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CP?
Das beruhigte ihn ein wenig.
Lachen.
ihn, ein wenig müde und sehr glücklich stand er in den Polargewässern am schlimmsten toben oder
Mädchen, das bcrantrat.
Einen Augenblick stand Gerd regungslos. War es den dort viele junge Sattelrobben erlegt, daß selbst
Frauen mit Leichtigkeit ihre 10 Pfund verdienen
ihm noch um das Mädchen gegangen während di
schreibt Major W. Howe Greene äußerst dramatisch in seinem in London erschienenen Buch „Hölzerne Mauern im Eisfeld". In jedem Frühling nämlich kommen die „Sattelrobben" und die „Klappmützen", die in den Gewässern nördlich von Neufundland beheimateten Seehunde, zu Hunderten und Tausen-
hat ein Recht, so zu mir zu sprechen, Gerd.
das verbitterte Gesicht des Jungen, strich ihm leicht über das hellblonde Haar. „Nicht so heftig sein, Junge! Später vielleicht siehst du das alles ganz anders. Und dann ist immer noch Zeit zur Ent
scheidung."
„Drake?" fragte Gerhard Lettow höhnisch. Und ohne die Antwort abzuwarten, fügte er, beinahe mehr für sich, aber doch sehr laut und voller Eifersucht hinzu: „Natürlich Drake. Gib es doch schon zu!"
„Ja", sagte das Mädchen eisig. „Damit du es genau weißt. Im übrigen befinden wir uns in einer Hotelhalle. Wie ei-n dummer Junge benimmst du dich." Sie wandte sich ab, ging langsam die Treppe
Elf Bewerber gingen an den Start. Oben auf der Tribüne, von der aus man die ganze Bahn übersehen konnte, saß Ursula mit ihren Eltern. Soeben raste, an achter Stelle Drake los. Wie der Teufel ging er in die erste Kurve. Atemberaubend
kam noch vor ihm. f
Die Stimme des Rennleiters riß ihn hoch. Man hatte von unten die Zeit heraustelefoniert. Er sah auf die Meldetafel, ließ den Blick nicht von den Zahlen, die sich da langsam vor ihm aufbauten. Ein unglaubliches Ergebnis war das, weitaus die beite Zeit bisher. Und fast vier Sekunden besser, als die Zeit, die er gestern gefahren hatte. Drake ...
ihm einen Augenblick, sich hier hinübertragen zu lassen, in die Leere über ihm, dann brach etwas anderes in ihm burch. eine wilde Freude, gemischt
aus Trotz und dem Willen zum Siege, so daß er den auf das große Eisfeld ihrer gemeinsamen Stätte mit hartem Griff den Schlitten packte und ihn hin-, der Familiengründung. Vor 150 Jahren noch wag- untorzwang in die lange wttße Schlucht. Ausatmen ten sich die Fischer in offenen Booten und später in ging durch die Tausende. Gebannt blickten sie dem teilweise bedeckten Fahrzeugen von ihrer Küste zu Manne nach, der hier unter dem ganzen Einsatz diesem Hauptplatz. Jetzt aber tun Stahlschiffe diesen
Das Schlitten' e-
Son Udo Wolter
sich ihm zögernd entaegenstreckte: „Auf gute Kameradschaft, Ursel!"
„Gib ihm ein-n Kuß, Mädel", sagte Drake vergnügt. Arm in Arm gingen sie alle drei hinauf zur Tribüne.
Männer sind manchmal romantisch, dachte Ursula. Aber sie fühlte doch, daß das gut so war.
Mädel." ,
Das lachende Gesicht des anderen wurde hart.
Du hast vor dem Mädel erzählt, daß du besser fahren würdest als idy Hast mich ein wenig schlecht gemacht, mein Junge. Auch das war ein wenig unehrlich. Seit gestern bin ich mit Ursula verlobt.
Die beiden sahen sich au. Keine Kameradschaft war mehr zwischen ihnen. Die Stimme des Melders rief zum Start.
Mit einem Ruck schloß Gerd die Kappe. Sem Wort muß man einlösen, dachte er. Er vernahm das Kommando, warf den Schlitten voraus und sich darüber, Schnee stob ihm schneidend über das Gesicht.
