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Preußen.

7!S -Gemeinschaft ^Kraftdurch Freude" auf dem Gleiberg.

* Krofdorf, 3. Juni. Am gestrigen Sonntag veranstaltete die Kreisführung des Kreises Wetzlar der NS. -GemeinschaftKraft durch Freude" einen Ausflug nach der Büro Gleiberg. Aus allen Orten erschienen die Volksgenoffen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. In Wetzlar war der Sammelpunkt an der Ueberführung. Von hier aus ging es über Naunheim nach Waldgirmes, wo Frühstückspause gehalten wurde. Trotz des (lang­ersehnten) Regens, ging es weiter durch die herr­lichen Wälder am Fuße des Dünsbergs. Schließlich brachen die ersten Sonnenstrahlen hervor. Bei herr­lichstem Sommerwetter wurden nun die Orte Bie­ber, Rodheim, Krofdorf durchwandert. Gleiberg hatte zu Ehren der Gäste reichlich mit den Fahnen des neuen Reiches geschmückt. Auf der Burg Gleiberg fand ein gemeinschaftliches Mittagessen statt. Nach dem Essen versammelten sich die Beteiligten im Garten der Burg, wo sich inzwischen eine stattliche Anzahl Gäste aus den umliegenden Ortschaften eingefunden hatten. Der Vorsitzende des Gleibergvereins, Direk­tor Menten, begrüßte die Teilnehmer der Ver­anstaltungKraft * durch Freude" auf das Herz­lichste. Inzwischen traf Kreisleiter Haus- Wetzlar ein, der seine Freude darüber zum Ausdruck gab, daß der Gleibergverein zum größten Teil an der Feier beteiligt war. In kurzen Umrissen schilderte Kreisleiter Haus Zweck und Ziel der NS.-Gemein­schaftKraft durch Freude". Zur Verschönerung des Tages trugen die Gesangvereine Krofdorf und Gleiberg deutsche Lieder vor. Die Damenriege des Turnvereins Krofdorf erfreute die Gäste mit Keu­len- und Freiübungen, sowie mit deutschen Tänzen die großen Beifall fanden. Die NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" hat den Beweis geliefert, daß sie bestrebt ist, dem deutschen Arbeiter der Stirn und Faust das zu erschließen, was ihm bisher verschlossen war. Im übrigen darf die Veranstaltung der Kreisführung Wetzlar als wohlgelungen bezeich­net werden.

Das Urteil

im Frankfurter Eigenheim-Prozeß.

LPD. Frankfurt a. M., 4. Juni. Die seit eini­gen Tagen vor der Großen Strafkammer geführte Verhandlung gegen drei leitende Kräfte der zweiten Verwaltung der Deutschen Eigenheimgesellschast ging Montag zu Ende. Der Staatsanwalt beantragte gegen die beiden Vorstandsmitglieder H. M ü n n ck e genannt Klaus Groth und Andreas Wagner Gefängnisstrafen von 18 bzw. 21 Monaten und Haftbefehl und Freisprechung des dritten Beschul­digten Georg Scheffner. Das Gericht verurteilte die beiden Vorstandsmitglieder unter Freisprechung im übrigen wegen genossenschaftlicher Untreue und Ver­gehens gegen Paragraph 147 des Genossenfchafts-

aosetzes Münncke zu drei Monaten einer Woche Ge­fängnis und 100 Mark Geldstrafe, Wagner zu sechs Monaten Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe; Georg Scheffner wurde freigesprochen. Haftbefehle wurden nicht erlassen.

Historischei- Brunnen freigelegt.

LPD. Dillenburg, 3. Juni. Innerhalb der unterirdischen Gewölbe des ehemaligen Schlosses be­findet sich ein tiefer Brunnen, der seit mehr als 100 Jahren zugeschüttet lag. Der Freiwillige Ar­tz eitsdienst hat nunmehr den Brunnen in mo­natelanger Arbeit 54 m tief bis auf die Sohle der Dill ausgegraben. Der gefährlichste Teil der Ar­beit war das Herausnehmen der Arbeitsbühnen. Da­bei mußten sich die Arbeitsdienstwilligen, die ange­seilt waren, gewissermaßen den Boden unter den Füßen wegsägen.

Oie mitteldeutschen Bäcker tagen in Oberlahnstein.

LPD. Oberlahnstein, 2. Juni. Der Zweig­verband mitteldeutscher Bäckerinnungen, der sich aus den Regierungsbezirken Wiesbaden und Kassel zu­sammensetzt, wird seine diesjährige große Verbands­tagung am 17. und 18. Juni in Oberlahnstein ab­halten. Zu dieser Tagung werden etwa 500 bis 600 Vertreter des Bäckerhandwerkes erscheinen. Reichshandwerkführer Schmidt-Wiesbaden wird sehr wahrscheinlich an dieser Tagung teilnehmen.

ztrers Metzlar.

* Krofdorf, 5. Juni. Die 13jährige Tochter des hiesigen Weißbinders Germer, die, wir be­richteten bereits darüber, als sie sich am Herd be­schäftigte, durch ihre in Brand geratenen Kleider schwere Brandwunden erlitt, ist bald nach ihrer Ein­lieferung in die Chirurgische Klinik in Gießen ihren Verletzungen erlegen.

