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Die

Ennnerungsfeier der ehemaligen222er

evem starken

Mit einem

Die Hauptseier

Reichsbund Volkstum und Heimat: Heimatabend

len Worten, ins-

:B. (Stahlhelm)

vi -

Redner des Generalfeld-

wir 222er auch zu euch euch zusammenDeutsch­alles!" Auf Wiedersehen

Ein Blümlein über'm Grab mir pflegt: Blüh' Deutschland über'm Grabe mein, Jung, stark und schön als Heldenhain!

linnen. Dann kommen MBtödd) und singen mit MirJO, Deutschland, über ÄM in Neunkirchen!"

bei« Ge­ber der des an-

üsrreichte. Der Abend war im übrigen mit froher litterhaltung und mit einem kleinen Preisschießen a einem Zimmer-Schießstand ausgefüllt.

machte ihnen dieses Wiedersehen zu inneren Erleben.

Der Auftakt

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Zur Erinnerung an die zwanzigste Wiederkehr der läge, an denen das ehemalige Reserve-Infanterie« Regiment 222 zum ersten Male in das große Front« rieben des Weltkrieges eingriff, trafen sich die Ka« geraden der Freien Vereinigung ehema« !iger Angehöriger des R.J.R. 222 am Samstag und am gestrigen Sonntag zur einer E r« imnerungsfeier in Gießen. Die alten jrimeraden verlebten bei diesem Treffen wiederum, rie schon bei den früheren gleichartigen Zusammen-

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alten Kameraden ehrten die gefallenen Brüder durch Erheben von den Sitzen und Verharren in einer Minute stillen Gedenkens, während die Musik

oCin 222ern verehrten, im Jahre 1931 verstorbenen Lanmandeurs Oberstleutnant von Rotsmann, den jyjjptrebner ber Feier Universitätsprofessor Dr. jj rnesfer - Gießen, bie Vertreter ber Presse, di Kameraden aus Frankfurt, Worms, Offenbach, Ei ttin usw., ganz besonders aber die Kameraben aus len Saarland (lebhafte Zustimmung). Zu den Käme« tuen von der Saar gewandt sagte er u. a.:Diese Fr er möge euch beweisen, wie eng verbunden wir im mit euch fühlen, und wie wir den Augenblick h^beisehnen, in dem ihr wieder mit eurer alten hnmat vereinigt werdet. Wir danken euch, daß ih weder Zeit, noch Geld, noch Mühe gescheut dcii't, um zu uns zu kommen. Haltet Disziplin, beißt ll Zähne zusammen, laßt euch durch keine Provo- hroon aus der Ruhe bringen. Die Tage bis zum 13 Januar 1935 gehen auch noch vorüber. Ihr eiiit ja als alte Soldaten, was Selbstbeherrschung tni Disziplin heißt.

)0ie Augen von ganz Deutschland sind auf euch gerichtet, alle Herzen fühlen mit euch.

' !ti*r auch diese schweren Stunden gehen vorüber, 3i es kommt wieder einmal die Zeit, wo ihr im

' neisn Saarland alte, gute Soldatenlieder singen limt, ohne daß die Fremdlinge euch etwas anhahen

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hätten. Pg. Hopfenmüller streifte während seiner Ausführungen die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Lage und würdigte eingehend die Verdienste des Führers um den Aufbau des Dritten Reiches. Seine Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen. Die Ortsstauenschaftsleiterin dankte dem Redner für feine trefflichen Ausfüh­rungen und schloß die Versammlung auf die übliche Weise.

sterrüßte die Kameraden mit herzliche

Andere als Vertreter des NSDF!^ . , , , Scmerab Oberstleutnant a. D. L o p p e, als öer« Irrer bes Kriegeroereins Kamerab Landgerichtsrat 2 mpert, als Vertreter ber Arbeitsgemeinschaft ir Gießener Militär- unb Regimentsvereine Ka- mab Kaufmann Müller, ferner Kapitänleut- ! nc.it a. D. von Rotsmann, ben Sohn des von

