§ Y
Zwangsversteigerung K Vs232
Am Montag, dem 9. April 1934, vormittags 10.15 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude Gießen, Zirn- mer 221, folgende Grundstücke bzw. Grundstücksanteile versteigert: 1427V
A. Grundbuch für Gießen Band IV, Blatt 190, aus den Namen:
a) Sack, Heinrich, der Dritte, zu
b) Sack, Emma, geb. Ulrich, dessen Ehefrau, zu XA hofreite, Flur I, Nr. 555 (Marktstrahe 21) 56 qm, geschätzt 11 635,— RM., Brandtaxe 15 430, — RM., Einheitswert - 10 500 RM.
B. Grundbuch für Gießen Band I, Blatt 33, auf den Namen:
a) Sack, Heinrich, der Dritte, zu Ve,
b) Sack, Emma, geb. Ulrich, dessen Ehefrau, zu 1/6 Hofreitegrund, Flur I, Nr. 556, 20 qm, %
= 200,— RM.
Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.
Gießen, den 24. Januar 1934.
I. A. des hessischen Amtsgerichts Gießen: Wagner, Ortsgerichtsvorsteher.
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Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 4. April 1934 bei der Firma Main-Wefer-Vasalt» werke, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Gießen folgendes eingetragen: Die Firma ist erloschen.
Gießen, den 5. April 1934. 2093V
hessisches Amtsgericht.
Musikkapelle In den Dienst der Sache stellen, so
anstatt
des Gaubeauftragten in seinem Kreis in Verbindung, damit dieser ihn insbesondere bezüglich der Gemeinschaftsarbeit mit SA., SS. und HI. unterstützt. Die Kreisfachwarte haben dafür zu sorgen, daß nunmehr für alle Orte, in denen der Tag des unbekannten Langstrecklers durchgeführt wird, die Ausschreibungen auf dem kürzesten Wege erlassen werden. Bei der Durchführung der Veranstaltungen
ist aus
allgemeine Werbung für die Leichtathletik hinzuzielen. Rahmenwettbewerbe sind hinzuzunehmen. Wo möglich, ist die Arbeit der Trainingsgemeinschaften zu zeigen.
Meldung über die Wahl der Orte und Veranstalter sowie voraussichtliche Zahl der Teilnehmer bis zum 8. April, damit die Uebersendung der Karteikarten erfolgen kann, an den
Gau-Leichtathletikfachwart Gau 12
Emil Junghenn, Kassel, Akazienweg 13.
Nachfolgend als Muster die Ausschreibung für den Bezirk Kassel.
Suche nach dem „Unbekannten Sportsmann- Langstreckler.
1. Am 15. April 1934 findet im Auftrage des Reichssportführers zur Suche nach dem „Unbekannten Sportsmann" der Tag der Langstreckler statt. Im Kreis Kassel des Gaues 12 übernehmen folgende Vereine die Durchführung der Veranstaltungen:
a) Für den Stadt- und Landkreis Kassel:
der VfL. Hessen-Preußen.
Anschrift: E. Junghenn, Kassel, Akazienw. 13.
b) Für den Landkreis Wolfhagen:
der Sportverein Blau-Weiß, Wolfhagen. Anschrift: h. Reichard, Wolfhagen, Fried- richsplatz 1.
c) Für den Landkreis Hofgeismar:
der Spiel- und Sportverein Hofgeismar. Anschrift: Andreas Arend, Hofgeismar, Georgenftraße 8.
2. Die Wettkämpfe werden nach den Wettkampfbestimmungen und unter Aufsicht des Deutschen Leichtathletikverbandes ausgetragen. Sie sind offen für sämtliche Deutsche ohne Rücksicht auf irgendwelche Vereins- oder Verbandszugehörigkeit. Nicht teilnahmeberechtigt find Preisträger bisher stattgefundener Kämpfe gleicher Art.
3. Als Wettkämpfe kommen zum Austrag ein 10-Kilometer-Lauf und ein 25-Kilometer-Gehen.
4. Meldegelder werden nicht erhoben.
5. Meldungen sind spätestens bis zum 12. April an obige Veranstalter abzugeben. Die Veranstalter haben den Ort der Veranstaltung, die genaue Streckeneinteilung, Beginn der Wettkämpfe, Umkleidelokale usw. in sämtlichen Tageszeitungen, der ASR. und in den Fachzeitschriften aller anderen Leibesübung treibenden Verbände umgehend zu veröffentlichen.
