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Ur. 77 Drittes Blatt

Girhener Anzeiger (Eeneral-Anzriger für Vberheffen)

Dienstag, 3. April 1934

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Oer Empfang am ersten Feiertag

Eine große Kundgebung der Volksverbundenheit

schen Volksgenossen in der deutschen Volks-

listische Bewegung habe es fertig gebracht, so führte er u. a. aus. ein Volk zu einigen, das in alten seinen Teilen zersplittert gewesen sei. Der Wille zum Zusammenhalten sei im ganzen Volk lebendig. Dem Führer sei unbedingte Gefolgschaft gelobt. Das neue Deutschland sei ausgebaut So freue es uns auch, daß das deutsche Leben an der Saar, dank

schen Vaterlande nicht vergessen sein wird, so lange hier ein so deutscher Mann von urdeutscher Gesinnung wie Adolf Hitler die Geschicke des deutschen Volkes leitet. Zum Schlüsse seiner herzlichen Begrüßung gab er dem Wunsche Ausdruck, daß der Zeitpunkt der Rückkehr des deut­schen Saargebietes in das große deutsche Vaterland möglichst bald kommen möchte, damit wir dann alle-

Deutsche Brüder und Schwestern von der Saar weilten am ersten und zweiten Osterfeiertag als herzlich willkommene Gäste in unserer Stadt. Sie hatten dabei Gelegenheit, sich selbst ein überzeu­gendes Bild zu machen von der H a r m o n i e u n d Einigkeit im Dritten Reich, im Gegen­satz zu dem Kampf aller gegen alle und dem Nie­dergang in dem überwundenen System. Zweifellos werden unsere deutschen Volksgenossen von der Saar nach dem erhebenden Verlauf der beiden Be­suchstage mit den besten Eindrücken in ihre Hei­mat zurückkehren, und dort werden sie berichten können, wie es in Wahrheit im Deutschland Adolf Hitlers zum Besten aller deutschen Volksgenossen aussieht.

Arbeit der Deutschen Front zusammen-

vor dem Bahnhofsgebäude brachte die innige Verbundenheit unserer Stadt mit dem deutschen Saarland überzeugend zum Ausdruck. Den weiten Bahnhofsplatz umsäumte eine riesige Menschenmenge, die den Brüdern und Schwestern von der Saar freudigen Willkommen mit dem deutschen Gruß darbrachte. Den Gästen zu Ehren war die HI. mit ihren Fahnen unter Voran-

Der führende Reifebegleiter der Saarmannschaft ergriff im weiteren Verlauf des Abends das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er für die über­aus herzliche Aufnahme in Gießen dankte. Er legte ein Treuebekenntnis zum Führer Adolf Hitler ab und gelobte, daß das Saargebiet deutsch bleiben werde. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die große Friedensrede des Reichskanzlers im Reichstag im vergangenen Jahre, die im Saarge­biet einen ganz besonders tiefen Eindruck gemacht habe. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler beschloß er seine mit leb­haftem Beifall aufgenommenen Worte.

Bei guter Musik und angeregter Unterhaltung blieb man noch geraume Zeit beisammen.

Besichtigung der Stadt Ausflug zum Schiffenberg.

Im Laufe des Mortzagvormittags wurde den Brüdern und Schwestern von der Saar in einem kurzen Rundgang die Stadt gezeigt und im An­schluß daran eine Fahrt nach dem Schiffenberg unternommen, der den Gästen die Schönheit des ^hessischen Landes offenbart haben wird.

vereinigte am gestrigen zweiten Feiertag nachmit- Adolf Hitler für den Zusammenschluß aller beut» tags unsere Gäste aus Saarbrücken mit einer gro- schen Volksgenossen in der deutschen Volks- ;en Menschenmenge aus unserer Stadt auf dem gemeinschaft des Dritten Reiches. (Bei- Sportplatz der Spieloereinigung 1900. fall.) Die deutsche Front an der Saar werde in Den Gästen zu Ehren war der gesamte S Ä. - R e - einem Jahre in die große deutsche Front im Reiche

Deutsche Brüder von der Saar in Gießen

Denkwürdige Gießener Tage der deutschen Volksgemeinschaft.

