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Er. 79 Zweites Blatt

Gtetzener Anzeiger (General-Anzeiger für WerWen)

oonnerstag. S. April (954

Das Problem der berufstätigen Frau.

Von Käte Raumer, Leiterin des Amtes für Frauensachen in der Deutschen Arbeitsfront.

Inmitten der vielen wichtigen Probleme, die im ersten Jahr der nationalsozialistischen Staatsfüy- rung in Angriff genommen worden sind, nimmt die Frauenfrage einen bedeutungsvollen Platz ein. Hängt doch von ihrer richtigen Lösung die Zukunft der Nation und damit der endgültige Erfolg aller anderen Reaierungsmaßnahmen ab.

Größer als auf den meisten anderen Gebieten sind hier die Schwierigkeiten; denn gerade die Frauenfrage ist in der vergangenen Epoche durch verantwortungslose Hetzer und falsche Propheten in einer gefährlichen Weise kompliziert worden. Jahrelange Entwicklungen auf Grund falscher Maßnahmen sind heute nicht durch einen Feder­strich rückgängig zu machen, besonders dann nicht, wenn sie, wie es durch die Uebersteigerung der Frauenerwerbsarbeit in den vergangenen Jahren geschehen ist, Strukturveränderungen in der Wirt­schaft zur Folge gehabt haben.

Die seelische Umstellung, die durch den Sieg der nationalsozialistischen Weltanschauung heute bereits in breiten Schichten des Voltes vor sich gegangen ist, hat auch die deutsche Frau auf den richtigen Weg zurückgebracht. Sie sieht heute bereits im all­gemeinen den neuen Weg und weiß, daß Dema­gogen, die sie jahrelang zu verwirren versuchten, im nationalsozialistischen Staate keine Betätigungs­möglichkeit mehr haben. Die positive Einstellung zu Volk und Staat ist heute für diejenigen Frauen kein Opfer mehr, die ihrer Berufung als Frau und Mutter folgen dürfen. Hier ist kaum von einer Frauenfrage in Deutschland zu sprechen. Das Problem beginnt erst da, wo die Frau daran ge­hindert wird, iren arteigenen Beruf ganz oder teilweise zu erfüllen. Vor dieser Tatsache stehen wir heute in Deutschland und werden uns damit noch auf Jahre hinaus abzufinden haben. Millionen von Frauen stehen heute im Berufs­leben, ohne daß die Möglichkeit besteht, sie in ab­sehbarer Zeit ins Haus zurückzuführen, weil ihr Arbeitsverdienst nicht nur zur Sicherung ihrer eigenen Existenz notwendig ist, son­dern auch in den weitaus meisten Fällen noch zur Versorgung älterer Angehöriger oder minderjähriger Kinder dienen muß. Insbesondere für die Jahrgänge der Front­generation besteht kaum eine andere Möglichkeit der Versorgung als eben durch eigene Be­rufsarbeit. Abgesehen daoon ist ein großer Teil der Industrie heute noch sowohl auf die erheb­lich niedrigeren Löhne der weiblichen Arbeitnehmer als au chin vielen Gewerbezweigen auf die leichtere und geschicktere Hand der Frau angewiesen.

Das Hauptkontingent dieser berufstätigen Frauen stellen die Fabrikarbeiterinnen, von de­nen heute bereits ein großer Teil in der Deutschen Arbeitsfront organisiert ist. Die Betreuung dieser arbeitenden Frauen ist die Aufgabe des Amts für Frauensachen, das nach der Besetzung der marxi­stischen Gewerkschaften geschaffen wurde. Das Be­tätigungsfeld dieses Amts wird begrenzt und be­stimmt durch den Umfang der zu löfenden Pro­bleme. In Anbetracht der Tatsache, daß eine schnelle Rückführung her arbeitenden Frauen ins Haus un­möglich ist muß das Hauptaugenmerk darauf ge­richtet werden, daß die Fabrikarbeit nicht zu einer gesundheitlichen Schädigung führt, und daß gleich­

zeitig, insbesondere bei verheirateten Arbeiterin­nen, die Last des Doppelberufs nach Möglichkeit erleichtert wird. Insbeson­dere muß der Schutz für die arbeitende Mutter er­heblich verstärkt werden, um die gesundheitliche Ge­fährdung des Nachwuchses zu verhindern. Es wird dabei nicht genügen, Schutzgesetze zu erlassen; wich­tiger noch ist die Ueberwachu'ng einer richtigen Durchführung, die häufig durch unvernünftige Ueberschätzung der eigenen Arbeitskraft unmöglich gemacht wird.

