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Die Regelung des Friihkarloffelabsatzes in Heffen-Rasfau.

Auf Grund der Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Absatz von Frühkartoffeln und die Anordnung des Reichs­nährstandes über den Absatz von Frühkartoffeln wurde der Unterzeichnete zum Gebietsbeauftragten für die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ernannt.

Das Ziel der Absahregelung ist, den Anbauern der Frühkartoffeln einen angemessenen Preis zu sichern.

Außerdem sollen durch Garantie einer einwand­freien und guten Qualität die Interessen der Käufer gewahrt werden. Es wurde daher angeordnet:

Alle vor dem 20. Juli zum Versand gebrachten Frühkartoffeln dürfen nur in Säcken bis zu 50 Kilogramm versandt werden.

Der Versand und Verkauf der Frühkartoffeln in Kommission ist verboten. Der Erzeuger darf die Frühkartoffeln nur zu dem von dem Reichsbeaus- tragten festgesetzen Preisen abgeben.

Die Kontrolle über die Beachtung der angegebe­nen Vorschriften obliegt dem unterzeichneten' Ge­bietsbeauftragten. Für Zuwiderhandlungen werden Geldstrafen bis zu 100 Mark je Zentner verhängt.

Zur Durchführung der Absahregelung im be­sonderen werden innerhalb der Landesbauern­schaft Hessen-Nassau die beiden Hauptanbau­gebiete für Frühkartoffeln zu geschlossenen An­baugebieten erklärt. Das eine führt den Namen Untermain-Mittelrhein (Bezirksbeauftragter Be­zirksbauernführer Faust, Wiesbaden, Mainzer Straße 17), das andere Wetterau lBezirks­beauftragter Landwirtfchaftsdirektor Becker, Friedberg, Landwirtfchaftsamt).

Die Erzeuger haben ihre Frühkartoffeln, die nicht im eigenen Betrieb oder am Ort der Erzeugung verbraucht werden können, re st los an die Ortsfammel st eilen abzuliefern. Die Ortssammelstellen nimmt die Kartoffeln im Auf­trage der Bezirksoertriebsstelle entgegen und bringt dieselben an den von der Bezirksoertriebsstelle ihr aufgegebenen Empfänger zum Versand. Im ge­schlossenen Anbaugebiet dürften außer der ge­nannten Ausnahme für die am Ort der Erzeugung verbrauchten Kartoffeln alle Frühkartoffeln aus­schließlich nur durch die Bezirksoer- triebsstelle verkauft werden. Die Bezirksver­triebsstelle hat der Reichsbeauftragte für die beiden geschlossenen Anbaugebiete in Hessen-Nassau der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft, Frankfurt a. M., Hermann-Göring-Ufer 12, Telephon 20 401 über­tragen.

Alle an den Ortssammelstellen abgelieferten Kar­toffeln werden durch einen amtlich be st eilten Verladeprüfer kontrolliert und die er­folgte Kontrolle durch einen Stempel auf dem vor­geschriebenen Anhänger bescheinigt. Außerdem wird auf dem Anhänger neben dem Zeichen der Be- zirksoertriebsstelle und der Ortssammelstelle auch der anliefernde Bauer oder Landwirt mit einer Num­mer angegeben, so daß im Falle der Beanstan­dung einer Sendung der Lieferant für jeden Sack ermittelt und ihm für mangelhafte Lieferung ent­sprechender Abzug gemacht werden kann. Hierbei ist eine allgemeine Preisminderung jedoch ausge­schlossen.

Zur eindeutigen Kennzeichnung der Anlieferer muh jeder Erzeuger sich zu Beginn des Früh­kartoffelgeschäftes bei seiner Ortsfammelstelle in eine Liste eintragen lassen.

Während des diesjährigen Frühkartoffelgeschäftes können die Frühkartoffeln nur über diese Sammel­stellen abgeliefert werden. Die Eintragung bei zwei oder mehreren Ortssammelstellen ist unzulässig.

Der Bezirksbeauftragte ist ermächtigt, falls es sich notwendig erweist, die Zufuhr zu regeln und zeit­weise eine Beschränkung des Anbaues anzuordnen. Da die Preisbestimmung in den Händen des Reichs­beauftragten liegt, ist die etwa notwendige tage­weise Beschränkung des Versandes in keiner Weise gefährlich, da gerade durch diese Beschränkung zeit- weises Ueberangebot und daraus folgendes Absin- ken der Preise verhindert wird.