Eine große Anzahl von Heimatfreunben fanb sich am Samstag im Cafö Leib zu einem Heimatabend ein, ber vom Ortsring Gießen bes Reichs« bunbes Volkstum unb Heimat veranstaltet worben war unb ber für alle, bie baran teilnehmen konn­ten, ein feines Erlebnis würbe. Ein sinnvoller Vor­spruch unb zwei schöne altdeutsche Volkslieber (All meine Gebauten" unbWach auf, mein Hort"), vom Bauerschen Gesangverein unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Pros. Dr. Temesvary untabeiig gesungen, leiteten ben Abend in glück­lichster Weise ein. Der

KreisringführerGeorgHeß-Leihgestem hielt die Begrüßungsansprache. Es sei eine große Freude, so viele Teilnehmer au diesem Heimat­abend begrüßen zu können. Es sei daran das große Interesse zu erkennen, das in Gießen der Sache des Reichsbundes Volkstum unb Heimat entgegenge­bracht werde.

Dank gebühre aber besonders Herrn Dr.

Wichel, dem Orksringführer, der in uner­müdlicher Arbeit den Orksring Gießen zu einer Gröhe von 800 Mitgliedern geführt habe, so daß er vorbildlich in der Landschaft Rhein­franken, Hessen-Rossau geworden sei.

In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich bej Kreisringführer mit ber gesamten Organisation bes Reichsbunbes. Der Heimatgebanke solle, das sei das große Ziel, an alle Volksgenossen heran- getragen werden. Sprache, Lied, Tanz und Feier­tagsgestaltung nach Art der Väter sollten erhalten bleiben und lebendig gepflegt werden. Mit einem kurzen Gedenken an die deutschen Brüder von der

zwanglosen kamerabschaftlichen Bei- fanmenfein am Samstaaabenb im Stammlokal .um Anbres" wurde bie Feier eingeleitet. Der Lei- tr der 222er Vereinigung Kamerad Bankbirektor Üriehbauer (Gießen) begrüßte bie Kameraden ntt einer kurzen Ansprache, besonderen Gruß entbot ei dem Vertreter ber Vereinigung ehemaliger RJR. 2ti, Kamerad Regierungsrat Dr. Krüger. Dieser ü$rmittelte die kameradschaftlichen Grüße seiner Vreiniaung, in deren Auftrag er ben alten 222ern <r>en Wander-Schießpreis als Kameradengeschenk

toijas.

Äodann ließ er an dem geistigen Auge ber frneraben noch einmal die Ereignisse der letzten gsanzia Jahre vorüberziehen. Er betonte dabei, die 2!2ir hätten draußen im Feld ihre Schuldigkeit m, in treuer Kameradschaft und Volksoerbunben- |ill im Schützengraben und in offener Feldschlacht h beigetragen, daß Deutschland vor dem Schrek- km'des Krieges im eigenen Lande bewahrt wurde. Dr 222er hatten auch gleich nach dem Kriege in ieiser Volksverbundenheit bis auf den heutigen zusammengehalten.

^enn unsre herrliche, unvergeßliche Armee, auf- dbaut auf attpreußische Disziplin, geführt von lilännern wie Hindenburg unb Ludenborff, r cht ihre Schuldigkeit getan hätte, wäre der Mbau eines neuen Reiches unmöglich gewesen.

Sei 222er hätten gelobt, auch im neuen Reich als ck Soldaten ihre Pflicht zu tun, soweit dies in Brcn Kräften stehe und soweit ihnen dazu Gelegen- büi gegeben werde. Die meisten von ihnen hätten sh:t>em Stahlhelm, der SS. und SA. angeschlossen ujb sich in die neue Kampffront eingereiht. Die ate'i 222er hätten immer wieder betont, daß unser lilirlanb nur bann roieber gesunben könne, wenn i bi wahren Solbatentugenben, Unterorbnung, Uchtgefühl unb Vaterlanbsliebe unserem Volk : iib-namentlid) unserer Jugenb eingeimpft würben. @it sei Dank, baß unser Heer bieses Erziehungs- i ®r! in die Hand genommen habe.

