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Die Mmuiensteoerveranlagong für 1933

Das ®e'

der

gegen spröde Haut

Bukarest, 3. Januar. (DNB.) Die politischen Ueberraschungen jagen sich in Rumänien. Soeben ist an Stelle des bisherigen Ministerpräsidenten Ängelescu der Hanbelsminister Tatarescu zum Ministerpräsidenten ernannt worden. Tatarescu ist der Führer der liberalen Jugend, man cheint durch seine Ernennung den radikalen Ju­gendbewegungen der Opposition den Wind aus den Segeln nehmen zu wollen. Er entstammt einer alten Offiziersfamilie und ist ein Bruder des Stefan Ta­tarescu, der kürzlich in Rumänien den mißglückten Versuch unternommen hatte, eine rumänische natio­nalsozialistische Partei ins Leben zu rufen. Das Kabinett ist im übrigen unverändert geblieben. Von T i t u l e s c u liegt immer noch keine Zusage vor, ob er als Außenminister in das Kabinett einzutre­ten gedenkt. Er ist heute nachmittag von St. Moritz nach Bukarest abgereist.

rer Länder liegt. Ich habe mich auf den na­tionalistischen Boden gestellt. Das ist alles. Constan- tinescu bemerkte auf eine weitere Frage ironisch, daß man vergeblich nach weiteren Mit­tätern suchen werde. Zum Schluß erklärte er: Ich bebaute, auf den Ministerpräsidenten meines Landes geschossen zu haben. Aber ich bedauere kei­neswegs, einen verhängnisvollen Politiker beseitigt zu haben. Constantinescu gab an, daß sie sich den 1. Januar als letzten Termin für die

Wettervoraussage.

Während in dem Hoch über dem Baltikum noch Frosttemperaturen bis zu minus 20 Grad gemessen wurden, hat sich das Jslandtief erheblich verstärkt und führt an seiner Südseite sehr warme Luft heran. Dies veranlaßt beim Aufgleiten auf die auf dem Festland noch vorgelagerte Kaltluft dunstiges und wolkiges Wetter. Dabei treten auch zeitweise Niederschläge auf, die vorerst als Schnee fallen, dann aber in Regen übergehen werden. Die Tem­peraturen werden durch das Dordingen der Warm­luft im allgemeinen gemildert.

Aussichten für Freitag: Im ganzen et- was milder, vielfach dunstig und bewölkt, zeitweise Niederschläge, teils als Schnee, teils als Regen.

Aussichten für Samstag: Wechselhaftes Wetter, Temperaturen wenig verändert, einzelne Niederschläge.

Lufttemperaturen am 3. Januar: mittags 0,9 Grad Celsius, abends 0,3 Grad; am 4. Januar: morgens 0,3 Grad. Maximum 0,9 Grad, Minimum 0,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Ja­nuar: abends 0,4 Grad; am 4. Januar: morgens 0,3 Grad Celsius.

Amtliche Dintersportnachrichten.

Sauerland, Winterberg: Nebel, 4 Grad, 29 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Sport- möglichkeit <jut.

Alpen, Garmisch-Partenkirchen: wol- fig, 2 Grad, 32 Zentimeter Schnee, gekörnt, Sportmöglichkeit gut. Schneefernerhaus: klar,10 Grad, 210 Zentimeter Schnee, Pulver- schnee, Sportmöglichkeit sehr gut.

Kunst und Wissenschaft

Der Große Slaalsprels der Preußischen Akademie der Künste.

Der Wettbewerb der Preußischen Akademie Künste für Maler und Bildhauer wurde, wie Ber­liner Blätter melden, soeben entschieden. Der Große Staatspreis für Maler wurde dem Maler L i st - Berlin verliehen. Der Große Staatspreis für Bild­hauer kam nicht zur Verleihung. Es wurden dafür drei gleichhohe Prämien denBildhauern Ernst Balz- Berlin Rudolf Le p tie n-Berlin und der Bild­hauerin Hanna C a u e r - Kreuznach zugesprochen.

