merbücher und ähnliches. Ein Stich von Albrecht Glockendon aus dem Jahre 1531, neuerdings als Reichsdruck erschienen, zeigt von den damals gebräuchlichsten Sportarten Fechten, Ringen, Laufen und Steinstoßen. Auch das Kegelspiel stammt aus sehr früher Zeit und hatte schon im Mittelalter seine eifrigen Anhänger. Andere Bilder, wie beispielsweise eines von der Thürinaer Rckter- akademie (Collegium illustre) zeigen Fechten, Fußball, Reiten und Ballspiel (1571). Die älteste Urkunde über sportliche Betätigung haben die Fechter erhalten; 1487 werden kaiserliche Vorrechte für diesen ersten deutschen Sportverband urkundlich zugesichert.
Mannigfache Ballspiele.
Das Spielen mit dem Ball ist ein Sport, der zu allen Zeiten und bei allen Völkern getrieben worden ist. Wenn wir in eine mittelalterliche deutsche Ball- und Racketmacherwerkstatt blicken, wie sie im 16. Jahrhundert in Deutschland anzutreffen war, finden wir schon die Zubereitung der Lederbälle und der Schläger in ähnlicher Weise wie heute. Sehr beliebt war zu dieser Zeit ein Spiel mit dem großen Ball, das eine Art H a n d b a l l darstellt und „Pia- nura" genannt wurde; wir Deutsche kennen es heute nicht mehr, aber in Frankreich, Italien und Spanien wird es noch jetzt betrieben. Auch dem Tennisspiel huldigte man bereits, wenn auch in etwas anderer Form; die Schläger waren noch nicht eben, sondern wiesen eine runde Vertiefung auf, wirkten also wie flache Körbe mit langem Stil. Straffgespannte Darmsaiten hatte man demgemäß noch nicht; die Bespannung war meist aus besonders widerstandsfähigem Weidenmaterial geflochten oder aus Leder. Das bedingte selbstverständlich auch eine andere Schlagtechnik.
Eine Reihe von Ballspielen kennt man nur außerhalb Europas. Durch ausführlich beschriftete Schaukästen wird der Besucher mit solchen Spielen bekannt gemacht, von denen die Naturvölker eine Reihe ausüben; teilweise tauchen sie auch wieder bei uns in veränderter oder ähnlicher Form auf. So gibt es beispielsweise eine Anzahl Arten von Kopf-, Hand- und Fußball. Auch Hockey wird schon auf primitive Weise gespielt. Den Gipfel der fremden Svortspiele dürfte aber wohl das altmexikanische „Steißballspiel" darstellen, bei dem der Ball lediglich mit jener Körperfläche vorwärts getrieben wird, die wir im allgemeinen nur zum Sitzen verwenden.
Bei den Naturvölkern treffen wir auch sonst noch eine Reihe von bemerkenswert originellen Spielen. So berichten die Schaukästen von Schleuderball- fpielen, von winterlichen Eislauf- und Schneeschuhspielen; auch das Wellenreiten ist, beisvielsweise in Neuseeland unter der Bezeichnung „Surf-Riding" in Hebung. Und von einem afrikanischen Eingeborenenstamm wird uns sogar eine Art Mensur überliefert, die allerdings statt mit schweren Säbeln, mit schweren Holzknüppeln ausgeführt wird, und zwar zuweilen nur mit je einem Knüppel, so daß die Kämpfer so gut wie keine Deckung haben und sich praktisch so lange prügeln, bis es dem einen zu viel wird. Eine etwas „verfeinerte" Abart dieses primitiv-barbarischen Mensursports stellt die Holzmensur mit zwei Holzprügeln dar, wobei der zweite in der Mitte eine schildartige Verbreiterung aufweist, um die linke Hand zu schützen; diese darf den Stock nur zur Abwehr benutzen, während die rechte kräftig mit dem anderen Prügel losdrischt, übrigens hat auch das Klootschießen, das als ein alter deutscher Sport gilt und heute noch in Norddeutschland getrieben wird, eine Reihe von Anhängern bereits unter den Naturvölkern gefunden. Zum Schlittschuhlaufen verwandte man früher zuweilen Knochenschlittschuhe, und aus erhaltenen Modellen prähistorischer Zeit willen wir, daß man schon damals in ähnlicher Weise über die gefrorenen Wasserflächen lief. Ein kleiner Schlitten, dessen Kufen aus großen Tierkiefern hergestellt sind, darf als Gegenstück zu diesem Svortgerät aus neuester Zeit gelten; er stammt aus dem Ende der vergangenen Jahrhunderte.