Dir Redner wies bann darauf hin, daß damals I In Felde unsere Jugend, bie dieser militärischen

cbeitslos, die unter allen Umständen unterstützt Derben müßten. Auch sonst fei noch sehr viel Not |n linbern. Es gelte, ben Willen des Führers, I inen Deutschen hungern unb frieren zu lassen, in te Tat umzusetzen. Nur berjenige, ber früher selbst <mmal die Not am eigenen Leibe gefpiyt habe, liinne ben ibealen Zweck bes Winterhilfswerks ganz rfaffen. Als wirkliche Opfer feien mir solche zu Herten, bie persönliche Einschränkungen zur Folge

leise bas Lieb vorn guten Kameraben spielte.

Universitätsprofessor Dr. Horneffer

sprach bann über bas Thema:D e r Weltkrieg in ber beutfdjen Geschichte." Nach einigen launigen Erzählungen aus feiner eigenen Dienst­zeit beim ßanbfturm sagte er u. a.: Die gewaltige Umwälzung ber jüngsten Zeit gibt uns Veranlas­sung zu einem Rückblick auf unser Volksschicksal. Gegenwärtig spielt sich ab bie volle Durchbiszipli- nierung des deutschen Volkes.

Die Disziplin, die Grundlage jeden starken Staates, ist dem deutschen Volke ursprünglich nicht eigen gewesen. Es hat eine ungeheure Leidensgeschichte durchwachen müssen, bis es zur Disziplin erzogen ward.

Die alten deutschen Stämme, die das römische Weltreich zertrümmerten, müssen eine starke Man- nestreue gehabt haben. Sonst hätten sie nicht so ge­waltige Taten vollbringen können. Ihre Reiche in Welschland pingen zu Grunde. Im Heimatlande errichteten die kraftvollen Herrscher aus dem säch­sischen und fränkischen Kaiserhause das mächtige mittelalterliche Reich, das damals eine Vormacht­stellung in Europa hatte. Durch den Zwiespalt zwi­schen der kaiserlichen und päpstlichen Macht wäh­rend der Herrschaft der Hohenstaufen geriet bas Reich in Verfall. Wohl erzeugte der deutsche Par- tifularismus einen großen Reichtum des deutschen Lebens, durch den wir uns vor ben anberen Völ­kern auszeichnen. Währenb aber England unb Frankreich ihren Staat immer mehr verfestigten, löste er sich bei uns immer weiter auf. Die religi­öse Zerspaltung beförberte diese Zersplitterung. Der Dreißigjährige Krieg brachte über Deutschland die volle Ohnmacht und Zersetzung. Dem deutschen Volke drohte das gleiche Schicksal, wie es bas ähn­lich veranlagte griechische Volk infolge seines über­schwenglichen Individualismus erfahren hatte. Durch einen dreißigjährigen Bruderkrieg in der Blüte fei­nes Lebens verwirkte das griechische Bolf für immer eine einheitliche Staatsbildung.

3n ber großen Hoffhinbe des deutschen Volkes fehle die Staatsbllbung Preußens ein, durch den Großen Kurfürsten und Friedrich den Großen.

In langsamer, stetiger Arbeit in Heer unb Staat würbe bie preußische Disziplin geschaffen. Der beut« sche Geist, vor allem Kant mit seinem strengen Pflichtbegriff, unterstützte bie neue Staatsbllbung, bie auch bie napoleonischen Stürme zu über»

Kirchgang und Gefallenen-Ehrung!

Am gestrigen Sonntagvormittag vereinigten sich die Kameraden von Gießen mit den von auswärts, zum Teil von weither gekommenen Kameraden zum Kirchgang. Ansckließend fand am Kriegerdenkmal auf dem Lanbgvaf-Philipv-Platz eine schlichte Ehrung ber Gefallenen statt. Hierbei hielt Kamerab Pfarrer R a b e d e - Walsborf im Taunus eine Ansprache. Darin erinnerte er seine Zuhörer einleitenb an ben großen Schwung bes Regiments bei ben Kämpfen in West unb Ost, an bie innige Volksgemeinschaft ber 222er und an die große Idee der Front, an den Frontgeist, ber auch in den Reihen bes Regiments die besten soldatischen Eigenschaften zur Entfal­tung brachte. Sodann wies er auf den 3. Dezember 1914 hin, an dem das Regiment in offener Feld­schlacht die ersten großen Verluste hatte und mit dem Gesang des Deutschland-Liedes gegen den Feind stürmte. Dabei habe sich die heilige Kraft der Vaterlandsliebe offenbart, die sich auch in den späteren Schlachten des Regiments immer als lebendig erwiesen habe. Der Redner dankte sodann dem Führer und Kanzler Adolf Hitler für das Wort vom 10. Februar 1933:Unsere Jugend muß wieder zur Ehrfurcht vor unserem alten Heere er­zogen werden, in dem sie das Sinnbild ber größ­ten Leistung sehen muh, bie unser deutsches Volk je in seiner Geschichte vollbrachte." Er gedachte hierauf der gefallenen Kameraden und forderte die Leben­den auf, im Sinne der besten soldatischen Tradi­tion, des alten soldatischen Pflichtbewußtseins wei­ter mitzuarbeiten am Wiederaufbau unseres deut­schen Vaterlandes unter der ParoleO Deutschland hoch in Ehren" undDeutschland, Deutschland über alles".