schlag eingeführt worden ist, nicht möglich, ein­fach das für 1932 Gültige auf das Jahr 1933 zu übertragen. Beim Ledigenzuschlag findet sich eine Verminderung der Erhebungen, die durch die neu hinzugetretene Ehestandshilfe bedingt ist. Das Gesetz gibt bei Einstellung einer Hausge­ht l f in den Veranlagungspflichtigen für jeden Mo­nat eine Ermäßigung von 50 RM., also im Jahre 600 Mk. Dieser Betrag macht die hochstzulässige Kin­derermäßigung für Deranlagungspflichtige aus. Ein weiterer Abschnitt stellt schließlich klar, wer Ehe­standsbeihilfen zu zahlen hat. Danach find diejenigen, die am 31. Dezemoer das 55. Lebensjahr voll­endet haben, nicht mehr für die Ehestandshilfe heran­zuziehen.

Die Steuererklärungsfrist läuft vom 1. bis 15. Februar. Hierzu wird bemerkt, daß An­träge auf Verlängerung der Fristen nicht mehr berücksichtigt werden können. Deshalb ist den Gewerbetreibenden zu empfehlen, ihre Abschlußarbeiten möglichst schnell vorzunehmen.

und sparsamen Durchführung ihrer fürforgerischen Aufgaben die Mitwirkung von fachlich vorgebildeten Fürsorgerinnen nicht entbehren kann. Ich halte daher die häufig vertretene Auffassung, daß die beamteten und ange­stellten weiblichen Fürsorgekräfte durchweg durch ehrenamtliche, meist nicht hinreichend vorge­bildete Kräfte ersetzt werden könnten, in ihrer Verallgemeinerung nicht für richtig; da, wo ein Uebermaß an Kräften in der öffentlichen Für­sorge tätig war, kann und muß selbstverständlich die nötige Einschränkung erfolgen.

Revolutionäre Arbeiterfront in Spanien?

Madrid, 3. Jan. (DNB.)La Nacion" meldet, die s o z i a l i st i f ch e G e w e r k f ch a f t sei mit den Gewerkschaften der Syndikalisten und der Anarchisten übereingekommen, sich zur revo­lutionären Arbeiterfront zusammenzufchlie- ßen. Ihr Ziel fei, die gemeinsame Erkampfung der Macht im Staat zur Durchführung der sozia­len Revolution. Wenn diese Meldung richtig ist, und die Annahme wird durch das beharrliche Schweigen und die Geheimniskrämerei im Madrider sozialisti­schen Hauptquartier unterstützt, dann bedeutet diese Maßnahme bie reftlofe Kapitulation ber spanischen Sozialdemokratle vor der Linken, die sie bisher scharf bekämpft hat und ihr baldiges Aufgehen im Anarchosyndikalismus, xu dem sich noch der Kommunismus gesellen wird. Damit wird jedoch die politische Lage im Land außerordentlich ernst, man wird nicht fehlgehen, wenn man die weitere Aufrechterhaltung des Alarm­zustandes in Spanien durch die Regierung auf diese Erkenntnis zurückführt.

Krisenstimmung in Rumänien.

Tatarescu zum Ministerpräsidenten ernannt.Warum Duca ermordet wurde.

nachts ein Feuer aus. Der Brand konnte rasch gelöscht werden; jedoch gelang es nicht, einen Schup­pen mit fünf Elefanten zu retten; die Tiere ver- br a n n t en bei lebendigem Leibe.

Der Tod in den Bergen.

Der Jagdpächter Joseph Gtadnitzer und sein Bruder Anton aus Sagritz, die seit mehreren Tagen in der Kluidnet Alpe bei Doelsach in Kärnten ver­mißt wurden, sind jetzt von einer Rettungsexpedition aus einer Lawine t o t geborgen worden.

Autounglück in Schlesien. Zwei lote, ein Schwerverletzter.

