Aas Zugendherbergswerk in Oberhessen
Ganschnlnngsleiter und Gauinspeklem Professor Dr. Werner
Jeder mutz sich immer an unserem herrlichen Führer ein Beispiel nehmen.
Dann werden wir auch das Herz des deutschen Arbeiters, dieses wertvollen Teiles des deutschen Volkes erringen. Jeder muß immer so handeln, als ob von ihm allein die Ehre des deutschen Volkes abhinge. Wer es bisher nicht schon getan hat, möge nun umlernen und die Zeichen der neuen Zeit verstehen. Vor allem ist aber zu fordern:
Treue zum Führer und zu seinem Werk! Diese Treue zu halten sind wir verpflichtet. Der Führer hat uns 14 Jahre lang die Treue gehalten und wird sie uns auch immer halten, bis man ihn in die Grube trägt.
Wenn wir immer geschloffen hinter unserem Führer marschieren, dann werden wir am Ende dieser Straße die deutsche Freiheit und das ewige Deutschland erblicken. (Langanhaltender starker Beifall.)
Kreisschulungsleiter Michel
sprach dem Redner im Namen der Versammlung herzlichsten Dank aus und betonte, daß diese Worte allen Nationalsozialisten aus dem Herzen gesprochen seien. Er wünschte, daß jeder diese Worte in seinem Herzen gut bewahren und ein treuer Kämpfer des Führers Adolf Hitler sein möchte, der seine ganze Kraft in den Dienst des deutschen Volkes stelle und dem wir mit voller Hingabe folgen müssen.
Das Gelöbnis der Treue zum Führer bekräftigte die Versammlung mit dreimaligem begeisterten Sieg-Heil-Rufen auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes.
Arbeit und Wollen des Nationalsozialismus
Eine Riesenkundgebung in der Gießener BolksbaUe
Das Herbergswerk soll jetzt zu Erziehungsschulen des nationalsozialistischen Staates und zu einer Pflegestätte deutschen Volkstums gestattet werden.
Damit wird dem Werk eine neue verantwortungsvolle Aufgabe zuteil. Jugendherbergsarbeit soll Dien st am Volk und an der Heranwachsenden Jugend werden. Die Arbeit der Ortsgruppe Gießen erstreckt sich in Zukunft namentlich auf Mitgliederwerbung, ferner auf Uebertragung des Herbergsgedankens und im besonderen auf die Betreuung der Herbergen in Gießen und auf dem Hoherodskopf. Der Arbeit der Ortsgruppe Gießen war in dem ersten Jahrzehnt ein reicher Erfolg beschieden. Heute seien in Oberhessen, so führte Dr. F l ö r k e aus, eine genügende Zahl von Jugendherbergen vorhanden. Auch der VHC. habe das Werk unterstützt, die große Jugendherberge auf der Herchenhainer Höhe geschaffen und die Schottener Herberge ausgebaut. Der Verband Evangelischer Jugend habe die Herberge in Herbstein eingerichtet.
Wenn auch unsere oberhessischen herbergen nur einfach ausgestaltel seien, so erfüllten sie doch alle ihren Zweck, und der Ortsgruppe sei es durch rechte Geldwirtschaft erspart geblieben, Schulden aufnehmen zu müssen. Sämtliche oberhessischen herbergen konnten im letzten
Jahr gehalten werden.
In Friedberg harre die Schaffung einer zeitgemäßen Herberge immer noch der Lösung. Nachdem ein Teil der dortigen Schupokaserne vorübergehend als Jugendherberge benutzt werden konnte, gingen diese Räume zuerst an die HI. über, dann wurden sie durch die Stadt der SA. zur Verfügung gestellt. Die Verhandlungen mit der Bürgermeisterei Friedberg wegen Schaffung eines Raumes für eine neue Jugendherberge seien noch nicht abgeschlossen, doch hoffe man auch hier auf eine glückliche Lösung der Frage.
Dem Jahresbericht der Geschäftsführerin Dr. Hotz entnehmen wir folgendes: Die Zahl der
I Mitglieder in 1933 betrug 420 (gegen 322 im Jahvs
davon aus:
Maßgebend für den Aufstieg ist die persönliche Befähigung und nicht die soziale Stellung und der Geldsack des Vaters. Deshalb räumen wir die Hemmnisse hinweg, die eine asoziale Zeit charakterisieren.
