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Oer Fabrikbrand in Neukölln

Frankreich hofft auf eine Verständigung mit Rom

rüstungsabkommens kaum mit dem Wortlaut d«. Z 173 Vor- und Rachzü«, und

' «°-rn°°-rtr°ge- in Einklang zu bringen fein. Ä

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Die Flucht der Nationalsozialisten und Schutz­bündler unterstreicht in wirkungsvoller Weise die Nachrichten, die durch das Internationale Note Kreuz über die grauenhaften Zustände im österrei­chischen Konzentrationslager Wollersdorf an das Ohr der Welt gelangten. Den politischen Gefange­nen der Wiener Diktatur, die im Linzer Landes- gericht gesessen haben, und die teilweise bereits zu schwerem Kerker verurteilt worden waren ist sicher nicht verborgen geblieben, was das an dem Schick­sal Oesterreichs interessierte Ausland trotz aller lah­men Erklärungen und Dementis der Männer vom Wiener Ballhausplatz von den Gefahren gehört

legentlich Italien anschloß. Gegenüber den Groß- kampfschiffen, in denen England eine gewaltige Ueberlegenheit besitzt, ist die gefährliche Waffe des U.-Lootes verhältnismäßig schnell und billig her- zustellen. In der britischen Fachpresse ist immer wieder beklagt worden, daß in der Ausgestaltung der U.-Bootswaffe der konservative, nur auf Kreu- d.er5 und Großkampfschiffe gerichtete Sinn der bri­tischen Admiralität versagt habe.

Auch auf einem anderen Gebiete hat Frankreich England geschlagen. Es hat seine Militär­flugzeuge so schnell gebaut, daß England ins Hintertreffen geriet. England ist militärisch keine Insel mehr. Nimmt Frankreich den Aermelkanal für seine U-Boote in Anspruch, dann droht England die Gefahr, im Konfliktsfalle durch diese Ünter- wasserwaffe seinen Hauptverkehrsstrang abschnitten zu sehen. Daher kommt der Meldung,' daß Frank­reich gewaltige Mittel bereitgestellt hat, um d i e Rede von Calais zu einem großen U-Boots- Hafen auszubauen, eine 'geradezu England alarmierende Bedeutung bei. Jeder Engländer weiß aus der Geschichte, was Calais als französische Ope- rationsbasis bedeutet. Man kann die Meldung nicht als Schachzug werten, der England vor Frankreichs Aufrüstungswagen spannen soll, denn über ein Pres- stonsmittel ist Frankreich insofern längst hinausqe- gangen, als die Bauarbeiten bereits im Gange find. Im Zuge damit hat Frankreich auch den Bau neuer Kreuzer beschlossen. Während Barthou in allen Noten versichert, Frankreich rüste ab baut es in Wahrheit seine Luftflotte und seine mariti­men Machtmittel mit einer ganz deutlichen Spitze gegen England immer stärker aus.

abgeloscht werden. Zwischen den verkohlten Holz­stößen liegen zu grotesken Formen verzerrte schwere eiserne Doppelträger, die sich bei der ungeheuren Hitze völlig verbogen haben. An den Wänden des Fabrikgebäudes starren solche Träger in bizarren Formen in die Luft. Eine frei­stehende Brandmauer hängt vollständig über und wird nur noch durch das eiserne Fahrstuhl­gerüst notdürftig gehalten. Die genaue Ent stehuilgsursache des Feuers ist noch nicht ermittelt Der Schaden, der durch Versicherung gedeckt ist läßt sich zur Zeit noch nicht annähernd abschätzen. Neben den riesigen Holzvorräten sind fast sämt­liche Maschinen und Werkzeuge der Fa­brik vernichtet worden.

!den Hauptverkehrstagen in diesem Jahre 250 568 Fahrkarten ausgegeben worden gegenüber 208 284 im Vorjahre. Es ist also eine Steigerung in die­sem Jahre um 20 v. H. gegenüber dem Vorjahre zu verzeichnen.

Eines möchte ich jedoch betonen: Obwohl ich alle diese kleinen Sorgen anhöre und aus einer Fülle von Einzelheiten mir ein Gesamtbild der Lage mache, so lasse ich es niemals zu, daß mir der U e b e r b l i ck verdunkelt wird. Ich muß mein Augenmerk immer auf unsere Hauptziele gerichtet haben und mit unermüdlicher Zähig­keit verfolgen. Dieses oder jenes Detail gefällt mir vielleicht nicht. Zugegeben: Aber ich muß es mei­nen Mitarbeitern überlassen, die kleinen Sachen zu bereinigen. Wir verfolgen große Ziele. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, diese Methoden zu ver­folgen. Ich brauche vier Jahre, um den ersten Ab­schnitt unseres Programms zu verwirklichen. Dann werde ich weitere vier Jahre für den nächsten Ab­schnitt benötigen usw. Wir erstreben ein bedeuten­deres, besseres, glücklicheres Deutschland.

