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Oer Sternhimmel im Februar

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Mond: D1. Viertel d letztes Viertel

Merkur Venus Mar» @ Jupiter

Kleine Buch­staben

STERNBILDER;

GROSZE BUCH­STABEN

Viehverwertungsgenoffenschast Butzbach und Umgegend.

Nachdruck verboten!

Sonnenaufgang von 7.40 bis 6.50 Uhr. Sonnen­untergang von 16.45 bis 17.35 Uhr. Lichtgestatten des Mondes: Letztes Viertel am 7. um 10 Uhr, erstes Viertel am 21. um 7 Uhr.

In diesem Monat bekommen wir wenigstens voraussichtlich mancherlei zu sehen, was es sonst nicht zu sehen gibt, dafür aber bestimmt etwas nicht zu sehen, was es sonst in jedem Monat gibt, nämlich einen Vollmond. Denn da die durchschnittliche Dauer eines Mondlichtwechsels etwa 29Vz Tage beträgt, so muß jede der vier Lichtgestalten einmal in jeden

Der die 24 Stundenzahlen von Mittcrt nacht bis Mitternacht eines Tages ent haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest stehend zu denken. Der Sternhimmel dreh» sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei< ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt, Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be* obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo» natsmitte ist der gerade Pfeil 1/s Stund9 früher, für je 5 Tage nach der Monats mitte V» Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun gen ein, wenn er die angedeutete Licht- gestalt zeigt.

schehen, wenn jeder Bauer für Verkaufsware volle Garantie übernehme.

Im Jahre 1933 seien 16 neue Orts genös­se n s ch a f t e n, darunter eine ganze Anzahl im Kreise Gießen, gegründet worden. In Zukunft solle für jedes Stück Vieh, das nachweislich an lieber» fütterung auf dem Transport oder im Schlachthof verendet, nur 75 Prozent des Wertes Entschädi­gung gezahlt werden. .

Dr. Schmitt vom Landwirtschaftsamt Fried­berg erläuterte die Verhandlungen mit der Fried­berger M e tz g e r i n n u n g , die für die Folge­zeit den Verbrauch an Schlachtvieh aus der Genossenschaft decken will. Der Preis des Viehes innerhalb derselben Klasse liege rund zwei Pfennig unter der Frankfurter Höchstnotierung. In Zweifelsfällen entscheide das Schiedsgericht.

Die Bilanz wurde von Landwirt Bopp- Griedel vorgetragen, die mit einem Haben von rund 8289 Mark und einem Soll von rund 8239 Mark abschließt. Die Bilanz wurde genehmigt und dem Aufsichtsrat und Vorstand auf Antrag Eni- l a st u n g erteilt.

Der Punkt Wahlen wurde rasch erledigt. Sat­zungsgemäß scheiden aus dem Vorstand Wissel- Griedel und aus dem Aufsichtsrat Bopp-Griedel, Schneider- Ostheim und Schneider- Kirch- Göns aus. An Stelle des versetzten Landwirtschafts, rotes Dr. D i e n st wurde zum Vorsitzenden Bürger­meister Schneider- Ostheim und als Vertreter G l a u m Niederkleen bestimmt. Alle übrigen Aus­scheidenden wurden einstimmig wiedergewählt.

Der Vorsitzende gab einige Satzungsände­rungen bekannt. Unter PunktVerschiedenes" berichtete er über Beschlüsse des Vorstandes und Aufsichtsrates. In Zukunft sollen Beschwerden von einer Kommission erledigt werden. Das Ein­trittsgeld wurde ab 1. Jan. d. I. von zwei auf drei Mark erhöht. Der Verkauf von Schlacht- vieh an Juden i ft verboten. Wer gegen diese Anordnung verstößt, wird aus der Genossen­schaft ausgeschlossen und der Geschäftsanteil eingezogen. Die Vorstände der einzelnen Ortsgenos­senschaften sind angewiesen, nur noch Tiere zum Frankfurter Markt anzunehmen, die mindestens sieben Tage vorher angemeldet worden sind. Diese Regelung tritt sofort in Kraft. Die Vermittlung von Nutz- und Zuchtvieh geschieht durch die Nutzvieh- Genossenschaft in Frankfurt. In den einzelnen Be­zirken sollen für die Folgezeit regelmäßig Vieh- mär f te ftattfinben. Der nächste Markt roirb am 15. Februar in Gießen abgehalten. 3um Ver­trauensmann für den Bezirk Butzbach und Fried­berg ist Karl Schneider- Ostbeim von der Haupt- gen'ossenschaft bestimmt worden. Die Geldgeschäfte be­sorgt die Vereinsbank Butzbach. Es ist ein Kredit von 100 000 Mark zur Verfügung gestellt.

