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dieser Arbeit des Aufbaues teilnimmt, je mehr es sich von seinem Geist durchdringen läßt, desto grö­ßer und entschiedener wird auch der Erfolg sein.

Die Welt und das neue Deutschland.

Kein Raum mehr

Eine außenpolitische Jahresbilanz in Berichten unserer Korrespondenten.

Europas entscheiden.

Politik

künftige

Zn Warschau entdeckt man Deutschland

Von unserem A-Äerichlerstatier.

in Deutschland verweilen ließ. Vielmehr sprach in

mit einem Gefühl der Inferiorität behafteten Psyche

ger wurde zu a

onaten Gefängnis

Priesterseminars in Freisii zu verantworten. Dem 21:

Daß die deutschen Ereignisse des letzten Jahres auch in Dftafien stärkstes Aufsehen erregt haben, ist selbstverständlich. Freilich: Dftafien liegt zu fern von Europa und hat zu sehr seine eigenen Sorgen, als

Welt bolschewistisch geworden.

Der russische Mensch war immer ein Gefühls­mensch, ein in den Urgründen der Mystik wurzeln­der Phantast. Am 30. Januar 1933 brach das Traumgebilde der bolschewistischen Weltherrschaft zusammen. Man mußte sich zur Wirklichkeit zurückfinden. Und der Durchschnittsrusse hat diesen Weg mit bemerkenswerter Schnelligkeit gefunden. Heute ist Deutschland im Bewußtsein des Nüssen aus dem Gebiet der unmittelbar von der Komin-

Es war nicht allein der wenig verantwortliche Hang zu leichtfertiger Betrachtungsweise, der die pol-

die Gefahr des Kommunismus im eige­nen Lande sehr wohl und bewundert es, wenn mit Tatkraft gegen diese Erzfeinde der Menschheit zu Felde gezogen wird. Deutschlands Politik in dieser Hinsicht ist hier als vorbildlich empfunden worden, und die Greuelpropaganda der Emigranten blieb ohne jede Wirkung. Besonders lebhaft aber hat man hier begreiflicherweise dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbunde und der Abrüstungskonferenz zugeftimmt. Es ist sicher, daß die männliche Haltung der deutschen Politik gerade in diesem Falle die besonderen Sym­pathien der japanischen öffentlichen Meinung ge­wonnen hat.

Ueberraschenderweise liegen die. Dinge ähnlich auch in China. Das politische China hat nämlich das Gefühl, daß sein Schicksal dem deutschen ver­wandt ist, und man empfindet deshalb hier leb­hafte Sympathie für die nationale Revolution in Deutschland, hinter der man den Freiheits­willen eines großen und geachteten Volkes spürt. Nicht ohne Neid hat man von der völligen Geschlossenheit der deutschen Nation Kennt­nis genommen und bemüht sich nun, sich für den eigenen Freiheitskampf die deutschen Erfahrungen zunutze zu machen. Das ursprünglich sehr starke Mißtrauen ist heute einer ebenso lebhaften Achtung und Anerkennung gewichen. Zunächst hatte man in China vielfach die Befürchtung, daß das Reich vielleicht gezwungen sein könnte, einen Krieg zu führen, was freie Hand für Japan in Dftafien be­deutet haben würde. Die kluge Politik Hitlers, die diese Gefahr abwendete, hat daher um so größeren Anklang in der chinesischen Deffentlichkeit gefunden. Mit der Beseitigung einer europäischen Kriegs­gefahr glaubt man auch die Gefahr für China vorbei was sich allerdings wohl erst noch zeigen muß. Auf jeden Fall werden die deutschen Ereig- nisse heute auch in China verständnisvoll gewürdigt.

Von Moskau aus.

Von unserem Tl-Äerichterstaiter.