Großer Daldbrand in Lothringen.

Am Sonntagnachmittag brach im Bezirk Pfaffen­teich bei Weißenburg (Lothringen) ein Waldbrand aus, der infolge des starken Ostwindes rasch großen Umfang annahm. In kurzer Zeit trafen, Hilfmann- schäften ein, darunter auch Militär. Ebenso stellte sich die Feuerwehr des pfälzischen Or­tes Schweigen und das pfälzische Forst, p e r's o na l z u r Brandbekämpfung zur Verfügung. Trotz aufopfernder Arbeit konnte nicht verhindert werden, daß etwa 60 Morgen Wald

Aus aller Welt.

Oberbayern mit dem Osterbesuch zufrieden.

Paris, 4. April. (DNB.-Funkspruch.) Der römische Vertreter der Agentur Havas bespricht die Londoner Reise des italienischen Unterstaatssekre­tärs S u o i ch und kommt zu dem Schluß, daß dis Atmosphäre für eine italienisch-französi­sche Zusammenarbeit günstig sei. Da Suvich voraussichtlich nicht in Paris Halt machen werde, könne man der Reise keinen fest umgrenzten diplo­matischen Zweck beimessen, sondern ihr nur den Charakter eines englisch-italienischen Meinungsaus­tausches geben, der sich in der Hauptsache auf die Abrustungsfrage und die Lage in Mitteleuropa er­strecken dürfte. Wenn Mussolini in der Abrüstungs­frage auch nach wie vor an der italienischen Denk­schrift festhalte, so sei die Haltung Italiens doch nicht so st a r r, daß man die grundsätzliche Ableh­nung irgendeiner anderen Lösung befürchten müsse, die Aussicht habe, von den interessierten Mach­ten angenommen zu werden. Man habe in Italien mit besonderer Aufmerksamkeit die französisch-bel­gischen und die französisch-englischen Besprechungen verfolgt, sowie die günstige Einstellung Englands zu gewissen Garantiewünschen, die über den' Rah­men des Locarnooertrages hinausgingen. Die zwei­seitigen Kontrollgarantieen würden in Italien auf keinen Widerstand stoßen. Bemerkenswert seien die sympathischen Kundgebungen für die verschiedenen französischen Abordnungen, die sich augenblicklich in Aalien aufhielten, besonders für die französischen Frontkämpfer. Dies sei ein Zeichen dafür, daß die Atmosphäre für eine politische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern günstig fei.

Eine Gevenng-Broschüre Mein Wen zu Hitler".

Essen, 31. März. (DNB.) Wie dieRheinisch- Westfalische Zeitung" meldet, soll in Berlin in Kürze eine Broschüre des früheren preußischen In­nenministers Karl Severing, betiteltMein Weg zu Hitler", erscheinen. In dieser Broschüre will Severing beweisen, daß von einemlieber 6?ng" zu den Nationalsozialisten keine Rede sein könne, da er in der Tiefe feiner Seele stets für Hitler Sympathie gehabt habe.Niemand kann mir den Vorwurf machen, daß ich Mangel an nationa­lem Selbstbewußtsein habe", so schreibt Severing nach dem Bericht derRheinisch-Westfälischen Zei­tung".Ich habe meine Diensttätigkeit im Jahre 1919 mit einem Kampf gegen die linksradikalen Elemente des deutschen Volkes begonnen. Diesen Kampf setzte ich im Jahre 1920 fort. Bei der Unter­drückung der Unruhen in Mitteldeutschland im Jahre 1921 wurde nichts gegen die rechtsstehenden Ele­mente unternommen." Weiter schreibt Severing über die Unterdrückung des Kapp-Putsches durch ihn:Kapp war ein Monarchist, während Hitler ein Republikaner ist. Das ist eine prinzipielle Diffe­renz, die die Kommunisten nicht verstehen. Schon im Jahre 1932 sagte ich auf einem Kongreß: Wenn der Nationalsozialismus de facto beweisen wird, daß er in der Lage ist, eine fruchtbare Tätigkeit zu entfalten, so wird die Sozialdemokratische -Partei diese Bewegung anerkennen. Mein ehemaliger Par­teigenosse Paul Löbe hat bereits den National­sozialismus anerkannt. Nun folge ich feinem Bei­spiel. Als Deutscher bin ich mir und meiner Politik treu geblieben und habe auf diese Weise meinen Weg zu Hitler gesunden. Am 20. Juni 1932 habe ich mich der Gewalt unterworfen, jetzt aber folge ich der Stimme meines deutschen Herzens."

Kursänderung der holländischen

Sozialdemokratie.

Frankreichs Ll-Boot-Basis imKanal

Oie französische Pistole auf Englands Brust.

Oe Hand am puls derNation.

Die letzte Frage Lochners lautete: Herr Reichs­kanzler, in den Tagen, ehe Sie an die Macht kamen, bewegten Sie sich dauernd unter dem Volk und aalten dadurch stetigen persönlichen Kontakt mit ihm. Heute, wenn Sie irgendwo erscheinen, sind die Straßen geschmückt, Willkommensadressen werden überreicht, Sie werden von den Spitzen der Behör­den begrüßt. Wie bringen Sie es trotzdem fertig, 3hre Hand am Puls der Nation zu be­halten? Wie halten SiedenKontaktmitdem einfachen Mann aufrecht?

^j£..enem soft jungenhaften Lachen antwortete der Führer: Erstens einmal, Sie sollten meine M 111 a g s t i s ch r u n d e oben in diesem Gebäude einmal sehen. Sie würden bemerken, wie dort . jeden Tag neue Gesichter auftauchen. Mein Haus ist wie ein Taubenschlag. Mein Haus ist stets offen für meine Mitkämpfer, einer­lei wie schlicht und einfach ihre Verhältnisse sind. Unsere Organisation reicht bis in die kleinsten Dör­fer hinunter, und von überall her kommen die Män­ner meiner Gefolgschaft nach Berlin, um mich auf- zuiuchen. Im Verlauf der Tischrunde erzählen sie mir dann ihre Sorgen und Nöte. Sodann gibt es selbstverständlich noch viele andere Möglichkeiten, mit dem Volke in Berührung zu bleiben. Ich er­wähne nur diese eine als ein charakteristisches Bei­spiel.

Nach Auffassung der Polizei ist die Flucht seit längerer Zeit sorgfältig vorbereitet und mit Hilfe eines Justizwachtmeisters durchgeführt worden. Die nprftanhini01 sämtliche Grenzkontrollstellen

Maßnahmen zur Ergreifung der hJn öS ferner hat der Justizminister

den Leiter des Gefängnisses und die Justizwach- OssOane l h r e s D i e n st e s e n t h o b e n. Die Flucht Übersteigen der Umfassungsmauer er­folgt. Der Justizwachtmeister, der den Nachtdienst versah und den Flüchtlingen behilflich war, ist gleichfalls gefluchtet. * ' 1

Schneetreiben in Wien und Graz.

Nach prachtvollem Wetter während der Oster- ferertage ift am Dienstag ein Wettersturz ein- SrG!ren 2)05 Thermometer sank um löGrad. Am Morgen gab es in Wien sogar ein regelrechtes Schneetreiben In Graz hatte es vom Sonntag auf Montag so heftig geschneit, daß die Stadt am Morgen em geradezu winterliches Aus- sehen hatte. In den Alpentälern, foo neue Luft- maffen nur schwer eindringen können, war es in­dessen fruhiahrsrnäßig warm.

Tod in den Bergen.

3n Salzburg unternahm der Student Graf C l a r y mit feinem Freunde, dem Studenten Graf Jt euer ter a, einen A u s f l u g a u f d e n G e i s- b e r g. Als die beiden versuchten, über die steilen Geisbergwände zu steigen, gerieten sie auf eine 30 Meter hohe Steilwand, die sie umgehen wollten. Clary, der voran ging, verlor den Halt und stürzte in die Tiefe. Er erlitt einen Bruch der Wirbelsäule und ist bald darauf g e st o r- b e n. Beim liebergang vom Moserboden zur Oberwalderhütte am Karlinger Gletscher ist am Ostermontag der Tourist Josef Leitner aus Zell am See in eine Gletscherspalte gestürzt. Noch am Abend ist die Rettungsmannschaft von Ca- prun aufgebrochen, um den Toten heute zu bergen.

Ein Berliner SA.-Skandartenführer bei einem Bootsunglück ertrunken.

