Einzelbild herunterladen

Die Vermutung des Art. 46 WO. ist nicht ciuf- genommen. In Abweichung von Art. 45 WO. ver­liert der mit die Benachrichtigung Versäumende auch die Ansprüche auf Zinsen und Kosten nicht. Die Schadenshaftung ist auf die Höhe der Wechselsumme beschränkt.

Ein Protesterlaß muß nach Art. 46 jetzt aus dem Wechsel stehen. Die Wirkungen sind anders geregelt als in Art. 42 WO. Hat der A u s st e l l e r die Klausel auf den Wechsel gesetzt, so gilt sie allen Wechselverpflichteten gegenüber als Protestverbot. Sie haften alle ohne Protest und der gleichwohl Protestierende muß die Protestkosten selbst tragen. Ein Indossant kann dagegen wie bisher die Protesterlaßklausel nur mit Wirkung gegen sich selbst als Protesterlaß beifügen. Nur er haftet ohne Protest, und wenn gleichwohl Protest erhoben wird, haftet er wie jeder andere Wechselverpflichtete auf Ersatz der Protestkosten.

Hinsichtlich der Haftung der Wechselverpflichteten stimmt das WG. im wesentlichen mit den Vor­schriften der WO. überein. Das WG. hat aber nicht das System des sogenannten fingierten Rückwechsels des Art. 50 Abs. 2 WO. übernommen. Es geht davon aus, daß es einer Kursberechnung auf der Grundlage des Sichtwechselkurses nicht bedarf, da der Regreßnehmer regelmäßig den Schuldner buch­mäßig mit dem Betrag der Rückgriffsumme be­lastet. Der Inhaber kann also von dem Regreß­schuldner den Betrag verlangen, der dem Werte entspr^t, den der Inhaber nach dem Inhalt des Wechsels am Zahlungstag zu verlangen hatte, wo­bei die Art der Berechnung den Hanoelsgebräuchen überlassen bleibt. (Art. 48 WG.) Die gleiche Ab­weichung gilt nach Art. 49 WG. für den Rückgriff des Rückgriffschuloners. Neu ist auch die Bestim­

mung in Art. 51 WG. über den Rückgriff bei einer Teilannahme.

Das WG. trifft im Gegensatz zur WO. auch Be­stimmungen für die Fälle der Verhinderung der rechtzeitigen Vorlegung oder Protesterhebung durch höhere Gewalt (Art. 54 WG.). Die Haager Verhandlungen in 1910 und 1912 hatten schon früher zu ähnlichen Maßnahmen für den Fall kriegerischer Ereignisse geführt (Gesetz v. 13. 4. 1914 u. WO. v. 20. 1. 1919).

Hinsichtlich des Ehreneintritts bringt das WG. nicht sehr viel Neues. Es hebt hervor, daß auch der Akzeptant Notadressat sein kann. Der Vermerk über die Ehrenannahme ist nicht mehr in einem Anhang zum Wechsel, sondern auf diesen selbst zu vermerken. Da der Rückgriff auf Sicherheitsleistung weggefallen ist, ist in Art. 58 Abs. 2 WG. in Ab­weichung von Art. 61 S. 2 WO. dem Honoraten und seinen Vormännern die Möglichkeit zur Ein­lösung des Wechsels und dadurch zum Rückgriff auf Zahlung gegeben. Mit Rücksicht auf die Einführung des Regresses vor Verfall (Art. 43 WG.) ist die Ehrenzahlung auch in diesem Fall gestattet (Art. 59 WG.). Art. 63 WG. bringt klarer als die WO. zum Ausdruck, daß der Ehrenzahler die Rechte aus dem Wechsel kraft Gesetzes und nicht nur als Rechts­nachfolger des Inhabers erwirbt.

Die Verjährungsvorschriften sind nicht mehr nach Zonen, sondern einheitlich geregelt, und der wechsel­rechtliche Bereicherungsanjpruch verjährt statt in 30 jetzt in 3 Jahren (Art. 70 und 89 WG.).

Bezüglich der Höhe der Wechselzinsen verbleibt es vorerst bei dem Gesetz vom 3. 7. 1925 (2 v. H. über Reichsbankdiskont). Zum eignen Wechsel ist nichts zu sagen.

Kontinente auf der Wanderschaft.