Bei der großen Demonstration auf dem Roten Platz in Moskau anläßlich des letzten Dktoberfestes waren ausländische Beobachter Zeugen eines sehr bezeichnenden Vorgangs. Stalin nahm die Pa­rade der roten Regimenter ab. Im Hintergrund seine zahlreiche Suite. Man sah da alle Mitglieder sämtlicher Sowjetregierungen, eine unendliche

schwinden, der ihn untergehen ließ, er nur" ein deutscher Kommunist, Vertreter der mehr bestehenden KPD.

hat sich das russische Volk mit der Tatsache des nationalsozialistischen Deutschland, das im Innern so neue Wege geht, abgefunden mehr noch: die so völlig neuartige mutige Selbständigkeit in der Außenpolitik imponiert dem Russen und ist ihm ein Beweis, was doch in diesem deutschen Volk trotz der 19 Elendsjahre für eine Kraft steckt. Denn im Grunde ist das russische Volk dem deutschen im­mer befreundet gewesen, im Grunde hat es Deutsch­land immer bewundert.

Und der Kreml, die amtliche Politik? Litwi­now hat in Rom erklärt, es bedürfe keiner neuen Pakte mit dem Reich, da Berlin und Rapallo eine ausreichende Grundlage bieten, und dieJswestija" betont, nach dem Abschluß des Vertrages mit Ita­lien besitze die Union jetzt mit allen europäischen Großmächten außer England Nichtangriffspakte. Wir begrüßen diese Erklärung als Beweis, daß Litwinow nicht die ihm zugeschriebene Absicht hat, vom Reich einen neuen Vertrag als Sicherung gegen angebliche Angriffsabsichten des neuen Deutschland zu fordern. Denn diese Erfahrung hat auch der Kreml im ersten Jahr der Hitler-Regierung gemacht: Mit dem deutschen Nationalsozialismus, dem italie­nischen Faschismus und der türkischen Diktatur. Auch Litwinow, der viel Sinn für politische Reali­täten hat, läßt die stärkste europäische Realität das nationalsozialistische Deutschland nicht un­beachtet. Seine auf Sicherung des russischen Rückens in Europa im Falle einer fernöstlichen Auseinander­setzung hinauslaufende Politik wird in Deutschland voll verstanden. In der Abrüstungs-, der Dölker-

dunvs-, der Revisionspolitik nirgends sind künftige Politik <

die Interessen der beiden Staaten entgegengesetzt. Voraussetzung bleibt allerdings, bafi bie lnneren Und fron der heute noch in Moskau wirkenden per- staatspolitischen Formen bei den Beziehungen der sönlichen und parteimäßigen Empfindlichkeiten wird Staaten zueinander nicht ausschlaggebend sein Dur- auf der Linie BerlinMoskauRom sich d i e zu- fen.

Ostasien: Festigung des deuischen Ansehens

Von unserem H-Äerichierstatter.

Soldaten des Friedens.

Oie Aufgaben des Freiwilligen Arbeitsdienstes im neuen Jahr

Berlin, 2. Jan. (DNB.) Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl richtete im Rundfunk zum Jahreswechsel eine Ansprache an die deutsche Ju­gend, in der er erklärte, daß der Arbeitsdienst etwas viel größeres sei als nur eine vorübergehende Aus­hilfe im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Er fei als die große Schule der politischen Er­ziehung zum neuen deutschen Arbeiter- t u m nicht zu entbehren. Arbeitsdienst der Jugend als Ehrendienst am Volk bedeutet Abkehr von der Auffas­sung, daß Arbeit nur ein Mittel zum Gelderwerb fei, ebenso wie von der Auffassung, daß Arbeit nichts anderes als eine käufliche Ware sei. Arbeitsdienst als Ehrendienst bedeutet weiter Absage an das Vor­urteil, daß grobe Handarbeit etwas Minderwertiges, Niederdrückendes fei, und bekennt sich zu der Auf- faffung, daß jede pflichtgetreue Arbeit ehrtundadelt. Arbeitsdienst als Dienst am Volk ist Verwirklichung des GrundsatzesGemeinnutz geht vor Eigennutz". Die gleiche Arbeits­dienstpflicht für alle arbeitsfähigen jungen Deutschen ist praktisches Beispiel deut­scher Arbeitsgemeinschaft, ist vorbildlicher deutscher Sozialismus.

Die Staatspolitik der Regierung hat in diesem Jahr den Zeitpunkt zur Einführung der Ar-

und Tragimg der Kosten verurteilt. Der Staatsan­walt hatte zehn Monate Gefängnis beantragt.

Neujahrsglückwünsche für den Reichspräsidenten.