Fahren, dachte er noch einmal, fahren bis auf den Tod. Verbissener Trotz stieg in ihm hoch. Die Men-
Wie seit jeher erblicken um die Zeit der Jahreswende die Wächter an den nördlichen Küsten Neufundlands über dem Horizont ein Glühen und Glitzern, das sie das „Eis-Blinken" nennen. Dann nähert sich von der Arktik die ungeheure Eisscholle und verheißt einen neuen „Seehungs-Frühling" und mit ihm das Wiederaufleben eines der ältesten Gewerbe der Inseln. Nur noch wenige der berühmten Seehundsfänger zeigen stolz die „Flagge des Eises", wenn sie zu ihrer abenteuerlichen und — wenn das Glück hold ist — erfolgreichen Fahrt aus
konnten." In einem solchen Frühling sah die Bevölkerung von St. John die Seehundsfänger mit gewaltiger Beute durch die Straßen ziehen. Zu Fuß war man vom Hafen aus über das Eis bis zum Eisfeld gekommen. Dort wurden die Tiere getötet, gleich an Ort und Stelle enthäutet, über das
Hart schlug er in die Hand des Freundes ein. ..Auf gute Kameradschaft wieder, Drake," sagte er. Dann nahm er fest die Hand des Mädchens, die
.Eis geschleppt und Speck und Häute an den Türen I der Kaufleute verkauft. Aber noch häufiger brach die Jagdflotte in den ersten Märztagen zu ihrer gefährlichen Reise auf, und jeder Kavitän hoffte, sein Schiff, bis zum Rand gefüllt, zurückzubringen. Im Jahre 1872 soll ein Schiff so schwer von Beute gewesen sein, daß die Mannschaft ihre Hände leicht vom Deck aus in der See waschen konnte, so tief lag das Fahrzeug. 1898 ereignete sich auf einer derartigen Jagd ein furchtbares Unglück. 154 Men« sch-m waren gerade auf dem Eis, als ein entsetzlicher Schneesturm einsetzte. Plötzlich tat sich inmitten der Eisscholle ein großer Riß auf und ein Teil der Mannschaft war abgeschnitten. Einen Tag und eine Nacht lang war es unmöglich, sie zu erreichen. Als der ausgesandte Hilfstrupp endlich bei teilweise eingetretener Windstille zu den Unglücklichen Vordringen konnte, waren 48 Männer erfroren oder verhungert. Die meisten der lieber- lebenden hatten schwere Frostverstümmelungen.
ein Rennen fuhr, wie sie es noch nie gesehen. i selben noch immer abenteuerlichen Dienst. Eine
Es war eine außerordentliche Zeit und noch nie- „ ' „ ' ~ 1 ~
mals auf dieser Bahn erreicht. Menschen umringten! rabc bann, wenn bie Stürme im Norbatlantik und
„Größer bin ich unb stärker als sie", dachte er. „Unb halb werbe ich achtzehn Jahre." Mit verkniffenen Lippen wanbte er sich unb trat hinaus in bie belebte Straße bes Winterkurorts. Drake mußte bei ber Bobbahn sein. Achtunbzwanzig Jahre war Drake.
Er traf ihn beim Training. In seinem brennend- roten Sturzhelm raste er gerade unten durch die dritte Kurve der Bahn. Ein ganz neues Schlittenmodell hatte ihm die Fabrik zur Verfügung gestellt. Mißmutig holte Gerd den ,Winfried", seinen Schlitten aus dem Schuvpen, überprüfte ihn noch einmal unb setzte Sturzhelm unb Brille auf. Die Stoppuhr schob er unter bie bicken Hanbschuhe, so daß er sie mit dem Ballen auslösen konnte. Dann begab er sich zum Start. Vielleicht besann stch Ursula, wenn er morgen die Meisterschaft gewann.
Unten traf er Drake, begrüßte ihn unb begutachtete bas neue Modell. Nebeneinander wanderten sie wieder hinauf. Verstohlen betrachtete Gerd dos braune, hagere Gesicht des Freundes, bis es Drake ausfiel.
„Gibt's was, Junge?" ~ . .......