Aus der Geschichte des Turnens.
Einem Raum für sich nehmen die Stücke der Sammlung ein, die von der Gründung und den Anfängen der deutschen Turnkunst berichten. Wir finden hier die ersten Fahnen der Turnvereine, die ältesten Turngeräte, ein „Gesundheitspferd", einen „alten Bock" und daneben vor allem eine Reihe von Dokumenten, die vom Leben und den Bemühungen Friedrich Ludwig Jahns um die deutsche Turnerei erzählen. Jahn, der aus Freiburg an der Unstruth stammt, war es, der den Ausdruck „Turnen" prägte. Seine Bemühungen fanden das ersehnte Echo, als er 1811 einen Turnplatz in der Hasenheide bei Berlin eröffnete. Von hier aus, wo er eine Reihe seiner bald volkstümlich werdenden Turngeräte aufgestellt hatte und regelmäßig Turn- und Leibesübungen abhielt, traten feine Ideen den Siegeszug durch Deutschland und die Welt an, nicht ohne vorher von starken und zuweilen unüberwindlich scheinenden Schwierigkeiten und Widerwärtigkeiten gehemmt worden zu sein.
Ein winziges Stück der Ausstellung ist die kleine
„lurnmarfe*, eine viereckige Mitgliedskarte für den Jahnturnplatz auf der Hasenheide. Außer der Mitgliedsnummer trägt sie vier Zahlen: 9 — 1119 — 1519 — 1811, die folgende Daten bezeichnen: Hermannsschlacht, Anfang des Turniers, Beendigung des Turniers, Eröffnung des Turnplatzes Hafen- Heide. In diesen lakonischen Ziffern steckt ein gut Teil patriotische Turner-Geschichte, und man fühlt mit ihnen den ganzen Kreis der Jahnschen Bewegung und ihres Gedankengutes angeschlagen.
So findet sich bis in die neueste Zeit hinein für den aufmerksamen Betrachter eine reichhaltige Ausbeute. Die letzten Erwerbungen des Museums stellen Vitrinen mit Sportpreisen bar, von denen vor allem die aus Holz und Bernstein gefertigten Gegenstände ihrer durchweg guten künstlerischen Gestaltung wegen besondere Erwähnung verdienen. Am besten wirken in dem Goldgelb ihres Materials zweifellos die Bernsteingeräte. Daneben bieten die Holzfcynitz- arbeiten, die aus der Riesengebirgsschule in Bad Warmbrunn stammen recht gute künstlerische Wirkung.
So gibt diese Sammlung nicht nur dem Sportsmann eine große Anzahl von Anregungen und belehrt den Besucher nebenbei auf denkbar bequeme Weise über die Geschichte eines Gebietes, dessen Bedeutung gerade heute weniger denn je unterschätzt wird und das mit Recht im Vordergrund des gegenwärtigen Interesses steht.
Handball im Gan XII der OT.
Io. Wetzlar — Turnerschafl Gießen 8:2.
Die noch zur Meisterschaft nötigen zwei Punkte holte sich am vergangenen Sonntag die Mannschaft des Tv. Wetzlar im Spiel gegen die Gießener Turnerschaft. Die* Höhe des Resultates überrascht, ist aber dem Spielverlauf entsprechend. Das Spiel selbst sah beide Mannschaften zunächst noch reichlich nervös, und die Gäste zum ersten Erfolg kommen. Nach dem bald hergestellten Ausgleich erhöhte Wetzlar in regelmäßigen Abständen auf 4:1, um nach der Pause noch weitere vier Treffer hinzu- zufügen. Gießen war noch einmal erfolgreich. Der hartgefrorene mit Schnee bedeckte Boden stellte hohe Anforderungen an die Spieler.