Mierke, Kreis-Leichtathletikfachwart.
Die technische Durchführung der
Prüfung im Radfahren
habe ich dem Gau-Radsportwart Karl Otto- Kas- sel-R., Weidstückerstraße 9, übertragen; auch bei ihm erwarte ich eine volle Unterstützung seiner Arbeiten durch die behördlichen und privaten Stellen. Für das Radfahren werden folgende beiden Strecken festgelegt:
Für den Bezirk Kassel ab Kassel-R.: Niedervellmar, Heckershausen, Weimar, Ahnatal, Harleshausen, Kassel-R.; die Strecke wird viermal durchfahren.
Für den Bezirk Gießen ab Gießen: Daubrin- gen, Mainzlar, Allendorf, Londorf, Grünberg, Reiskirchen, Gießen; die Strecke wird zweimal durchfahren.
Es wird in zwei Klaffen gefahren: Klaffe I Rennräder; Klasse II Tourenräder.
Die Bezirkssportwarte haben die Ausschreibungen im einzelnen in den nächsten Tagen zu erlassen. Teilnahmeberechtigt sind alle Radfahrer, auch wenn sie nicht in Vereinen organisiert sind, sofern sie bei öffentlichen Wettbewerben noch keine Siege errungen haben.
Die Bezirkssportwarte melden bis zum 8. April die voraussichtliche Zahl der Teilnehmer, damit die Uebersendung der Karteikarten erfolgen kann, an den Gau-Radsportwart Gau 12
Karl Otto, Kassel-R., Weidstückerstraße 9.
Meine Vertrauensleute und Kreisbeauftragten werden die Veranstaltungen beaufsichtigen, ohne in die technische Abwicklung unmittelbar einzugreifen, da hierfür die beiden vorgenannten Gausportwarte verantwortlich sind. ________
wäre dies zu begrüßen.
Die dem Veranstalter übermittelten Kartothekkarten des Reichssportführers sind über die Kreis- fportwarte spätestens fünf Tage nach der Veranstaltung an den Gausportwart weiterzuleiten unter Beifügung des svortärztlichen Gutachtens. Der Veranstalter setzt sich sofort mit dem Vertrauensmann
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Nachverzeichnetes Kiefern-Langholz aus Oberwald der Gemeinde Lühellinden soll auf Wege schriftlichen Angebots verkauft werden:
Die Verkaufsbedingungen liegen zur Einsicht auf dem Rathaus in Lützellinden offen. Das Holz lagert an der Kreisftraße Münchholzhausen—Groß-Rech- tenbach. 2086V
Diesbezügliche Angebote sind getrennt für jedes einzelne Los pro Festmeter verschlossen, mit der Aufschrift „Holzsubmission", bis zum Mittwoch, dem 11. April 1934, nachmittags 5 Uhr, auf dem Rathaus zu Lützellinden einzureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung stattfindet.
Lützellinden, den 5. April 1934.
Der Ortsbürgermeister.
Am Donnerstag entschlief unerwartet unser liebes
Karlchen
im zarten Alter von 21/« Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ernst Schmidt
Heuchelheim (Emststraße 11), den 5. April 1934.
Die Beerdigung findet Samstag, 7. April, nachm.3 Uhr statt.
_________________________________________________2090D
Zwangsversteigerung 73*/331
Am Montag, dem 23. April 1934, vormittags 10 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, folgende dem a) Schäfer, Wilhelm, Kaufmann, zu b) Schäfer, Hans, zu gehörende Grundstücke zum Zwecke der Auseinandersetzung versteigert: 2075V
Grundbuch für Gießen, Band XI, Blatt 528, Flur I, Nr. 472/io
hofreite Vleichslrahe 8 = 976 qm
Grabgarlen mit Hühnerhaus = 518 qm Grasgarten = 314 qm.
Schätzungswert 53 092,— RM., lebenslängliches Nießbrauchs- und Einfitzrecht der Frau Elisabethe Schäfer Wwe., Jahreswert: 5117,— RM..
