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Oberheffen

Unsere Ein-

Osterfeuers wieder zur Geltung

Preußen

Kirche und Schule

der sich er-

wohnerschaft beteiligte sich mit großer Stärke nn der Veranstaltung, die auf dem Sportplatz durch­geführt mürbe. Ansprachen hielten der landwirt­schaftliche Fachberater Grün und Lehrer Fischer, die in ihren Darlegungen die Aufbauarbeit des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler schil­derten und dabei die vertrauensvolle Gefolgschaft unserer Einwohnerschaft hervorhoben. Gemeinsame Lieder und die Darbietungen einer Musikkapelle um­rahmten die Ansprachen. Mit dreifachen Sieg-Heil- Rufen auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, sowie auf den Reichsbauernführer Darre und mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes würde die schöne Veranstaltung geschlossen. Im Rahmen des Winterhilfswerkes wurden in unserer Gemeinde bei der Brotsammlung 70 Brote und 10,80 Mark in bar gespeudet, bei der Eiersamm­lung wurden rund 300 Eier aufgebracht, am letzten Eintopfsonntag wurden rund 75 Mark gesammelt.

ll. Merlau, 4. April. In unserer Gemeinde wurde am ersten Osterfeiertag bei starker Beteili­gung der Einwohnerschaft ein Osterfeuer ab­gebrannt. An der Veranstaltung, die auf dem neuen Sportplatz durchgeführt wurde, nahmen sämtliche Gliederungen der Partei, sowie der Krieger- und der Gesang-Verein teil. Ortsfachberater Hörle hielt dabei eine Ansprache über die Bedeutung des Osterfeuers. Rach dem gemeinsamen Gesang des Deutschland-Liedes führte der BdM einen Reigen auf. Zellenwart Münch brachte zum Schluß ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer aus, an­schließend wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen und dann geschlossen zum Ort zurückmarschiert.

ll. Rieder-Ohmen, 4. April. Bei starker Be­teiligung unserer Orts^inwohner wurde am ersten Osterfeiertag ein Osterfeuer an der Straße Rieder-OhmenElpenrod abgebrannt. Die Forma­tionen der PO. und die Vereine des Ortes beteilig­ten sich sämtlich an der Veranstaltung. Die An­sprache über die Bedeutung und den Zweck des Osterfeuers hielt Pg. Eisenach, weiterhin sprach der Ortsgruppenleiter. Rach gemeinsamem Schluß­gesang marschierte der Zug geschlossen zum Dorfe zurück. Hier wurden zu Ostern 30 Schulkinder (15 Knaben und 15 Mädchen) aus der Schule ent­lassen.

Der neue Bürgermeister der Stadt Wetzlar.

Wetzlar, 4. April. (LPD.) Zum neuen Bür- ger meister der Stadt Wetzlar ist der Assessor Kindermann aus Königsberg i. Pr. in Aussicht genommen. Er weilte gestern an seinem neuen Wirkungsort und besichtigte in Begleitung des Landrats und des stellvertretenden Kreisleiters die Stadt. Er wird fein Amt in etwa 14 Tagen übernehmen.

Steuern muffen bezahlt werden!

LPD. Biedenkopf, 4. April. Der neue Bür­germeister, Kreisleiter und Gauinspekteur Thiele, er­läßt einen Aufruf an die Bürgerschaft, in dem er seststellt, daß der größte Teil der Einwohnerschaft feine Pflichten gegenüber dem neuen Staat nicht erfülle. Die Nachprüfung der Stadtkasse habe ergeben, daß zahlreiche Einwohner mit ihren Steuern und sonstigen Gemeindeabgaben im Rück- st a n d seien. Der Bürgermeister appelliert an das Pflichtbewußtsein und an das Verantwortlichkeits­gefühl feiner Mitbürger und macht darauf aufmerk­sam, daß wenn sein Aufruf unbeachtet bleibe, er mit den schärfsten, ihm zu Gebote stehenden Mit­teln gegen die vorgehen werde, die ihre Pflichten nicht erfüllten.

Jur selben Stunde gestorben.