„Nein", sagte Gerd einsilbig. Zorn schoß Plötzlich hoch in ihm. Alle nannten sie ihn „Junge Ursula, Drake unb noch viele andere. Schrecklich ge- bemütigt fühlte er sich. . ,
Er riß sich zusammen. „Gute Zeit gefahren,
Selbst wenn er noch ein wenig von ber Zeit des Freunbes abrechnete, denn sicher sagte Drake ihm
nicht sein bestes Ergebnis, war er schneller gewesen. I scheu schrien auf, wie er in bie erste Kurve ging, i brechen, wenn sich bie Dampfer krachenb unb knir-
ch.. ?...____Wenn Drake auch ein Hart am Boben jagte er entlang, wurde hinaufge- schend ihren Weg zur Seehundsjagd durch die
Dutzend Meisterschaften gewonnen hatte, morgen tragen in den zweiten Vogen, geworfen von einer schwimmende Eiswüste bahnen. Welchen Mut unb
würbe er ihn schlagen, besser fahren als sein Lehr- ungeheuren Macht, bie ihn bie steile Wanb bes ' welche Ausbauer biese Seehunbsfänger von ber
■■ - ' <vrx " —1-' * - *"£ K----- Nordküste Neufunblanbs aufbringen müssen, be-
m. . n , , meifter. — Ur ula..... ! weißen Walles emportrieb, ber auf ber anberen
r??? " Sie sah I Drake war einige Schritte zurückgeblieben. Er Seite zwanzig Meter abfiel in bie Stämme unb
- • lächelte, ein gutmütiges unb ein wenig spöttisches Büsche bes Walbes unb jebem ben Hals kostete, ber
" ' ' sich hier hinüberschleubern ließ. Verlockenb schien es
war es anzusehen.
Gerhard faß auf seinem Schlitten. Eine unruhige Nacht hatte er hinter sich. Immer nur hatte er von dem Rennen geträumt. Sein Blick verlor sich von der Bahn zu dem Mädchen hinauf. Dann hinauf zu ihrem Zimmer.'" starrte er vor sich hin. Ein wenig müde war er
Gerd starrte ihr nach, bis ihre schlanke, schmale jetzt. Mußte er nicht bald starten? Cm Bewerber Gestalt, bie eng umschlossen würbe von dem blauen 1 nnr ,hm
Pullover, hinter ber Ballustrabe verschwunben war. Zwei Jahre älter war sie als er. Nur deshalb nahm sie sich das Recht, so überlegen mit ihm zu sprechen.
Zwischen ihmn. Dann sah er Ursula unb Drake. • wenn ein gefährlicher Nebel auf bem Meer liegt. Er wußte nicht, wie lange er hier unten gesessen. | müssen bie Fischer zum Fang ausziehen. Gelegent- „Junge", sagte Drake, „Junge ..." Er sah bas lich aber kommt ein „Frühling ber grünen Bucht", abwehrenbe Geücht des anberrn. „Das aanze L"ben, So nennt man bie Jahreszeit bann, wenn ber gehört dir noch", sagte er leise. „So jung bist bu 1 „Hauptplatz" so dicht an die neufundlandische K' ste noch. Wir haben Pflichten ..." Er sah auf das herantreibt, daß die Fischer vom Ufer aus arbe-ten —...... können. „Einst — so berichtet der Chronist — wur-
v ' ,.. . • ’ ( >.Ar mtnhrfwMG G'nr? ser Fahrt? Er lächelte. Ungeheurer Stolz war in
S 8$ «-- >•» I-»- »-««
Den Helm hatte er abgenommen. 9 - ■' - ~ • - - - <
Gerd sah hinunter über bie Bahn, bie umjaumt
war von Tausenben, bie Zeuge von Drakes Triumph geworben. Aber es schmerzte ihn nicht so, wie, baß aerobe bie eine dort oben ... _ f
Ein Schatten fiel über ihn. Er sah auf. „Du hast mich gestern belogen, Drake", sagte er traurig. Nicht'um eine ober zwei Zehntelsekunden, wie das so üblich ist zwischen Konkurrenten, sondern ganz gemein. Du wolltest mich herabsetzen vor dem
Mittwoch. Z.Zanuar 1934
Kr. 2 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für lvberhesien)
Die Lanuar-Makeiie
228.
Hausplaketle
231.
237.
238.
ANsi§ckUKd§l
Darmstadt, Staatsministerium, Adolf-
schriftliche Angaben zu
2, folgende
des Vereins.
Vereins.
