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Kunst und Wissenschaft.

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wenn durch diese verbrecherischen Taten Mitglieder der Regierung betroffen wurden.

Das Verfahren gegen den Mörder wird durch das Bundeskommissariat des Innern (früher O. G. P. U.) abgewickelt werden. Das Urteil fällt der Oberste Gerichtshof der Sowjetunion. Der Chef der GPU. soll in Leningrad seines Postens ent­hoben werden, da er keine genügenden Sicherheits­maßnahmen getroffen habe.

Der ermordete Sekretär der Parteiorgani­sation in Leningrad Serjgei Mironowsch Kirow war schon vor dem Kriege Mitglied der Kommuni­stischen Partei gewesen. Er gehörte zu den Ver­trauten Stalins. Auf dem letzten Kongreß der

Stunden der Erholung:

Ein gutes Buch und eine ALVA »runde sörte

Berufsgruppenamt der DAF.

Berlin, 1. Dez. (DNB.) Die Deutsche Arbeits­front veröffentlicht folgende Anordnung Dr. L e y s :

1. In Ausführung Der Verordnung des Führers vom 24. Oktober 1934, in der der Führer und Kanz­ler Adolf Hitler die Berufsschulung der Deutschen Arbeitsfront überträgt, wird mit sofortiger Wirkung das Berufs­gruppenamt der DAF. gebildet.

2. Aufgabe des Berufsgruppenamtes ist es,

a) den Aufbau der Reichsberufshaupt­gruppen nach meinen Anordnungen durch­zuführen;

b) Berufserziehungsarbeit innerhalb der Reichsberufshauptgruppen zu treiben und alle damit im Zusammenhang stehenden, der

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mit leicht entzündlichen Materialien gefüllten Lager­häusern eine Explosion, die einen großen Brand verursachte. 20Arbeiter wurden getötet; einige wurden von den Trümmern des Daches er­schlagen, die anderen verbrannten bei lebendigem Leibe. 12 weitere Arbeiter wurden verletzt. Der Sachschaden beträgt über 50 000 Mark. Der fran­zösische Oberkommissar für Syrien ist an der Un-

keiten und Keime ernster Verwicklungen. Die Vor­gänge in diesem sonst so unbekannten Winkel Europas verdienen aber trotz aller anderer Sorgen mit denen heute die europäische Politik belastet wird, zweifellos größte Aufmerksamkeit und Beachtung.

Das Jahrbuch 1935Unsere Saar".

Der Stabsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Staatsrat Dr. Robert Ley, erläßt folgenden Auf­ruf an sämtliche Aemter der DAF., Reichsberufsgruppen, Reichsleitung der RSBO., NS.-Hago: Deutsche Volksgenossen! Die deutsche Saar steht im letzten Winter ihres Grenz­landkampfes, und das ganze deutsche Volk nimmt Anteil an dem großen Winterhilfs­werk, das für unsere Brüder an der Saar auf­gebaut wird. Hunderttausende deutscher Volks­genossen haben bereits durch den Erwerb des S a a r- abstimmungskalenders ihr Saaropfer ge­bracht, und gerade weil sich dem Winterhilfswerk an der Saar selbst große Widerstände entgegen­stellen, wollen wir im Reiche um so opfer­freudiger fein. Genau wie beim Saarabstim- mungskalender wird auch der Reinertrag des in den nächsten Tagen erscheinenden Saarjahr­buches 19 3 5 der Saarhilfe zufließen. An jeden schaffenden Deutschen geht daher mein Aufruf:Opfere für die Saar, erwirb das Saarjahrbuch!"

glücksstätte eingetroffen.

Folgenschwerer Autozusammensioß. (Ein Marineoffizier tot, vier verletzte.

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereig­nete sich in Lichterfelde-Ost bei Berlin. Ein Per­sonenkraftwagen, der mit mehreren Offizieren besetzt wär, stieß mit einem ihm begegnenden Personen­kraftwagen in voller Fahrt zusammen, wobei beide

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Neuer Konfliktsstoff auf dem Balkan

Ein griechisch-albanischer Minderheitenstreit.

Von unserem H. C.-Äerichierstailer.

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politischer Moro m Leningrad.

Ein vertrauter Mitarbeiter Stalins erschoffen.Oer Attentäter geständig.

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Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Belgrad, November 1934.