Gladenbach, 4. April. (LPD.) In unserer etwa 1800 Einwohner zählenden Gemeinde ereig­nete sich der eigenartige Fall, daß zwei A n - st r e i ch e r m e i st e r, die treue Berufsgenossen und Freunde waren und oft zusammenarbeiteten,

Hügel und konnten ihn her freudig überraschten Be­sitzerin wieder zustellen.

* L i ch, 5. April. Im Geschäftsbezirk des Amts­gerichts L i ch tommcn voraussichtlich folgende Eintragungen in die Erbhofrolle in Betracht: Bettenhausen 7, Birklar 3, Dorf-Gill 6, Lich 12, Eberstadt 7, Langsdorf 12, Hattenrod 6, Muschenheim 10, Rieder-Bessingen 5, Ober-Bes-

a n einem Tag zur selben Stunde ft a r» b e n. Sie wurden gemeinsam zu Grabe getragen unh ruhen nun Seite an Seite.

Kreis Wetzlar

<£ Krofdorf, 4. April. In der gestrigen Ge­meinderatssitzung wurde die Zahl der Schöffen für die Landgemeinde Krofdorf-Gleiberg auf 3 festgesetzt. Die Zahl der Gemeinderäte wurde auf 8 festgelegt, einschließlich dem rangälteften SA.- Führer und dem obersten politischen Leiter. Die Vergnügungssteuer wird in Zukunft nach dem Landes-Vergnügungssteuer-Gesetz erhoben. Im üb­rigen wurden einige kleinere Angelegenheiten er­ledigt.

(D Salzböden, 4. April. Infolge Erreichens der gesetzlichen Altersgrenze ist am 1. April Hege­meister Saleck, Hierselbst, in den Ruhe st and getreten. Einer alten rheinischen Försterfamilie ent­stammend, war Hegemeister Saleck mit Leib und Seele Forstmann und Jäger. Seit 1919 betreute er, von dem abgelegenen Forsthaus Sommet in der Eifel kommend, das Forstamt Salzböden der staat­lichen Oberförsterei Krofdorf und die Gemeindewal­dungen von Salzböden und Odenhausen. Geschätzt und geachtet von Vorgesetzten und Untergebenen erfreute er sich allgemeiner Beliebtheit. Die Bevölke- rung des Bezirks sieht den tüchtigen Beamten nur ungern aus feiner Arbeit scheiden, die er stets unter Einsetzung seiner vollen Kraft zum Nutzen und Segen für Staat und Gemeinden leistete. Zum Nachfolger von Hegemeister Saleck wurde Förster H e h m a n n , zur Zeit in der Oberförsterei Krof­dorf beschäftigt, von der Regierung in Wiesbaden ernannt.

Nachbargemeinde Trohe. Als einheitlicher Konfir­mationsspruch war das Bibelwort:Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost" gewählt. Zwei Liederchöre der Konfirmanden verschönten die feier­liche Handlung.

(D ® r ü n i n g e n , 4. April. Am zweiten Oster­feiertag fand die feierliche Einsegnung der Konfirmanden (5 Mädchen und 4 Buben) durch Pfarrer R e u s ch (Leihgestern) statt. Zwei schön zu Gehör gebrachte Lieder der Konfirmanden verschönten die eindrucksvolle Feier.

Kreis Schotten.

ch Groß-Eichen, 4. April. Am zweiten Oster­feiertag fand hier die feierliche Konfirmation statt. Es waren diesmal nur elf Konfirmanden, fünf Knaben und sechs Mädchen, darunter zwei Knaben und zwei Mädchen aus Klein-Eichen. Am gestrigen dritten Feiertag wurde, wie üblich, von den Kon­firmanden mit ihrem Pfarrer eine Wanderung unternommen, die diesmal über Ulrichstein (Schloßberg), Selgenhof, Wiesenhof, Feldkrücken, Petershainer Hof führte.

Kreis Alsfeld.

11. Merlau, 4. April. In der hiesigen Kirche wurden am zweiten Osterfeiertag 3 2 Konsir» mannben (16 Knaben und 16 Mädchen) des Kirchspiels Merlau von Pfarrer Kalb Henn ein« gesegnet.

