Um
dabei
v. H.
besonderes Augenmerk auf sachgemäße Fütterung zu richten
In den Genuß der von den Behörden genehmigten Verbilligungen der Kücken und Iung- hennen könnten alle Geflügelzüchter kommen, in erster Linie Landwirte, die ihre Tiere sachgemäß aufziehen und bis zum 15. März den Antrag auf Verbilligung bei der Landesbauernschaft Hessen-Nassau in Frankfurt stellen.
Die Verbilligung werde nur gewährt für Tiere, die vor dem 15. Mai dieses Jahres geschlüpft seien und nur für die in Hessen anerkannten Wirtschaftsrassen, wie braune Italiener, weiße Wyandotten, Rhodeländer, weiße Leghorn und schwarze Rhein-
Kreis-Gchulungslehrgang für Geflügelzüchter in Gießen
ReichsjugendführerBaldurvonSchirach spricht zur deutschen Fungarbeiterschafi!
VornotWn.
— Tageskalender für Dienstag. Stadt-« theater: 20 bis 22 Uhr, „Hokuspokus". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Tunnel".
ei. Das Futter der Kücken solle enthalten 15 v. H. Eiweiß und 85 v. H. Kohlehydrate (Getreideschrote, Kartoffeln und bergt), das der Legehennen 25 v. H. Eiweiß und 75 v. H. Kohlehydrate, das der Mastkücken 15 v. H. Eiweiß und 85 o. H. Kohlehydrate und das der Altmasttiere 10 v. H. Eiweiß und 90 o. H. Kohlehydrate. Sämtliches Futter reiche man am besten in Automaten. Daß man Buch führen müsse, sei eine Selbstverständlichkeit. Dr. Lang gab erner Anleitungen über den Eierversand, über das Töten und das Behandeln der geschlachteten Tiere. Dem Kapitel Kücken- und Junghennenverbilligung widmete der Kreisfachberater längere Ausführungen.
Quadrille fand besonderen Beifall. Mit großem Interesse wurde der schwierige Finger-Schottisch verfolgt, der eine Fülle der einzelnen Figuren brachte und den Ausdruck einer unbändigen Lebenslust darftellte. Ein neckisches Tanzfpiel stellte der „Fünfte Junge" dar, in dem sich viel Erfindung in der Bewegung mit starker mimischer Unterstützung verband. „Schüddelbüx", ein noch heute auf der Insel Rügen lebendiger Tanz, löste Helle Freude durch die in ihm vereinigten drastischen Bewegun- c:en aus. Sehr fein wirkte ein Tanz unter dem -itel „Schwedisch-Schottisch", der besonders den Mädchen Gelegenheit gab, Anmut und Grazie zu beweisen.
Ein recht stattlicher Ehor von Gitarren, Lauten und Violinen unterstützt, sang bann zur Abwechse- iung das Lieb „Ich hört ein Vöglein fingen...". Dre Gestländer Polka, von drei Paaren getanzt, c-Jme rhythmische Verhaltungen und gab den -llusfuhrenden Gelegenheit zu beweisen, daß sie dem -wesen des Volkstanzes vollauf gerecht werden konnten. Der Kesselflickertanz und der Husarentanz, im Tempo sehr flott, trugen mehr eine städtische Jcote, menngleicf) auch in ihnen der Charakter des Volkstanzes rein erhalten war. Stürmischen Beifall stnteten zwei sehr originelle Rüpeltänze, in denen , ?le.! bäuerliche Urwüchsigkeit offenbarte. Eine Der schönsten Darbietungen des Abends war das Tar^spiel „Tanz mir nicht mit meiner Jungfer ri?ÄL' bas ^inen Sinn in der tänze-
rnctTen Gestaltung vollkommen ausgedrückt fand.
