sicherer zweiter vor Chiappini.

3. V o r l a u f: Es starteten: Zacharias (Koblenz), Preis (Gießen), Joh. Schorn (Köln), Trinks (Westig). Dieser Lauf wurde von Zacharias ange­

führt. 200 Meter vor dem Band greift Joh. Schorn den Koblenzer an, welcher den Antritt erwidert, aber den schnellen Kölner nicht halten kann. Sieger blieb Schorn, 2. Zacharias, eine Länge zurück

4. Vorlauf: Es starteten: L. Schorn (Köln), Koch (Köln), Muhl (Gießen), Göbel (Wetzlar), Weiß (Kassel). Auch hier übernahm, wie sein Bruder, Koch die Führung vor Weiß, Göbel, Muhl und L. Schorn. Die drei letzteren versuchten verschiedent­lich nach vorne zu kommen, aber Koch und Weiß hielten Stand. Sieger blieb Koch vor Weiß.

1. Zwischenlauf: Es starteten die beiden ersten Fahrer aus dem 1. und 2. Vorlauf: Müller, Koch, Bischoff und Mebus. Koch führt das Feld an, wird aber von dem stark fahrenden Müller überspurtet. Sieger: Müller vor Koch.

2. Zwischenlauf: Es starteten die beiden ersten Fahrer aus dem 3. und 4. Vorlauf: Zacha­rias, Joh. Schorn, Koch und Weiß. Zacharias über­nimmt die Führung vor Joh. Schorn und Weiß. 100 Meter vor dem Ziel greift Schorn Zacharias an, der sich tapfer wehrt, aber den schnellen Kölner nicht halten kann. Großer Beifall für den schönen Endspurt.

Entscheidung um den 3. und 4. Platz: Es starteten: Zacharias (Koblenz) und Kopp (Köln). Kopp führte, aber der bärenstarke Zacharias über­spurtete den Kölner sicher.

Entscheidung um den 1. und 2. Platz: Es starteten: Müller (Koblenz) und Schorn Joh. (Köln). Müller führt vor Schorn. Beide Fahrer beobachten sich gegenseitig stark. Bei 500 Meter schießt Schorn blitzschnell vor und übernimmt die Führung. In der Zielkurve greift Müller stark an und beide Fahrer werden in der Hitze des Gefechts aus der Fahrbahn getragen. Müller stürzt, ohne sich jedoch ernstlich zu verletzen. Schorn Joh. wird als sicherer Sieger stark gefeiert.

Das Iugendausscheldungsfahren

wurde gleich scharf bestritten. Die Fahrer fuhren in wildem Tempo um die Bahn. Pierre (Homberg) führte flott bis zur letzten Runde, wo Weiler (Köln) zum Endspurt ansetzte und sicherer Sieger wurde. Der Sieger fand viel Beifall.

Das Punktfahren über 25 Runden

wurde von Fahrern aus dem Bezirk Gießen be­stritten. Hier fuhr der Fahrer Preis ein schönes Rennen, aber die Technik lies bei ihm viel zu wün­schen übrig. Dagegen fuhren Faust und Göbel mehr mit dem Kopf. Faust fuhr seinen ersten Sieg auf der Bahn vor seinem Clubkameraden Preis, Göbel (Wetzlar) und Mebus nach Hause.

Zwei Stunden Mannschaftsrennen.

Als den Höhepunkt des Tages konnte man wie­der das große, über zwei Stunden dauernde Mann­

schaftsrennen bezeichnen. An den Start gingen neun Mannschaften. Im stärksten Tempo ging es um die Aschenbahn, die diesmal durch den Regen staubfrei und herrlich zu befahren war. Das Rennen wurde nach Sechstageart gefahren und so blieb es nicht aus, daß um mehr Spurts zu sehen eine Prämie gestiftet wurde. Als den Fahrern bekannt gemacht wurde, daß für die Mannschaft, welche das Feld überrundete, eine Sonderprämie winkte, jagten sie wie eine wilde Meute um die Bahn. Mehrmals versuchte eine Mannschaft dem Felde zu enteilen und war bereits 30 bis 40 Meter voraus, doch war die Aufmerksamkeit der anderen Fahrer zu groß und die Ausreißer konnten immer wieder eingeholt werden. Ganz besonders gut gefiel die Mannschaft Gebr. Schorn (Köln) und hauptsächlich war es immer wieder der erst 18jährige Jean, der fast ämtliche Wertungsspurts in glänzender Manier an ich reißen konnte. Als eine gute Mannschaft zeigten ich ebenfalls die Fahrer Hohbein-Gugau (Frank- urt). Ebenso glänzten wieder Zacharias-Müller, (Koblenz). Durch Zusammenstellung der Mannschaft Mebus (1885 Gießen) und Kopp (Köln) hatte man ebenfalls eine starke Mannschaft gewonnen, die be­stimmt bei einem der nächsten Rennen von sich hören lassen wird. Muhl (Gießen) bildete mit Chiap­pini (Neuwied) eine Mannschaft, doch mußte letz­