Üfliiötrii* Mi fj*K

* Saubringen, 4. April. Auf dem Hei- bertshäuser Hof brach in der Nachtzum 30 März, gegen 2.30 Uhr, im Hühner ha u s ein Brand aus, dem der Dachstuhl zum Opfer fiel Vermutlich ist der Brand auf Ueberheizen einer künstlichen Glucke (Brutapparat) Zuruckzufuh- ren Die Flammen konnten auf ihren Herd be

"nb'örf (Lahn,, 5. April Hier ward- in der Wohnuna des Maurers Heinrich Muller e?n Diebsta h l verübt, bei dem ein Geldbetrag oon 3 6 Mark gestohlen wurde. Der Diebstahl ist vermutlich von einer Z ige unerin begangen worden. Die Ermittlungen sind im Gange.

(T) ©rüningen, 4. April. Gestern wurde der Witwe Alles das Glück zuteil, ihren Irari5l hatte. Kinder, die auf dem Gr und stuck Veilchen pflücken wollten, fanden ihn auf einem Maulwurfs-

Landkreis Metzen.

X Wieseck, 4. April. Am Ostersonntag wurde der Hauptgottesdienst durch eindrucksvolle Chöre und Osterlieder eines gemischten Chores, be­stehend aus der Sängervereinigung und dem F r a u e n ch o r unter der bewährten Leitung des Dirigenten Phil. Groß, verschönt, feierlich be­gleitet durch ein Instrumental-Terzett. Am Oster­montag wurde der erste Teil der diesjährigen 108 Konfirmanden, 58 Kinder, eingesegnet. Im Gottesdienst, der durch Konfirmandenchöre berei­chert wurde, half beim Abendmahl Missionar Walther- Gießen dem Ortsgeistlichen. Der dritte Feiertag brachte, wie Üblich, eine große Feier der Kinderkirche im Walde bei herrlichstem Wet­ter und unter großer Beteiligung der Bevölkerung. Die Kinder erhielten ihren Osterhasen von der Evangelischen Frauenhilfe. Der Kindergarten hielt für seine Freunde und die Angehörigen der Kleinen seine Osterfeier im Saal von Adam Döbus ab, bei der in Wort, Lied und Spiel die Kinder viel Schö­nes zeigten und unter großem Jubel ihre Osterge- schenke empfingen. Bürgermeister K. Euler sprach in herzlichen Worten den Dank an die verdiente Leiterin des Kindergartens, Fräulein Becker- Altenbuseck, aus.

§ Alten-Buseck, 4. April. Am zweiten Oster­feiertag fand die feierliche Einsegnung unse­rer Konfirmanden, 20 Knaben und 16 Mädchen, durch Pfarrer Naumann statt. Hier­von entfielen 7 Knaben und 2 Mädchen auf unsere

nanzielle Frage. Immerhin gebe es geeignete Wege, deren einer insbesondere die langsame Ver­mehrung von Herden sei. Fauerbach bei Nidda sei in dieser Hinsicht vorbildlich vorge- -angen. Auch von den staatlichen Behörden, ins­besondere von den Oberförstereien, müsse der Schaf­haltung mehr Interesse entgegengebracht werden. Ferner müßten Straßengräben und Böschungen von den Provinzialverwaltungen zur Beweidung freigegeben werden. Die Provinzialstraßenbauoer- waltung von Oberhessen habe hier schon manches Entgegenkommen gezeigt. Ihr gebühre der Dank der Schäfer.

3n den landwirtschaftlichen Schulen müsse durch geeignete Vorlesungen das Interesse für Schaf­zucht bei den jungen Landwirten geweckt werden.

Der lange Zeit ausgesprochene SatzDas Schaf muß der Kultur weichen!" müsse verschwinden. Die Schafhaltung gehöre geradezu zu einer intensiven Bewirtschaftung. Die Provinz Sachsen weise neben ihrer intensivsten landwirtschaftlichen Stultur eine ebenso rege Schafpflege auf. In allen intensiv be­wirtschafteten Betrieben sei die Schafhaltung noch vorzufinden. Schafhaltungsei nicht rück­schrittlich. Die Schafhalter müßten durch per­sönliche Fühlungnahme mit allen interessierten Kreisen für die Schafzucht werben. Die Schafzucht könne eine Rente abwerfen. Adolf Hitler habe Wege für das deutsche Volk und seine Zukunft ge­sunden, er habe mit seinen Beauftragten auch be­reits Mittel und Wege gefunden, die Schafzucht zu fördern. Es gelte in Treue zum Führer zu halten und ihn in seiner Arbeit zu unterstützen, jeder an seinem Teil. Die Hebung der Schafzucht sei Dienst am Volke! Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Beifall aufgenommen.