Trefz,
Leiter der Reichspropagandaftelle Hessen.
229.
230.
Hiermit öffentliche Konzerte, valistische
werden sämtliche hessischen Vereine, die Veranstaltungen durchführen (Vorträge, Weihnachts- und andere Feiern, karne- Sitzungen, Kurse, Sport- und andere
Die Plakette für Den fllonal Zanuar trägt Big bymdol der Familie einen Eichensprvh
226.
227.
232.
233.
Joseph Max Bihlrnaier Johann C a r r a in Offen- Karl Bopp in Nidda,
Wettkämpfe, Gesangs- oder Theaterdarbietungen usw.) und die Oefsentlichkeit zur Teilnahme einladen, aufgefordert, bei der Reichspropagandastelle
Offenbach a. M. Berufsschullehrer in Mainz.
Berufsschullehrer bad) a. M.
Hessen in Hitler-Platz machen:
1. Name
Oer Iieichsminister für Ernährung und Land wirtschaft Darre erlieft:
Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes hat ! die Volksgemeinschaft des Nationalsozialismus zur j Tat werden lassen In den verflossenen Winter- ! monaten hat sich gezeigt, daß der Appell an den ' Opfersinn der Deutschen auf einen überaus frucht- | baren Boden gefallen ist. Das deutsche Volk hat nicht gespendet, sondern geopfert. Auch unser ! Bauerntum hat trotz ber Verwahrlosung ber Betriebe burch bas überrounbene liberalistische System ! von Weimar nichts unversucht gelassen, um nach Kräften Lebensmittel unb auch Gelbmittel für bas
Die bereits ernannten Bezirksleiter bes K D A I., bie gleichzeitig Kreisfach - bearbeiter ber Abteilung „WJTAB." (Wirtschaftstechnik unb Arbeitsbeschaffung) bei ber Gauleitung Hessen-Nassau sein müssen unb von bieser ernannt mürben bzw. noch werben, bitte ich, sich wegen Ueberleitung ber bisher bei ber „Bezirksleitung Oberhessen" geführten Mitglieber ihrer Bezirke mit mir in Verbinbung zu setzen, sobalb sie bie Dienstanweisung für ben KD AI. von ber Gebietsleitung Hessen-Nassau empfangen haben unb bie betr. Bezirksleitung ihre Tätigkeit ausgenommen hat.
Reichsbund Volkstum und Heimat.
Alle Bevölkerungskreise unserer Lanbschaft zeigen an bem Reichsbunb Volkstum unb Heimat großes Interesse. Die Zahl ber Anmelbungen beläuft sich bereits auf weit über 10 000. Die Jugenbzeitschrift „Der junge Heimatfreunb" wirb in mindestens 30 000 Exemplaren erscheinen. Im Hinblick darauf, daß in manchen Teilen unserer Landschaft die Werbung für den Reichsbund erst in den letzten Wochen eingesetzt hat, brauchen alle, die sich bis zum 1. April 1934 anmelden, eine besondere Aufnahmegebühr nicht zu entrichten.
in Mainz.
Der Abschied der vorgenannten Beamten ist nach unserer Verfügung vom 8. Mai 1933 — K. M. IV. 20819 — mit einer würdigen Feier zu umrahmen.
Darmstadt, den 28. Dezember 1933.
Hessisches St-iafsminifterium. Mnislerialabl-nlung für Bildungwesen, Kultus, Kunst unb Volkstum.
Ringshausen.
