Einzelbild herunterladen

Nr. 80 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Aeitag, H. April M4

Maßnahme:

850

2500

8000

2000

Deutsche Volksgenossen!

t

Ser Reikhsberufswettlampf in Gießen

Jeder Deutsche, der sich mit seinem Berufe ver­bunden weiß, kommt zur

an dem etwa 2000 Hitlerjungen, B d M. - Mädel und Teilnehmer am Reichs­berufswettkampf teilnehmen werden.

Der Abmarsch ist um 14.45 Uhr vom Brandplatz. Der Werbezug wird sich durch folgende Straßen bewegen: Landgrafensträße Hitlerwall Wall­torstraße Marktplatz Schulstraße Sonnen­straße Kreuzplatz Seltersweg Frankfurter Straße Liebigstraße Bahnhofstraße Kap­lan sg ässe Neuenweg Ludwigsplatz Kaiser­allee Volkshalle.

Dieser Marsch ist eine Kundgebung der deutschen Jugend für den Berus. Die Hitlerjugend des ganzen Kreises Gießen wird an diesem Marsch teil­nehmen. Die Teilnehmer am Reichsberufswettkampf werden getrennt nach Berufsgruppen marschieren und sind an den Schildern, die jeder Gruppe voran­getragen werden, erkenntlich.

Die Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.

Gez.: Heinz Becker, Abteilungsleiter III.

nehmer am 9. April, vorm. 8 Uhr am Haus der Deutschen Arbeitsfront, Gießen. Bon hier aus Abmarsch unter Vorantritt des Spielmannszugs der HI., Bann 116, nach dem Wettkampfplatz Berufs­schule, Kirchstraße. 9 Uhr Ansprachen und Vertei­lung der Aufgaben. Anschließend Lösung der theo­retischen und praktischen Aufgaben in zwei Sälen der Berufsschule, Turnhalle (Pestalozzischule) und Schreinerlehr-Werkstätte der Berufsschule.

Gruppe Heimarbeit und Hausgehilfen.

Der Wettkampf dieser Gruppe findet am Freitag, 1 3. A p r i l in der Gewerbeschule, Gießen, Kirche straße 11, statt.

Gruppe Graphisches Gewerbe.

Am 9. A p r i l, vorm. 8.15 Uhr, in der Gewerbe­schule, Eröffnung des Berufswettkampfes Gruppe 1 Graphisches Gewerbe (Gießen, Friedberg, Bad-Nau- Heim, Alsfeld, Grünberg).

Hitler-Jugend, Bann 116 Gießen gez. Heinz Becker, Abteilungsleiter III.

Ehrenausfchuh.

Zu der Veröffentlichung der Mitglieder des Ehrenausschusses zum Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend ist noch anzuführen, daß

Pg. Kreisdirektor Klostermann-Gießen diesem Ausschuß ebenfalls angehört. In der Be­sprechung des Ehrenausschusses am 3. April hat es dieser zur Pflege einer wahren Volksgemeinschaft abgelehnt, besondere Plätze in der Großkundgebung am 8. April in der Volkshalle einzunehmen. Es werden daher Plätze nicht freigehalten.

Wettkampfleitungen.

Die Wettkampfleitungen schließen sich dem Ehren­ausschuß an. Also werden auch für diese Ausschüsse keine Plätze zur Großkundgebung reser­viert.

Die Gruppe Holz

meldet heute eine Wettkämpferzahl von 52 Teil­nehmern für den Wettkampfort Gießen.

Der Wettkampf dieser Gruppe wird in zwei Schichten ausgetragen. Antreten der Wettkampfteil-

Großkundgebung

zur Eröffnung derWoche des Berufes" und dem damit verbundenen Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend am Sonntag, 8. April, 16 Uhr zn der Volkshalle in Gießen!

Es sprechen Pg. Beigeordneter Heinrich Bar­tz o l o m ä u s (Gießen) und Oberbannsührer Wal-

Hiller schafft Arbeit!

Weitere bewilligte Wahnahmen im Arbelks-

ter Blumenröder (Friedberg).

Alle kommen, keiner darf fehlen! Eintritt frei!

Vor der Kundgebung veranstaltet die Hitler- Jugend zum Reichsberufswettkampf einen

Werbemarsch,

beschaffungsprogramm des Rein - Main - Gebiets: Tagewerke:

Sammlung durch SA

Platzkonzerte der SA.

Denn kurzhaarige, schwere Hunde liegen sich sonst leicht Druckschwielen.