In einer der letzten Nächte geriet auf der Straße BreslauTrebnitz ein Personenkraftwagen auf der vereisten Fahrbahn ins Schleudern und stürzte eine 6 Meter hohe Böschung hinunter. Der Wagen überschlug sich und begrub die Insassen unter sich. Erst drei Stunden später wurde das Unglück von einem votbeikommenden Ackerkutscher bemerkt. Die Insassen des Kraftwagens, zwei Polizeibeamte aus Breslau, waren bereits tot. Der Führer des Wagens, ein Meiereibesitzer aus Breslau, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Immer noch Barmat - Skandal. Eine neue Bestechungsaffäre.

Die Justizpresfestelle Berlin teilt mit: Aus Antrag der Staatsanwaltschaft hat die Strafkammer des Landgerichts Berlin gegen den bisherigen General­direktor der Stadtschaft der Provinz Brandenburg, Erich Heinze, das Hauptverfahren wegen schwe­rer passiver Bestechung im Amt und wegen U n - treue zum Nachteil der Stadtschaft eröffnet. Heinze, der sich seit dem 19. Oktober d. I. in Unter­suchungshaft befindet, war seit 1913 Direktor des Brandenburgischen Pfandbriefamtes für Hausgrund­stücke und wurde 1924 zum Generaldirektor des zur Stadtschaft der Provinz Brandenburg umgewandel­ten Pfandbriefamtes bestellt. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, sich im November 1924 von den berüchtigten Brüdern Henry und Ju­lius B a r m a t mit einer Summe von 5000 Mark haben bestechen zu lassen, nachdem er zuvor der Bre­mer Privatbank AG., der Geldverwaltungsstelle des Barmat-Konzerns, unter Verletzung seiner Amts­pflichten Kredite der Stadtfchast im Gesamtbetrags von zwei Millionen Reichsmark verschafft hatte. Kurze Zeit nach der Kreditgewährung stellte die Privatbank ihre Zahlungen ein. Nur einem Zufall war es zu verdanken, daß die Stadtschaft trotzdem ihre Gelder zum großen Teil zurückerhielt. Immer- hin hatte sie durch die Geschäftsbeziehungen mit den Varmats einen Verlust von etwa 150 000 Reichsmark erlitten. Die Anklagebehörde legt Heinze weiter zur Last, daß er in den Jahren 1925 bis 1929 zu Un­recht eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 33 500 Mk. bezogen und ferner eine der Stadtschaft zustehende Eröffnungsprovision von 40 000 RM. für sich in Anspruch genommen habe.

Bluffer und Taufe erdrosselt und beraubt.

In einem Hause der Burscherstraße in Stettin wurde ein grauenvoller Doppelmord aufge­deckt. Die dort wohnende 70jährige Witwe Auguste R o t e n b u r g und ihre 60jährige Schwester Emilie Wattige wurden in ihren Betten erdrosselt auf­gefunden. Nach den bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen liegt unzweifelhaft Raubmord vor. Die Tat ist bereits am Heiligen Abend ge­schehen. Als Täter kommt wahrscheinlich der 27jährige Monteur Bernhard Rotenburg, der Sohn der ermordeten Frau Rotenburg, in Frage. Der Täter ist flüchtig.

Die Schiffsglocke derEmden" wiedergefunden.

Die Schiffsglocke des deutschen KreuzersEm- d e n", die im vergangenen April zum zweiten Male aus dem australischen Kriegsmuseum ge­stohlen worden war, ist jetzt im Hafen von Melbourne in Australien aufgefunden worden. Vorher hatte man behauptet, daß die Schiffsglocke nach Deutschland geschmuggelt worden fei.

trauung vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Zu diesem Zweck täuschten die beiden zusammen mit dem Studenten, der mit ihnen im Bunde war, einen Kraftwagenunfall vor. Sie fuhren nachts bei dem Amtsvorsteyer des Dorfes Trampe (Kreis Oberbarnim) vor und ersuchten ihn, sofort eine Nottrauung vorzunehmen, da der Schauspieler bei dem Unfall eine schwere Rückgratverletzung er­litten und man mit feinem Ableben in kurzer Zeit zu rechnen habe. Um den Unfall glaubhaft zu machen, hatte man die Kleidung des Schauspielers zerrissen, ihm einen Verband angelegt und sowohl Den Verband als auch Hände und Gesicht desVer­unglückten" mit Schweineblut beschmiert. Der Plan wäre beinahe geglückt, wenn nicht ein Ober­landjäger noch rechtzeitig Verdacht geschöpft hätte. Die jungeBraut" ist inzwischen von ihrer Mutter abgeholt worden und soll weiterhin die Schule besuchen.

