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Redner des Abends sprach Pg. Betz (Gießen) über das ThemaKampf gegen Miesmacher, Kritiker und Reaktion". Seine eindringlichen Worte wur­den begeistert ausgenommen. Anschließend hielt der stellvertretende Betriebszellenleiter Pg. Hahn (Großen-Buseck) noch einen Vortrog über das ThemaWas ist Nationalsozialismus . Der Orts­fachberater dankte den beiden Rednern für ihre klaren Ausführungen. Der Gesang des ersten Ver­ses des Horst-Wessel-Liedes und das dreifacheSieg- Heil!" auf Führer und Vaterland beschlossen die Versammlung. Anläßlich der Reichswerbewoche der Deutschen Turnersachft veranstaltete der hiesige TurnvereinGut Heil" ein Platzkonzert und einen Um,)ug durch die Straße unseres Dorfes. Dieser Tage veranstaltete der Konsum verein Gie­ßen und Umgegend für seine Mitglieder der Verteilungsstelle 33 Großen-Buseck im Saale der GastwirtschaftZum kühlen Grunde" einen Unter­haltungsabend. Der Abend wurde durch einen lusti­gen Film eingeleitet. Rach einem Vortrag von Frl. H e u t g e n s aus Düsseldorf wurde der FilmDon Menschen und Mühlen" vorgeführt. Die Pausen wurden durch humorvolle Darbietungen von Frl. H e u t ge n s und durch flottgesvielte Klavierstücke (Ernst Nicolai) ausgefüllt. Am Freitagnachmit­tag ereignete sich am Ortsausgang Großen-Buseck ein schwerer Unglücksfall. Der Schwerkriegs­beschädigte Heinrich Rühl von hier wurde von

einem vorbeifahrenden Lastauto erfaßt und zu Bo­den geschleudert. Der bedauernswerte Mann erlitt schwere Verletzungen an seiner Kriegswunde und mußte mit dem Sanitätsauto der Chirurgischen Klinik in Gießen zimeführt werden.

r. Weickartshain, 3. Juni. Dieser Tage fand hier in dem mit zahlreichen Hakenkreuzfahnen und Girlanden geschmückten Hockschen Saale eine n a - tionalsozialistische Versammlung statt. Sämtliche nationalsozialistische Organisationen nah­men geschlossen teil. Der Musikverein leitete den Abend mit einigen flotten Märschen ein. Nach der Eröffnung der Kundgebung durch Stützpunktleiter Melchior sprach der stellvertretende Kreisleiter Hopfenmüller über Kritiker und Miesmacher. Er schloß seine mit starkem Beifall aufgenommene Rede mit einem dreifachenSieg-Heil" auf das deut­sche Volk und den Führer. Zum Schlüsse unterhielt der Musikverein die Anwesenden durch musikalische Darbietungen. Anläßlich des Sängerfestes am 30. Juni, 1. und 2. Juli lfd. Js. in Grünberg fanden sich heute im Hockschen Saale in Weickarts­hain der hiesige Gesangverein sowie die Vereine von Stockhausen, Altenhain, Flensungen und Lauter zusammen, um die Chöre, die die genannten Ver­eine gemeinschaftlich vortragen, durchzuüben. Zum Schlüsse der Uebungsstunden wurden noch einige Einzelchöre vorgetragen.

9.Jl.-'SpoTt

Vierfacher Sieger bei den Turn-Weltmeisterschaften.

Der Schweizer Eugen Mack, der bei den in Buda­pest ausgetragenen Weltmeisterschaften im Kunst­turnen vierfacher Weltmeister wurde. Er errang die Titel im Fünfzehnkampf, am Barren, am Pferd quer und im Pferdsprung.

VfB. Reichsbahn Gießen.

Wetzlarer SV. 05 I. Vfv. Reichsbahn I. 4:0 (3:0)

Trotzdem jne VfBer in Wetzlar mit einer stark mit Ersatz durchsetzten Mannschaft antraten, liefer­ten sie ein annehmbares Spiel und waren sogar zeitweise feldllberlegen. Der Sturm verstand es nicht, trotz zwingender Torgelegenheiten sich gegen­über der körperlich spielenden Verteidigung der Wetzlarer durchzusetzen. Dem einwandfrei leiten­den Schiedsrichter D e i s - Nauborn stellten sich die VfBer mit Janz; Kreß, Lehrmund, Hauptfeld, Knauß, Feuster, Ranft, Heß, Schmidt I, Schmidt II und Fehling. Wenn auch die ganze Mannschaft mit

großem Ehrgeiz kämpfte, so hoben sich doch unter den einzelnen Spielern Kreß und Lehrmund und Feuster hervor. Wetzlar hatte seine komplette Mannschaft zur Stelle.