Zur Vermeidung oder Bekämpfung von Unge­ziefer gibt es viele Mittel: Manche wählen dafür Nußbaumblätter oder Farnkraut als Unterlage. Andere bevorzugen Torf. Jedenfalls ist es emp­fehlenswert, von Zeit zu Zeit mit heißer Soda­lösung zu desinfizieren.

Auch ein Kettenhund braucht Fleisch, um gesund zu bleiben. Dies geht schwer in manchen Kopf und ist natürlich auch auf dem Lande nicht leicht zu be­werkstelligen. Aber man sollte es jedenfalls nicht vergessen. Was das Getränk betrifft, so ist zu be­achten, daß man selbstverständlich im Sommer mehrfach am Tage frisches Wasser zu geben hat. Im Winter läßt man den Wassertopf nicht zufrie- ren, sondern gibt stubenwarmes Getränk. Die Freß- und Saufnäpfe wählt man nicht zu leicht.

Die Haarpflege ist ebenfalls nicht ganz zu über­sehen. Das ist keine Zumutung, sondern eine ge- undheitsfördernde Notwendigkeit. Vor allem geht es nicht an, daß der Hund ohne freie Bewegung ist Hat er nicht ohnehin bei Nacht, seiner Aufgabe entsprechend, freien Auslauf, so muß er ihm bei Tage für einige Stunden gewährt werden. Dazu gehört natürlich ein bißchen Erziehung. Er hat ge- flüaelfromm zu sein und darf sich nicht herum­treiben oder gar wildern. Es gibt solche Verbrecher. Aber der Besitzer hat es doch in den meisten Fallen in der Hand, ihm diese Untugenden abzugewohnen.

Tierarzt Dr. H.

Hinein in die AS.-Dolkswohlfahrt.

Es ist der NS.-Volkswohlfahrt durch das gewal­tige Winterhilfswerk gelungen, das deutsche Volk vor Hunger und Kälte zu schützen. Mit Er­leichterung und Freude begrüßen wir das Ende der kalten Jahreszeit und den Beginn des Frühjahrs. Die Arbeit der NSV. ist aber nach diesem Siege nicht beendet sie fängt überhaupt e r st r i ch t i g an. Mit der gleichen unverwüstlichen Arbeitsfreude, mit der die NSV. und ihre Mitar­beiter sich dem Winterhilfswerk gewidmet haben, wenden sie sich dem neuen großen Hilfswerk zu, der Aktion für Mutter und Kind. Mutter und Kind sind die Garanten für die Unsterblichkeit der deutschen Nation. In ihnen schlummert die Lebens­kraft von Jahrtausenden, die noch in werteren Jahrtausenden fortzeugend weiterwirken soll. Das aber ist nur möglich, wenn wir ihr Blut rem uno gesund halten. , , ... ,, ...

Die NS. -Dolkswohlfahrt kämpft für die Reinheit und für die Gesundheit des deutschen Blutes. Durch Erziehung und Pflege, durch Sonderung des Gesunden vom Kran­ken woll sie dieses Ziel erreichen. Dazu bedarf sie der tätigen Mithilfe aller deutschen Volksgenossen. Große Mittel sind erforder­lich, wenn dieses Ziel erreicht werden soll. I e d e r Deutsche, dem die Gesundheit und das Fort­bestehen unseres Volkes am Herzen liegt meldet sich als Mitkämpfer in der NS.-Volks­wohl fahrt an. ,

Die Gauamtsleitung der NSV.

Das Ergebnis dieser Geldsammlung wird aus­schließlich für Bekleidung bedürftiger SA. - Männer verwendet.

Näheres über die stattfindenden Platzkonzerte und Umzüge wird noch bekanntgegeben.

Volksgenossen! Denkt am 2 1. und 2 2. April an die Rot unserer brau­nen Kämpfer, die euch das neue Reich erkämpften und auch für die Zukunft schützen werden, und gebt reichlich!

Erweiterung und Verbesserung der Stromversorgungsanlagen durch eine Gleichrichter - Anlage bei Griesheim durch die Stadt Frankfurt a. M.

Erschürfung und Nutzbarmachung einer neuen Quelle sowie Zuführung dersel­ben in den bestehenden Hochbehälter durch den Kreis Limburg

Räumung der alten Weschnitz und Her­stellung eines Grabens entlang der Nibelungenstraße durch Gemeinde Lorsch

Instandsetzung und Ausbau des Mühl­baches durch Gemeinde Worfelden

tiefer Ruhe.