Dere rifachung
im hessischen D?rm"silmaswesen
Durch Verordnung des Hessischen Staatsrninisters Jung vorn 30. Dezember 1933, bie am gleichen Tage in Kraft getreten ist, wirb das gesamte Vermessungswesen in Hessen weiter wesent - lich vereinfacht. Die an Hanb der Tagebücher der Vermessungsbeamten ermittelten Ergebnisse aus ben Jahren 1930 unb 1932 haben, wie amtlich betont wirb, deutlich gezeigt, daß es nicht notwendig ist, die Leitung jedes Vermessungsamtes einem höheren Beamten zu übertragen. Nach der Verordnung gliedert sich bas Vermessungswesen in Hessen a) in das Landesvermessungsamt. b) in bie Lokalbehörden (Dermessungsämter). Das Lanbesvermessungsamt ist gleichzeitig bie Aufsichtsbehörbe für bas Landesver- meffungswefen. Die Zahl ber Vermessungsämter wirb auf acht festgesetzt, denen zwölf Vermessunas- Dienststellen angegliebert werden. Sie verteilen sich wie folgt: Provinz Rheinhessen: Vermessungsamt Bingen mit Dienststelle in Mainz, Vermessungsamt Oppenheim mit Dienststellen in Worms unb Alzey; ProvinzOberhessen: Vermessungsamt Gießen mit Dienststellen in Friedberg, Gründerg unb Alsfelb, Vermessungsamt Nibba mit Dierst- stellen in Lauterbach unb Bübingen; Provinz Starkenburg: Vermessungsamt Darmstabt mit Dienststellen in Dieburg unb Groß-Gerau, Vermessungsamt Bensheim mit Dienststelle in Fürth, Vermessungsamt Offenbach unb Bermessungsamt Michelstabt mit Dienststelle in Höchst. Dem Vermessungsamt Darmstabt wird bie Abteilung für Triangulation angegliebert. Die polygonometrischen Wieberherstellungsarbeiten in ben nichtbereinigten Bezirken werben, soweit sie Grenzherstellungen nicht bienen, sofort eingestellt. Der Gebührentarif wirb aufgehoben. An Stelle desselben tritt für auszuführende Arbeiten eine Berechnung ber Selbstkosten nebst angemessenen Verwaltungszuschlag, der aus den gesamten Derwaltungskosten anteilmäßig auf die einzelnen Tagewerke der Beamten auszuschlagen
Winterhilfswerk zur Verfügung zu stellen. Aber noch größere Aufgaben stehen uns bevor. Die kommenden Wochen unb Monate stellen an bie Hilfsbereitschaft von uns allen noch erhöhte unb erweiterte Anforderungen. Dem Wunsche bes Führers wirb sich keiner entziehen können. Es muß gelingen, aus eigener Kraft Not unb Elenb wirksam zu be- kämpfep. Die gesamte Kraft muß neben bem Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit auf das Ziel gerichtet werben, in echtem nationalsozialistischen Gemeinschaftsgefühl ben Kampf gegen Hunger unb Kälte siegreich zu bestehen.
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pensiomenmg als nationale Tat.
Unter befonberer Würbigung bes im nationalen Interesse betunbeten Opfersinns traten weiter fot-
Oer preußische Ministerpräsident Görrng sagt:
Das Winterhilfswerk bient ber selbstverstänblichen Verpflichtung, bie Folge ber Not unter Anspannung aller Kräfte zu linbern. Niernanb bars unb wirb sich ausschließen. Mögen bie hungernben Volksaenossen bie Unterstützung nicht als Almosen hinnehmen, son- bern in bem felsenfesten Glauben, baß halb bie Zeit kommt, wo sie aus eigener Arbeit unb Kraft ihren Tisch allein bccken werben.
Gaubetr ebszettenleiter Willi Becker dankt.
Die Fülle von Neujahrsglückwünschen macht es mir unmöglich, jebem einzelnen zu bauten. Id) sage allen Parteigenossen an bieser Stelle herzlichen Dank unb erroibere alle Wünsche aufs wärmste unb beste.
Heil Hitler!
Gez.: Willi Becker, Gaubetriebszellenleiter, Bezirksleiter ber Deutschen Arbeitsfront.
Kampfbund der deutschen Architekten und Ingenieure.
Der Bezirksleiter Gießen (bisher Bezirk Oberhessen) Oberingenieur K u r z - Gießen gibt über bie neue Kreis-(Bezirks-)Einteilung bes Kampfbundes der deutschen Architekten und Ingenieure (KDAI.) folgendes bekannt:
Seitens ber Gebietsleitung Hessen-Nassau ist eine neue Kreis-(Bezirks-)Einteilung vorgenommen worben. Der Bezirk „Oberhessen" wirb aufgelöst, an seine Stelle treten bie fünf Bezirke (entspre- chenb ben Kreisleitungen) Gießen, Alsfelb, Lauterbach, Bübingen, Schotten unb Friebberg.
Aus ver provmzialhaupMaOt.
Leseabende.