Schneidet man aus einer Landkarte den f ü b» amerikanischen Kontinent heraus und legt man die Ostküste dieses Erdteils an die W est- k ü st e Afrikas an, dann wird sich zum großen Erstaunen zeigen, daß sich beide Küsten ihren Aus­buchtungen nach völlig ergänzen, daß die beiden Küsten, aneinandergesügt, ein einheitliches Ganzes ergeben. Die Umrisse stimmen frappie- renderweise genau so exakt überein, wie die Teile einer Fensterscheibe, die in zwei Teile geplatzt ist. Sollte dieses höchstsonderbare Zusammentreffen wirklich nur eine Laune der Natur sein? Handelte es sich tatsächlich nur um eine Laune des Zufalls, es wäre sicherlich die größte Merkwürdigkeit, die unsere Erde überhaupt aufzuweisen hat. Es müssen geradezu einzigdastehende Einflüsse bei der kontinen­talen Gestaltung im Spiele gewesen sein, um zwei Küstenformen zu schaffen, die dermaßen genau an­einanderpassen.

Lange bevor es unserer neuzeitlichen Wissenschaft gelungen ist, das Geheimnis dieser Zusammenhänge zu entschleiern, lebte die Vermutung, daß die heute weit voneinander getrennten Kontinente Südame­rika und Afrika einmal zusammengehört haben müssen. Um so mehr, als die Wahrscheinlich­keit auch noch aus einer anderen eigenartigen Beo­bachtung genährt wurde. Sonderbarerweise trifft man auf den weit entfernt liegenden Kontinenten Tier - und Pflan^enarten der gleichen Art. Die Erklärung dafür könnte nun darin ge­sucht werden, daß die Fluten des Ozeans diese Tier- und Planzenarten von Afrika nach Amerika getra­gen haben. Da jedoch die Voraussetzungen für eine solche Möglichkeit fehlen, muß ein derartiger Er­klärungsversuch von vornherein ausscheiden. Es bleibt auch hier nur die einzig richtige Deutung, daß Afrika und Südamerika ehedem ein Gan­zes waren. Die notorischen Zweifler aber darf man auf noch ein anderes Argument verweisen, das genau so stichhaltig ist wie die exakte Ueberein- stimmung der Küstenformen: auch die Bruch- stellen der Gebirge an der Westküste Afrikas und an der Ostküste Südamerikas ergänzen- sich so prägnant, daß sich die These von der früheren Zu- sammenhänqigkeit beider Kontinente kaum noch augenscheinlicher begründen ließe. Ueberflüssig, hin­zuzufügen, daß bei diesem Sachverhalt die Gebirgs­züge der getrennten Kontinente auch ihrer Ge­steinsart nach miteinander übereinstimmen.

Unsere Wissenschaft nimmt an, daß in der Früh­zeit unserer Erde, als die einzelnen Kontinente noch zu einer großen Masse verschmolzen waren, das heutige Afrika das Herz dieses gewaltigen Fest­landorganismus gewesen ist. Auch Vorder­indien hing damals noch mit dem afrikanischen Kontinent zusammen, während der a u st r a l i s ch e Erdteil noch an das sudamerikanische Festland­gebunden war. Als Australien sich dann losgelöst hatte, wanderte der Kontinent langsam in östlicher Richtung ab, um dann später der nördlichen Rich­tung zu folgen. Indien hatte im Rahmen des Ur­kontinentes eine wesentlich andere Form. Auch seiner Ausdehnung nach übertraf es das heutige um ein ganz Gewaltiges. Während wir auch heute

noch die Wahnehmung machen können, daß die Kontinente sich immer weiter von den Polen ent­fernen, also ständig mehr dem Aequator zustreben, ragte das Erdenfestland in seiner ursprünglichen Gestalt vermutlich um ein ganz erhebliches über die Polarregionen hinaus.

Wenn nach der Auffassung unserer Gelehrten die Spaltung des Urkontinentes und die Abwanderung der Erdteile als Tatsache hinzunehmen ist, dann er­gibt sich ganz von selber die Schlußfolgerung, daß die Kontinente unmöglich ein festes Ganzes mit den eigentlichen Kernschichten der Erde bilden können, denn sonst wären sie unverrückbar an diese gekettet. Man muß demnach eine bewegliche Unter­schicht annehmen, die der Erdkruste diese Ver­schiebungen möglich macht. Die eigentliche Ursache für die Abwanderung der Kontinente hat man in der Zentrifugalkraft der Erde zu suchen. Die hier­von ausgehenden enormen Druckwirkungen führte im Laufe der Jahrtausende zu einer zunehmenden Lockerung und Rissebildung, bis schließlich der Ur­kontinent an zahlreichen Stellen barst und die ein­zelnen Teilstücke sich von dem eigentlichen Kernland trennten.

