Einzelbild herunterladen

Hvonnes Geheimnis

Vornan von Klothilde von Stegmann

Llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag Hatte (Saale) 23. Fortsetzung. Nachdruck verboten!

Außer sich vor Scham und Empörung hatte Irene Franz von Malesius verlassen. Also Franz wußte, wie es um sie stand! Hatte es schon gewußt, ehe sie selbst sich darüber klar gewesen. Ja, er hatte recht! Sie liebte Seeburg. Sich selbst durfte sie es ruhig eingestehen. War es denn etwas Unwürdiges, je­mand zu lieben? Sie wollte ja nichts von dem heim­lich Geliebten. Aber dennoch, wie weh es tat, daß er nur Augen für Yvonne Dumont hatte! Sie hatte es ja voll Kummer bemerkt. In den letzten Tagen allerdings feit die merkwürdige Sache mit Yvonnes Reise" und Seeburgs Koffer gespielt hatte sprachen die beiden nicht mehr miteinander. Aber vielleicht war dies auch eine Maske. Vielleicht trafen die beiden sich an einer anderen Stelle?

Irene war inzwischen am Nollendorfplatz ange­langt. Dort hing am Zeitungsstand dieGroße Glocke". Irene kaufte eine Nummer. Sie faltete das Blatt so zusammen, daß niemand den Titel und die Ueberschrift lesen konnte. Sie schämte sich bei dem Gedanken, daß neugierige Blicke wiederum auf den Namen des Geliebten und diese Skandalafsäre fallen sollten. Auf der Straße wollte sie nicht lesen. Aber da war ja ein Cafe, da konnte man wohl ruhig hineingehen. .

Sie trat schnell ein. An allen Tischen fast saßen in Lektüre vertiefte Zeitungsleser. Hier würde sie be­stimmt nicht auffallen. Irene setzte sich an einen Eck­platz. Nun. begann sie verstohlen zu lesen. Der Kellner mußte zweimal nach ihren Wünschen fragen. So vertieft war sie in den Artikel. Kein Zweifel war möglich. Yvonne und Seeburg waren damit ge­meint. Die dritte Person war Perlain. Jetzt fiel ihr auch ein, daß Direktor Friedrich in ihrer Gegenwart mit einem Kollegen telephonisch über diesen Artikel gesprochen. Damals, hatte sie nicht weiter darauf ge­achtet. Was hatte Direktor Friedrich doch am Tele­phon gesagt? Eine richtige Intrige wäre es, deren Zweck ihm auch noch nicht klar sei. Offenbar solle da jemand im Auswärtigen Amt abgesägt werden.

Franz von Malesius hatte also nicht gelogen. Irene ließ das Blatt langsam sinken. Ihre Gedanken jagten angstvoll hin und her. Ob dieser infame Aufsatz See­burg wirklich geschadet hatte? Wie konnte man im Auswärtigen Amt auf so ein Geschreibsel etwas geben? Aber sie kannte ja vom Vater her diese Ab­neigung amtlicher Kreise gegen die Oeffentlichkeit.

Dieser Artikel hier in derGroßen Glocke" war doch ohne Zweifel ein vorsätzlicher Angriff. Zu welchem Zweck?

Sollte er nur Seeburg schaden? Aber wer sollte Seeburg durchaus schaden wollen? Wer hatte etwas davon? Hier ging es wohl um den FilmOstfront".

Ob sie Friedrich einmal fragte? Aber nur, wenn sich eine Gelegenheit dazu bot. Am besten, wenn sie mit Friedrich wieder einmal in ein Filmatelier fuhr. Neulich die Fahrt nach Babelsberg war ja ganz interessant gewesen. Von den Aufnahmen hatte sie allerdings nicht viel zu sehen bekommen. Nächstens würden sie noch in ein paar andere Ateliers fahren, hatte Direktor Friedrich ihr erzählt und dabei er­wähnt, daß auch Aufnahmen mitunter noch spät abends stattfinden, weil ein wichtiger Mitwirkender durch das Theater und die Proben dazu manchmal wochenlang am Tage für Filmaufnahmen einfach keine Zeit fand.

