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184. Jahrgang

mit dem Sinn und Geist des Roten Kreuzes ver-

und Dienst heischend, wendet es sich an jeden deut­schen Mann, jede deutsche Frau und jedes deutsche Kind mit der Ausforderung: hilf mitt

Dir brauchen Danner und Frauen, die werbend den hohen Gedanken des Roten Kreuzes immer weiter in unser Volk tragen, indem sie sich an ihrem Teile und auf dem Platze, den fie auszufüllen ver­mögen, einer der vielen Aufgaben des Roten Kreu­zes widmen.

Alle brauchen wir, damit fie uns helfen, fortzufahren in unserem Werk. Denn es geschieht zum Wohle aller. Sie mögen die Ditglledschaft im Rolen Kreuz erwerben oder uns durch eine Spende in unsere Sammlung die Linderung von Krankheit und Rot sichern helfen.

Als der von Adolf Hitler ausgewählte national­sozialistische Führer des neuen Deutschen Roten Kreuzes rufe ich jeden Volksgenossen auf, das Seine beizutragen zum gemeinsamen Werk. Es ist der beste Dank an uns, wenn wir, allen ohne Unterschied dienend, der

Die britische Note über d i e Kriegs- schulden ist ein erstaunliches Dekument für die britische Mentalität. Die Argumente, die hier Roosevelt Vorbehalten werden, bildeten eigentlich das Thema der letzten Berliner Transfer-

und Fries das Mobiliar demoliert und es sodann aus dem Fenster geschleudert hätten. Da jedoch die Zeuginnen den Vorfall nicht selb st gesehen hatten und keine Augenzeugen geladen waren, stellte der Staatsanwalt fest, daß noch keineswegs erwiesen sei, ob wirklich die Sachbeschädigung durch die Angeklagten erfolgt sei. Das Verfahren wurde sodann an das ordentliche Gericht in Saarlouis zurückgewiesen.

Aus diesem Bericht gehl einwandfrei hervor, daß die Polizei voll und ganz ihre Pflicht getan hat. Offenbar ist die Entscheidung des Präsidenten der Regierungskommifsion infolge der Hetzkampagne der Separatisten übereilt getroffen worden, denn die Verhandlungen vor dem Schnellrichter und die Feststellung des Staatsanwaltes, die den ganzen Vorfall als A n g e- legenheit betrunkener Personen be­zeichnet hatte, hätten für eine_derartig weitgehende Maßnahme keine ausreichende Grund­lage geben können.

Einführung der Pröpste der Landeskirche Nassau-Hessen

jinvk entzieht dem Bürgermeister von Saarlouis die polizeigewalt.

Belanglose Trunkenheitsdelikte übelbeleumundeter ehemaliger Kommunisten müssen den Vorwand für einschneidende Maßnahmen der Regierungskommifsion abgeben.

DRV. Berlin, 5. Juni. Der Präsident des Roten Kreuzes, Earl Eduard Herzog von Sachsen-Loburg und Gotha, richtet zum Deutschen Rotkreuztag, der am nächsten Sonn­tag, 10. Juni, in allen Teilen des Deutschen Reiches einheitlich begangen wird, einen Aufruf,An Jedermann!". In dem Aufruf heißt es:

Unermüdlich steht das Deutsche Rote Kreuz im Dienste derer, die feine Hilfe brauchen, hundert­tausende unseres Volkes spüren jahraus, jahrein in­mitten der Last und Rot des täglichen Daseins­kampfes etwas von dem großen Gedanken unbedingter Hilfsbereitschaft, der im Felchen des Roten Kreuzes verkörpert ist.

An einem Tag im Jahr, dem Rotkreuztag, soll dem ganzen deutschen Volke dies Felchen der Hilfsbereitschaft sichtbar und eindringlich vor Augen gestellt werden. Jeder,soll wissen, daß das Rote Kreuz für ihn da ist, daß er darum aber auch für das Rote Kreuz da zu sein hat. Der Gedanke der Volksgemeinschaft ist

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Oer Anstoß eine entstellte Hetzmeldung.