Gießen, den 10. März 1934.
I. A. des hessischen Amtsgerichts Gießen: Wagner, Ortsgerichtsvorsteher.
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Für die Verhandlungen mit der PO., den Behörden, SA., SS., HI., Arbeitsdienst und anderen Organisationen haben die Veranstalter die Verpflichtung, sich der Vermittlung meiner Vertrauensleute zu bedienen, mit ihnen ist sofort Verbindung aufzunehmen und Maßnahmen zu beschließen, die unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse einen vollen Erfolg der „Suche nach dem unbekannten Sportsmann" verbürgen. Bericht über das Veranlaßte umgehend an mich.
Nachstehend folgt die Liste der Vertrauensleute und Kreisbeauftragten, soweit sie für unsere engere Heimat zuständig sind:
Kreis Alsfeld: Lehrer E. Schmieder, Budorf- Alsfeld in Oberhessen.
Kreis Büdingen: Studien-Assessor W. R e u s ch- l i n g, Büdingen, Am Hain 48, Führer des Sturmes R. 23/466.
Kreis Gießen: Sturmführer Mohr, Gießen, Grabenstraße 8.
Kreis Lauterbach i. Hessen: Studien-Assessor
Dr. Georg Mayer, Lauterbach in Oberhessen, Realschule.
Kreis Schotten: Lehrer L. Deubel, Rainrod in Oberhessen.
Kreis Biedenkopf: Oberschullehrer Pg. Walter Ludwig, Biedenkopf.
Kreis Dillenburg: Lehrer Otto Doch, Manderbach, Dillkreis.
Kreis Limburg a. d. Lahn: Dr. Eichhorn, Limburg a. d. Lahn, Markt 18.
Oberlahnkreis (Weilburg): Lehrer Albert D u i l l, Waldhausen.
Oberwesterwaldkreis (Westerburg): Lehrer Bäppler, Fehl-Ritzhausen über Marienberg.
Kreis Wetzlar: Lehrer h o e r n i n g, Landjahrführer, Wetzlar, hindenburgring 16.
Die Veranstalter haben dafür zu sorgen, daß bei den Kämpfen sportärztliche Ueberwachung zur Stelle ist; sofern diese Frage nicht örtlich geregelt werden kann, ist sofort Meldung an den stellvertretenden Gausportärzteführer San.-Rat M ö h - ring, Kassel, Kronprinzenstraße, zu erstatten.
Vor den Luropa-Msterschasten im Voxen
Buntes Allerlei
Wie alt sind die Heiratsanzeigen?
Gegenangeboten im
Einige der besten deutschen Vertreter bei den vom 11. bis 15. April in Budapest stattfindenden Europameisterschaften im Boxen. Links: Spannagel, Wuppertal (Bantamgewicht).
In der Mitte: K ä st n e r, Erfurt (Federgewicht). — Im Kreis: Weinhold, Berlin (Fliegengewicht). — Rechts: Campe, Berlin (Weltergewicht).
Mancher heiratslustige, der die Mühe scheut, sich als Freier unter den Töchtern des Landes umzusehen, versucht heute sein Glück mit einer Heiratsanzeige. Wohl nur die wenigsten wissen, daß sie sich damit eines Verfahrens bedienen, das schon einige tausend Jahre alt ist. Gehen wir in der Geschichte zurück, so finden wir eigentlich die erste Heiratsanzeige in Aegypten, wo König Rhampsinit, wie herodot erzählt, durch öffentlichen Ausruf dem die Hand seiner Tochter verspricht, der den Dieb entdeckt, welcher sein Schatzhaus beraubt hat. Und nach dem Fernen Osten, ins chinesische Kaiserreich, führt uns die Heiratsanzeige, die in Carlo Gozzis, durch Schiller übersetztes Lustspiel der Kaiser Altoum ergehen läßt: „Daß jedem Prinzen königlichen Stammes / Vergönnt sein soll, um ihre (Turandots) Hand zu werben. / Doch dieses sollte die Bedingung sein / Im öffentlichen Diwan, vor dem Kaiser / Und seinen Räten allen, wollte sie / Drei Rätsel ihm vorlegen. Löste sie / Der Freier auf, so mög’ er ihre Hand / und mit derselben Kron' und Reich empfangen."