Mit einer schnellen Bewegung nahm Irene da,s Blatt vor das Gesicht. Sie erbleichte. Das war ja Yvonne Dumont, die da eben eintrat. Sie war in Begleitung eines mittelgroßen eleganten Herrn. Wenn man sie nur nicht sähe!, dachte Irene. Jetzt setzten die beiden sich so, daß Irene beim Ausbruch an ihnen hätte vorbeigehen müssen. Da war es besser, noch sitzen zu bleiben. Wie Yvonnes Stimme zu ihr herüber tönte. Jeder Ton kam deutlich bis zu ihr. Das war wohl die geschulte Stimme der Schauspielerin. Schade! Verstehen konnte man doch nichts. Sie sprachen auch nicht französisch. Wie russisch klang das. Aber doch wieder anders. Viel weicher. Italienisch klang so ähnlich. Aber doch wieder anders in der Lautbildung. Und nun hatte sich denn an diesem Tage alles gegen sie verschworen?

Jetzt kam zu allem Unglück auch noch Franz von Malesius herein. Irene verbarg sich wieder hinter einer hastig aufgenommenen Zeitung, die neben ihr auf einem Stuhle lag. Da Irene hätte vor Erstaunen fast ihre Vorsichtsmaßregeln vergessen und ihre Zeitung hingelegt begrüßte ja Franz von Malesius Yvonne Dumont und ihren Beglei­ter wie alte Bekannte.

Woher kannte Franz denn Yvonne? Das war doch eigentümlich! Während Irene darüber noch grü­belte, erhoben sich die drei, nachdem nur wenige Worte gewechselt waren, beglichen ihre Rechnung und gingen. Aber nicht nach dem Eingang zu, son­dern in entgegengesetzter Richtung.

Irene war froh, nun wirklich ungesehen das Lokal verlassen zu können. Sie machte sich zum Gehen fertig und fragte den auf ihren Wink herantretenden Kellner, ob das Lokal noch weitere Räume habe.

Ja! Säle im ersten Stock und weiter hinten noch Billardzimmer. Sie sind im Sommer aber geschlossen."

Nachdenklich verließ Irene von Mertens das Caf6. Wohin mochten Yvonne, Malesius und der Herr, den sie nicht kannte, gegangen sein, wenn es im Lokal keine weiteren Räume gab?

Irene stellte sich an die in der Nähe befindliche Haltestelle! man mußte doch sehen, ob Yvonne und Franz bald herauskamen! Nach einer halben Stunde gab sie das Warten auf.

Gerade als Irene ihr Haus betrat und auf den Fahrstuhl zuging, kam auch Seeburg heim. Am Fahrstuhl trafen sie beide zusammen.

Darf ich mich nach Ihrem Befinden erkundigen, mein gnädiges Fräulein?" begrüßte Seeburg Irene. Ich habe schon lange nicht Gelegenheit gehabt, Sie zu sehen oder zu sprechen."

Danke! Mir geht es gut, Herr Baron!"

Irene versuchte krampfhaft das ominöse Blatt mit dem Artikel zu verbergen. Aber es war schon zu spät. Seeburg hatte es bereits gesehen.

Aha! Sie haben den famosen Artikel auch schon gesehen?"

Ja! Ich schwankte, ob ich Ihnen heute abend das Blatt hereinschicken sollte, weil ich so empört über den Inhalt bin."

Man hat schon dafür gesorgt, gnädiges Fräulein, daß dieser Artikel im Auswärtigen Amt genügend bekannt wird. Es scheint wirklich so, als ob mir je­mand Unannehmlichkeiten machen wollte. Der Ver­such ist ja freilich fehlgeschlagen."

Irene atmete befreit auf. Unwillkürlich sah sie See- burg. warm an.

Das freut mich! Haben Sie auch herausbekom- men, woher der Angriff stammt?"

Nein, Fräulein von Merten! Darüber wissen wir auf dem Amt leider noch gar nichts. Der Minister hat mir aber abgeraten, gegen den unbekannten Verfasser vorzugehen."