Wir sind Feinde alles Dünkels und alles Klafsengetstes, sowohl beim Adel, wie beim Akademikertum, wie überall. Akademikern, die glauben, irgend welche Vorrechte zu haben, weil sie Doktor oder Professor sind, sagen wir, wenn sie einen Vater hatten, der ihnen das Geld gab für das Studium, dann haben sie dafür nicht mehr Rechte, sondern sie haben nur erhöhte Pflichten gegenüber dem Volke! Wir Nationalsozialisten beurteilen den Menschen nur nach dem, was er l e i st e t und ob er ein Kerl i st. Tragen Sie alle bei zu der V o l k w e r d u n g unseres Volkes, indem Sie alle den Erziehungsprozeß an sich selbst vollenden und den Dünkel beseitigen, aber auch die deutsche Krankheit der Titelsucht, die schon die deutschen Frauen ergriffen und verseucht hat. Da legt man bei vielen den Finger auf einen sehr wunden Punkt.
Wir sind alle nur deutsche Volksgenossen und nichts anderes!
Wir Nationalsozialisten sagen: n-icht was du arbeitest, sondern daß du arbeitest ist die. Hauptsache! Deshalb haben wir auch die Ar- ; e i t wieder zur Höch st en Ehre de s d e u t- schen Menschen gestempelt. Em ehrbarer Handwerker, der sein Handwerk kann, ist genau so viel wert wie der geistige Handwerker. Niemand erschauere vor den akademischen Titeln! Jenen einstigen Typ wollen wir ausmerzen. Wir wollen wie- der harmonisch ausgeglichene Naturen haben tne Sinn und Verständnis für das Leben haben. U n- sere Jugenderziehung muß andere Bahnen gehen, wir muffen wieder das stark pulsierende Leben in den Vordergrund stellen. Eine goldeneJugen d muffen wir den Kindern mitgeben, die ist mehr wert als em Sack voll Geld.
Wir müssen unsere jungen Leute auch mehr ins Ausland schicken, damit sie sich dort umsehen und später dann auf dem glatten Boden stehen können, auf dem sie mit dem Ausland verhandeln müssen und dabei erfolgreich sein sollen. Weder Strese- mann noch Brüning waren dazu geeignet, sie waren absolut unfähig, beiden fehlte vor allem die Menschenkenntnis und der erforderliche Instinkt, mit denen man Außenpolitik wacht. Brüning appellierte in Genf sogar an die christliche Nächstenliebe derer, die uns am liebsten seden -Lag zu Gulasch gemacht hätten. (Beifall.) Die anderen Staaten haben erst wieder Respekt vordem deutschen Volke bekommen, als ein Mann aus t) em Volke aufstand!., (Beifall.) Im Jahre 1930 sagte mir ein Engländer: „Wann wird Deutschland einmal einen Mann nach Gens schicken, der Nein sagen wird?
Dieses machtvolle, kräftige Kein hat unser Führer gesprochen.
Es hat Wunderdinge in Europa geschaffen. Seit jenem Nein ist es in den europäischen Kreisen ge- : nau so, als wenn mit einem Stock in einem Ameisenhaufen gerührt worden wäre. Unser Führer wird : das Schwergewicht des 12. November i an dem er ein Ergebnis im deutschen Volke erzielt hat wie es auf der ganzen Erde noch nicht dage- - wesen ist, zur rechten Zeit zeigen und sagen, was
Adolf Hitler sagte auch: „Der deutsche Arbeiter muß zum gleichberechtigten Volksgenossen gemacht werden." Die vom Führer bisher erlassenen Gesetze haben das erwiesen. Wir haben dabei gesehen, daß für den Führer das Wort stimmt: Ein Mann, ein Wort. Jetzt zeigen wir dem deutschen Arbeiter durch Ferienreisen die deutsche Heimat, um ihn dadurch in engste Verbindung mit dem deutschen Heimatboden zu bringen. Wenn wir 1934 das Gespenst der Arbeitslosigkeit weiter bezwungen haben werden, dann möchte ich den sehen, der noch Marxist sein will.
wir reichen aus innerer Ueberzeugung jedem ehrlichen Deutschen die Bruderhand, besonders auch dem deutschen Arbeiter.
Die soz ia le Frage ist nur zu lösen durch eine starke Regierung, die von einem Manne geführt wird, der s e l b st Arbeiter war und eine schwere Jugend hinter sich hat, der weiß, w o d e m einfachen Mann der Schuh drückt. Weil der Arbeiter genau weiß, daß nur ein solcher Mann die früheren Wälle übersteigen kann und den Weg zum Herzen des einfachen Menschen zu finden weiß, deshalb kommt der Arbeiter zu uns, und hier liegt das Geheimnis der Zuneigung des Arbeiters zu Adolf Hitler.