Sodann trat die Versammlung in die Tages­ordnung ein. Zunächst stand die Annahme der be­reits ausgearbeiteten Satzungen zur Beratung. Oberlandwirtschaftsrat Dr. O. Wagner verlas die Satzungen, gegen die sich kein Widerspruch erhob. Der Verband trägt den Namen

Landesverband der Schäfzüchter Hessen-Nassau". Sitz des Landesverbandes ist Gießen. Er umfaßt Oberhessen und Starkenburg, ferner die Provinz Hessen-Nassau. Der Landesverband ist der Hauptabteilung II der Landesbauernschaft Hessen-Nassau angegliedert. Ziel des Landesverban­des ist die Pflege und Förderung des schwarzköpfi- gen Fleischschafes und des Württemberger Schafes. Der Landesverband ist eine Zwangsorganisation, der jeder private Schafbesitzer, sofern er über 50 Schafe hat, als Einzelmitglied angehören muß; Ge­meinde-, Gesellschafts- und Genossenschaftsschäfe­reien müssen dem Landesverband als korporative Mitglieder angehören.

Im Anschluß an die Genehmigung der Satzungen zurde zur Führerwahl geschritten.

Oberlandwirtschaftsrat Direktor Dr. Wagner schlug im Auftrag der Landesbauernschaft Hessen-Nassau den Oberverwalter Büchsen- s ch ü h (Lich), den Administrator des fürstlichen Gutes zu Lich, als Führer des Landesverban­des vor. Die Versammlung nahm diesen Vor­schlag sehr beifällig auf. Oberverwalter Büch­se n s ch ü h galt ohne weiteres als gewählt.

Der neugewählte Landesverbandsführer ernannte sodann die Mitglieder des Vorstandes. Stellver­tretender Führer ist Adolf H a u b a ch - Fleisbach (Dillkreis), gleichzeitig ist er Provinzialführer von Hessen-Nassau; Gutspächter Schuster - Häuserhof wurde zum Führer des Prooinzialverbandes Star­kenburg bestimmt. Zu Geschäftsführern wurden er­nannt: Direktor Dr. T o r n e d e - Biedenkopf für den Provinzialverband Nassau; Direktor Seeger- Darmstadt für den Provinzialverband Starkenburg und Oberlandwirtschaftsrat Direktor Dr. Wag­ner- Gießen für den Provinzialverband Oberhes­sen. Zu Rechnungsprüfern wurden Bürgermeister H ö g y - Laubach und Bach- Lang-Göns bestimmt.

Im weiteren Verlaufe der Versammlung gab

Oberiandwirtschastsrat Direktor Dr. Wagner

die Verordnung über den Absatz der im Jahre 1934 anfallenden Wolle be­kannt. Die Wolleerfassung in der neuen Form habe, so führte er u. a. aus, nichts mit der Zwangs­wirtschaft zu tun, wie sie aus den Kriegsjahren noch in Erinnerung sei.

Die Verordnung wolle dem Schafhaller die denkbar beste Verwertung seiner Wolle ermöglichen.

0O Lich, 4. April. In Steins Saalbau fand gestern eine Kundgebung der N S. - H a g o Lich statt. Nach schneidiger Marschmusik der Ka­pelle der Freiwilligen Feuerwehr und dem Ein­bringen der NS.-Hago-Fahne eröffnete Ortsgrup­penamtsleiter Carl Schwab die Kundgebung.