„Tampet" und „Windmüller" folgten. Dann sah man noch märkische Tänze, unter denen besonders die Alvstädter Quadrille gefiel. Den Anschluß der Tänze bildete ein ernster, in der Bewegung sehr gemessener Weihetanz nach dem Liede „Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht ..." Zwei Lieder von Hermann Löns (.„Rosmarin Haide" und „Alle Birken grünen" und die Ballade „Jenseits des Tales" vervollständigten das schöne Erlebnis, das diese Veranstaltung für alle Besucher bedeutete. Im Verlauf des Abends wurde Frau Schäfer die den Tanzkreis feit feinem Bestehen durch ihre musikalische Mitarbeit unterstützt, ein schönes Geschenk übermittelt. Der Ertrag einer Sammlung ist dem Winterhilfswerk zugedacht.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 6. März. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 bis 1 25 Mark, Kochbutter 1,05 bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 8 Wirsing, das Pfund 15 bis 25, Weißkraut 10 bis 12 Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8 Rosenkohl 25 bis 30 Pf., Feldsalat 1,20 Mark Meerrettich 35 bis 45 Pf., Zwiebeln 10, Kartoffeln 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel das Pfund 15 bis 25 Pf., Birnen 15 bis 25, Blumenkohl das Stück 35 bis 50, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Schwarm wurzeln 25 bis 30 Pf. das Pfund. ö
die bäuerliche Geflügelzucht rentabel zu ge- talten und die Geflügelzüchter für das große Ziel, unser Volk auf dem Gebiete der Eieroersorgung unabhängig vom Ausland zu machen, theoretisch und technisch zu schulen, hatte die Kreisfachberatungstelle für Geflügelzucht die Ortsfachberater zu einem Schulungslehrgang in Gießen am letzten Sonntag eingeladen.
jenem Zuge unter Mtführung ihrer Fahne zum Saale des „Frankfurter Hof". Hier wird ein Festakt ftattfinben, bei dem der Kreisleiter z. b. D. und Gaurebner B u l l m a n n bie Festrebe über die Bedeutung des heutigen Gebenktages unb über die gewaltige Aufbauarbeit des Führers und der nationalsozialistischen Bewegung sprechen wirb.
Reichsbund Volkstum und Heimat, Kreis Gießen.
1. Sämtlicher Geschäftsverkehr ber im Kreise wohnhaften Mitglieder geht über bie Kreisringfüh rung Gießen. Anschrift: Lehrer Sern, Gießen, Frankfurter Straße 90.
2. Sämtliche Beiträge sinb zu zahlen mindestens vierteljährlich gesammelt durch die Bezirksführer ober Vertrauensleute ber Schulgruppen, Aemter ufro. auf Postscheckkonto 19 858, Reichs bunb Volkstum unb Heimat, Kreis Gießen. Gleichzeitig mit ber Einzahlung der Beiträge ist an Herrn Dem au senden eine namentliche Abrechnung, alphabetisch geordnet.
3. Alle, bie sich in Darmstadt angemeldet haben, müssen chre Meldung bei der Kreisringführung sofort nachholen; ebenso ist mitzuteilen, wer Beiträge direkt nach Darmstadt überwiesen hat.
4. Ich erwarte äußerste Pünktlichkeit und Ordnung im Geschäftsverkehr. Die Werbung muß noch weiter fortgefetzt werden, insbesondere sind auch körperschaftliche Mitglieder, Vereine, Gemeinden zu werben. (Mindestbeitrag für Einzelmitglieder 3 Mk. jährlich, für körperschaftl. 5 Mark).
gez.: Rebeling, Kreisringführer.
Ortsgruppe Gießen-Süd.
Velr.: Lebensmittelsammlung.
Ehrung des Bürgermeisters von Schotten.
