Einzelbild herunterladen

&Upor<

18 Mannschaften kämpfen um die Deutsche Wafferballmeifterschast.

Für die Deutsche Wasserball-Meisterschaft 1934, dk4 im Rahmen der Deutschen Kampfspiele und der Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Nürnberg abgewickelt wird, sind 18 Meldungen abgegeben worden, eine Zahl, die in früheren Jahren nie er­reicht wurde. An der Spitze der Teilnehmer stehen der deutsche Wasserballmeister Hellas Magdeburg und sein Vorgänger und letzter Enüspielpartner Weißensee 96 Berlin. Ferner haben gemeldet: 1. FC. Nürnberg, Bayern 07 Nürnberg, Mün­chen 99, SV. Ludwigsburg, SV. Augsburg, TV. 46 Nürnberg, PoseiÄon Magdeburg, Magdeburg 96, Poseidon Köln, Schwimmsportfreunde Barmen, SV. Duisburg 98, Wasserfreunde Hannover, Span­dau 04, Bremischer Schwimmverband, Turnge­meinde Mühlhausen und Hamburger Turnerschaft. Reger Segelflugbetrieb in Hirzenhain.

In dem Segelfliegerlager Hirzenhain herrscht in der letzten Zeit reger Betrieb, denn mehrere Grup­pen weilen zu längerer Schulung auf den Bergen. 17 A=, 8 B= und 4 OPrüfungen wurden abgelegt. Daneben konnten mehrere Stundenflüge durchge- sührt werden.

Kurze Sportnotizen.

Prüfung für das Sportabzeichen. Am Sonntag, 8. April, vormittags 9 Uhr, findet am Schützenhaus die Abnahme für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen im Radfahren (20 Kilo­meter) statt.

Für die1000 Meilen von Bresci a", das am 8. April stattfinüende große Automobil- Rennen, wurden diesmal nur 63 Wagen genannt, eine gegenüber den Vorjahren stark gesunkene Zahl.

(Still) Außem kam beim Tennis-Turnier in Rapallo zu zwei schönen Erfolgen. Sie holte sich mit MißRyan das Damendoppel gegen Baumgarten- Sarkany (Ungarn) und mit dem Amerikaner Culley dasMixed" gegen Miß Ryan-Hines (Amerika- England).

Zwölf Nationen haben bis zum offiziellen Nennungsschluß ihre Meldung für die Amateur­box-Europameisterschaften in Budapest abgegeben. Insgesamt werden 74 Boxer im Ring erscheinen.

Der deutsche Weltergewich'tsmeister G u st a v Eder hat den Europameister ' dieser Klasse, Jack Hood-England, zu einem Kampf um den Titel herausgefordert.

llm die SeilWe Mballmeiflerschafi.

Dorrundenspiele in 4 Gaugruppen.

Zum erstenmal seit vielen Jahren wird die Deut­sche Fußballmeisterschaft nicht nach dem k.-o.-Sy- stem, sondern'in Rundenspielen ausgetragen, wenig­stens in der ersten Etappe. Die sechzehn Gaumeister sind in vier Gaugruppen untergeteilt, in der jede Mannschaft gegen jede in Vor- und Rückspiel an­tritt. und erst die vier Sieger der Gaugruppen be­streiten Vorschlußrunde und Endspiel. In der

auf Schalke 04 und Eimsbüttel in Hamburg auf den VfL. Benrath treffen. Der Ausgang aller dieser Spiele ist nur schwer vorauszusagen. Man kann an diese Spiele weder den Maßstab der abgelaufenen Gauspiele noch den der zahlreichen Spiele an Ostern legen. Klare Favoriten gibt es nur wenige, da ge­eignete Vergleichsmöglichkeiten über das Können in den einzelnen Gauen fehlen.

'DRESDNER SC

NÜRNBERG

'UNlON-BOlKINGEN

'GRUPPE MITTE

PREUSSEN- ^QANZIG

VIKTORIA- STOLPjl,

GRUPPE OST

EIMSBÜTTEL GRUPPE \MMMEST

/WERDER­BREMEN X

.BEUTHEN 09

/ /^MÜLHEIMER SV VfL-BENRATH

VIKTORIA-Z^ ßERLIN< SCHALKE A. 04 ^WACKER-HALLE

> BORUSSIA-FULDA« KICKER^

) OFFENBACH« imDHOF-'Z / MA'NNHEIMW /

Unsere Darstellung zeigt die neue Einteilung der 16 deutschen Gaumeister in 4 Gruppen.

