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Ein schickte rneter

von 250 Mark beschlagnahmt werden.

Wegen Schädigung der wirtschaft ins Konzentrationslager.

Thermometerfabrikant aus Langewiesen mehrere Kisten ungeprüfter Fieberthermo-

Ein Schwerverbrecher gefaßt.

In Karlsruhe wurde der Schwerverbrecher Hansbauer festgenommen. Hansbauer, der sich viele falsche Namen beilegte, wird wegen Raubes und Naubmordversuchs gesucht. Es liegen 26 Haftbefehle gegen ihn vor. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden 112 Nachschlüssel, ein Paar Gummihand­schuhe, ein Schlagring und eine große Anzahl Schmuckgegenstände gefunden. Der Wert der seit 1933 gestohlenen Sachen beträgt etwa 30 000 Mark. Außer Koffern und Kleidern konnte noch ein Geld­

nach Saarbrücken, um sie durch zwei Schmuggler nach Frankreich schmuggeln au lassen. Die beiden Schmuggler wurden gefaßt. Um zu verhindern, daß der Thermometerfabrikant die Wirtschaft weiter schädigt und seine staatsschädigende Handlungsweise fortsetzt, ist er i n das Konzentrationslager übergeführt

worden.

Line ungetreue Buchhalterin.

In Frankenthal wurde wegen umfang­reicher Unterschlagungen die bei der Schnellpressen­fabrik Frankenthal beschäftigte Buchhalterin Mar­garete Holl verhaftet. Die Verhaftung hat großes Aufsehen erregt, da die unterschlagene Summe in die Zehntausende gehen soll. Die Verfehlungen be­gannen schon vor 14 Jahren und waren nur mög­lich durch das unbedingte Vertrauen, das die Ver­haftete bei der Werksleitung genoß. Durch Kleben geringwertiger Versicherungsmarken hat die Buch­halterin, die den Versicherungspflichtigen die gesetz­lichen Beiträge anrechnete und den Unterschied für sich verbrauchte, ihre Vertrauensstellung zum Schaden der Arbeiter und Angestellten sowie der Werksleitung aufs schwerste mißbraucht. In vielen Kreisen war es schon längst aufgefallen, daß die Hott sich eine komfortabel eingerichtete Vierzimmer­wohnung leisten konnte, in deren Räumen es bei vielen festlichen Abendgesellschaften hoch herging.

Schwere Feuersbrunst in einem pommerschen Grenzdorf.

In dem hart an der deutsch-polnischen Grenze ge­legenen Dorf R e ck o w entstand ein Brand, der bei der Trockenheit und dem starken Ostwind mit rasender Geschwindigkeit um sich griff und in kurzer Zeit mehrere Gehöfte in Flammen setzte. Das Feuer wütete die ganze Nacht bis zum frühen Morgen und legte insgesamt 29 Ge­bäude mit allen landwirtschaftlichen Maschinen, Stroh- und Futtervor- röten in Schutt und Asche. Die meisten der von dem Brand Betroffenen haben nur das nackte Leben g e r e t t e t.-Viele Personen tru­gen Brandwunden davon. Die Ursache der Kata­strophe wird auf vorsätzliche Brandstiftung zurückgeführt. Um die erste Not zu lindern, hat der Vizepräsident der Provinz Pommern den Betrag von 1000 RM. gestiftet, der unverzüglich zur Ver­teilung kommen soll.

In einer Barmer Möbelfabrik 150 Zimmereinrichtungen verbrannt.

Im Dachgeschoß der Barmer Möbelfabrik Auer & Wellie, wo rund 100 fertige und 50 halbfertige Zimmereinrichtungen lagerten, kam Feuer auf. Alle Lösckzüge der Barmer sowie em Loschzug der El- berfelber Feuerwehr wurden zur Brandbekämpfung aufgeboten. Nach anstrengender Arbeit kannte das steuer, das auch die Nachbargebaude stark gefähr­dete, auf feinen Herd beschrankt werden. Das Dachgeschoß wurde ein Raub der Flammen. Die darunter liegenden drei Stock- werke blieben zwar vom Feuer verschont, haben aber durch Wasser stark gelitten.

Hakodate van einem schweren Explosionsungltick betroffen.

Die japanische Industriestadt Hakodate, die erst kürzlich von einer außerordentlich folgenschweren Wirbel st urmkata st rophe betroffen worden ist, wurde von einer B e n z o l e x p l oft on h^m- aesucht die einen schweren Brand an der See Promenade hervorries. Zwei Pionen kamevin dem Feuer um, 15 wurden verletzt Etwa 7 0 5) a u s e r wurden zerstört. Die Liste der Toten bei der durch den Wirbelsturm am 21. März hervorgerufe. nen Brandkatastrophe hat jetzt die Zahl 1987 er reicht.