x * 5- März. Heute mittag bereitete
ber Gemeinderat unserer Stadt unter Führung des geigeorbneten ©traub, des ältesten Kämpfers ber NsDAP in Schotten, unserem Bürgermeister Menget eine herzliche Ehrung. Bürgermeister Mengel, der heute seinen 5 0. Geburtstag in ausgezeichneter Frische unb Schaffenskraft be- geben konnte, ist nunmehr feit 15 Jahren -ourgermeister unserer Stadt unb zu- güid) feit 25 Jahren unser Ortsbürger. Lr stammt aus Nidda, diente als Einjähriger in Gießen bei den 116ern, studierte bann Rechtswissen- x un& legte 1909 sein Staatsexamen ab. Don Da ab war er als Rechtsanwalt in Schotten tätig. Nach dem Kriege kam er als Hauptmann b. R in bie Heimat zurück und wurde im Juni 1919 ohne Gegenkandidaten zum Bürgermeister unserer Stabt gewählt. In Anerkennung seines verdienstvollen
» 3um Besten unseres Gemeinwesens und aller Burger zugleich auch als Ehrengabe zu feinem 50 Geburtstage, überbrachte ihm der Gemeinde, rat heute mittag einJBUb des Führers und V o l k s k a n z l e r s Adolf H i t l e r mit folgender Widmung: Die Stadt Schotten ihrem lieben Bur- germeifter Erwin Mengel zum 50. Geburtstag." Sie Ehrengabe wurde von dem Beigeordneten
. J-,a u b im Auftrage des Gemeinderates über» Bürgermeister Mengel dankte dem Ge- metnderat herzlich für diese Auszeichnung.
länder. Diese Tiere dürften aber nur von den Betrieben gekauft werden, die der Kontrolle der Landesbauernschaft unterstellt sind. Die Zahl der Tiere, für die Verbilligung gewährt wird, sei beschränkt und betrage 80 bis 100 Kücken und 15 bis 20 Junghennen. Die Verbilligung betrage für Kücken 20 Pf., für Junghennen 60 Pf. bei einem Mindestpreis von 60 Pf. für Kücken unb 2,75 Mk. für Junghennen bei bestimmtem Alter. Diese Maßnahmen, wie auch bie neu geregelte Eierbewirtschaftung, über bie sich Dr. Lang anschließenb aussprach, sollten der Verbesserung ber bäuerlichen Geflügelhaltung bienen, um bamit bie Eierversorgung bes beutschen Volkes aus ber heimischen Erzeugung zu erreichen.
Die neu geschaffene Reichseier stelle erfasse jetzt alle in den Handel ckommenben Eier, also Inland- und Auslanbeier.
Die ländlichen Geflügelzüchter dürften nach wie vor mit ihren selbst erzeugten Eiern ihre Ver- braucherschast bedienen (also auch die Kundschaft auf dem Gießener Wochenmarkt). Die nicht verkauften Eier dürften aber nicht an die Händler abgegeben, sondern müßten an die örtlichen Sammelstellen, die an allen Orten erstehen sollen, geliefert werden.
Von dieser Stelle gelangten sie an die Bezirks- sammelstellen, für den Kreis Gießen in Gießen, Geilshausen, Hungen, für den südlichen Teil in Butzbach (mit noch einigen Orten des Kreises Friedberg), für den östlichen Teil in Groß-Eichen (mit noch einigen Orten des Kreises Schotten). Die gesamten Unkosten sollen pro Ei nicht mehr als einen Pfennig betragen, bie weitere Verteuerung ber Eier soll oermieben werben. Für einzelne Orte, in benen alle Eier direkt an die Verbraucher geliefert werden (wahrscheinlich Heuchelheim, Wieseck, Klein-Linden, Lich u. a.), brauche eine Ortssammel- stelle nicht errichtet zu werden. Die Auszahlung der Eiergelder an die Erzeuger solle spätestens 14 Tage nach Lieferung erfolgen. Der Eieraufkauf durch die Sammelstellen erfolge nach Gewicht und nicht nach ber Stückzahl.
Jeder Geflügelzüchter habe das Li mit einem Stempel zu zeichnen, damit man jederzeit die Herkunft des Eies festsiellen könne.
Die Eierlieferanten könnten den zu gründenden Genossenschaften beitreten, eine Pflicht dazu besiehe aber nicht. Der Monat März gelte noch als Uebergangsmonat.
3n ber anschließenben Aussprache würben noch viele Fragen burch ben Leiter geklärt.
3m Gasthaus von Heinrich Henkel wurde anschließend die Besprechung von Fragebogen vorgenommen und weitere Erfahrungen aus dem Züchterleben ausgetauscht. Da die Zahl der Orts- geflügelfachwarts des Kreises Gießen groß ist, mußte ber Kursus in vier Abteilungen an vier Sonntagen abgehalten werben. Die letzte Abteilung trifft sich am 18. März.