Seeburg öffnete Irene die Fahrstuhltür, da sie oben angelangt waren. Zum erstenmal seit Seeburg bei ihnen wohnte, betraten sie zusammen die Woh­nung. Wie anders hatte Irene sich das Zusammen­leben vorgestellt! Irene lächelte schmerzlich. Daß sie auf der Welt sei, das wußte Seeburg manchmal nicht.

16. Kapitel.

Im Amt fand Legationsrat von Seeburg am nächsten Tage die Nachricht vor, daß Staatssekretär Dr. Berg um zehn Uhr seinen Besuch wünsche. Er traf dort auch Legationsrat von Matzow an.

Doktor Berg ersuchte Seeburg, von Herrn von Matzow eine eilige Arbeit zu übernehmen, da von Matzow dieOstfront"-Angelegenheit bearbeite.

Staatssekretär Doktor.Berg fuhr fort:

Herr Legationsrat von Matzow wird Ihnen Ein­zelheiten über die Angelegenheit sowie alle Unter­lagen am besten in meiner Gegenwart übergeben. Die Herren Botschafter müssen schnellstens alle Ein­zelheiten in Händen haben. Der Herr Minister hat für die Bearbeitung dieser Angelegenheit auch die Vorschriften über die Entnahme von Geheimakten ausdrücklich aufgehoben. Es wird genügen, wenn ich auf der Bescheinigung, die Herr von Matzow für diesen Zweck in Händen hat, Ihren Namen einsetze.

Herr von Seeburg, und die Aenderung mit meiner Unterschrift beglaubige. Bitte, nehmen Sie also dieses Schriftstück an sich."

Es folgte dann eine kurze Besprechung zwischen den drei Herren. Zum Schluß ersuchte der Staats­sekretär Herrn von Matzow, ihn noch einen Augen­blick mit Seeburg allein zu lassen. Als Matzow sich verabschiedet hatte, wandte sich Doktor Berg an Seeburg.'

Wie Sie ja wissen, Herr Legationsrat, ist der Herr Minister durch Krankheit heute am Erscheinen im Amt verhindert. Ich habe es deswegen über­nommen, Ihnen die Bearbeitung dieser Angelegen- beit zu übergeben, und zwar auf ausdrücklichen Wunsch des Herrn Ministers. Dieser ist leider ver­hindert, Ihnen selbst zu sagen, daß die Uebergabe dieser schwierigen Angelegenheit an Sie, Herr Lega­tionsrat, gleichzeitig einen Ausdruck des Vertrauens darstellen soll, mit dem der Herr Minister zu doku­mentieren wünscht, daß die peinlichen Presseangriffe ihren Zweck verfehlt haben, und daß der Herr Mi­nister nach wie vor volles Vertrauen in Sie setzt."

Indem Doktor Berg Seeburg verabschiedend die Hand reichte, fuhr er fort:Ich darf wohl hinzu­setzen, daß ich mich dieses Auftrags mit besonderer Freude entledige."

Seeburg verbeugte sich knapp und erwiderte nur kurz:

Darf ich ergebenft bitten, dem Herrn Minister mit dem Wunsch guter Besserung meinen gehorsam­sten Dank auszusprechen. Für die freundliche Form der Eröffnung danke ich gleichfalls Ihnen, Herr Staatssekretär, ergebenft.",

* In sein Zimmer zurückgekehrt, mußte Seeburg in­folge dieses Sonderauftrags einen Teil der Akten, die sonst noch zu erledigen waren, seinen Hilfsarbei­tern übergeben.

Franz von Malesius, der in Seeburgs Ressort arbeitete, kam erst an die Reihe, nachdem Seeburg einen Teil der Arbeit bereits verteilt hatte.

Malesius macht? einen besseren Eindruck, als an dem Tage, an dem Seeburg mit ihm über seine Ver­schuldung hatte reden müssen. Er sah gepflegter aus, und sein Blick hatte nicht mehr den flackernden Aus­druck des Spielers, der feine Nächte im Klub ver­bringt. Nur den listigen Zug fand Seeburg noch stärker ausgeprägt als früher.