Gaugruppe Südwest erwarten die Offen­bacher Kickers den württembergischen Meister Union Bückingen, während der Mittelrheinmeister Mülheimer SV. in Mannheim bei dem badischen Meister Waldhof zu Gast ist.

In der Gruppe Mitte muß der Bayern­meister, 1. FC. Nürnberg zum Meister des Gaues Mitte, Wacker Halle, nach der Saalestadt fahren, während in Kassel der Nordhessen-Meister Borussia Fulda auf den sächsischen Meister Dresdner Sport­klub trifft.

In der Gruppe O st treffen sich Viktoria Stolp und Viktoria 89 Berlin in Stolp und Beuthen 09 mit Preußen Danzig in Beuthen, während in der Gruppe N 0 rdwe st Werder Bremen zu Hause

Die rückständigen Spiele in den südwestdeutschen Gauen haben nur noch hinsichtlich der Abstiegsfrage Bedeutung. Angesetzt sind folgende Treffen: Gau S ü d w e st: Spfr. Saarbrücken ^SV. Frank­furt; Eintracht Frankfurt A. O. Worms. Gau Baden: VfL. Neckarau Germania Brötzingen; Phönix Karlsruhe 1. FC. Pforzheim? Gau Bayern: Wacker München Schwaben Augs­burg; FC. München FC. Bayreuth. Gau Nord­hessen: Spv. Kassel Hessen Hersfeld. Außer­dem bringt der Sonntag einige Repräsenta- tivspiele, so einen Gaukampf Württemberg gegen Baden in Stuttgart und zwei Städtespiele Kölns in Trier und Bonn.

Gpielvereimgung 1900 Gießen.

Hungen I 1900 II 3:3 (3:1).

Die Blauweißen folgten am ersten Osterfeiertag einer Einladung des Sportvereins 1930 Hungen ZU einem Gesellschaftsspiel. 1900 war vorzüglich auf­gelegt. Im Sturm lief die Kombination ausgezeich­net. Nur die beiden Verteidiger hatten anfangs Schwächen, worauf auch die 3:1-Führung der Gast­geber bis zur Pause zurückzuführen war. Nach dem Wechsel spielten die Gießener bergab unb er­zielten auch noch den verdienten Ausgleich. Das faire Spiel war unter guter Leitung ein Werbe- B^st' Sie Ire^cr für 1900 erzielten Koch (2) und

Mücke-Flenfungen I 1900 III 2:4 (2:2).

Auf dem herrlich gelegenen Sportplatz an der Straße nach Ruppertenrod entwickelte sich vor etwa 400 Zuschauern ein spannendes Spiel, das die Gießener Gäste bei ausgeprägterem Können stets etwas im Vorteil und zum Schluß als verdiente Sieger sah. Durch die Aufstellung von H. Schneider und A. Reining hatte die Gießener Elf außer­ordentlich an Durchschlagskraft gewonnen. Bis zum Wechsel konnte der eifrige Gastgeber die Partie noch remis gestalten, dann aber entschied die bessere Schußkraft der Gießener Stürmer. Ein prächtiges Spielfeld und eine einwandfreie Spielleitung sicher­ten dem Kampf einen schönen Verlauf.

Gpielvereinignng 1926 Leihgestern.

Spog. 26 Leihgestern Eintracht Frankfurt Soma 2:3 (0:2).