Es ist durchaus nicht alles Gold was glänzt. Und Menn auch eben erst a u f der Konferenz der iialkanentente in Ankara mit lauten Borten verkündet wurde, daß die Balkan st aa- $ n einen geschlossenenFriedens- III o cf" darstellten, so kann doch nicht übersehen werben, daß man von wirklicher Einigkeit inf dem Balkan noch immer recht weit ent­ern! ist. Nicht nur, daß Bulgarien, der durch iline geopolitische Lage besonders wichtige Faktor &r Balkanhalbinsel, dieser Art Balkanpakt, wie 'ne bisher verwirklicht wurde, noch immer fernsteht; mch Albanien hat bisher noch keine Möglich- finden können, seine berechtigten Interessen in- .'rhalb der Balkanentente vertreten zu können. :war hatte man vor allem in Athen und Ankara schosst und erwartet, daß die starke Abkühlung 'Ise r albanisch-italienischen Freund- Ich a f t Albanien ganz automatisch näher an den halkcmpackt heranführen würde. Diese Erwartung o weist sich aber jetzt als trügerisch. Haben sich loch in letzter Zeit in ganz überraschender Weise zwischen Albanien und Griechenland (Schwierigkeiten herausgebildet, die nachgerade hschstbedenkliche und gefährliche Formen anzuneh- tn beginnen.

Wagen schwer beschädigt wurden. Von den In­sassen wurden der 40jährige Korvettenkapitän Paul S ch n i e w i n d , der 39jährige Korvettenkapitän Hellmuth Heye, der 32jäyrige Kaufmann Her­mann Lilie, der 37jährige Oberleutnant z. S. Gustav Strempel und der 40jährige Hauptmann der Reichswehr Siegfried Harms zum Teil schwer verletzt. Alle fünf Verletzten wurden in das Kreiskrankenhaus eingeliefert, wo Korvetten­kapitän Schniewind seinen Verletzungen erlegen ist. Noch in Lebensgefahr befindet sich der Kauf­mann Hermann Lilie. Die Schuldfrage konnte vor­läufig noch nicht geklärt werden.

Fünf Menschen auf dem Eise eingebrochen und ertrunken.

Die erst von schwachem Eis bedeckten schwedischen Seen forderten mehrere Opfer. In der Nähe von Solleftea begaben sich vier junge Männer mit einem Schlitten auf das Eis. Sie brachen ein und kamen alle ums Leben. Bei einem Eis­hockeyspiel auf einem See in der Nähe von Stock­holm brach das Eis unter den Spielenden und vier Leute stürzten ins Wasser. Zwei konnten sich selber retten, einer wurde im letzten Augenblick geborgen, der vierte ertrank.

Lastauto in einen Fluß gestürzt. Ein Todesopfer.

Auf der Rückfahrt von Wanne nach Lüdenscheid (Westfalen) stürzte ein Lastkraftwagen mit An­hänger, der für die Reichsbahn Güter beförderte, am Eingang des Ortes Schalksmühle aus bisher ungeklärter Ursache an einer scharfen Kurve über eine Brücke in die Walme. Hierbei wurde der Kraftwagenführer getötet, während der Bei­fahrer ohne wesentliche Verletzungen davonkam. Die

DAF. vom Führer in der Verordnung vom 24. Oktober 1934 übertragenen Berufsschulungs­aufgaben zu lösen.

3. Die Leitung sämtlicher Reichsberufshaupt­gruppen übertrage ich hiermit dem Gauleiter der NSDAP. Pg. Albert Forster (Danzig).

4. Zum Stellvertreter des Leiters der Reichs- berufsyauptgruppen und Leiter des Berufsgruppen­amtes der DAF. ernenne ich den Pg. Haid, im Range eines Amtsleiters in der Reichsleitung der NSDAP.

Die Kranzspenden der SA.

V e r l i n, 2. Dez. (DNB.) Die Adjutantur des Chefs des Stabes der SA. gibt folgenden Erlaß bekannt:

Bei Kranzspenden wurden bisher sehr hohe Be­träge ausgegeben. Dies entspricht nicht dem Geist der SA. In Zukunft sind für solche Zwecke ein­fache Lorbeerkränze ober Eichenlaub­kränze mit einfacher Schleife zu verwen­den. Der ersparte Unterschiedsbetrag ist dem Winterhilfswerk zuzuführen. Der Chef das Stabes (gez.) Lutze."

Drei Beamte aus dem bayerischen Innenministerium entlasten.