Der Kursus begann mit einer Führung burch bie Abteilung Geflügelwirtschaft des Tierzuchtinftituts der Lanbesuniver- i t ä t Gießen (Oberer Harbthof), die der Kreis- achberater Dr. Lang leitete. Den Kursteilnehmern vurden alle Zweige, ber Geflügelzucht vorgeführt, o die Futtermischung und die Futterlagerung, bie Runftbrut, bie Eiersortierung unb Kennzeichnung, bie Kartothek, die mit Ofenheizung ausgestatteten Drahtbobenställe für bie jüngsten Tiere, die Aufzuchtställe mit Schirmglucken für über drei Wochen alte Tiere, die Normalställe mit Futtergeräten, Fallennestern und Staubbädern,. die Hühnerweiden, bie Wechselausläufe, bie Legehallen, die Hühnerwagen ür die Weide, die sachgemäße Herstellung des Keimhafers u. a. mehr.
3m Landwirtschaftlichen 3 n ft i t u t in ber Senckenbergstraße wurde an Hand von Lichtbildern die Geflügelwirtschaft in bäuerlichen Betrieben gezeigt. Die Bilder zeigten wie aus unvorschrifts- mäßigen Ställen gesunde Stallanlagen hergestellt werden können, ferner die Behandlung von Glucke unb Brutnest, bie Futtergefäße, die Vornahme ber Desinfektion u. a. mehr. Dr. Lang führte ' ' u. a. aus, daß
Am Sonntag, 11. März, 12 Uhr, spricht ber Reichsjugenbführer auf der Kokerei „Friedrich Ernestine" in Effen-Stoppenberg zur deutschen 3ungarbeiterschaft ber Stirn unb ber Faust. Die Rede des Reichsjugendführers wird durch den Rundfunk übertragen, so daß die gesamte deutsche Fugend Gelegenheit hat, die Ausführungen Baldur von Schirachs mit anzuhören.
3n allen Teilen Deutschlands wird sich diese Rede als „Feierstunde der Jungarbetterschafl der Stirn und der Faust" im Rahmen großer Kundgebungen bewegen.
Diese iZkranftaltunaen werden getragen von der Hitler-Jugenb, BDM. und dem deutschen Jungvolk. 3m Bereich des Bannes 116 finden bie Kundgebungen wie folgt statt:
Gießen: 3n den Maschinenhallen der Schaff- staedtschen Fabrik (Uebertragung burch Großlautsprecheranlage an biefer für eine derartige Kundgebung würdigen Stätte).
Alsfeld: Auf dem Marktplatz (Uebertragung burch Großlautsprecher).
Homberg: Stadthalle.
Groß-Felda, Hungen, Großen-Bu- f e ck unb Grünberg an Plätzen, bie der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Deutsche Jungarbeiterschaft, Schuljugend, Lehrlinge, die ihr noch nicht unseren Reihen angehört, wir fordern von euch, daß ihr geschlossen an diesen Kundgebungen teilnehmt, um den Ausführungen des Reichsjugendführers zu lauschen, damit wir vor euch die Volksverbun- I
Oberheffen.
Dank des Führers an die StadtGedern
I. Gebern, 5. März. Unserem Führer Abolf Z\*(.er roar das Ehrenbürgerrecht ber 2? *a e b e.r ” verliehen und ihm eine künstle- ^!runUrf)J.nbe' angefertigt von dem hiesigen Gewerbelehrer Gustav ßimpert, übersandt wor- Jen. (Sine oorläufige Bestätigung über den Emp- an9 lst kurz danach eingegangen. Dieser Tage anbte nun der Führer folgendes Dankschrei - den: »Die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes von Gebern erfüllt mich mit aufrichtiger Freude. Ich nehme bie Ehrenbürgerfchaft an und bitte, dem ?r?otrat meinen ergebensten Dank, sowie meine besten Gluckwunscke für bas Blühen unb Gebeihen P?" ledern aussprechen zu dürfen." (Persönliche Unterschrift.)
denheit, die uns mit der arbeitenden Jugend zusammenschmiedet, durch die Tat beweisen können.