(D Krofdorf, 3. Juni. In unserem Ort ist der Wunsch ausgetaucht, den einstmals bestandenen, aber seit Kriegsbeginn ruhenden Kriegerver- e i n wieder zu neuem Leben zu erwecken. Dieser Tage fanden die ersten Besprechungen darüber statt mit dem Ergebnis, werbend an die in Frage kommenden ehemaligen Soldaten heranzutreten und in einer bald abzuhaltenden Versammlung den Führerrat zu bestimmen. Die Fahne des alten Krie- gervereins ist noch vorhanden.

Gedenkstein für einen Banater Dichter in Fürth i. O.

Fürth (Odenwald), 4. Juni. (LPD.) Die Weihe eines Gedenksteins für den Banater Dichter Adam M ü l l e r - G u t t e n b r u n n, wohl den bedeutend­sten Dichter deutscher Zunge im Ausland, bedeutete für die freundliche Odenwaldgemeinde Fürth einen Festtag, denn 41 Banater Schwaben waren nach Fürth gekommen, dem Herkunftsort ihrer vor 200 Jahren aus dem südlichen Odenwald ausge­

wanderten Vorfahren. Nach dem gemeinsamen Kirchgang am Morgen, bei dem die feierliche Tracht der Gäste Wohlgefallen erregte, machte zwar ein hartnäckiger Gewitterregen in den Nachmittagsftun- den den Feftzug ,^u Wasser", aber der Weiheakt, zu dem sich die Witwe und die Tochter des Dichters aus Wien eingefunden hatten, vereinte doch eine ansehnliche Gemeinde aus nah und fern. Professor Männer (Weinheim), der geistige Vater dieser Wiedersehensfeier, hielt die Festansprache. Für die

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hessische Negierung sprach Oberstudienrat Dr. Leip (Darmstadt), für den Odenwaldklub Professor Kis­singer (Darmstadt). Die Landesaruppen Hessen, Baden und Württemberg des VDA. feierten den Dichter. Zu Herzen gingen die Dankesworte des Bürgermeisters Klotz (G'uttenbrunn) und des Füh­rers der Banater Jugend Dr. Mussar (Guttenbrunn), der aus Banater Erde einen Rosmarienstrauß zum Einpflanzen vor dem Denkmal mitbrachte. Hessische DDA.-Jugend überreichte als sinnige Gegengabe ein Säckchen mit Heimaterde, um sie dem Dichter auf sein Grab in Guttenbrunn zu streuen. Ein Neffe des Dichters, Johannes L u ck h a u p, hielt eine An­sprache im Banater Dialekt, der sich vom Oden­wälderischen kaum unterscheidet. Unter Böllerschüs­sen fiel die Hülle von dem Gedenkstein, den Bür­germeister Bettig in die Obhut der Gemeinde nahm. Als die Sonne später durchkam, vereinte noch frohe Stunden Gäste und Einheimische auf der Fest­wiese.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 7. Juni.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 11: Wertzekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nach­richten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nach­richten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Kinderstunde, Märchen und Kinderlieder. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 17.30: Unbekannte Dichter: Rudolf Kipp. 17.45: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Spa­nischer Sprachunterricht. 18.50: Das Leben spricht! 19: Konzert. Werke von Hermann Noetzel. 19.40: Volkslieder aus unserer Zeit. 20: Nachrichten, 20.15: Stunde der Nation. Aus den Berliner Kunstwochen: Konzert. 21: Das Schweineschlachten (Krach um Jolanthe). Don August Hinrichs. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Nacht­musik.

Freilag, 8. 3unL

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Uebertragung nach Stuttgart: Nach­richten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 13.50: Nach­richten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Stunde der Frau. Krankenschwestern erzäh­len. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskon­zert. 17.30: Zum 140. Todestag von Gottfried Au­gust Bürger. Gedenkworte von Hans Döring, Karls­ruhe. Rezitation:Leonore" (Karl Heinz Dieckmann). 17.45: Der neue Rilke-Kreis. Fünf Lieder. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Rund um. die Mühle. Hörfolge. 18.50: Griff ins Heute. 19: Allerlei Ge­tier. Zahme und wilde Attraktionen. 20: Nachrich­ten. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation. Carl Hagenbeck. Zu seinem 90. Geburtstage. 21: Solisten­konzert. Das Rundfunkorchester. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Vom Schicksal des deutschen Geistes. Deutsche Mundarten. 24 bis 1: Nacht­konzert.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: I. V.: H. L. Neuner. Anzeigenileiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

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Hans Laberenz

Wir betrauern den Tod unseres lieben Alten Herrn

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Gießen, im Juni 1934.

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Lollar, den 5. Juni 1934.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 7. Juni, nachmittags um

4 Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt.

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode unseres lieben Entschlafenen

sagen wir allen unseren innigsten Dank. Besonders danken wir seinem Sturm 4/M 147, seinen SA.-Kameraden und der SS. für ihre warme Anteilnahme und die Kranz- und Blumenspenden.

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Herta Veite

Lollar, den 6. Juni 1934.

Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Juni, nachm. 3 Uhr, von der Friedhofshalle in Lollar aus statt

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