stets einen Ehrenplatz In der deutschen Produktion sichern wird.
*
Die Eröffnungsfeierlichkeiten werden durch die Darbietungen des Musikkorps unserer Garnison unter persönlicher Leitung von Obermusikmeister Krautze eine besonders schöne Note erhalten. Auch wird der Vereinsleiter der hiesigen Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung in einer kurzen Ansprache unserer geraubten Kolonien und jenes unvergleichlichen Heldenkampfes der deutschen Schutztruppe gedenken.
Oie Anerkennung des ersten deutschen Kameradschastshauses.
Wie wir erfahren, weilt der Gründer des ersten vom NSDStB. der NSDAP, reichsamtlich anerkannten deutschen Kameradschaftshauses Schlageter in Leipzig, zur Heit in Gießen. Es ist der Führer des Kameradschaftshauses der Gießener Universität, Pg. P a l l m a n n.
Das Leipziger Kameradschaftshaus, das bereits am 1. November 1933 seinen vollen Betrieb auf«
nahm, umfaßt zur Zeit 135 Mann. Seine vorbildliche Ausgestaltung und vor allen Dingen die Einsetzung eines der ältesten Kämpfer der NSDAP, als Führer des Hauses durch den jetzigen Kameradschaftsführer der Universität Gießen wurde bereits im Dezember 1933 durch seine Berufung in die Reichsleitung der deutschen Studentenschaft anerkannt. Er wirkte hier bis Anfang Juli 1934 als Amtsleiter für Kameradschaftserziehung und konnte während dieser Zeit den Aufbau der Kameradschaftserziehung an den deutschen Hochschulen besonders durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den studentischen Verbänden und Korporationen fördern. Die Mittel, die während seiner Amtszeit durch die Opferwilligkeit der Altherren- Derbände von privater Seite für den Ausbau und die Einrichtung von Korporationshäusern zu Wohn- kameradschaften investiert worden sind, übersteigen die Summe von 6 Millionen Mark Dolksvermögen.
Dem Kameradschaftsführer der Gießener Universität, Pg. Pallmann, ist durch die Anerkennung des von ihm gegründeten Leipziger Kameradschaftshauses eine besondere Auszeichnung seiner bisherigen sachlichen Arbeit zutÄl geworden.
Aus der Provinzialhaupistadi.
Oie Befreiung vom Turnunterricht.
Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der höheren Schulen und die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung über die Befreiung vom Turnunterricht erlassen:
„Die Bedeutung der Leibesübungen im nationalsozialistischen Staat verlangt es, daß bei vollster Auswertung der planmäßigen Turnzeit alle Schüler und Schülerinnen der körperlichen und charakterlichen Erziehung auf diesem Gebiet teilhaftig werden. Beurlaubungen bzw. Befreiungen vom Turnunterricht und allen damit zusammenhängenden Maßnahmen und Veranstaltungen sind daher nur in wirklich dringenden Fällen vorzunehmen.
In Erweiterung einer vorjährigen Verfügung bestimmen wir, daß das erforderliche Zeugnis für eine Befreiung vom Turnunterricht vom Schul- ooer Kreisarzt ausgestellt fein muß. Völlige Befreiungen müssen in der Regel vierteljährlich nachgeprüft bzw. von den genannten ärztlichen Stellen neu angeordnet werden.
Hierbei, wie auch ganz allgemein, halten wir eine enge Fühlungnahme und Zusammenarbeit zwischen Arzt und Turnlehrer für erforderlich.
Bei Befreiungen von der Mitarbeit in einzelnen Stunden haben in der Regel die betreffenden Schüler und Schülerinnen beim Unterricht zugegen zu sein. Erziehliche Gründe und die Sicherung einer ungehemmten Fortführung der Unterrichtsarbeit mit allen Jungen und Mädchen verlangen diese Maßnahme.
Bei längeren Befreiungen ist von dieser Anordnung nur dann abzuweichen, wenn nach Ansicht des Arztes dadurch eine wesentliche Beschleunigung der Heilung erzielt wird."
Laßt die Anwartschaft nicht verfallen!
Von der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte wird uns geschrieben:
Wer den Anspruch auf spätere Leistungen der Angestelltenversicherung nicht gefährden oder verlieren will, muß die Anwartschaftsbestimmungen beachten.
Alle in der Angestelltenversicherung erworbenen Anwartschaften gelten als bis zum 31. Dezember 1925 erhalten, und zwar auch dann, wenn bis dahin für einzelne Jahre kein Beitrag oder nur wenige Beiträge entrichtet sind. Vom 1. Januar 1926 bis 31. Hezember 1933 ist die Anwartschaft erhalten, wenn der Versicherte für das 2. bis 11. Kalenderjahr feiner Äersicherung mindestens je 8 und vom 12. Kalenderjahr an mindestens 4 Beitragsmonate jährlich nachmeist. Für die Zeit vom 1. Januar 1934 an ist die Anwartschaft erhalten, wenn nach dem Schluß des Kalenderjahres, in dem der erste Beitrag entrichtet worden ist, bis zum Beginn des Kalenderjahres, in dem der Versiehe» rungsfall eintritt, jährlich mindestens 6 Beitragsmonate zurückgelegt sind.
Als Beitragsmonate für die Erhaltung der Anwartschaft gelten auch sogenannte Ersatzzeiten. Solche sind z. B. Zeiten seit dem 1. April 1933, für die der Versicherte als Arbeitsloser versicherungsmäßige Arbeitslosenunterstützung oder Krisenunterstützung erhalten hat oder aus der öffentlichen Fürsorge unterstützt worden ist, oder Zeit feit dem 1. April 1933, für die für den arbeitslosen Versicherten, der selbst keine Unterstützung erhält, ein Zuschlag zur Unterstützung eines anderen Arbeitslosen oder Hilfsbedürftigen gewährt worden ist.
Der Versicherte tut gut daran, wenn er bis zum Schluß jeden Jahres dafür sorgt, daß den Anwart- schastsbestimmungen Rechnung getragen ist, denn die Antwartschaft erlischt zunächst, wenn die erforderlichen Anwartschaftsmonate nicht vorhanden sind.
Die erloschene Anwartschaft lebt allerdings wieder auf, wenn der Versicherte die zur Erhaltung der Anwartschaft noch erforderlichen freiwilligen Beiträge innerhalb der 2 Kalenderjahre nachentrichtet, die dem Kalenderjahr der Fälligkeit der Beiträge folgen. Für ein Jahr zurück können freiwillige Beiträge für jeden Monat entrichtet werden.
Der Versicherte kann also bis zum 31. Dezember 1934 a) für jeden Monat des Jahres 1934 freiwillige Beiträge entrichten, b) etwa noch fehlende Anwartschaftsbeiträge für 1932 nachentrichten.
Die Nachentrichtung fehlender Anwartschaftsbeiträge für 1933 ist noch bis zum 31. Dezember 1935 zulässig. Es ist indes nicht ratsam, die Entrichtung freiwilliger Beiträge bis zum letzten zulässigen Zeitpunkt hinauszuschieben, da nach Eintritt des Versicherungsfalles freiwillige Beiträge nicht mehr entrichtet werden dürfen.
Freiwillige Beiträge zur Angestelltenversicherung sind in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehaltsklasse zu entrichten. Wer kein Einkommen oder nur ein Monatseinkommen bis zu 50 Mark hat, muß die freiwilligen Beiträge mindestens in der Gehaltsklasse B zahlen. Unter Einkommen ist das tatsächliche Gesamteinkommen zu verstehen.
Oie Viehzählung am 5. Dezember.
LPD. Die Pressestelle der Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit:
Am 5. Dezember werden die Bürgermeistereien in den einzelnen Gemeinden wiederum eine Viehzählung durchführen, die sich auf Pferde, Rindviey, Schafe, Schweine, Ziegen, Kaninchen, Federvieh und Bienenvölker erstreckt. Gleichzeitig wird in Hessen eine Erhebung über nichtbeschaupflichtige Hausschlachtungen von Schweinen durchgeführt
werden, die in der Zeit vom 1. September bis 30. November geschlachtet worden sind, ferner eine Zählung der Kälbergeburten, soweit sie in den Monaten September bis Dezember stattgefunden haben. Im Hinblick auf die große Bedeutung der Viehzählungsergebnisse als Veurteilungsgrundlage für agrarpolitische Maßnahmen der verschiedensten Art ist es dringend erforderlich, daß jeder einzelne Viehbesitzer vollständige und wahrheitsgetreue Angaben macht. Den Bürgermeistereien wurde empfohlen, den zuständigen Ortsbauernführer zur Mitwirkung, insbesondere bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit, heranzuziehen. Die Ergebnisse dürfen keiner anderen Behörde als den Landesstatistischen Aemtern mitgeteilt werden. Die Angaben dürfen nur statistischen Zwecken dienen, keinesfalls aber zu steuerlichen Zwecken Verwendung finden. Wir richten deshalb an die Angehörigen des Reichs- näyrstandes im Bereich der Landesbauernschaft die dringende Bitte, die Durchführung dieser Erhebung nach Kräften unterstützen zu wollen, damit die zum Neuaufbau der Ernährungswirtschaft erforderlichen Maßnahmen auf Grund einer einwandfreien Statistik getroffen werden können.