Bei diesem gigantischen Trennungs- und Umbil­dungsprozeß kam es gleichzeitig zu einer schar­fen Zusammendrängung der Kernge­biete des Urkontinentes. 'Diese Pressungen wieder hatten zur Folge, daß die Erde an vielen Stellen mehr oder minder deutlicheFalte n" schlug. Die scharfen Faltenbildungen im Himalayagebiete z. B. rühren von den ungeheuren Pressungen her, die sich beim Vorwärtsdrängen des vorderindischen Erdteils nach der Mitte des Kontinents zu vollzogen. Wie beträchtlich diese Pressungen waren, erklärt sich am auffallendsten aus der Tatsache, daß sich ihre Aus­wirkungen noch immer nicht vollständig erschöpft haben. In Europa sowohl, wie im östlichen Teile Afrikas lassen sich die Nachwirkungen dieser Pres­sungen auch heute noch mit großer Deutlichkeit fest­stellen. Das gleiche gilt von Amerika. Dort werden die Auswirkungen zuguterletzt keine geringere Folge haben als die territoriale Loslösung Nordamerikas von Südamerika. Die Vorbereitungen hierzu vollziehen sich seit langem schon mit so klar erkennbaren Symptomen, daß die Endwirkung schon heute nicht mehr strittig sein kann. Selbstverständlich arbeiten die Kräfte, die auf eine Spaltung des Verbindungsstückes Mexiko hindrän­gen, nur ganz langsam, ja fast unmerklich, doch ge­rade auf dieses schneckenhaft-langsame, systematische Voranarbeiten baut die Natur ihren Enderfolg auf.

Es ließe sich noch daran erinnern, daß d i e Alpen mehr und mehr von Süden abdrängen und Oie nördliche Richtung suchen, daß Grönlano alljährlich um etwa dreißig Meter vorn nordameri­kanischen Festland abrückt, es ließe sich verweisen auf die ständigen territorialen Verschiebungen i n der Gegend des Panamakanals und in anderen Gebieten es sind jedenfalls überall die gleichen Erscheinungen, die das Wandern der Erd­teile bestätigen. Alles fließt, alles befindet sich in Bewegung. Nicht einmal die Kontinente sind von diesem uralten Naturgesetz ausgenommen.

Wirtschaft.

Oie Heichsbank Ultimo März.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 9. März hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wech­seln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 533,8 Mill, auf 4059,6 Mill. RM. erhöht. Im ein­zelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 382,9 Mill, auf 3143,8 Mill. RM., die­jenigen an Reichsschatzwechseln um 83,2 Mill, auf 90,0 Mill., an Lombardforderungen um 65,3 Mill, auf 144,5 Mill. RM. und an deckungsfähigen Wert­papieren um 2,1 Mill, auf 349,8 Mill. RM. zuge­nommen. Die Bestände an sonstigen Wertpapieren zeigen mit 331,5 Mill. RM. eine Zunahme um 0,3 Mill. RM.

An Reichsbanknoten und Rentenbank­scheinen zusammen sind 393,3 Mill. RM. in den Verkehr abgeflossen und zwar hat sich der Um­lauf an Reichsbanknoten um 381,6 Mill. RM. auf 3674,6 Mill. RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 11,7 auf 355,6 Mill. RM. erhöht. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 110,5 Mill, auf 1502,2 Mill. RM. zu. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich auf 53,3 Mill. RM., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 7,5 Mill. RM. neu ausgeprägter und 3,2 Mill. RM. wieder eingezogener auf 170,0 Mill. RM. ermäßigt. Die Fremden Gelder zeigen mit 547,4 Mill. RM. eine Zunahme um 6,6 Mill. RM.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 17,0 Mill, auf 245,2 Mill. RM. vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 7,8 Mill, auf 237,1 Mill. RM. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 9,2 Mill, auf 8,1 Mill. RM. abgenommen.

Die Deckung der Noten betrug am Ultimo 6,7 Prozent gegen 8 Prozent am 23. März.