Den mit der Erfassung der Frühkartoffeln be­auftragten Sammelstellen und der Vezirksver- triebsstellen find für die Dauer der Absahrege- tung eigene Geschäfte in Frühkartoffeln ver­boten.

Die Bezirksoertriebsstelle verkauft die Kartoffeln an den Großhandel bezw. die Großbezieher und Groß­verbraucher sowie an den örtlichen Kleinhandel auf Rechnung des Erzeugers. Vor allem wird hierbei Wert darauf gelegt, daß nur zuverlässige Firmen am Fr üh k arto ffe lae sch ä ft b e» t e i l i g t werden. Grundsätzlich müssen die Kartof­feln umgehend an die Bezirksoertriebsstelle bezahlt werden, die schnellstmöglich mit den Sammelstellen abzurechnen hat, die wiederum dann sofort den ein­gegangenen Betrag an den Anbauer auszahlen. Der unreelle Gelegenheitshandel, der ge­rade im Frühkartoffelgeschäft in früheren Jahren besonders großen Schaden anrichtete, ist von nun an von diesem Geschäft ausgeschlossen. Die Unkosten der Bezirksvertriebsstelle und der Ortssammelstelle werden so niedrig wie möglich ge­halten. Der von der Bezirksvertriebsstelle den Ab­nehmern zu berechnende Preis wird von dem Reichsbeauftraqten festgelegt. Der Preis gilt ohne Sack ab Verladestation. Der Anbauer erhält diesen Preis abzüglich der oben genannten Unkosten der Bezirksoertriebsstelle und der Ortssammelstelle und der allgemeinen Kosten der Absatzregelung, die durch eine Umlage je Zentner aller zum Verkauf körn» menden deutschen Frühkartoffeln aufgebracht wer­den Außer den besonderen Anhängern, mit denen jeder Sack (auch bei ganzen Wagenladungen) ge­kennzeichnet sein muß, sind auch noch die Sacke mtt dem Aufdruck

Deutsche Frühkartoffeln Hessen-Nassau­zu versehen. In dem geschlossenen Anbaugebiet dürfen daher nur die von der Bezirksoertriebsstelle bereitgestellten Säcke Verwendung finden.

In den nicht geschlossenen Anbaugebieten ist der Handel mit Frühkartoffeln an sich frei. Die Händ­ler bzw. die Genossenschaften müssen sich aber ver­pflichten, den vom Reichsbeauftragten festgesetzten und bei der Landesbauernschaft zu erfragenden Mindestpreis nicht zu unterschreiten, einen ord­nungsgemäß ausgefüllten Schlußfchein unmittelbar nach Tätigung des Kaufabschlusses einzusenden und die vom Reichsbeauftragten festgesetze Umlage je

Zentner umgehend an die Landesbauernschaft zu bezahlen. Wer diesen Vorschriften zuwider handelt, wird, falls nicht noch eine Geldstrafe verwirkt ist, sofort von dem weiteren Handel mit Frühkartoffeln ausgeschlossen.

Der direkte Verkauf von Frühkartoffeln auf Wochenmärkten ist in geschlossenen Anbauge­bieten nur am Orte der Erzeugung, in den nicht geschlossenen Anbaugebieten bis auf weite­res auch in den Nachbarorten zugelassen.

Es wird jedoch erwartet, daß die Anbauer ihre Kartoffeln nur zu einem Preise abgeben, der über dem vom Reichsbeauftragten festgesetzten Groß­handelspreis liegt und der es dem Handel erlaubt, unter Berechnung seiner Unkosten und seines Ver­dienstes die Kartoffeln zum gleichen Preise abzu­setzen. Falls von den Erzeugern diese notwendige Rücksicht auf den ehrbaren Handel nicht genommen wird, wird der Direktoerkauf verboten werden.

Frauenireffen der evangelischen Irauenhilfen des Lumdatales in Mainzlar.

y. Mainzlar, 3. Juni. Heute fand in hiesiger Gemeinde ein Frauentreffen der evangel. Frauen­hilfen des Lumdatales statt. Da der Kreis Gießen zur Zeit 38 Frauenhilfen (früher evangelisch-kirch­liche Frauenvereine genannt) zählt, pflegen sie in vier Teilen jährlich unter der bewährten Führung ihrer Kreisleiterin, Frau A. K r e u d e r (Gießen), gesammelt zu werden. Die ganze Gemeinde, auch die Frauenschaft der Gemeinde, mit der die hiesige evangelische Frauenhilfe im besten Einvernehmen und Zusammenarbeiten steht, nahm an dem selte­nen Feste Anteil. Das bewies der reiche Fahnen­schmuck der Häuser, wie auch die Beteiligung an den Veranstaltungen.