Anschließend legte Kamerad Grießbauer zur Ehrung und als kameradschaftlichen Gruß für die Gefallenen einen Kranz nieder.

Saar beschloß der Kreisringführer seine sehr fällig aufgenommenen Worte. Der Bauersche jangoerein fang dann das LiedGlückauf Saar!" von Hans von der Saar. Mädchen Schillerfchule, die sich um die Ausgestaltung Abends u. a. sehr verdient machten, brachten schließend unter dem TitelHeimat" einen

Die gestrigen Nachmittagsstunden waren ber liuptfeier im Saale bes Schützenhauses geroibmet. | 2 ? Kameraben, bie ben Saal unb bie davor lie- ssiden Zimmer bis zum letzten Platz füllten, hat« tc sich kompanieweise zusammengesetzt unb waren al- in bester kameradschaftlicher Stimmung. Dazu trogen flotte musikalische Darbietungen einer klei- iini Hauskapelle unbter Leitung von Kamerad !I) l e u f e in hohem Maße bei. Der Leiter der Steinigung

Kamerad Bankdirettor Grießbauer

bauern vermochte. Den Abschluß dieser Entwicklung bildete das Bismarck'sche Reich, in dem als Bun­desstaat Preußen den Borrang hatte. Die Folge dieser Reichsgründung war ein beispielloser Auf­schwung des deutschen Volkes auf allen Gebieten, ber die eigentliche Ursache des Weltkrieges wurde.

Richt wegen unserer Mängel unb Fehler, son­dern wegen unserer Vorzüge und Leistungen wurde ber Weltkrieg gegen unser Volk entfacht. Es war der welthah gegen den preuhisch-kan- tischen Pslichlbegrifs, ber in unserem Volke so großes gewirkt hatte, eine Deltrevolution gegen den kategorischen Imperativ. Der schon nahege­rückte Sieg ging uns verloren, weil die Diszi­plin, nicht im Frontheere, sondern im Volk zersprang.

Dann folgten bie traurigen Jahre trostloser Auf­lösung und Zersetzung. Das große Geschehen ber Gegenwart ist bie Rückeroberung ber Diszi­plin unb ihre Durchführung im gesamten Volks­leben, worin die Bürgschaft einer neuen Zukunft liegt. Der Bismarck'sche Bundesstaat geht über in den geschlossenen Einheitsstaat.

Der durchgeführten staatlichen Einheit muß eine seelische Vereinheitlichung des Volkes zur Seite gehen.

Die Disziplin muß eine freiwillige fein, so baß Staat und Seele, Politik unb Kultur zu einer un- widerstehlicken Macht zusammenwachsen. Dann wirb bas deutsche Volk zu neuer Größe empor­steigen unb sich bie Weltmachtstellung zurückerobern. (Lebhafter Beifall.)