Saarlouis, 5. Juni. (DRV.) Der Präsident der Regierungskommifsion, Knox, hat unter Be­rufung auf die Ausnahmeverordnung vom 20. Dai 1933 verfügt, daß die Polizeigewalt der Stadt Saarlouis dem Bürgermeister Dr. Latz entzogen und dem L a n d r a t des Kreises Saarlouis, Arweiler bzw. seinem Stellver­treter übertragen wird. Eine Begründung zu der Verfügung ist nicht gegeben worden. Es ist aber zweifellos, daß sie im Zusammenhang mit folgenden Vorfällen getroffen worden ist:

Die marxistische und Emigrantenpresse, die aus durchsichtigen Gründen Terrorakte der Deutschen Front konstruieren will, brachte in größter Auf­machung die Meldung von der Beseitigung einer Fahne von der Geschäfts st elle der SWV (Saarländische Wirtschafts-Vereinigung) in Saarlouis und ähnlichen Vorfällen. Aus diesen Berichten klingt der Vorwurf durch, daß d i e Saarpolizei Ausschreitungen untätig zusehe. U. a. wird von der Hetzpresse behauptet, daß der Besitzer des Hauses, in dem sich das Büro der SWD. befindet, ein gewisser Goerg, kurz nach der Beseitigung der Fahne in einer Gastwirtschaft der Nachbarschaft von Mitgliedern der Deutschen Front niedergeschlagen und am Kopf so schwer verletzt worden sei, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Der Täter, der die Fahne heruntergeholt habe, sei mittlerweile bekannt geworden, aber von seinen Gesinnungsge­nossen nicht verraten worden. Die Tatsache seiner Nichtverhaftung habe er dazu benutzt, um gegen 21 Uhr d i e Fen st er des Büros der SWV. zu zerschlagen. Gemeinsam miteinem großen Haufen zusammengerotteter Menschen, sämtlich na- tionalso.zialistischcr Gesinnung, sei er dann in das Haus eingedrungen, die Akten aus den Regalen gerissen unb zusammen mit den Möbeln auf die Straße geworfen.

Oer amtliche Bericht.

Nr. 120 Erster Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, 6 Juni 1934

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Das RoteKreuz gehört dem Volke

Aufruf zum Deutschen Rot-Kreuztag am 10. Juni.

ferenz versagte in der Praxis, wo es sich darum handelte, der Eroberung der Mandschurei durch Ja­pan Einhalt zu bieten, den ewig fortschwelenden Krieg zwischen Bolivien und Paraguay zu ersticken, die Minderheitenfrage in einer gerechten und für alle Staaten gleich verbindlichen Weise zu lösen oder durch Einsetzung einer sog. Abrüstungskonfe­renz; dem Versailler Gewaltoertrag auch dort Gel­tung zu verschaffen, wo er Verpflichtungen für seine Urheber enthielt. Die völlige Zerfahrenheit und Ratlosigkeit, die die augenblickliche und wohl letzte Periode der Abrüstungskonferenz kennzeichnet, ist nur ein unvermeidliches und von Deutschland längst vor- ausgesehenes Zeichen ihrer inneren Schwäche, die schon in dem Augenblick bestand, als das jüngste Kind der Genfer Liga aus der Taufe gehoben wurde.

Aber hat nicht die britische Negierung s e l b st vor und während der Transferkonferenz einen anderen Standpunkt vertreten? heute sagt sie, sie könne in ihrem Schuldnerverhältnis zu Amerika nicht transferieren, obgleich die Bank von England immerhin noch einen sehr anständigen Goldhort hat, während der deutsche winzig ist. Trotzdem verlangten gerade die britischen Gläubi­ger und ihre Regierung von Deutschland auf der Transferkonferenz Zahlungsangebote, obgleich die Unmöglichkeit der Transferierung offenbar mar. Es ist ein Treppenwitz der Gegenwartsgeschichte, daß das reiche England als Schuldnerland die sachlichen deutschen Gründe gegenüber den USA. ins Treffen führt, während dieselben Argumente, weil sie von deutscher Seite mit zureichender Begründung angeführt wurden, nicht gelten sollten. Inner­halb kurzer Zeit hat die britische Regierung sich in dieser Auffassung gründlich selbst revidiert, und wir glauben darin eine Versachlichung der Stellung­nahme zu erblicken, die sich auch in den noch nicht bereinigten Verhältnissen zwischen Deutschland und seinen Auslandsgläubigern bemerkbar machen wird.

Probst für Starkenburg ist der seitherige Superintendent dieser Provinz, Oberkirchenrat Dr. phil. Friedrich Müller. Er ist 1879 in Ober-Sorg geboren. Er war als Pfarrassistent tätig in Offen­bach, Lampertheim, Heppenheim und Pfungstadt, seit 1909 war er Pfarrer in Wimpfen, seit 1918 Pfarrer in Rüsselsheim. Er hat am Feldzug als Di­visionspfarrer teilgenommen.