So wird eines Jahres Lauf auch zum Symbol für unser Leben. Aus knospender Jugend schreiten wir über den Mittag des Lebeäs hinein in die stille Zeit des Herbstes, in der langsam alle Wünsche verstummen, die uns im Hochsommer unseres Da­seins beunruhigen. Eines aber bleibt, wenn unser , Lebenssrühling und Sommer ein gesegneter war: ; die tiefe Freude und das ruhige Glück in des Herb­stes Erntezeit und die Vorahnung des Ausruhens , nach vollendetem Lebenswerk.

Wie jede Jahreszeit in der Natur ihre besondere Schönheit hat, so hält auch jeder Lebensabschnitt für uns etwas bereit, was uns froh macht und uns ausfühnt mit mancher Unbill und manchem Fehl­schlag: In der Jugend und in unseres Lebens Som­mer Kraft und Mut zu schöpferischem Tageswerk, am Abend unseres Lebens das tiefe Auskosten und weise Erkennen dessen, was wir in der besten Zeit schaffen und erleben durften, und als tröstlichen Abschluß dieses irdischen Daseins die Gewißheit, daß nichts von dem, was wir Gutes taten, umsonst geschah.

So gestaltet sich in Natur und Mensch vom Le­ben bis zum Sterben, vom Erwachen bis zum Schlaf alles zu köstlicher Harmonie.

Was blüht , wird reifen zur Frucht, die in sich wieder den Ansatz zu neuer Blüte birgt.

Ein Wort für den Kettenhund.

Es gibt Jagdhunde, die es im Leben nicht gut haben. Es gibt Blindenhunde, die nicht zu beneiden sind. Es gibt Ziehhunde, die ein erbärmliches Leben führen müssen. Aber das schlimmste Los ist doch wohl das des Kettenhundes.

Dabei fällt gerade ihm die wichtigste Aufgabe in Haus und Hof zu. Er soll Leben und Gut seines Herrn schützen. Er soll bei Tag und Nacht auf dem Posten sein. Und was ist der Lohn dafür? Eine elende Bretterbude, zu eng zum Ausstrecken, zu niedrig zum Stehen, im Sommer ein Backofen, im Winter eine eisige Höhle, in die Wind, Regen und Schnee Einlaß haben und dazu noch bevölkert von Ungeziefer aller Art. Die Kost elend, das Was­ser im Sommer warm und faulig, im Winter kalt oder gar gefroren. Keine Haarpflege, kein Auslauf, es sei denn, daß der Hund das Glück hat, sich we­nigstens bei Nacht sich im Hofe frei bewegen zu können. Und selbstverständlich mißachtet, ohne ein freundliches Wort. Ein Hundeleben!

Lächerlich! Uebertrieben! So höre ich sagen. Mag sein, daß das alles in manchen Fällen nicht zutrifft. Aber so, wie ich es schildere, kommt es leider im­mer noch oft genug vor. Aber wie Abhilfe schaf­fen? Das wichtigste ist immer die Hundehütte. Die Hütte soll an eine Mauerwand angebaut, und wenn man es sich leisten kann und genügend Platz vorhanden ist, umzäunt sein, so daß man dem Hund das Anketten erspart. Ist die Kette aber un­umgänglich notwendig, so bedarf sie einer gewissen Länge, damit das Tier sich nicht erwürgt. Das Halsband sei weder zu weit, daß es der Hund ab­streifen kann, noch so eng oder schmal, daß es

allen Umständen gegen

Me Kälte Nässe und Zug Schutz bietem Man baut sie auf einem etwas erhöhten Platz auf und zimmert sie aus genügend dicken, fugenfreien Bret­tern Das Dach wird mit Dachpappe oder Segeltuch beleat Ist es flach, dann hat der Hund bei schö­nem^Wetter einen guten Liegeplatz, deri er mit Vor­liebe aufsuchen wird. Ferner muß man es ab­beben können damit Reinigung und Lüftung der Hütte leicht vor sich geht. Die Hütte darf kemes- saUs aus den blaßen Boden gestellt werden. Man stellt sie am besten auf Pfosten oder Ziegelsteine. Dann ist sie vor Kälte und Nässe von unte" her geschützt. Sie kann daher auch besser gereinigt wer­den. Bringt man ein Vordach an, so 'st das zwar etwas mühevoll, aber für das Tier eme große An­nehmlichkeit bei schlechtem Wetter

Die Dehnung soll nicht gegen ine richtet sein. Man verhängt sie aber ledenfalls wah^ rend der kcüten Jahreszeit Z^n.. Schutzl Wmd

mit einem Sack oder einem Stuck Leder. Hütte sei nicht zu klein. Der Hund muß sich ousstrecken und erheben können. Sie darf allerdings "" nicht so groß sein, daß er sie nicht erwärmen kann. Man versieht sie alle Woche m,t sauberer Streu. Sparsamkeit ist hierbei nicht am Plage.