Die Erhaltung und Pflege der Ar­beitskraft als des einzigen Kapitals der be­rufstätigen Frau ist eine Notwendigkeit, die nicht oft genug betont werden k-ann. Es wird in Zukunft nicht mehr geduldet werden, daß Frauen in gesund­heitschädigenden Betrieben arbeiten oder daß ihre Arbeitszeit beliebig ausgedehnt werden kann. Das Recht auf Erholung, das jedem Volks­genossen zusteht, verdient in doppeltem Maße die Frau, die tagsüber an der Maschine steht und abends ihren Haushalt und ihre Kinder versorgt. Diesen Frauen ist nicht mit einer platten Zerstreu­ung gedient, wie sie ihnen in der vergangenen Epoche aus Mangel an finanziellen Mitteln nur zugänglich war. Sie dürsen verlangen, daß ihre Organisation Mittel und Wege findet, ihnen die nach Feierabend zu leistende Arbeit zu erleichtern, indem sie ihnen Wege zu rationellerer Wirtschaftsführung zeigt, oder ihnen Möglichkeiten eröffnet, versäumte Kenntnisse nach­zuholen.

Diese Ausgabe ist von der hauswirtschaftlichen Abteilung des Amts für Frauensachen seit Mona­ten in immer steigendem Maße durchgeführt worden. Tausende von Arbeiterinnen sind in Berlin und im Reich durch die hauswirtschaftliche Schulungsarbeit in die Lage versetzt wor­den, ihren Lebensstandard durch Einsetzung von neu erlangten Fertigkeiten, die unmittelbare Geld­ersparnis mit sich brachten, zu verbessern. Neben­her geht die in großem Maßstabe eingeleitete kör­perliche Ertüchtigung der berufstätigen Frau durch die Turn- und Schwimmabende des Amts für Frauensachen.

Die rege Beteiligung, die diese Veranstaltungen in den breiten Schichten der organisierten Frauen gefunden haben, ist nicht darauf zurückzuführen, daß diese Kurse und Lehrgänge für die Arbeiterin kosten­los sind, sondern sie beweist vor allem den Wil­len zur Fortbildung und das Inter­esse an häuslicher Arbeit gerade bei den­jenigen Frauen, die zur Berufsarbeit gezwungen find' Neben diesen Bestrebungen, der arbeitenden Frau die Last des Berufs zu erleichtern, wird na­türlich die Erkenntnis nicht vernachlässigt, daß jede Frau, die freiwillig ihren Arbeitsplatz räumt, der Arbeitsbeschaffung dient und damit vielleicht einer weiteren berufstätigen Frau, deren Mann Arbeit erhält, den Weg ins Haus frei macht. Wenn sich unsere dahingehende Propaganda in vollem Um­fange auswirkt und andererseits durch geeignete Maßnahmen den Zuzug der jugendlichen Arbeite­rinnen abgeschnitten wird, darf in absehbarer Zeit mit einem erheblichen prozentualen Rückgang der Frauen-Berufsarbeit gerechnet werden.

Das Problem der berufstätigen sfrau.

Aus i)er provmzralhauptstadi.

^rühlmg im Bscselnest.

Alljährlich wenn der Frühling das neue große Werden, die Zeit der Verjüngung und Erneuerung heraufsühri, lüftet die Natur ein wenig den Schleier, mit dem sie die Rätsel und Geheimnisse der lebenden Welt verhüllt hat; und sonderlich ist es die Vogelwelt, die uns in dieser Zeit fesselnde Blicke in ihr eigentümliches Leben tun läßt, die Amsel in der Buchenhecke, die Schwalbe an der Hauswand, das Blaukehlchen im Schlehdorn, der Storch auf dem Scheunensirst sie alle machen uns zu Zeugen ihres jungen Glücks, ihrer Freuden und' Sorgen, lassen uns das Werden und Wachsen ihrer Sprößlinge miterleben, bis diese flugbar ge­worden und nunmehr, selbst fertige Einzelwesen ihrer Art, in die neue bunte Welt hinausstreben.