Der frühere Staat wurde nur zufammengehalten durch das Band der Verfassung. Der nationalsozialistische Staat wird zusammengehalten durch den S t a a t s g e i st, durch die g e m e i n s a m e W e l t- anschauung, aber nicht durch eine Verfassung, die für uns nur eine zweite ober dritte Frage ist. Für uns besteht auch nicht die Frage:
sagte in seiner großen Rede u. a.: Wenn der Nationalsozialismus nur die Aufgabe gehabt hätte, die äußere Macht zu ergreifen, dann wären die zahllosen Opfer, die für die große Idee des Führers gebracht wurden, umsonst gestorben. Wenn es sich für uns lediglich um die äußere Machtergreifung gehandelt hatte, dann wären wir wahrscheinlich nicht länger als ein Menschenalter an die Macht berufen worden.
Uns geht es um mehr! Uns geht es darum, den neuen Typ eines Menschen, den nationalsozialistischen Menschen zu formen.
Das ist die Aufgabe der Schulung, der herrlichen Aufgabe, die unser Führer uns in die Hand gegeben hat. Wenn wir diese Aufgabe richtig lösen, dann wird der Nationalsoziattsmus keine Angelegenheit einer Generation, sondern eine Sache von Jahrhunderten und Jahrtausenden sein. Am 30. Januar 1933 ist eine alte Wett dahingesunken, die niemals mehr wiederkehren wird und darf. (Beifall.)
Wir alle werden dafür forgen, zufammen mit unserer $21. und SS., dah diese Welt niemals mehr wiederkehren wird, dah es keinen
9. November 1918 mehr gibt.
Das möchte ich gerade von dieser Stelle aus sagen! Das zu sagen fühle ich mich gerade in Gießen so besonders berufen, indem ich mich nicht so sehr nach links als an das Rechts von gestern wende. (Lebhafter Beifall.) Deutschnationale von gestern, die ihr heute, getarnt mit dem Zentrum von gestern und manchem Hefensatz von links von gestern zu]am- men seid, gebt euch feine Mühe! Lernt um oder laßt dieHände weg von der Politik! Wir werden sehr wachsam sein, gerade wir, die wir das national] o= zialistische Ideengut in die Hände bekommen haben. Wir werden euch auf die Finger sehen. Und wenn die Form eurer getarnten Schulung, uns von hinterrücks zu bekämpfen, in die Gestalt eines katholischen oder evangelischen Geistlichen übergeht, so werden wir sie genau so bekämpfen, wie den Kommunisten oder Zentrumsmann. Dieser Kamps richtet sich nicht gegen die Religion.
wir Nationalsozialisten rühren nicht an religiöse Dinge, wir achten das, was uns als Religion hoch und heilig ist. Aber es sei klar und deutlich gesagt: Meine Pfarrer beider Konfessionen, Sie haben eine einzige Aufgabe im heutigen Staat zu erfüllen: dah Sie Ihrer Gemeinde ein gutes Beispiel vorleben, nicht vorreden (Beifall) und das Christentum in reiner Form predigen. Dann gibt es zwischen uns keine Feindschaft. Wenn Sie aber uns angreifen wollen, dann werden wir auch vor niemand Hallmachen.
Nationalsozialisten, laßt den revolutionären Geist nicht einschlafen! Denn nur wenn der revolutionäre Geist tätig und immer sichtbar in Erscheinung tritt, werden wir immer Nationalsozialisten und Kampfer bleiben. (Beifall.) Wir müssen so sein, denn jonft schläft der deutsche Zeitgenosse ein. Das darf niemals fein, er muß immer in Bewegung bleiben. Deswegen unsere Schulung. Diese ist aber nicht etwa eine schulmeisterliche Tätigkeit, sondern sie ist immer das U e b c r tr a g e n von l e b endig e m Kämpfergeist, weniger aus dem Kopse, als vor allem aus dem Herzen heraus zu den andern Volksgenossen. Und kommt es dabei nicht auf totes Wissen an, sondern die Schulung hat nur dann Wert, wenn sie C h a r a k t e r b i l d u n g ist und im praktischen Leben angewandt werden kann.,
Dir wollen nationalsozialistischen Geist in die Zeitgenossen hineinbringen. Dabei wird es vor allem Aufgabe der Schulung em, a e M - genoffen den Begriff der „Volksgemeinschaft fo klarzumachen, dah sie ihn finden.