Dann ging Seeburg zur Geheimkanzlei und be­sprach mit dem Vorsteher der Abteilung alles Not­wendige über schnelle Herausgabe erforderlicher Ge­heimakten.

Der Vorsteher Weterkamp war ein kleiner, älterer Herr, der in seiner Abteilung mit eifersüchtiger Energie seine Herrschaft aufrecht erhielt. Man sagte ihm nach, daß er nur ungern ein Aktenstück heraus­gäbe. Wie ein Geizhals seine Schätze bewacht, so hütete er die ihm anvertrauten Akten und Doku­mente.

(Fortsetzung folgt.)

H Lichtspielhaus» Gießen |

I Heute Mittwoch: Premiere! H

V Eine Sensation für Gießen! I

I Maria Jeritza |

I der Welt größte Sängerin I

in dem Monumental-Film: B

I Großfürstin |

Alexandra

mit Paul Hartmann, Jo­hannes Riemann,Szoke Szakall, Leo Slezak

Auserwähltes Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche

NAGANA"

der atemraubende Afrika-Film ab morgen Donnerstag 31 c

Astoria-Lichtspiele

Bekanntmachung

Nachstehende Bekanntmachung des Hess. Kreis­amts vom 15. Dezember 1933 geben wir zur Kenntnis.

Gießen, den 2. Januar 1934.

Bürgermeisterei Gießen: I. V. Dr. Hamm.

Bekanntmachung.

Betr.: Ueberwachung von Aufzügen.

Unter Bezugnahme auf die §§ 3, 13 und 15 der Aufzugsverordnung vom 5. Mai 1930 und die Straf­androhung des Gesetzes, den Erlaß einer Verordnung über die Einrichtung und den Betrieb von Aufzügen betr., vom 3. April 1930, fordern wir die Besitzer und Vermieter von Aufzügen ausdrücklich auf, bis zum 15. Januar 1934 diese bei der Dampfkessel- mspektion Darmstadt anzumelden, soweit dies noch nicht geschehen ist. Wird die Errichtung von Aufzugs­einrichtungen beabsichtigt, so ist dies bei der zu­ständigen Baupolizeibehörde (in den Landgemeinden bei dem Hessischen Hochbauamt in Gießen, in der Stadt Gießen bei dem Städtischen Bauamt) und der Dampfkesselinspektion anzuzeigen. 30C

Gießen, den 15. Dezember 1933.

Hessisches Kreisamt. I. V.: Dr. Kayser.

Zu verkaufen sind:

1. Zwei Bauplätze in guter Lage in der Nähe des Bahnhofs

2. Wohnhaus, 3 mal 3 Zimmer und Köche, Stallung

3. Wohnhaus, 4 mal 4 Zimmer, Küche und Bad

in ruhiger Lage zu günstigen Be­dingung. Sehr. An. u. 36D a. d. G. A.

| Vermietungen | fTT, QCXXX X^rTrr-m; i Wegen Versetzg. ist eine 028 5Zimmer Wohnung mit Zentralheiz. und Balkon zum 1.4. zu vermiet.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen:

Am 22. November 1933 bei der Firma Carl Nowack in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf den Kaufmann Carl Nowack in Gießen übergegangen. Die Haftung des Uebernehmers für alle im Betriebe des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten der früheren Inhaber ist ausgeschlossen. Kaufmann Carl Heinz Schlüter in Gießen ist als weiterer persönlich haftender Gesellschafter in die Firma eingetreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 29. Septem­ber 1933 begonnen. Kaufmann Carl Nowack in Gießen ist durch Tod aus der offenen Handelsgesell­schaft ausgeschieden und diese erloschen. Carl Heinz Schlüter führt das Geschäft unter der seitherigen Firma weiter.

Am 24. November 1933 die Firma Lauer & Wöll in Gießen. Gesellschafter sind: Johannes Lauer, Kaufmann, Bellnhausen, und Ludwig Wöll, Kauf­mann, Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 7. November 1933 begonnen.