Um 13 Uhr brachte ein Extrazug, von Grünberg ausgehend, die evangelischen Frauenhilfen der Ge­meinden Treis a. d. Lda., Allendorf a. d. Lda., Allertshausen, Beuern, Londorf-Kesselbach, Geils­hausen, Odenhausen, Göbelnrod, Lehnheim, unge­fähr 1000 Frauen. Sie wurden von den fünf evan­gelischen Frauenhilfen des Kirchspiels Kirchberg am Bahnhof erwartet. Unter flotter Marschmusik des bewährten Posaunenchors aus Treis a. d. Lda. (Leiter: Ludwig Becker II.) bewegte sich ein langer Zug nach dem großen schattigen Hofe der neuen Schule, wo durch die aufopferungsvolle Mit­arbeit der Mainzlarer Männer Sitzgelegenheit für die vielen Teilnehmer geschaffen worden war. Die Ostseite des hoch gelegenen Schulhauses war von geschickter Hand schön geschmückt. Weithin leuchteten die Farben des violetten Kreuzes auf weißem Grund und die Farben des Dritten Reiches. Die Anbringung eines Lautsprechers, ermöglicht durch das freundliche Entgegenkommen der Buderusfchcn Eisenwerke Lollar, ließ die Vorträge bis in die ent­ferntesten Winkel hören. Zunächst begann der

Festgottesdienst.

Pfarrer R e u s ch (Leihgestern) hielt die packende, anschauliche Predigt über Joh. 19, 27:Siehe, das i st deine Mutte r".

Nach dem Segen des Geistlichen begrüßte der Ortsgeistilche, Dekan G u ß m a n n (Kirchberg) die Gäste und erinnerte daran,

daß die Frauenhilfe Mainzlar am heutigen Tage zugleich ihr 25jähriges Bestehen feiere.

Er dankte der erschienenen ersten Vorsitzenden Frau Lehrer Kurz (Gießen), sowie der jetzigen bewähr­ten Führerin Frau Lehrer Weisel für ihre Treue

Oberheffen.

NSDAP.- Ortsgruppen - Zahnenweihe in Bersrod.

(D Bersrod, 4. Juni. Am Sonntag fand die Fahnenweihe der Ortsgruppe Bersrod der NSDAP., 3U der einige Nachbargemeinden gehören, statt. Am frühen Nachmittag bewegten sich unter Dorantritt eines SA.-Trommlerchores und einer SA.-Musik­kapelle ein stattlicher Festzug durch die Straßen unseres Ortes. Hieran beteiligte sich die Ortsgruppe Bersrod mit den Untergliederungen der Partei, so­wie die Ortsvereine unserer Gemeinde und verschie­dene Vereine aus den Nachbarorten. Am Festplatz eröffnete Ortsgruppenschulungsleiter Pg. Heß (Winnerod) die Veranstaltung und erteilte dem Orts- aruppenleiter Hofmann das Wort zur Begrü­ßungsansprache. In herzlichen Worten hieß er die zahlreichen Teilnehmer willkommen. Als Vertreter der Kreisleitung der NSDAP. Gießen hielt der stellvertretende Kreisleiter Pg. Hopfenmüller die Festansprache, in der er etwa folgendes aus­führte: Das deutsche Volk k>at sich im vergangenen Jahre einmütig zu unserem Führer Adolf Hitler und den nationalsozialistischen Regierungsmaßnah­men bekannt. Nun gilt es weiter zu arbeiten im Ringen um die deutsche Seele. Der politische Geg­ner von früher ist heute unser Volksgenosse, der mit und kämpft. Die noch abseits Stehenden sollen nicht mit Gewalt, sondern durch das gute Vorbild der Nationalsozialisten überzeugt werden. In der kur- zen Regierungszeit haben die Nationalsozialisten Großtaten vollbracht im Kampf gegen den Zerfall der letzten 14 Jahre, in denen unser Volk dem siche­ren Untergang entgegenging. Etwas Besseres als den Nationalsozialismus kann man sich nicht vor­stellen. Allerdings soll für jeden Nationalsozialisten der Führer die Richtschnur seines Handelns sein. Pg. Hopfenmüller übergab sodann die Fahne dem Ortsgruppenleiter, der sie in den Schutz der Ortsgruppe nahm und dabei einen Appell an die Amtswalter und Parteigenossen richtete, der Fahne stets die Treue zu halten und ihr zu folgen bis in den Tod. Sprechchöre, Gedichtvorträge der Schule und Liederchöre verschönten die Feier. Mit Dankes- worten an alle Mitwirkenden und an alle Erschie­nenen durch Pg. Heß wurde der offizielle Teil der Feier auf nationalsozialistische Werse geschlossen. Volksfest und Tanz hielt die Teilnehmer noch viele Stunden in echter Volksgemeinschaft zusammen.