Am ersten Feiertag empfing die erste Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern die Sondermann­schaft der Eintracht Frankfurt a. M. zu einem Freundschaftsspiel. Was die Gäste an Technik vor­aus hatten, wurde von den Einheimischen durch ihren Rieseneifer ersetzt. Es entwickelte sich sofort nach Anstoß ein flottes Spiel. Nach zehn Minuten mußte der Lcchgesterner Torhüter Fischer den Ball

zum erstenmal aus seinem Heiligtum holen. Anken- brandt war der Schütze. Die 'Blauweißen setzten nun alles auf eine Karte, um das Ergebnis wieder remis zu stellen, aber der gute Gästetorhüter ließ keinen Treffer zu. Als Ankenbrandt nach einem Alleingang noch ein zweites Tor erzielte, ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel gingen die Gäste sofort wieder vor des Gastgebers Tor, ohne aber Zählbares er­reichen zu könüen. Die Blauweißen machten sich wieder frei, aber der Halblinke Höhl war es, der in der 20. Minute der zweiten Halbzeit das dritte Tor seiner Mannschaft erzielte. Das war den Ein­heimischen zu viel. Funk, der unverwüstliche Mittel­läufer, gab eine Steilvorlage zu Konstanz, dieser zu Brück, Brück umspielte den rechten Verteidiger der Eintracht und schoß aus ungefähr sieben Meter den ersten Gegentreffer. Durch' die Zuschauer an­gefeuert, gingen die Blauweißen immer wieder vor und belagerten das gegnerische Tor. Brück war es wieder, der zehn Minuten vor Schluß den rechten Verteidiger umspielte, scharf aufs Tor schoß, der Gästetorhüter konnte den Ball nur noch abklatschen. Heil war sofort zur Stelle und lenkte den Ball ein. 2:3! Die Eintracht war zeitweise nur noch mit der Abwehr beschäftigt, aber Strauß sorgte dafür, daß für die Vlauweißen kein Treffer mehr gebucht wurde. Schiedsrichter W l o d a r e k (Wieseck) war dem Spiel ein gerechter Leiter.

Vor dem Spiel der ersten Mannschaft war die erste Jugend des SC. Daubringen bei der ersten fugend der Spielvereinigung zu Gast und wurde geschlagen. Am Ostermontag empfing die erste Jugend die gleiche der Sportfreunde Wetzlar und gewann nach Belieben mit 15:1 (7:1).

Handball im Gau XII der DT.

Io. Pohlgöns 1 Tv. Lang-Göns I 10:6 (3:5).

Etwa 400 Zuschauer waren zu diesem Freund- schaftssptel am zweiten Feiertag auf dem Platz des

Tv. Pohl-Göns erschienen, um Zeuge eines span­nenden Kampfes zu sein. Beide Mannschaften traten komplett an. Sofort sah man schnelle und wuchtige Angriffe von beiden Seiten. Nach einigen Minuten Spielzeit gelang den Gästen überraschend das Führungstor. Kurze Zeit später hieß es be­reits 2:0. Nun tauten die Platzbesitzer auf und bald war das Resultat auf 2:1 gestellt. Dann wurde auch der Ausgleich hergestellt. Wenn man jetzt eine allgemeine Ueberlegenheit der Pohl-Gönser erwar­tete, so sah man sich getäuscht, denn die Mannschaft des Tv. Lang-Göns lag bei Halbzeit mit 5:3 in Führung.

In der zweiten Halbzeit fetzte sich die größere Spielerfahrung der Platzmannschaft durch. Angriff auf Angriff rollte vor das Gästetor, doch die Hinter­mannschaft wehrte hervorragend ab. Stand das Spiel etwa 15 Minuten vor Schluß noch 6:4 für die Gäste, so war es der kampferprobte Sturm der Pohl-Gönfer, der für seine Mannschaft das Resultat in der letzten Viertelstunde auf 10:6 verbesserte.

Tv. 1883 Lollar Tv. Rüffelsheim 3:6.

Die 1. Handballmannschaft des Turnvereins 1883 Lollar hatte zu Ostern' die 1. Elf des Turnvereins Rüsselsheim eingeladen.

Bei herrlichem Frühlingswetter fand am 1. Feier­tag das Wettspiel statt, das die Rüsselsheimer mit 6:3 Toren gewannen. Schon gleich nach Beginn des Spieles zeigte sich, daß die Gäste durch ihr flottes und genaues Zuspiel ein Plus hatten, das die Lol- larer durch großen Eifer auszugleichen suchten. Das Führungstor war zwar nach etwa 10 Minuten Spieldauer nach einem schönen Durchbruch der Gäste nicht zu verhindern, jedoch konnte Lollars

Hitler schafft Arbeit!

Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeite beschaffungsprogramm des Rhein-Main-Gebiets:

Maßnahme: Tagewerkes

Instandsetzung von ftädtifchen Schul­gebäuden durch die Stadt Kassel 4770

Aufforstung von wenig ertragfähigen

Forstgrundstücken durch Unterbau mit

Vuchensämlingen durch die Wald­interessenschaft Altenburschla 125

Aufforstung von wenig ertragfähigem

Forst durch die Gemeinde Alten­burschla 750

Eindeichung der Werra innerhalb der Gemarkung Ellershausen durch die Deichgenossenschaft Ellershausen 2800

Rechtsaußen bald darauf gleichziehen. Ein Straf­stoß wurde von Rüsselsheim kurz vor der Pausa zum 2. Treffer verwandelt. Gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Gäste einen weiteren Erfolg für sich buchen, dem aber Lollar wieder ein Tor entgegensetzte. Beim Stand von 3:2 hatten dis Einheimischen noch Hoffnung auf ein gutes Ergeb­nis. Lollars Tormann mußte aber dann doch noch drei weitere Tore passieren lassen, während Rüs­selsheims Hintermannschaft nur noch einmal um­spielt wurde.

Neues für dm Bücherir'sch.

Sörries, Freiherr von Münchhau­sen: Geschichten aus der Geschichte, einer alten Geschlechtshisiorie nacherzählt. Mit zahlreichen Bildern. Geheftet Mk. 5,50, in Ganzleinen Mk. 7,50, in Ganzpergament Mk. 12.. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. (113) Münchhausen verdankt die große Verbreitung, die seine Bücher gefunden heiben, seinen beiden dünnen Gedichtsammlungen, dem Balladenbuch und dem Liederbuch. In seinem neuen Werk tritt er zum erstenmal als Geschichts­forscher vor uns, der in bald tiefsinniger, bald humoriger Weise Anekdoten aus der Geschichte derer von Münchhausen erzählt. Ein altes deutsches Adels­geschlecht, das sich bis auf Ludwig den Deutschen (850) zurückführen läßt, wird in seiner Entfaltung durch mehr als ein Jahrtausend deutscher Geschichte lebendig. Eine Fülle eigenartiger Charaktere tritt uns nähe, Menschen von echter Rasse, jeder eine scharfgeprägte Persönlichkeit, einige davon hochbe­rühmt, wie der Minister Gerlach Adolf von Münch­hausen, der Begründer der Universität Göttingen, und der bekannteLügen-Baron". Viele bedeutsame Einzelzüge und reizvolle Anekdoten klingen auf, die uns z. T. schon aus Münchhausenschen Balladen und Liedern bekannt sind. So darf dieses Buch nicht nur als wertvolle Quelle für Ursprung und Wesen des Dichters, sondern auch als Quelle vieler seiner Dich­tungen angesehen werden. Heute, wo Ahnenkunde und Familiengeschichte eine neue Bedeutung für uns gewonnen haben, ist uns diese so reiche Chro­nik aus Dichterhand von besonderem Wert. Das Buch ist für den einzigen Sohn des Dichters be­stimmt gewesen, der ihm durch einen Unfall so früh entrissen wurde nun ist es zum Denkmal für ihn geworden.

Walter Berten: Musik und Mu­sikleben der Deutschön. (Vermächtnis und Aufgabe.) Mit Notenanhang. Leinen 6,50 RM. Ham­burg. Hanseatische Verlagsanstalt. (641) In unseren Tagen, da der einzelne wieder zur Gesamt­heit des Volkes in Beziehung tritt, zugleich auch alle Formen des politischen und kulturellen Lebens der staatlichen Gemeinschaft dienstbar gemacht wer­den, hat die Musik eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen. Aus dieser Erkenntnis schuf Walter Berten sein Werk als eine künstlerische Schau und Betrachtung der deutschen Musik, ihres Wesens und Lebens im Volk. In dieser Verbindung mit dem Volkstum erstehen die Großen des deutschen Mu­siklebens in vollkommen neuer Sinndeutung vor uns. Es sind nicht nur jene, die mit vollendeter Be­herrschung eines Instrumentes Unvergängliches ge­leistet haben, sondern auch erstmalig die, die mit

beglückend reiner Stimme oder mit überragendei­szenischer Gestaltungskunst Wirkungen über eins Zeit hinaus erlangten. Berten ergänzt feine Ge­schichte des Musikschaffens durch eine Darstellung des Musiklebens und der Musikpflege. Hier wird die gemeinschaftsformende Kraft, die der Musik innewohnt, gezeigt. Ein reichhaltiges Heft mit Notenbeispielen wird das, was das Wort nur un­zulänglich auszudrücken vermag, beseelen.