Kreisklasse:
Lollar — Roth 0:3.
Auf eigenem Platz verlor Lollar ziemlich glatt gegen die Gäste, die es im Vorspiel auf dessen Boden mit 3:1 bezwungen hatte. Den Einheimischen gelang nichts, den Gästen alles. In dieser Gruppe führt Allendors a. d. Lumda ungeschlagen die Tabelle!
Krofdorf — Ahbach 1:71
Der Ausgang dieses Kampfes bedeutet die größte Ueberrafchung der am Sonntag ausgetragenen
Spiele. Trotz des eignen Platzes vermochte die Platzmannschaft den Gästen nicht den erwarteten Widerstand zu leisten. Der Boden sagte den Gälten weit besser zu und lieh sie, durch ihr unbekümmert auf Erfolg eingestelltes Spiel, zu einem verdienten Sieg kommen. Es ist dies die erste Niederlage der Krofdorfer Mannschaft und zugleich auch der erste Punktoerlust. Das Vorspiel endete in Atzbach 7:4 für Krofdorf.
Lützellinden — Dornholzhausen 4:2.
Beide Mannschaften hielten sich ziemlich die Waage; das bessere Schußvermögen entschied den Kampf zugunsten der Platzbesitzer.
Aßlar — Klein-Rechlenbach 2:3.
Die Gäste holten sich in Aßlar zwei wichtige Punkte. Das Spiel sah zwei gleichwertige Mannschaften im Kampf und endete mit einem glücklichen Sieg der Gästeelf.
Ahbach — Dorlar 7:6.
Dorlar — Ahbach 5:3.
Beide Mannschaften lieferten sich an den Feiertagen zwei Gesellschaftsspiele (Dor- und Rückspiel) und kämpften mit wechselndem Glück. Während im ersten Spiel Atzbach das bessere Ende für sich hatte, unterlag der Sieger am Tage später deutlich gegen die Kreisklassenrnannschast. Atzbach trat im zweiten Spiel mit Ersatz an, dagegen hatte Dorlar Verstärkung in feinen Reihen.
Ruttershausen I. — Wißmar L 2:2 (2:0)
Arn vergangenen Sonntag trafen sich obige Mannschaften in Ruttershausen zum fälligen Pflicht- fpiel. Wißmar hatte Anstoß und es entwickelte sich sofort ein kraftvolles Spiel, das aber durch die schlechten Bodenverhältnisse nicht zu feiner vollen Entfaltung kam. Die Platzmannschaft drängte sehr stark und konnte bei einem raschen Durchbruch einen sicheres Treffer anbringen, dem bald ein zweiter folgte. Bis zum Seitenwechsel verlief nun das Spiel ziemlich ausgeglichen. Nach der Pause wurde der Kampf mit derselben Energie fortgeführt und Wißmar konnte nur unter Aufbietung seiner ganzen Kraft durch zwei Strafstöße den Ausgleich erzielen. Trotzdem sich der Gastgeber etwas überlegen zeigte, konnte er das Resultat nicht mehr ändern und die Mannschaften mußten sich die Punkte teilen.
Kurze Sportnotizen.
Turnfestsieger Krötzsch hat sich nach seiner Hebersiedlung nach München dem dortigen Männer-Turnverein angeschlossen.
Eine Hnterbilanz von 205000 Dol- l a r verzeichnet der Rechenschaftsbericht der bekannten Neuyorker Madison-Square-Garden-Gesellschast für das abgelaufene Jahr. Als „Retter" soll jetzt Exweltmeister Dempsey die Leitung der Gesellschaft übernehmen.
Wirtschaft.