Propst für Oberhessen ist Karl Knodt, seither Pfarrer in Offenbach. Er ist 1881 zu Gernsheim geboren, war Pfarrassistent in Gießen, Mainz und Hopfmannsfeld. In der Zwischenzeit war er zwei Jahre als Vikar in Graz (Steiermark), 1920 wurde er Pfarrer in Wimpfen, 1927 in Offenbach.

Probst für Rheinhessen ist Otto Colin, zuletzt Pfarrer in Beerfelden. Er ist 1891 in Darm­stadt geboren. Nach kurzer Teilnahme am Feldzug wurde er 1917 Pfarrassistent in Michelstadt und Bad-Nauheim, seit 1919 Pfarrer in Beerfelden.

konferenz. Deutschland als Schuldner hat nichts anderes festgestellt als das, was England jetzt gegenüber der Verpflichtung anführt, am 15. Juni einen Teil der Kriegsschulden und der Zinsen an die USA. bezahlen zu müssen. Der Hinweis auf die Weltwirtschaftskrise, auf die Schädlichkeit der Kriegsschuldenlast, auf die U n p r o d u k t i v i t ä t' solcher Zahlungen entsprechen durchaus den Gründen, die zum Zusammenbruch des in Versail­les uns auferlegten Tributsystems geführt haben, wobei unterstrichen werden muß, daß noch im Voung-Plan die internationalen Zinsherren abso- ttller als jemals ein Monarch sich aufwarfen zu bestimmen, was ein Volk wie das deutsche zu zah­len habe, wieviel von dem Ertrag seiner Arbeit ohne Gegenleistung in fremden Scheuern aufgespeichert werden sollte. Deutschland ist durch diese Tribute und die hohen Zinsen für die Aus­ländsanleihen, von denen ein erheblicher Teil als Tributzahlunaen ins Ausland zurückfloß, finanziell blutleer gewoiden. England erkennt jetzt an, daß die Abtragung der Kriegsverschuldung den S ch u l d n e r l ä n d e r n das gleiche Schick- s a l bereiten würde.

Die gestrige Tagung des V ö l k e r b u n d s r a t e s hat ausnahmsweise nicht mit einer Bankerotterklä­rung geendet. Damit hat es aber seine besondere Bewandtnis. Denn die Aufgabe, um die es sich bei den Verhandlungen des gestrigen Nachmittags handelte, war die unverbindliche Suche nach einer passenden Behandlungsweise der ungarisch- füdslawischen G r e n z z w i s ch e n f ä l l e, nicht aber die Lösung dieses Streitfalles. Der Vor­sitzende des Völkerbundsrates stellte nach langen Erörterungen den guten Willen der beiden betei­ligten Regierungen zu einem gegenseitigen Aus­gleich durch unmittelbare Verhandlun­gen fest und schloß daran die Hoffnung, daß der Rat nicht mehr genötigt sein werde, sachlich auf die von Ungarn eingebrachten Klagen einzugehen. Da­mit hatte sich das Genfer Kollegium der Sache auf eine angenehme Weise entledigt und die Schlich­tung des Streitfalles auf den Weg verwiesen, der nach deutsche Auffassung unter den gegenwärtigen Umständen am e h e st e n zur Bereinigung aller internationalen Verwicklungen führen kann und der von Adolf Hitler einmal als dieDiplomatie von Mann zu Mann" bezeichnet wurde.

Es wird den Völkerbundsstrategen nicht entfallen, das gestrige Ergebnis als einen besonderenErfolg" in alle Welt hinauszuposaunen, denn sie werden sich überlegen, daß alle jene Angelegenheiten, die überhaupt in Genf einer befriedigenden Regelung zugeführt werden konnten, nur dann allgemeine Zustimmung fanden, wenn sie unter vier oder sechs Augen behandelt wurden und wenn hinter ihnen die persönliche Initiative einiger weniger Staats­männer stand. So ist auch die bisherige Verein­barung über die Saarabstimmung im Ja­nuar 1935 nur zustandegekommen durch die ener­gische Derhandlungsführung des italienischen Ba­rons Aloisi und durch den Umstand, daß sich an der entscheidenden Aussprache die Vertreter D0J nur zwei Staaten beteiligten Deutschland und Frankreich. Auch in diesem Falle konnte eine Eini­gung nicht durch die Völkerbundsmaschinene er­zielt werden, sondern trotz dieser Einrichtung.