Der Führer der SA.-Standarte 2 Berlin Peter Voß, wollte mit feinem Boot den südöstlich von Berlin bei Königswusterhausen gelegenen Teu- p i tz s e e überqueren. Etwa auf der Mitte des Sees kenterte das Boot infolge des heftigen Sturmes, und Voß versank in den Fluten. Dem Insassen eines Motorboots, der den Vorgang beobachtet hatte, gelang es, den Verunglückten zu bergen, jedoch blieben Die Wiederbelebungsversuche

Jahrhundertelang hat England geglaubt, wer Antwerpen besitze, habe den 'Degen gegen Eng­land in der Hand. Noch mehr gilt das von C a - l a i s. Im Jahre 1347 wurde im englisch-französi­schen Erbfolgekrieg Calais von England genom­men, erst 1558 als letzte der englischen Besitzungen verloren. Von Calais nach Dover kann man die schmälste Stelle des Aermeskanals in vierzig Minuten zurücklegen. Calais war während des ganzen Mittelalters, als es noch in englischem. Be­sitz war, die stärkste Seefestung im Kanal. Aus der Höhe von Calais vernichteten die Holländer 1639 die spanische Silberflotte. Immer wieder hat Eng­land versucht, durch diplomatische Verhandlungen den Ausbau eines französischen Kriegshafen Ca­lais zu verhindern. Von dieser Stelle aus wollte Napoleon I. seine Truppen nach England werfen und wurde nur durch den Ausbruch des Krieges mit Oesterreich daran verhindert. In England weiß man, was Calais bedeutet. Es ift also von beson­derer Bedeutung, wenn jetzt Frankreich die Reede von Calais, die ein weitläufiger und vielverzweiq- ter Kunsthafen ist, als Unterseebootsbasis a u 5 b a u t..

Nach dem Kriege hatte Frankreich der Entente cordiale mit England das Opfer gebracht und die damals kleine U.-Bootstation in Calais auf dem Altar der Freundfck)aft mit England geopfert. Seit­dem hat Frankreich nicht aufgehört, feine U n - ter was fermaf fe vor allem im Mittelmeer nad) den modernsten Konstruktionen auszubauen. England hat immer wieder versucht, diese Waffen­gattung verbieten zu lassen, aber alle Anregungen auf öen verschiedenen Flottenkonferenzen scheiterten an dem französischen Widerstand, dem sich auch ge-

Am st erd am, 3. April. (DNB.) Auf dem 40. Parteikongreß der holländischen Sozialdemokratie wurde eine grundsätzliche Kursänderung beschlossen. Es wurde die vollkommene Loyalität der Parte ^gegenüber der R e g i e r u n g fest- gestellt, die Sozialdemokratie müsse jede Regierung unterstützen, die die demokratische Staatsform ge- gegenüber den Angriffen der faschistischen Gruppen verteidigen wolle.

Bei der Mehrheit der Kongreßteilnehmer kam das Bestreben zum Ausdruck, die bisherige Destruktions- politik der Sozialdemokratie gegenüber den Erfor­dernissen der Landesverteidigung fahren zu lassen. Zwei Entschließungen wurden zurückge­zogen, in denen die einseitige Abrüstung der Nieder­lande verlangt und die . Verweigerung der Militär­dienstpflicht im Kriegsfälle ausgesprochen worden war.

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion der Zweiten Kammer machte die aufsehenerregende Mitteilung, daß dieLiga gegen Krieg und Fa­schismus , die marxistische W e h r f o r ma­tt o n e n gebildet hatte, revolutionäre Be­strebungen verfolgt habe. Da der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei sich mit diesen ungesetz- "chen Methoden nicht habe einverstanden erklären können, habe er das zwischen Partei und Liga'be- stehende Band zerschnitten. Hierdurch sei der Gefahr, daß die Partei von der Regierung ver­boten werden könnte, vorgebeugt worden.

Auf dem Kongreß kamen große Meinungsver­schiedenheiten zum Ausdruck. Zwei bisherige Vor­standsmitglieder verließen unter Protest den Kon­greß. Einige Beschlüße stießen auf eine starke Op­position, deren Unzufriedenheit über den neuen Kurs sich bald noch deutlicher fühlbar machen dürfte.

Aus dem Gefängnis der Dollfuß -Diktatur entflohen.