Am 25. November 1933 bei der Firma Heinrich Brinkmann, Radiogesellschaft in Gießen: Die Firma ist geändert in: Heinrich Brinkmann, Radiogesellschaft, Gießen, Inhaber: Johann Heinrich Rams. Ingenieur Heinrich Brinkmann ist aus der offenen Handels­gesellschaft ausgeschieden und ist diese am 30. Sep­tember 1933 erloschen. Inhaber ist Elektro-Jngenieur Johann Heinrich Rams in Gießen.

Am 28. November 1933 die Firma Manfred Volz in Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Manfred Volz in Gießen.

Am 29. November 1933 bei der Firma Gebr. Seelbach in Gießen: Otto Seelbach ist durch Tod ausgeschieden und die offene Handelsgesellschaft er­loschen. Das Geschäft nebst Firma ist auf Karl Seelbach als Alleininhaber übergegangen. Der Karl Seelbach Ehefrau Emma, geb. Pfaff, in Gießen ist Prokura erteilt.

Am 2. Dezember 1933 bei der Firma Willy Elsoffer in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 6. Dezember 1933 bei der Firma Ludwig Stern in Gießen: Die Firma ist erloschen

Am 12. Dezember 1933 bei der Firma Gebrüder Bär in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf Georg Rühl und Elisabeth Rühl, Kaufleute, Frankfurt a. M., übergegangen. Die Firma ist geändert in: Möbelhaus Rühl vorm. Gebr. Bär. Kaufmann Leopold Stern von Gießen ist ausgeschieden. Die offene Handels­gesellschaft hat am 20. November 1933 begonnen. Die Haftung für die im seitherigen Betriebe des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten ist ausge­schlossen. Zur Führung der Geschäfte der Gesellschaft ist die Elisabeth Rühl allein und ausschließlich be­rechtigt.

Am 12. Dezember 1933 bei der Firma Karl Buß in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 14. Dezember 1933 die Firma Pfaff & Heckroth in Gießen. Gesellschafter sind: Karl Hermann Pfaff, Kaufmann in Krofdorf, und Karl Heckroth, Kaufmann in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 12. Dezember 1933 begonnen. Zeichnungs- und ver­tretungsberechtigt ist allein Karl Hermann Pfaff in Krofdorf. 29D

Gießen, den 30. Dezember 1933.

______________Hessisches Amtsgericht.______________

Landwirtschaftliches

Entschuldungsverfahren.

Heber das Vermögen des Johann Dietrich Käs und seiner Ehefrau Marie, geb. Kreiling, in Treis a. d. Lumda, wird heute am 19. Dezember 1933, vorm. 11 Uhr, das landwirtschaftliche Entschuldungs­verfahren eröffnet.

Zur Entschuldungsstelle wird die Bezirkssparkasse in Gießen bestellt.

Die Gläubiger werden aufgeforbert, bei Meidung der in § 11 des Gesetzes vom 1. Juni 1933 angedrohten Nachteile, ihre Forderungen bis zum 18. Januar 1934 bei Gericht anzumelden und die in ihren Händen be­findlichen Schuldurkunden einzureichen. 28D

Gießen, den 19. Dezember 1933.

Hessisches Amtsgericht.

Staatliche Fischereien.

Dienstag, den 16. Januar, werden um 14 Uhr in der Gastwirtschaft von Karl ckel9. (Oberscholtes) zu Grünberg nachverzeichnete Fischwasser auf 10 Jahre neu verpachtet:

Der Linsenbach (Aeschersbach) in den Gemar­kungen Grünberg, Queckborn, Harbach, und die Joßholler in Gemarkungen Ettingshausen und Hatten­rod mit Grenzgräben usw., sowie die Seenbach und Ilsbach nebst zugehörigen Mühlgräben in den Ge­markungen Flensungen, Ilsdorf, Kirschgarten und Merlau.

Unbekannte Pachtliebhaber haben sich vor dem Termin bei dem Unterfertigten auszuweisen. 32D

Grünberg (Hessen), 2. Januar 1934.

