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1932), davon entfallen auf Einzelmitalieder 195, auf Körperschaften (Schulen, Vereine u. dgl.) 65, auf Erwerbslose und in Berufsausbildung befindliche Jugendliche 160. Ferner wurden 261 Bleidenaus« weife und 160 Führerausweise ausgestellt. Frl. Hotz berichtete ferner über die Ausgestaltung des Werbetags am 9. und 10. September, an dem die nationalsozialistischen Jugend verbände in Lied, Wort, Schrift und Bild für den Jugendherbergs­gedanken warben. Das Ergebnis der Strahensamm- lung in unserer Stadt betrug 447,92 Mark, das der Haussammlung 600 Mark.

Dr. F l ö r k e sprach der Geschäftsführerin an­erkennende Worte für ihre Tätigkeit aus.

Kassenwart, Sparkassen-Obersekretär Wolf gab den Rechnungsbericht. Den Einnahmen von 3446,81 Mark stehen 2323,63 Mk. Ausgaben gegenüber, so daß ein Rest von 1123,18 Mk. verbleibt. In der Einnahme sind u. a. enthalten das Kopfgeld der Jugendherberge Hoherodskopf mit 404,30 Mk. (zum Teil noch aus dem Jahr 1932), ferner der Jugendherbergspfennig der Gießener Schulen mit 131,21 Mark, der erst im letzten Vierteljahr 1933 erhoben wurde. Seit Okto­ber v. I. wird in allen Schulen von jedem Kind im Monat ein Pfennig erhoben, das macht allein in Oberhessen im Jahr 4000 Mark an Einnahme. Laut Mitteiluna des Gaues sollen diese Gelder für die oberhessischen Herbergen Verwendung finden.

Geplant ist die Erweiterung der Jugendherberge in Büdingen.

In den Ausgaben erscheinen die Zuschüsse zur Unterhaltung der in unserer Provinz bestehenden Herbergen, so für Gießen 83,77 Mark, für Büdin­gen 181,93 Mark, für Hoherodskopf 349,32 Mark und für Nieder-Ofle-iden 158,40 Mark. Die Rech­nung war von Prokurist Georg geprüft und für richtig befunden worden, so daß dem Kassenwart Ent­lastung erteilt werden konnte. Der Ortsgruppenführer widmete dem Rechner herzliche Dankesworte.

Mit der Neuorganisation desJugend- herbergswesens war die Ausarbeitung einer neuen Satzung nötig geworden. Diese

wurde von dem Führer bekanntgegeben und fand einstimmige Annahme. Auf Grund der neuen Sat­zung wird Mitgliedern, die nicht auf dem Boden der nationalsozialistischen Regierung stehen, die Mitgliedschaft entzogen.

Die Ernennung des Beirats wurde anschließend vorgenommen. Die seitherige Geschäftsführerin Frl. Hotz hatte wegen ihrer Versetzung nach Schotten um Befreiung von ihrem Amt gebeten. Ferner schie­den Herr Wolf wegen Uebertoftung und die beiden Rechnungsprüfer, Frl. Stahlhacke und Herr Georg, freiwillig aus ihren Aemtern. Herr Dr. F l ö r k e dankte diesen treuen Freunden am Her­bergswerk für ihre langjährigen wertvollen Dienste. Von dem Führer wurden in den Beirat berufen Dr. Dufeberg, der schon seit Oktober die Geschäfte übernommen hatte, zum Geschäftsführer, Diplom- Handelslehrer Karl Müller als Kassenwart, fer­ner Studienrat Schaaf, Sparkassen-Obersekretär Wolf und Lehrer Rau (Klein-Linden). Ein Ver­treter der Stadt und der nationalsozialistischen Ju­gendorganisationen werden später noch in den Bei­rat berufen werden.