*

* Bilanzsitzungen Hapag-Lloyd. Die Verwaltung der Hamburg-Amerika-Linie und des Norddeutschen Lloyd traten am Donnerstag in Hamburg zu ihrer diesjährigen Bilanzsitzung zu­sammen und beschlossen, der Generalversammlung vorzuschlagen, den im Jahre 1933 eingetretenen Verlust, der sich nach Vornahme des Pool-Aus- gleiches auf je rund 2,3 Millionen Mark (im Vor­jahr Verlust von je rund 13 Millionen Mark, der aus den Sonderrücklagen gedeckt wurde) beläuft, auf 1934 vorzutragen. Durch Auflösung der aus 1932 verbliebenen Sonderrücklage, sowie der Ver­einnahmung außerordentlicher Erträge ist es mög­lich gewesen, ausreichende Abschreibungen auf die Flotte, sowie das sonstige Anlegevermögen vorzu­nehmen. Die Generalversammlung des Norddeut­schen Lloyd wird auf den 29. Mai nach Bremen, die der Hamburg-Amerika-Linie auf den 30. Mai nach Hamburg einberufen.

Frankfurter Börse.

rNitlagsbörse weiter schwacher.

Frankfurt a. M., 5. April. Die Börse litt vor allem unter großer Geschäftslosigkeit. Die Bank­kundschaft war kaum beteiligt, weder mit Kauf-, noch mit größeren Verkaufsaufträgen. Die Zurück­haltung ist verursacht in dem Beginn der Gläubiger­besprechungen. Dann wirkt sich der starke Kursdruck am Farbenmarkt auf die gesamte Bewegung aus. Zum Teil stammte das herauskommende Material aus Auslandbesitz. Die Spekulation, die sich vor den Osterfeiertagen in größerem Umfange nach oben eingedeckt hatte, geht nunmehr, da die Gefolgschaft fehlte, zu Glattstellungen über. Das trifft vor allem auf dem Rentenmarkt zu.

Farbenindustrie gingen vorübergehend bis auf 136,50 (138,75 v. H.) zurück und zogen wieder auf 137,50 v. H. an. Rütgerswerke verloren 1,50 v. H., Metallgesellschaft 0,50 o. H. Außerordentlich still lag der Elektromarkt, hier fehlten zumeist die ersten Kurse, doch lagen sie ebenfalls um 0,50 bis 1 v. H. niedriger. AEG. minus 0,50 v. H., Betula minus 0,25 v. H. Montanwerte tendierten vielfach um 1 bis 1,50 v. H. schwächer, so Gelsenkirchen, Klöckner- werke und Rheinstahl. Reichsbankanteile gaben um 1 v. H. nach. Sonst verloren Zellstoff Waldhof 2, Gebr. Junghans 1,50, Daimler Motoren und AG. für Verkehrswesen je 0,75 v. H. Von Schiffahrts­werten Nordd. Lloyd 0,25, Hapag zirka 0,50 v. H. niedriger, gut behauptet lagen Reichsbahn-VA.

Renten gingen im Einklang mit der Aktienbewe­gung auch zurück. So verloren Neubesitzanleihe 0,25, Altbesitzanleihe 0,65, Stahlverein-Obligationen und späte Reichsschuldbuchforderungen je 0,13 v. H. Sehr ruhig lagen Reichsmark-Obligationen, die bis 0,50 vom Hundert schwächer genannt wurden.

Im Verlaufe traten Kunstseideaktien besonders hervor und zeigten bei lebhaften Umsätzen, nachdem in Amsterdam die Kurse bereits stärker angezogen hatten, Gewinne von 2 bis 3 v. H. So stiegen AKU von 61 bis 63, Bemberg von 70,25 auf 74 o. H. Die gesteigerte Nachfrage dürfte darauf zurückzu­

führen sein, daß die Kunstseibenindustrie der ein­zige Industriezweig ist, der nicht auf eine Rohstoff­einfuhr angewiesen ist. Auch die Steigerung in Amsterdam wurde mit deutschen Käufen begründet. Daneben konnten sich Laurahütte um 0,75 v. H. erhöhen, auch Rütgerswerke lagen 0,25 v. H. höher. Die übrigen Aktienwerte blieben auf ben ersten Kursen behauptet. Später notierte man u. a. Phö­nix und Rhein. Braunkohlen um je 1 v. H. niedri­ger, dagegen Ilse Genuß 0,75 v. H. fester.