Am 21. und 2 2. April findet eine haus- und Strahensommlung im Bereich der Standarte 116 für bedürftige SA.-Männer tatt. An diesen Tagen finden in Gießen in der Nock st raße, auf dem Oswaldsgarten und an der Ecke Damm st raße - Walltor­iraße zu verschiedenen Zeiten Platzkonzerte der Standartenkapelle 116 und der SA.-Reserve- kapelle statt. Für Samstagabend ist als Auftakt zum SA. - Spendetag ein Zapfen st reich auf dem Oswaldsgarten geplant, am Sonntag er- olgen Umzüge durch die Stadt unter Mitwir­kung der Standartenkapelle und des Spielmanns- Zugs.

Aus der provinzialhauptstadt. Das liecht des Kindes auf Geschwister.

Wenn man in einer Schulklasse nach den Kin­dern fragt, die ohne Geschwister aufwachsen, so stehen in' den Städten 20 und mehr Prozent der Schüler auf. Sie find in den unteren Klassen ihren Mitschülern oft überlegen, fallen jedoch in den obe­ren Klassen ebenso oft ab. Der Vorteil in den un­teren Klassen besteht darin, daß die Kinder durch das ständige Alleinsein mit den Eltern eine gewisse Frühreife 'erlangen und die Fähigkeit, sich in die Art des Erwachsenen, hier des Lehrers, schnell ein- zufüqen. Dieser Frühreife, die später, wenn das Kind sich von den Eltern löst, nicht vorhält, stehen schwere Nachteile gegenüber. Die natürliche Umwelt des Kindes ist der Geschwisterkreis, der in Arbeit, -Spiel und Scherz den Bedürfnissen des Kindes ent­spricht. Viele Mütter wissen das und schicken ihr einziges Kind in den Kindergarten. Ein notwendiger Ersatz, aber doch nur ein solcher! Der Geschwister­kreis ist blutsverbunden. Seine Mitglieder haben kein völlig gleiches, aber ein in vielem übereinstim­mendes Erbgut und verstehen einander besser, hal­ten besser zusammen als die Spielkameraden eines Kindergartens oder der Schule. Der Geschwisterzu- sammenhang hält das ganze Leben und ist später oft die einzige Stütze in der Bedrängnis des Lebens. Der Familienkreis ist die Zelle des Gemeinschafts­lebens, dessen Wert wir heute erkannt haben. Im Familienkreis lernt das Kind die Tugenden des Gemeinschaftslebens: die Hilfsbereitschaft und das Sichfügen. D.asFührerprinzip" sehen solche Kinder täglich im Vorbild der Eltern. Nur das Kind aus dem Geschwisterkreise genießt die vollwertige Aus­bildung zum deutschen Menschen, und daher ist der Geschwisterkreis ein unbestreitbares Recht des Kindes.

Durch die Jahreszeiten.

Der Frühling geht durch das Land und kleidet die Natur in ihr schönstes Gewand. Die Wochen des Keimens und Blühens werden abgelöst vom Som­mer, dem heißen Gesellen, der wiederum den Weg bereitet zu des Herbstes Gabentempel. Und wenn nach all dem Blühen und Reifen wieder Ernte ge­halten war, dann deckt des Winters Barmherzig­keit feine weiße Decke über die Fluren zu stiller,

Arbeitsdienst der Abiturienten.