Aber schon vor Gozzi, dessen „dramatische Fabeln" 1761 zu erscheinen begannen, war die erste wirkliche Heiratsanzeige in der Zeitung aufgetaucht. Ihre Heimat ist, wie die so mancher Verkehrsmittel, z. B. der Briefmarke, England. In einem in London erscheinenden Anzeigenblatt, der Sammlung zur Verbesserung von Landwirtschaft und handel, ist sie in der Nummer vom 19. Juli 1695 zu finden und betrifft zwei ehelustige Männer. Dieses Verfahren erschien aber im Merry Old England anstößig. Der Herausgeber des Blattes, houghton, erklärte, es handle sich um ihm bekanntgegebene Wünsche, die er durch Heranziehung von
machung zu befriedigen strebe. Erst über 40 Jahre später, 1738, begegnen wir der ersten Heiratsanzeige in Deutschland: in einem Frankfurter Blatt sucht 1738 ein honettes Frauenzimmer zur „Ausmachung" einer Erbschaft einen guten Doktor oder Advokaten, dem sie ihre Hand reichen will, wenn er sich die Sache wohl angelegen sein läßt; es ist dies wohl die erste Einheiratsanzeige, freilich in etwas ungewöhnlicher Form. Weit später ist sie i n Oe st erreich zu finden: wenigstens kann Mataja als erste Probe eine Anzeige in der „Wiener Zeitung" vom Jahre 1793 mitteilen, in der ein Mann mit Aussicht auf ein gutes Gewerbe eine Gattin sucht, die wenigstens 1500 Gulden besitzt. Nach diesen spärlichen Anfängen haben sich die Heiratsanzeigen stark entwickelt; eine Heiratszeitung, „Allgemeiner Heiratstempel", wird schon im Anfang des 18. Jahrhunderts genannt, und mehrere Jahre vor dem Kriege fand ein Forscher auf diesem Gebiete in einer Woche in 12 deutschsprachigen Tageblättern 1302 Heiratsanzeigen, 111 Angebote von Vermittlern, 727 von Männern, 457 von Frauen — welche Fülle unfreiwilligen Humors, welche Quelle des Genusses für unbeteiligte Leser begann da zu fließen!
Oer Sängerkrieg vor dem Mikrophon.
Nicht darum handelte es sich, Kehlkopfartisten und werdende Künstler aus dem Volk zu finden.
als im August vorigen Jahres auf der großen deutschen Funkausstellung der Wettbewerb für die schönste deutsche Stimme für Schallplattenäufnahmen ausgeschrieben wurde. Wer auf der Bühne oder im Konzertsaal auftritt, kann ja singen oder soll es wenigstens können. Man wollte schöne Stimmen, Naturstimmen aus dem Volke suchen, die sich zur er durch Heranziehung von,Wiedergabe des deutsck)en Volksliedes am Wege öffentlicher Bekannt-1 besten eignen. Das war also auch kein Wettbewerb
für jene jungen und älteren Leute, die sich auf Ihr? Stimme etwas einbilden, und Heldentenören oder Koloratursängerinnen einiges abgeluchst haben. Nein, die reine, natürliche ungebildete aber auch unverbildete Stimme wurde gesucht. Nicht weniger als 32000 Bewerber glaubten mess Stimme zu haben. Als es aber ans Prüfen ging, da waren es nur 750, die sich dazu bereit erklärten. 75 v. h. der Bewerber waren Damen aller Jahrgänge zwischen 16 und 60. Unter den vielen Bewerbern befanden sich auch abgesungene Künstler von einstmals und Größen der Sangeskunst, die sich verkannt glaubten. Alle diese Leute wurden ausgeschaltet, und es blieben nur noch 420 Anwärter übrig. Bei der Stimmprüfung wurden wieder die Stimmen ausgeschaltet, die sich nicht zur Aufnahme auf der Schallplatte eignen, benn es müssen wieder, besondere Stimmen sein, die auf der Schallplatte gut herauskommen. Und so waren es nur 270 Leute, von deren Stimmen Probeaufnahmen gemacht werden konnten. In mühevoller Arbeit wurden von dem Preisrichterkollegium d i e e l f b e ft e n Stimmen ausgewählt, und von diesen elf