Pg. Wagner (Frankfurt a. M.) geißelte zu­nächst in kurzen, scharfen Worten das Verhalten d e r Volksgenossen, die sich Nationalsozialisten nennen, aber ganz so wie Gegner des Nationalsozialismus handeln. Diese Volksgenossen müßten noch viel ler­nen, bis sie echte Nationalsozialisten feien. Sodann beschäftigte sich der Redner mit der Iubcnfrage, wo­bei er u. a. hervorhob, daß der Nationalsozialis­mus sich gegen die Juden nicht um deren Religion willen wende, sondern deshalb, weil sie als ein dem Deutschen vollkommen fremder Volksteil mit dem deutschen Volke nicht blutsverwandt und vvlksver- bunden seien, trotz ihrer kleinen Minderheit aber unter dem überwundenen System eine stark domi­nierende Stellung im deutschen Vaterlande einnah­men. Gegen die Herrschaft eines ganz geringen Prozentsatzes volksfremder Menschen wehre sich der Nationalsozialismus. Deutsche könnten nur von Deutschen regiert werden. Es sei jedoch nicht damit getan, diesen Grundsatz zu erkennen, sondern es müsse auch danach gehandelt werden. Es sei nicht nationalsozialistisch gehandelt, wenn jemand um etwaiger geringer und augenblicklicher Vorteile wil­len Geschäfts mit Juden mache. Auch nach dieser Richtung hin müsse van den deutschen Volksgenossen konsequent im Sinne des Nationalsozialismus ge­handelt werden. Weiter machte der Redner auf das Wort des Führers im Reichstag aufmerksam:Was war, kommt nie wieder!" Entsprechend diesem Wort werde in Deutschland nie wieder eine Regierung mit jüdischem Einfluß kommen, ebensowenig werde die Erbmonarchie zurückkehren. Zum Begriff der Volksgemeinschaft betonte der Redner, daß im na= tianalsozialistischen Staat das WortArbeiter heißeSchaffender" sein. Vom Standpunkt dieser Volksgemeinschaft aus nahm der Redner mit Ent­schiedenheit Stellung gegen den überwundenen Klassenstaat und gegen solche Zeitgenossen die im­mer noch in den Gedankengängen des Klassenstaates befangen seien. Den Weg der Volksgemeinschaft nach der Idee des Führers Adolf Hitler seien Millionen gegangen, und dieser Weg werde auch fernerhin maßgebend sein. Zum Schlüsse sprach der Redner über die Notwendigkeit der Erziehung der deutschen Jugend im Geiste Adolf Hitlers, über die Verbun­denheit aller Deutschen durch ihr Volkstum, und er schloß seine mit starkem Beifall aufgenommenen Worte mit der Ermahnung an alle deutschen Volks­genossen, bei ihrem Wirken und Streben immer nur an Deutschland zu denken.

NS -Hago-Kreisleiter Schimmel (Gießen) hielt sodann eine kurze Ansprache, in der er das innerste Wesen des Nationalsozialismus erklärte. Der Na. nal ozialist sei nicht d e r Volksgenosse, der aus eigennützigen Erwägungen zur Partei komme, Natio- tionalsozialismus fei keine Idee, die man studieren könne, sondern er könne nur erlebt werden. Nati^ nalsozialist sei auch nicht t)er1emge, der immer noch um geringer materieller Vorteile willen beim Juden kaufe. Nationalsozialist sei derjenige deutsche Volks­genosse, der alles für den Bau des deutschen Hauses, für d e deutsche Zukunft emsetze und gestalte.

Rach einem kurzen Schlußwort des Pg. W a g - ner und dem gemeinsamen Gesang des ersten Verses des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel- Liedes schloß NS.-HaM-Amtswalter Schmäh bte eindrucköooll- Kundgebung mit beg°,st-rt nusg-nom- m-n-m dreifachen Sieg-Heil aus den Führer.

Kreistag des Kreises Schotten.