Unsere Gäste von der Saar, eine Mannschaft des F u ßball . Sportvereins Schwarz- Weiß 07 Saarbrücken, in deren Begleitung sich auch einige Frauen von Sportlern befanden, waren einer Einladung der Gießener Spiel- Vereinigung 1 900 gefolgt. Mit den 1900ern hieß die ganze Bürgerschaft die Brüder und Schwe­stern von der Saar freudig willkommen. Den Gruß unserer Stadt an die Gäste brachte reicher Flaggen­schmuck mit Hakenkreuzfahnen und schwarzweiß- roten Fahnen sichtbar zum Ausdruck. Dazu kam die Beteiligung einer riesigen Menschenmenge bei dem Empfang am ersten Feiertagabend am Bahn­hof, sowie bei der gestrigen Kundgebung für die Saar auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900. -

in dem alle deutschen Menschen in einem einheit­lichen Gebiet zusammengeschlossen sind. Deutschland habe nur einen Willen, einen Führer, sei e i n Volk in einer Weltanschauung. So sei für uns die Saarfrage eine deutsche Frage und wir sagen: Die Saar war deutsch, sie ist deutsch und wird deutsch bleiben." Gemeinsam wurde sodann der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen.

geschweißt sei. Der Glaube an die bessere deutiche ; Zukunft habe allenthalben gesiegt. Und dieser Glaube - müsse wachgehalten werden. Für die Zukunft aber j dürfe keine Bewegung der Zersplitterung mehr ge- duldet werden, denn wir brauchten alle Kraft, die aus Blut und Rasse und aus der Heimat geholt werden könne. Heimat sei überall da, wo Menschen deutschen Blutes wohnen. Deutsche Heimat sei im Osten und im Westen und auch da, wo uns Ge­biet entrissen worden sei. Die Abstimmung im Saargebiet im Jahre 1935 werde zu deutschen Gunsten ausfaUen. Dafür seien die deutschen Brü­der und Schwestern die Garanten. Darüber hinaus aber gelte es, der Welt immer wieder zu verstehen zu geben, daß Deutschland ein einiges Volk sei, das nicht auf sich und seiner Ehre herumtreten lasse Deutschland werde nicht ein geographischer Begriff bleiben, sondern ein Reich der Wirklichkeit werden,'

Ein Blick auf den Empfang der Gäste aus Saarbrücken vor dem Bahnhofsgebäude. Im Vorder­grund die Gruppe der Gäste mit den Führern der Spvg. 1900 Gießen. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

tritt eines Spielmannszuges auf dem Bahnhofs­platz aufmarschiert, wo ein Sturm der SS. in mustergültiger Weise den erforderlichen Absperr- dienst versah. Nachdem unsere Gäste von einigen Führern der SS. und von Vertretern der Spiel­vereinigung 1900 aus dem Bahnhofsgebäude ge­leitet, sich auf dem Bahnhofsplatz versammelt hat­ten, brachte

Beigeordneter Bartholomäus, der mit Vertretern der NS. -Stadtratsfrak­tion zum Empfang der Gäste erschienen war, den deutschen Brüdern und Schwestern aus Saarbrücken den herzlichsten Willkommengruß Gießens dar. Er brachte dabei in treffenden Worten zum Ausdruck, wie groß die Freude unserer Bürgerschaft über die­sen Besuch von der Saar war, und er betonte eben­so treffend die innige Schicksalsverbun­denheit des ganzen deutschen Vater­landes mit dem deutschen Lande an der Saar. Er bekundete weiterhin, daß wir uns der großen Nöte und Schwierigkeiten unserer Brü­der an der Saar bewußt sind, daraus aber auch für uns die Verpflichtung herleiten, an unserem Teile alles zu tun, um unseren deutschen Volksge­nossen an der Saar das Aushalten und Durchhal­ten bis zur Rückkehr der deutschen Saar zum deut­schen Vaterlande zu erleichtern. Den Gästen gab er die Versicherung, daß dasSaarland im deut-

samt ein wahrhaft geeintes deutsches Vaterland be­sitzen. Mit dreifachem Sieg-Heil auf das geliebte deutsche Vaterland und seinen Führer Adolf Hitler, in das die Gäste und die riesige Men­schenmenge begeistert einstimmten, schloß Beigeord­neter Bartholomäus seinen prächtigen Will­kommengruß an die deutschen Brüder und Schwe­stern aus Saarbrücken.