Der Vertreter R e t s ch e r von der Hauptgenossen- schäft Frankfurt ermutigte alle Bauern, sich immer enger und restlos zur Genossenschaft zu bekennen, denn alle Maßnahmen der Regierung würden nur zu Nutz und Frommen der Bauern selbst durch­geführt.

Das Schlußwort sprach Bürgermeister Schnei­der- Ostheim, der alle Berüfsgenossen auf die glanzvollen Leistungen der Regierung Adolf Hi t- l e r s für den Bauernstand hinwies und sie zur unwandelbaren Treue zum großen Führer aufrief;

I ihm galt das dreifacheSieg-Heil!".

* Alten-Buseck, 6. Febr. Der 26jährigeWeiß- " ~ - hier hat gestern einen

d mußte in die Chirur-

so läßt sich um so sicherer sagen, daß der Mars und der Saturn nicht zu sehen sind, während die Sicht­barkeit des Jupiter sehr günstig ist, wenn er auch zunächst noch etwas spät, nämlich kurz vor Mitter­nacht erscheint. Allzugroße Sprödigkeit war ja be­kanntlich nicht der Fehler, den man seinem Namens­paten, dem alten Götterkönig, nachsagte, und so be­währt er denn auch in diesem Jahr seine Vorliebe zurJungfrau", deren Hauptstern Spica er recht nahe steht.

Am Fixsternhimmel sehen wir den Höhepunkt der Wintersternbilder. Der Orion steht so hoch, daß wir auch den unter ihm stehenden Hasen noch sehen können. Eine besonders günstige Lage hat auch der Tierkreis. In den frühen Abendstunden sehen wir (jeraöe seine Sommerhälfte; sie hat ihren Höchst- tand, während der Mittelpunkt des Kreises, der ogenannteEkliptikpol", senkrecht unter dem Him­melspol steht; der Frühlingspunkt verschwindet um diese Zeit im Westen, während ein schwaches Stern­lein in den Zwillingen den höchsten Punkt der Sonnenbahn bezeichnet.

Kreis Alsfeld.

11. Merlau, 5. Febr. Der hiesige Spar- unb Darlehenskassenverein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Es wurde insbeson­dere der Beschluß gefaßt, die Reichsgenossenschafts- hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Antrag zur 23er- schmelzung mit dem Spar- und Darlehenskassen- Verein Flensungen wurde abgelehnt. Der Geschäfts­anteil wurde von 10 auf 30 Mark erhöht. Das Kün­digungsrecht wurde auf 2 Jahre verlängert.

11. Atzenhain, 5. Ferb. Gegenwärtig wird die hiesige Erzwäscherei umgebaut und nach derEisenkaute" transportiert. Die modern aus­gebaute ErzwäschereiEisenkaute" liegt an der Straße Nieder-OhmenBernsfeld. Es ist zu erwar­ten, daß die Erwerbslosen der umliegenden Dörfer auf längere Zeit Arbeit bekommen. Die Bauxit- wäscherei soll vorläufig in Atzenhein verbleiben.

Preußen.