Aus dem nordamerikanischen lleberschwemmungs- gebiet.

Der W a s h i t a - F l u ß sollt langsam. Am Dom nerstag wurden die Leichen v o n e l f u a mersfrauen und -kindern geborgen. Diele Personen werden noch vermißt. Weitere neun Zei­chen wurden im Nordwestteil von Wisconsin ange­spült. Große Besorgnis hat die Bewohner am

rüher häufig das kleine Mädchen schwer mißhan- lelt haben. Im Jahre 1930 wurde die Frau des­halb wegen schwerer Körperverletzung bestraft.

besonders die Riviera, wo sie ihre französischen Kameraden treffen würden, mit denen sie gute Freundschaft verbinde.

Selbstmord des japanischen Davispokalspielers Satoh?

Der japanische Tennisspieler und Führer der japanischen Mannschaft für die Spiele um den Davispokal, Iiro Satoh, ist^von Bord des SchnelldampfersHakonemaru", auf dem er nach England fuhr, verschwunden. In einem in seiner Kabine aufgefundenen Abschieds­brief kündigte er seinen Selb st mord an. Er war während der Ueberfahrt von Japan nach Sin­gapur schwer erkrankt.

Drei Unbeteiligte Opfer eines Selbstmordversuchs.

In Berlin versuchte ein Untermieter Selbst­mord zu begehen, indem er den V e r s ch l u ß d e r Gasleitung an der Zimmerdecke löste. Er selbst fand aber nicht den Tod, sondern wurde als Polizei- gefangener in das Staatskrankenhaus eingeliefert. Dagegen wurden durch sein frevelhaftes Verhalten drei Unbeteiligte getötet. Der 72jährige Wohnungsinhaber Lehmann, die 74jährige Frau Brandt und ihr 7% Jahre altes Enkelkind wurden durch das ausströmepde Gas getötet. Frau Brandt und ihr Enkelkind bewohnten die Räume oberhalb der Wohnung Lehmanns. Das ausströmende Gas war durch die Decke gedrungen.

Das eigene Kind zu Tode gemartert.

Weil sie ihr Kind zu Tode gemartert hatte, ist in Knöchelsröhren bet Stralsund in Pommern die 24jährige Margarete Janz verhaftet worden. Sie hatte auf ihr fünfjähriges Töchterchen mit Fäu­sten und einem Knüppel so lange ein­geschlagen, bis die Kleine kein Lebens­zeichen mehr von sich gab. Die Leiche wies am Körper blaue Flecken, blutige Striemen und am Kopf mehrere schwere Verletzungen auf. Nach Aus-

oberen Miffifippi befallen, da der Flugl ft ä n d i g steigt. Auch aus Texas werden Ueberfchwemmungen gemeldet. Bei der Stadt Me- nard ertranken vier Kinder. Der dortige sonst seichte Fluß ist zu einem reißenden Strom angeschwollen.

Lindbergh will an den Hilfsmaßnahmen für die Tscheljuskin-TNannschaft teilnehmen.

2>er Weltflieger Lindbergh hat dem russischen Botschafter in Washington mitgeteilt, daß er bereit jet, an der Rettungsaktion für die Mannschaft der Tscheljuskin teilzunehmen. Die russische Regierung hat den Weltflieger wissen lassen, daß sie es begrü­ßen würde, wenn er mit seinem Flugzeug an den Rettungsmaßnahmen teilnehmen würde. Bis jetzt beteiligen sich bereits 16 russische Flug- zeuge an den Bergungsversuchen.

Vergsleigertod.

Der Ingenieur Rudolf Dorn von den Zeppelin­werken in Friedrichshafen erlitt bei dem Versuch zur Besteigung des Montblanc einen Schwächeanfall und st a r b kurze Zeit danach in der Schutzhütte. Er hatte mit vier Bekannten die Öfter» feicrtage dazu benutzt, in der Gegend von Chamo- nix Skisport zu treiben. Die fünf Wintersportler ließen sich dazu verleiten, eine Ersteigung des Mont­blanc zu versuchen. Dabei ereilte den Ingenieur Dorn der Tod.

Explosion in einem Steinbruch.

In einem Steinbruch in der Nähe von Vitr6 (Frankreich) ereignete sich eine Explosion, bei der durch umherfliegende Eisenteile zwei Arbeiter getötet und ein dritter lebensgefährlich verletzt wurde. Aus bisher unbekannter Ursache platzte eine mit Preßluft gefüllte Stahlflasche. Der Auf­seher, dessen Kleider in Brand geraten waren, hatte die Geistesgegenwart, sich in einen Brunnen zu stürzen. Er kam ohne Schaden davon.

Brandunglück bei Rohrschach.