Die Königin der Niederlande auf der Durchreise in Deutschland.

Die Königin Wilhelmine der Niederlande in Begleitung der Prinzessin Juliana berührte auf der Fahrt nach der Schweiz deutsches Gebiet. Auf dem Grenzbahnhof Emmerich wurde die Köni­gin von dem Düsseldorfer Regierungspräsidenten Staatssekretär a. D. Schmid und dem Kölner Reichsbahnpräsidenten Remy namens des Reichs­präsidenten und des preußischen Ministerpräsidenten begrüßt. Die Königin sprach beiden Herren ihren Dank für den Empfang aus und beauftragte sie, den Ausdruck ihres besonderen Dankes auch dem Reichs­präsidenten und dem preußischen Ministerpräsiden­ten zu übermitteln.

Schmugglerehepaar in Koblenz verhaftet.

In den letzten Tagen war von Beamten des Hauptzollamtes Koblenz festgestellt worden, daß Schmuggelzigarettenpapier in großen Mengen in Umlauf gebracht worden war. Es ge­lang den Samten, ein Ehepaar ausfindig zu machen, in dessen Wohnung sich Schmuggler trafen und geschmuggeltes Zigarettenpapier an den Mann brachten. Den Beamten gelang es, die beiden, die bereits erheblich wegen Schmuggelei vorbestraft find, zu stellen. Man nimmt an, daß mit der Ver­haftung des Ehepaars das Haupt einer gefähr­lichen Schmuggelbande unschädlich gemacht worden ist.

Geständnis der Giftmörderin von Lappo.

Zu der aufsehenerregenden Giftmord- und Spionageangelegenheit in der finnischen Patronenfabrik in Lappo ist ergänzend zu melden, daß das verhaftete Dienstmädchen Anttila ge­standen hat, den Leiter der Fabrik, den Obersten A s p l u n d , vergiftet zu haben. Die Polizei ver­folgt weitere sieben Fälle von Giftmorden oder Giftmordversuchen an technischen Leitern der finni­schen Armeeverwaltung, die wahrscheinlich zum größten Teil gleichfalls auf das Konto der Anttila kommen. Dagegen konnte noch kein bestimmter Zu- ammenhang mit dem Pariser Spionagefall nach­gewiesen werden, obwohl die Polizei auch in dieser Richtung Spuren verfolgt.

Tausende von toten krähen aufgefunden.

In der englischen Grafschaft Dorset sind in einem Umkreis von 30 Kilometer tausende von K r a » h e n tot aufgefunben worden. Es besteht der Verdacht, daß irgendein Bauer auf seinem Feld Arsenik ausgestreut hat, um die Vögel als Schad- linge zu vergiften. Eine amtliche Untersuchung ist eingeleitet.

Ueberfchwemmungen in Mazedonien und Griechenland.

Nach einer Meldung aus Athen haben wolk e n- bruchartige Regengüsse in Mazedonien und in verschiedenen Gegenden Griechenlands große

Aus aller Wett

Deutsch-französisches Jugendtreffen.

Das 5. Deutsch-Französisch e I u g e n d - treffen wurde mit einem schlichten Frühstück im Nationalsozialistischen Klub von 1929, zu dem die Reichsjugendsührung eingeladen Hatte, .eröffnet Die französische Jugend ist durch Angehörige aller po­litischen Gruppen vertreten. Sie steht unter der Führung von Bertrand de Jouveneille Der Obergebietsführer Nabersberg richtete Herz- liche Begrüßungsworte an die Gaste.

Die mißglückte Bottrauung.