Dr. Flörke, der im Herbst verflossenen Jahres dem Reichswanderführerlehrgang in Saarbrücken beigewohnt hatte, hielt zum Schluß noch einen Licht­bildervortrag über das deutsche Land an der Saar und seine Jugendherbergen. Er zeigte herrliche Bil­der des Landes, dessen Bewohner aus deutschem Blut mit deutschem Boden verwachsen sind, und führte aus, wie organisch sich an der Saar Industrie in Landschaft und Volkstum einfüge. Besonders rei­zende Bilder aus dem Warndt, einem nach Lothrin­gen zu gelegenen und besonders gefährdeten Zipfel des Saarstaates, ließen die Schönheiten und den Reichtum des Landes erkennen. Leider werde dort heute von den Franzosen Raubbau an deutschem Gut vorgenommen. Der Redner sprach zum Schluß die Hoffnung aus, daß unsere Brüder an der Saar bald zum deutschen Mutterland zurückkehren möch­ten, damit es unserer Jugend mogtid) werde, dieses schöne Stück deutscher Erde auf Wanderfahrten aus eigener Anschauung kennenzulernen.

Oberheffen.

Oiebefrag"

im Dienst an Volk und Staat.

Heiratsbeihilfen und Geschenke bei Geburten.

Wie eine nationalsozialistische Betriebsführung ihre Pflichten gegen Staat und Volk zu erfüllen versteht, zeigt Die Haltung des Vorstandes des Braunkohlen-SchwelkraftwerkesHefrag" in Wöl­fersheim. Zur Unterstützung der Bestrebungen der Reichsregierung zur Rückführung weiblicher Ange­höriger der Wirtschaft in die Hausfrauenarbeit hat die Firma allen weiblichen Mitarbeitern eine Hei­ratsbeihilfe in Höhe des ansehnlichen Betrages von 50 0 Mark ausgesetzt, die dann ausgezahlt wer­den, wenn die Betreffende, um zu heiraten, aus der Firma ausscheidet und damit die Möglichkeit gibt, einen Arbeitslosen einzustellen.

Darüber hinaus erhält jeder Werksangehörige, dem ein Kind geboren wird, ein Geschenk von 10 0 Mark, wodurch auch hier wieder zum Aus­druck gebracht wird, wie sehr der neue Staat und im Einklang damit die Führung der Hefrag den natürlichen Wunsch des Volkes zum Kinde unter­stützt und fördert im Interesse der Verjüngung von Volk, Staat und Kultur.

Diese Tat spricht für sich und zeigt, wie gerade in unserem Wirtschaftsgebiet das neue Ideengut die Wirtschaftsführung beeinflußt und zu welch oünftigen Auswirkungen eine verständnisvolle Zu­sammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Volk führt, wie sie der Nationalsozialismus in steigen­dem Maße verwirklicht.

Landkreis Gießen.

K Alten-Buseck, 4. März. Unser ältester Mit­bürger, Altbürgermeister Wilh. Körber, konnte heute in seltener körperlicher und geistiger Frische sein 8 9. Lebensjahr vollenden. Die ganze Ge­meinde nahm herzlichen Anteil an diesem Tage.

00 Daubringen, 3. März. Der Spar« und Vorschußverein Daubringen hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Preis, er­öffnete die Versammlung. In ehrenden Worten ge­dachte er zunächst der im Jahre 1933 verstorbenen Mitglieder. Nach einigen Ausführungen über die Umordnung der Dinge durch die nationalsoziali­stische Revolution, die auch einen neuen Geist in das Genossenschaftswesen brachte, erstattete der Direktor der Kasse W. Alb ach den Geschäfts­bericht. Im Jahre 1933 waren fünf neue Mitglieder zu verzeichnen. Abgänge durch Tod und Kündigung erfolgten acht, die jetzige Zahl der Genossen beträgt 58 Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr belief sich auf 296 616,85 Mark, der Stand der festen Dar­lehen auf 145 838,65 Mark. Der Reingewinn be­trägt 1571,67 Mark. Die Anlegung des Gewinnes erfolgte in folgender Weise: 6 v. H. Dividende für o'/. Mitglieder; 100 Mark werden dem Verein Kleinkinderfreunde als Stiftung überwiesen; 50 Mark werden auf Vorschlag des Kreisbauernführers Dorrschuck der Volksschule zur Beschaffung von