Wenn es uns nicht gelingen würde dieseGedan^n in das Volk hineinzutragen, dann waren dl Herr liche Lebensarbeit unseres Führers Most Ht uni) die Opfer feiner Kampfer umsonst gewefen Volksgemeinschaft müssen wir wer den. Wir sind 5mar feit b«n 12- “MS fo etwas wie - in Volk geworden. Aber wir.waren rüher kein Volk, wei, wir in hundert Efchied-n 0 . n - n verfielen. Daraus ist es auch zurückzus y An daß der deutsche Arbeiter zum Marxisten wurde. Sozialdemokraten und Kommunisten waren etgent- ttch n cksts anderes als unzufriedene Menschen und zwar nicht fo sehr wegen des geringen Lohnes Indern in Der Hauptsache, weil sie als deutsche
Volksgenossen zurückgesetzt worden waren, weil unsere Väter, weil das Spießbürgertum in seiner politischen Instinktlosigkeit und mangelndem Fingerspitzengefühl den deutschen Arbeiter zurücksetzte. Gerade in Gießen ist das ein sehr aktuelles Thema. (Beifall.)
Diese Volksgemeinschaft ist eine absolute Voraussetzung, wenn wir den deutschen Arbeiter dauernd gewinnen wollen.
Der deutsche Arbeiter hat immer ein unendliches Feingefühl gehabt. Durch das Bewußtsein von Generationen hindurch, sich zurückgesetzt zu fühlen, Hürde dieses Feingefühl geradezu überspitzt. Nehmen wir nur den Fall des sozialen Aufstiegs: Noch in der verflossenen „sozialen" Republik war dem begabten Jungen des Landarbeiters oder Fabrikarbeiters der soziale Aufstieg versagt, weil dieser Aufstieg an den Geldsack des Vaters gebunden war. Wir Nationalsozialisten dagegen gehen
Die Gießener Volkshalle war gestern nachmittag der Schauplatz einer Kundgebung, die zu den eindrucksvollsten in unserer Stadt seit der Machtübernahme durch den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler gehört. Es handelte sich um eine große Rede des Gauschulungsleiters und Gauinspekteurs Prof. Dr. Werner. Die Straßen unserer Stadt waren dem Gast zu Ehren und als äußeres Zeichen der Verbundenheit Gießens mit dem Nationalsozialismus reich beflaggt. In der Volkshalle saß eine riesige Menschenmenge bis zum letzten Platz dicht gedrängt beieinander. Von der Bühne aus bot sich ein Bild der Volkshalle dar, wie man es nur bei großen Anlässen zu schauen gewöhnt ist. Die Kapelle der SA.-Reserve unter Leitung des stellv. Musikzugführers May füllte die Zeit bis zum Eintreffen des Redners mit guter Musik in schönster Weise aus. Der Gauschulungsleiter und Gauinspekteur Prof. Dr. Werner wurde beim Durchschreiten der Volkshalle von der Riesenversammlung stehend mit dem deutschen Gruß empfangen; Tausende von Armen reckten sich, während gleichzeitig flotte Marschmusik erklang, jpontan dem Gast zum Gruß entgegen. Dann folgte zu den Klängen des Badenweiler Marsches der feierliche Einmarsch der großen Fahnengruppe mit den Fahnen der Ortsgruppen, der NSBO. usw. von den Besuchern ehrerbietig mit dem deutschen Gruß empfangen. Anschließend an die Fahnen marschierten die langen Reihen der Politischen Leiter mit ein, denen der Gruß der Versammlung in gleicher Weise galt. Dann eröffnete
Kreisschulungsleiter Michel
die Kundgebung mit kurzen Worten. Er entbot dem Gauschulungsleiter den herzlichen Willkommengruß Gießens und dankte ihm für feinen Besuch. Sodann
Monarchie ober Republik. Ich glaube, daß die Monarchie für das deutsche V o l k endgültig zu Grabe getragen ist. Eine Idee hat nur so viel Wert, als der Träger dieser Idee Opfer zu bringen imstande ist. Wenn nur ein einziger der Könige in Deutschland im Jahre 1918 für seine Idee an den Stufen des Thrones in dessen Verteidigung sein Leben gelassen hätte, dann hatte er damit den Wert feiner Idee erwiesen. Aber keiner von chnen tat es. Sie ließen sich alle mehr oder weniger gut abfinden. Ich will den früheren deutschen Kaiser hier nicht in die Erörterung hineinziehen, aber ich will doch sagen: er war einmal der deutsche Kaiser.