Paul Fegeler-Felkendorff: Nen­de u t j ch e Kunsterziehung. Ein Grundriß der geistigen Erneuerung und der Aufgaben der Kunst und Kunsterziehung im naUonalsozialistischenI Staat. Ganzleinen 3,50 RM., kartoniert 2,80 RM« Wilh. Gottl. Korn Verlag, Breslau. (493). Diese Darstellung der Malerei, Plastik und Musik entspricht vollkommen dem neuen deutschen Welt-« bilde. Fegeler deutet das Wesen der Kunst in ganz zeitnaher Form. Er gibt eine scharfe Kampfesansags gegen Aesthetizismus und Formalismus und deckt dis nunmehr wieder eng werdenden Beziehungen zwi­schen Volk und Künstler im lebendigen Staate auf. Der Autor nimmt auch den Kampf gegen den Kitsch radikal auf und weist dem Künstler zusammen mit dem Kunsterzieher die Aufgabe zu, auf allen Gebieten die Realität ins Symbolische zu steigern und erst die Kunst zu schaffen, die alle tägliche Mühe und Zermürbung erhöht und sinnvoll macht.

Lehrbuch des Deutschen Zivil­prozeßrechts. Von Professor Dr. L. Rosenberg, Leipzig. Nachtrag zur 3. Auflage nach dem Stande vom 1. Januar 1934. München und. Berlin 1934. C. H. Beck. Geheftet 1,80 Mk. (35) Dieser Nachtrag zu dem bekannten Rosenbergschen Lehrbuch ergänzt das Werk nach dem neuesten Stande von Gesetzgebung und Rechtsprechung. Die Notverordnungen der Jahre 1931/32 mit ihren zum Teil einschneidenden Neuerungen, die durch die nationale Revolution veranlaßten Gesetze mit ihren Rückwirkungen auf den Zivilprozeß, die neue Zivil­prozeßordnung vom 8. November 1933 haben ein­gehende Berücksichtigung gefunden, auch die neue­sten Ergebnisse von Wissenschaft und Praxis sind herangezogen worden. Die Gliederung des Nach­trags schließt sich eng an den Ausbau des Lehr­buchs an. Der Nachtrag hat Wert für alle, die sich über die neuen Prozeßreformen an Hand einer kurzen wissenschaftlich - systematischen Darstellung unterrichten wollen.

Lya E s ch: Unstet und flüchtig ... Novellen. 402 Seiten 8°. Verlag von Ernst Ewerh Kassel 1933. (164).

Schöffengericht Gießen.

Ein junger Mann aus Gießen, z. Z. in der Zellenstrafanstalt in Butzbach, kaufte unter Eigen­tumsvorbehalt ein Fahrrad und zahlte 20 Mark an. Die über die 20 Mark ausgestellte Quittung änderte er in 70 Mark um und verkaufte alsdann das Rad weiter. Wegen Unterschlagung und Ur­kundenfälschung erkannte das Gericht, entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts, auf eine G e - jamtgefängnisstrafe von einem Jahr fünf Monaten.

Wegen Vergehens gegen den § 3 der Verord­nung des Reichspräsidenten vom 21. März 1933 wurde der H. B. aus Berstadt zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte sich gegen das Winterhilfswerk ausgesprochen und ein SA.-Lied teils mit geballter Faust mitgesungen. Der Staatsanwalt hatte einen Monat Gefängnis beantragt.

Ein Mann aus Gießen hatte sich wegen einfachen Diebstahls in neun Fällen und wegen eines ver­suchten schweren Diebstahls und einer Unter- fchlagung zu verantworten. Der Angeklagte hatte es durchweg auf Fahrräder und Fahrradteile ab­gesehen. Das Gericht erkannte auf ein Jahr drei Monate Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft.

Rundfunkprogramm.