Bibliotheksbüchern gegeben. Der Rest kommt zu gleichen Teilen als Betriebsrücklage und für den Reservefonds zur Verwendung. Bilanz und Ge­schäftsbericht samt Gewinnverteilung wurden ein­stimmig genehmigt und dem Vorstand wie auch dem Äufsichtsrat Entlastung erteilt. Nach einer Statutenänderung erfolgte die Neuwahl des Vor­standes und des Aufsichtsrates. Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck gab die Ursachen zu dieserGleich­schaltung" bekannt, die bezwecken solle, daß beide Körperschaften verjüngt werden und Nationalsozia­listen zu ihren Mitgliedern zählen. Sein Vorschlag wird einstimmig angenommen. Dem Vorstand ge­hören an: Direktor W. Albach, Stellvertreter K. G r ö l s II und Rechner W. Braun II. Dem Aufsichtsrat gehören an: Bürgermeister Preis, Lehrer Henkel, Blvckwart Stein, Wilh. Roth, Wilh. Mohr und Aug. Weimer. Verbands­revisor Hartmann machte noch Mitteilung von der Vereinheitlichung des Genossenschaftswesens mit dem Ziel, jedem ürt ein Kreditinstitut und eine Absatzgenossenschaft zu verschaffen (Geldgenossen- schaft und Warengenossenschaft). Das führe in Daubringen zur Auflösung des Raiffeisenvereins und zur Uebernahme von dessen Geldgeschäften durch den Vorschußverein. Die Gründung einer Warengenossenschaft wurde in Aussicht gestellt. Zum Schluß sprach Herr Hartmann dem Vorstand wie auch dem Aufsichtsrat für die zufriedenstellende finanzielle Lage und die einroanofreie Geschäfts­führung feine volle Anerkennung aus. Die Ver­sammlung schloß mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer. Die Spar- und Dar­lehenskasse (Raiffeisen) Daubringen hielt dieser Tage ebenfalls ihre Generalversammlung ab. Aufsichtsratglied Walter eröffnete die Ver­sammlung. Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck gab einleitend bekannt, daß zur Bereinigung des länd­lichen Genossenschaftswesens die Auflösung dieser Genossenschaft notwendig fei, da nach den Anordnungen des Landesbauernführers ein Bestehen zweier Kreditinstitute in einem Orte nicht mehr möglich sei. Der ländliche Genossen­schaftsoerband Rhein-Main-Neckar hatte bereits fein Einverständnis zur Auflösung gegeben. Einstimmig wurde sodann die Auflösung der Genossenschaft beschlossen. Die Geldgeschäfte werden von dem Spar­und Vorschußverein Daubringen übernommen. Die Abwicklung des Geschäftes wird mit aller Rücksicht­nahme erfolgen. Zu Liquidatoren wurden die Her­ren Wilh. O p p e r , Karl Schneider und Lehrer Henkel bestellt. Die Neugründung einer Waren- Bezugs- und Absatzgenossenschaft soll demnächst erfolgen.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 3. März. Polizeidiener Ernst Koller trat am 1. März in den wohlverdienten Ruhestand. 44 Jahre hindurch hat er den Einwoh­nern mit der Ortsschelle die neuesten Bekannt­machungen verkündet. An seine Stelle tritt Wilhelm Scharmann 2.

Flugzeugtause im Fliegerhorst Butzbach.

* Butzbach, 4. März. Der Fliegerhorst Butzbach im DL V. (Deutschen Luftfahrtoerband) hatte am Samstagabend seine Freunde und die ge­samte Bevölkerung zur Taufe der n e u e n Gleit­maschine eingeladen. Kreisleiter Seipel hatte zugesagt, die Taufe vorzunehmen. Graf Solms- Laubach war ebenfalls anwesend. Sonst bemerkte man noch Vertreter der Stadt Butzbach, der Orts­gruppe der NSDAP, und die Führer der Flieger­horste Bad-Nauheim und Nieder-Ofleiden.