Alle anderen Fragen aber, die jemals vor das Genfer Forum gekommen find und die in großen Kommissionen mit Hilfe von Abstimmungen und Friedensreden erledigt werden sollten, haben diese Probe nicht bestanden. Die Idee der Massenkon-

Ueber die tatsächlichen Vorgänge liegt folgende amtliche Mitteilung vor: Am Montag gegen 13 Uhr wurde in Saarlouis II die auf der Geschäftsstelle der SWV. gehißte Saarfahne durch bis jetzt noch unbekannte Täter ab ge­schnitten und entfernt. Zeugen des Vor­falls konnten nicht ermittelt werden. Der Geschäfts­führer der SWV., Goerg, an dessen Haus die Flagge beseitigt worden war, begab sich darauf sofort zu Dr. Hector, um über den Vorfall Bericht zu erstatten. Gegen 18 Uhr kehrte er i n eine Stehbierhalle ein und traf dort die Erwerbslosen Fries und K i e h n, die schon den ganzen Tag beim Zechen waren. Es entstand ein Wortwechsel, der in eine Schlägerei aus­artete, wobei Goerg der Leidtragende war. Der Inhaber der Stehbierhalle entfernte die Streitenden. Goerg erstattete sofort Anzeige bei der Polizei, die dann Fries und Kiehn sofort ver­nommen hat. Gegen 21 Uhr kamen die beiden anscheinend schwer betrunken auf dem Nachhauseweg an der Wohnung ® oergs vorbei. Fries schlug die Fenster der Geschäfts­stelle der SWV. ein, ohne daß irgendein neuer Streit vorangegangen wäre. Polizei- und Land­jägerbeamte begaben sich an den Tatort, ohne die Täter noch anzutreffen. Goerg selbst hatte die Polizeistellen nicht verständigt. Nach Feststellung des Tatbestandes wurden die auf der Straße Vorgefundenen Gegenstände durch Polizei- hauptwachtrneister Atz wieder in die Geschäftsstelle der SWV. eingeräumt, um das Verkehrshindernis an der Straßenkreuzung zu beseitigen.

Inzwischen war Dr. Hector aus Saarlouis am Tatort eingetroffen und wollte in. anmaßendem Tone anordnen, daß die Gegenstände aus der Straße liegenbleiben sollten, bis sie durch dasSaarlouiser Journal" photographiert worden seien. Die Polizei kehrte sich jedoch nicht

JRanOnoten.

Geschichtsfälschung wurde früher von Leuten be­trieben, die im Sonderinteresse einer Dynastie, einer geistlichen Macht oder einer beutelustigen Re­gierung den irregeführten Völkern die Taten ihrer Herrscher nachträglich in den Farben moralischer Rechtfertigung malten. Diese Art der Geschichts­schreibung, an der sich zuweilen auch die Wissen­schaft beteiligte, und die es mit der Wahrheit oft nicht allzu genau nahm, hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Aber mit einem Unterschied: Während einst die Rechtfertigung in den meisten Fällen nachträglich geschah, hat eine gewisse Diplo­matie es heute soweit gebracht, Kundgebungen und Ereignisse von geschichtlicher Tragweite schon im Augenblick ihres Entstehens in ihr Gegenteil um­zulügen und der Weltmeinung eine Auffassung einzuimpfen, die zu dem eigentlichen Charakter der Vorgänge in direktem Gegensatz steht.

Der sowjetrussische Aüßenkommissar Litwi­now hat es gelegentlich seines Genfer Aufenthaltes für gut befunden, die Räteunion als hort des Friedens und der Ruhe im Kreise der Völ­ker hinzustellen, als eine Macht, die besonders be­fähigt sei, das Sicherheitsbedürfnis der anderen Staaten zu gewährleisten. Die aus solchen Gedankengängen entspringenden Pläne zur Umwandlung der Abrüstungskonferenz haben sogar eine ernsthaft diskutierte Derhandlungsbasis in Genf abgeben sollen. Aber wie sieht es. mit der Sowjet-Sicherheit in Wirklichkeit aus?

