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mene Verpflichtung zur Aufrechterhal- Stumpf, daß eine Auflösung mcht vom Lande Tirol, tung der Sozialdemokratie hingewiesen i sondern nur durch die Wiener Regier u n g haben soll und wobei Bundeskanzler Dr. Dollfuß verfügt werden könnte. Die Landesverfassung würde angeblich erklärt hätte, er könne sich an diese Ver- > auch sonst in keiner Weise verletzt werden.

der

Aus aller Welt

sind,

Die Regierungen der Vereinigten Staaten von Nordamerika und der mittelamerikanischen Staaten haben die Regierung der Republik El Salva­dor anerkannt.

Kleine politische Nachrichten.

Die Reichstagsrede des Führers wird dem dringenden Wunsch der Hörer entsprechend vom Deutschlandsender am 9. Februar in der Zeit von 20.10 bis 22.05 Uhr von Wachs wiederholt und vom Bayerischen Rundfunk übernommen.

. Der Stabsleiter der obersten Leitung der PO., Dr. Ley, gibt bekannt, daß die Meldung, wonach am 10. und 11. Februar eine Frauentagung in Berlin stattfinden soll, auf einem Irrtum beruhe. Die Tagung finde nicht statt.

erklärt, die Christlich-Soziale Partei werde sich ihren Platz an der Sonne nicht nehmen lassen. Die Gerüchte, nach denen der fron« - Isische Gesandte in seiner letzten Unter­redung mit Bundeskanzler Dr. Dollfuß auf die von einer früheren östereichischen Regierung übernom-

Zwei Schlitten im Lis eingebrochen. Sechs Menschen ertrunken.

Im Rahmen der Vorträge desReichsbunds für deutsche Sicherheit" spricht am Dienstag zwi­schen 20.10 und 20.20. Uhr der Präsident des Reichs­bunds Major a. D. Weber st ädt über das Thema Ein Jahr Kampf um Deutschlands Gleichberechti­gung". Der Vortrag geht über alle deutschen Sender.

und Oesterreich erwähne er überhaupt nicht. Und dieser Beck werde die Völkerbundssitzung leiten, in der über Oesterreichs Appell beraten werde!

Action Fran^aise" erklärt, die letzten Tage der österreichischen Republik rückten näher und näher, aber niemand rühre sich, auch Frankreich nicht. DasOeuvre" stellt mit Bedauern fest, daß Frankreich heute mehr zu tun habe, als sich um Oesterreich zu kümmern.

pflichtung nicht mehr halten, werden weiter­verbreitet, jedoch von verschiedenen Stellen inAb - rede gestellt.

Auf Grund der Verhandlungen zwischen Landes­regierung und Heimatwehr hat der Landeshaupt­mann von Tirol Dr. Stumpf in einem Erlaß an die Leiter der Bezirkshauptmannschaften mitgeteilt, daß den einzelnen Vezirkshauptleuten in Tirol Vertrauensmänner der Hel­ma t w e h r beigegeben werden. Die Landesleitung der Tiroler Heimatwehr hat diese Vertrauensleute für die acht Bezirkshauptmannschaften im Lande bereits namhaft gemacht. Ihr Amtsantritt

Rom, 5. Febr. (DRV.) Die schweren Schäden und die Opfer, die an der ganzen Ostsette des Apennin im Gebiet der Marken durch Lawinen und Erdrutsche verursacht worden sind, lassen sich wegen der überall unterbrochenen Verbindun­gen nur allmählich übersehen. Wie erst jetzt bekannt wird, hat in der Gemeinde Monte Gallo eine große Lawine sieben Häuser verschüttet. Acht To­desopfer konnten geborgen werden. Mit am schwersten scheint ein Lawinenunglück in Rubbiano gewesen zu sein. Man spricht von 8 Toten und 15 Verletzten. Hier ist es gelungen, die erste Hilfe zu bringen.

lieber das Lawinenunglück von Bolog- n o l a in den Apenninen liegen von amtlicher Seite noch keine Angaben vor. Offensichtlich handelt es sich um die Verschüttung mehrerer Häuser des kleinen Bergortes Bolognola, der ein beliebter Wintersportplatz ist. Bolognola wurde bereits vor vier Jahren von einem großen Lawinenunglück betroffen, das damals über 20 Todesopfer forderte. Daß über das Ausmaß des jetzigen Unglücks bisher keine sicheren Nachrichten zu erhalten sind, erklärt sich aus der Unterbrechung sämtlicher Verkehrsver­bindungen in den märkischen Apenninen. Ein furchtbares Unwetter, das sich im Tal in schweren Regengüssen und Ueberschwemmun- g e n, in den höheren Lagen in Schnee st ürmen

Oie Tiroler Heimwehr fordert den autoritären Staat.