Die stattliche Besucherzahl ließ erkennen, daß der Gedanke des deutschen Flugsportes schon in weite Kreise der Bevölkerung Eingang gefunden hat. Der Saal war mit Fahnen ausgeschmückt. Auch die Bühne prangte in reichem Flaggenschmuck. Rechts ein Bild des Ministers Göring, links des Reichs­kanzlers Adolf Hitler. Und über der Bühne ein weit in den Saal hinein leuchtendes Wort von Hermann GöringDas deutsche Volk muß ein Volk von Flie­gern werden."

Die Veranstaltung begann mit einem Vorspiel zu der OperDer Kalif von Bagdad". Es folgte der Badenweiler Marsch. Dann sprach Herr Luft aus Gießen einen Prolog. Nach einem weiteren Marsche Mein Vaterland" hieß der Horstführer die Teil­nehmer willkommen. Das neue Flugzeug sei bereits das zweite, das der Horst in Besitz nehme. In etwa sechswöchiger Arbeit sei es erbaut worden. Den Bestrebungen der Fliegerhorste in früheren Jahren, Deutschland den ihm gebührenden Platz an der

Sonne zurückzuerobern, hätten ungünstige Sterne entgegengestanden. Vor allem feien dies die Fesseln des Versailler Diktats gewesen. Aber auch die früheren Regierungen hätten es nicht für nötig er­achtet, das deutsche Flugwesen zu fördern.

Unsere Jugend, die flugbegeiffert den Flieger­horsten zuströme, muhte sich genau so wie die Verbände, die die Segelfliegerei betrieben, er ff bas Verständnis erkämpfen. Erst durch den Sieg der nationalen Bewegung wurde hier Wandlung geschaffen.

Jetzt sind alle Vereine und Verbände, die vordem zu Dutzenden auf eigene Faust die Fliegerei betrie- ben, im DLV. zusammengeschlossen. Der Redner 14 0 rtc ^>a.nn die Organisation des DLV., der in 14 Landesfliegergruppen zerfällt, die ihrerseits wie­der in Untergruppen, Fliegerhorste und Flieger­nester zerfallen.

Wir wissen, daß wir umgeben sind von einer Kneife von gerüsteten Staaten, die sich nicht scheuen werden, im Kriegsfall auch gegen Frauen und Kin- oer ihre -Bomben abzuwerfen. Wir besitzen nicht nur reine Kampf- ober Jagdflieger zu unserer Verteidi­gung, man hat uns sogar die Luftabwehr verboten. Cs war uns sogar verboten, staatliche Mittel zum Segelflugzeugbau zu geben, sondern das Segel- restlos von den dafür interessierten Verbanden finanziert werden.

Nach einem von Herrn Luft aus Gießen vorge­tragenen GedichtDie deutsche Fahne" ergriff

^reisleiter Seipel

das Wort.

Wir toten Flieger Blieben Sieger Durch uns allein.

Deutsches Volk, fliege wieder, Und du bleibst Sieger Durch dich allein.

So stehe geschrieben auf dem Grabmal der toten deutschen Flieger. Die Tradition der Fliegerei sei die höchste, die es in der Geschichte des deutschen Volkes und des vergangenen Krieges gegeben habe.

Hier, bei der Fliegerwaffe, gab nicht die Möglich­keit, das Material zu erneuern, Granaten und Ka­nonen zu produzieren, den Ausschlag, sondern ein­zig und allein der persönliche Mut. Der Flieger, der sich in fein Flugzeug setzte und den Gegner anflog, der bestand den persönlichen Kampf. Er wußte beim Aufstieg nicht, ob er wieder lebendig landen würde. Und deshalb sei mit der Fliegerei ein Moment verknüpft, das ein Moment des Deutschtums fei und bleiben solle: das Moment des persönlichen Mutes. Wenn es nun in Deutschland so geworden sei, daß jeder, der persönlichen Mut besitze, die Möglichkeit zu fliegen habe, da sei es die Pflicht und Schuldigkeit eines jeden, der deut­schen Segelfliegerei die Wege zu ebnen. Er selbst, sagte der Kreisleiter dann unter tosendem Beifall, werde sich in der nächsten Zeit bei dem Horst Butz­bach als aktives Mitglied melden.