Um eine Nottrauung mit einer Minderjäh­rigen zu erzwingen, haben ein junger Student aus Berlin unb ein junger Schauspieler die jetzt in bas Gefängnis bes Eberswalber Amtsgerichts emge- liefert wurden, einen kecken Schwindel inszeniert. Sie werden sich wegen entfüljrung einer Minderjährigen zu verantworten haben Wie die Nachforschungen ergaben, wollte sich der..Schau­spieler mit dem jungen Mädchen, einer 17jahrigen Schülerin, verheiraten. Da die Eltern der Schüle­rin damit aber nicht einverstanden waren, be­schlossen die beiden, die Eltern durch eine Not-

;setz felbft stellt eine Weiterführung der Regelung dar, bie bereits für bas Jahr 1932 ge­troffen war. Es gibt keine getrennte Fest­setzung mehr für Einkommen- unb Krisensteuer und für die verschiedenen Zuschläge für die Ledi­gen. Andererseits war es aber auch mit Rücksicht darauf, daß u. a. der Ehestandsdarlehen z u-

Jahresbedarf des deutschen Handwerks an Lehrlingszuwachs, der also auch 1934 voraussicht­lich wieder eintrete, sei mit etwa 200000 zu beziffern, von denen 70 000 weibliche Lehrlinge seien. Eine genaue Zahl lasse sich habet nicht geben, weil man ja nicht wisse, wie viel neue Handwerks­betriebe im Verfolg des Wirtschaftsaufstieges ge­gründet werden. Der Lehrlingsnachwuchs soll im allgemeinen aus der letzten Klasse der Volksschule entlassen sein. Er werde, wofür bie Innungen in Gemeinschaftsarbeit mit ben Arbeits­ämtern unb ber Berufsberatung Sorge trügen, auf den erforderlichen Jntelligenz- g r a b unb ben Gefunbheitszu staub un­ter f u d) t. Höchstzahlen für bie Lehrlingshaltung in ben einzelnen Betrieben bestäuben bereits feit mehreren Jahren unb würden auch für 1934 wohl aufrechterhalteu werden müssen.

Entziehung des

Doktor- und Lizentiatengrades.

Berlin, 3. Jan. (DNB.) Der preußische Mini­ster des Innern hat folgenden Runderlaß an bie Polizeibehörbeu gerichtet:

Der Minister für Wissenschaft, Kunst unb Volks­bildung hat durch Nunderlaß vom 4. Oktober 1933 bie Hochschulen ersucht, von jeber erfolgten Promotion ber zu ständigen Ortspoli - zeibehörbe, bei ber ber Doktoraub polizeilich gemelbet ist, Kenntnis zu geben. Da es er­wünscht ist, daß Inhabern des Doktor- oder Lizen- tiatengrabes einer preußischen Hochschule, bie w e - gen einer ehrenrührigen Haub l u n g rechtskräftig verurteilt finb, ber Grab von ber Hochschule gemäß ben Promotiousorbuun- gen roieber entzogen wird, ersuche ich, der zuständigen Hochschule jede derartige Verurteilung unmittelbar m i t z u t e i l e u.

Fürsorgerinnen

in der öffentlichen Wohlfahrtspflege.

Berlin, 3. Jan. (DNB.) Der preußische Mini­ster des Innern hat an bie Kommunalaussichtsbe- hörbeu, ©emeinben unb Gemembeverbäube einen Nuuberlaß gerichtet, in bem es u. a. heißt: Selbst- verstäublich mußte auch ber Stanb ber 5 u r ( o r ge­rinn e n von solchen Elementen gereinigt wer­den bie ihrer Persönlichkeit nach bem nationalen Staat Dienst nicht leisten konnten. Es liegt jeboch nicht im Sinne bes u a t i o u a l s o z i a l, st i- cheu Staates, grunbsätzlich alle weiblichen Beamten und Angestellten ihre- ®e- schlechts wegen aus bem öffentlichen Dienst ju ent­fern en. Des ferneren ist zu beachten, daß bie öffentliche Wohlfahrtspflege zu einer fachgemäßen

Ein Sonberberichterstatter des PariserJournal" hatte Gelegenheit, im Bukarester Gefängnis ben Mörber bes rumänischen Minifterpräsibenten Duca, Constantinescu, zu sprechen. Nach bem Beweggrund zu feiner Tat befragt, erklärte Constantinescu: Ich | führen gewesen habe Duca erschossen, weil er Rumänien in diel haben würden. Abhängigkeit des Auslandes brachtel

