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Aus dem Lager des Radsports
des
MWastsbelebung vom Bauern her
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Stück 30 Pfg
3Stück 85Pfg
tsprfaiMluiocit ver Redaktion.
11.30 bie 12.30 Uhr 16 bie 17 Uhr Samstag aorhmitlaa geschlossen
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Der Beauftragte des Reichssportführers für den Gau XII, Meister- Kassel, übermittelt uns fol-
19. August: 4. Bezirkswanderfahrt nach dem Laubacher Wald.
26. August: Bergrennen in Wetzlar (Ausrichter: Radfahrverein 1887 Wetzlar).
2. September: Bahnrennen in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
Das deutsche Bauerntum wird nach zuverlässigen Schätzungen im Wirtschaftsjahr 1933/34 12 v. H. oder etwa 750 Millionen RM. mehr einnehmen als im Vorjahre. Dieses ist der schlagendste Beweis für die Berechtigung der nationalsozialistischen Agrarpolitik. Ein Jahr nationalsozialistischer Bauernführung hat genügt, um den dauernden Rückgang der landwrtschaftlichen Einnahmen aufzuhalten und die Entwicklung wieder aufwärts zu führen. Die Mehrausgaben des deutschen Bauern stellen innerhalb der gesamten Wirtschaftsbelebung einen recht bedeutenden Faktor dar.
Die wirtschaftliche Gesundung wird sich vom Bauerntum auf die ganze Volkswirtschaft übertragen. Die gestiegene Kaufkraft des
Kirchenrat Benemann t-
EPH. In Worms starb der Senior der hessischen evangelischen Pfarrer, Krr- chenrat Paul B e n e m a n n, im Alter von 92 Jahren Er war am 28. Juli 1842 in Halle geboren, und hat ein reichbewegtes Leben gehabt. Seine Neigungen und Anlagen bestimmten ihn zunächst zum Beruf des Bildhauers und Künstlers. Auch spater hieß er „der Künstler im Talar" und ist praktisch mit anerkannten Plastiken hervorgetreten. Wahrend seiner Haller Studienzeit erlebte er eine Bekehrung, die ihn veranlaßte, Theologe zu werden. Er war in der evangelischen Diaspora in Italien und England und den freien Waldenser Gemeinden tätig. Er trat dann später in den Dienst der Inneren Mission und schließlich des Landeskirchenpfarramtes. Seit 1891 wirkte er in der Magnusgemeinde in Worms, 1922 trat er 80jährig in den Ruhestand, nachdem der noch immer rüstige Greis während des Krieges gar manchem daheim und draußen Kraft gegeben hatte. Er war eine seltene Persönlichkeit, die unvergessen bleiben wird.
Das Sportprogramm 1934 der Radfahrer
Bezirks Gießen. Gau XII. Nordhessen, im DRV.
gende Ausführungen:
„Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hat mich mit der Oberleitung bei der Suche des unbekannten Sportlers im Gau Hessen beauftragt. Ich rufe hiermit alle auf, ~ 1 ~ treiben oder sich turnerisch
Olympiavorbereitung.
Auf -er Suche nach -em unbekannten Sportler
die Turnen und Sport
und sportlich betätigen wollen, ihr Können unter
Achtung! Achtung' . . .
Die Arbeilsfchlacht schafft weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Unfällen werden!
Volksgenossen, die ihr in den Betrieben arbeitet, die ihr Tag für Tag an den Maschinen stehl und durch schwere Arbeit euer Brot verdient, hütet euch vor Unfällen. Beschäftigt euch mit den Unfallver- hütungsvorschriften. prägt sie euch ein und befolgt sie, dann wird euch fo leicht kein Unfall zustohen. Ihr kennt nicht alle Gefahren, die euch in Haus und Beruf, in Werkstatt und Betrieb bedrohen, darum lernt sie aus den Vorschriften kennen, die zu eurem wohl erlassen sind. Vicht ihr allein leidet unter dem Unfall und seinen Folgen, er trifft auch eure Familie und letzten Endes unsere ganze Volksgemeinschaft.