München, 1. Dez. (DNB.) Der frühere Polizeidirektor von Augsburg, Dr. E i ch n e r hatte am 23. Januar 1933 an das bayerische Innen­ministerium einen Bericht gerichtet, in dem er die Nationalsozialisten nicht nur mit den Kommunisten auf die gleiche Stufe stellte, sondern sich auch in undefinierbaren Ausdrücken mit ihnen beschäftigte. Wenige Wochen nach der Revolution brachte er es dann fertig, der NSDAP, beizutreten und in ein Reichsamt berufen zu werden. Der bayerische Innenminister Wagner, der erst jetzt von dem Bericht Eichners Kenntnis erhielt, ver­anlaßte seine Inhaftnahme. Die beiden Perfonalreferenten des Ministeriums, deren Aufgabe es gewesen wäre, den Mildster über diesen Mann zu informieren, wurden zur Rechenschaft gezogen. Auch der Staats- r a t des Innenministeriums hat aus dem Fall d i e Konsequenzen gezogen. Die drei Barnten mußten ihre Aemter verlassen.

Staatssekretär Funk spricht in Königs­berg über Deutsche Kunst.

Das Königsberger Opernhaus feiert fein 125jäh- riges Bestehen mit einer Festwoche, die mit einem Festakt eingeleitet wurde. Oberbürgermeister Will begrüßte besonders den Förderer deutscher Kunst im Ostraum Oberpräsident Gauleiter Koch und den Präsidenten der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Laubinger. Ministerialrat Laubinger führte u.a. aus, das Theater könne losgelöst von der Zeit niemals einen eigenen Charakter haben. An uns sei, zu entscheiden, wie wir uns das Theater wünschen.

Vor der Aufführung derMeistersinger" sprach Staatssekretär Funk. Er überbrachte die Grüße der Reichsregierung und ging dann auf die Auf­gaben der Kunst im nationalsozialisti­schen Staate ein. Für das, was die national­sozialistische Regierung bereits in den beiden ersten Jahren ihres Bestehens für die Kunst und die Künst­ler getan habe, gebe es in der Geschichte der mo­dernen Staaten kaum einen Vergleich. Die deutsche Kunst müsse für uns gleichbedeutend werden mit

hauptet man albanischerseits, daß es keine einzige albanische Minderheitenschule in der griechischen Grenzprovinz Tschamuria gebe und daß' außerdem zahlreiche Albaner, nur weil sie sich zum Islam bekennen, als Türken bezeichnet und zur Aus­wanderung nach der Türkei gezwun­gen worden seien. Außerdem betreibe man mit Unterstützung der griechischen Nationalbank ein plan­mäßiges Bauern le gen unter den albani­schen Ansiedlern in diesem Gebiete.

Man sieht also: es steht Behauptung gegen Be­hauptung, Anklage gegen Anklage. Dieser Zustand ist, wie gesagt, an sich nicht neu. Angesichts der sonstigen politischen Spannungen auf dem Balkan aber haben diese Meinungsverschiedenheiten in den letzten Wochen immer schärfere Formen angenom­men und sind nachgerade zu einem bedrohlichen Konflikt geworden. Ende Oktober kam es in Argy- rokastro zu Ausschreitungen gegen das dortige grie­chische Konsulat, wobei durch Steinwürfe auch einige Fensterscheiben zertrümmert wurden. Dadurch wär der Minderheitenstreit auf einmal zu einem akuten diplomatischen Zwischenfall geworden. Noten wur­den gewechselt, Protestschritte erfolgten in den bei­den Hauptstädten. Trotzdem gelang es nicht, den Konflikt aus der Welt zu schaffen, oder auch nur eine Beruhigung herbeizuführen. Im Gegenteil: gerade jetzt kommen aus Griechenland höchst beun­ruhigende Nachrichten, wonach im ganzen Lande Freiwilligen-Derbände gebildet werden, die sich einer Zentralorganisation zum Schutze der Minderheiten in Nord-Epirus zur Verfügung stel­len. Man erlebt also jetzt hier auf griechischem Ge­biet dasselbe, was man Jahre hindurch mit den Mazedonier- Organisationen in Bulgarien er­lebt hat. Gerade eben jetzt ist durch das Eingreifen der Sofioter Regierung die große, in der Tätigkeit dieser Mazedonier-Organisationen liegende Gefahr für die Aufrechterhaltung des Friedens auf dem Balkan, glücklich beseitigt worden, und nun soll auf griechischem Boden dassel'be Spiel von vorn beginnen! Es ist klar, daß diese Ent­wicklung leicht bedenkliche Formen annehmen kann.