und verlas die Namen von 20 lebenden Mitgrün­derinnen des Vereins; ihnen wurde ein schlichtes, sinniges Andenken überreicht.

In der Kaffeepause wurden die zahlreichen Gäste in den Häusern der hiesigen Frauenhilfe gastfrei ausgenommen. Das alles vollzog sich völlig reibungs­los. Um 15.30 Uhr begann die

Nachversammlung.

Nach gemeinsam gesungenen Liede sprach die Kreis­vorsitzende Frau K r e u d e r (Gießen) herzliche Worte der Begrüßung und des Dankes, erstattete den Jahresbericht, besprach kurz das Geschäftliche und übergab Frau Ohly (Alsbach) das Wort. Diese überbrachte zunächst die Grüße und Wünsche der Landesführerin, Frau H e r ä u s (Offenbach), für den fein Jubiläum feiernden Verein und ging dann zu ihrem Hauptvortrag:Mutter, wir helfen dir" über. Es war naheliegend, daß so­wohl Predigt wie Vortrag auf bas große soziale LiebeswerkMutter und Kind", angeregt von dem Führer und durchgeführt von der NSV., dem die evangelische Frauenhilfe seither bereits diente und in Zukunft noch mehr dienen will, ein­gingen. Die Rednerin konnte aus ihrer reichen Er­fahrung im Müttererholungsheim H i r s ch p a r k zu Alsbach, wo schon viele abgearbeitete Mütter neuerdings durch die NSV. vermittelt Erholung gefunden haben, berichten. Sie betonte, daß allen nicht nur körperlich, sondern auch seelische Er­holung not tue. Und das werde von Frauen und Männern, wie viele Briefe bewiesen, dankbar anerkannt.

Nach dem gemeinsamen Liede ,Zch bete an die Macht der Liebe" sprach dann Dekan G u ß m a n n das Schlußwort. Er dankte allen Mithelfern. In Uebereinftimmung mit dem herzlichen Grußworte des leider am Erscheinen beruflich verhinderten Propstes Knodt (Gießen), das die Kreisführerin der Versammlung zum Beginn der Versammlung mitgeteilt hatte, ermahnte er die evangelischen Frauenhilfen, ihren hohen Idealen treu zu bleiben und sich als bewußte Glieder unserer Kirche und des Dritten Reiches zu fühlen. Mit der gemeinsam gelungenen Bitte: Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ" klang das Fest aus.

Um 18 Uhr brad)te der Extrazug die Teilnehme­rinnen wieder in ihre Heimatgemeinden zurück.

Wertungssingen des Sängerkreises Niddatal" in Schotten.

x Schotten, 4. Juni. Das Wertungssingen des SängerkreisesNiddatal" wurde gestern hier abgehalten. Die Stadt war zum Empfang fest­lich geschmückt. Im Laufe des Vormittags trafen die Vereine mit ihren Fahnen ein und hielten in der Turnhalle eine Probe der Massenchöre. Mittags stellte sich an der Turnhalle der Festzug auf und marschierte mit Musik und Fahnen durch die Stadt. Am Rathaus vor der Stadtkirche war eine Tribüne mit den Fahnen des neuen Reiches und der Stadt errichtet. Nach dem Sängergrutz und dem ersten MassenchorMahnung" von Will Vesper ent­bot der Führer des Sängerkreises, Lehrer Diehl- Oberschmitten, allen Sängern und den Ehrengästen einen Gruß und sprach herzliche Worte auf das deutsche Vaterland. Das Deutschlandlied wurde be­geistert gesungen. Bürgermeister Menge! be­grüßte die Sänger namens der Stadt, wies auf die Bedeutung der Wertungssingen hin und auf den kostbaren Schatz des deutschen Volksliedes, das bei dem heutigen Wertungssingen besonders zu Ehren komme. Die schwungvolle Ansprache klang aus in einSieg-Heil!" auf das deutsche Lied und die Heimat. Kreisleiter K r o m m brachte mit zündenden Worten einSieg-Heil!" auf den Führer aus, worauf das Horst-Weffel-Lied folgte. Zwei Massenchöre,Sonnenaufgang" von Cornelius und Maienschein", wurden von dem etwa 1000 Mann starken Massenchor machtvoll zu Gehör gebracht.