Den Abiturienten, die Ostern 1934 die Reifeprü­fung bestanden haben, gehen in den nächsten Ta­gen ohne Rücksicht daraus, ob sie die Hochschulreife erhalten ober nicht, Doppelpostkarten zu, deren Rückantwortkarte umgehend auszufüllen und an die Hauptmeldestelle für den Freiwilligen Arbeitsdienst des Arbeitsgaues 22 in Kassel einzusenden ist. Da nach Mitteilung des Provinzialschulkollegiums in Kassel die Zuerkennung der Hochschulreife für die Abiturienten der Provinz Hessen-Nassau bis zu dem von der Reichsleitung des Arbeitsdienstes vorge­sehenen Termin nicht ausgesprochen werden kann, sind die Postkarten zunächst ohne Beantwortung der Frage nach der Hochschulreife abzusenden. Den Abiturienten, denen die Berechtigung zum Studium zuerkannt wird, geht sodann durch das ihrem Wohnsitz am nächsten liegende Meldeamt vor dem 28. April 1934 die Einberufung zur persönlichen Vorstellung und ärztlichen Untersuchung zu. Der Arbeitsdienst beginnt am 7. Mai und dauert bis 2 5. Oktober 1934. Er besteht aus vier Mo­naten Arbeitsdienst und sechs Wochen Geländesport. Wünschen für J)ie Einstellung in eine bestimmte Gegend DeutMands kann nicht entsprochen werden. Die Unterbringung erfolgt in der Regel in den Ar- beitsöienftabteilungen der Aufenthalts- oder Heimat­provinz. Alle Anfragen oder vorläufigen Meldun­gen bei den Meldeämtern zum Diensteintritt sind zwecklos. Die Einberufung erfolgt automatisch. Die­jenigen Abiturienten, die nicht studieren wollen, oder denen die Hochschulreife nicht zuerkannt wird, können sich jedoch, wie alle sonstigen Bewerber, bei den Meldeämtern für den Freiwilligen Arbeitsdienst zur Einstellung melden und müssen sich in diesem Falle für sechs Monate verpflichten.

Der Leiter der Hauptmeldestelle für den Frei­willigen Arbeitsdienst im Arbeitsgau 22, gez. Steyer.

Sprechstunde des Gauinspekteurs für Oberheffen.

Der Gauinspekteur der NSDAP, für Oberhessen, Pg. Kreisdirektor K l o st e r m a n n, hält am näch­sten Samstag, 7. April, von 13 bis 16 Uhr auf der Kreisleitung Gießen. Löberftraße 9, Sprechstunde ab. Es kann jeder Parteigenosse, der Anlaß zu Be­schwerden zu haben glaubt, diese Vorbringen.

Kreisbetriebszellenabteilung Gießen.

Am Samstag, 7. April, findet derSchulungs- kursus für d i e Amtswalter des Krei­ses Gießen der N S B O. um 19 Uhr im Hause der Deutschen Arbeit statt. Zur Teilnahme sind alle Amtswalter der NSBO. im Kreis Gießen ver­pflichtet. Es wird nochmals auf die pünktliche Rück­gabe der Karteikarten aufmerksam gemacht.

Gez. Hahn, Kreisbetriebszellen-Schulungswart.

Ortsgruppe Gießen-Güd.

Samstag, 7. April, 20.15 Uhr, in derStadt Wetzlar", Riegelpfad, Sitzung der Politische» Lei­

ter. Es erfolgt die Ausgabe neuer Mitgliedskarten. Zu diesem Zwecke haben alle diejenigen Parteige­nossen zu erscheinen, die ihre Karte mit dem Kassen­wart in der letzten Zeit in Ordnung gebracht haben. Eine anderweitige Ausgabe der Karten erfolgt nicht. Vorher: Vortrag von Pg. Dr. Hecke überDie politische Lage in Südosteuropa".

Montag, 9. April, 20.15 Uhr, im Katholischen Ver­einshaus: Schulungskursus für die gesamte Ortsgruppe. Thema:Kampf um die deutsche Saar". Entschuldigungen für diesen Abend werden nicht angenommen. gez.: Schwarz.

Vetr.: Winterhilfswerk 1933/34.

Am Samstag, 7. April, ab 14 Uhr wird in der Geschäftsstelle, Crednerftraße 24, an jede aus dem Winterhilfswerk unterstützungsberechtigte Familie aus der Ortsgruppe Gießen-Süd ein Laib Brot ge­gen Zahlung von 10 Pfennig ausgegeben.

gez.: Z ö 11, stellv. Ortsgruppenamtswalter.

Ortsgruppe Gießen-Aord.

Montag, 9. April, 20.30 Uhr, findet in der Turn­halle am Oswaldsgarten ein Schulungsabend statt, an dem alle Parteigenossen teilzunehmen haben. Pg. Dr. W o l k e w i tz spricht über das Thema Saargebiet".

Amt für Beamte, Kreis Gießen.