Oie Auflösung der sozialdemokratischen Partei verlangt.

Dienste aus.

Weitere Arbeitsbeschaffungsdarlehen.

Berlin, 5. Febr. (DNB.) Nach einer Mittei­lung des Reichsarbeitsministeriums hat die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. (Oeffa) aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm vom l.Juni 1933 in den letzten Wochen weitere Darlehen im Betrage von 35 Millionen Mark bewil­ligt. Hiervon entfallen zehn Millionen Mark auf Straßenbauten in den Provinzen Hanno­ver, Westfalen, Sachsen, Schlesien, Brandenburg, der Rheinprovinz und den Ländern Bayern, Hes - s e n und Thüringen. Ferner wurde der Stadt Ber­lin für die gleichen Zwecke ein Darlehen von 840 000 Mark zur Verfügung gestellt. Für Jnstand- setzungs - und Ergänzungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden erhielten die Städte Gelsen­kirchen, Mühlheim und das Land Thüringen grö­ßere Darlehen. Der Stadt Essen wurde für Arbei­ten auf dem Gebiet des Hochbaues ebenfalls ein Darlehen von über eine Million Mark bewilligt. Weiter wurden für Arbeiten kommunaler Versorgungsbetriebe, insbesondere zur Erweiterung bestehender Anlagen, in den Städten Sagan, Forst, Coburg und dem Landkreis Erkelenz erhebliche Mittel zugesagt. Insgesamt sind nunmehr im Arbeitsbeschaffungsprogramm vom l.Juni 1933 von der Oeffa Darlehenszusagen von über 500 Millionen Mark erteilt. Dazu treten die Be­willigungen der anderen bei dem Programm mit­wirkenden Kreditinstitute.

Verbot der »Deutschen Wochenschau".

Berlin, 5. Febr. (DNB.) Der Amtliche Preu­ßische Pressedienst teilt mit: Die im Verlage Theodor Weicher Berlin erscheinende Wochen­schriftDeutsche Wochenschau" ist auf Anregung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propa­ganda Dr. Goebbels vom Geheimen Staatspoli­zeiamt bis zum 17. März dieses Jahres einschließlich verboten worden, weil sie in ihrer Ausgabe vom 3. Februar einen ArtikelSA. heißt Nationalsozialismus nichts andere s." veröffentlicht hat. Dieser Artikel ent­hält grobe Verunglimpfungen und Ver­leumdungen der SA. und stellt eine Ge­fahr für den inneren Frieden und die Geschlofsenheit der nationalsozialistischen Bewegung dar.

Zum Verbot der Zeitschrift teilt das Presseamt der Obersten SA.-Führung noch mit: Der Artikel, wegen dessen das Verbot der Zeitschri t ausgesprochen werden mußte, enthält eine Reihe

werden.

Schwere Unweller in Algerien.

Wie aus Bona in Algerien gemeldet wird, sind dort in den letzten Tagen überaus schwere Niederschläge niedergegangen. Besonders sind die tiefergelegenen Teile der Stadt in Mitleiden­schaft gezogen worden. Das Wasser steht in einzel­nen Straßen fast einen Meter hoch. Eine Mauer ist eingestürzt und begrub ein in der Nähe an der Mauer stehendes kleines Haus unter sich. Ein junges Mädchen erlitt dabei leichte Verletzungen. Ein Teil der großen Mole und ein Abschnitt des Kais von St. Clou sind z e r stört worden. Zahl­reiche Häuser drohen einzustürzen. Feuerwehr, Poli­zei, Gendarmerie und Militär sind für das Ber­gungswerk in den überschwemmten Vierteln einae- setzt worden. Die Bewohner der bedrohten Häuser sind vorläufig in einer Schule untergebracht worden.

Wegen Sabotierung des Winlerhilsswerks in Schutzhaft genommen.