Heute habe er die Plicht, das zweite Flugzeug des Horstes Butzbach zu taufen. Er taufe es auf den NamenSilberfalk e". Er wünsche, daß die Männer, die es in Zukunft in die Lüfte führen würden, genau so mutig sein möchten, wie der Name, den der Vogel nun trage.

Graf Solms-Laubach

dankte dem Kreisleiter nicht nur für sein Erschei­nen, sondern vor allem für die Worte echt fliege­rischer Kameradschaftlichkeit. Es gelte heute, an die Stelle des Schönredens oder des Vielredens die Tat und die Leistung zu setzen. Eine Bitte habe er: der Kreisleiter möge ihm helfen bei der politischen Schulung des jungen Fliegernachwuchses. Zum Schlüsse forderte er alle Anwesenden auf, ben Flug­sport zu unterstützen.

Ls gibt manchen, der kann nicht aktiv fliegen, und es gibt manchen, der kann nicht feine Faust und feinen Kopf einsehen für die Fliegerei. Aber es gibt keinen, der nicht ein Opfer bringen kann für die Fliegerei.

Und für die Fliegerei ein Opfer bringen, das ist eine Sache, die notwendig ist, die zum Wohle des Ganzen, zum Wohle Deutschlands geschieht."

Während der Fliegermarsch ertönte, wurde von den Fliegern des Horstes das Flugzeug auf offener Bühne abmontiert. Herr Luft aus Gießen fang jnit Klavierbegleitung, und Turnerinnen erfreuten durch unterhaltende Darbietungen. Auch eine humoristische Einlage wurde mit reichem Beifall quittiert.

Die Standartenkapelle 222 unter Leitung von Musikzugführer A d e r h o l d mußte sich oft zu Zu- gaben entschließen. An die offizielle Veranstaltung, die gegen 23.30 Uhr ihr Ende gefunden hatte, schloß sich gemütliches Zusammensein an.

Wegen Beleidigung des WHW. festgenommen.

Darmstadt, 4. März (LPD.) Wie die Kreis, führung des Winterhilfswerks Darmstadt mitteilt, wurde am Sonntag der Diplom-Ingenieur K. aus Darmstadt wegen Beleidigung des W H W. in Schutzhaft genommen. K. hatte sich anläß­lich der Brotsammlung durch das Jungvolk bzw. beim Einsammeln der Spende zum Eintopfgericht verächtlich über das Winterhilfswerk geäußert.

Schließung des Kaufhauses Wronker in Frankfurt.

F r a n f f u r t, 3. März (LPD.) Das Frankfurter Kaufhaus Hermann Wronker AG. wird am 15. März sein Hauptgeschäft an der Zeil schließen. Die Filialbetriebe in Frankfurt-West, Mannheim und Hanau, sowie das zu Wronker ge­hörende Kaufhaus Hansa werden fortgeführt. Der Frankfurter Einzelhandel hat sich bereit erklärt, einen großen Teil der durch Schließung des Stamm­hauses brotlos werdenden Angestellten in Einzel­handelsgeschäften unterzubringen. Heber die weitere Verwendung des Hauses an der Zeil sind noch keine Entscheidungen getroffen worden. Das Unterneh­men war in den letzten drei Jahren bereits zwei­mal saniert worben; es ist aber nicht gelungen, den Betrieb rentabel zu gestalten.

Aus aller Wett.

General a.D. von hülsen Lhrenführer im kyfshäuserbund.

Der Führer des Kyffhäuserbunbes, Oberst a.D. Reinhardt, gibt bekannt: Den langjähri­gen Ehrenvorsitzenden des früheren Kriegerbundes Kurhessen und Waldeck, Seine Exzellenz.General der Infanterie a. D. von Hülsen, Kassel, habe ich nunmehr zumEhrenführer des Landesverban­des Hessen-Nassau des Kyffhäuserbundes" ernannt. Bei dieser Gelegenheit spricht der Bundesführer General von Hülsen seinen Dank für bäs dem Kriegervereinswesens stets bewiesene Interesse aus.

Ländliches Familiendrama. Word oder Selbstmord.