Ein Sprecher der Gäste

brachte hierauf deren Dank für den herzlichen Emp­fang in kurzen Worten zum Ausdruck und ver­knüpfte damit den Wunsch daß das Saarland und das deutsche Vaterland das nächstjährige Osterfest unter der Sonne der Freiheit des Saar­gebietes und in inniger Verbunden­heit mit d e m großen deutschen Vater­lande feiern möchten. Dem deutschen Vaterlande, dem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und dem Reichspräsidenten von Hindenburg huldigte der Redner mit freudigen Sieg-Heil- Rufen, die von den übrigen Brüdern und Schwe­stern von der Saar und von der Menschenmenge kräftig ausgenommen wurden

Danach wurden die Gäste unter Vorantritt des SS.-Sturmes, ferner gefolgt von der Hitlerjugend und einer riesigen Menschenmenge in die Stadt ge­leitet.

Der Begrüßungsabend.

Am Abend verbrachten die Gäste von der Saar eitrige unterhaltsame Stunden im Kreise der Mit­glieder der Spielvereinigung 1900 und einer An­zahl geladener Gäste. Der Vereinsführer der Spiel­vereinigung 1900, Herr H o h m a n n hieß die Gäste von der Saar und die jugendlichen Fuß­ballspieler des 1. FC. Nürnberg herzlich willkom­men Er begrüßte besonders den Kreispropaganda­leiter Pg. Schmelz als den Vertreter der NSDAP den Kreisbetriebszellenobmann Pg. Wagne'r der als Stadtverordneter die Stadt Gießen vertrat, ferner den Gaujugendobmann des (Baues 12 im DFB.. Herrn Vondr 0 n . den Be­zirksführer des Bezirkes Gießen im Gau 12. Herrn LJp ferner nach die Vertreter der SS. und der HI. Mit den besten Wünschen für den guten Verlaus des Abends beschlatz er ferne einführenden tarnen des Gaues 12 'prach fadann der Gaujugendleiter, Herr Vondran, f

im Namen des Gaues herzlichst willkommen hieß und in feinen Ausführungen auf d" große Mchwn des Sportes hinwies, der in ferner Gesam h noch eines zu fein habe: Dienst amJßoIt u ' terlanb! Herr Vondran beglückwünschte die schast von der Saar zu ihrem Erfolg (3:0) 'fli$ab- Nauheim. Der Sport an der Saar so ^loß Redner, sei und fühle deutsch. So lange der E i des deutschen Sportlers an der Saar lebendig I , brauche es uns um das Saarland nicht bange zu fein. Solange die Sportbewegung an der toaa wirke, so lange könnten wir felsenfest glauben. Treudeutsch die Saar, immerbar "

Kreisbetriebszellenobmann Wagner

begrüßte die Gäste im Namen der Stadtver­waltung. Ihr Besuch, so führte er u. a aus, sei mehr als ein sportliches Ereignis. Der Besuch sei eine Gelegenheit, zu zeigen, wie eng das Mutter­land mit seinen deutschen Brüdern und Schwestern an der Saar verbunden sei. Wie schwer der Kampf um die Erhaltung des Deutschtums an der Saar sei, das wüßten wir alle. Wir wüßten aber auch, daß öie Brüder und Schwestern an der Saar ganz auf unserer Seite stehen. Anderseits stehe das deutsche Volk einig hinter ihnen. Es werde alle Kraft auf- geboten, daß das Land wieder deutsch werde, das deutsch war. Deutschland habe einen Anspruch dar­auf zu leben, und seine Heimat zu verteidigen. Deutschland sei kein Land der Barbarei. Vielmehr sei jetzt der Traum der Jahrtausende in Erfüllung gegangen, der Solange Zeit vergeblich geträumt worden fei. Das, was zerrissen war, sei geeinigt. Der Wille des gesamten Volkes sei zusammenge­faßt. Das Band, das uns alle umschlinge, sei der Nationalsozialismus, sei die Idee des Führers. Mit der Aufforderung an die Brüder und Schwestern von der Saar, den Kampf um ihr Deutschtum wei­terzuführen im Bewußtsein, daß das ganze deutsche Volk hinter ihnen steht, beschloß der Redner seine sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen.

Kreispropagandaleiter Schmelz

begrüßte die Saarländer im Auftrag der Kreisleitung Gießen der NSDAP, und damit im Namen der Be­völkerung des ganzen Kreises. Die nationalsozia-

Kreisleiter z. b. V. V u 11 m a n n bei seiner Ansprache auf dem Sportplatz. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

serve-Sturmbann I/R 116 unter dem Kom­mando des Sturmbannführers S o l d a n auf dem Sportplatz aufmarschiert, ferner hatten dort die po­litischen Leiter der NSDAP., die Hitlerjugend und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine Aufstellung genommen.