In Hamm i. W. wurde auf dem Kostümfest eines Klubs einem Verkäufer von Losen der Wm- terhilfslotterie, als er ein Los anbieten wollte, d e r Zutritt durch einen Bankdirektor und einen Rechtsanwalt verboten mit dem Hinweis, man wünsche nicht, daß die Festlichkeit durch Losver­

treten, aber für einige Zeit lahmgelegt. Auf Mussolini könne man nicht rechnen, und in London spreche man nur noch von Abrüstungs­denkschriften. In Warschau habe Außenminister Beck den Rubicon überschritten. Er habe eine Rede gehalten, die ernst sei wegen dessen, was darin stehe, aber noch ernfter durch das, was nicht g e s a gt s e i. Beck habe erklärt, daß er niemals das Mißtraue nEuropas gegen Hitler geteilt habe, lieber Frankreich gleite er hinweg

Berlin, 6. Febr. (DNB.) Am Sonntag fand, wie dieKreuzzeitung" meldet, in den Räumen des Reichsarbeitsministeriums eine Tagung der Landesführer des Stahlhelms statt. Der Bundesführer, Reichsarbeitsminister Franz Seldte, sprach über die durch den Befehl des Obersten SA.-Führers über die Eingliederung der SA. - Reserve I gestellten Aufgaben. Die Tagung schloß mit einer eindrucksvollen Treue- kundgebung für den Führer Adolf Hitler. Zu Beginn Tagung verabschiedete sich der bisherige Bun­deshauptmann von Stephani von seinen Führerkameraden. Der Bundesführer sprach ihm seinen Dank und seine Anerkennung für seine in langjähriger Stahlhelmarbeit der Nation geleisteten

von Behauptungen, die den Tatsachen in g r ö b ft e r Weise w i d e r s p r e ch e n. Es ist un­erträglich, daß in einer Zeit, in der die SA. im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht, in der deutschen Presse Aussätze über diese veröffentlicht werden, die jedes Verantwortungsbe­wußtsein vermissen lassen. Es muß daher von der deutschen Presse verlangt werden, daß sie ihre Berichterstattung über die SA. so sorgfältig und verantwortungsbewußt gestaltet, wie es der Bedeu­tung der SA. als der wichtigsten und größten Er- ziehungsfchule des deutschen Volkes entspricht.

Umfangreiche Arbeitslosigkeit in Holland.

Amsterdam, 5. Febr. (DNB.) Der Minister ür soziale Angelegenheiten machte der Presse be- icutfame Mitteilungen über die starke Zunahme der Arbeitslosigkeit in Holland. Aus ihnen geht hervor, daß ein Drittel der Arbeiterbevölke­rung als arbeitslos zu betrachten ist und daß in ungünstigen Konjunkturperioden dieser Pro­zentsatz sogar über 40 v. H. z u steigen pflege. Die allgemeine Lage der Bevölkerung sei erheblich ernster, als sich aus den regelmäßig von den Arbeitsbörsen und Gewerkschaftskassen veröfsent- lichten Ziffern ergebe, denn nicht alle Arbeiter seien gegen Arbeitslosigkeit versichert und viele selb­ständige Gewerbetreibende aus dem Mittelstand und Angehörige der freien Berufe seien beschäftigungslos geworden. Es habe allerdings den Anschein, daß der tiefste Stand nunmehr erreicht sei und daß eine gewisse Stabilisierung eintrete, die man zur Grund­lage bestimmter Maßnahmen machen könne. Zu­nächst müßten weitere Detriebseinschränkungen im Wirtschaftsleben vermieden werden. Sodann müß­ten neue Arbeitsgelegenheiten auf natürliche Weife geschaffen werden, wouei insbesondere an Gehalts- und Lohnkürzungen gedacht werde. Schließlich müsse der Staat durch Ausführung öffentlicher Werke für Arbeitsbeschaffung forgen.

Die Feldbergwarte meldet zwei Erdbeben.

Die Instrumente der von Reinachschen Erdbeben­warte auf dem Kleinen Feldberg im Taunus ver­zeichneten am Sonntag zwei mittel ft arfe Erdbeben. Das eine kam aus einer Entfernung von 520 km. Sein erster Einsatz erfolgte um 10 Uhr 40 Min. 46 Sek. MEZ. Das Maximun lag um 10 Uhr 42 Min. 25 Sek. bei einer Bodenbewegung von 15/1000 mm auf dem Kleinen Feldberg. Das zweite Erdbeben aus einer Entfernung von 5500 km fetzte um 14 Uhr 34 Min. 35 Sek. ein. Das Maximum dieses Bebens mit einer Bodenbewegung von 4/1000 mm auf dem Kleinen Feldberg war um 14 Uhr 51 Min. Der Herd des ersten Bebens wird in Oberitalien, der des zweiten in Jnnerasien ver­mutet. _

Tödlicher Sturz aus dem Fenster.