In Doorn und in Deutschland muß jeder mit der Tatsache rechnen, daß die Monarchie durch das Dritte Reich und der deutsche Kaiser durch Adolf Hitler abgelöst worden sind.
(Starker Beifall.) Heute gibt es in Deutschland kein Volk mehr, das gegen die Regierung und den Staat in Feindschaft steht, wie früher. Heute sind in Deutschland Volk, Staat, Regierung und Führer eins. Am 30. Januar d. I. hat sich der tausendjährige Wunsch, das tausendjährige Sehnen des deutschen Volkes erfüllt:
Die deutsche Reichseinheit ist am 30. Januar zur Tat geworden.
(Starker Beifall.) Jetzt gibt es in Deutschland keine verschiedenen Staatsbürger, mehr, sondern nur noch den deutschen Staatsbürger. Dadurch ist die Reichseinheit herrlich vollzogen worden. Ujib so wird weitergearbeitet werden. Ich glaube auch sagen zu können, daß wir schon in ganz kurzer Zeit ein Reichs - Erziehungsministerium bekommen werden.
Was wir im heißen Kampf errungen haben, wollen wir dem jungen Deutschland rein übergeben. Wir sind nur Platzhalter für die Jungen. Sauber und rein wollen wir den deutschen Staat haben. Auf allen Gebieten soll das Führerprinzip zum Durchbruch kommen, auch auf dem Gebiete der Wirtschaft, mit Autorität von oben und Gehorsam von unten, mit Verantwortlichkeit aller und mit Respekt eines jeden vor der Arbeit des anderen.
Dieses Führerprinzip ist der granitene Fels, auf dem der nationalsozialistische Staat ruht.
Wir wollen darüber wachen, daß der neue nationalsozialistische Staat immer voranschreitet.
Die Revolution ist abgeschlossen. Unsere Tätigkeit beginnt jetzt. Sie besteht darin, den neuen deutschen Menschen zu formen, den Umschmel- zungsprozeß durchzuführen. Dabei kommt es nicht darauf an, welche Abzeichen einer hat, sondern nur i darauf, daß er das richtige Herz in sich trägt.
wünschte er, die Versammelten möchten diese Stunde voll und ganz in ihr Herz aufnehmen und als echt nationalsozialistische Stunde begehen.
Stellv. Kreisletter Hopsenmiiller führte dann u. a. aus: Wenn die nationalsoziali- stische Bewegung, fo als ob nichts geschehen wäre in Deutschland, als ob niemals eine Machtergreifung stattgefunden hätte, Sie zusammenruft, dann aus der Erkenntnis heraus, daß es niemals genug fein kann für uns, daß unser Führer und die nationalsozialistische Bewegung an der Macht sind sondern daß die Machtergreifung nur einen Sinn hat, wenn die Bewegung immer wieder da hingeht, wo sie entstanden ist, wenn sie immer wieder hinausgeht in die breite Masse des deutschen Volkes und wenn es durch die Machtergreifung gelingt, aus der Millionenmasse unseres Volkes und aus jedem Einzelnen das zu machen, was wir unter Nationalsozialismus verstehen: daß
jeder einzelne Volksgenosse in seine Seele aufnimmt, was der Nationalsozialismus will, wenn jeder einzelne versteht, sein ganzes Denken und Trachten so einzustellen, wie der Führer es von uns verlangt, sein Denken und Trachten umzusehen in die natinalsozialistische Tat, sein ganzes Leben und handeln so einzustellen, daß aus jeder seiner Handlungen spricht: Das ist Nationat- sozialismus.
Dieses Ziel zu erreichen ist eine unendlich große Aufgabe, so ungeheuer groß, daß sie Generationen beschäftigen wird und beschäftigen muß. Möge diese Kundgebung dahin auf Sie wirken, daß es der Zweck unseres Zusammenseins ist, für dieses große Gebäude einen weiteren Grundstein zu legen.
Die Ortsgruppe Gießen des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen (DJH.) hielt am Samstagabend im Singsaal der Oberrealschule unter Leitung ihres Führers, Studienrat Dr. Flörke, ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Ortsgrup- , penführer gab zunächst einen Rückblick über die Ge- ■ schichte der Ortsgruppe, die jetzt auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann.