Handball im (Sau XII der OT.
TV. Garbentelch I — OSE. Gießen I 8:6 (5:3).
Am 2. Osterfeiertag lieferten sich obige Mannschaften in einem Freundschaftsspiel einen spannenden und schönen Kampf. Die Gäste, die hier zum erstenmal auftraten, stellten den Turnern eine in allen Teilen gut besetzte Mannschaft entgegen. Der Tormann sei besonders erwähnt. Die Turner konnten ihren Formanstleg erneut unter Beweis stellen. Besonders in der 2. Halbzeit waren die, ihrer Größe nach stark im Vorteil liegenden Gäste, dem raschen Tempo der Gastgeber nicht mehr ganz gewachsen. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. OSE. Gießen hinterließ den denkbar besten Eindruck. Beiden Mannschaften gebührt Lob für ihre faire Spielweise. Schiri Zörb (Großen-Linden) leitete einwandfrei.
■■^PFEILRING LANOLIN-SEIFE
bewährt’ durch viele lange )ahre-bekannt als grundsolide Ware
Das Bauerntum tritt infolge der erhöhten Kaufkraft und der steuerlichen Entlastung wieder in stärkerem Umfange als Käufer auf.
So hat sich trotz der gesunkenen Düngerpreise durch den erhöhten Verbrauch eine Mehrausgabe für Handelsdünger von 50 Millionen Mark ergeben. Der Absatz der Landmaschinenindustrie ist um 20 Millionen Mark gestiegen. Gleichzeitig sind etwa 40 Millionen Mark staatliche Zuschüsse für land- wirtschaftliche Jnstandsetzungsarbeiten ausgegeben worden Durch die Mehrbeschäftigung hat sich eine Belastung des Lohn- und Sozialversicherungskontos um 75 Millionen Mark ergeben. Diese ist aller- dings durch die von der Regierung gewährten Mit- tel für die zusätzliche Einstellung von Landhelfern um 35 Millionen Mark verringert worden. Leider sind für die dritte Gruppe der bäuerlichen Ausgaben, die Verbrauchsausgaben, einwandfreie statistische Feststellungen nicht zu machen. Doch zeigt die Steigerung der Einzelhandelsumsätze gerade in den ländlichen Bezirken, daß die Mehreinnahmen des Bauern auch hier wirtschaftsfördernd wirken.
3m Ganzen ergibt sich, daß die Ausgaben- feite der Landwirtschaft um mindestens 240 Millionen Reichsmark entlastet worden ist, während die Einnahmen der Landwirtschaft um rund 790 Millionen Reichsmark höher sind als int Vorjahr.
Ein ganz erheblicher Teil der Mehreinnahmen dürfte zur Abdeckung von Schulden aller Art, ins- ! besondere auch von Steuerrückständen, verwandt werden. Hierdurch erfährt die Wirtschaft eine Förderung, die zwar nur indirekt in der Stärkung der Kaufkraft der Gläubiger zum Ausdruck kommt.
Von allergrößter Bedeutung für die Volkswirtschaft ist die Auswirkung der agrarpolitischen Maßnahmen auf dem landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt, wo bisher auch die sichtbarsten Erfolge aufzuweisen sind. Im Verhältnis zu den an- j deren Berufsständen steht die Abnahme der Erwerbslosen auf dem landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt an erster Stelle. Die wirtschaftlichen Entwicklungen des letzten Jahres zeigen, daß durch die Schaffung eines wirtschaftsfesten Bauerntums die stärkste Antriebskraft zur Wiederbelebung des Binnenmarktes gebildet worden ist.
den reinen Grundsätzen unserer Weltanschauung erlaubt.
Die jetzigen Außenhandelsbeziehungen find also in ihren bisherigen Formen auf das pfleglichste zu behandeln, und eine überstürzte Aktivität in Neuerungen ist nicht am Platze.