T Schotten, 4. April. Im Rathaussaal trat heute der Kreistag des Kreises Schotten zusammen. Rach Begrüßungsworten des Kreis­direktors Zürtz wurde das neu in den Kreistag eintretende Mitglied, Kreisbetriebszellenobmann Schneidmüller, in üblicher Weise eingeführt und verpflichtet. Die Kreiskasserechnung von 19 3 2, die mit einem Uederschuß von 77 866 Mark abschließt, wurde vorbehaltlich der Nachprüfung durch die Oberrechnungskammer ge­nehmigt. Der günstige Abschluß erklärt sich zum Teil daraus, daß die früheren Kreiswohlfahrtsschulden vom Reich aufgewertet worden sind. Der Verwal­tungsbericht aus dem Rechnungsjahr 1932 wurde alsdann entgegengenommen. Der Kreisooran- d) l a g für das R j. 1934 wurde ohne Debatte angenommen. Der Voranschlag schließt in Ein­nahme und Ausgabe mit 282 866 Mark (im Vor­jahr 252 648 Mark) ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung 199838 Mark (im Vorjahr 190193 Mark), auf die Vermögensrechnung 83 028 Mark (62 455 Mark). Die Kreisumlagen find für das kom­mende Rj. 1934 gegen das Vorjahr um weitere 10 000 Mark gesenkt worden und wurden auf 70 200 Mark festgesetzt. Für das Landwirtschaftsamt Nidda, das Stadttheater in Gießen und für die ge­werblichen Fortbildungsschulen des Kreises wurden je 1000 Mark genehmigt. Der Kreis ist dem neu­gebildeten Garantieverband Rhein-Main in Frank- urt als Mitglied beigetreten, der hierfür notwen­dige Garantiebetrag wurde gleichfalls bewilligt. Die Fleischbeschausätze werden gesenkt werden. Für eine sparsame Aufstellung des Voranschlags wurde ge- orgt. Die Steuerausschlagsätze konnten sonach, da die Umlagen niedriger wurden, ebenfalls gesenkt werden. Sie betragen für Gebäude 2,8 (3,8 im Vor­jahr), für landwirschaftlichen und forstwirtschaftlichen Grundbesitz 5,3 (7,1), für Gewerbekapital 5,7 (7,1), für Gewerbeertrag 28 (30) Pfennig, die Sonder­gebäudesteuer blieb in vorjähriger Höhe 14,9 bzw. 13 Pfennig. Mit einem Sieg-Heil auf Vogels­berg, Vaterland, Volk und Führer schloß der Vor­sitzende die Tagung.

Kundgebung der NS.-Hago in Lich.

singen 6.

Kreis Friedberg.

* Friedberg, 4. April. In der alten Seminar­stadt Friedberg trafen sich am Dfterhienstag die im Jahre 1909 abgegangenen Lehrer zur Feier ihres silbernen Dienstjubiläums. Im Kreise einiger noch lebender Lehrer wurden alte Erinnerungen ausgetauscht und liebgewordene Stät­ten einer Besichtigung unterzogen. Auch eine im Jahr 1908 abgegangene Seminarklasse hatte ihre Zusammenkunft auf diesen Tag festgelegt.

Kreis Schotten.

V Schotten, 4. April. In der gut besetzten Turnhalle gab am Sonntag die Kapelle der Standarte 222 ein schönes Konzert. Die vielen musikalischen Darbietungen, besonders die alten Märsche mit Fanfaren und Kesselpauken, fan­den großen Beifall. Am zweiten Osterfeiertag fand, wie üblich, die Konfirmation der 71 Konfir­manden des Kirchspiels Schotten durch Dekan W i d- m a n n statt.

ch Groß-Eichen, 4. April. Am ersten Oster- tag abends wurde aus demRotlaim" unter großer Beteiligung der Gemeinde ein Osterfeuer ab­gebrannt. SA., SAR., HI. und Jungvolk beteilig­ten sich geschlossen an der Feier. Nach der Eröff­nungsansprache des Ortsbauernführers E. Greif hielt SA.-Mann Pg. Pfarrer König die Feuer­rede. Der Feuerspruch wurde von Karl Merz (Jungvolk) vorgetragen. Nach Schluß der Feier wurde dann noch von einigen der Feuersprung aus­geführt.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 4. April. Am Ostermontag ver­anstaltete der hiesige Männergesangverein Liederkranz - Harmonie" im großen Saale desDeutschen Hauses" ein Konzert zum Besten der NS.-Volkswohlfahrt. Der über 100 Sänger zählende Chor gab unter Leitung seines Chormeisters, des Musiklehrers Heinrich Glitsch, überzeugende Proben seines gediegenen Könnens. Von den zahlreichen, klang­voll und gut ausgearbeitet vorgetragenen Chor­werken seien neben schönen Volksliedern und den kraftvollen Gesängen des neuen Deutschland das Jnnsbrucklied und der 23. Psalm von Franz Schu­bert (mit Orchester) erwähnt. Das neugegründete Volksorchester Alsfeld-Lauterbach (das ebenfalls Müsiklehrer Glitsch leitet) gab dem Abend mit Werken von Telemann, Stamitz und Haydn einen wirkungsvollen instrumentalen' Rah­men. Ansprachen des Vereinsführers (Steuerinspek­tor Bender) und des Ortsgruppenamtsleiters des Anckes für Dolkswohlfahrt (Bürgermeister Dr. Völfing) wiesen auf die große Bedeutung hin,

geben.