* Neue Schatzanweisungen des Reiches. Nach Ausverkauf der letzten Serie der Schatzanweisungen des Deutschen Reiches gelangte gestern von der Reichsbank eine neue Serie mit Fälligkeit ab 15. Januar 1935 zu 4,65 v. H. zum Verkauf.
* Auslandsauftrag f ü r d i e AEG. Der Auftrag auf Lieferung der gesamten elektrischen Ausrüstung dreier Zuckerfabriken in Irland in Höhe von nahezu einer Million Mark ist endgültig der AEG. übertragen worden.
Frankfurter Börse.
rNittagsbörse: Renten lebhaft, auch Aktien fest.
Frankfurt a. M., 3. Jan. Die Börse hatte ein außerordentlich umfangreiches Rentengeschäft. Durch die Kündigung der Reichsanleihe von 1929 wurden sehr zahlreiche Kundschaftskäufe am Rente n m a r k t angeregt, da man jetzt den letzten Stoß zur Konversionsreife als gegeben ansieht. Im Vordergründe standen wiederum die variablen Reichsanleihen unter Bevorzugung von Altbesitz, die auch im weiteren Verlaufe lebhaftes Geschäft hatten. Altbesitz insgesamt 1 v. H., späte Reichsschuld- buchforderungen 0,50 v. H., späte Wiederaufbauzuschläge 1,25 v. H. daneben Neubesitzanleihe 0,13 v. H., Stahlverein-Bonds 0,25 v. H. fester. Reichsmark- Obligationen zogen prozentweise an.
Auch der Aktienmarkt wurde mitgezogen, da bei einer Konversion auch die Rendite bei guten Aktienpapieren steigt. Im übrigen regte für die Gesamtbörse der von Staatssekretär Reinhardt gegebene Ausblick für das Jahr 1934 an. Die gesamte Entwicklung der Börse entspricht übrigens einem großen Anlagebedürfnis aus vorhandenen freien Geldern. Farbenindustrie 1 v. H. über Vortag. Montanwerte zwar ruhiger, aber beachtlich fester. So Rheinbraun 2,25 v. H., Harpener 1 v. H., Rheinstahl 1,75 v. H., Gelsenkirchen 1 v. H., Phönix 0,75 v. H. Am Elektromarkt besonders Schuckert mit 2,25 v. H., Siemens mit 2,50 v. H., Gesfürel mit 1,75 v. H., AEG. mit 0,50 v. H. erhöht. Vernachlässigt
waren wieder Schiffahrtswerte, wo Nordd. Lloyd 0,75 leichter, Hapag unverändert einfetzten. Im einzelnen: Daimler 1 v. H., Reichsbankanteile insgesamt 2,75 v. H., Aku 1,25 v. H., Holzmann 1 v. H., Zellstoff Waldhof 1,13 v. H., Metallgesellsckaft 1,75 v. H., letztere auf die Bilanzvorlage hin, erhöht. Im Verlaufe blieben Renten und Aktien lebhaft und weiter fest.
Im weiteren Verlaufe waren Farbenindu- ftrie nochmals 0,65 v. H., Gesfürel 1 v. H., Siemens 1 v. H., Mansfeld 0,50 v. H. höher. Am Rentenmarkt gewannen Altbesitz weiterhin 0,13 v. H., Stahloer- eins-Bonds 1 v. H. Große Nachfrage war am Pfandbriefmarkt vorhanden, wo sowohl Geldpfandbriefe wie Kommunal-Obligationen als Liquidationspfandbriefe Steigerungen von 1 bis 1,50 v. H. gegenüber der Abendbörse hatten. Auch Stadtanleihen fest und teilweise bis 3 v. H. fester. Am Kassamarkt lagen Hypothekenbankaktien 2 bis 3 v. H. fester. Im Freiverkehr hörte man Bürbach mit 11, Wayß und Freitag mit 58 und Adlerwerke Klever mit 32 v. H. Die Börse behauptete bis zum Schluß ziemlich ihren höchsten Kursstand, wenn auch die Hmsatztätigkeit etwas nachließ. Tagesgeld war weiter erleichtert und 3,50 v. H. nach 4 v. H.