Der gegenwärtig in Berlin ablaufende Prozeß gegen die Mörder der Polizeihaupt­leute Anlauf und Lenk, die 1931 von Kom­munisten erschossen wurden, hat erstaunliche Dinge ans Tageslicht gefördert. Der Angeklagte Michael Klause hat gestanden, daß er im Auftrage der Par­tei nach Rußland gefahren ist, um dort a n einem Schulungskursus für den roten Urnsturz teilzunehmen, daß er in der Uniform der Roten Armee militärisch vollkommen ausge­bildet wurde und daß an dem Kursus Kommu- nisten aus allen möglichen Ländern beteiligt waren, u. a. auch Tschechen, Ungarn, Schweden und Luxemburger. Klause fyat zugleich durchblicken lassen, daß noch jetzt versucht werde, von Moskau aus geleitete Umsturzorganisationen in Deutschland zu bilden, und daß er selber wegen seines Geständnisses der roten Terrororganisation bestimmt einmal zum Opfer fallen werde.

Zu diesemfriedlichen" Bilde paßt sehr schön ein Aussatz in dem Moskauer kommunistischen Zentral­organPr a wda", in dem es u. a. heißt:Wenn die Zeit kommt, wo alle Trommeln der Roten Armee dröhnen, wenn das Wirbeln der Internationale fern und nah ertönt, wenn unsere roten Flugzeuge das Losungswort der sozialistischen Revolution über d i e Ärenzen tragen, dann kommt der Tag des Gerichts ..." Was der Berliner Prozeß enthüllt, findet also im gleichen Augenblick seine Be­stätigung in Moskau. Wem sollte sich bei einem Vergleich dieser brutalen Sprache mit den schönen Reden Herrn Litwinows, der in Genf so heftig mit dem Palmenzweig wedelt, nicht das bekannte Bild von demWolf im Schafspelz" aufdrängen? Wer kann es den Deutschen, den Engländern, den Schweizern, Holländern und andern an einem wahr­haften Frieden interessierten Völkern verübeln, ihr Ansehen mit einer Geschichtsfälschung belasten zu wollen und sei diese noch so modern!

daran. Nachdem die Polizei zur Polizeistelle zurück- gestehrl war, lieh Dr. heclor die gesamten Gegen­stände wieder aus dem Raum auf die Straße bringen, um die so gestellte Szene- r i e durch einen Photographen des Saarlouiser Journals pholographieren zu lassen.

Vor dem Schnellrichter.

Fries und Kiehn waren bis zum Herbst vori­gen Jahres Mitglieder der Ko mm u n i ft i - j chen Partei, traten dann bei Gründung der SWV. dieser Vereinigung bei und sind vor etwa sechs Wochen ausgeschieden. Bei dem ganzen Vorfall wurden politische Dinge überhaupt nicht be­rührt. Fries und Kiehn, die schon kurz nach dem ^rfall feftgenonunen wurden, wurden dem Schnellgericht vorgeführt. Den Angeklag­ten wurde Lanofriedensbruch und Sach­beschädigung vorgeworfen. Fries gab zu, den ganzen Tag gezecht und eine Scheibe des SWV.- Hauses eingeschlagen zu haben, bestritt jedoch, daß er, wie in der seperatistischen Presse geschildert, das Mobiliar auf die Straße geworfen habe. Dem­gegenüber behaupteten zwei Zeuginnen, daß Kiehn

um will Sinn uuu Srist w» Hwtu Sicuj« uce Ikbcqcugung teilhaftig werden: Das Deutsche bunden von Anbeginn. Als Teil des Ganzen dienend jRote kreuz gehört dem Volke!"

EPH. Im Verfolg der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse in Hessen, Nassau und Frankfurt er­folgte. am vergangenen Sonntag die Einführung der Pröpste, Kirchenrat Trommershausen und Lic. Peter für die Propsteien Frankfurt und Nassau in der Katharinenkirche in Frank­furt. Die Einführung der Probste des h e f f ische n Gebietes findet heute in der Stadtkirche in Darm­stadt statt. Die neuen hessischen Propsteien fallen räumlich mit den alten Superinten­dent u r e n zusammen. Das Amt der Pröpste, das in Uebereinftimung mit der Deutschen Evangelischen Kirche geschaffen worden ist, unterscheidet sich von dem der Superintendenten der alten Kirche nament­lich dadurch, daß es rein geistlicher und nicht mehr kirchenregimentlicher Art ist. Der Propst ist als Stellvertreter des Landes- bifchofs für sein Sprengel der geistliche Führer der Gemeinden, Pfarrer, kirchliche Körperschaften und Vereine, lieber die Personalie der heute einzufüh­renden Probste sei folgendes mitgeteilt: