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ihnen bei lebendigem Leibe die Schenkel aus, eine Gefühlslosigkeit und Roheit sondergleichen. Nach der Tätigkeit solcher Froschjäger liegen oft Hunderte von verstümmelten Froschleibern verschmachtet um­her. Die Ausübung oes häßlichen Geschäfts ist be­sonders auf das jugendliche Gemüt von recht ver­rohendem Einfluß. Man beachte auch beim Frosch­fang das alte Sprichwort:Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz!"

Schützt den Regenwurm!

Die Regenwürmer leben in den selbstgebohrten Gängen der Ackererde. Sie verzehren abgestor­bene, in Fäulnis übergehende pflanzliche und tie­rische Stoffe, ja, selbst ihre toten eigenen Art­genossen. Ihre Nahrung ziehen sie mit ihren Lip­pen oder durch Saugen mittels des Rundkopfes in die Gänge, überziehen sie mit schleimigem Speichel und bereiten so deren Verwesung vor. Die Regenwürmer schaden also nicht nur nicht

Stärkt die Notleidenden

im Glauben an ihr Volk!

Werdet Mitglieder

der NS.-Volkeiwohlfahrt!

** Von der Landesuniversität. Wie das Personalamt der Hessischen Staatsregierung be­kanntgibt, wurde auf Grund der zur Durchführung des § 15 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 erlassenen zweiten Durchführungsverordnung vom 4. Mai 1933 gemäß § 6 des vorgenannten Gesetzes das Dienst­verhältnis des Dr. Wilhelm Pfaff als Inhaber des Lehrstuhls für Betriebslehre und als Leiter des Univerfitätsverfuchsguies zum 1. Juli 1934 unter gleichzeitigem Einzug des Lehrauftrages mit sofortiger Wirkung gekündigt. Ernannt wurden der Finanzpraktikant Hans Knußmann aus Mainz zum Verwaltungsobersekretär bei der Kasse der Landesunversität Gießen mit Wirkung vom 1. März 1934 an, der Hilfsamtsgehilfe an der Landesuniversität Gießen Friedrich Bachmann zum Amtsgehilfen an der Realschule in Bad Wimpfen mit Wirkung vom 16. April ab.

* Evangelisch-kirchliche Persona­lien. Uebertragen wurde dem Pfarrer Wilhelm Roos zu Viernheim die evangelische Pfarrstelle zu Geiß-Nidda (Dekanat Nidda), dem Pfarrverwal­ter Hermann H a a ß zu Wald-Michelbach die Lan- desjugendpfarrstelle der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen. In den Ruhestand versetzt wurde auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste Pfarrer Adam Keil zu Spachbrücken mit Wirkung von 1. Juli 1934. Aus dem Dienste der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen entlassen wurde auf sein Nachsuchen Pfarrer Adolf R i ch t m a n n zu Alsheim.

** Schulpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurden auf ihr Nachsuchen unter Aner- kennung der dem Staate geleisteten Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns die Lehrer an der Volksschule zu Lich, Karl Sauer und Karl Stein, beide mit Wirkung vom 1. April 1934 an.

** D i e Gießener Konfirmanden. Die diesjährigen Konfirmanden der evangelischen Ge­meinde Gießen betragen insgesamt 501; sie ver­teilen sich wie folgt: Matthäusgemeinde 108 (57 Knaben, 51 Mädchen); Markusge- meinde 116 (73 Knaben, 43 Mädchen); Lukas- gemeinde 107 (52 Knaben, 55 Mädchen); I o - yannesgemeinde 65 (35 Knaben, 30 Mäd- chen); Luthergemeinde 58 (24 Knaben, 34 Mädchen): Petrusgemeinde 47 (20 Knaben, 27 Mädchen).

dem Pflanzenwuchs, sondern fördern ihn und hel­fen indirekt zur Urbarmachung des Bodens. Dem­zufolge nehmen sie eine hervorragende Stellung in der Natur ein, und mehr als irgendein anderes Tier bewirken sie die natürliche Bearbeitung der oberen Erdschicht. Die Erde führen die Würmer durch ihren Darmkanal, absorbieren die in ihr be­findlichen organischen Bestandteile und legen sie in Form der bekannten körnigen Exkremente an die Oberfläche wieder ab, wohin sie sich nament­lich nur nachts begeben. An Stellen, die wegen Trockenheit von den Regenwürmern verlassen wer­den, ändert sich die Beschaffenheit der oberen Erdschicht und nimmt einen torfartigen Charak­ter an.

Die Regenwürmer schaffen die Erde tieferer Schichten an die Oberfläche. Sie setzen so immer neue Mengen Erde der Einwirkung, dem Luft­einfluß und der Humusbildung aus, die die not­wendige Zersetzung und somit teilweise die Eigen­düngung sicherstellt. Sie zerkleinern immer wieder die Erde durch den chemischen Einfluß ihrer Kör­persäfte und durch die mechanische Zerreibung im Muskelmagen und Darmkanal. Blätter und an­dere organische Stoffe werden auf diese Weise in den Boden gebracht und so einer raschen Ver­wesung zugeführt. Die Wurmröhren durchlüften den Boden, erleichtern das Hinabdringen der Wur­zeln und das Tiefergehen der Feuchtigkeit. Weil diese Röhren immer wieder Zusammenstürzen und neue Gänge gegraben werden müssen, besorgen die Würmer auch eine anständige Auflockerung des Bodens. Viele Samenkörner kommen nur durch den Umstand zum Keimen, daß sie von den Exkrementen der Würmer bedeckt werden.

Treten die Regenwürmer im Verhältnis zur Bodenfläche in zu großen Mengen auf, so können sie allerdings auch schädlich wirken. Die vorhan­dene Nahrung reicht dann nicht aus, und sie ziehen junge Pflänzchen als Nahrung in ihre Röhren. Vollkommen ungerecht aber ist die Mei­nung, daß Würmer die Pflanzenwurzeln benagen. Der Schutz des Regenwurms ist also für jeden Menschen eine Pflicht. Neben dem Maulwurf ist der Regenwurm einer der treuesten und bewähr­testen Helfer des Landwirts.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag: Stadt­theater: 20 bis 22.30 Uhr,Der Evangelimann". Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen, Gruppe Referendare und Assessoren: 14.30 Uhr, Restaurant Andres, Versammlung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Mit dir durch dick und dünn". Astoria-Lichspiele, Seltersweg:Frisko- Expreß führerlos!" VHC. Gießen: 20.30 Uhr, Monats-Versammlung.

Aus dem Stadttheaterbüro. Mor- oen, Samstag abend, Deutsche Bühne, Reihe 2, und freier Verkauf das vaterländische Schauspiel ,Kalte" von Hermann Burte. (Siehe heutige Anzeige.)

**SperrungderKirckstraßewährend der Frühjahrsmesse. Von der Polizeidirek­tion Gießen wird uns mitgeteilt: Während der Dauer der Frühjahrsmesse vom 8. bis 15. April auf Oswaldsgarten wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich ge­sperrt.

**EineKraftpo st-Gesellschaftsfahrt findet am kommenden Sonntag von Gießen über

Königsberg, Hohensolms, Greifenstein, Braunfels und Wetzlar nach hier zurück statt. (Siehe heutige Anzeige.)

** Preußisch-Süddeutsche Staats- Lotterie. Die Gießener Staatlichen Lotterie- Einnehmer machen im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß die Ziehung der 1. Klasse der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie am 20. April beginnt. Den seitherigen Spielern werden die Lose noch einige Tage aufbewahrt.

Sichert den Ausbau der deutschen Wirtschaft durch Arbeitsaufnahme in der Landwirtschaft.

Die deutsche Landwirtschaft hat dringenden Be­darf an landwirtschaftlichen Arbeitern aller Art, insbesondere an Saison- und Wan­derarbeitern. Deutschland muß aus nationalwirt­schaftlichen Gründen alles daran setzen, das für Deutschland vorgesehene Zuckerrübenkontin, g e n t auszunutzen, und den hierfür nötigen A r - beiterbedarf im Inland selbst zu decken. Der Herr Präsident der Reichsanstalt für Arbeits­vermittlung und Arbeitslosenversicherung hat des­halb die Vorsitzenden der Arbeitsämter persönlich dafür verantwortlich gemacht, daß bei Not - t a n d sa r b e i t e n keine Arbeitskräfte verwendet werden, die in die Landwirtschaft vermittelt werden können. Bei dem dringenden Bedarf an jugendlichen Kräften muß es Pflicht edes jungen Deutschen sein, daß er die Arbeitslosigkeit nicht im Abwarten auf irgendwelche bequemen und besonders günstige Stellungen ta­

tenlos verbringt, sondern daß er von sich aus da zupackt, wo es nötig ist, d. h. in der Landwirtschaft. Insbesondere werden die Jugendlichen, die in der L a n d h i l f e sich land­wirtschaftliche Kenntnisse erworben haben, dringend ersucht, freie landwirtschaftliche Arbeitsstellen an­zunehmen. Auch die A r b e i t s di e n st w i l l i - gen sollten sich der nationalen Pflicht nicht entzie­hen und sich für die Tätigkeiten in der Land­wirtschaft zur Verfügung stellen. Nach einer Verfügung des Herrn Reichsarbeitsministers dürfen bis auf weiteres landwirtschaftliche Arbeitskräfte nicht mehr in den Arbeitsdienst eingestellt werden. Auch aus dieser Anordnung geht hervor, wie dringend die Befriedigung des land­wirtschaftlichen Kräftebedarfs ist.

Arbeitsamt Gehen

Der Vorsitzende: gez. Dr. List.

Neugliederung der

In einer Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Gießen der NS.-Hago, die gestern abend im Saale des Caf6 Leib unter der Leitung des Ortsgruppen­amtsleiters Franz S o l d a n stattfand, wurde be­kanntgegeben, daß das große Anwachsen der Mit­gliederzahl der Ortsgruppe deren

Neugliederung in zwei Ortsgruppen erforderlich machte. Künftig wird die NS.-Hago- Organisation in Gießen aus den Ortsgruppen Gießen-Süd und Gießen-Nord bestehen. Jede Ortsgruppe ist in drei Zellen gegliedert. An der Spitze der Ortsgruppe steht der Orts­gruppenleiter, ihm zur Seite stehen die Zellenleiter und ein Geschäftsführer. Die neue Gliederung der NS.-Hago-Organifation in Gießen wurde wie folgt bestimmt:

NS.-hago Ortsgruppe Gießen-Süd (Ortsgruppen- leiter: Franz S o l d a n):

Geschäftsführer: Adolf Sauer.

Zelle 1 (Zellenleiter: Wilhelm Wilke, Seltersweg 67):

Seltersweg, Neuenweg, Kaplansgasse, Katharinen­gasse, Löwengasse, Teufelslustgärtchen, Wolkengasse, Maigasse, Plockstraße.

Zelle 2 (Zellenleiter: Martin Hof, Wilsonstraße 5):

Horst-Wessel-Wall (bis Bahnhofstraße), Hinden- burgwall (von Franks. Str. bis Bleichstraße), Alicen- straße, Bleichstraße, Riegelpfad, Aulweg, Schiffen- berger Weg, Sandkauterweg, Erdkauterweg, Liebig- straße, Wilsonstraße, Welckerstraße, Auf d-rWeißerde, Jheringstraße, Ebelstraße, Ludwigstraße (Ecke Leih- gesterner Weg bis Ecke Bleichstraße), obere Bahn­hofstraße (Liebigstraße bis Bahnhof), Frankfurter Straße, Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Klinikstraße, Am Steg, Schubertstraße, Am Zollstock, Händel- straße, Beethovenstraße, Gaffkystraße, Uhlandstraße, Freiligrathstraße, Wartweg, Friedrichstraße, Leih- gesterner Weg, Röntgenstraße, Rodhohl, Wetzlarer Weg, Hoffmannstraße, Crednerstraße. Hillebrand- straße, Mittelweg, Glaubrechtstraße, Buchnerstraße, Hollerweg, Buddestraße, An der Margarethenhütte, An den Bahnhöfen.

Zelle 3 (Zellenleiter: Heinrich Appel, Kaiserallee 49):

Hindenburgwall (Ecke Bleichstraße bis Garten­straße, Johannesstraße, An der Johanneskirche, Goethestraße, Bismarckstraße, Ludwigstraße (ab Ecke Bleichstraße bis Ludwigsplatz), Löberstraße, Ste- phanstraße, Henselstraße, Gnauthstraße, Lessing- straße, Bruchstraße, Gartenstraße, Bergstraße, Gutenbergstraße, Kaiserallee, Ludwigsplatz, Großer Steinweg, Roonstraße, Moltkestraße, Am Nahrungs­berg, Hessenstraße, Am Heegstrauch, Alter Stein­bacher Weg, Licher Straße, Anneröder Weg, Friedensstraße, Am Kugelberg, An der Kaserne,

Grünberger Straße, Alter Rödger Weg, Georg- Philipp-Gail-Straße, Karl-Vogt-Straße, Landmann­straße, Wolfstraße, Auf den Ei.chgärten, Lonystraße.

NS.-Hago Ortsgruppe Giehen-Nord (komm. Orts­gruppenleiter: Ludwig S kühler):

Zelle 1. (Zellenleiter: Justus Christ, Wetzstein­straße 8).

Bahnhofstraße (von Marktstraße bis Liebigstraße- Ecke), Neustadt, Rodheimer Straße, Bootshaus­straße, Zu den Mühlen, Wißmarer Weg, Krof- dorfer Weg, Krofdorfer Straße, Schützenstraße, Schlachthofstraße, Gleiberger Weg, Hinter den Schießgärten, An der Hardt, Hardthof, Tiefenweg, Kleine Mühlgasse, Mühlstraße. Horst-Wessel-Wall (Ecke Neustadt bis Ecke Bahnhofstraße), Schanzen­straße, Grabenstraße, Hinter der Westanlage, Gabelsbergerstraße, Hammstraße, Lahnstraße. Zelle 2. (Zellenleiter: Heinrich Steinhäuser, Neuen Bäue 17).

Kreuzplatz, Mäusburg, Marktstraße, Marktplatz, Wettergasse, Rittergasse, Kirchenplatz, Lindenplatz, Asterweg, In der Schwarzlach, Ederstraße, Weser­straße, Steinstraße (ab Oswaldsgarten bis Ecke Aster­weg), Wernerwall (ab Oswaldsgarten bis Asterweg), Weserstraße, Schillerstraße, Im Gartfeld, Damm- straße, Kirchstraße, Am Pfarrgarten, An der Bach, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Burggraben, Sand­gasse, In Löbershof.

Zelle 3. (Zellenleiter: Friedrich Zutt, Mar­burger Straße 56).

Neuen Bäue, Sonnenstraße, Wagengasse, Wei­dengasse, Diezstraße, Schulstraße, Schloßgasse, Marktlaubenstraße, Lindengasse, Brandgasse, Brand­platz, Kanzleiberg, Landgraf-Philipp-Platz, Land­grafenstraße, Senckenbergstraße, Walltorstraße, Marburger Straße, Wiesecker Weg, Bückingstraße, Steinstraße (von Marburger Straße bis Asterweg), Wernerwall (von Marburger Straße bis Asterweg), Schottstraße, Thomastraße, Cranachstraße, Dürer- straße, Am Wingert, Friedhofsallee.

Im weiteren Verlaufe der Versammlung verlas der stellv. NS.-Hago-Kreisleiter Friedrich H e y d zur Warnung an das kaufende Publikum eine Liste von Männern und Frauen, die beim Betreten jüdischer Geschäfte und Kaufhäuser gesehen worden sind. Die Bekanntgabe dieser Namen zeigte Personen aus allen Schichten der Bevölkerung. Die Versammlung brachte ihr Mißfallen gegen die genannten Personen zum Ausdruck. Die Leitung der NS.-Hago behält sich für die Folgezeit die weitere Namensnennung von Personen vor, die beim Betreten derartiger Geschäfte gesehen werden.

Im übrigen hielten Ortsgruppenleiter S o l d a n , stellv. NS.-Hago-Kreisleiter H e y d und Ortsgrup­penleiter S t ü h l e r Ansprachen, über die wir noch berichten werden.

Oberheffen.

Lanvkreis Gietzen.

X Wieseck , 4. April. Am Montag veranstal­tete der hiesige SA. - Sturm 51/116 im großen Saal von Gastwirt H. Braun einen wohlgelunge­nen Kameradschaftsabend, der einen äußerst starken Besuch aufwies. Sturmführer Höhn begrüßte in herzlicher, kerniger Weise die Gäste, unter denen u. a. als Vertreter der Standarte Standarten­adjutant M ü n k e r, Sturmbannführer H ö b e l - Gießen und der Fraktionsführer im Stadtrat, Pg. Assessor Hahn- Gießen, anwesend waren. Der Sturmführer wies auf die Notwendigkeit hin, neben der Dienstleistung innerhalb der SA. eine gutgepflegte Geselligkeit zu halten. In schlichter Art trug sodann der Sturmführer das GedichtDeut­sches Erwachen" vor. Der BDM. erfreute durch exakte Volkstänze, SA.-Kamerad Fr. Hilde­brand durch Mundartvorträge. Starken Beifall fand auch SA.-Kamerad Ernst Römer mit seinen Liedern, ebenso Einzelszenen und Einakter. Nach Ablauf des Programms sprach Sturmbannführer Höbe! seinen Dank für die gute aufbauende Ar­beit innerhalb des Sturmes aus. Ortsgruppenleiter K. Euler gab in kurzen Umrissen nochmals.ein Bild aus der gemeinsam verlebten Kampfzeit in dem so roten Wieseck und wies auf die Notwendig­keit hin, niemals den sieghaften revolutionären Geist zu verlieren. Noch lange blieben SA.-Kame- raden und Gäste bei deutschen Tänzen in froher Stimmung beisammen.

ck. Heuchelheim, 5. April. Dieser Tage ver­anstaltete die SAR. 8/116 in der Turnhalle e i n Konzert, das von dem Musikzug der. SAR.- Standarte 116 ausgeführt wurde. Vorher gab der Musikzug auf dem Platze vor dem Rathaus ein Platzkonzert. Beide Veranstaltungen fanden regstes Interesse und waren außerordentlich gut be­sucht. In der Turnhalle begrüßte Sturmführer

D a m a s k i die zahlreichen Zuhörer und wies auf die Verbundenheit zwischen der SA. und der Be­völkerung hin. Unter der Leitung des Musikzug­führers Herrmann bewies der Musikzug, daß er auch hohen Anforderungen gerecht werden kann. Besonders gefielen die Trompetensolis von Herrn Schwarzlose und die Darbietungen für Herolds­trompeten. Reicher Beifall dankte dem Musikzug für seine hervorragenden Leistungen. Zum Schlüsse des Konzerts brachte Sturmführer D a m a s k i ein dreifachesSieg-Heil!" auf den Führer und Volks­kanzler Adolf Hitler aus.

* Klein-Linden, 6. April. Gestern vor­mittag wurde die in den letzten Wochen neu her­gerichtete Kleinkinderschule wieder eröffnet. Der Vorsitzende, Pfarrer Bremmer, hieß den Vertreter der Gemeinde, Bürgermeister Fischer, die Eltern und Vorstandsmitglieder der Station herzlich willkommen und sprach der Gemeindever­tretung Dank aus für die Bereitstellung der Mittel, die die Instandsetzung erforderte. Er wies ferner auf die hohe Bedeutung hin, die vom neuen Staat einer christlichen Kindererziehuna entgegengebracht wird. Der Rechner und Geschäftsführer der Station, Lehrer Rau, gab einen Ueberblick über die finan­zielle Lage der Kinderschule, aus dem zu ersehen war, daß es mit Hilfe der freiwilligen Gaben und Unterstützungen von Körperschaften und Privaten möglich war, das Institut zu erhalten. Die Höhe dieser Zuwendungen belief sich im letzten Jahre auf etwa 1100 Mark. Von den durch die Wiederher­stellung entstandenen Kosten hat den weitaus größ­ten Anteil die Gemeinde übernommen, einen kleine­ren Teil tragen die Kinderschulkasse und die Evan- aelische Frauenhilfe. Die Weißbinderarbeiten, um solche handelt es sich in der Hauptsache, wurden von der Firma Otto W e h r u m ausgeführt. Gegen­wärtig wird die Kinderschule von etwa 60 Kindern besucht.

* Dorf-Gill, 4.April. Am Abend des ersten Ostertages versammelte sich fast die ganze Gemeinde auf der Osterwiese zu einer schlichten Frühlings­feier. Ein hoher Holzhaufen war aufgeschichtet, der gegen 20.30 Uhr entzündet wurde. Als die hel­len Flammen gegen den sternenübersäten Abend­himmel loderten, wies der Zelleiter und Bauern- führer G. Sames darauf hin, daß wir bewußt die schönen Sitten und Bräuche unserer Vorfahren wieder ans Licht heben wollten, denn lange genug hätten sie, vergessen und verkannt im Staube geruht Im Mittelpunkt der Feier stand eine Ansprache von SA.-Mann. stud. theol. Ernst Same s. Mrt packenden Worten versuchte er, seinen Zuhörern Sinn und Bedeutung dieses Osterfeuers klar zu machen. Seine Ausführungen standen unter den drei Gesichtspunkten: 1. Ostern, ein germanisches Frühlingsfest, 2. Ostern, ein christliches Fest, 3. Ostern, das Frühlingsfest, des deutschen Volkes. Umrahmt wurde die Ansprache von zwei Liedvor­trägen des GesangvereinsHeiterkeit", von Früh­lingsgedichten und einem Sprechchor des BDM. Nach demSieg-Heil!" auf den Führer wurden das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied ge­sungen. Diese einfache, aber echt deutsche Feier hat bei allen einen befriedigenden Eindruck hinterlassen.

Kreis Schotten.

Laubach, 5. April. Am dritten Osterfeiertag trafen sich, wie alljährlich, die Mitglieder der A u s - schußgesellschaft im Saale desSchutzen- Hofes" zur Hauptversammlung. Zunächst gab der vorjährige Hauptmann Friedrich Löwer nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Mit­glieder einen eingehenden Bericht über den guten Verlauf des Ausschußfestes 1933. Günstig schloß die vorgelegte Rechnung ab, die bei einer Ein­nahme von 1325,96 Mark und einer Ausgabe von 961,13 Mark einen Ueberschuß von 364,83 Mark zu verzeichnen hatte. Nach Aufnahme einiger neuer Mitglieder wurde die Vorstandswahl vorgenommen. Zum Hauptmann des diesjährigen Ausschußfestes wurde der Postschaffner Friedrich Hofmann ge­wählt. Weitere Mitglieder des Vorstandes (Haupt­führer) sind: 1. Friedrich Löwer; 2. Karl Jockel; 3. Karl Peter; 4. Georg Franz; 5. Georg TröHer jun.; 6. Bernhard Högel; 7. Emil Hohmann (Kriegersektion); 8. Karl Becker; 9. Wilhelm D e s ch ; 10. August Pa - litsch; 11. Heinrich Silß; 12. Heinrich Kopp; 13. Otto Pourree. Ersatzhauptführer: 1. Otto Braun, 2. Christoph Högel I.; 3. Dr. Roß­bach; 4. Otto Högy und 5. Karl Poth. Nach dem Wahlakt zogen die Ausschußmitglieder vor das Haus des alten und des neuen Hauptmanns, wobei von dem letzteren Ansprachen gehalten wurden. Hiermit fand die 'Vorfeier für den diesjährigen Ausschuß, der vom 10. bis 12. Juni wieder in althergebrachter Weise festlich begangen wird, ihren Abschluß.

)( Ruppertsburg, 4. April. Der Brauch, am ersten Feiertag das Osterfeuer abzubrennen, wurde auch in unserer Gemeinde wieder eingeführt. Um 7.30 Uhr bewegte sich ein staatlicher Zug von Teilnehmern zum herrlich gelegenen Loh, wo der landwirtschaftliche Ortsfachberater Wilh. H o r st ermahnte, die schönen alten Sitten und Gebräuche der Ahnen zu ehren. Dann wurde zur festgesetzten Zeit der riesige Holzstoß angezündet.Flamme em­por!" so scholl es nun aus der Menge in die stille Nacht hinaus. Pfarrer D. Fritsch sprach dann über den Sinn der Osterfeuer in alter Zeit und ihre Bedeutung für unsere Zeit und zeigte, wie dieser Brauch besonders dem Landvolk eine ernste Ermah­nung zum Danke gegen Gott und die von ihm geschenkten Führer sein solle. Dem Sieg-Heil folgte das Horst-Wessel-Lied. Gemeinsam gesungene Dater- landslieder und Chöre des Gesangvereins, sowie Volkstänze des BDM., dessen Führerin Hermine Friedrich um 8.45 Uhr den Feuerspruch sprach, verschönten die Feier.

ch Groß-Eichen, 4. April. Gestern abend fand bei Gastwirt F a u st eine außerordentliche Hauptversammlung des Veteranen- und Militärvereins statt, die gut besucht war. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete ein Ge­such des Turnvereins um finanzielle Unter­stützung aus Mitteln des Veteranen- und Militär­vereins zur dringend notwendigen Dachreparatur der Turnhalle, die in Wirklichkeit als Volkshalle der ganzen Gemeinde große Vorteile bietet. In echt nationalsozialistischem Sinne hat die Versammlung dem Turnverein für diesen Zweck 100 Mark als Geschenk und 100 Mark als Darlehen zur Ver­fügung gestellt. Weiter wurde noch über die Er­bauung einer Schießhalle und über Fragen der SAR. II verhandelt.

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 5. April. Der hiesige Turn­verein hielt dieser Tage eine Veranstaltung ab, die eine Fülle von turnerischen Glanzleistungen brachte. Die Stadthalle war dicht besetzt. Marsch und Vorspruch leiteten die Veranstaltung ein. Turnerinnen sangen zweistimmig ein Frühlingslied. Vereinsführer Seibert hielt die Begrüßungs­ansprache. Er betonte, daß die Darbietungen des Abends der planvollen Arbeit im Verein Ausdruck geben sollten. Schüler und jugendliche Turner zeig­ten sodann eine Reihe turnerischer Darbietungen, die reichen Beifall ernteten. Eine humorvolle Szene (Frl. H. Allendörfer und Frl. L. P a b st) löste viel Heiterkeit aus. Im weiteren Verlaufe des Abends zeigten die jugendlichen Turner schöne Frei­übungen, und die Turnerinnen warteten mit einer Gegenüberstellung des FrauenturnensEinst und Jetzt" auf. Frl. G. G a u b gab entsprechende Er­klärungen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Hans-Sachs-Spiel, ferner sah man die Jugend­turner am Barren und am Seitpferd, sowie die Turnerinnen bei lustigen Reigen. Besonderen Bei­fall fand ein Walzerreigen. Frl. Emilie Jäger gefiel mit einem Solotanz. Höhepunkte des Abends waren die Darbietungen der Turner am Barren. Das Publikum dankte mit begeistertem Beifall. Be­sondere Verdienste um das Gelingen des Abends haben sich die Führerin der Mädchenriege, Frau M. B e n s e l, und die Turnwarte K. Strauch und K. Mensdorf erworben. Musik der Kapelle Hisseri ch beschloß den Abend.

Kirche und Schule.

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ck. Heuchelheim, 5. April. Am zweiten Osterfeiertag wurde hier die Konfirmation von 21 Knaben und 35 Mädchen vorgenommen.

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Krois Wetzlar.

Krofdorf, 6. April. Der 36jährige Glaser Karl Läufer von hier geriet gestern nachmittag mit der rechten Hand in die Hobel­maschine und erlitt erhebliche Verletzungen. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.