Am Rentenmarkt blieb das Geschäft still und die Kurse vollkommen unverändert. Stadtanleihen waren eher angeboten und gingen von 0,50 bis 0,75 vom Hundert zurück. Ruhig und meist unverändert lagen Staats- und Länderanleihen. Uneinheitlich war die Lage am Pfandbriefmarkt. Goldpfandbriefe zeigten Abweichungen von 0,25 v. H. nach beiden Seiten, Liquidationspfandbriefe und Kommunal- Obligationen hielten sich meist behauptet, vereinzelt bis 0,25 d. H. niedriger. Von fremden Werten waren Ungarn Gold bei 8 v. H. um 10 Pf. leichter. Tagesgeld blieb zu 3,50 v. H. unverändert.

Abendbörfe gut behauptet.

Nachdem im Mittagsschlußoerkehr bei teilweise recht lebhaften Umsätzen eine gute Erholung des Kursniveaus eingetreten war, zeigte die Abendbörse bei Eröffnung wieder ein recht ruhiges Aussehen. Von der Kundschaft fehlten Aufträge weiterhin fast vollkommen, dagegen zeigte sich die Kulisse etwas aktiver und ging hier und da neue Engagements ein.

IG. Farbenindustrie setzten zunächst bei kleinem Umsatz mit 138,90 v. H. gut behauptet ein, zogen aber im Verlaufe auf Berliner Käufe um 0,65 v. H. auf 139,50 v. H. an. Kunstseideaktien blieben auf der merklich erhöhten Mittagsbafis voll behauptet, und auch auf den übrigen Marktgebieten lagen die Berliner Schlußnotierungen größtenteils unver­ändert. Etwas fester notierten Holzmann mit + 1 v. H. und u. a. AG. für Verkehrswesen mit + 0,50 v. H.

Am Rentenmarkt war wieder lebhafteres Geschäft in der Neubesitzanleihe zu verzeichnen, die schließ­lich 10 Pf. höher lag, daneben konnten sich auch Altbesitzanleihe um 0,25 v. H. befestigen. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen bei 94,50 v. H. unverändert, im übrigen lagen die festverzinslichen Werte ruhig. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 24,15 bis 24,20, Ältbesitzanleihe 96,75, Schutzgebietsanleihe von 1913/14 9,50, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 74, Reichsbank 150, Buderus 72,50, Harpener 92,50, Gelsenkirchen 65, Phönix 52, Rheinstahl 93,50, Laurahütte 22, AKU. 64, Bekula 128,25, Bemberg 75, Daimler Motoren 50,25, Scheideanstalt 179, Deutsche Linoleum 58, Licht & Kraft 104, IG. Farben 138,90 bis 139,50, Gesfürel 98,50, Holz­mann 74,75, Metallgesellschaft 80,50, Schuckert 102,50, Siemens 140,50, Reichsbahn-VA. 113,50, AG. für Verkehrswesen 68,50.

Frankfurter SchlaMviettnwrkt.

Frankfurt a. M., 5. April. Auftrieb:' Rinder 45 (gegen 74 am letzten Donnerstagmarkt), darunter befanden sich 12 Ochsen, 2 Bullen, 14 Kühe und 17 Färsen. Kälber 1135 (1357), Schafe 103 (58) darunter 81 (38) Hämmel, Schweine 640 (453). No­tiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark. Kälber, Sonderklasse gestrichen, andere a) 49 bis 51, b) 45 bis 48, c) 38 bis 44. d) 30 bis 37; Lämmer und Hämmel c) mittlere Mastlämmer 31 bis 34, d) geringere 25 bis 29; Schafe e) nicht no­tiert, f) mittlere 27 bis 28, g) geringe 24 dis 26. Schweine a) 44 bis 47, b) 44 bis 46, c) 44 bis 46, d) 42 bis 45, e) 38 bis 42, f) und g) nicht notiert. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt blieben Kälber unverändert, Hämmel verloren dis 4, Schafe bis 2 Mark, während Schweine um bis 3 Mark anzogen. Marktverlau-f: Kälber mittelmäßig ausverkauft. Hämmel und Schafe ruhig, lieber» stand. Schweine mittelmäßig, ausverkaust. Fleisch- großmarkt. Beschickung: 596 Viertel Rindfleisch, 202 ganze Kälber, 16 ganze Schafe bzw. Hämmel, 424 Schweinhälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 50 bis 56, II 45 bis 50. Bullenfleisch 48 bis 52. Kuhfleisch II 38 bis 42, III 28 bis 32. Kalbfleisch II 70 bis 80, III 65 bis 70. Hammelfleisch 70 bis 75. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 62 bis 66. Geschäfts­gang des Fleischgroßmarktes: lebhaft.