In den ersten Morgenstunden des linden Früh­lingstages fliegt das junge Finkenpärchen von Baum zu Baum, um die tauglichste Zweiggabel für den Nestbau zu finden. Wer aber die Stelle, wo das Neste stehen soll, bestimmt, ob Männchen oder Weibchen, ist keineswegs sicher erwiesen. Nur vom Hühnerhabicht weiß man, daß das Männchen den Ausschlag gibt. Bei unserem kleinen Hausfreund, dem Sperling, dem Aschenbrödel unter den Vögeln, sitzt das Männchen tagelang auf dem Dach des alten Starkastens, den es für feinen liederlichen Nestbau erwählt hat, und schilkt und schilkt, bis sich ein Weibchen zu ihm findet, und läßt dieses auf sich warten, so setzt es sein Werben unverdrossen fort, bis endlich eins bereit ist, ihn zu freien. Aehnlich steht es bei dem Zimmermann unserer Wälder, dem farbenschönen Schwarzspecht, in der Sage das Symbol der Heimlichkeit des Waldes und Hüter derSpringwurz". Mr erst dann darangeht, die Nisthöhle in einem morschen Baum mit seinem scharfkantigen Schnabel auszumeißeln, wenn eine Ehegesponsin sich zu ihm gefunden hat.

Der eigentliche Bau wird fast immer vom Weib­chen allein ausgeführt, während dem Männchen das Heranschaffen der Baustoffe zufällt. Doch ist das Verhalten der einzelnen Arten auch hierin nicht einheitlich: bei Schwalben, Krähen, Elstern und den kleinen Sängern beteiligen sich beide Geschlechter mit der gleichen Hingebung an den Vorbereitungen, wie an der Ausführung. Und alle Vogelnester sind von den kunstvollen Bauten der Fecht- und Webervögel zu schweigen in ihrem eigentüm­lichen Gefüge Muster an Zweckmäßigkeit.

Ist der Bau vollendet, beginnt Frau Goldammer ober Frau Grasmücke, Frau Baumläufer oder (trau Sprosser sogleich doo Brutge(d)äft Bei einzelnen Arten lösen sich Männchen und Weibchen regel­mäßig ab, vornehmlich bei den Möwen, Sagern, Austernfischern und anderen Wasservögeln; unter den Landvögeln sind es vor allem Tauben, Kiebitze, Sperlinge, Spechte und Regenpfeifer, deren Männ­chen sich an der Brut beteiligen. Andere brüten zwar nicht mit, tragen mittelbar aber doch zum Brutgeschäft dadurch bei, daß sie das brütende Weibchen sorglich füttern; als besonders aufmerk­samer Gatte erscheint der Star, von dem erwiesen

i|t, daß er der ans Haus gefesselten Gattin bunte Blüten und grüne Blätter zum Schmuck der Wo­chenstube zuträgt, auch sucht er ihr die Langeweile der Brutzeit durch fleißiges Schnarren und Musi­zieren auf dem Stanglern vor dem Flugloch zu kürzen.

Kein Vogel beginnt die Brut, bevor das Gelege nicht vollzählig ist. Durchschnittlich zählt dies drei bis fünf Eier, doch bringen es unsere kleinsten Sän­ger, wie Goldhähnchen, Zaunkönig, Zwergfliegen- schnäpper und Wiesenschmätzer bis zu sieben, zehn und zwölf Eiern. Wird das Gelege durch fremden Eingriff uerminbert ober zerstört, so ergänzt ober erneuert es bas Weibchen jedesmal sogleich, jedoch nur bis zu 16 oder 17 Eiern; bann ist bie Lege- fähigkeit erschöpft. Die Dauer der Bebrütung ist natiirgemäß sehr verschieden; ist aber die Zeit er­füllt, "bann kommt ber frohe Tag, wo es sich unter dem geduldigen Vogelmütterchen zu regen beginnt, bald drängt hier ein kleines Wesen zum Licht, bald dort, und endlich liegen fünf winzige nackte Gelb- schnäbelchen im Nest, die alle nur ein Verlangen kennen: die Stillung ihres Nimmersatten Hungers. Zwar bieNestflüchter" verlassen sogleich ihre Ge­burtsstätte und suchen unter Führung ber 'Mutter selbst ihre Nahrung, bieNesthocker" aber unb das ist die Mehrzahl der Vögel müssen in auf­reibender Arbeit von den Eltern gefüttert werden, von denen überdies anfangs auch immer nur einer zur Nahrungssuche'ausfliegen kann, da ber andere dauernd über den unbefiederten Jungen sitzen und die Frierenden erwärmen muß.