konnten drei als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen. Professor C l e w i n g , der Leiter des Prüfungsausschusses erzählte bei der Vorführung der drei Sieger manche amüsanten Dinge, die sich bei der Auswahl der besten Stimmen ereigneten. Pressevertreter hatten auch Gelegenheit, einige Platten der Probeaufnahmen von sehr viel Wettbewerbern zu hören, die, wie es in dem alten Volkslied heißt, meinen, ihre Stimme müßte klingen wie die der Nachtigall und sich doch anhört wie Froschgequak. Aber es waren auch viel gute Stimmen darunter. Manche schöne Stimme wurde entdeckt und wird geeignete Förderung erfahren. Die beste Frauenstimme gehört einer jungen Näherin aus Neukölln, Marie S ch i e d e ck, die ohne gesangliche Vorbildung ist, keine Notenkenntnis hat und nur aus Lust am Gesang singt. Sie will auch Näherin bleiben. Die zweitbeste Frauenstimme gehört Frau Rosel Seegers aus Berlin, die schon eine gewisse künstlerische Ausbildung erfahren hat. Der Träger der besten Männerstimme ist Gerhard Nagel aus Neukölln. Er ist von Beruf Drogist, kann Klavier spielen und sich selbst begleiten und hat in sich immer die Hoffnung gehabt, einmal den Weg zu finden, künstlerisch ausgebildet zu werden.
Bücheriisch.
— Gaupp-Stein-Jonasr Kommentar zur Zivilprozeßordnrtng, 15. neubearbeitete Auflage, Lieferung 4. Subskr.-Pr. in der 1. Subskr. 7 Mk. (bis 31. 12. 1933), Subskr.-Pr. in der 2. Subskr. 7,75 Mk. — (15) — Von dem hier schon mehrfach angezeigten, im Neuerscheinen begriffenen Werk ist nunmehr die vierte Lieferung erschienen, die die §§ 361 bis 510 der ZPO. (Beweisaufnahme und Verfahren vor den Amtsgerichten) sowie anhangsweise das Schiedsurteilsverfahren nach der Entlastungsordnung umfaßt. Von besonderem Interesse sind die Erläuterungen zu der nach österreichischem Vorbilde durch die Novelle vom November 1933 in unser deutsches Recht eingeführten Parteivernehmung, die an die Stelle des gestabten Parteieides getreten ist. Mit der vorliegenden Lieferung ist nunmehr der erste Band des wertes abgeschlossen.
— Dora v. Beseler: Der Kaiser. Leipzig, K. F. Koehler, Verlag, Steif kartoniert 90 Pf. — (11) — Das Buch will eine Ehrenschuld einlösen: nämlich nachweisen, daß alles, was der Kaiser tat, aus bestem Willen heraus der Weltgeltung und dem Wohlergehen des deutschen Volkes in feiner Gesamtheit dienen sollte. Die knappe Darstellung hebt sachlich und klar das Wesentliche hervor.
— 1914 bis 1918 a u f der Schulbank. Von Erna Lange. Ganzleinen 2,20 Mk. Verlag Scherl, Berlin SW 68. — (339) — Die Aufregungen des Weltkrieges spürten auch die Kinder, die im August 1914 auf der Schulbank saßen. Begeisterung erfüllte die Herzen — alle möchten am liebsten mit an die Front, um helfen zu können, das Vaterland zu verteidigen. Aber auch in der Heimat ist ihnen viel Arbeit geblieben. Strümpfe werden gestrickt, für die ostpreußischen Flüchtlinge wird gesammelt, Liebesgaben ins Feld gesck)ickt. Und wenn die Siegesnachrichten kommen, ist die Freude doppelt, denn dann gibt es schulfrei. Diese Kinder lernen Sorgen und Schmerzen kennen, die sonst erst an reifere Menschen herantreten. Aber der Lebensmut ist auch dieser Jugend nicht zu nehmen, das Schwerste über- steht sie, da Vaterlandsliebe und Opferwilligkeit die jungen Herzen stark macht.
— Orpheus der Zwote: Das sind Sachen! Neue freche Verse. Broschiert 2,20 Mark, Leinen 3,50 Mark. Brunnen-Verlag (Willi Bischoff), Berlin SW 68. — (401).
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