Es kommt hinzu, daß es sich hier in seinen Aus­wirkungen wenigstens nicht um einen bloßen Streit zwischen zwei Nachbarstaaten handelt. Es geht viel­mehr um die Stellung Albaniens in der Balkanpolitik überhaupt. Man weiß in Athen offenbar sehr wohl, daß das Verhältnis Al­baniens zu seinem italienischen Schutzherrn in den letzten Monaten eine starke Abkühlung erfahren hat. Man weiß aber andererseits auch, daß die Einigungsversuche zwischen Tirana und Belgrad durchaus noch nicht so weit gediehen sind, daß sich Albanien heute schon mit Erfolg auf einen anderen Freund verlassen könnte. Sollte nun von jenen irregulären griechischen Organisationen ein lieber- griff auf albanisches Gebiet erfolgen, so könnte das leicht zu einem Eingreifen sowohl Ita­liens als auch Südslawiens führen, was natürlich unabsehbare Verwicklungen zur Folge haben müßte. Weiß man doch, daß Griechenland einerseits besondere Freundschaftsabmachungen mit Italien hat und andererseits trotz des Balkanpaktes feinen südslawischen Nachbar besonders im Hinblick aus Saloniki und auf die Verständigungsbemühun- gen zwischen Belgrad und Sofia mit wachsender Sorge betrachtet. Man erinnert sich ja noch, daß die griechische Regierung nach Abschluß des Balkan­paktes ausdrücklich Vorbehalte geltend machte für den Fall eines Konflikts mit einer Großmacht, worunter selbstverständlich nur Italien verstanden werden konnte.

In dem albanisch-griechischen Konflikt um die Minderheiten in Südalbanien liegen also Möglich­

Stalins als Parteisekretär gewählt wor­den. Außerdem spielte er eine bedeutende Rolle in der Jndustrialisierungspolitik Nordwestrußlands. Kirow galt als einer der treuesten Anhänger Sta­lins. Am Montagfrüh wurde die Leiche Kirows im ehemaligen Taurifchen Palast (wo früher die Reichsduma tagte) aufgebahrt. Die Ehrenwache stellen Vertreter der Armee und Marine sowie hohe Beamte der Sowjetregierung. Auf Veranlassung der Behörden wird das Palais Tag und Nacht offen gehalten. Am Freitagabend wird die Leiche nach Moskau übergeführt. Die Beamten des Bundeskommissariates des Innern (früher OGPU.) stellen die Ehrenwache vor dem Palais.

nationalsozialistischer Kunst. Wenn dis Königsberger Theaterfestwoche mit WagnersMei- fterfingern eröffnet werde, so deshalb, weil dieses Werk und sein Schöpfer besonders zeitverbunden seien und vom Standpunkt der nationalsozia­listischen Lebens- und Kunstauffassung Anlaß zu mannigfachen Vergleichen bieten. Der hero­ische Lebenskampf, den Richard Wagner für sein Werk führte, gleiche in vielem dem heldenhaften, hen Ringen unseres Führers und unserer Bewegung um die politische Macht. Erst heute in der natio­nalsozialistischen Volksgemeinschaft erlebe Richard Wagners Werk feine letzte und höchste Vollendung. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, die heute den Staat beherrscht und die heute der Staat selbst ist, wird als höchste Vollendung ihres Kampfes und ihrer Arbeit auf kulturellem Gebiete eine Kultur des deutschen Arbeiters schaffen müssen, die ebenso wie die alte deutsche < Handwerks- und Bauernkultur in der Volksgemein­schaft wurzelt und eine neue Volkskunst entstehen läßt. Das ist der letzte Sinn und das höchste Ziel nationalsozialistischer Kulturpolitik, Siegheil dem neuen deutschen Meistersingen!

Parteisekretär Kirow ermordet.

Auf der Suche nach Helfershelfern.