In Kassel sprang eine Frau, bei der Spuren von Geisteskrankheit beobachtet worden waren, aus b e m Fenster ihrer im dritten Stockwerk gelege­nen Wohnung auf die Straße. Ein sofort herbei­gerufener Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Zwei Autos vom Zuge ersaht. Dreizehn Fahr­gäste verletzt.

An einem Bahnübergang in der Nähe von Burla­fingen (Schwaben) wurde ein Personenkraftwagen, der die geschlossene Bahnschranke d u r ch f a h r e n hatte, vorn V-Zug 31 Stuttgart-München erfaßt und vollkommen zertrümmert. Die Insassen des Wagens Dr. Bellino aus Göppingen, Frau Seitz und Fräulein Roth, beide aus Stuttgart, wurden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die elektrische Lokomotive des O-Zuges entgleiste mit ihrer Laufachse. Mit über zweistündiger Ver­spätung konnte der O-Zug seine Fahrt fortsetzen.

Ein Postomnibus der Strecke Bürbach Siegen .durchfuhr die geschlossene Eisenbahnschranke, wurde von einem Güterzug e r f a ß t und zwanzig Meter mitgeschleift. Der Omnibus geriet sofort in Brand. Unter großer Mühe gelang es, dre zehn verletzten Fahrgäste aus dem brennenden Wa- -aen zu retten. Der Führer des Wagens war ab ge­sprungen und wurde bewußtlos von der Unglucks­stelle getragen. Auch die Lokomotive wurde betriebs- Anfähig und mußte abgeschleppt werden.

Verheerende Lawinen und Erdrutsche in Mittelitalien

Zahlreiche Todesopfer.Schwierige Rettungsaktion.

äußert, wütet seit zwei Tagen an diesem Teil der italienischen Ostküste.

Die erste Meldung von dem Lawinenunglück in Bolognola brachte ein junger Skiläufer nach dem Ort Camemrio, wohin er sich in zwölfstün­digem Kampf durch den Schneesturm hindurchgearbeitet hatte. Noch am Sonntag brachen auf Anordnung der Behörden Milizsoldaten, Polizei­soldaten und Studenten zur Hilfeleistung auf. Sie mußten aber etwa 25 Kilometer vor dem Ort Halt machen, weil sämtliche Straßen durch den Schnee­fall unpassierbar geworden waren. Die Rettungs­mannschaften sind weiter bemüht, sich durch den Schnee nach der verunglückten Ortschaft durchzu- kämpfen.

In der Ortschaft Ortiporio bei Bastia (Korsika) wurden zehn Häuser durch eine Lawine verschütt t e t. Die Zahl der Todesopfer beträgt 39. Das Dorf liegt in 600 Meter Höhe. Die Rettungsarbeiten find außerordentlich schwierig, da der Schnee an einigen Stellen 4 bis 5 Meter hoch liegt.

In Vizzarona wurde ein Bahnwärterhäuschen durch eine Lawine verschüttet. Neun Personen befanden sich im Innern des Hauses. Hilfsmann­schaften sind unterwegs. Wegen Verschüttungsge- scchr ist das Dorf Bisinchi, wo man schon 1931 einen Erdrutsch befürchtete, von den Bewohnern geräumt worden.

Wien, 5. Febr. (DNB.) Die letzten Ereignisse in Tirol finden in Regierungskreisen stärkste Be­achtung. Die radikalen Forderungen der Tiroler Heimwehren auf Durchführung eines auto­ritären Regimes und Auflösung der Christlich-Sozialen sowie der Sozial- demokratischenPartei haben für die Regie­rung eine neue schwierige Lage geschaffen. Die Innsbrucker Rede Starhembergs vom Sonntag, der sich in ungewöhnlich scharfen Aus­fällen gegen die Christlich-Sozialen erging und von der Regierung eine endgültige Entscheidung über den weiteren innenpolitischen Kurs mit oder ohne die politischen Parteien forderte, wird von den amtlichen Stellen hier ohne die gegen die Christlich- Sozialen gerichteten Stellen veröffentlicht. Von den Tiroler Heimwehren soll jedoch jetzt weiter verlangt worden sein, daß sämtliche Landesregie- rungen durch die hauptsächlich aus Heimwehr­vertretern zusammenzusetzenden Landesaus­schüsse ersetzt werden. Demgegenüber hat der Landeshauptmann von Nieder-Oesterreich Reither in einer Rede vor dem Katholischen Volksverband