Die ersten 20 Minuten waren beide Mannschaften im Mittelfeld, ohne daß die Torleute stärker be­schäftigt wurden. Ein plötzlicher Vorstoß des rech­ten Wetzlarer Flügels führte zu ihrem ersten Er- fola. Wohlgemuth nahm die Flanke des Rechts­außen aus der Luft und gegen seinen Flachschuß war der Gießener Torhüter machtlos. Die VfBer erwiderten mit heftigen Gegenangriffen, die aber an dem glänzenden Wetzlarer Verteidiger Benner ab­prallten. Zwei VfBer versuchten vergeblich den Rechtsaußen vom Ball zu drängen und sein Schrägschuß landete in der äußersten Ecke. Bis zur Halbzeit erzielten die Wetzlarer noch ein drittes Tor.

Hatte man geglaubt, daß die VfBer nach der Pause das Opfer des eigenen Tempos werden wür­den, so war man angenehm von dem Gegenteil enttäuscht. Immer und immer wieder rollen die Angriffe auf das Wetzlarer Tor. Ranft lief durch statt zu schießen, gab er den besser stehenden Feh­ling, dessen Zögern dem Wetzlarer Verteidiger Ge­legenheit zum Eingreifen gab. Eine klare Tor­chance war vergeben. Eine Weitvorlage Feusters schoß Schmidt über das leere Tor. Im Gegen­angriff erzielten die Wetzlarer ihr viertes Tor und als Feuster einen wegen Handspiel verhängten Elfmeter verschoß, war die Niederlage der Gießener besiegelt.

Vfv. II. wieseck I. 1:6 (0:3).

Durch Abgabe an die erste Mannschaft kam eine Mannschaft auf das Feld, die den Wieseckern eine Klasse unterlegen war. Die ersten beiden Tore waren auf Stellungsfehler der Verteiditzung zurück­zuführen. Nach Halbzeit erhöhten die Wiesecker auf 5:0, denen die Gießener durch einen Fehler des Wiesecker Tormanns das Ehrentor entgegen­setzen konnten. Als Sauer vom Feld mußte, wurde Wieseck stark überlegen und erzielte ein weiteres Tor.

Vfv. III. Garbenleich I. 6:3 (3:1).

Dieses Spiel war ein Gesellschaftsspiel, das durch die Fairneß beider Mannschaften dem Schieds­richter wenig Gelegenheit bot, einzugreifen. Trotz der anfänglich starken Ueberlegenheit der Gießener griffen die Garbenteicher durch geschicktes Einsetzen

ihrer Flügel immer wieder an und erzielten dre! Gegentore, von denen das dritte eine glänzende Leistung des Halbrechten war. Erst in den letzten 10 Minuten gelang es den DfBern durch zwei weitere Tore den Sieg sicher zu stellen.

Nie 1. Zugendmannschaft der Spiel­vereinigung 1900 Sieger der psticht- ipiele 1933 34.

Der 1. Jugendmannschaft der Gießener Spielver­einigung 1900 ist es gelungen, mit einem großen Punktvorsprung die Gruppenmeisterschaft des Spiel­jahres 1933/34 zu erringen. Durch ihre Beständig­keit konnte die Mannschaft sämtliche Spiele gewin­nen. Ihr folgt als zweiter Sieger die Jugendmann­schaft des Turnvereins Wieseck. Die 2. Jugendmann­schaft der Spielvereinigung 1900 konnte nicht so gut abschneiden, doch auch sie hat bewiesen, daß sie gute Kräfte besitzt, das beweist allein das 2:2-Spiel gegen die 1. Jugendmannschaft des VfB.-Reichsbahn Gießen.

Als Gruppensieger der Schülerklasse ging die Schülermannschaft der Spielvereinigung 1926 Leihgestern hervor. Diese Mannschaft hat sich besonders tapfer geschlagen und den Verein durch das Auftreten und Verhalten auf den Sportplätzen stets würdig vertreten.

Um den dritten Tabellenplatz werden voraussicht­lich Watzenborn-Steinberg und Heuchelheim an­treten, da diese Mannschaften punktgleich sind.

Aufstiegspiele im Gau Nordheffen.

Die Gruppe Nord des Gaues Nordhessen been­dete ihreVorrunde" am Sonntag mit dem Tref­fen des FV. Wallau gegen Tuspo 86/09 Kassel. Wallau kam nach einem nur mäßigen Kampf zu einem knappen, aber verdienten 1:0 (0:0) Sieg über seinen sich tapfer wehrenden Gegner. In der Ta­belle steht nunmehr Germania Fulda mit vier Plus­punkten weiterhin an der Spitze vor Wallau und Kassel, deren Aussichten durch diese neuerliche Nie­derlage so ziemlich auf den Nullpunkt gesunken sind.

Die Tabelle:

Germania Fulda 2 Sp. 4:2 T. 4:0 P.

FV. Wallau 2Sp. 2:2 T. 2:2 P.

Tuspo Kassel 2Sp. 1:3 T. 0:4 P.

Obergruppenführer Hühnle n an den Reichskanzler.