Auflösung der Höheren Bauschule zu Offenbach.

Darmstadt, 5. April. (LPD.)^Wie das Hes­sische Staatsministerium bekanntgibt, ist die Höhere Bauschule zu Offenbach vom 1. April 1934 ab a u f g e I ö ft worden.

Daten für Freitag, 6.April.

1520: der Maler Raffael Santi in Rom gestor­ben; 1884: der Dichter Emanuel Geibel in Lübeck gestorben.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfun a. Dl.

Berlin

Schluß- kurs

Gchlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag» dürfe

Datum

4-4. |

5.4.

4-4-

5-4-

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927

96

95,75

95,9

95,75

6% efcem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929

100

100

100,13

100,13

6y,% Young-Anleihe von 1930 ..

93.25

93,25

93-25

92,75

Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

96,13

96,75

96,13

96,5

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

24-10

24,2

23-9

24,1

6% eöem.8% Hess. Bolksstaat 1929

lrückzahlb. 102%) ............

93,75

93,25

93,4

93,25

6% Hess. LandeSbank Darmstadt

Gold R. 12..................

92-5

92,5

92,25

92,25

6%% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltgui.........

91,5

91,5

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

AuSlos.-Rechten .............

93-5

93,5

Deutsche Komm. Eammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

95,65

95,4

95,65

95,4

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

92,5

92,25

92,25

93

<% ehem. 7% Franks Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

92,5

92,13

6Vi% ehem. <ya% Franks Hyp.- Bank-Liau.-Psandvriese

91-75

91,65

6y*% ehem 4%% Rheinische

Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe.

92,75

92,4

8% ehem. 8% Pr. LanveSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

94

94

94,25

94

8% ehem. 7% Pr. LanveSpfand-

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

Gteuergutich. Verrechnungskurs..

97,3

97,3

97,3

97,3

4% Oesterretchische Goldrente...

_

22

20,75

22

4,20% Oesterretchische Stiberrente

1,35

1,3

1,3

4% Ungarische Äoldrenie

8,1

8

8

8,1

4% Ungarische Staalsrenle v. 1910

7,4

7,4

7,75

4>/,% desgl. von 1913 ......

7,9

7,75

7-95

7,8

6% abgest. Gold Mexikaner von 9$

7,75

7,75

8

8

4% Türkische Zollanleihe von 1911

6,65

6,65

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie I.....................

6,75

6-75

6,7

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß» kurS

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag» börse

Datum

4-4-

5-4-

4.4.

5-4-

4% desgl. Serie II ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 k% Anatolier ..............

yamvurg-A mettka-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampsschifs..........0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz- und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto»

Gesellschaft................ 0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................ 12

6,75

4,65

4,175

29,9

28,5

32,9

67,75

86,5

49

64,25

64,75

150,5

6,75

4,65

7,15

4,13

29,75

28-5

32,9

68,5

86,5

49

64

64,5

150

4,5

7,5

4,1

30

28,65

26,75

32,9 67,75 86,75

49

64,25 64,75

150,25

6,75

4,75

7,25

4,1

30

28,13

26,75

32,75

68

86,75

49

64

64,5

149,5

21.6.®....... o

Bekula..................... o

Elekrr Lieferungsgesellschaft... 6

Lich, und Kraft .... «

Festen « Guilleaume......... o

Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ....... 5

Schuckert «Co............. 5

Siemens« Halske......... ' 7

Lahmeve, « Co..........ZJ10

29,5

29

29,13

29,13

128,5

128,25

128.75

128,25

100,5

100,25

100,5

100,5

104

104

103-75

104

60,25

60,25

60,5

60,25

98,5

98,5

98-5

98,75

95,75

95,75

58-4

103,25

102,5

103,5

102,25

140,5

140,5

140

140

116,5

117,75

115,75

Buderus ................... 0

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener ............. 0

Harpener ............... g

Hvesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Alse Bergbau .............. -

Ilse Bergbau Genüsse........«

Klöcknerwerke ...............0

Mannesmann-Röhren........ 0

64,5

67

72 114 5,25

93

72-5

114

65

92,5

138,5

64,5

66,25

72

72-5

113,5

115,25

65,4

65

93,13

92,5

75,75

76,25

64,5 64,13

67 66,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß» kurS

Schlußk. Minag- börse

Datum

4-4-

5-4-

4-4-

5-4-

Mansselder Bergbau ..