Kreis Wetzlar

* Odenhaufen (Lahn), 3. Febr. Dieser Tage fand hier die ©rünbung einer Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes statt, der sofort 65 Mitglieder beitraten. Lehrer Schneider be­grüßte die Teilnehmer; Lehrer W a g n e r - Launs- bach erläuterte in einer Ansprache Zweck und Aus- gäbe des Reichsluftschutzbundes. Der Vorstand der Ortsgruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Ortsgruppenführer Lehrer Schneider; 1 Stellvertreter Heinrich Roth; 2. Stellvertreter Heinrich Wagner (H.-Nr. 24); Geschäftsführer und Kassierer: Gottfried Heuser; Werbewart Hch. Bremer; Schulungsleiter: Karl Ufer. Als Ver­treter der Ortspolizeibehörde und der Gemeindever­tretung gehört Ortsbürgermcifter Karber dem Vorstand an. Für die NSDAP, ist Stützpunktleiter Gottfried Fritz, für den Kriegerverein Ludwig S p e i e r, für die Landwirtschaft LOF. Christian Schneider, für die Feuerwehr Hch. Schleich, für den NS.-Lehrerbund Lehrer Willig, für den Frauenoerein Frau Ludwig Wagner genannt.

0 Groß-Rechtenbach, 3. Febr. Unter gro­ßer Beteiligung der Gemeinde und weiter Kreise aus dem benachbarten Hessen wurde der Landwirt Friedrich Kuhl zu Grabe getragen. Ein Posaunen­chor des Kreises begleitete den Leichenzug. Der Orts- geistliche Pfarrer Harth hielt die Gedächtnisrede und schilderte das Lebenswerk des Heimgegangenen. Für die evangelische Gemeinschaft und die Posau­nenchöre, um die sich der Verstorbene sehr verdient gemacht hat, legte Prediger Trippier einen Kranz nieder. Die Kreisverbindung Wetzlar der evangelischen Iungmänneroereine, der Gemischte Chor und der Posaunenchor nahmen mit einigen Trauerweisen von Vater Kuhl Abschied. Der 23er- storbene war der älteste Einwohner unse­res Ortes; er stand im 88. Lebensjahr. Er war weit über die Grenzen seines Heimatdorfes bekannt, zählte mit zu den Gründern der Posaunenchore in hiesiger Gegend und stand dem Groß-Rechtenbacher Posaunenchor, dem Gemischten und dem Männer- chor als' Dirigent vor. Lange Zeit war er Mitglied des Gemeinderats und des Ortsgerichts.

* Hochelheim, 6. Febr. Bei einem größeren Verkehrsunfall in der Nähe von Bürbach em Omnibus fuhr an einem Bahnübergang gegen Die Eisenbahn und wurde ein Stück mitgeschleist er­litt der Händler Johannes Reiz von hier einige nicht unbedeutende Verletzungen. Er wurde mit Kopf- und Armverletzungen in Die Chi­rurgische Klinik nach Gießen gebracht.

vollzieht er sich so, daß sie erst als Abendstern verschwindet und dann nach einiger Zeit als Mor­genstern auftaucht; wenn sie aber zur Zeit ihres Vorübergangs von der Sonne sehr viel höher als diese steht, kann es vorkommen, daß sie eher als Morgenstern erscheint, als sie als Abendstern ver­schwindet; hierfür liegen die Verhältnisse etwa am 3. und 4. recht günstig; ob dies aber dazu aus­reicht, daß wir die Venus am gleichen Tag als Morgen- und als Abendstern sehen, ist schwer vor­auszusagen. Wenn so bei der Venus und dem Merkur die Voraussage etwas zweifelhaft ausfällt.

4- Butzbach, 4. Febr. Im Saale desHessi- chen Hofes" tagte heute nachmittag Die General­versammlung der Biehverwertungs- genossenschaft Butzback und Umgegend, zu der nicht nur eine Anzahl Mitglieder aus Ge­meinden der hiesigen Umgebung, sondern aus einer ebenso großen Zahl Dörfer aus dem benachbarten Kreise Gießen gehören. Der Saal war voll besetzt.

Der Vorsitzende, Bürgermeister Hildebrand- Nieder-Weisel, eröffnete die Tagung und übergab dem Aufsichtsratsvorsitzenden,Bürgermeister Schnei- d e r - Ostheim, die Leitung der Versammlung, der u. a. die Vertreter der Landwirtschaftsämter Gießen und Friedberg, die Vertreter von Gießen und Wetz­lar, der Hauptabteilung Frankfurt und andere führenden Persönlichkeiten willkommen hieß.