Bald aber spalten sich die Federkiele, die Flaum­federn sprossen und bedecken die zarten Geschöpfe mit wärmender Hülle, unb von Stunb an nehmen beibe Alten bie Nahrungszufuhr mit unermüblicher Hingebung auf. Schon beim ersten Tagesschein be­ginnen bie Flüge, bie ohne Unterbrechung bis zur Dämmerung anbauern.

Hessische Landesmeldestekle für Versorgungsanwärier.

Auf Grunb ber Verorbnung über bie Einrichtung einer Lanbesmelbestelle für Versorgungsanwärter vom 28. Februar 1934 unb ben hierzu erlassenen Ausführungsbestimmungen ist die Lanbesmelbestelle nunmehr errichtet worden. Ihr Geltungsbereich er­streckt sich auf ben gesamten hessischen Staatsdienst, ben gesamten hessischen Gemeinbe- unb Körper- schaftsbienst, sowie alle hessischen Krankenkassen unb Berufsgenossenschaften. Der Reichsbienst ist bemnach in bie.'Lanbesmelbestelle nicht einbezogen worben. Die Lanbesmelbestelle hat bie Bewerberlisten ber bisherigen staatlichen unb körperschaftlichen Bör­mer kungsbehörben übernommen. Die vor bem 1. April 1934 zustanbegekornmenen Vormerkungen behalten ihre Gültigkeit. Alle Vormerkungsgesuche biefe in vier gleichlautenben Ausfertigungen Mitteilungen ufw. finb künftig nur noch an bie Hessische Lanbesmelbestelle, Darmstabt, Rheinstraße 10, zu richten.

Sprechstunde des Gaumspetteurs für Oberhesien.

Der Gauinspekteur ber NSDAP, für Oberhessen, Pg. Kreisdirektor K l o st e r m a n n, hält am näch­sten Samstag, 7. April, von 13 bis 16 Uhr auf ber Kreisleitung Gießen, Löberstratze 9, Sprechstunde ab. Es kann jeder Parteigenosse, der Anlaß zu Be­schwerden zu haben glaubt, diese Vorbringen.

Amt für Beamte, Kreis Gießen.

Die im RDB. vereinigten Beamten des Kreises Gießen werden ersucht, zum Zeichen der Verbun­denheit mit der deutschen Jugend sich an der am Sonntag, 8. April, um 16 Uhr, in der Volkshalle stattfindenden Großkundgebung zur Eröffnung des Reichsberufswettkampfes zahlreich zu beteiligen.

Ulrich, Abteilungsleiter.

Ortsgruppe Äießen-Güd.

Bekr.: Winterhilfswerk 1933/34.

Am Samstag, 7. April, ab 14 Uhr wird in der Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, an jede aus dem Winterhilfswerk unterstützungsberechtigte Familie aus der Ortsgruppe Gießen-Süd ein Laib Brot ge­gen Zahlung von 10 Pfennig ausgegeben.

gez.: Zöll, stellv. Ortsgruppenamtswalter.

Eingliederung der Landhelfer in dis Hitlerjugend.

Durch bie in ben Hänben ber Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung unb Arbeitslosenversicherung liegenbe Lanbhilse finb bisher rb. 200 000 arbeits­lose Jugenbliche, besonders aus ben Grohstäbten, auf bas Laub in bäuerliche Arbeit gebracht worben. Die Lanbhilfe will biefe Jugendlichen möglichst dauernd mit der ländlichen Wirtschaft verbinden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lcmdhel- fer in die Familien- und Hausgemeinschaft des Bauern aufgenommen. Darüber hinaus ist es not­wendig, die Landhelfer auch mit der bäuerlichen Jugend ber Dörfer, in benen sie ihre Arbeitsstellen