Abendbörfe: Weiler fest.
Im Anschluß an den Verlaus der Mittagsbörse eröffnete auch die Abendbörse wieder allgemein mit relativ lebhaften Hmsätzen. Vor allem waren Kassarenten meist gefragt und hoher. Variable Reichsanleihen lagen ruhiger, konnten aber ihren Kursstand meist verbessern. Am Aktienmarkt war die Nachfrage gleichfalls lebhaft, gegenüber dem Berliner Schluß ergaben sich überwiegend Besserungen um bis zu 0,5 v. H. Stärker beachtet waren IG.- Farben, die auch im Verlaufe weiter anzogen. Im freien Markt waren Dollar-Bonds und Reichsmark- Anleihen gesucht und weiter um 1 bis 2 v. H. fester.
Im weiteren Verlaufe konnte Altbesitzanleihe bei zunehmender Nachfrage 0,5 v. H. anziehen. Don
Aktien befestigten sich IG.-Farben nochmals um 0,5 o. H., Schuckert um 0,25 v. H. Reichsbankantelle blieben gesucht. Don fremden Werten waren Schweizer Bundesbahn-Anleihen gefragt und 2 v. H. fester, 4proz. SBB. von 1912 140, 3,5proz. SBB. 135. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 17,80, Altbesitzan- leihe 93,25, 6proz. Stahlverein-Bonds 71, Schutzgebiete 9,05, Reichsbank 167,50, Harpener 89, Mannesmann 63, Rheinstahl 91, Stahlverein 38, Betula 119, JG.-Chemie-Basel volle 154,50, Scheideanstalt 191, Daimler Motoren 38,13, Licht 8- Kraft 98,75, IG.-Färb en 126,75 bis 127,25, Gesfürel 89,50, Holz- mann 70, Lahmeyer 112,50, Metallgesellschaft 65, Schuckert 105,50 bis 105,75, Siemens 147, Reichs- bahn-DA. 105,65, Hapag 25,25, Nordd. Lloyd 28,50, tzproz. Preuß. Landespfandbrief-Anstalt Reihe 19 94.
Frankfurter Schlachtvichmarkt.
Frankfurta. M., 3. Jan. Auftrieb: Rinder ins- gesamt 1171 (gegen 855 in der Dorwoche), darunter befanden sich 359 Ochsen, 97 Bullen, 336 Kühe und 379 Färsen. Kälber 826 (1134), Schafe 270 (150), Schweine 2784 (3597). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen: 31 bis 32, 29 bis 30, 26 bis 28, 23 bis 25; Bullen: 30 bis 31, 27 bis
29, 25 bis 26, 22 bis 24; Kühe 26 bis 28, 22 bis
25, 17 bis 21, 12 bis 15; Färsen: 32 bis 33, 29 bis
31, 25 bis 28, 22 bis 24. Kälber: 40 bis 42, 34 bis
39, 28 bis 33, 18 bis 26. Lämmer, Hämmel und Schafe: Hämmel: 27 bis 28, 24 bis 26, 21 bis 23; Schafe: 21 bis 22, 18 bis 20. Schweine: 52 bis 53, 50 bis 52, 47 bis 52, 44 bis 49; Sauen 38 bis 43. Im Preisverqleich zur Vorwoche gaben Ochsen und Bullen je 1 Mark nach, alles übrige blieb unverändert. Marktverlauf: Rinder ruhig, Heberstand. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, geräumt. Schweine rege, später abflauend, ausverkauft. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1010 Viertel Rindfleisch, 76 ganze Kälber, 38 ganze Hämmel bzw. Schafe, 600 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 50 bis 54, II 46 bis 50: Bullenfleisch 48 bis 52; Kuh- fleisch II 35 bis 40, III 25 bis 34. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 52 bis 60. Hammelfleisch 55 bis 60. Schaf- fleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 65 bis 70. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes gut.