terer durch Magenbeschwerden das Renne i <mfr geben. Die Mannschaft Preis-Faust (Germania Gießen) kämpfte zäh, wurde aber durch mehrmaligen Raddefekt entmutigt. Den Boden, den Faust durch seine vielen Defekte verlor, konnte der vorzüglich fahrende Preis behaupten. Er fuhr in diesem Ren­nen ganz allein ohne Ablösung 38 Runden, konnte aber nicht verhindern, daß sie Mitte der zweiten Stunde überrundet wurden. Dem gleichen Schicksal verfielen die nicht minder schlecht fahrenden Göbel- Trinks.

Da eine Ueberrunbung bei der Stärke des Feldes für ausgeschlossen erschien, wurde diese Prämie in zwei Sonderprämien über je 5 Runden geteilt. Durch diese beiden Prämien setzten nochmals er­bitterte Kämpfe ein, die jedesmal eine Beute des jungen Kölners I. Schorn wurden. Nach einer Stunde waren 37 600 Meter zurückgelegt.

Sieger wurde die Mannschaft Gebr. Schorn (Köln), die in den zwei Stunden genau 70 Kilo­meter zurücklegten. Zweiter wurden Hohbein- Gugau (Frankfurt), dritter Zacharias-Mül» l e r (Koblenz) und vierter Mebus (Gießen) und Kopp (Köln).

Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 e. V. kann auf dieses Bahnrennen stolz fein.

Kampsszene aus dem Spiel Deutschland-Tschechoslowak«

Das tschechische Tor in Gefahr, ein Augenblicksbild aus dem Vorschlußrundenkampf zur Fußball- Weltmeisterschaft, der am 3. Junt zwischen Deutschland (weißes Hemd) und der Tschechoslowakei in Rom ausgetragen und von der Tschechoslowakei mit 3:1 gewonnen wurde.

Handball- und Iußball-Vlitzlurnier

des llnterbannes 2/116 der HI. in Grünberg.

Grau in Grau hing der trübe Regenmorgen über dem Sportplatz. Klatschend schlugen die nassen HJ.-Fahnen an die Masten. Strömender Regen ging nieder. Naßkalter Wind fegte über den Platz. Unter schneidigen Marschliedern rückten die Jun­gens auf den Platz. Der Regen kümmerte sie nicht viel. Das Turnier wurde burchgeführt! Auf dem Platz angekommen, erläuterte der Unterbannführer Wilhelm Schneider in wenigen Worten den Zweck der Veranstaltung. Dann marschierten die beiden zuerst kämpfenden Fußballmannschaften zur Mitte des Platzes, grüßten die HJ.-Fahnen und sofort begann der erste Kampf der Vorrunde. Je­des Spiel dauerte nur zweimal 10 Minuten, im Falle eines unentschiedenen Ausganges wurden roeftere zweimal 5 Minuten gespielt, und wenn auch dann kein Sieger feststand, so entschied das Los über die weitere Teilnahme der einen ober anberen Mannschaft.

Kampf um den Titel im Fußball.

Die Kämpfe ber e r st e n Runde brachten fol­gende Ergebnisse:

Lollar Allendorf 2:0 (0:0).

Mainzlar Londorf 2:0 (1:0).

Treis Rüddingshausen 1:1 (0:1).

Grünberg Großen-Buseck 2:0 (2:0).

Reiskirchen Rödgen 1:0 (0:0) nach Ver­längerung.

Der Kampf Treis Rüddingshausen gestaltete sich von Anfang bis zum Ende recht erbittert. Trotzdem kam es zu keinem eindeutigen Ergebnis. Das Los mußte entscheiden und entschied für Treis.

Die Zwischen-Runde brachte folgende Be­gegnungen und Ergebnisse:

Mainzlar Lollar 1:0 (0:0) nach Verläng. Treis Grünberg 2:0 (0:0).

Grünberg erwies sich besonders als technisch über­legen. Reiskirchen schied durch Freilos aus der Zwischenrunde aus.

Die Entscheidung hatte nunmehr zwischen Mainzlar und Grünberg zu fallen. Der Kampf endete mit einem sehr knappen Ergebnis von 1:0 (0:0) Toren für Mainzlar. Beide Mannschaften er­schienen durch die vorhergegangenen Spiele ziem­lich abgekämpft. Trotzdem verlief die Begegnung sehr spannend.

Die Handball-Runden.