haben, m möglichst engen kamerabschastlichen Zu« sammenhang zu bringen. Nach einer kürzlich get troffenen Vereinbarung zwischen bem Reichsbauern» führer unb bem Jugenbführer bes Deutschen Reiches sind bie noch bestehenben lanbstänbischen Jugenb- Organisationen in bie Hitlerjugenb überführt wors ben. Damit ist bie Hitlerjugend auch auf bem Lands bie einzige Jugenbbewegung. Im Zuge ber Verein« heitlichung ber gesamten beutschen Jugenb unb uirt insbesondere isolierten Gemeinschaftsbildungen unt ter ben burchwcg stäbtischen Lanbhelfern vorzu* beugen, sinb der' Präsibent ber Reichsanstalt füi* Arbeitsvermittlung unb Arbeitslosenversicherung unb ber Jugenbführer bes Deutschen Reiches über« eingenommen, bie Lanbhelfer unb Lanbhelferinnenl in bie Hitle.rjugend einzugliebern. Damit ist bis weltanschaulich-politische Erziehung unb bie körper­lich-sportliche Ertüchtigung berje'nigen Lanbhelfer! unb Lanbhelserinnen, bie in ben Altersgrenzen be£ Hitlerjugend unb bes Bunbes Deutscher Mädel stehen, gewährleistet. Die Regelung gilt sowohl für! die in bäuerlichen Betrieben angesetzten Landhelfer, als auch für Landhelfergruppen auf Siedlungs-- gütern. Der Anschluß der Landhelfer an die Ge­meinschaft der Deutschen Jugend wird ihre Um­stellung zu bäuerlicher Arbeit unb lcmbverbunbe- nem Denken förbern. Wegen ber Betreuung ber« jenigen Lanbhelfer, bie nicht unter bie Alters­grenze ber Hitlerjugenb fallen, wirb bie Reichs­anftalt mit ben entfprechenben Organisationen bet Bewegung bemnächst Fühlung nehmen.

Anlagenkonzert

unserer Reichswehrkapelle.

Am kommenben Sonntag, 8. April, findet bef günstiger Witterung von 11 bis 12 Uhr am Hit - 1 e r ro a 11 ein Anlagenkonzert unserer Gießener! Reichswehrkapelle unter Leitung von Ob er Musik­meister K r a u ß e statt. Die Vortragsfolge verzeich­net nachstehenbe Darbietungen: 1. Hulbigungs- marsch (Grieg), 2. Heroische Ouvertüre (Schmidt), 3. Der Lenz! Lied (Hildach), 4. Frühlingsstimmem

Tag der Men Garde in Lanierbach.

Lleberführrmg der ältesten Gtnrmfahne OSerhefferrs,

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Während des Vorbeimarsches der Alten Garde vor dem Brigadeführer Schmidt (in Bild­mitte mit erhobener rechter Hand) und vor der alten Sturmsahne. Rechts neben dem Brigadeführer Standartenführer Münch, zwischen und hinter beiden Kreisleiter Kreisdirektor Dr. Lang, Lauterbach. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

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Vrigabeführer Schmidt (1), fein Adjutant (2), Standartenführer Münch (3), Kreisleiter und Kreisdirektor Dr. Lang, Lauterbach (4), der Bürgermeister von Lauterbach Peter (5) im Kreise der alten Garde. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

Iw. Lauterbach, 4. April. Bei herrlichstem Frühlingswetter fand gestern bie Ueberfüh - rung ber ältesten Sturmfahne Ober- Hessens, ber Fahne bes ehemaligen Sturms 6 0, von Vabenrob (Kreis Alsfelb) nach ber Geschäftsstelle ber Stanbarte in Lauter­bach statt. Dieser Tag würbe für bie an ber Ueberführung beteiligten alten Kämpfer ber SA., aber auch für bie im unmittelbaren Bereich bes Ereignisses liegenben Orte zu einem unvergeßlichen Erlebnis.

Schon am frühen Morgen waren mit Blumen unb Tannengrün geschmückte Lastautos unterwegs, bie bie alte Garbe Oberhessens zur Sammelstelle in Vabenrob brachten. Zur Teilnahme berechtigt waren alle SA.-Männer, bie ben ehemaligen Stürmen 60, 103, 35, 36, 39, 47, 114 ober ber alten Stanbartenkapelle 8 vor bem 10. Mai 1931 angehört haben. Nach dem Appell ber alten Kame-

raben bieser Stürme würbe, bie alte Sturmfahns' voran, ber Marsch ber alten Garbe unter Hingenbem Spiel unb bei frohem Gesang über Wallenrob unb Heblos nach Lauterbach angetreten. Ueberall würben bie alten Kämpfer ber . mit großer Begeisterung empfangen unb be­grüßt.

In Lauterbach erfolgte ein Vorbeimarsch voy bem Vrigabeführer, fobann würbe bie alte Sturm­fahne feierlich in bas Gebäube ber Stanbarte ein« gebracht. Nach gemeinsamem Mittagessen ber altert .-Kameraben war ber Rest bes benfroürbigert Tages einem frohaestimmten kamerabschaftlichert Beisammensein gewiomet. Dabei hielten Stanbarten« führer Münch, Vrigabeführer S ch m i b t, Kreis« leiter unb Kreisbirektor Dr. Sang, sowie Bürger­meister Peter herzliche, von echtem SA.-Geist en füllte Ansprachen.