Aber nicht nur die Fügend bitten wir, an dieser „Feierstunde der Jungarbeiterschaft der Stirn unb ber Faust" teilzunehmen, fonbern wir ersuchen bie Bevölkerung, ber Jugenb an bie fern Tage Gehör zu schenken, mit biefer Hitlerjugend der Tat ben Reichsjugenbführer zu hören, um seine Worte als Symbolunseres Wollens unb Wesens aufzunehmen.
F. d. R.: Erharb Waag, Abteilungsleiter P. Der Führer des Bannes 116: Gez.: Alfreb Häuser.
llnterbann 5/116 Nieder-Ohmen.
An die Zeitungen des Bereiches des Unterbanns 5/116.
Anläßlich ber Rebe des Reichsjugendführers Baldur von Schirach am 11. März in Essen- Stoppenberg finden im Unterbann 5/116, und zwar in Homberg an ber Ohm unb in Groß- Felda, zwei große Kundgebungen ber Hitler-Jugend statt. Wir hoffen, daß die gesamte Bevölkerung im Bereiche des Unterbanns 5/116 in den beiden Ortschaften sich zu einem mächtigen Bekenntnis zur Verbundenheit mit ber Jung- arbeiterschaft einfinbet Weitere Bekanntmachungen über diese Kundgebungen erfolgen im Lause der Woche.
Der Führer des Unterbanns 5/116. gez.: Hermann Kratz.
F.d. R.: Ernst Edelmann.
** Dienstjubiläum bei der Reichsbahn. Die Lokomotivführer Justus Henning Karl Stork und Wilhelm Vogt (Bahnbetriebs^ werk Gießen), sowie ber Stellwerksmeister Adam Harbusch (Bahnhof Gießen) konnten dieser Tage auf eine 40jährige Dienstzeit bei ber Reichsbahn zurückbUcken. Lokomotivführer Georg Stauß (Bahnbetriebswerk Gießen) stebt feit 35 Jahren, Lokomotivführer Heinrich Keuoel (Bahnbetriebswerk Gießen), die Zugschaffner Friedrich Klein und Heinrich Schäfer IV. (Bahnhof Gießen) stehen seit 30 Fabxen und Relchsbahstobersekretär Kempf (Güterabfertigung Gießen) seit 25 Jahren im Dienst bei der Reichsbahn. Den Jubilaren wurden von ihren Dienststellenvorstehern Glückwunsch, schreiben ber Reichsbahnverwaltung, den feit 40 Jahren Dienst tuenden Beamten auch Glückwunschschreiben des Herrn Reichspräsidenten überreicht. Von den Mitarbeitern wurden den Jubilaren eben» falls Ehrungen zukeil.
** Ein Siebzigjähriger. Am morgigen Mittwoch, 7. März, begeht Herr Jakob Koch, Gar- tenftraße 1, in körperlicher unb geistiger Frische feinen 70. Geburtstag. Der Jubilar ist schon seit mehreren Jahrzehnten treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.
** Silberne Hochzeit. Am heutigen Dienstag, 6. März, begehen ber Universitätspräparator Hugo Schmibt unb Frau, geb. Heiderich, Wilhelm- straße 8 wohnhaft, bas Fest ber silbernen Hochzeit. Das gleiche Ehejubiläum können am morgigen Mittwoch, 7. März, ber Magaziner Heinrich Hanitsch unb Frau, geb. Kalbfleisch, Erdkauterweg 17, begehen. Die Jubilare sinb seit langen Jahren treue Abonnenten bes Gießener Anzeigers.
** Eine Vataillonsübung. Heute gegen Uhr rückten bie Kompanien unseres Bataillons zu einer Hebung aus, bereu Beginn etwa beim Harbthof lag und bie sich von dort in ungefährer Richtung Krofborf, Fellingshausen, Krofborfer Forst usw. entwickelte. Der Rückmarsch ber Truppe war für bie Mittagsstunbe aus ber Gegend von Wißmar vorgesehen.