Studienrat Dr. Flörke führte u. a. aus, daß ; vom Gau Main-Rhein-Lahn-Fulda im Sommer । 1923 an den damaligen Beigeordneten der Stadt, : Dr. Frey, der in unserer Stadt im Asterweg | eine Jugendherberge geschaffen hatte, die Anregung s gegeben wurde, in Gießen eine Ortsgruppe der j DJH. zu gründen. i
Die Gründungsversammlung fand am 10. März 1924 im Städtischen Wohlfahrtsamt statt. Die i neugegründete Ortsgruppe übernahm die Aufgabe, neue Freunde für das Jugendherbergs- i werk zu gewinnen, die bereits bestehende Jugendherberge weiter auszubauen und auf dem hoherodskopf eine neue Jugendherberge zu beschaffen.
Der hessische Staat stellte ein Häuschen auf dem Hoherodskopf zur Verfügung, und durch eine Lotterie wurden die Mittel zum Ausbau der Herberge beschafft. Im Jahre 1926 wurde der damalige Geschäftsführer Dr. Flörke in den Gauvorstand berufen und mit der Betreuung sämtlicher oberhessischen Herbergen beauftragt. Der hessische Staat, die Provinz Oberhessen, die Stadt Gießen, der Kreis Gießen und andere Körperschaften stellten Mittel zur Verfügung, mit denen die Jugendherbergen in Oberhessen ausgebaut werden konnten. Nachdem im Jahre 1928 Dr. Frey nach Frankfurt berufen wurde, übernahm Dr. F l ö r k e den Vorsitz, und die Lehrerin Frl. Hotz die Geschäftsführung. Im verflossenen Jahr wurde das Werk auf neueGrund- lagen gestellt. Der Reichsjugendführer hat die Oberleitung übernommen und in die (Sauführung I Vertreter der nationalsozialistischen Jugendfüyrung berufen, I
er will. Unsere Aufgabe ist es, das Verständnis für d i e Maßnahmen unseres Führers im Volke vorzudereiten, damit ie im Volke ein millionenfaches Echo i n d e n ! Adolf Hitler ist der Mann, auf den das tolze deutsche Wort zutrifft: „Ein Mann ein Wort!"
Das deutsche Volk soll und muß wieder eine geschlossene Willenseinheit werden.
In der Zeit des früheren Kampfes brauchten wir keine Angst zu haben, daß unsere Idee durch Spießer verwässert würde. Der Kampf war das Schutzmittel gegen die Spießer, denn sie kamen nicht zu uns, weil sie keine Kämpfer waren. Jetzt dagegen besteht die Gefahr der Verwässerung unserer Idee, denn heute ist es geradezu eine Kunst, nicht Nationalsozialist zu sein. Ich habe nur den Wunsch, daß es noch einmal einen reinigenden Kampf geben möchte. Dann lassen wir sie alle antreten, die Spießer. Bis dahin laßt sie opfern und spannt sie ein in die Arbeit, denn an der Leitung werden sich die Geister scheiden. So wollen wir bleiben!
Den Vertretern der Behörden möchte ich sagen:
Zuerst kommt die NSDAP, und dann erst kommen die Behörden.
Wenn es umgekehrt wäre, dann wäre in drei Jahren der Nationalsozialismus so verwässert, daß er nicht mehr zu erkennen wäre. Es muß immer so bleiben, daß wir Nationalsozialisten euch vorschreiben, was ihr im Interesse des deutschen Volkes zu tun habt. Ich betone jedoch, daß ich kein Feind des deutschen Bamten bin, im Gegenteil. Wir wollen den deutschen Beamtenstand schaffen, der sich als e r st e r Diener des deutschen Volkes fühlt. Aber alle Beamten müssen sich immer vor Augen halten: ich bin des Volkes wegen da und nicht das Volk meinetwegen! Wir alle wollen täglich im Sinne der deutschen Volksgemeinschaft unseren Anteil zum Gelingen des großen Ganzen beitragen.
Adolf Hitler hat am 30. Januar gesagt: „Der deutsche Bauer muß wieder in die Lage 'versetzt werden, daß seine Arbeit sich lohnt." Die Zeit ist vorbei, in der der deutsche Bauer von seinem Grund und Boden vertrieben werden konnte. Der deutsche Grund und Boden gehört dem ganzen deutfchen Volke, und der deutsche Bauer ist nur Sachwalter dieses Nationalgutes. Deswegen ist das deutsche Dorf ein Heiligtum und darf von einem Juden nicht mehr betreten werden. (Beifall.) Wir haben den Juden nicht vergessen. Der Deutsche darf nur noch durch Deutsche regiert werden.