Der Geschäftsführer, Landwirtschaftsassessor Fah­ne y , verlas das Protokoll der vorletzten General­versammlung, ebenso das der außerordentlichen Ver­sammlung, in der als einziger Punkt der Tages­ordnung eine Besprechung über die Liefer­pflicht d e r Genossen an Großvieh ab- gehalten wurde. Mit 77 gegen 47 Stimmen wurde damals der vorstehende Beschluß gefaßt. Wer trotz­dem sein Vieh anderweitig absetzt, muh als Ent­schädigung für ein Stück Großvieh eine Mark, für ein Schwein 80 Pf. und ein Mb 50 Pf. an die Genossenschaftskasse entrichten.

Den Geschäftsbericht erstattete der Vorsitzende des Vorstandes, Bürgermeister Hildebrand. Er er­innerte zunächst an die geschichtliche Entwicklung des neuen Reiches im Jahre 1933. Das Wort Bauer" habe wieder feinen guten alten Klang er­halten. Die Gesundung des Bauernstandes schreite immer weiter fort, dafür bürgen alle Gesetzesmaß- nahmen der nationalfozialistifchen Regierung. Die Zollerhöhungen für Fleisch, Vieh und Fett hatten eine Steigerung des Diehabsatzes im Jnlande ge­bracht. Da die Einfuhr um fast 50 Prozent zuruck- qegangen sei, hätten die Preise anziehen können. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt müsse kontingentiert werden. Ebenso müsse so rasch als möglich auch in Frankfurt das Gebüh­re n s e n k u n g s g e s e tz in Kraft treten, was be­reits am Berliner Schlachtviehmarkt der Fall fei. Dort machten die Gebühren die Sätze der Vor­kriegszeit aus. Der Redner forderte, daß aus ver­schiedenen Gründen der Hauptmarkt in Frankfurt auf Dienstag oder Mittwoch verlegt werde. Die Schweinepreise hätten eine Steigerung von fast 20 Prozent seit dem glei­chen Zeitpunkt vom Jahre 1932 erlangt. Die Aus­fuhr nach dem Saargebiet, die fast 80 Prozent der Gesamteinfuhr betrug, sei unter französischem Ein­fluß völlig abgestoppt. Die Mitgliederzahl der Genossenschaft betrug Ende 1933 1125 gegenüber 1930 mit nur 245 Genossen. Der Umsatz der Gesamtlieferung beziffert sich auf 367 662 Mark. Es könne ein weit größerer Umsatz erzielt werden, wenn endlich alle Landwirte ihr gesamtes Schlacht­vieh durch die Genossenschaft verkaufe,» ließen. Die Entwicklung der Nutz- und Zuchtviehver­wertung habe im Berichtsjahre erfreulicherweise weitere Fortschritte gemacht. Nicht weniger als 80 Versteigerungen dieser Art wurden 1933 im Gau­bezirk Frankfurt abgehalten. Wenn es einem Land­wirt nicht möglich sei, dorthin zu fahren, so solle doch wenigstens der Handel von Bauer zu Bauer eingesührt werden. Das könne leicht ge-

angelegenheiten. w ,, , . .

< Lumda 5. Febr. Zum Nachfolger des in Den RuhestanD getretenen Gemeinderech ne r s Peter Rau wurde unser Stützpunktleiter Willy K a u s bestimmt. Das Amt des Polizeidieners ver­sieht jetzt Herr Heinrich Niebergall. Die Sammlung von Fleischwaren für die Win­terhilfe hatte hier ein erfreuliches Ergebnis. Es wurden für unsere notleidenden Volksgenossen 38 Pfund Wurst und 27 Pfund Speck gespendet Der Kornblumenverkauf durch unsere Schulkinder brachte 12,25 Mark ein.

