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gearbeitet hatte. Nelken konnte tm Hotel vefr haftet werden, unmittelbar vor der Abreise aus Polen.

Oie Lehren aus dem Unglück tesMorro Castle".

Das Ergebnis der Untersuchung desMorro- C a st l e "- U n g l ü ck s hat dazu geführt, daß man sich entschlossen hat, die Verkehrssicherheit in der amerikanischen Handelsschiffahrt durch eine außergewöhnliche Maßnahme zu gewährleisten. Handelsminister R o p e r hat den Präsidenten aller amerikanischen Dampferlinien die Mitteilung ge- macht, daß in Zukunft jedem amerikanischen Han­delsschiff ein Marineoffizier beigegeben werde, der die Aufgabe habe, während der Reisen die Arbeiten des Bordinspektionsdienstes zu ergän­zen. Die Mitarbeiter Röpers erklärten, man wolle Sachverständige der Marine und des Handelsamtes darüber hören, inwieweit die gesetzlichen Bestim­mungen über den Betrieb von Handelsschiffen ge­ändert oder neue gesetzgeberische Maß- nahmen auf diesem Gebiet herbeigeführt werden müssen. Die mit der Ueberwachung der Handels­schiffe betrauten Marineoffiziere werden ihr Haupt­augenmerk auf die Feuerschutzanlagen und auf die Rettungseinrichtungen der amerikanischen Handels­schiffe richten.

Mexikanische Auszeichnungen für Llly Beinhorn.

In Mexiko-Stadt wurde Elly Beinhorn vom Staatssekretär des Verkehrsministeriums, Mocte­zuma, empfangen, der ihr das mexikanische Fliegerabzeichen überreichte. Später wurde sie vom Leiter des Militärflugwesens und des Kriegsamtes, General Ruiz, sowie von dem Lei­ter des Zivilflugwesens und des Verkehrsamtes, Dominguez, empfangen. Auch hatte sie eine Audienz beim Staatspräsidenten Rodrigues.

Neuer Zeuge im Fall Lindbergh.

Der im Zusammenhang mit der L i n d b e r g h - Angelegenheit gesuchte Zeuge William Dennis ist inzwischen ermittelt worden. Er sagte aus, daß er Hauptmann nach Photographien als den Mann wiedererkenne, dem er in der Entführungsnacht beim Aufpumpen eines Kraftwagenreifens geholfen habe. In dem Wagen habe eine blonde Frau ge­sessen, außerdem noch eine dritte Person, die ein Bündel im Arm zu halten schien. Der Gouverneur von New Jersey, Moore, erklärte, daß die Un­tersuchung gegen Hauptmann in den nächsten Tagen bereits abgeschlossen werden dürfte. Man habe g e - nügend Beweismaterial gegen Haupt­mann zusammengetragen, um ihn des Mordes überführen zu können.

Gemeingefährlicher Sprengsioffdiebfkahl in Amerika.

Aus dem Munitionslager Remington-Arms Co. in Bridgeport (USA.) wurden 10 Zweipfund­päckchen Polnol gestohlen. Polnol, das als Zünder für Granaten Verwendung findet, ist ein außerordentlich hochbrisanter Spreng­stoff, dessen Wirkung im Vergleich zu Schwarz­puloer etwa 2000mal so stark ist. Die gestohlene Mcnae dürfte ausreichen, mehrere Häuserblocks in die Luft zu sprengen. Die Explosionsgefahr des Polnol ist so groß, daß der Transport dieses Sprengstoffes niemals im Wagen, sondern stets durch Boten mit besonderen Traggürteln erfolgt.

Das Nationalhaus der Arbeit in Köln.

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Der vom Führer genehmigte Entwurf für den gewaltigen Bau, der im rechtsrheinischen Köln in acht- bis zehnjähriger Arbeit errichtet werden soll, und dessen Kuppel sich bis zu einer Höhe von 80 Meter erheben wird.

Der Doppelmord im Keller.

Knecht Rupprecht" und sein Sekretär. - Schauriger Kampf unter der Erde. Aeuyorks geheimnisvoller Kriminalfall.

Immer noch sucht die Neuyorker Polizei vergeb­lich nach der Lösung dieses Kriminalrätsels: eines Doppelmords, dessen Einzelheiten die wilde­sten Phantasien der Conan Doyle, Edgar Wallace und wie die einfallreichsten Detektiv- schriftsteller sonst heißen mögen, übertreffen. Die Opfer dieses geheimnisvollen Verbrechens sind ein achtundachtzigjähriger Millionär Edward R i d l e y und sein Sekretär, Lee W e n ft o n mit Namen. Die Leichen der beiden wurden in einem fünfzehn Me­ter unter der Straßenoberfläche befindlichen K e l - l e r gefunden, der unter einer Garage lag ...

Der Millionär, Einsiedler und Sonderling, wegen seines weißen Barts, der ihm auf die Brust herab­wallte, von der NachbarschaftKnecht Ru­precht" genannt, verbrachte in diesem Keller seine Tage und hier wurde schon vor zwei Jahren sein früherer Sekretär unter ganz ähnlichen Um­ständen ermordet aufgefunden, bis nun der furcht­bare Doppelmord geschah. In dem Keller muß ein schauerlicher Kampf stattgefunden haben. Der lange Bart des Greises war mit den Wurzeln aus­gerissen, sein Kopf mit einem schweren Gegenstand vollständig zertrümmert. Der Körper des Sekretärs Wenfton war durch fünf Schüsse durchlöchert. Fingerabdrücke hat man nirgendwo entdeckt. Der Zugang zum Keller war versteckt und nur wenigen bekannt; die Polizisten mußten durch einen Stall

mit einer Leiter heruntersteigen, um zu dem Schau­platz des gräßlichen Verbrechens zu gelangen.