In jedem Falle müsse aber erreicht werden, daß den Versteigerungen von irgendeiner außen­stehenden Seite keine Konkurrenz gemacht werde, die den regulären Absatz der Wolle zu roün- schenswerten gerechten Preisen in Frage stelle.

Alle Wolle müsse über die Reichswollestelle gelei­tet werden. Allerdings müsse bet den Sammlungen daraus gesehen werden, daß einigermaßen gleich­mäßige Wolle vereinigt werde.

Die Ausführungen des Redners wurden mit außerordentlichem Interesse verfolgt. In der Be­antwortung vieler Fragen aus der Versammlung wurde noch manches Problem eingehender erläutert.

Auch der PunktVerschiedenes" brachte noch etne rege Aussprache. Insbesondere beschäftigte man sich mit der B e s ch a f s u n g v o n Weide n , mit der Weidedauer, mit der Weide im Walde, sowie mit verschiedenen anderen einschlägigen Fragen.

Die Versammlung wurde dann von dem Lan- desverbandsführer Oberverwalter B u chs enl Alls mit einem dreifachenSieg-Heil! auf den Führer Adolf Hitler geschlossen.

die im neuen Staat der Pflege her Kunst und ve» sonders dem deutschen Volkslied zukommt, und un­terstrichen den Wert solcher Veranstaltungen echter Volksgemeinschast. Eine wirkungsvolle Bereicherung der Vortragsfolge bildeten einige Sologesangsvor­träge: Frau Emma M o e l l e r - L o r e n z^ (So­pran) erweckte eine Arie aus HändelsScipio" nach 200jährigem Schlummer zu neuem Leben (am Flü­gel stad. mus. Erwin V ö l j i n g) und war dem herrlichen Werk eine vollendete Interpretin; in dem Volkslied" von Reger und demHeidenrösein" von Schubert bewährte sich die Künstlerin als beachtliche Liedersängerin. Viel Beifall fand auch das reizende Briefduett" ausFigaros Hochzeit", bei dem Frau Helene H o o s - Lauterbach (Sopran) erfolgreich mit= wirkte. Die Dereinsleitung kann auf die wertvolle und erfreulich gut besuchte Veranstaltung, in der beste deutsche Kunst sich in den Dienst armer Volks­genossen gestellt hatte, stolz sein.

n. Flensungen, 4. April Arn ersten Oster­feiertag kam auch in unserem Orte die Sitte des

Die beste Verwertung sei nur auf dem Wege Versteigerung möglich. Am einfachsten werde die Verwertung der Wolle jener Schafhalter möglichen lassen, die über einen Zentner Wolle abzugeben haben. Verkäufliche Wolle müsse dem Reichsverband gemeldet werden. Versteigerun­gen seien vorgesehen in Ulm (Wolle des Würt- ternbergischen Schafes), in Paderborn (Wolle des schwarzköpfigen Fleischschafes) und in Kassel (Wolle der Kreuzungen). Eventuell werde auch die Versteigerung in Köln beschickt. Dem Schafhalter sei es dabei freigestellt, auf welchem Markt er seine Wolle versteigert haben wolle. Insbesondere könne hier berücksichtigt werden, daß die Wolle mit nicht allzu hohen Frachtsätzen belastet werde. Schwerer sei die Erfassung kleinerer Mengen. Wolle, die im eigenen Haushalt verbraucht werde, schalte von vornherein aus. Geringere Mengen dürfen an Spinnereien abgegeben werden, die gesponnene Wolle müsse aber dem Schafhalter zurückerstattet werden. Auch in bekannten, vertrauenswürdigen Tuchgeschäften könne die Wolle abgeliefert werden. Diese Tuchgeschäfte müßten allerdings die gesam­melte Wolle der Reichsstelle melden und ihr ab-