Berlin, 3. Jan. (DNB.) DerReichsanzeiger" und dasReichssteuerblatt" veröffentlichen die Be­gründung zu dem Gesetz über die Veranlagung ber Einkommensteuer für 1933. Wie wir von zu- ftänbiger Seite hierzu erfahren, hanbelt es sich bei bem Gesetz vorläufig um keine Steuersen­kung, wie man vielleicht in ber Oeffentlichkeit nach ben Erklärungen bes Staatssekretärs im Reichs­finanzministerium Dr. Reinharbt hätte annehmen können, aber auch um keine Belastung. Daß eine Senkung ber Einkommensteuer für bie Veranlagten nicht eintreten konnte, ist einerseits auf ben FinanzbebarfbesReichesunbberLän- b e r, andererseits darauf zurückzuführen, daß bie Lohnsteuer bereits nach bem im vergangenen Jahr geltenben Tarif gezahlt wirb. Wäre also eine Aenderung ber Veranlagungspflicht erfolgt, jo wären bie Lohnsteuerpflichtigen benachteiligt wor­ben. Die Frage der Steuersenkung dürfte im lau­fenden I a h r a k u t werden, da ja bekanntlich angekündigt ist, daß eine Steuerreform herauskom­men wird Bei Inkrafttreten des kommenden Ein­kommensteuergesetzes wird die Regierung prüfen, ob unb in welchem Umfange bie erstrebte allge­meine Steuerentlastung noch im Laufe bes Jahres 1934 burch Senkung ber Einkom­men ft euervorauszahlungen unb in son­stiger Weise verwirklicht werben kann.

Ermorbung Ducas gesetzt hätten unb baß sie, wenn ber Anschlag bis zu biefem Zeitpunkt nicht burchzu- führen gewesen wäre, sich selb st erschossen

Ueberschwemmungen verursacht. UeberaH mußten Feuerwehr unb Pioniertruppen eingesetzt werden, um die von den Wassern bedrohten Ein­wohner zu bergen. Der Strymon ist über seine Ufer getreten. Zwischen Gewgeli und Strumnisa ist der Eisenbahndamm vom Wasser überspült. Die Strecke ist hier gesperrt. In Megara waren bie Ein­wohner gezwungen, sich auf bie Dächer zu flüchten. Eine Frau unb zwei Kinber tarnen in den Fluten um. In Attica wurden heute nacht starke Erdstöße verspürt, deren Herd sich vermutlich 30 bis 40 Kilometer von Athen entfernt befindet.

Fünf Elefanten im Pariser Zoo verbrannt.

Im Zoologischen ©arten in Vincennes bei Paris, ber von ber Firma Haaenbeck zu ber Pariser Kolonialausstellung angelegt worben war, brach

durch Inangriffnahme großer Notstanbsarbeiten unb öffentlicher Bauprojekte Ende Juni 1934 das bisher für schier unglaublich gehaltene Defizit von 6630 Millionen Dollar erreicht fei unb bie Verschuldung der amerikanischen Bundes­verwaltung auf insgesamt 28680 Millio­nen Dollar steigen würde. An Kriegsschul­den wurden von den Alliierten im letzten Etats- jahr 110 Millionen Dollar teilweise in Silber ein­genommen. Die Zolleinnahmen sind im Be­richtsjahr auf 251 Millionen Dollar gegenüber 602 Millionen Dollar im Jahre 1929 zurückge - gangen.