Aiantfurtcr (He 1 relvevövse.
Fran kfurt a.M., 3.Jan. Der erste Getreidegroßmarkt im neuen Jahre verkehrte in ruhiger, aber stetiger Haltung. Don einer Verstärkung des Angebots angesichts der höheren Festpreise für den Monat Januar war nichts zu bemerken, anderseits hat auch die Kauflust keine Belebung erfahren. Es bestand gewisse Zurückhaltung. Die Preise lagen gegen die Vorwoche kaum verändert, Futtermittel allerdings mehr angeboten und etwas nachgiebig. Die Neuordnung in der Mühlenwirtschaft verursachte im Mehlgeschäft Zurückhaltung, nennenswerte Abschlüsse wurden nicht bekannt. Es notierte: Weizen 197, Roggen 172,50 bis 173,50, Hafer 145 bis 147,50, Braugerste 180 bis 182, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, dasselbe ohne 27,60 bis 28,15, Roggenmehl, 0- bis 6Oproz., 23,50 bis 24, dasselbe, südd. Spez. 0 24 Mk. (Die Mehlpreise verstehen sich ab jetzt entsprechend der neuen Mühlenbedingungen ohne Skonto.) Weizenkleie 10,75 bis 10,85, Weizenfuttermehl 12 bis 12,15, Roggenkleie 10,85, Sojaschrot 15,35 bis 15,45, Palmkuchen 15,60 bis 15,80, Erdnußkuchen 16,55 bis 17,25, Treber 17,65 bis 17,75, Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Heu, südd., 6,50 bis 6,70, Weizen- und Roggenstroh, draht- gepreßt 2,20 bis 2,30, dasselbe gebündelt 2 bis 2,10. Kartoffeln wurden erstmals wieder notiert, die Ten- denz war befestigt und der Preis für Industrie hiesiger Gegend erhöhte sich auf 2,70 Mark per 50 Kilo bei Waggonbezug (nach 2,40 Mk. vor Eintritt des Frostes).
Mannheimer Biehrrmrkt.
Mannheim, 3. Jan. Es wurden aufgetrieben: 123 Ochsen, 115 Bullen, 398 Kühe, 259 Färsen, 890 Kälber, 38 Schafe, 1856 Schweine. Es notierten: Ochsen: vollst, aüsgem. höchsten Schlachtwerts, jüngere 30 bis 32 Mk., sonstige vollfleischige 22 bis 25 Mk., fleischige 26 bis 29 Mk., gering genährte 22 bis 25 Mk.; Bullen: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 28 bis 30 Mk., sonstige vollfleischige o. ausgem. 24 bis 27 Mk., fleischige 22 bis 24 Mk.; Kühe: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26 bis .29 Mk., sonstige vollfleischige o. ausgem. 22 bis 25 Mk., fleischige 16 bis 20 Mk., gering genährte 11 bis 15 Mk.; Färsen: vollfleischige, ausgem höchsten Schlachtwerts 30 bis 33 Mk., vollfleischige 26 bis 29 Mk., fleischige 23 bis 25 Mk.; Käl- ber: beste Mast- und Saugkälber 39 bis 41 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 38 Mk., geringere Saugkälber 28 bis 34 Mk., geringe 26 Mk.; Schafe: beste Schafe 22 bis 27 Mk.; Schweine: Fettschweine über 300 Pfd. Lebgew. 51 bis 53 Mk., vollfleischige 240 bis 300 Pfd. Lebgew. 50 bis 53 Mk., vollfleischige 200 bis 240 Pfd. Lebgew. 50 bis 53 Mk., vollfleischige 160 bis 200 Pfd. Lebgew. 50 bis 52 Mk., Sauen 43 bis 46 Mk. — Marktverlauf: Großvieh ruhig, kleiner Ueberftanb, Kälber ruhig, langsam geräumt, Schweine ruhig, Ueberftanb.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosjenen Dividende an — Reichsbankdiskoni 4 o H
Franttur
u. JJl.