Der Vater des ermordeten Millionärs war übri­gens ein Kaufmann, der als armer Mann aus England nach Neuyork gekommen war, wo er einen Laden eröffnete, den er im Laufe der Jahre zu einem vielbesuchten und gutgehenden Warenhaus emporgestaltete. Der Sohn folgte ihm als Besitzer des glänzenden Unternehmens, gab es aber schon im Älter von dreißig Jahren auf und lebte seitdem ganz zurückgezogen. Er besaß eine Menge Miet- yäuser in Neuyork, die Mieten wurden von seinem Sekretär eingezogen und ihm in den Keller ge­bracht, wo Ridley, gegen die nasse Kälte unter der Erde ständig durch Galoschen und einen dicken, abgeschabten Mantel geschützt, die Tage damit ver­brachte, seine Gelder zu zählen ...

Die Kriminalpolizei vermutet nun, daß der Dop­pelmörder ein früherer Bedienter des alten Sonderlings gewesen sein muß oder ein Mieter, der von dem hartherzigen Millionär vielleicht einmal exmittiert wurde. In dieser Richtung forscht man weiter, ohne jedoch bis heute Spuren zur Ent­rätselung dieses geheimnisvollen Kriminaldramas unter der Straße gefunden zu haben, das zu den eigenartigsten und mysteriösesten Verbrechen un­serer Tage zählt.

Die Entdeckung des Diebstahls hat eine beträcht­liche Aufregung verursacht. Die Behörden tun alles, um die Diebe auf die Gefährlichkeit ihres Diebesgutes hinzuweisen. Wiederholt ist durch Funkspruch gewarnt worden, die Päckchen nicht etwa in den Hafen zu werfen, da allein schon der Wasseraufschlag genügt, um eine Explosion herbei­zuführen, sondern sie vorsichtig ins Wasser gleiten zu lassen. Die gesamte Polizei ist aufgeboten, um den Verbleib des Sprengstoffes festzustellen.

Iahresfchau für das Gastwirts-. Hotelier-, Väcker- und Kondilorengewerbe.

Auf dem Berliner Messegelände am Funkturm wurde die Jahresschau für das Gast- wirts-, Hotelier-, Bäcker- und Kondi­torengewerbe Berlin 1934 feierlich eröffnet. Die Eröffnungsansprache hielt Reichshandwerks­führer Schmidt. Eine Führung durch Die ausge­dehnten Hallen zeigte, auf welch hoher Stufe das

Gastwlrtr-, Hotelier-, Bäcker- und Kondltorenge. werbe gerade bei uns in Deutschland steht. Man kann ruhig sagen, daß es seinesgleichen auf der Welt kaum irgendwo findet. Saubere, gediegens Arbeit, appetitliche Zusammenstellungen locken im­mer wieder dazu, die verschiedenen Stände und Tische zu besuchen.

Vizeadmiral z. D. Oldekop 90 Jahre alt.

Am 3. Oktober feiert in Hannover der Vize- admiral z. D. Oldekop, wohl der älteste lebende Zeuge des Werdens der deutschen Marine, seinen 9 0. Geburtstag. Admiral Oldekop ist am 1. Mai 1865 als Offiziersanwärter in die Königlich Preußische Marine eingetreten. Im Jahre 1899 wurde er auf seinen Wunsch zur Disposition gestellt, nachdem er in den letzten vier Jahren seiner Dienst­zeit die Stellung des Inspekteurs des Bildungs­wesens der Marine innehatte.

Erstbesteigung

der Untersberg-Südwand bei Berchtesgaden.

Zwei jungen Reichenhaller Bergsteigern gelang es, die hochragende Untersberg-Südwand, die südlich des Stör-Haufes mit überhängenden 300 m hohen Abstürzen gegen Berchtesgaden abbricht, e r st- malszube st eigen. Die beiden Bergsteiger voll, brachten damit eine klettersportliche Höchstleistung, die bisher noch niemandem gelungen war.

Die Schlösser von Biebrich und Weilburg vom preußischen Staat gekauft.

Die seit mehreren Jahren unbewohnten Schlösser in Biebrich am Rhein und Weilburg an der Lahn, die dem großherzoglichen Hause Luxem­burg gehörten, sind jetzt durch Kauf an den preu­ßischen Staat übergegangen.

Wettervoraussage.

Vom Nordatlantik her entfaltet sich rege Stö­rungstätigkeit, die das Wetter weiterhin wechsel- haft und im allgemeinen unfreundlich gestaltet. An der Südseite des bei Irland liegenden Tiefs wird feucht-milde Luft nach dem Festland befördert, so­daß nach vorübergehender Abkühlung und verein­zelten Regenschauern die Temperaturen wieder etwas ansteigen und die Niederschlagsneigung fort» bestehen bleibt.

Aussichten für Donnerstag: Dunstig und vorwiegend bewölkt, zeitweise Regenschauer, im ganzen kühl.

Aussichten für Freitag: Fortdauer des wechselhaften, teils regnerischen Witterungscharakters.

Lufttemperaturen am 2. Oktober: mittags 20,9 Grad Celsius, abends 15,0 Grad; am 3. Oktober: morgens 15,1 Grad. Maximum 21,9 Grad, Mini­mum 11,9 Grad. Erütemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Oktober: abends 16,3 Grad; am 3. Okto­ber: morgens 14,1 Grad Celsius. Niederschläge 11,8 mm. Sonnenscheindauer 2,9 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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