= Rüddingshausen, 5. Febr. Im Saale des Kameraden Theiß fand die diesjährige Gene­ralversammlung des hiesigen K r i e g e r ve r e i n s statt Statt des erkrankten ersten Führers Kalber- lah wurde sie von seinem Stellvertreter Wilhelm Dietz V geleitet. Der Abend erhielt eine be­sondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Be­zirksführers, Lehrer Roth (Grünberg), und die durch ihn erfolgte Ehrung verschiedener verdienter Vereinsmitglieder. Es erhielten Kamerad Johannes D i e ü l e r dasHafsia"-Ehrenkreuz, Johannes Krug und Ludwig Genth dieHassia"-Ehren. münz- und Wilhelm Werner. Wilhelm Mar- 7olf und Johannes Scholl das Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedschaft. Mtt herzlichen Glück­wünschen wurden die Abzeichen jedem einzelnen der alten, bewährten Kameraden überreicht Im Verlaufe des Abends berichtete Kamerad Roth noch über die Führerbesprechung die in Darmstad stattgefunden hat. Das Unterstutzungsweser. soll durch eine halbjährige Pfennigsammlung roe ter ausgebaut werden, so daß zu den bereits - stützten, bedürftigen Hassiamttglledern weitere 365 je einen Tag unterstützt werden können Wetter er­folgten Mitteilungen über die Haftpflicht berJBer- eine beim Schießen. Die Anschaffung einer Bundes­fahne wurde empfohlen. Mit einem Sieg-Heil auf den Reichskanzler schloß der offizielle Teil.

Kreis Büdingen.

X. Nidda, 4. Febr. Gestern abend veranstaltete der M ä n n e r g e s a n g v e r e i n S a n g e r k r a n z 1839 Nidda dahier imGambrinus unter Lei­tung seines neuen Dirigenten, W. Dauperi (Ulrichstein), ein K o n z e r t mit der trefflichen Wie­dergabe von Volksliedern. Außerdem brachte Der Baritonist Erwin Tank vom Stadttheater Gießen Lieder von Richard Wagner, Brahms Hugo Wolf und Richard Strauß meisterhaft zu Gehör. Rach

Kinder Heinrich Fink von !, Knöchelbruch erlitten und gische Klinik nach Gießen gebracht werden.

* Watzenborn-Steinberg, 6. Febr. Der hiesige 19jährige Bürogehilfe Albert P i tz erlitt einen Schlüsselbeinbruch und wurde in Die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.

* Leihgestern, 6. Febr. Die 9jährige Tochter eines hiesigen Bergmannes, Else H a r t m a n n, mußte gestern mit einem Oberarmbruch in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

i8 S t e i n b a ch, 5. Febr. Der hiesige Krieger- verein versammelte seine Mitglieder und deren Angehörige zu einem Familienabend, an dem auch einzelne Gäste und einige Kameraden von Albach teilnahmen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Wilhelm Reuter-Dornholzhausen. Der Führer des Vereins, Kamerad Jakob Sehrt, gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die vergangenen Jahre und besonders auf das Jahr 1933. Er dankte allen Kameraden, daß fie trotz aller Anfeindungen der letzten Jahre dem Verein die Treue bewahrten und den Kriegerverein fortbestehen ließen und fomit Wegbereiter des Dritten Reiches waren. Hierauf hielt Kamerad Reuter einen Vor­trag überDer Frontkämpfer und Der SA.-Mann". Der Redner gab als Einleitung eine Gegenüber­stellung des Deutschland von 1912 und des Deutsch­land von heute, er sprach ferner von dem Fronten­geist, der Treue und der echten Kameradschaft im Weltkriege, erläuterte diese mit eignen Erfahrungen und Beispielen und ermahnte die SA.-Männer, gleich dem Frontkämpfer auch dem Führer die Treue zu halten. Seine Ausführungen wurden mit leb­haftem Beifall ausgenommen. Einzelne schöne Volks­lieder wechselten mit ernsten und heiteren Vor­trägen des Redners. Sein kerniges Schlußwort klang aus in einem Sieg-Heil auf unseren Reichs- Präsidenten und den Führer Adolf H i 11 e r und mit oem Gesang Des Deutschlandliedes. Von Dem 23er» einsführer Jakob Sehrt wurden dann folgende Auszeichnungen vorgenommen: Unter Benennung zu Ehrenmitgliedern für 50jährige Mitgliedschaft das 50er-Abzeichen den Kameraden Jakob Nikolaus, Ludwig Wilhelm Pitz, Konrad Bender und Heinrich Keßler V. Das 40er-Abzeichen Peter Balser, das 25er-Abzeichen Jakob K e ß 1 e r und Balthasar Jakob Haas. Heinrich Keßler wurde für feine vorbildliche langjährige Führung des Ver­eins zum Ehrenpräsidenten ernannt.