erfolgt sofort. Die Tiroler Heimwehren haben am Montagvormittag das Gebäude der Inns­brucker sozialdemokratischenVolks­zeitung" besetzt. Vom Verlagsdirektor wurde die Polizei zur Hilfe herbeigerufen, die von den Heimwehren die sofortige Räumung des Gebäudes verlangte. Das Gebäude des sozialdemokratischen Organs wird gegenwärtig von der Polizei bewacht. Es scheint sich bei dem Vorgehen der Heimwehren darum gehandelt zu haben, die Ver­öffentlichung des sozialdemokratischen Aufrufs an die Arbeiterschaft zu verhindern. Einer Abordnung der Sozialdemokratischen Partei, die bei der Landesregierung gegen die Forderung der Heimwehr nach Auflösung der Sozialdemokratischen Partei vorsprach, sagte Landeshauptmann Dr.

Wettervoraussage.

Die skandinavische Störung hat sich erheblich ver­tieft und breitet sich weiter südlich aus. Sie schiebt an ihrer Südseite Staffeln warmer Luft östlich über die Ostsee vor, die auch Nord- und Mitteldeutschland streifen. Nördlich des Mains liegen die Tempera­turen fast durchweg über Null, während in Süd­deutschland noch Frost bis zu15 Grad herrscht. Unter dem Einfluß der Warmluft wird das Wetter sich vielfach neblig-wolkig gestalten, wobei vereinzelt auch etwas Regen niedergehen dürfte.

Aussichten für Mittwoch: Meist neblig- wolkig, noch etwas milder, vereinzelt leichter Nie­derschlag.

Aussichten für Donnerstag: Keine we­sentliche Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 5. Februar: mittags 1,5 Grad Celsius, abends 0,8 Grad; am 6. Februar: morgens0,1 Grad. Maximum 1,5 Grad, Mini­mum 1,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Februar: abends0,4 Grad; am 6. Fe­bruar: morgens0,4 Grad Celsius.

Amtliche Wintersporknachrichten.

Vogelsberg, Hoherodskops: Aar, mi­nus 6 Grad, 10 Zentimeter Pulverschnee, Sport­möglichkeit sehr gut.__

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., jämtlich in Gießen.

ErfolgreicherKampf gegen das Bettelunwesen.

Berlin, 5. Febr. (VdZ.) In den Städten hat die von der Reichsregierung angeregte Aktion gegen das Bettelunwesen durchweg zu einem vollen Erfolg geführt. Als besonders wirksam haben sich die Razzien gegenBettler erwiesen. Die Ueder- jrüfung der Fälle ergab, daß bis auf wenige Ausnahmen eine besondere Notlage nicht gegeben roar, daß es sich vielmehr im allgemeinen um Gewohnheitsbettler han­delte, welche sich bisher durch Bettel zu d e r Un­terstützung eine weitere Einnahme zu verschaffen wußten. Die Maßnahmen zur Be­kämpfung des Bettelunwesens haben im allgemei­nen zu einer erhöhten Inanspruch­nahme der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege durch die seßhaften Bett­ler nicht geführt. Einige Städte klagen jedoch über eine erhöhte Belastung der öffentlichen Für­sorge durch Wa fixerer, die sich in den Städten seßhaft zu machen suchen. Ein baldiger Erlaß des Bewahrungsgesetzes und des Wandererfürsorge­gesetzes wird für notwendig erachtet. Es konnten auch keine Feststellungen getroffen werden, daß die Bettler infolge der Maßnahmen in den Städten ihr Tätigkeitsfeld nunmehr auf das platte Land verlegt haben. Auch in den Landkreisen ist das Bettelunwesen durch die Maßnahmen der Polizei weitgehend eingedämmt worden, zum Teil wird es als gänzlich erloschen bezeichnet.

Führerlagung des Stahlhelms.