Serim
Aranttun a. 2)1.
Serlin
Franttun a. M.
3erim
Schluß» hird
Schluß!. Abend- börse
Schluß» lurs
Echlußi Mittag- börse
Schluß- kurS
Echlußl. Abendbörte
Schluß, für«
Schlußk. Mittag- börse
Schluß- kurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß- turs
Schlußk. Minag- börse
Datum
2-1-
3-1.
2-1- |
3-1
Dalum
2-1.
3.1.
2-1-
3-1-
Datum
-.1.
3-1.
2-1-
3-1-
•% Deutsche Reichsanleihe v 1927 6% et)em.7% Dl. Retchsanl. v. 1929 6%% Doung-Anlethe von 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
AuSlos.-Rechlen ......
Desgl. ohne Auslol.-Rechte......
6% eitern.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) .....
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 . ..
6Vi% tzesl. Landes-Hypotheken- baut Darmstadt Liaui
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslol.-Rechten ..
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ehern. 8% grants. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
•% ehem. 7% granls. Hyp.-Bank
Goldpse. Iß unkündbar bis 1936
6%% ehem. <y,% Franks Hyp.- Bank-Liau.-Bfandbrtefe
6¥i% ehem <yt% Rheinische Hyp.-Ban k-Liau.-Goldpse.
6% ehem. 8% Pr Landespsand- brtefanstatt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespsand-
6rtefanftalt, Pfandbriefe R. 10 Hteuerautsch Verrechnungskurs
4% Oelterreichtsche Goldrenle. .
4,20% Österreichische Cilberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 «%% desgl. von 1913 .......
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische B agdabbahn-Ankeihe
92,5 100
92.9
91,9
17.70
93,25
92
84,5
90
93
93
91,75
93
92
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95,5
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4,75
1,75
6,4
5,1
5,1
94 99,9
93,25
17,80
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93
85
92,25
94
94
93,5
93,5
93,5
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17,25 0,90
4,9 4,75 4,65
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100
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1,95
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17,7
94
92
93,5
93,5
95,9
17,6
4,80
4,9
4,75
5,4
4% oesgi. Serie II ..........
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/,%Rumän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vercinh. Rente .. «n% Anatolier .......
vamburg-Amerika-Paket ... O Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hansa-Dampfschifs...........0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................O
Dresdner Bank..............O
Reichsbank ............... 12
A.E.G.....................O
Bekula.....................o
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft 6
Felten & Guilleaume........ 0
Geselljch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ....... 6
Schuckert«Co. ............. 5
Siemen« « Halske............ 7
Lahmeyer L Co............. 10
Buderus ...................o
Deutsche Srdöl .............. 4
Gelsenkirchener..............O
Harpener ...............o
VoeschEisen—Köln-Neuesseu.. O Flse Bergbau ............ 6
Ilse Bergbau Genüsse ........ 8 Klöcknerwerke ............... o
Mannesmann-Röbreo........O
5,1 4
6,5
3,25
27,25
25
28,5
58,5
86,75
45,5
51
58
164,5
24,5
118
89
97
52,5
86,75
90
102,75
144
110
71
104,9
57
88,5
141,5
107,5
59,5
62
5,2 4
6,5
3,25
27,5
25,25
28,5
59
87
45,5
52,5
58 167,5
25,25
119
89
98,75
53
89,5 90,75 105,75
147 112,5
71,5
106
58,25 89
143 107,5
59,5 63