In der Ortschaft Thessen bei Grabow (Kr. Jeri­chow I) ereignete sich ein Familiendrama. Der Ge­schirrführer Rockar aus Thessen meldete dem Gendarmeriewachtmeister von Grabow, daß seine 71jährige Mutter, die in feinem Haufe das Altenteil genieße, sich in ihrer Wohnstube erhängt habe. Der Gendarmeriebeamte beaab sich sofort nach Thessen und untersuchte die Angelegenheit. Da er an einem Selbstmord zweifelte, alarmierte er die Magdeburger Mordkommission, die feststellte, daß wahrscheinlich Mord vorliegt. Das Verhältnis zwi­schen der alten Frau und ihrem Sohn, insbeson­dere jedoch zwischen Schwiegermutter und Schwie­gertochter soll unerträglich gewesen sein. Ein Zeuge will zu der fraglichen Zeit Hilferufe in dem Rockar- schen Haus gehört haben. Rockar und seine Frau wurden fe ft genommen.

Gefährlicher Kurpfuscher im Westerwald unschädlich gemacht.

Vom Neuwieder Amtsgericht wurde der schon mehrfach vorbestrafte Händler Jürgens aus Niedersalvey zu vier Monaten Gefängnis ver­urteilt. Er hatte sich auf dem Westerwald als Sohn desThüringer Tropfenmannes" aus- gegeben, erzählte den Leuten in Asbach, Dierdorf, Altenkirchen und auch in Neuwied, er fei Apotheker, und brachte es fertig, auch den gesündesten Men­schen irgend eine Krankheit einzureden. Die harm­

losen Säftchen, die er den Dummen für teures Geld andrehte, trugen schöne Namen wieThü­ringer Hausmittel",Jerusalemer Bal­sam" usw. Für jede Krankheit mischte er aus seinen vielen Fläschchen irgend eine Tinktur zurecht, und seine Opfer waren dann nicht wenig erstaunt, wenn sie für ihrHeilmittel" 20 bis 30 Mark bezahlen mußten. Ein Gendarmeriewachtmeister legte dem Burschen schließlich das Handwerk.

Hinrichtung eines gemeingefährlichen Verbrechers.

Der am 28. Februar zum Tode verurteilte H a n n a ck ist in Hambura durch das Beil t) i n gerichtet worden. Die Verurteilung war erfolgt, weil Hannack in Hamburg und Bergedorf im Okto­ber 1933 Polizeibeamte, die ihn verfolgten, ge­tötet hatte. Wegen der Gemeingefährlichkeit des wiederholt Schwerbestraften hat der. Reichsstatt­halter von feinem Gnadenrecht keinen Gebrauch gemacht.

Der Löwe ist los!

In Poitiers hat sich dieser Tage ein Zwischen­fall ereignet, der leicht schwere Folgen hätte haben können. Ein Zirkuswagen mit Löwen und Tigern prallte an einer Straßenbiegung gegen einen Baum. Durch den Stoß sprang der Käfig auf und ein Tiger und zwei Löwen suchten das Weite. Zwei Raubtierbändigern gelang es nach kurzer Zeit, den Tiger wieder einzufangen. Schwe­rer war es jedoch, mit den Löwen fertig zu werden. Einer von ihnen hatte sich in ein Haus geflüchtet, wo man ihn nur mit großer Mühe herausholen konnte. Der andere hatte sich im Hof des gleichen Hauses in Sicherheit bringen wollen. Der Direktor des Zirkus konnte schließlich auch diesen Löwen mit Hilfe eines Lassos wieder einfangen.

Hünengräber in Franken.

In der Gemarkung Külsheim bei Wertheim (Unterfranken) wurden elf Hünengräber ent­deckt, die 7 bis 12 Meter lang und 3 bis 6 Meter breit sind und sich einen Meter über den Erdboden erheben. Der Fund weift darauf hin, daß diese Ge­gend schon vor 2000 bis 3000 Jahren besiedelt war.