Der weitere Verlauf

Nachdem anschließenb zu Ehren ber Kameraden aus bem Saarland bas ©aarlieb gesungen war, sprach ein Kamerab aus dem Saargebiet herzliche Worte des Dankes für ben wunderbaren kameradschaftlichen Empfang, der ben alten 222ern aus dem Saar lande hier bereitet wurde. Er gab weiterhin ber innigen unb unlösbaren Verbunden­heit ber Saar mit bem deutschen Baterlanbe Aus­druck unb betonte, im Saargebiet wisse man ganz genau, daß es bei ber Abstimmung am 13. Januar um Deutschland und um das Bekenntnis zu Deutsch­land gehe. Der Deutsche an der Saar die Deutsche Front im Saarland umfasse 97. v. H. ber Bevölke­rung kenne seine Pflicht und werde fein Bekennt­nis zu Deutschland ablegen. Am Schlüsse seiner An­sprache bekannte sich der Redner mit Stolz zu der Kameradschaft ehemaliger 222er.

Die weiteren Stunden bes Beisammenseins ver­gingen in bester kameradschaftlicher Unterhaltung und waren geeignet, bie alte Frontkameradschaft in den Herzen der ehemaligen 222er noch tiefer als bisher zu verankern.

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seinen Vortrag mit Liedern zu schmücken, bie von allen Anwesenden mitgesungen wurden. Tanz unb Lieb, Mundartbichtung unb die Musik der Zieh­harmonika flössen zu innigster Heimatstimmung zu­sammen. Mit seinen kleinen, humorvollen, dem Leben unmittelbar abgelauschten Dorfgeschichten unterhielt Georg Heß auf das Angenehmste. Das vielseitige Programm beschloß ber Bauersche Gesang­verein mit zwei einbrucksvollen vaterlänbischen Lie­bern.

Drferingleifer Dr. Michel

hielt bie Schlußansprache, in der er betonte, baß uns ber Abenb so recht bie Eigenart unserer Heimat habe erleben lassen. Mit Worten herzlichen Dan­kes an alle biejenigen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, schloß er seine Ansprache unb ben Abenb. Ein breifachesSieg-Heil!" auf bis hessische Heimat, auf das Vaterland und unseren Führer Adolf Hitler wurde begeistert aus­genommen und erwidert. Mit dem gemeinsam ge­lungenen Horst-Wesset-Lieb klang ber Abenb aus. In biefem Augenblick erschien noch, herzlich begrüßt,

Ministerialrat Ringshausen

Er wisie, Jo führte er u. a. aus, was bie Teil­nehmer bes heutigen Heimatabenbs gesehen haben: ein lebenbiges Bilb der Vergangenheit. Und was erfühlt worden sei, bas sei bie Sprache ber beutschen Seele gewesen. Die beutsche Seele sei aufgebrochen zu starkem Strom. Es fei aber auch höchste Zeit gewesen, baß unser Volkstum roieber lebendig wurde. Es sei in der Gefahr gewesen, völlig ver­loren zu gehen. Auch das Bauerntum habe am Abgrund gestanden. Der Bauer sei fremd geworden im eigenen Hause, habe sich der Sitten unb Gebräuche seiner Väter fast gejchämt. Städtisches Wesen habe im Dors Einzug gehalten. Und in der Folge seien Sitten zur Geltung gekommen, die nicht unserer Art waren.

Aber der Führer sei noch rechtzettig gekommen. Er brachte das Deutschtum wieder zu Ehren. Er führte den deutschen Menschen zurück in seine Hei­mat. Er riefDeutschland erwache!"

Dem Volk war ber Weg in die Zukunft ver­lorengegangen. Denn es fehlte ihm ber Weg­weiser. Jetzt kenne es wieder feinen weg. Der Führer habe ihn gezeigt. Der Weg in unsere Zukunft fei vorgefchrieben auch von unserem Gewissen.

Die beutschen Seelenkräfte seien enblicf) roieber roachgerufen. Der Glaube an bie Heimat fei roieber» gekehrt. Das Volk sei zurückgekehrt im Glauben an das Göttliche in seiner Bestimmung. Glaube, Liebe, Arbeit, Pflichterfüllung, Breitschaft zum Sterben für das Göttliche und das Vaterland, das fei höch­stes Menschentum. Unsere Gegenwart fordere aber auch Verständnis für die Vergangenheit. Der Deutsche solle seine Art neu lebendig machen unb ausprägen, im nationalen, wie auch im kulturellen Leben. Die Mithilfe der ganzen Nation sei hier not­wendig. Die deutsche Jugend müsse geführt werden. Die letzte Kraft sei einzusetzen, denn es gehe um die Zukunft der Nation. Der Nationalsozialismus sei Glaube und sei Tat. Das Symbol der Zukunft fei das Hakenkreuz.