Wir wollen den Güteraustausch mit den anderen Staaten nicht in der Art einer binnenwirtschaft- lichen Verflechtung, sondern in bewußter Regelung und in Unterwerfung unter die allgemeinen Gesetze und Notwendigkeiten der gesamten deutschen Politik. Deutschland braucht die Welt, und die Welt baucht Deutschland. Unsere gegenwärtige handelspolitische und devisentechnische Lage ist schwierig, die Welt kann daraus ersehen, was die Wiedereinschaltung des mächtigen deutschen Konsumenten bedeuten wird. Wir melden bei allen Völkern der Erde einen steigenden Bedarf nach Gütern an, die wir gegen unsere Erzeugnisse austauschen wollen. Die Organisationsform des zwischenstaatlichen Tauschverkehrs wird neu fein. Vor allem müssen die staatlichen Kapitalströme, sobald sie wieder in stärkerem Umfange einsetzen, bewußt gelenkt und in das Bett der Güterströme geleitet werden.
Eines sieht für uns alle fest: Soll sich deutsche Ware wieder die Auslandmärkte erobern, dann kann es nur deutsche Qualitätsware fein.
Ihre besten und produktivsten Kräfte haben die Gewerbe aus der Mitarbeit des bescheidensten Bundes- genossen im Kampf um die Auslandmärkte, aus den Händen und dem Geist des deutschen Qualitätsarbeiters.
Die Ausführungen des Reichsführers Dr. Lu er dürften als Auftakt gelten zu seiner Rede anläßlich der am 12. April in Bremen stattfindenden Versammlung sämtlicher deutschen Außenhandelsstellen, auf der Dr. L u e r über das aktuelle Thema der Aufgabenverteilung zwischen dem deutschen Ausfuhrhandel und der deutschen Ausfuhrindustrie spre- chen wird.
fungskämpfe im Schwimmen, Turnen und in der Schwerathletik. Von jetzt an werden in allen Gauen des Deutschen Reiches einheitlich an bestimmten Sonntagen
Olympiaprüfungskämpfe
durchgeführt.
Als erste dieser Veranstaltungen geht am Sonntag, den 15. April, der „Tag der Langst reck» l e r" vor sich. An diesem Tag soll ein 10-Kilometer- Lauf, ein 25-Kilometer-Gehen und eine 100-Kilo- meter-Straßenradfernfahrt zur Durchführung kommen.
An weiteren Veranstaltungen werden folgen: Am 29. April „Tag des Kraftsports" für dis Prüfungen im Gewichtheben. Am 20. Mai „T a g der Mittelstreckler". An diesem Tage sollen auch technische Sports wie Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen und Speerwerfen zur Durchführung kommen. Am 27. Mai folgt der „Tag des Rad- s p o r t s" für die Bahnrennen. Am 10. Juni kommt dann der „Tag der Kurzstre ckler", mit dem Hürdenlauf und dem Hochsprung verbunden. Der 10. und der 24. Juni sind für den Schwimmsport vorbehalten.
Die Organisation der Wettkämpfe.
Die technische Leitung der leichtathletischen Veranstaltungen des 15. April habe ich dem Gau- Leichtathletikfachwart Studienrat Emil I u n g - Henn-Kassel übertragen; ich erwarte, daß er und seine Mitarbeiter in ihren Maßnahmen von allen in Frage kommenden Stellen weitgehend unterstützt werden. Die Veranstaltung wird nach folgenden Richtlinien durch die Kreisleichtathletikwarte und den von diesen beauftragten Veranstaltern in den nächsten Tagen ausgeschrieben:
Die Kämpfe können sich an kleinen Orten in einfach st er Form abspielen. Das Laufen und Gehen wird am zweckmäßigsten auf der Straße unter genauer Einhaltung der Streckenlängen (Kilometersteine) mit Wendepunkt durchgeführt. Demnach wäre für einen 10-Kilometerlauf eine 5 Kilometer lange und für das 25-Kilometer-Gehen eine 12,5 Kilometer lange Strecke festzulegen. Machen größere Teilnehmerzahlen Startnummern notwen- dig, können solche aus Papier mit Bundstiftaufschrift hergestellt werden. Beim Fehlen von Stopp- uhren genügen gute Taschenuhren. Die Zeiten werden abgelesen. Unbedingt notwendig ist die S t r e ck e n k o n t r o l l e, um die Benutzung von Fahrzeugen zu verhindern. Verlässige Leute müssen an den Wendepunkten das Passieren sämtlicher I Teilnehmer feststellen. Kann der Veranstalter einöl
deutschen Bauern — die Entwicklung der mit dem Bauerntum eng verknüpften Industrien, besonders der Landmaschinen- und Dünge- mittellindustrie, zeigt das bereits ganz eindeutig — übt bereits einen belebenden Einfluß auf die Gesamtwirtschaft aus.
Wie wird nun der deutsche Markt durch die Mehreinnahmen des Bauerntums beeinflußt? Wo wird der steigende Erlös des Bauern hingeleitet? Die Ausgaben des bäuerlichen Betriebes kann man in drei Gruppen teilen: 1. Steuern, Sozialaus- qaben Zinsen, 2. Betriebsmittel, 3. Verbrauchsabgaben. Wie der neueste Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung feststellt war die nationalsozialistische Regierung mit Erfolg bemüht, die unter Steuern, Sozialausgaben und Zinsen fallenden Ausgaben herabzudrücken und den Bauern von der drückenden finanziellen Last zu befreien, die er im letzten Jahrzehnt zu tragen hatte Dies ist teils durch die Senkung des Umsatzsteuersatzes um fast 50 v. H. auf ein Prozent und der Grundsteuer erreicht worden. Dadurch werden die Ausgaben der Landwirtschaft bis zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres um 40 Millionen Mark bzw- 75 Millionen Mark, insgesamt also um rund 115 M » nen Mark verringert. Die Einführung der Steuer- autscheine und vor allem die Senkung der preufei- schen Schlachtsteuer, die den Bauern um 7 Millionen entlastet, bringen der deutschen Landwirtschaft weiter wesentliche Erleichterungen Die Minderung der Soziallasten durch den Fortfall .^r Arbeitslosenversicherung schafft eine Ersparnis von etwa 38 Millionen Mark, und die Ermäßigung der Zinsen durch das Gesetz vom 1. Januar 1933 fen Me Lasten der Landwirtschaft um etwa 150 Millionen Mark. -
Der deutsche Außenhandel an der Wende
Eine Rede des Reichsführers des Handels Dr. Lüer.
Beweis zu stellen.
Jeder hat nicht nur das Recht, sondern auch die pflicht, sofern er sich nur im geringsten etwas zutraut, diesem Rufe Folge zu leisten.
Wer will von vornherein sagen, wo die Talente schlummern, müssen es die großen Städte sein, die uns die befähigten Sportkämpser stellen? Können es nur diejenigen fein, die sich schon seit Jahren auf eine bestimmte Sportart vorbereitet haben?
Durchaus nicht; wir wollen die Suche nach dem unbefannen Sportsmann in unserem Gau hinaus- tragen bis in die kleinsten Orte, sie auf alle aus» dehnen, die als gute Kameraden zu uns kommen, auch wenn sie bis jetzt sich in feiner Weise in einem Turn- oder Sportverein betätigten ober ihre Pflicht seither ausschließlich in den Reihen der SA., SS. oder Hitler-Jugend erfüllten.
Es geht nicht um Verbands- oder Vereins- intereffen; es handelt sich um die sportliche Ehre der deutschen Farben, um das Ansehen des nationalsozialistischen Deutschland auf sportlichem Gebiet.
Dazu brauchen wir nicht lauter erste Sieger, sondern das ganze Volk, Jugend und Männer, die durchglüht sind von der Liebe zur deutschen Heimat, und die sich mit eiserner Energie auf die große Aufgabe vorbereiten wollen, im Jahre 1936 vor den Augen der ganzen Welt als würdige Vertreter unserer Ration in 'die Bahn zu treten.
Daher auf, Ihr Kameraden, der Führer will es, daß unter dem von ihm eingesetzten Reichssport, führer ein einziges Sportdeutschland ersteht. Stoßt aus allen Lagern nunmehr zu uns, wir werden Euch alle herzlichst willkommen heißen zur Gemein- schaftsarbeit für die Olympiade 1936.
Ihr braucht keine Vereins- oder verbandsmäßigen Bindungen einzugehen und übernehmt keinerlei geldliche Verpflichtungen, im Gegenteil, wer beweist, daß er etwas kann und daneben ein ordentlicher Kerl ist, dem wollen wir als Berater und tätiger Freund helfend zur Seite stehen.
Die Vorbereitungsarbeit hat in unserem Gau vor einigen Wochen bereits begonnen durch Einrichtung der örtlichen Trainingsgemeinschas- ten der Leichtathleten und Gaupru-
15. April: Querfeldeinrennen, 2 mal 8 Kilometer, in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
22. April: 20-Kilometer-Dereinsrennen.
6. Mai: Eröffnungs-Bahnrennen in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen). „Erster Schritt, 30 Kilometer, in den Städten Gießen, Alsfeld, Limburg.
10. Mai: 1. Bezirkswanderfahrt nach Aßlar, Hohe Warte.
13. Mai: 50-Kilometer-Vereinsrennen.
27. Mai: 50-Kilometer-Bezirksrennen in Göbelnrod b. Grünberg (Ausrichter: Radfahrverein Göbelnrod).
3. Juni: 100-Kilometer-Vereinsrennen. Bahnrennen in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
10. Juni: 100-Kilometer-Bezirksrennen in Friedberg (Ausrichter: Radtourenklub und „Frisch Auf Friedberg i. H ).
17. Juni: 2. Bezirkswanderfahrt nach Münzenberg in der Wetterau.
1. Juli: Vierer-Bezirksmannschaftsfahren, 100 Kilometer, in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
8. Juli: 150-Kilometer-Bezirks-Meifterschaftsrennen in Nieder-Girmes (Ausrichter: Radfahrverein Wetzlar-Nieder-Girmes).
14. Juli: Bezirks-Saalmeisterschaften in Gießen auf der Karlsruhe (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
15. Juli: „Großer Straßenpreis von Gießen", 180 Kilometer, vereinsoffenes Rennen. (Veranstalter: Radfahrverein 1885 Gießen.) — Bahnrennen in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
22. Juli: „Rund um Cransberg", 100 Kilometer, vereinsoffenes Rennen. (Veranstalter: R.-Vg. 1924 Cransberg i. Ts.)
29. Juli: 3. Bezirkswanderfahrt nach Weilburg.
5. August: Bahnrennen in Gießen (Ausrichter: Radfahrverein 1885 Gießen).
Tujpo. 86/09 Kassel — Tv. Wetzlar 8:6 (2:5).
Im ersten Spiel um die Gaumeisterschast des Gaues Nordhessen trafen sich beide Mannschaften am vergangenen Sonntag in Kassel. Das Spiel selbst brachte trotz des Kasseler Sieges eine Enttäuschung, und zwar von feiten der Mannschaft des Gastgebers. Es war ein harter Kampf und wurde von beiden Seiten erbittert durchgeführt. Wetzlar überraschte in der ersten Halbzeit durch sehr schnelles und gutes Spiel und führte bis dahin klar mit 5:2. Nach dem Wechsel nahm der Kampf an Härte zu und nur durch einige Strafwürfe, die den Gästen infolge regelwidrigen Spieles, aufdiktiert wurden, verlor die Mannschaft zum Schluß knapp. Wetzlar stellte in jeder Hinsicht die bessere Mannschaft und hat bestimmt eine reelle Chance, das am kommenden Sonntag in Wetzlar stattfindende Rückspiel für sich zu entscyeiden.