Der Führer des deutschen Kraftfahrsports, Ober­gruppenführer Hühnlein, hat nach dem Eifel- rennen folgendes Telegramm an Reichskanzler Adolf Hitler gesanht:

Durch einen überlegenen Sieg über beste aus- ländische Fahrer und Maschinen konnten heute nuf dem Nürburgring von Brauchitsch auf Mercedes cls Erster und Stuck auf Auto-Union als Zweiter ifyrec Klasse den Dank für die tatkräftige Förderung, die die deutsche Kraftfahrt durch Sie, mein Führer, er^ fuhr, einen ersten sichtbaren Ausdruck geben. Auch NSU. und DKW. gelang es, in den Klaffen der Krafträder je zwei erste Preise für sich zu erringen. Heil meinem Führer!

Hühnlein, Obergruppenführers

Endspiele um die deutsche Handbai-Meisterschaft.

3n Darmstadt und Mannheim.

Bekanntlich stehen in den Endspielen zu den deutschen Handballmeisterschaften der Manner und Frauen allein drei süddeutsche Mannschaften. Die Deutsche Handball-Leitung hat nun dieser Tatsache insofern Rechnung getragen, als die beiden End­spiele nach Süddeutschland,vergeben wurden. Darm- stadt und Mannheim sind Schauplatz der Kämpfe, die am 10. Juni abqewickelt werden. In Darmstadt ist das Hochschulstadion, in Mannheim der VfR.- Platz der Schauplatz.

Bei den Männern treffen sich in Darmstadt Po- lizei Darmstadt und Spielvg^ Fürth, bei den Frauen begegnen sich VfR. Mannheim und der Nordmarkmeister TV. Eimsbüttel.

Fußball gegen die Tschechen.

Wie Deutschland unterlag.

Die schöne Erfolgssereie im deutschen Fußball hat, wir berichteten bereits kurz darüber, nach zwei Sie­gen in der Vor- und /Zwischenrunde eine Unter­brechung gefunden. Die Tschechen, die nur we­nig in ihren Spielen gegen Rumänien und die Schweiz zeigten, warteten gegen unsere Vertreter mit einer glänzenden Leistung auf und schlugen uns mit 3:1. Nur 15 000 Zuschauer wohnten in Rom dem Treffen bei, dem Mussolini an der Spitze prominentester Gäste durch seine Anwesenheit eine besondere Bedeutung verlieh. Die Tschechen waren in einer unerwartet glänzenden Verfassung und gewannen den Stampf auch in gewisser Beziehung verdient. Sie spielten den systemvolleren Fußball.

Die deutsche Mannschaft

trat ohne Grämlich und Hohmann an, während die Tschechen den rechten Verteidiger Zenisek durch Burger ersetzt hatten. Die Deutschen spielten nach dem bisherigen Schlachtplan, nur hing Czepan diesmal nicht so weit hinten als in den bisherigen Spielen. Siffling fühlte sich auf dem rechten Der- bindungsposten offensichtlich wohler als bisher auf der linken Seite, außerdem lieferte auch der Ham- borner Cielinski eine gute Leistung.

Der Kampf...

Es sah schon von Anfang an nicht günstig für die deutsche Mannschaft aus. Sowohl der Rechts­außen Junek als auch der Halblinke Nejedly statte­ten der deutschen Hintermannschaft gefährliche Be- I suche ab. Auf der Gegenseite verfehlte ein Schuß

von Kobierski knapp sein Ziel. Später hatte Conen eine gute Gelegenheit, sein Schuß wurde von Pla- nicka mit großer Kunst gehalten. Ueberhaupt war der tschechische Tormann in der ersten Halbzeit in glänzender Form.

Die Tschechen kommen schließlich zu ihrem ersten Treffer. In der 20. Minute fällt nach einem Flan- kenwechsel zwischen Puc und Junek dieses Tor, als Kreß den Ball fallen ließ und der Heransturmende Nejedly nach Kampf mit drei deutschen Spielern das Leder eindrückte.

Deutschland ließ sich nicht entmutigen, griff wei­ter an und kam auch nach der Halbzeit sehr gut in Schwung. Der verdiente Ehrentreffer fiel in der 18. Minute durch Noack nach schönem Zusammen- spiel zwischen Conen und Siffling. Ein weiteres Tor wurde von dem die Vorteilsregeln außer Acht lassenden Schiedsrichter Barlassina nicht ge­geben. Dagegen kamen die Tschechen nach einem Strafstoß von Puc durch schönen Kopfbgll von Nejedly in der 27. Minute zum zweiten Treffer Und in der 31. Minute war das Schicksal der Deut­schen besiegelt, als der gleiche Spieler auch den dritten Treffer einsenden konnte. Der Kampf flaute dann sehr ab und die restlichen Minuten änderten nichts mehr an dem Stand.

Die deutsche Mannschaft, die nicht mehr ganz das Können der letzten Spiele erreichte, hatte einige Schwächen in der Hintermannschaft. Sie unterlag einem groß in Fahrt befindlichen und in technischer 1 Beziehung hervorragenden Gegner.

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