D L i ch, 5. Febr. Den Anregungen der Behörde folgend, wurde in unserer Stadt eine Samm­lung für das Winterhilfswerk des Ver­eins für das Deutschtum im Ausland durchgeführt. Die Sammlung, zu der sich die Konfirmanden zur Verfügung stellten, ergab den Betrag von 92 Mark.

# Großen-Buseck, 6. Febr. Am Samstag abend hielt die hiesige F r e i w i l' i g e Feuer- w e h r im Saale des Gastwirts G e r l a ch ihre Ge­neralversammlung ab. Der erste Kommandant Wil­helm Harbach III. gab zunächst einen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Er wies dabei insbesondere auf Die 23eränDerungen im Deutschen Feuerwehrwesen hin, betonte aber, daß die Feuer­wehren schon immer nach dem GrundsatzGemein­nutz geht vor Eigennutz" handelten. Mit einem ,Sieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten und den Volkskanzler Adolf Hitler schloß er seine An­sprache. Der Rechner Wilhelm Henß gab sodann Den Rechnungsabschluß bekannt. Die Kasse wurde in mustergültiger Ordnung vorgefunden und wies einen befriedigenden Abschluß aus. Dem Tätigkeits­bericht des Schriftführers war zu entnehmen, daß die Feuerwehr mehrere Versammlungen und fün Hauptübungen durchgeführt hat, ferner beteiligte sich die Wehr an den nationalen Feiertagen. Für Feuersgefahr im Ernstfälle brauchte die Wehr im vergangenen Jahre nicht eingesetzt zu werden. Die Wehr zählt gegenwärtig 95 aktive Mitglieder. Im weiteren Verlaufe der Versammlung beschäftigte man sich noch mit verschiedenen internen Vereins-

Monat fallen, und in den meisten Jahren w ogar einen Monat, in dem eine Lichtgestalt zwei­mal portommt. Der Februar aber ist um etwa IV2 Tage kürzer als der Mondlichtwechsel, und wenn es der Zufall will, so kann just ein Vollmond in diese IV2 Tage fallen, und das ereignet sich gerade in diesem Jahr, so daß wir also in diesem Februar

keinen Vollmond haben.

Im übrigen werden wir durch andere Dinge chadlos gehalten, z. B. durch den Merkur, der um )ie Monatsmitte herum sehr schön als Abendstern ichtbar werden soll; wir sagensoll", denn solchen Merkurankündigungen gegenüber ist große Zurück­haltung geboten. Aber da diesmal für die Zeit vom 17. bis 20. die rechnungsmäßige Sichtbarkeit nicht weniger als 40 Minuten beträgt, so kann man immerhin hoffen, daß man ihn auch wirklich zu ehen bekommt. Ganz ähnlich steht es mit der Venus; sie macht sich zwar längst nicht so rar wie ihr sonnennaher Nachbar; aber für den liebergang von ihrer Erscheinung als Abendstern zu der als Morgenstern gilt doch etwas ganz Aehnliches. Meist

gaben der Jugend, was ihr gehört.

Mit Stolz kann die NSDAP, und ihr Propa­gandaleiter auf diesen Abend zurückblicken mit dem Bewußtsein, daß alle Teilnehmer hochbefriedigt waren.

Landkreis Metzen.

Abschluß des Hauptprogrammteils. Die anschließende Schluß des offiziellen Teiles trugen eine reich aus» .......... " " " ' r gestattete Tombola und Tanz wesentlich zum gcmüt»

Tombola, bei der über 400 Preise zur Verlosung kamen, war ein voller Erfolg der Frauenschaft, die Die Arbeiten zum größten Teil selbst in grauen- schaftsabenDen hergestellt hatte. Der Rest war durch Schottener Geschäftsleute gestiftet worden. Deutsche Tänze bildeten den Abschluß des Abends und

Heben Teile bei.