Wien, 3. April. (DNB.) Aus dem Linzer Landesgericht sind in der Nacht von Montag auf Dienstag der dort gefangen gehaltene Führer desRepublikanifchen Schutzbundes von Oberöfterreich und drei Unterführer a u s ge­brochen und im Kraftwagen geflohen. Auch

x Na tionalsozialisten sind geflüchtet. Wahrend die vier Mitglieder des Schutzbundes nach der tschechoslowakischen Grenze flüchteten, sollen die beiden Nationalsozialisten in einem Kraftwagen «ach der deutschen Grenze geflohen sein. Die beiden Nationalsozialisten waren bereits zu 14 Mona­ten schweren Kerker verurteilt worden.

shak, die den Häftlingen in den berüchtigtenAn­haltelagern" drohen. Sie haben es daher vorge- zogen, mit letzter Anspannung aller Kräfte ein Wagnis zu unternehmen, das ihnen vielleicht nur noch ein schwereres Schicksal aufbürden wird, dessen Gelingen ihnen aber ein Lebensgut bringen kann, für dessen Gewinnung kein Einsatz hoch genug ist die Freiheit.

Handelspolitische Planwirtschaft der Vereinigten Staaten.

Präsident Roosevelt hat vom Kongreß ein Ermächtigungsgesetz gefordert, das ihm weitgehende Vollmachten auf dem Gebiete der Außenhandels­politik der Vereinigten Staaten geben fall. Das Repräsentantenhaus hat bereits den Entwurf mit einigen Abänderungen gebilligt, die Zustimmung des Senats ist zu erwarten. Das Gesetz gibt dem Präsidenten Vollmacht, mit fremden Staaten neue Handelsabkommen auf Gegenseitig­keit abzuschließen. Das Wesentliche ist jedoch, daß der Präsident die gegenwärtig in Kraft befindlichen Zölle bei den neuen Handels­abkommen bis z u 50 v. H. ermäßigen, sie aber auch bis 50 o. H. erhöhen kann. Von dieser Handlungsfreiheit verspricht sich der Präsident eine Ausweitung des amerikanischen Exportes und da­mit eine Milderung der wirtschaftlichen Krise in der amerikanischen Industrie und in der Landwirtschaft und ein weiteres Sinken der Erwerbslosenzahl. Das neue Gesetz gestattet den Vereinigten Staaten eine elastische und planwirtschaftliche Außenhandels­politik zu führen. Zweifellos werden die Groß­abnehmer amerikanischer Industrie- und Land­wirtschaftserzeugnisse bei der Einfuhr ihrer Erzeug­nisse nach den Vereinigten Staaten nunmehr ent­sprechende Gegenleistungen verlangen und erhalten. Welchen Umfang die praktischen Auswirkungen für den Welthandel und besonders für den Export nach den Vereinigten Staaten haben werden, wird sich jedoch erst zeigen, wenn auf der neuen Grundlage abgeschlossene neue Handels­abkommen vorliegen.

3n Berlin-Neukölln brach in einer Möbelfabrik ein gewaltiger Brand aus, an dessen Löschung 450 Feuerwehrleute zehn Stunden lang in Rauch und Flammen arbeiteten. Trotz ihres aufopfernden Ein­satzes brannte ein Fabrikgebäude und ein Holz- peicher bis auf die Grundmauern aus. Die Brand- tätte bildet einen ungeheuren Trümmerhaufen. Bis zum Dienstagmittag waren noch immer drei Züge Der Feuerwehr mit den Aufräumungsarbeiten be­schäftigt, unterstützt von rund 30 Mann der Tech- nischen Nothilfe. Der Holzplatz selbst, von dem das Feuer seinen Ausgang nahm, bildet eine rau =

e n ö e Trümmer st ätte. An verschiedenen stellen glimmen noch einzelne Holzstöße, die aus­einandergerissen und durch kräftiges Wassergeben

Dank dem prachtvollen Wetter und der wirtschaft­lichen Belebung hatte das bayerische'Hochland wäh- » renö der Dftertage einen glänzenden Besuch aufzu- Der yhifepnnnOHPpr hoa weisen. Von und nach München wurden vom

tinar mnrhf Orh um be ?or.? ' Gründonnerstag bis zum Ostermontag insgesamt

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abkommens zu halten, so müsse Artikel 2 bes innri^h.-0 ?n die Osterbesuchsziffern jene des Locarnooertrages erweitert werden, was sicher- berfreute^fid?ne^^hhnf^n qj

lich nicht leicht sei. Aehnlich verhalte es sich mit s7ifahrer feÜenS ÖGr

öer im Locarnooertrag enthaltenen 23eftimmung, Un/erfünfte befehl e r 4 f e 5 9 a b e n waren alle wonach die Garanten dieses Vertrages, qlfo Eng- * kunfte besetzt. *

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