Moskau, 1. Dez. (DNB.) Der Sekretär der Leningrader Parteiorganisation, Kirow, wurde nm Samstagnachmittag im Gebäude des Lenin­grader Sowjets von einem Terroristen erschossen. Kirow war Mitglied des Politischen Büros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Mitglied des Vollzugsausschusses der ivowjetunion. Der Mörder wurde von der DGPU. fest genommen. Es ist ein ehemaliger Angestellter der Leningrader Filiale der Arbeiter- mnb Bauerninspektion, der im Jahre 1904 geborene Leonid Wassiljewitsch Nikolajew. Er hat ge- fit a n D e n, Kirow getötet zu haben. Er habe diesen Plan schon seit mehreren Wochen vorbereitet. Die iIründe zu seiner Tat will er doch nicht angeben. 3£r erklärte nur, daß er nach seiner Entlassung aus fern sowjetrussischen Staatsdienst ungerecht b e - anbei t worben sei. Er werbe sich jeher Strafe fugen. Der Mürber hat noch keine Aussage bar- der «macht, ob er Mitwisser ober Hel­fershelfer hatte. In Leningrab würben zahl- xiche Verhaltungen vorgenommen. In erster Linie anbett es sich um Verwanbte bes Mörbers. In »er Sowjetunion besteht bekanntlich bas Gesetz, baß verwanbte eines politischen Mörbers ober eines ßolfsoerräters in Haft genommen werden können,

Hie Meinungsverschiedenheiten zwischen Griechen­land und Albanien sind an sich alten Datums. Scho Dir dem Kriege gab es Streitigkeiten über die B>

Zehn Verleumder erhalten 71 Monate Gefängnis.

Dom Sondergericht in Koblenz wurden wegen Aufstellung bzw. Verbreitung unwahrer Be­hauptungen über den Gauleiter Staatsrat Gustav Simon und wegen Vergehens gegen die Verordnung des Reichspräsidenten zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung zehn Personen zu insgesamt 71 Monaten Gefängnis verurteilt. Im Verlaufe der Verhandlung nahm der Gauleiter, Staatsrat Simon, selbst das Wort zu grundsätzlichen Ausführungen über den ungeheuren Schaden durch böswillige oder leichtsinnige Verleumdungen, die das Vertrauen des Volkes zum Führer und feinen Mitarbeitern untergraben.

Zwanzig Tote, zwölf verwundete bei einem Explosionsunglück in Syrien.

Im Hafen von Beirut (Syrien) erfolgte in den

11 nblung der beiderseitigen Minderheiten. Als ra.nn nach Beendigung des Krieges das Gebiet ron Argyrokastro endgültig bei Albanien ver- tieb und als dadurch tatsächlich ein griechisches Mnderheitenproblem in Albanien geschaffen wor­in n war, blieb hier eine offene Wunde, die sich snon mehrmals im Laufe der Nachkriegszeit recht sihlbar machte. Für weite Kreise in Griechenland i das Gebiet von Argyrokastro bis zum heutigen LagNord - Epiru s" geblieben, während man t Tirana natürlich nur ein Südalbanien an- dfennt. Während nun von griechischer Seite be- siuptet wird, daß imbesetzten Nord-Epirus" eine griechische Minderheit von rund 150 000 Köpfen vvhne, steht man in Albanien auf dem Standpunkt, ISifj es in den 71 Dörfern Südalbaniens nur höch- si'ns 20 000Grekophonen" gebe, das heißt grie« Usch sprechende Einwohner. Die übrigen 130 000 imftrittenen Bewohner dieses Gebietes seien zwar piechisch-orthodoxen Glaubens, aber unzweifelhaft c banischer Nationalität. Als Beweis für dsije Auffassung führt man albanischerseits an, daß «sichrere albanische Minister und führende Personlich- bh.ten der albanischen Nationalbewegung gerade in Gebiete ihre Heimat hätten, woraus hervor- ache, daß von einer wirklich nennenswerten griechi- feen Minderheit in diesem Gebiete gar nicht die Wde sein könne.

Dieser grundsätzliche Streit um die Frage, ob lEim hier überhaupt von einer griechischen Min­tz clcheit sprechen kann, hat nun auch dazu geführt, tzG weitere Meinungsverschiedenheiten über die kchulfrage entstanden sind. So behaupten die Grie- hnn, ihre nationale Minderheit imbesetzten Nord- kiirus" habe trotz der von Albanien seinerzeit übernommenen Minderheits-Verpflichtungen f ei­nt 1 e i Minderheitsfchulen und die alba- nitchen Behörden unterdrückten diese griechische Rnderheit und versuchten sie auszurotten. Um die- jei! Auffassung und der Forderung nach Aenderung tze Verhältnisse einigen Nachdruck zu verschaffen, ftint man nun andererseits in Griechenland die lefrt wohnenden Albaner auch nicht gerade beson- tze-s zuvorkommend zu behandeln. Jedenfalls be-

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