5,25
3,25 27.5
25,13 22,25 14,75 28,13 58,25
86,5 45,5
51
58
164,5
24,5
87,25 96,5
53,5 ■1713
101,25 143
108,65
71,75 104,65
57 88,75 66,25 141,5
108 59,9
61,65
3,3 27,5
24,75
22,5
13 27,9 58,9 87,25 45,5
52,5
58 167
24,9 118,75 88,75
93,9 53,13 88,75 91,75 105,25
146,5 112
72 105,75 58,4 88,65 66,75
142 107,75
59,5 62,4
Mansselder Bergbau......... 0
Kokswerke O
Phönix Bergbau.............0
Rheinische Braunkohlen ..... 10
Rheinstahl O
Bereinigte Stahlwerke........0
Otavi Minen ..............O
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%
3. G. Farven-Industrie....... 7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................O
Rütgerswerke ...............0
Metallgeiellschaft............. O
Philipp Hohmann ...........O
Zementwerk Heidelberg ......O
Zementwerk Karlstadt......... O
Schultheis Payenhvser ....... O
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg O
Zellstoff Waldhos ............O
Zellstoff Aschaffenburg ....... 0
Dessauer Gas ............. 7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...........O
Orenstein & Koppel .......... O
Leonhard Tietz .............. O
Lhade .....................10
Acru mulatoren-Fabrik........o
Lontt-Gummi . O
Grttzner.................... O
Matnkrafiwerke Höchst a.M—. *
Süddeutscher Zucker ......... 8
24,25
44,25
1^8,25
89
17,65
11,5
116
116
151
125,25
189,25
48
53
61,25
69
83
90,5
42
45,5
47,5
36
37,75
45
•3,75 141
148,75
69
1 190,5
25,5
45,25
200,75
91
38
12,5
115,25
116 153
127,25
191
49
53,25
65
70
84
90,5
43
47
49,75 36,5
38,13
46,5
14 143,75
149,75
19 I 69 [ 191
24,25 86
44,4
198
89
37,65
12
114,5
115
151
124,5
52,9 61
69
92,4
41,5
45,25
47,5
36,25
113,25
38,13
45,75
59
14,13
141
184,75
148,25
1 -
1 192
25,5
87
45,4 199,75
90 38,13 12,5 114,75 115,75
153
126,15
48,5
53
65
=
94
43,25 46,5
49,5
36
114
38 46,25 59,5 14,5
18.3 150
190
Lombardzinsfuß 5 o. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt <l ITC.
2. Januar
3.Januar
Amtliche
Notierung
Amtliche Notieruna
l7>eld
I Srie
Geld
Srir
Helfingfor»..
6,024
6,036
6,014
6,026
Wien ......
47,65
47,75
47,55
47,65
Prag.......
Budapest ...
12,42
12,44
12,415
12,435
—
—
—
—
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
168,38
168,72
168,33
168,67
OSlo ......
68,53
68,67
68,28
68,42
Kopenhagen. Stockholm...
60,89
61,01
60,64
60,76
70,33
70,47
70,08
70,22
London .....
13,63
13,67
13,58
13,62
Buenos Aires
0,638
0,642
0,636
0,640
’JteuDod ....
2,637
2,643
2,632
2,638
Brüssel.....
58,21
58,33
58,17
58,29
.Italien.....
22,03
22,07
22,02
22,06
Paris ......
16,41
16,45
16,415
16,455
Schweiz ....
Spanien....
81,02
81,18
81,05
81,21
34,47
34,53
34,47
34,53
Danzig.....
81,52
81,68
81,52
81 ,68
Japan ......
0,822
0,824
0,819
0,821
Rio de Jan. .
0,226
0,228
0,226
0,228
Fngoslawieu.
Lissabon....
5,664
5,676
5,664
5,676
12,44
12,46
12,39
12,41
Banknoten.
Serlin, Z.Zanuor
Meld
Sriel
Amerikanische Roten.......
2,585
2,605
Belgische Roten...........
58,01
58,25
60,33
60,62
Englische Noten ..........
13,54
13,60
Französische Noten........
16,375
16,435
Holländische Noten........
167,91
168,59
Italienische Noten.........
21,90
21,98
Norwegische Noten ......
68,11
68,39
Deutsch Oesterreich, • 100 Schilling
—
——
Rumänische Noten ......
—-
—
Schwedische Noten.......
69,91
70,19
Schweizer Noten..........
80,87
81,19
Spanische Noten..........
•••••••
34,33
34,47
Ungarische Note» ........
•••••••