.. 0

73,25

73,5

Kokswerke .........

.. 0

97,13

98,4

Phonir Bergbau......

.. 0

52,25

52

52

52

Rheinische Braunkohlen

10

202,75

201,75

202

202

Rheinstahl ..........

.. 0

94

93,5

94

93,5

Bereinigte Stahlwerke.

.. 0

44,25

43,75

44

43,75

Otavt Minen ........

.. 0

15

15

14,9

14,9

Kaliwerke Aschersleben.

.. 5

112,75

112-5

112

Kaliwerke Westeregeln .

.. 5

114

114,5

113,5

Kaliwerk» Salzdetfurth

IVi

144

144,5

144,5

3. G. Färben-Industrie

.. 7

138,75

139,5

139,13

138,9

ScheideanstaU........

.. 9

179

179

Goldschmidt .........

.. 0

61

60,75

61

60,75

Rütgerswerke........

.. 0

59,75

58,75

59,9

58,4

Metallgesellschaft......

.. 0

80,5

80,5

81

80

Phtltpp Holzmann ....

.. 0

75

74,75

75

73,75

Zementwerk Heidelberg

e ee

.. 0

100

100

lernentwerf Karlstadt..

.. 0

109

Schultheis Payenhoser

.. 0

104,5

104,5

Aku «Allgemeine Kunstseide)

.. 0

61,25

64

61,75

64,25

Bemberg........

.. 0

70,75

75

71-4

74,9

Zellstoff Waldhof .....

.. 0

53,25

52,5

52,9

52,25

Zellstoff Aschaffenburg

« * »

.. 0

40,25

43

39,5

Dessauer Gas .....

.. 7

119,75

118,75

Daimler Motoren.....

.. 0

49.75

50,25

49,65

50,13

Deutsche Linoleum....

.. 0

58

58

57,9

58

Orenstein & Koppel ...

.. 0

68,5

68,75

Leonhard Tietz .......

.. 0

21,25

21

21

21,25

Lhade ..............

..10

159

158

158,5

158

Lerumulaioren-Fabrik.

.. 0

177

176

175,5

176,25

Lonti-Gummi........

.. 0

146

146

146

146

01 28,9

Mainkraftwerke Höchst a.M. 4

Süddeutscher Zucker ......... 8| 168,75

28,75 1 28,5 1

168 1 169,51

28,75

168,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

4. April

5-April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Selö

Brie

Geld

Brie

Helstngfor».

5,719

5,731

5,704

5,716

Wien......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag......

10,38

10,40

10,38

10,40

Budapest ...

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

169,18

169.52

169,18

169,52

OSlo .....

65,13

65,27

64,93

65,07

Kopenhagen.

57,94

58,06

57,74

57,86

Stockholm..

66,83

66,97

66,63

66,77

London....

12,965

12-995

12,925

12,955

Buenos Aires

0,633

0,637

0,632

0,636

Reuyork....

2,500

2-506

2,504

2,510

Brüssel.....

58,49

58,61

58,49

58,61

Italien.....

21,58

21,62

21,58

21,62

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz....

80-97

81,13

80,97

81,13

Spanien...

34,22

34,28

34,19

34,25

Danzig ....

81,62

81,78

81,62

81,78

0,764

0,766

0,761

0,763

Rio de Jan.

0,214

0-216

0,214

0,216

Jugoslawien

5,664

5,676

5,664

5,676

Lissabon ...

11,79

11.31

11,77

11,79

Banknoten.

Berlin, 5.April

Geld

Brief

Amerikanische Roten..............

2-457

2,477

58,33

58,57

57 48

12 88

Französische Noten...............

16,46

16,52

Holländische Noten...............

168,76

169,44

Italienische Noten. ..............

21-51

21,59

Norwegische Noten ..............

64,77

65,03

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ..............

66,47

66,73

Schweizer Noten...

81,11

34*19