Pfundsammlung
der Ortsgruppe Gießen-Mitte.
Am Mittwoch, 5. Dezember, wird im Bereich der Ortsgruppe Mitte die zweite Pfundsammlung dieses Winters durchgeführt.
Mr richten an alle Volksgenossen der Ortsgruppe die Bitte, angesichts des bevorstehenden schönsten deutschen Festes ihre Spenden recht reichlich zu bemessen.
Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen ab 9 Uhr bereitzuhalten und den Inhalt durch Auftchrift auf die Umhüllung kenntlich zu machen.
Die Abholung erfolgt durch die NS.-Frauenschaft; für jede Spende wird eine Quittung erteilt.
NSLB., Kreis Gießen.
Fachschaft körperliche Erziehung.
Betr. Geländesport-Arbeitsgemeinschaft.
Infolge verschiedener Umstände konnte die Arbeitsgemeinschaft am vergangenen Samstag nicht tagen. Den gemeldeten Kollegen ist dieses mitgeteilt worden.
Nächste Zusammenkunft Samstag, 8. Dezember, 14.30 Uhr, am Schützenhaus. Schießen, Sport und Geländekunde. Alle Anfragen sind zu richten an W. Mohr, Gießen, Wilsonstraße 8.
NSLB., Fachschaft Höhere Schule.
Deutschkundliche Fachgruppe.
Unsere nächste Sitzung findet Freitag, 7. Dezember, um 16 Uhr, im Seminarzimmer der Oberrealschule statt. Dr. Kiefer, Fachschaftsleiter. Saar-Treue-Kundgebung in Frankfurt
Vom Bund der Saarveveine, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben:
Am 9. Dezember, 15 Uhr, findet im Hippodrom in Frankfurt a. M., veranstaltet von der Landesgrup- venleitung für Hessen und Hessen-Nassau, eine Saar- Treue-Kundgebung statt. Es sprechen der Herr Reichsstatthalter für Hessen, Sprenger, Landeskirchenrat D ü r r f e l d (Bad-Pyrmont), sowie der Landesgruppenleiter Anschütz. Für alle abstirn- rnungsberechtigten Saardeutschen in Gießen und Umgebung ist es eine Ehrenpflicht, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Auch würden wir uns freuen, wenn auch andere Volksgenossen an dieser Kundgebung teilnehmen würden, um damit ihre Verbundenheit mit den Saardeutschen zu bekunden. Zu diesem Zwecke geht am 9. Dezember ein Sonderzug von Gießen nach Frankfurt. Der Fahrpreis einschl. Eintrittskarte beträgt 2,50 Mark. Fahrkarten, sowie Eintrittskarten sind im Derkehrsbüro Seltersweg erhältlich.
Die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen werden wegen dieser Kundgebung dringend aufgefordert, zu Der am heutigen 4. Dezember, 20.30 Uhr, im Caf6 Bürgerhof stattfindenden Versammlung zu erscheinen. Auch den abstimmungsberechtigten Saardeutschen, die nicht dem Verein angehören, wird ans Herz gelegt, zu erscheinen, da dort Fragen der Abstimmung besprochen werden, die auch sie angehen. (Siehe heutige Anzeige.)
Keine Mindestpreise für Schokolade.
DNB. Die Nachricht, daß der Reichsverband der Schakoladenhändler einen Mindestpreis für Schoko- ladetafeln festgesetzt oder gar eine Heraufsetzung von 20 auf 25 Pf. vorgenommen habe, gibt dem Reichs- kommissar für Breisüberwachung Veranlassung, zu erklären, daß diese Festsetzung null und nichtig ist. Es braucht sich niemand an sie zu kehren. Die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen.
Keine Knappheit
an billigem Kakaopulver.
DNB. Nachdem eine Zeitlang eine gewisse Knapp- heit an billigem Kakaopulver im Kleinhandel — wahrscheinlich im Zusammenhang mit größeren Hamsterkäufen der Bevölkerung — eingetreten zu sein schien, ist nunmehr, wie zuverlässig verlautet, diese Knappheit überwunden. Kakaopulver kann wieder in allen Preislagen, schon von 15 Pf. das Viertelpfund an, bezogen werden und ist in ausreichender Menge im Kleinhandel, so daß irgendwelche Besorgnisse bezüglich der Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung mit billigem Kakaopulver nicht bestehen.
ftiger Frische ihren 70. Geburtstag.
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Rationale Solidarität!
3n der Bereitschaft zum Opfern und helfen für das
Winterhilfswerk 1934/35
sind sich alle Volksgenossen einig, die das Ziel haben, unter Führung Adolf Hitlers die deutsche Erneuerung zum vollen Erfolg zu bringen. Dazu gehört auch die
Betreuung unserer Hilfsbedürftigen in diesem Winter mit allem, was zur Erhaltung ihrer Kraft und Arbeitsfähigkeit im Interesse des gesamten Volkes und der Stärkung der Kinder als junge deutsche Generation erforderlich ist. Alle verantwortungsbewußten deutschen Männer und Frauen fördern dieses Hilfswerk durch ihre Opferfpende am nächsten Samstag, dem
Tag der nationalen Solidarität!
Reichslustschuhbund, Bezirksgruppe Oberheffen.
Am vergangenen Sonntag fand eine Ortsgruppen- führertagung der Bezirksgruppe Oberhessen des Reichsluftschutzbundes unter Vorsitz des Bezirksgruppenführers Bürgermeister Dr.-Jng. Hamm im „Deutschen Haus" zu Alsfeld statt. Der Tagung wohnten der Landesgruppenführer der Landes- aruppe Hesfen-Rheinland-Süd e. V., Frankfurt a. M., uberft a. D. Oldenburg, sowie der Stabsführer Jaeger bei. Mit Ausnahme von wenigen entschuldigten Ortsgruppen waren sämtliche Ortsgruppenführer und eine Anzahl Amtsträger der einzelnen
Ortsgruppen von Oberhessen und dem der Bezirks- gruppe angegliederten Kreise Weßlar anwesend. Die Versammlung verlief äußerst anregend und dauerte bis zum Spätnachmittag. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung referierten außer dem Vorsitzenden Dr. Hamm, der Adjutant Der Dezirksgruppe Oberhessen Diplom-Kaufmann Braubach und der Schulungsleiter der Bezirksgruppe Gewerbelehrer Schuchardt. In der Aussprache, an der sich zahlreiche Ortsgruppenführer beteiligten, wurden alle Fragen des Luftschutzes eingehend behandelt. Auch der Landesgruppenführer Oberst a. D. Oldenburg gab zahlreiche Anregungen für die Führung i>er Ortsgruppen. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler wurde die Versammlung geschlossen.
Vorsicht beim Baumfällen.
In der Zeit des Baumfällens werden an den Straßen und in den Ortschaften die Reichs-Telegraphen- und Fernsprechleitungen durch umstürzende Bäume oder durch herabfallende Aeste häufig beschädigt, weil die Personen, denen das Baumfällen obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen Beschädigungen erforderlichen Vorkehrungen überhaupt nicht oder in ungenügendem Maße treffen und es unterlassen, von den bevorstehenden Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Beschädigungen der Telegraphenanlagen im § 318 des Reichs-Strafgesetzbuches mit Strafe bedroht find, wird den Baumbesitzern empfohlen, die nächste Postanstalt von der bevorstehenden Baumfällung so zeitig zu benachrichtigen, daß die Entsendung eines Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werden kann.
Gießener Dochenmarktpreise.
* Gießen, 4. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70
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** Sterbefälle in Gießen. Es verstarb Äiamm/unf in der Zeit vom 16. bis 30. November: 17.: Deichert, geb. Schmidt, Witwe, 75 Jahre i! Goethestraße 68, 18.: Luise Katharine Töp/er, /Ä Schupp, 36 Jahre alt, Wetzsteingasse 8, 20: Decker, Hausmeister i. R., 74 Jahre alt, Äaifeiti
gehabt. Bei den Waffenstillstands- und Friede Verhandlungen sei die Saarfrage der krid» Punkt gewesen.
Frankreich habe im Laufe einer taufenbjä^riflfl' Geschichte höchst unberechtigt, das SaargcbW I nur zweimal kurze Zeit besessen und teile bar ■ aus in juristischer Konstruktion ein Anrecht a» -
In feinen weiteren Ausführungen beschäftigte Wl\ Redner eingehend mit Einzelheiten der Friedens Handlungen und charakterisierte besonders Wilsons in diesem Streit um die Saar. habe sich lange und heftig gesträubt und se>^,. lich auf Clemenceaus Lüge von den 150(XX) franzosen hin umaefaüen. Das sei im gewesen. Einer Lüge sei also die gegWjJ^ Lage des Saargebietes zu verdanken. Am 1»JV 1919 sei das verhängnisvolle Saarstatut 3W,6l. gekommen, das das Saargebiet für 15 Iahst Deutschland trennte, Frankreich Die Gruben antwortete, und die „150 000 Gaarfranw* freite!" Frankreichs Politik am Rheine eine Etappe erreicht, von der aus in > Schöpfung" Steinchen auf Steinchen für j* , nexion gelegt werden sollte. Das Rheinland . zum Pfand für die „große Reparation", das^', gebiet zum Pfand für die „spezielle 9tepflrfl
Die Reparationen aber sollten nach ceaus Wünschen unerfüllbar fein, daam Franzosen Gelegenheit gegeben fein sollte, , Besatzung am Rhein ausrechtz verhalle^ ’ immer und — das Land allmählich an Ae reich bringen. Die Gefahr für Deutschloo ungeheuer groß gewesen. Ltemenceav ho der Verfolgung feiner Ziele eine wähnst
Forderung auf die andere
Aber die Entwicklung habe andere Weste men. Die Rheinlandräumung sei von celMj rischer Bedeutung gewesen und wurde MW erste Niederlage. Die Entscheidung „5? «gerb1'* müsse zur zweiten Niederlage seiner Poun .
Nach der harten Zeit, die das ^arg das Rheinland zur Zeit der ®affenfhu|* g** der Friedensverhandlungen habe durchm M sen, versuchte Frankreich in „friedlich
bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 J Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das M 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Steokii x Pfund 7 bis 12 Pf., Birnen 6 bis 10, Nüsse 50, Honig 40 bis 45, junge Hähne 85 bv 5 Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 65 bis 75 «J 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, DlumenkM i bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10 jL 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf. '
Vornoklzen.
— Tageskalender für 2) i e n 51 a 0. e.,1 amtsleituna der NSV., Caf6 Leib, 20 Uhr,zn schiedsfest der im Kreise Gießen weilenden kinder. — Stadttheater, 20 bis 22 Uhr: Heiraten!" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Qu Luise". — Bund der Saarvereine, Ortsgruppe 01 ßen, 20.30 Uhr, „Bürgerhof", Mitglieder-Dey lung. — Volkshochschule, Beginn des „Grundbegriffe der nationalsozialistischen Dg schauung". — Reichskammer der bildenden Jfy Gruppe Gießen, Turmhaus am Brand, 16 b5 Uhr, Weihnachts-Ausstellung.
alt, Goethestraße 68, 23.: Ida Mickel, geb. i)oto stern, 47 Jahre alt, Stephanstraße 53, 24.: Philipp, Uhrmachermeister, 58 Jahre alt, Bahn» straße 48, Hermann Übrig, Heizer, 77 Jahre i Krofdorfer Straße 39, 27.: Rosina Schneider, '! Schmidt, Witwe, 79 Jahre alt, Ebelstraße!
28.: Agnes Holl, geb. Steigenberger, Witwe, 77fct alt, Neustadt 59, 28.: Leonhard Schäfer, 61 Jahre alt, Maigasse 15, 30.: Hermann Leutnant a. D., Gendarmerie-Oberwachtmeistss -- 90 Jahre alt, Kleine Mühlgasse 10.
— Stadttheoter Gießen. Heute zum ersten Male unter der Spielleitung des 3k der Schwank: „Parole: Heiraten!" von Karl L Lindt und Hans de N6ve.
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nähme an den seitherigen Kursen so stark ist, »n-J ftaltet der Skiklub Gießen unter Leitung gtpr-J Lehrkräfte einen Sondertrockenskikurs, der vor Dingen auch auf ältere Teilnehmer eingestellt5 wird. Spätechin werden diese Kurse im Schn« x gesetzt. (Siehe heutige Anzeige.)