Während der letzten Fußball-Spiele und der ersten Begegnungen in den Handballrundenn ging ein heftiger Regen nieder, der den Platz sehr weich machte und das Spiel wesentlich erschwerte. Die Mannschaften ließen sich dessen aber nicht ver­drießen und standen ihre Kämpfe durch. Man sah, daß sie alle mit Begeisterung und Hingabe bei der Sache waren.

Die e r ft e Runde des Handballturniers brachte folgende Ergebnisse:

Großen-Buseck Treis 6:1 (3:0).

Allendorf Lollar 3:0 (1:0).

Londorf Grünberg 2:1 (2:0). Großen-Buseck Mainzlar 3:1 (1:1). Allendorf Londorf 6:2 (1:1) nach Verl.

Im Spiel Londorf Grünberg gab es scharfe Angriffe von feiten der Grünberger, die aber am zähen Widerstand der gleichwertigen Gegner schei­terten. Im Spiel Großen-Buseck Mainzlar stell- ten die Großen-Busecker die aktivere Mannschaft, die besonders in der zweiten Halbzeit sehr aus sich heraus ging. Das Spiel Allendorf Londorf wurde von beiden Seiten sehr flott geführt, Lon­dorf ließ jedoch im Verlauf des Kampfes nach uni).

verlor an Kampfgeist, als sie eine harte, aber ge­rechte Entscheidung des Schiedsrichters traf.

Das Entscheidungsspiel Großen-Buseck gegen Allendorf, das mit 4:3 Toren für Großen- Buseck endete, brachte dem Sieger den Titel des Unterbann-Handballmeisters. Allendorf fteffie eine völlig gleichwertige Mannschaft.

Die gesamte sportliche Veranstaltung wurde ohne jede Unterbrechung durchgeführt und erst gegen 17 Uhr beendet. Das Turnier stellte der sportlichen Tüchtigkeit der HI. ein glänzendes Zeugnis aus.

Suche nach dem unbekannten Kurz­streckler und Springer.

Am 10. Juni findet der dritte Tag der Suche nach dem unbekannten Sportsmann statt und zwar kommen zum Austrag:

100-Meter-Lauf, 200-Meter-Lauf, 400-Meter- Lauf, llO-Meter-Hürdenlauf; Hochsprung, Drei­sprung und Stabhochsprung.

Die Wettkämpfe werden nach den Wettkampf­bestimmungen und unter Aufsicht des Deutschen Leichtathletikverbandes ausgetragen. Sie sind offen für sämtliche Deutschen, ohne Rücksicht auf irgend­welche Vereins- oder Verbandszugehörigkeit, so­fern sie in den betr. Wettbewerben noch nicht Preis­träger gewesen sind.

Im Kreis Gießen (umfassend die politischen Kreise Gießen, Alsfeld, Schotten und Wetzlar) wer­den mit der Ausrichtung der Veranstaltung be­auftragt:

Gruppe Gießen: Spielvereinigung 1900 Gießen (W. Schmidt, Gießen, Grünberger Straße 54). Gruppe Grünberg: FC. Flensungen-Mücke (Hch.

Theiß V., Flensungen).

Gruppe Alsfeld: Sportverein Alsfeld (Joh. Geisel IV., Alsfeld).

Gruppe Schotten: Sportverein Schotten (W. Zeschky, Schotten).

Gruppe Wetzlar: Sportverein 05 Wetzlar (Ernst Schindler, Wetzlar, Helgebachstraße).

Meldungen sind bis zum 7. Juni an die Ge­nannten zu richten, werden jedoch auch noch am Start entgegengenommen. Gebühren werden nicht erhoben.

R i ch t d e r g, Kreisleichtathletikwart.

Deutscher 2Reiferfieg in Warschau.

Die deutschen Reiter schnitten am Montag bei dem Internationalen Reitturnier in Warschau her­vorragend ab. Die Hauptkopkurrenz, ein schwie­riges Zeitspringen über 15 verschiedenartige Hindernisse, brachte einen überlegenen Sieg von A. Holst auf Sachsenwald, der unter 100 Teilnehmern in einem schneidigen, fehlerlosen Ritt die beste Zeit von 1:09 Minuten herausholte. Lange Zeil sah es nach einem französischen Siege aus, da Lt. Gudin de Dallerin auf Champagne mit einer Zeit von 1:11 führte. Holst ging aber als einer der letzten Teilnehmer um 2 Sekunden sckneller über den Kurs. Hinter dem Franzosen placierten sich noch Baron IV unter Oberleutnant Brandt als Dritter in 1:11,4 und Olaf unter Ober­leutnant Kurt Hasse in 1:14 als Vierter. Außer­dem erhielten die nicht unter den ersten Sechs placierten deutschen Offiziere Oberleutnant K.. Hasse auf Der Mohr, Oberleutnant Ernst Hasse auf Raubritter und Rittmeister M o m m auf Win , zige Ehrenschleifen als Auszeichnung.