Wer ein Ohr für bie Stimmen ber Zeit hat, wirb heraushören, baß man sich allenthalben ber seelischen Werte bewußt wirb, bie aus einem rechtschaffenen Familienleben emporwachsen. Die Gefahr war groß, baß bie Familie zu einer bloßen Wirtschaftskollektive herabsank, benn nur allzuviele bemühten sich ängstlich, nicht in ben Verb acht zu geraten, sieben Meilen weit „hinter ber Zeit her- zulaufen", bie uns mit bem merfmürbigen Gebilbe einer „mobernen Familie" beglücken wollte. Die Familie ist bie konservativste Gesellschaftsform unb ber eigentliche Träger ber Trabition. Unb wenn es auch wahr ist, baß viele trabitionelle Dinge im Laufe ber Zeit inhaltlos geworben finb, so gibt es doch noch eine Anzahl anberer, bie es lohnt, neu zu beleben, weil ihr seelischer Inhalt bas Leben wesentlich bereichern kann.
Was ist aus ber Familienkunst bes Vorlesens geworden? Ist sie völlig abgestorben? Kaum hört man noch von ihr. Und sie war doch früher so lebendig! Wie wurde sie noch zur Zeit unserer Großeltern geübt! Unvergeßliche Stunden edelsten Genusses müssen es gewesen sein; die Augen der Großeltern leuchteten auf, wenn sie sich daran erinnerten. Schon in der Jugend unserer Eltern wurde bie Verbinbung mit bieser guten Trabition lockerer, unb beim jetzt herrschenben Geschlecht scheint bas regelmäßige Vorlesen in ber Familie, vor Freunben unb guten Kameraben meist ganz unbekannt zu sein. Warum? Ist bas Vorlesen eine fterbenbe Kunst? Keineswegs. Es gab noch nie so viel Votleseabenbe mehr ober weniger bekannter Autoren, unb bie Vortragskunst findet überraschend viel Zuhörer.
Wäre es nicht eines Versuchs wert, an den lan-
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241.
gen Abenden ben Familienkreis enger um einen. aeiftigen unb seelischen Mittelpunkt zusammenzu-' schließen, ben ein gutes Buch bildet, aus dem! Vater oder Mutter vorliest? Anfänglich wirb „man" i vielleicht feststellen, baß ber Mutter bie technische | Vollenbung fehle, ober „man" wirb es komisch: finben, wenn gar Vater eine Kellersche Novelle vorläse, benn „man" ist ja schon so verwöhnt. Aber wenn bie Familie still beisammensitzt, kann auf Vortragstechnik verzichtet werben; ber Familientisch ist fein Vortragspult unb bie Stimme ber j Mutter ober des Vaters schwingt viel tiefer im1 inneren Ohr. Sie vermitteln uns auf ganz anbere Weise bie geistige unb seelische Fülle eines Dichterwerkes. Das Kinb, bas Mutter ober Vater brängt, ihm Märchen ober Geschichten vorzulesen — unb welches Kinb tut bas nicht? — besitzt noch bie Feinheit bes inneren Ohrs, es wurzelt noch fest im seelischen Erbreich ber Familie unb schätzt ganz unbewußt bie alte Familienkunst bes Vorlejens, bie Quellen ebelften Genusses erschließt. Versucht es einmal mit ben Leseabenben in ber Familie.
Aly.
An sämtliche hessischen Vereine.
Berufsschullehrer
Techn. Lehrerin Sophie A n t h e s in Gießen. Berufsschullehrer Karl Joseph Kinsberger
2. Genaue Anschrift bes
3. Zweck bes Vereins.
4. Zahl ber Mitglieber. gez.
genbe Beamten in ben Ruhestanb:
Direktor Heinrich Schäfer in Darmstadt.
Berufsschullehrer Karl Hofmann in Büdingen.
Technische Lehrerin Sophie S t a u tz in Darmstadt,
Technische Lehrerin Betty H o r st in Darmstadt.
Technische Lehrerin Emma ©immer in Darmstadt.
Technische Lehrerin Doris A n t o n in Darmstadt.
Technische Lehrerin Anna Balz in Worms. Technische Lehrerin Katharina Stein in Mainz.
Berufsschullehrerin Therese Dorth in Mainz.
Direktor Dr. Friedrich Ritter in Mainz.
Gewerbestudienrat Bernhard Berger in
Helft -er Winterhilfe!
Ein Appell führender Männer.