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Der Goethebund hatte für den gestrigen Montag den bekannten Verteidiger deutscher Volksgenossen an Saar und Rhein vor französischen Gerichten und den Schiedsgerichten der saarländischen Reaie- rungskommission für einen Vortragsabend in Der Neuen Aula gewinnen können. In einem groß- angelegten Vortrag, gehalten aus einem umfangreichen Wissen um die Geschichte des Rheinlandes und die französische Rheinlandpolitik heraus, gab der Redner in souveräner Beherrschung des Stoffes eine Ueberschau über ein Thema, das gegenwärtig im Mittelpunkt unseres volksdeutschen Interesses steht.
Der Abstimmungskampf an der Saar sei, so führte er u. a. aus, nur aus der historischen französischen Rheinlandpolitik heraus zu verstehen. Die klassische französische Rheinlandpolitik wolle den Rhein als Grenze. Es habe den Anschein, als solle jede Generation hüben und drüben in diesem Kampfe stehen.
Die Politik Frankreichs sei immer darauf ab- gestellt gewesen, in die deutsche Volksgemeinschaft keile zu treiben, mit dem Ziel, den ein Iahrtaufend alten Traum — der Rhein die Grenze — zu erreichen.
Die Schaffung und Unterzeichnung des Versailler Vertrages sei Das bewußte Gegenstück zu Bismarcks Proklamationen von 1871 im Spiegelsaal zu Versailles gewesen. Die Derschworenheit der ganzen Welt gegen Deutschland während des Weltkrieges sei den Franzosen willkommene Gelegenheit gewesen, in der Rheinlandpolitik erneut vorzustoßen. Wenn sich Frankreich auch gegenwärtig mit der Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Zustandes im Saargebiet begnüge, so sei der Sinn doch auf Annexion gerichtet. Bereits 1915 sei der Kampf um die Saar eröffnet worden. Eine wissenschaftliche Kommission sollte schon damals die Annexion vor- bereiten. Sie wurde in der Folge systematisch propagandistisch gefordert. Frankreich habe 1917 bereits auch die „Sicherheiten und Garantie-Politik" aufgenommen und schon während des Krieges habe Frankreich mit Rußland ein Abkommen getroffen, in dem die Ansprüche auf bas Saargebiet festgelegt wurden. Äon all diesen Dingen habe man in Deutschland beim Friedensschluh keine Ahnung
Hlitötr umi fl Malischer liftnlliche : [Der Do, 1 ßchneide l mb 21 Sie 1 jlnosievjcho r limfd), bi ä »Schien, d I »ssenschas!
Durch b ' seujchasl ©enoffei ' d-mil f
— D ie Volkshochschule macht i)araufl merksam, daß heute abend der Lehrgang „Grundbegriffe der nationalsozialistischen M anschauung" seinen Anfang nimmt. Nähens heutige Anzeige.
— Sondertrockenfkikurs. Da die
** Singkonzert in derCHirur
Klinik. Arn Sonntagnachmittag weilte ax Ivo ii schließlich liehe Mädchenchor von Klsin-Lindsn in der 1 Verbrauch! gischen Klinik und sang den Patienten geM rtor ausgef heimatliche und Vaterlandslieder. ZwischenVar^MÜcheit trugen einige Kinder Advents- und WeihnalliMeinnug gi gedichte vor. Sichtlich erfreut über die schönen »molfenichaft btetungen sprachen Die Kranken und die leid»' Ter Dors Schwester den Sängerinnen und ihrem Divig«^Ma Genosse,
** Kundgebung Des Gas-, Elek!>< und Baumaterialienhandels. Die S dustrie- und Handelskammer gibt im heutigen b zeigenteil bekannt, daß am morgigen Mtta, 5. Dezember, im Caf6 Ebel eine Kundgebung« Gas-, Elektro- und Baumat evialien-Fachhaftzd stattftndet, in der u. a. Aufklärung über MögW ten der Umsatzsteigerung gegeben werden soll, y die Anzeige sei besonders hingewiesen.
** Rußbrand. In der Kaffeerösterei n Firma Geiße in Der Kaplansgasse war in morgen Der Ruß in einem Abzugsrohr in Sri geraten. Die Feuerwache wurde alarmiert und^j rasch ein. Das Feuer wurde schnell bemällir.,» daß die Löschmannschaft nach zehn Minuten.^ der abrücken konnte.
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