In Frankreich sind für das Jahr 1934 zu Mit­gliedern des Obersten Kriegsrates ernannt worden die Marschälle Gouraud, Debeney, Wey­gand, Walch, Gamelin, Mittelhauser und Georges. General W e y g a n d ist als Vizepräsident des Obersten Kriegsrates und als Generalinspek­teur des Heeres in diesem Amt für das Jahr 1934 bestätigt worden. *

Vor dem Parteikongreß in Moskau gab der ehe­malige Vorsitzende der Kommunistischen Internatio­nale, Sinowjew, eine Reueerklärung ab, in der er die Partei bat, ihm seine Fehler zu ver­zeihen. Er werde von jetzt ab wieder für die Partei mit derselben Energie arbeiten, mit der er seiner­zeit die Opposition aufgebaut habe. Diese Opposition wolle er mit aller Gewalt zerstören, weil er erkannt habe, daß jede Opposition eine große Gefahr für den Bestand des sozialistischen Staates bedeute, und er wolle der Partei den Beweis der Treue zu ihrem Führer Stalin erbringen.*

In Saratow wurden von der GPU. zahlreiche Getreidespekulanten verhauftet. Ihnen wird vorgeworfen, mit freiem Getreide spekuliert und dadurch die Preise auf dem Getreidemarkt in die Höhe getrieben zu haben.

Die Regierungskommission hat die nationalsoziali­stische TageszeitungS a a r f r o n t" auf die Dauer von drei Tagen verboten. Der Grund zum Ver­bot wird in einem Artikel vom 2. Februar gesehen, in dem darauf aufmerksam gemacht wurde, daß die Paßkontrolle zwischen dem Reich und dem Saar gebiet in letzter Zeit durch Emigran- t e n vorgenommen werde.

Zwei mit sechs Personen besetzte Schlitten . wie aus Bukarest gemeldet wird, bei der Ueber- querung des zugefrorenen Ceaaa-Flufses (Bessara­bien) ein gebrochen. Alle Insassen erlitten in den Wellen den Tod. Im ersten Schlitten befanden sich zwei Schwestern mit ihren Männern. Eine der beiden Frauen hatte ihr soeben im benachbarten Pfarrdorfe getauftes Kind im Arm. Im zweiten Schlitten saß der Vater der beiden Frauen. Als der erste Schlitten den Fluß überquerte, brach bas Eis. Menschen, Pferde und Schlitten gingen unter. Die Mutter hatte die Geistesgegenwart, ihr in Pelz gewickeltes Kind auf das nicht gebrochene Eis zu werfen, wo es unversehrt liegen blieb. Der Groß­vater versuchte das Kind zu retten, doch brach das Eis in dem Augenblick, als er das Kind in feine Arme nahm. Beide versanken unter den Eisschollen. Die Leichen konnten bis jetzt noch nicht geborgen

täufe gestört werde; man habe keine Zeit und wolle eiern. Da ein Vermittlungsversuch des Oberbür­germeisters vergeblich blieb, erklärte dieser seinen Austritt aus dem Klub und ließ die anwesen­den Parteigenossen auffordern, das Fest sofort zu verlassen. Vor dem Klubgebäude fand später eine Protestkundgebung statt, in der sich der Kreisleiter der NSBO. in scharfen Worten gegen die Sozial­reaktionäre wandte, die die Volksgemeinschaft noch nicht begriffen hätten. Der Bankdirektor und der Rechtsanwalt wurden in Schutzhaft genommen.

Haftbefehl gegen ungetreue Banföirefforen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist gegen die rüheren Mitglieder des Vorstandes und Aufsichts- ates der Rostocker Genossenschaftsbank die Unter- uchung wegen fortgesetzter genossenschaftlicher U n - treue eröffnet worden. Ferner ist richterlicher Haftbefehl gegen die Direktoren v. Pressen- tin, Timm, Powalko und Rittmeister a. D. U H n e r erlassen worden.

Unterschlagungen beim Biochemischen Bund Deutschlands.

Der Präsident des Biochemischen Bundes Deutsch­lands, Hain, und sein Geschäftsführer Voigt sind in Neubabelsberg verhaftet worden. Hain soll zusammen mit dem Geschäftsführer ungefähr 20 000 R M. unterschlagen haben. Der Biochemische Bund unterhielt in Neubabelsberg ein eigenes großes Haus, das ganz modern ausgestattet war. Die Mitgliederzahl des Bundes soll etwa eine Million Personen betragen.

Italienischer Motorsegler verschollen.

Der am 12. Dezember von Antwerpen nach Sa­vona in See gegangene italienische Motorsegler Anna Elisabeth", der bis heute seinen Bestim­mungsort nicht erreicht hat, wird jetzt amtlich äls verloren angegeben. Man vermutet, daß das Schiff dem Zyklon in der Nacht vom 14. Dezem­ber im Golf von Gascogne zum Opfer gefallen ist. Die neunköpfige Besatzung dürfte dabei den Tod gefunden haben.