Der Nationalsozialismus habe ben Staat erobert, jetzt müsse die Sele des deutschen Menschen erobert werden. Hier stehe man erst am Anfang der Er­füllung dieser Aufgabe. Deshalb solle jedermann mitarbeiten. Den Weg habe uns der Führer gezeigt.

Das Symbol, bas bet Führer wählte, müsse uns in des Führers Geist bas Symbol auf bem Wege in unsere Zukunft bleiben!

Der Ortsringleiter Dr. Michel beschloß ben Abenb mit einem breifachen Sieg-Heil auf ben Lanbschaftsführer bes Reichsbunbes Volkstum unb Heimat, Ministerialrat Ringshausen.

linsten, Stunben bes solbatrschen Gemeinschaftsgei- sl s, die ihnen noch lange in ber Mühe bes Alltags cs schöner Gewinn gegenwärtig fein werben. Man tunte sehen, wie herzlich sich bie alten Krieger be­wußten, wie lebhaft ihnen die Freube aus den Augen Wchtete beim Wiedersehn unb bei ber frohgeftimnv tn kamera-bschastlichen Unterhaltung. Der gute stontsolbatengeist, der sie draußen in bitterschweren tiunben unb an ben Tagen ber Ruhe unb Erholung hmer erfüllte unb umschloß, war in ihnen wieder toenbig unb

.'öierauf gedachte der

Msschalls von Mackensen, des ehemaligen linmanbierenben Generals von Gerok unb les früheren Divisionskommandeurs, General der Saoatterie von Hahn, von denen er Grußbriefe

Erziehung teilhaftig geworden war, sich glänzend bewährte.Mit einer Begeisterung ohnegleichen zogen wir alle, ob jung ober alt, hinaus zu einer herrlichen Kameradschaft wurden wir zusammen­geschweißt. Durch Not unb Tod, durch Freud und Leib, einerlei welchem Stande, welchem Berufe, welcher Religionsgemeinschaft wir angehörten...

Das, was uns damals begeisterte unb zu den unerhörten Taten anfpornte, war Ratio­nalismus, unb was uns innerlich mitein­ander verband, war Sozialismus.

Nur die Einheit dieser Beiden verlieh unserem Volke die Kraft, über vier Jahre einer ganzen Welt von Feinden zu trotzen." Er gedachte sodann der großen Geschehnisse an den Fronten, in benen die Jugendlichen von damals im Glutofen des Krieges schnell zu Männern umgeschmolzen wurden; er gedachte aber auch bes verdorbenen Reichs­präsidenten und Generalfeldmarscyalls von Hin­denburg, des wahren Retters unseres Vater­landes, der, an die Spitze des Reiches berufen, sich nicht versagte unb die ganze Verantwortung auf sich nahm, um schließlich das Volk gemeinsam mit dem unbekannten Soldaten, unserem jetzigen Füh­rer Adolf Hitler, zur Einigung zusammenzu- schweißen; er gedachte ferner des im Jahre 1931 verstorbenen Oberstleutnants von Rotsmann, der den 222ern Führer, Freund und Kamerad war und allen unauslöschlich in die Herzen eingegraben fei. Als Urbild soldatischer Tugenden werde auch oiefer Führer als Lichtgestalt in den Herzen der 222er roeiterleben. Diesen beiden Führern werde jeder 222er nacheifern, jeder in seinem Kreije unb nach seinem Können. Am Schlüsse feiner Ansprache sagte der Redner:

wir Deutsche brauchen Führer, bie wir achten unb ehren, benen wir nachleben unb nachfolgen können. Die Vorsehung hat uns einen solchen wann beschert, ber voll heißer Liebe für Volk unb Vaterland mit einem Ibealismus ohne­gleichen bie Geschicke unseres Valerlanbes in bie Hand genommen hat, ein Solbat, ein Kriegsfreiwilliger wie wir, ein Wann von eisernem wollen, wie wir ihn brauchen, um unser Vaterlanb aus ben tiefen Rieberungen zu lichteren Höhen, zu einer besseren Zukunft zu führen, wir wollen ihm folgen, ihm helfen unb Gottes Segen auf sein Tun unb wollen herabflehen. 3hm, unserem Führer Adolf Hitler, gilt unser soldatisches Hurra!"