* Unter-Widdersheim, 6. Febr. Der 24jäh- rige Arbeiter Otto Gräf von hier verunglückte ge- tern in einem Steinbruch. Er erlitt einen Ober» armbrud) und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Kreis Schotten.

D Laubach , 5. Febr. Am 1. Februar 1934 jing Das der Stadt gehörige Wohnhaus Friedrich- traße 20 in den Besitz des Untererhebers Karl Hahn über. In Der Aula Der hiesigen Real- chule fanD eine gutbesuchte Elternver- a m m I u n g statt. Stadtratsmitglied Lehrer

B e ch t h 0 l d berichtete nach kurzen Bearüßungs- roorten über Den ungestörten Fortbestand der La ri­ll a ch e r Realschule, die ab 1. April 1934 in tcidtische Verwaltung üb ergeht. Der der­zeitige Lehrer der Realschule, Studienrat Schweis­gut, hiett einen eingehenden Vortrag über den Wert Der höheren Schulen und bat um weitere ver­trauensvolle Zusammenarbeit van Lehrern und Eltern. Alle Gerüchte, Die in letzter Zeit über Die Aufhebung Der Schule umgingen, finD erfunden, so daß ein Grund zur Beunruhigung nicht besteht. Am Samstag (Blasiustag) fand in althergebrach­ter Weise im Gasthaus ,^ur Linde" unter dem Vor­sitz des diesjährigen Schultheißen Hermann Sieg­ri e D die alljährige Zusammenkunft Der BaUm­kircher- oder Blasiusgesellschaft statt, um die Verteilung her zum Genossenschaftsvermögen gehörenden Wiesen vorzunehmen. Zum neuen Schultheis wurde Der Landwirt Heinr. Jochem III. gewählt. Die Blasiusgefellschaft, die ihren Ursprung auf den Untergang Des Dorfes Baumkirchen und die Ueberfieölung seiner Einwohner nach Laubach zurückführt, kann auf eine mehr als 500jährige Tradition zurückblicken, die sich in ihrer ursprüng­lichen Form bis auf den heutigen Tag erhalten hat.

Gonterskirchen, 5. Febr. Bei der Pfund sammlung gingen hier ein: 103 Pfund Bohnen, 14 Pfund Erbsen, 21 Pfund Graupen, 35 Pfund Weizenmehl. Das Ergebnis kann für unsere Gemeinde als gut bezeichnet werden.

<£ Eichelsd 0 rf, 3. Febr. In den beiden Ge­meinden des hiesigen Kirchspiels, E i ch e l s d 0 r f und Ober-Schmitten, lief in dielen Tagen der Missionsfilm aus OstafrikaAndrea, Der Sohn Des Zauberers". Der Film gewährt nicht nur einen fesselnden Einblick in Die Vielseitigkeit Der afrikanischen Landschaft, sondern zeigt auch sehr an­schauliche Ausschnitte aus Dem primitiven Volks­leben Der Schwarzen unD Der schwierigen Arbeit Der Mission. Gemeinsame Gesänge umrahmten Die Filmvorführung, Die durch verbindende und erläu­ternde Worte des Missionars Weißer von der Baseler Mission vertieft wurde. Pfarrer Müller (Eichelsdorf) sprach das Schlußwort. Zur ersten Holzversteigerung der hiesigen Försterei im Möserschen Saale hatte sich eine große Zahl von Steigerern eingefunden. Der Raummeter Buchen­scheit 1. Klasse kam mit 7 bis 7,50 Mk. im Durch­schnitt zum Verkauf. Eine zweite Versteigerung ist in Aussicht gestellt. Sämtliche elf Rotten der Holz­hauer sind noch beschäftigt.

* Sichenhausen, 6. Febr. Beim H 0 1 z f a l l e n ereignete sich gestern in der Nähe unseres Or­tes ein schwerer Unglücksfall. Der 48jährige Arbeiter Heinrich Bläser von hier geriet unter einen Baum und erlitt schwere innere Ver­letzungen. Der bedauernswerte Mann wurde in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.

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