Nach dem Umzug durch die Stadt fand unter der Zensur von Musiklehrer Blaß- Gießen in der Turnhalle das eigentlche Wertungssingen statt. Es beteiligten sich daran die Gesangvereine Ober-Schmitten, Eichelsachsen, Nidda, Nieder-Mock- stadt, Ober-Widdersheim, Dauernheim, Echzell, Unter- Widdersheim, Eichelsdorf, Schotten, Unter-Schmitten, Feldkrücken, Betzenrod, Borsdorf, Wallernhausen, Geiß-Nidda, Rainrod. Jeder Chor fang zwei selbst gewählte Volkslieder. Die Zuhörer waren von den teilweise ausgezeichneten Leistungen der Sänger begeistert.

Larrvkreis Gietzen.

ck. Heuchelheim, 4. Juni. Der hiesige Turn­verein veranstaltete am Sonntag im Rahmen der Werbewoche der Deutschen Turnerschaft einen

Werbetag, der in seiner Vielgestaltigkeit ein Über­zeugendes Bild von der großen Arbeit gab, die die Vereine der DT. leisten. Nach einem Umzug durch den Ort führten sämtliche Abteilungen auf dem Sportplatz Spiele wie Handball, Schlagball, Faustball, Völkerball usw. vor. Abends in der Turnhalle wurde am Reck, am Barren und am Pferd ge­turnt sowie Keulenschwingen und Reigen der Damen­abteilung vorgeführt. Der Vereinsführer Otto Rinn sowie Dr. R e i b t hielten Ansprachen über die Geschichte der DT. und warben für den Eintritt in den Turnverein Heuchlheim.

CO Klein-Linden, 4. Juni. Am Sonntag feierten die Mitglieder des Kindergottesdien- ft e s mit ihren Helferinnen und unter Beteiligung der Gemeinde ihr diesjähriges S o m m e r f e ft. Unter den Klängen des Posaunenchors bewegte sich am Nachmittag ein langer Zug, dem einige Körbe voll Brezeln durch Kinder vorangetragen wurden, zum Wald. Dort sammelte sich die frohe Kinder- schar zunächst in einem großen Kreis und fang froh­gemute Loblieder. Dann hielt der Ortsgeiftliche eine Besprechung über die Schöpfung, in die der feier­liche Tannenwald so recht hineingestellt wurde. Nach weiteren Liedern teilten sich die Kinder mit ihren Helferinnen in Gruppen zum frohen Spiel, woran sich groß und klein erfreuten. Seiber waren die schönen Stunden zu schnell vorüber. Nach einem frohen Choral kam als Abschluß die Brezeloertei- hing. Dann ging es wieder singend heimwärts.

* L e i h g e st e r n, 4. Juni. Am vergangenen Samstag abend veranstaltete der Turnverein Frisch auf" Leihgestern 1893 im Vereins­lokalZum Löwen" einen Werbeabend. Der Veranstaltung ging, unter Vorantritt eines Tromm­lerkorps, ein Umzug durch die Ortsstraßen voraus. Im Vereinslokal hielt der 1. Vereinsführer W. Will eine Ansprache über den Sinn und den Zweck der Werbewoche, sowie über den Wert des Turnens für Körper und Geist. Die von den Jugendturnern und der 1. Riege gezeigten Hebun­gen zeugten von einem beachtlichen Können. Der 2. Führer des Vereins, Rektor Lotz, sprach noch kurz über das ThemaNationalsozialismus und Tumerfchaft." Die vielfachen Darbietungen des Abends wurden sehr dankbar ausgenommen.

* Hausen, 4. Juni. Am Sonntag, 3. Juni, unternahm der Frauenchor Hausen einen Ausflug nach Marburg. Ein großes Post- auto brachte die 58 Teilnehmer nach Gießen an die Bahn. In Marburg angelangt wurde der Got­tesdienst in der Elifabethkirche besucht. Im Gottes­dienst sang der Frauenchor zwei Lieder, die durch ihren guten Vortrag großen Eindruck hinterließen. Nach einer kurzen Mittagspause und einem Gang durch die Anlagen jenseits der Lahn wurde die Elifabethkirche noch einmal einer eingehenden Be­sichtigung unterzogen. Der Gang auf das Schloß zeigte dann Marburg in seiner ganzen Herrlichkeit. Im raschen Fluge ging die Zeit dahin. Die Teil­nehmerinnen werden gerne an diesen Tag zurück­denken.