Freitag, 6. April.

6.05 Uhr: Stuttgart: Gymnastik I (Georg Geb­hardt). 6.30: Stuttgart: Gymnastik II (August Glucker). 6.55: Stuttgart: Frühmeldungen. 7.10: Stuttgart: Frühkonzert. Guter Dinge ans Tage­werk! 8.25 bis 8.45: Stuttgart: Gymnastik (August Glucker). 10: Stuttgart: Nachrichten. 11: Werbe­konzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Stuttgart: Mit­tagskonzert I. 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stuttgart: Mittagskonzert II. 13.50: Stuttgart: Nachrichten. 14: Stuttgart: Mittagskonzert III. 14.40: Stunde der Frau. Industrien, die für uns arbeiten! 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Stuttgart: Nachmittagskonzert. 17.30:Ernst Wiechert". Vor­trag von Ruth Gräntz. 17.45: Kleine Unterhaltung. Ausführung: Georg Ripperger (Tenor). 18: Stunde der Jugend. 18.25: Von Köln: Englifcher Sprach­unterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Von Köln: Unterhaltungskonzert. Das kleine Orchester des

Westdeutschen Rundfunks. 20: Stuttgart: Nach­richten. 20.15: Von Breslau: Reichssendung: Stunde der Nation. Vom Ringen des deutschen Handwerks« Eine Hörfolge von Fritz Wenzel und Walter Kühn« Musik von Friedrich Wirth. 21.15: Von Stuttgarts VII. Sinfonie in L-Dur von Anton Bruckner. 22.15$ Von Dresden: Reichssendung: Adolf-Hitler-Preis des deutschen Volksliedes. Preisverteilung. 22.30$ Stuttgart: Nachrichten. 23: Vom Schicksal Der deut­schen Seele: Die Unbefangenheit der deutschen Seeles Vortrag von Achim von Akermann. 24 bis 1: Von Stuttgart: Nachtmusik.

Samstag, 7. April.

6.05 Uhr: Stuttgart: Gymnastik I (Georg Geb­hardt). 6.30: Stuttgart: Gymnastik II (August Glucker). 6.55. Stuttgart: Frühmeldungen. 7.10: Stuttgart: Frühkonzert. 8.45: Stuttgart: Gymnastik (August Glucker). 10: Stuttgart: Nachrichten. 10.10$ Wir besuchen die Bildungsstätten unseres Gebiets.^ 1. Die Gebietsführerschule der Hitler-Jugend Nie« derwalluf a. Rh. 11.50: Sozialdienst. 12: Von Stutt­gart: Mittagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stuttgart: Mittags- konzert II. Hugo-Wolf-Stunde. 13.50: Stuttgart; Nachrichten. 14: Stuttgart: Mittagskonzert IJf* Bummel durch München. 14.30: Fröhliches Wochen­end. Walter Jäger:Heiteres am Flügel". 15.10$ Stuttgart: Lernt morsen! 15.50: Wirtschaftsberichts 16: Stuttgart: Unterhaltungs- und Tanzmusik der* Kapelle Otto Kermbach. 18: Stimme der Grenze« 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 18.50$ Sozialdienst. 19: Stuttgart: Am Lauf. 20: Stutt* gart: Zeitangabe, Nachrichten. 20.05: Stuttgart; Saarländische Umschau. 20.15: Von Münchent Alte frohe Heimat. Ein Reigen von seligen Erin­nerungen aus guten alten Zeiten. 1. Das letzte Fensterln, 2. Bunter Teil. 22: Stuttgart: Nachrich­ten. 22.25: Vom Deutschlandsender: Sport im Vor­frühling. Hans Stuck fährt Weltrekord. Fußball; Länderspiel Deutschland Luxemburg. Schwer« gewichtsmeisterschaft im Boxen. Rugby: Länder­spiel Deutschland Frankreich. Schlußrunde des Berliner 6-Tage-Rennens. 22.45: Kassel: Zwischen­programm. 23: Stuttgart: Bunte Stunde. Ferner;' Instrumentale und gesprochene Einlagen. 24 bis 2t Stuttgart: Der Troubadour. Oper in 4 Akten ooii Giuseppe Verdi.

Spretinsunverr der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslack nachmittag geschloffen.