** Eine Ausstellung von Schülerinnenarbeiten zeigt das Fröbelseminar des Aliceschulvereins von Mittwoch nachmittag bis einschließlich Freitag. (Siehe heutige Anzeige.)
** Sonntagsrückfahrkart s»n zum Reit- und Fahrturnier in Frankfurt. Zu dem am Samstag, 10. März, und Sonntag, 11. Mär^, in Frankfurt a. M. ftattfinbenben Reit- unb Fahrturnier bes Frankfurter Reit- unb Fahr- f(ubs unb der SA.-Gruppe Hessen werden von ben Bahnhöfen ber Strecken Gießen—Frankfurt, Hungen—Friedberg—Frankfurt, Nidda—Friedberg- Frankfurt, Ortenberg—Vilbel—Frankfurt, Hungen —Gelnhausen—Frankfurt Sonntagsrückfahrkarten nach den Frankfurter Bahnhöfen mit folgender Geltungsdauer ausgegeben: Hinfahrt vorn 10. März 0 Uhr bis 11. März 24 Uhr, Rückfahrt vom 10. März 12 Uhr bis 12. März 12 Uhr (spätester Antritt ber Rückfahrt).
** Ein großes Wanderertreffen soll am 10. Mai in Hanau in Verbindung mit einer Sternwanderung ftattfinben. Das Treffen soll sich zu einer bedeutsamen Kundgebung für den beut- chen Wanbergebanken gestalten. Zahlreiche Wan- beroereine aus dem Obenwalb, dem Spessart, dem Taunus und ber Rhön haben ihre Teilnahme zu- gesagt. Der Zweigverein Hanau bes VHC. hat bie übrigen Zweigvereine des VHC. aufgerufen, sich an ber ©ternroanberung unb an der Kundgebung zu beteiligen.
** Wichtig für alle Musiker. Es wird erneut darauf hingewiefen, daß sich sämtliche Musik- vereine, Streich- und Blasorchester an den beauftragten Gebietsführer für Hessen-Nassau, Wilhelm Ludecke in Bad Homburg, Luisenstraße 35 II, umgehend zu wenden haben zwecks Eingliederung m ben Reichsbunb beutscher Volksmusik, damit ben betreffenden Vereinen unb Orchestern bie Frage- bogen zugeschickt werben können. Vereine, bie nicht angemelbet sinb, werden künftig polizeilich ver- hindert, öffentlich Musik auszuüben. Hierbei ist es gleichgültig, ob die Aufführungen gegen Entgelt ober unentgeltlich ober zu Wohltatigkeitszwecken getätigt werben.
Am Donnerstag, 8. März, findet in der Ortsgruppe Gießen-Süd — das sind alle Straßen südlich ber Bahnlinie Gießen—Fulba einschließlich ber ganzen Liebiastraße und Frankfurter Straße — eine P f u n d f a m m l u n g (Lebensmittel) z u Gunsten des Winterhilfswerks 1933/34 statt.
Alle Bewohner der Ortsgruppe werden gebeten, ihren Anteil zu dieser Sammlung beizutragen. Jede Gabe, auch bie kleinste, wirb zur Linderung der Not bringenb benötigt unb dankbar angenommen.
Die Sammlung erfolgt mittels Fahrzeuge der Reichswehr und wird durch Hornisten bekanntgegeben.
Gez.: Zöll, stellv. Ortsgruppenwalter.
NSLR., Kreis Gießen.
Samstag, 10. März, 15.30 Uhr, Kr eisver- fammlung der Fachschaft „Höhere Schule" in der Turnhalle ber Oberrealschule Gießen.
Adolph, Kreisarbeitsleiter.
4103/55Mk. von der Gießener Eintopfsammlung.
Das Ergebnis der Eintopfsammlung am vorigen Sonntag in Gießen belief sich auf 4103,55 Mark. Dieser Ertrag übertrifft das Ergebnis vom Ein- topffonntag zu Anfang Februar, bei dem 4029,99 Mark gesammelt wurden.
Die letzten Wochen der Straßen-Lotterie
Prämienziehung aller Serien am 15. INarz.