Mit freudiger Begeisterung stimmten die Kame­raden in die dreimaligen Hurrarufe ein. Anschlie­ßend wurden im Zeichen bes Hitlergrußes ber erste Vers des Deutschlandliedes und der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen.

Pfarrer Trapp-Gieße«,

ein ehemaliger 222er, gedachte hierauf in eindring­lichen Worten der Gefallenen des Weltkrieges. Er wies hin auf den Jahrestag der großen Schlacht von Lodz, gedachte der Toten des Regiments und der heldischen Jugend von Langemarck und er­innerte an die innige Verbundenheit und Einig­keit, die die Frontsoldaten umschlang und sie zu einer wunderbaren großen Gemeinschaft machte. Das Opfer der Gefallenen, die mit ihrem Leben ihre Treue zum Vaterlande besiegelten, offenbare, daß der deutsche Mensch fähig sei, sich herauszu­reißen aus dem Geiste des Eigennutzes und der Zwietracht zu dem großen Gedanken der Gemein­schaft. Wie eine Kirche sich erneuere aus dem Blute ihrer Märtyrer, so stehe auch ein Staat auf seinen Opfern, so sei das Blut der Gefallenen ein fester Kitt für den Staat. Das Vermächtnis der gefalle­nen Kameraden werde in Ehren gehalten durch un­erschütterliches Zusammenstehen für unser Volk und Vaterland, für das Große, für das sie gefallen sind. Der Rebner schloß mit folgenben Dichterworten von Walter F l e x:

Wir sanken hin für Deutschlands Glanz, Blüh' Deutschland uns als Totenkranz! Der Bruder, ber ben Acker pflügt, Äst mir ein Denkmcu wohlgefügt, Die Mutter, bie ihr Kinblein hegt»

. , ... sehr

eindrucksvollen Sprechchor zum Bortrag. In stets wechselndem Gespräch Einzelstimme und Chor , in feiner dramatischer Steigerung, in jchöner Sprache, wurde der Sprechchor zu einem schönen

Erlebnis. Darüber hinaus erfuhr diese Darbietung eine Steigerung durch das Ferienkind Christel B r o s ch a t von der Saar, das mit viel Einfüh­lung eine Dichtung von Fritz Barthels (Am Winterberg") zum Bortrag brachte. Wie ein Be­kenntnis klang denn auch das Saarlied auf, das gemeinsam gelungen wurde.

Nachdem der Ortsringführer auf verschiedene Ber- anftaltungen der nächsten Zeit yingewissen hatte, sangen die Mädchen von der Sckillerschule unter der Leitung von Rektor Stroy zunächst zwei liebliche Volkslieder und zwarWenn alle Brunn­lein stießen" undDie Blümelein, sie schlafen". Der Beifall war lebhaft genug, ein drittes Lied (Kein schöner Land") yerauszufordern. Im weite­ren Verlauf des Abends hörte man von den Kin­dern aus der Schillerschule noch zwei Lönslieder und zwar das schlichte, sanftelieber die Heide" und Das wehmütig-zarteRosmarin Heide". Ein TanzspielWir sind die drei Waldprinzessen" be­schloß die Reihe ihrer Darbietungen.

Zu all den schönen Erlebnissen, die ber Abenb brachte, kamen dann die Darbietungen der Trachten- gruppe aus Erksdorf (Leitung: Lehrer Grüne­wald). Die Mädchen brachten viel urwüchsiges Leben auf die Bühne und riefen mit ihren figuren­reichen Tänzen unter den Zuschauern helle Begeiste­rung hervor. Aber sie tanzten nicht nur, sie sangen auch zur Laute, fangen zu ihrem Tanzen und ver­vollständigten so das Bild, das sie äußerlich und geistig boten.

Mit stürmischem Beifall wurde dann Georg Heß begrüßt, der im blauen Bauernkittel auf die Bühne kam und nun über das Verhältnis zwischen Stadt und Land in seiner unverfälschten oberhessischen Munbart sprach. Der Heimatbichter verstaub es,