Die im RDB. vereinigten Beamten des Kreises Gießen werden ersucht, zum Zeichen der Verbun­denheit mit der deutschen Jugend sich an der am Sonntag, 8. April, um 16 Uhr, in der Volkshalle stattfindenden Großkundgebung zur Eröffnung des Reichsberufswettkampfes zahlreich zu beteiligen.

Ulrich, Abteilungsleiter.

Hitlerjugend.

Der Dberbann IV/13, Oberhessen, hat am 5. April seine Amtsräume von Friedberg nach Bad-Nauheim verlegt (Moltkestraße). Alle Sendungen sind in Zukunft dorthin zu richten.

Heil Hitler!

Der Führer des Oberbanns IV/13.

M. d. F. b.: Walter Blumenröder, Bannführer. OieWertqmttungen der Kohlenhändler für das Winterhilfswerk.

Die Reichsführung des Winterhilfswerkes gibt bekannt: Am 31. März 1934 war mit der Beendi­gung des Winterhilfswerkes 1933/34 gleichzeitig die Gültigkeitsdauer für die letzte Ausgabe der Kohlen scheine Serie F abgelaufen. Die Koh- len-Kleinhändler müssen deshalb bis zum 10. April 1934 mit den zuständigen Ortsgrup­pen des WHW. abgerechnet haben. Nach dem 10. April 1934 werden keine Wertquittun- g e n mehr ausgeftel V-k" Um die weitere Ab­wicklung zu sichern, ist es notwendig, daß die Koh- len-Kleinhändler die Wertquittungen bis zum 20. April 1934 den Kohlengroßhändlern, die Kohlen- Großhändler bis zum 25. April den Syndikaten und diese bis zum 2. Mai 1934 der Reichsführung ein­reichen.

Nach dem 20. April 1934 hat der Kohlen-Einzel- Händler, nach dem 25. April 1934 hat der Kohlen- Großhändler keinen Anspruch mehr darauf, daß ihm eine Wertquittung abgenommen wird. Wenn ein Kohlengroßhändler trotzdem nach dem 20. April 1934, oder wenn ein Syndikat nach dem 25. April 1934 noch eine Wertquittung annimmt, so tun sie das auf eigene Gefahr, da die Reichs­führung nach dem 2. Mai 1934 grundsätzlich keine Wertquittung mehr entgegennimmt.

Volkstag der Inneren Mission.

EPH. Vom 14. bis 20. April werden alle evan­gelischen Christen aufgerufen zum helfenden Dienst für die Werke der Inneren Mission. In dieser Zeit wird die amtlich genehmigte Haus- und Straßen­sammlung der Inneren Mission durchgeführt. Zur Zeit finden in den einzelnen Gemeinden Vorbe­reitungen für dieses Unternehmen statt. Hilfsbereite Gemeindeglieder werden bei dieser Sammlung tätig sein. Am 15. April wird in den Gottesdiensten auf die Tätigkeit und den Wert der Inneren Mission hingewiesen. Wer nur einigermaßen weiß, was die Innere Mission an den Hilfsbedürftigen mancherlei Art geleistet hat und noch leisten will, wird ihre Bitte um Hilfe nicht zurückweifen, sondern mit Freude unterstützen.

Diese Gebefreudigkeit möge das Wort des Herrn Reichsminifters des Innern fördern, der zu den bevorstehenden Sammlungen folgendes ausführt: Den Plan eines Volkstages der Inneren Mission begrüße ich als ein Zeichen der Volksverbunden­heit und tätigen Nächstenliebe der Deutschen Evan­gelischen Kirche. Die Innere Mission steht vor großen Aufgaben. Möge es ihr gelingen, alle evangelischen Kreise zu einer Opfertat aufzurufen."

Wir hoffen, daß die Sammler und Sammlerin­nen überall eine freundliche Aufnahme finden und daß ein Ergebnis erzielt wird, das der Inneren Mission ermöglicht, ihre dem Volkswohl dienenden Einrichtungen zu unterhalten.

Schonet die Frösche!

Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, dann verläßt der grüne Gras- und Wasserfrosch fein feuchtes Bett am Grunde der Wassertümpel. Viel­fach fällt er nur allzu rasch rohen Häschern, die ihn umlauern, in gierige Hände. An den Rändern der Pfützen und Tümpel sitzen die Fänger und halten grausame Ernte, wenn die Frösche an die Ober­fläche kommen, um Atem zu holen. Diese Frosch­fänger nehmen sich oft nicht einmal die Zeit, die Frösche durch das Messer zu töten, sondern reiße«