Der große Erfolg der Straß-en-Lotterie des Winterhilfswertes 193 3/34 ist mit in erster Linie bestimmt worden durch bie Opferbereitwilligkeit aller Volksgenossen, zur Linderung der Not im Kampf gegen Hunger unb Kälte mit beizusteuern. Aller Voraussicht nach dürsten die von der Reichsleitung der NSDAP, in München zur Ausspielung bestimmten dreißig Serien in den ersten Tagen bes März vollkommen ausverkauft sein. Erfahrungsgemäß sinb bie Gewinnmöglichkeiten der letzten Serien noch einmal außerordentlich. Man versäume daher nicht, in diesen letzten Tagen ber S t r a ß e n - L o 11 e r i e bei den grauen Glücksmännern noch einmal bas Glück zu versuchen. Bebingt durch ben ausgezeichneten Erfolg ber Lotterie würbe bie Prämienziehung ber Serien 1 bis 25 ber Einfachheit halber mit ben restlichen Serien auf ben 15. März 1 934 zusammengelegt. Die Auslosung biefer Prä- mienfcheine, bie jebem Originallos beigeheftet sind unb bie für jebe einzelne Serie 5000 Mk. beträgt, findet unwiderruflich am 15. März unter Aufsicht ber Reichsleitung ber NSDAP., Abteilung Lotterie, in München statt.
Wir tanzen und singen ...
Der Deutsche Guttempler - Orben, Ortsgruppe Gießen, hatte für Samstagabend Zu einer Volkstanz Veranstaltung in bas Katholische Dereinshaus eingeladen. Viele folgten dem Rufe. Der Saal 'war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Der Abend brachte ein außerordentlich reichhaltiges Programm. Das, was geboten wurde, mar reinstes deutsches Kulturgut. Die Art, in der dieses Kultur- gut bargebracht würbe, war vollkommen. Dor allem verdient festgestellt zu werden, daß der Abend im l/^Cn ber Disziplin in jeder Hinsicht, des guten Geschmacks und im Zeichen ernstester völkischer Gesinnung stand. Im Tanz- und Singkreis des Gut- templer-Ordens in Gießen hat sich eine Anzahl I“n?c,rc-?/en^en zusammengefunden, bie in brei- einhalbiahnger angestrengter Arbeit einem herrlichen deutschen Kulturgut zu neuem Leben ver- h^lfen, bas nun da ein glücklicher Anfang gemacht ist, m weitere Kreise wirken sollte.
Der Leiter bes Tanzkreises, Herr Benk, bem zweifellos bas Hauptverdienft an ber geleisteten Arbeit zukommt hielt zu Beginn des Abenbs eine kurze Ansprache, in ber er die Entstehung bes Tanzkrelses seine Entwicklung, bie Arbeit unb bie Erfolge schilderte, bie der Gruppe deschieden gewesen seien. Der feste Wille zum Edlen unb Reinen habe alle odreint. Es habe Opfermut zu zeigen gegolten. Es mußten Schwierigkeiten im Beruf im elterlichen Haus, im öffentlichen Leben überwunden werden. Der Tanzkreis habe etwa 100 Tänze ein» kubieren unb innerlich erfassen können. Es hanble ich bei bieten Tänzen nicht etwa um Kinberreigen onbern um Tänze ber Erwachsenen, um Gesell- • chaftstänze, bie z. T. in mehr ober minber gut erhaltener Form noch heute in manchen deutschen Landstrichen getanzt würden. Cs gebe über tausend deutsche Volkstänze, die ber Wiedererweckung wert fein würben. — Die Bühne war sehr einfach gehalten. Im Mittelpunkt klarer Flächen prangte bie i Hakenkreuzflagge.
Ein frisch gelungenes Lied eröffnete die Reihe der Darbietungen. Dann folgte ber Begrüßungstanz bcm Radetzky-Marsch, ein figurenreiches Spiel । ber ©lieber, Aufmarsch unb Reigen unb schließlich fröhlicher Gruß mit vielen bunten Tüchern. Dann fah man nordische Tänze. Zunächst „Dreigespann", ! einen feinen ausgewogenen Tanz gemessener Be- : wegyng mit bewegtem Abgang. Eine Ballett- i