Hessische Forstämter Grünberg und Nieder-Ohme«.

I. A.: Eckstein, Oberforstmeister.

Güinverger WM-MWriiiW - Verein zn Werg (Hessen).

Die Besichtigung und Neuaufnahme der Pferde findet statt:

Für die Orte der Rabenau: Mittwoch, den 10. Januar 1934, in Londorf: 2 Uhr nachmittags.

Für die Orte des Busecker Tals: Montag, den 8. Januar 1934, in Reiskirchen: 9 Uhr vormittags.

Für Gießen und Umgegend: Montag, den 8. Ja­nuar 1934, in Gießen: 12y2 Uhr mittags (am Rhei­nischen Hof).

Für Schissenberg und Umgegend: Montag, den 8. Januar 1934, in Garbenteich: 2 Uhr nachmittags.

Die Pferde sind ausgespannt und ohne Geschirr vorzuführen. Die nicht vorgeführten Tiere werden auf Kosten der Besitzer besichtigt. 39D

Grünberg/Hessen, den 2. Januar 1934.

Schäfer, Direktor.

Mr. 16 (Parterre) s 7-Zimm.-Mflung m. 2 Mansarden, Bleichplatz und Gartenanteil ver 1. April eo. früh, zu vermiet. Sehr öeeign. f.Praxis- räume ob. Etag.- Geschäft. Näh. Alicenstraßeltzl Telephon 3910. Schöne, sonnige 5-Ziiwm im 3. Stock, mit Bad, Balkon, Loggia und zwei Mansarden zum 1. April 1934 zu vermieten. 027

Liebigstr. 76 I. Mjhl.ZiMer gut heizbar, im Zentrum, sofort oder später billig zu vermieten. Zu erfr.in d.Geschst. d. Gieß. Anz. 05 | Mietgesuche| 5-Z.-Wolinung gesucht, mögl.rn. Heizung, v. Aka­demiker-Familie 2 Pers., z. 1.4.34. Schrift!. Angeb. mit Preisana. u. 025 an den Gie­ßener Anzeiger.

Moderne

5-6-ZlMM.-

Wohnung mit all. Komfort, mögl. Heizung, in sonnigerLaae, vonälteremEhe- paar zum I.Juli oder früher ges. Schr.Ang.u.036 an d. Gieß. An;.

Suche

H-Ä mit Bad, evtl, auch m.Heizung, mögl. per sofort zu miet, gesucht. Schrift!. Angeb. unter 024 an den Gießen. Anzeig.

Beamter sucht zum 1. Febr. 34 3'ZiniQier-Wohn.

Ärn-Wohn.

mit Nebenräum. u. ev. Gart. spät. ;um 1. 4. Schr. Angeb. unt. 019 an d. Gieß. An;.

Modernes

®o0n-

WsW

45 Zimmer, in guter Lage, zu mieten oder zu kaufen ges. Schriftl.Angeb unter 40D an den Gieß. Anz. » zu miet, gesucht zum 15. Januar ober 1. Februar. Näheres oiz Marktstraße 12. 3-Zimoier-WohD. Süd- ober Süb- oftöierte! bevor­zugt, z. 1. April gesucht. Angeb. an A. Kilbinger, Keplerstr. 13. Oe

Schrift!. Angeb. unter 020 an den Gieß. Anzeiger. Schönes sonniges Zimmer mögl.m.Dampf- heizung für fof. gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 34D an d. Gieß. Anz.

Wohnungstausch

Biete

4-Zimmerwohn. (3. Etage) ober 3-Zim.-Wohn.p.

suche

4-Zimmerw. p. ob. 1. Etage. 26ö

Am Nahrungsa. 16 III. Ruf 4167.

Zum 15. Januar orbentüches

Tages- mädchen

gesucht. 010

Asterweg 401.

Wegen Erkrank, mein. Mäbchens suche ich eine 033

diekochtu.Haus- arb. übernimmt. MarktftraßeSH. Saub.,flink.,ehrl.