Die SA. -Reserve war auf ihrem Marsche vom Sturmlokal Soldan im Seltersweg zum Trieb Gegenstand herzlicher Sympathiekundgebungen gro­ßer Menschenmassen, die den Vorbeimarsch ber©türm mit lebhaftem Interesse beobachteten. Bei dem Ein­zug auf dem Sportplatz nahm der Standartenadju­tant Sturmbannführer fünfer den Vorbeimarsch der SA.-Reserve ab

Die Kundgebung für die deutschen Brüder und Schwestern an der Saar wurde von der SA.-Re- serve-Kapelle unter dem Musikzugführer Herr­mann mit schneidiger Musik eingeleitet, in die das Saarlied glücklich eingegliedert war. Hierauf sprach als erster Redner

Bezii-kstührei- Happ

als Vertreter des Bezirks Gießen im Gau 12 des Deutschen Fußballbundes. Er hieß die Gäste von der Saar mit herzlichen Worten willkommen und wies dabei auf die eindrucksvolle Bekundung der Sympathie unserer Stadt für das deutsche Saar­land durch die Anwesenheit der politischen Leiter der NSDAP. Gießen, der SA., der SS., der HI., der Vertreter der Behörden und der riesigen Menge der Einwohnerschaft hin. Weiterhin gab er der u n- verbrüchlichen Verbundenheit aller deutschen Volksgenossen im Reich mit den deutschen Brüdern und Schwestern an der Saar in überzeugenden Worten Ausdruck. Er wies sodann auf die Einigkeit und Geschlossenheit des deutschen Volkes feit der Macht­übernahme durch Adolf Hitler hin und bat die Gäste von der Saar, die Gewißheit mit nach Hause zu nehmen, daß sie in ihrem weiteren Kampfe um die Befreiung des schönen deutschen Saarlandes und um dessen Rückkehr zum deutschen Mutterlande nicht allein stehen werden, sondern immer das ganze deutsche Volk hinter sichhaben. Er bat unsere Brüder und Schwestern von der Saar, in diesem schweren Kampfe auf die eigene Kraft und auf den Beistand des ganzen deutschen Volkes unter der Führung unseres Volkskanzlers Adolf Hitler fest und unverbrüchlich zu bauen, wodurch die deutsche Sache im Saargebiet siegen wird und die saardeutschen Sportbrüder dann wie­der als freie deutsche Männer im deutschen Vater- lanöe an der großen 11. Olympiade im Jahre 1936 in Berlin teilnehmen können.

Kreisleiter z. b. D. Bullmann

sprach sodann im Namen der NSDAP. Er er­innerte zunächst kurz an die schwere Kampfzeit, die der innerdeutschen Befreiung vorausging. Sodann wies er die deutschen Brüder und Schwestern von der Saar auf die Einigkeit des deutschen Volkes nach der nationalsozialistischen Revolution hin, aus der das Deutschland Adolf Hitlers als das Deutschland d e r deutschen Menschen hervorging. Das ganze deutsche Volk kämpfe mit

eingegliedert und bann gemeinsam mit Adolf Hitler für das deutsche Vaterland im Geiste des National­sozialismus kämpfen. Das volksfremde, liberaliftifche und bürgerliche System, das heute noch in Frank­reich herrsche und das Saargebiet für sich erobern wolle, sei in Deutschland am 30. Januar 1933 durch die deutsche Jugend hinweggefegt worden. Der Red­ner bat die Brüder und Schwestern von der Saar, in ihrer Heimat davon zu berichten, daß jetzt i n Deutschland wieder d e r anständige deutsche Mensch regiere und der Intellek­tuelle und Spießer und übergescheite Bürgerliche demnächst nur noch im Museum zu finden sein werde, daß es in Deutschland nur noch einen Ehren­titel gebe, nämlich: der deutsche Arbeiter! (Beifall), daß der frühere Standesdünkel, sowie das frühere Minderwertigkeitsgefühl breiter Massen des deutschen Volkes der Vergangenheit angehören, daß das deutsche Volk mit der SA., der SS., der HI. und der alten Garde in Deutschland begeistert zu- sammensteht ohne jegliche Vorbedingung bereit zur Mitarbeit an dem Werke des Führers der deutschen Jugend, des deutschen Blutes, der deutschen Rasse

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Der Spielführer H e 11 m a n n (1900) und der Reisebegleiter der Saarmannschaft (in Zivil) tau­schen Erinnerungszeichen aus. Im Hintergrund rechts der Vereinsführer der Spielvereinigung 1900, Herr Hohmann. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)