In Rebstein bei Rohrschach am Bodensee brann­ten am Donnerstag ein Doppelwohnhaus und noch ein anderes Haus nieder. Eine Frau aus Eggersriet, die in einem dieser Häuser zu Besuch weilte, kam in den Flammen ums Leben.

Personenkraftwagen gegen Eilomnibus gerannt.

In Langenleuba-Oberhain (Sachsen) stieß ein Eilomnibus der Eilkraftwagenlinie ChemnitzLeip­zig mit dem Personenkraftwagen eines Zwickauer Strumpfhändlers zusammen. Das Personenauto wurde völlig zertrümmert. Der Besitzer wurde tot aus den Trümmern des Wagens geborgen. Zwei mitfahrende An­gehörige, ein Mann und eine Frau, erlitten so schwere Schädelverletzungen, daß sie in bedenk­lichem Z u st a n d ins Krankenhaus nach Chemnitz gebracht werden mußten.

vom Heilpraktikerbund.

Der Bundesleiter des Heilpraktikerbundes ver­weist auf eine Verfügung des Ministeriums des Innern vom 5. August 1933. Danach find alle Heilpraktikerversammlungen sowie die Verteilung von Druck- oder Flug­schriften, die nicht vom Bundesleiter genehmigt oder gezeichnet sind, verboten. Freies Versamm­lungsrecht hat ausschließlich der Heilpraktikerbund Deutschluiids und dessen Untergruppen, soweit sie eine Bestätigung des Vorsitzenden Pg. Kees nach­zuweisen in der Lage sind. Verstöße gegen die An­ordnung ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Toreroschicksal.

Bei den Stierkämpfen, die am Ostermontag in der alten Arena von Nimes (Südfrankreich) unter großem Andrang der Bevölkerung abgehalten wur­den, spielten sich aufregende Szenen ab. Ein Pika- dor stürzte mit feinem Pferd und wurde von dem wütenden Stier durch Hornstöße lebensgefähr­lich verletzt. Seinen beiden Mitkämpfern ging es nicht besser. Sie versuchten, den Stier, der blind­lings gegen das verendende Pferd anrannte, abzu­lenken, kamen aber selbst zu Fall und wurden vom Stier angegriffen. Nur mit Mühe konnte man den aus vielen Wunden blutenden Stier von feinen Opfern abbringen.

Kunst und Wissenschaft.

Wechsel in der Leitung der Deutschen Akademie.

Sicherem Vernehmen nach hat Geheimrat Prof. Dr. Friedrich von Müller sich entschlossen, von der Leitung der Deutschen Akademie zurück­zutreten und diese einer jüngeren Kraft anzuvertrauen. Die Wahl des künftigen Präsidenten wird satzungsgemäß durch den Senat der Deutschen Akademie vorgenommen werden.

Trauerfeier für kardinal Ehrle.

Am Donnerstag fand in der Kirche St. Jgnazius in Rom die Trauerfeier für den deutschen Kurienkardinal Ehrle statt. Die Messe wurde von Bischof Waltz, dem apostolischen Ad­ministrator von Innsbruck, zelebriert. Die Sänger der Sixtinischen Kapelle führten unter persönlicher Leitung des Kirchenkomponisten P r e r o s i die Messe auf, die dieser für das Leichenbegängnis des Papstes Leo XIII. geschrieben hatte. Die Absolution am Katafalk erteilte der Kardinaldekan Granito. Der Trauerfeier wohnten fast sämtliche Kardinäle, das beim Hl. Stuhl beglaubigte diplomatische Korps, zahlreiche Vertreter der religiösen Orden und viele in Rom anwesende Deutsche bei.

Wettervoraussage.

Obwohl sich die flache Störungstätigkeit immer weiter auf das Festland ausdehnt, hält der hohe Druck im Norden durch feine Südseite in Deutsch­land die Ost-West-Strömung im wesentlichen auf­recht, stellenweise ist aber schon ein Windwechsel zu erkennen. Da vorerst noch keine ozeanische Luft zufließen kann, wird auch das aufheiternde Wetter bestehen bleiben, doch ist zeitweise mit Dunstbildun­gen zu rechnen, wobei sich die scharfen Temperatur­gegensätze etwas ausgleichen.

Aussichten für Samstag: Weiterhin auf­heiternd, doch stellenweise dunstig, Temperaturen zunächst wenig verändert, trocken.

Aussichten für Sonntag: Temperaturen zwischen Tag und Nacht etwas ausgleichend, sonst noch trockenes Wetter, dabei zeitweise wolkig.

Lufttemperaturen am 5. April: mittags 14,4 Grad Celsius, abends 4,4 Grad; am 6. April: morgens 0,2 Grad. Maximum 15,9 Grad, Minimum1,7 @rab. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. April: abends 7,8 Grad; am 6. April: morgens 3,7 Grad. Sonnenscheindauer 11 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenletter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 34: 11550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

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