Verbesserungen in der Krastfahrzeugversicherung. Berlin, 3. Jan. (DNB.) Seit bem Inkraft­treten bes Reichstarifs für Kraftfahrzeugversiche­rungen am 1. Juli 1933 finb dem Reichsverkehrs- minifter aus den Kreisen der Fahrzeughalter zahl­reiche Wünsche und Anregungen dugegangen. Ver­handlungen, die der Reichsi-erkehrsminister hierüber mit den privaten und öffentlichen Versicherungs­anstalten geführt hat, ergaben folgendes:

Im F-ichjahr 1934 sollen Höhe und Aufbau ber Versicherungstarife nach ben bis bahin üorliegenben Erfahrungen genau überprüft werden. Bei dieser Gelegenheit will man denjenigen, die ihr Fahrzeug nicht das ganze Jahr hindurch in Be­trieb halten, durch eine feinere Abstufung ber kurzfristigen Versicherungen ent­gegenkommen. Für oierräbrige Personen­wagen unter 15 PS ist eine neue billigere Stufe in Aussicht genommen. Ob man für Last­kraftwagen bie Haftpflichtprämie senken kann, hängt von ber gesetzlichen Regelung bes Kraftwagen- Ueberlanbverkehrs ab. Schon jetzt wirb ber Zuschlag für Gütervermietwagen, bie nicht Fernlastwagen finb, beseitigt. Außerdem wirb mit sofortiger Wir­kung bie Bestimmung aufgehoben, baß bei Teil­zahlung ber Prämie ber Verwaltungskostenbeitrag zusammen mit ber ersten Rate zu zahlen ist. Der Beitrag macht bei Vierteljahreszahlung nur noch 5 v. H., bei Halbjahreszahlung 3 v. H. der Prämie aus. Der Mindeftbetrag der einzelnen Rate wird auf 15 Mark gesenkt. Der Zuschlag für Auslandsf ährten, ber bisher minbestens 10 v. H. betrug, wird allgemein auf 10 v. H. festgesetzt. Für Gebiete, bie früher zum Deutschen Reich gehörten, wirb kein Zuschlag erhoben. Außer- bem wirb geprüft, ob nicht darüber hinaus Er­leichterungen im kleinen Grenzoer- kehr nach anderen Ländern zugelassen werden können.

Für einen gesundenNachwuchs im Handwerk.

Berlin, 3. Jan. (VdZ.) In maßgebenden Krei­sen des Reichsstandes des Deutschen Handwerks wird die Nachricht dementiert, als ob bie hanb- werklichen Spitzenorganisationen im Zusammenhang mit der Lehrlingseinstellung zu Ostern 1934 Anord­nungen getroffen hätten, die einem numerus clausus für bie Einstellung von Hand- werkslehrlingen gleichkämen. Es wirb her­vorgehoben, baß ber Reichsstanb bes Deutschen Handwerks gar keine Berechtigung zum Erlaß solcher Anordnungen habe, daß er vielmehr lediglich befugt fei, Empfehlungen an die Handels­kammern weiterzuleiten.

Aber die maßgebenden Stellen des deutschen Handwerks, vor allem bie Innungen wollten in Zusammenarbeit mit ben Arbeitsämtern und Be­rufsämtern dafür sorgen, daß im Wege der Berufsberatung erreicht werde, daß nur wirklich geeigneter Nachwuchs in den Handwerksstand hineinkomme. In der Vergangen­heit sei es leider mitunter vorgekommen, daß b e i der Gesellenprüfung die Anwärter nicht richtig rechnen, lesen und schreiben konnten. Dieser Zustand müsse verschwinden angesichts der gesteigerten Bedeutung des deutschen Handwerks und der aroßeren Kompliziertheit sei­ner Betriebe in der heutigen Zeit. Im deutschen Handwerk seien insgesamt etwa 600 000 bis 700 600 Lehrlinge vorhanden, während in- ber Industrie nur rund 120 000 Lehrlinge beschäftigt würden. Der

unb nach keiner rumänischen Losung ber politischen Fragen suchte. Der Berichterstatter stellte Constan- tinescu bie verfängliche Frage, ob bie Eiserne Garbe, ber er angehört, nicht bestimmten aus- länbischen Doktrinen hulbige, ob sie z. B. nicht dasnationalsozialistischeDeutschlanb berounbere. Constantinescu erteilte bem Frage­steller folgenbe Abfuhr: Diese Frage interes­siert mich nicht. Ich wieberhole: Ich habe Duca erschossen, weil ich nicht wünsche, bah mein Lanb unter ber Herrschaft a n b e =