Halbtags- mädchen, bas kochen kann, zum 1.2. gesucht. Schr.Ang.u.013 an. b. Gieß. Anz. Solides, älteres Mädchen in Dauerstellung sof. gesucht. 018 Frau Kolb

Luowigstratze 40

7856 A

test was

(üe die Mücke-

Mancherlei muß da angeschafft werden. Und mit dem 25-Mark- Bedarfsschein wird's Ihnen nun leichter, das nötigste Haus­gerät zu kaufen. Mark-Ab­schnitte werden in Zahlung genommen bei

«I. B. Häuser

Mdchen nicht u.!8Jahr., für Küchen- und Hausarbeit ge­sucht. 021

Bahnhof-Hotel Lenz.

Suche für ein Mädchen v. 16 I. (Bollwaise) 014

Stellung

i.d. Näh. Gießen zum 1. Februar. Näh. in der Ge- schäftsft.d.G.A

Verkäufe

Billig za verkaufen

Am Oswaldsgarten Gießen, Ruf 2145 2146 SMMUWIW. Donnerstag, den 4. Januar 1934, nachmittags ab 2Uhr, versteigere ich imLöwen", Neuenweg 28, L Kleiderschränke und Waschtische, Bücherschränke, kleine und große Tische, 1 Nähmaschine (Singer) gut erhalten, 1 Bett(kompl. mit Federn, weiß emailliert), 1 Bade­wanne mit Gasofen (fall neu), Grammophone, Sofas und Sessel, Bilder, Ladentheken u. v. a.

Zu verkaufen sind neue Möbel sowie eine große Sendung Kleiber­schränke (auch für Bürozwecke ein­zurichten), Schreibtische, Nacht­tische, Nobelschli(ten u. v. a.

Versteigerung bestimmt.

Ludwig Savimetz

1 Schlafzimmer (Eiche)

1 Eßzimmer (Eiciie. schwarz)

3 Chaiselongues

4 Spiegel Oi6

3 Kommoden

2 Auszugtische

3 Bettstellen

1 Damenschreibt.

1 Theke m. Marrn.

Auktionator und Taxator _______Neuenweg 28._____27a Donnerstag Marktlaube Schellfisch 0. K. 40 Pf., Golbbarsch 0. K. 32 Pf., F-ilets 45,40 u. 38 Pf. Flußstsche, grüne Heringe 029 ______Karl Lemp.______ Größeres Anwesen

1 Regal mit 56 Schubkästen

3 Wirtstische

1 Blumentisch Brandgasse 3 p.

vormittags.

Oien 023

Junker & Ruh, f. neu,weg.Zentr.- Heiz. überflüssig, billig zu verkauf.

in ber Nähe bes Bahnhofs mit Wohnhaus, größeren Lager- unb sonstigen Räumen und schönem, unbebautem Platz, preiswert unter günstigen Be- bingungen zu verkaufen.

Schr. Angeb. u.35Da.b.Gieß. Anz.

Kekchier? Ser?d'enM

zu kauf, gesucht, hanben Schriftl. Schr. Ang. unter Angeb. unt. 33D 011 a. d. G. Anz. I an 0. Gieß. Anz.

ZwecksDekömpfungdsr Schwarzarbeit können Arbeitö-Anae. bote von Handwerkern nur mit Namensnen- nung u. unter Vorlage desGcwerbenachweiie- au genommen werde». De, lag

desSießenerAmetgerS

Werber für gauamtliche Zeitschrift gesucht. SA., SS., Pg. bevorzugt.

Melben vormittags 9 bis 11 Uhr, nachmittags 6 bis 8 Uhr oas

[Verschiedenes]

Einige

MM Ml aus Neubau ges. bei 8°/n Verzins. Sicherheit vor-

Wo? sagt bieGe- schäftsst.b.G^A. | Kaufgesuche | 1-PS-Motor Einphas.,z.kauf. gesucht. 034 Wilh.Bunzheimer Frankenbach.

Gebr. guterhalt.

Herd

GllslWs Boller, Bo Wftrafie

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