Der Deutsche Radfahrer-Verband K auch in diesem Jahre den „Ersten Schritt"
,i, die große Straßenprüfuna jugendlicher Rennfahrer, die sich bisher noch nicht an einem öffentlichen Wettbewerb beteiligt haben. Eine zweite Suche nach dem „UnbeEannnten Sportsmann" nimmt der DRV. jetzt vor, indem er am 15. April in jedem seiner 16 Gaue ein 100-Kilometer- Straßenrennen durchführt, an dem sich alle über 18 Jahre alten Radfahrer beteiligen können, die bisher noch keinen öffentlichen Wettbewerb bestritten haben.
Richt jeder der „Unbekannten Straßenfahrer" wird im Besitz einer Rennmaschine sein, und daher werden in jedem Gau zwei Sonderwettbewerbe durchgeführt, einer für Fahrer auf gewöhnlichen Tourenmaschinen und ein zweiter für solche, die im Besitze von Rennrädern sind.
Die drei Ersten dieser 32 100-Kilometer-Straßen- rennen erhalten Erinnerungsmedaillen, die der Reichssportführer zur Verfügung stellt. Außerdem finden sie durch den DRV. kostenlose Aufnahme in der Gruppe der Kampfsportler. Es ist damit zu rechnen, daß am 15. April in verschiedenen Gauen neue Rennfahrer-Talente entdeckt werden.
Die Durchführung des 100-Kilometer-Straßen- rennens für den „Unbekannten Straßenfahrer" in dem Bezirk Gießen des Gaues XII, Nordhessen, findet ebenfalls am 15. April in Gießen statt. Der Bezirkssvortwart Herr Deibel (Gießen) hat die Durchführung übernommen. Der Start ist an der „Karlsruhe". Gefahren wird die Strecke: Gießen, Daubringen, Mainzlar, Londorf, Grünberg, Reis- kirchen, Gießen. Diese Strecke muß zweimal gefahren werden. Ein Startgeld ober Nenngeld wird nicht erhoben, die Teilnahme ist völlig kostenlos und ist offen für jeden deutschen Staatsbürger.
DNB. F r a n k s u r t a. M., 5. April. Anläßlich der Neugründung der Außenhandels- stelle für das Rhein-Main-Gebiet machte der Reichsführer des Handels und Treuhänder der Arbeit, Dr. L ü e r, grundsätzliche Ausführungen über den künftigen deutschen Außenhandel. Wenn von der Notwendigkeit des deutschen Außenhandels. gesprochen werde, so sagte er, so bedeutet dies nicht eine Schwenkung der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik. Deutschlands Wirtschaft steht am Ausgang der gewaltigsten Wirtschaftskrise der Welt. Die Welt des Liberalismus versteht sich nicht mehr und kann sich auch nicht verstehen, denn
jedes Volk denkt in feinen, ihm allein eigentümlichen Gedankengängen, und es gebietet die Ritterlichkeit der Rationen untereinander, diese
Tatsache zu respektieren.
Die Verfasser des Versailler Diktats verkannten die absolute Unmöglichkeit, die gewaltigen geforderten und teilweise auch bezahlten Milliardenbeträge von Land zu Land zu transferieren. Es ist weder möglich, solche Summen in Geldkapitalien aufzubringen, ohne die eigene Währung damit zu ruinieren, noch dem zum Gläubigerland gerichteten Geld- und Kapitalstrom den Güterstrom folgen zu lassen, wie es einzig nötig und richtig ist. Diese Tatsachen sehen wir an der Entwicklung der deutschen Handels- und Zahlungsbilanz nach dem Kriege durchaus bestätigt. Die Welt sollte aber auch wissen, und Deutschland ruft es ihr zu, daß es nunmehr höchste Zeit ist, die ©runbübel der jetzigen Situation aus dem Leben der Völker au5ju = merzen.
Wir müssen zunächst die schuldnerischen Beziehungen, die uns gegenwärtig noch mit den übrigen Völkern verknüpfen, entwirren. Der Zinsen- und Tilgungsdienst dieser Verschuldung erzwingt von uns eine entsprechende Ausfuhr, und wir müssen versuchen, dies auf der Basis der alten Beziehungen und Handelsgrundsätze solange durchzuführen, bis uns die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung einen Neuaufbau nach