£ Wieseck, 4. Juni. Am Samstagabend fand bei Gastwirt Richard Weller die Jahres­hauptversammlung der Spar- und Darlehnskasse e. G. m. b. H. statt. Der Vor­sitzende des Aufsichtsrates, Schreinermeister Gustav Seibert eröffnete die Versammlung und gab den Revisionsbericht bekannt. Geschäftsführer Wer­ner erstattete den Geschäftsbericht. Der Umsatz be­trug im Jahre 1933: 1 959147,86 Mark gegenüber 1 127 901,40 Mark im Vorjahr. In den ersten fünf Monaten von 1934 beträgt der Umsatz bereits 760 000 Mark statt 330 000 Mark in der gleichen Zeit 1933. Der Kassenumsatz betrug 1933 288 306 Mark gegenüber 201000 Mark im Rj. 1932. Bis 1. Juni 1934 beträgt der Kassenumsatz bereits 210 000 Mark gegenüber 84 000 Mark der gleichen Zeit 1933. Diese Zahlen lassen auf eine gute Ent­wicklung schließen. An Spareinlagen wurden 1933 32 400 Mark zurückgezahlt. Die neueingerichtete Schulsparkasse brachte in sechs Monaten rund 800 Mark. Die vielen kleinen Sparer (5 Pf. bis 500 Mark Spareinlage) sind eine gute Stütze der Kasse. An Dividende auf die Geschäftsanteile wur­den 3% v. H. vorgeschlagen und von der Ver­sammlung genehmigt. Der Rest wird der Be­triebsrücklage und dem Reservefonds gutgefdjrieben. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Durch die Umstellungen mußten die Para­graphen 14, 36 und 48 geändert werden. Die Ver­sammlung gab ihre Zustimmung. Zum Schluß fpra- chen noch einige Vorstands- und Aufsichtsratsmit­glieder und forderten zur weiteren Belebung der Kasse auf.

= Alten-Buseck, 5. Juni. Am Sonntagnach- mittag veranstaltete der hiesige Obstbauver- e i n unter Führung von Obstbauinspektor R e n t s ch (Friedberg) einen Geländegang zum Zweck der Besichtigung des Obstbaumbestandes unserer Ge­markung. Es konnte festgestellt werden, daß die Mehlzahl der Obstbaumbesitzer bestrebt war, durch fachgemäße Anpflanzung, Pflege und Behandlung der Bäume die einheimische Obstproduktion sowohl quantitativ, wie auch qualitativ zu steigern. Leider sind auch irt diesem Jahre die Obstbaumschädlinge, besonders die Zwetschenschildlaus und der Apfel­blattfloh, wieder sehr stark in Erscheinung getreten. Diesbezügliche Ratschläge und Anweisungen von Inspektor R e n t s ch wurden mit Interesse entgegen­genommen. Anschließend fand bei Gastwirt Ra­benau ein Vortrag über Schädlingsbekämpfung statt. Herr R e n t s ch erläuterte die für die ver­schiedenen Zeitabschnitte in Frage kommenden Spritzoerfahren und betonte, daß kein Obstzüchter etwa aus falsch angebrachter Sparsamkeit das Spritzen unterlassen dürfe. Ein durchschlagender Er­folg sei auch nur bann gewährleistet, wenn jeder Baumbesitzer in dieser Beziehung seine Pflicht der Allgemeinheit gegenüber erfülle. Jedoch warnte er dringend vor einer Spritzung in die bereits ein­getretene Baumblüte, weil hierdurch die für einen erfolgreichen Obstbau unbedingt notwendigen Bie­nen in ungeheurer Menge vergiftet und vernichtet würden. Lebhafter Beifall der Anwesenden und Danfesrocrte des Vorsitzenden des Vereins belohn­ten den Redner.

wg. Großen-Bufeck, 3. Juni Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, hatte, zu einer Versammlung im Saale von Wilhelm Wagner e'ngeladen. Der landwirtschaftliche Ortsfachberater Wilhelm Schmidt leitete die Versammlung. Als