Gewinnauszu»

5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

20. Ziehungstag 2. März 1934

3n der heutigen Vormittagsztehung wurden Gewinne

über 150 3

R. gezogen

2 Gewinn« zu 75000 M. 335784 2 Gewinnezu 30000 M. 340301 6 Gewinn« zu 5000 M. 120433 188176 396865 4 Gewinnezu 3000 W. 211777 350612

18 Gewinne zu 2000 M. 8998 10260 13160

15364 34468 136501 221832 352598 355861

22 Gewinne ,u 1000 M. 18842 42983 75362

89335 97809 196124 206660 267660 271566

297576 301255

50 Gewinne zu 500 M. 19129 20031 44112

63407 86502 115352 142451 166720 170115

182932 188440 191963 203690 220195 220549

220832 225793 302630 307433 320823 325992

367426 368249 372148 396294

360Gewinne zu 300 M. 3291 3326 3849 9119 14396 16308 16352 17427 20357 20606 21022

26178 26664 28474 29804 31418 31825 33403

34117 34190 35226 35992 40810 42281 43342

51077 51750 59123 60818 66244 69521 71719

71781 73249 75065 75415 79371 80689 82638

83949 83978 89625 92335 94086 94150 98205

105240 106002 108555 110177 110617 113796

1J.4073 116317 118794 120615 120790 123392

25287 125751 127569 128476 129067 129312

132652 133608 134476 134847 137164 137226

138368 143761 146655 147070 148919 150578

1H2672 156465 158126 166873 167738 170942

1 ZI346 175019 177391 177633 181165 181437

'30436 190480 200611 202475

oor?2r 211036 211633 219235 219746

239274 A6746 232672 233743 237046

WA Ä M B

» » » ä I

293667 294683 296233 300277 301674 302964

303578 304506 304582 305891 306093 306787

309619 312840 315204 316851 317754 3189H

323425 328551 332538 334066 336623 339310

54J98' 342062 342190 344932 348963

348844 350119 352034 355693 356862 359472

371865 372365 380801 381058

395692 99793R 384298 236452 392019 392646

oy < yoo

20. Ziehungstag

2. März 1934

3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu fe 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II:

2 Gewinne zu 3000 M. 288398

112409

16 Gewinne zu 2000 M. 21229 28554

169550 196818 292664 311495 328029

8 Gewinn« ,u 1000 M. 82190 109245

121834

340087

52 Gewinne jn 500 M. 2744 23441

28049

40135 81521 81649 90587 93800 132311

142587

146745 152521 166743 243080 256437

260064

282567 283995 288233 296507 327818

337429

359900 392401 395943 397178

328 Gewinn« zu 300 M. 308 1519 2405

4978

6953 8753 9495 16212 19748 22055

23386

28310 29000 30728 32167 34660 39501

42091

49063 50071 51886 56008 56200 57262

58352

59700 66084 67039 71723 74084 75690

76139

79025 82968 85649 85775 87338 87717

89177

90855 94660 94845 96444 97313 100255

103069

103116 104100 105703 106270 107448

108018

111323 113111 114730 116649 120907

126214

129347 130550 131134 134302 134819

134925

141853 145504 150035 151213 157127

158102

163510 168697 170132 171115 178696

179557

180309 183109 188853 189252 189940

190570

191042 196480 197774 197824 202148

202870

206245 206366 207124 207828 210402

212052

212102 214362 218070 220829 225485

230373

233658 236137 256315 258735 258830

260217

261059 263635 267205 272917 276214

277047

277771 280103 287317 287558 288993

290096

297552 297602 298751 301132 303973

312200

317694 318160 318430 318485 319423

320239

323324 324009 330107 330425 331338

332542

332870 336695 340543 341173 344463

346434

349990 350324 350850 351539 353668

353840

354745 362400 368671 371174 374109

374271

375159 375919 377363 381984 387849

389870

389985 394181 395332 399798

20 Tagespramien.

18730 34194 117568 164815 204150

269085 279558 353296 359762

256920

Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 80000, 6 zu je 10000, 62 zu je 5000, 106 zu je 3000, 174 zu je 2000, 832 zu je 1000. 924 zu je 600, 5902 zu je 300 unb 200 Lagesprämien zu je 1000 Mark.