Berlin, 2. Jan. (DNB.) Anläßlich des Jahres­wechsels hat der Herr Reichspräsident mit zahlreichen Staatsoberhäuptern telegraphisch Glück­wünsche ausgetauscht, u. a. mit den Königen von Bulgarien, Dänemark, England, Norwegen und Schweden sowie dem öfter- re i ch i s ch e n Bundespräsidenten und dem Reichsoerweser des Königreichs Ungarn. Ferner ist dem Herrn Reichspräsidenten eine große 3af)I Glückwünsche seitens der deutschen Landesregie­rungen, des Reichsgerichts und anderer hoher Reichs­und Landesbehörden, von Oberbürgermeiftern und Bürgermeistern deutscher Städte, von Verbänden und Vereinigungen sowie von Persönlichkeiten des öffent- llchen Ledens, von Deutschen und deutschen Ver­einigungen im Auslande und von Privatpersonen zugegangen.

würfen und Verdächtigungen überschüttet. Der noch den großen außenpolitischen Erklärungen des Reichs­kanzlers vom 17. Mai unterdrückte Ruf nachEin- mütigfeit der Siegermächte zu bestimmtem Vor­gehen" wurde jetzt mit doppeltem Stimmaufwand von neuem erhoben, bezeichnenderweise in der vor­gefaßten Meinung, daß durch diesen Austritt b»e Lage wiederhergestellt sei, in derals einzige Grundlage der Beziehungen zwischen Deutschland und Europa die Bestimmungen des Vertrages von Versailles gelten".

Dann tarnen die überwältigenden Wahlen vom 12. November und unmittelbar darauf das bedeutsame Gespräch zwischen Hitler und dem neuen polnischen Gesandten Lipski. Beide Tat­sachen haben trotz anfänglicher Vorbehalte und Aus­flüchte offenbar die entscheidende Bresche bei einem wesentlichen Teil der polnischen Presse in die bis­herige Stimmungsmauer geschlagen. Man mußte unumwunden zugeben, daßder absolute Sieg Hit­lers in feinem Ausmaß alle Erwartungen übertrof­fen hat", und man wies ferner nicht ohne Genug­tuung auf die Bedeutsamkeit und den Ernst der deutsch-polnischen Gespräche hin, wodurchdie p o - litifche Position Polens in Europa eine hervorragende Festigung erfahren hat". Noch eine andere Erscheinung ist sehr charakteristisch: Die bereits erwähnte nationaldemokratische Presse schwenkte, wenn auch zögernd, nach dem Gespräch Hitler-Lipfki uifter der anrüchigen Losungkeine Verständigung ohne Frankreich" wieder ins Lager der Friedensstörer ab, und die ernste Re­gierungspresse trat ihreEntdeckungsreise" durch Deutschland an. Das Fußballtreffen einer deut­schen und einer polnischen Nationalmannschaft in Berlin war sozusagen die Probe aufs Exempel. Die Berichte der Regierungsblätter hierüber waren durchweg freundlich und objektiv. Es war e i n S ch r i tt w e i t e r auf dem Wege zum Verständnis, wo bislang böswillige Vorurteile herrschten. Wir möchten hoffen, daß die ernsten polnischen Politi­ker auch im neuen Jahre fortfahren, mit Gewissen­haftigkeit das wahre Deutschland weiter zu entdecken und daß sie sich darin nicht durch die franzosenfreundlichen Kreise stören lassen, die gerade jetzt wieder alles Erdenkliche tun, um die sich anbah­nende deutsch-polnische Zusammenarbeit zu ver­eiteln.

Pfarrer Zahn - Zugendpfarrer der Deutschen Evangelischen Kirche.

Berlin, 2. Ian. <DNB.) R-ichsbischof Mül- ler hat den Pfarrer Zahn aus Aachen zum Jugendpfarrer der Deutschen Evan­gelischen Kirche berufen und ihn beauftragt, im Rahmen einer Neuordnung des Evangelischen Jugendwerks die Eingliederung in die Hitler-Jugend unverzüglich vorzubereiten und termmmähig durchzuführen. Gleichzeitig hat der Reichsjugendführer Baldur von Schirach den Pfar­rer Zahn in den Jugendführerring berufen.

Ein Geminardirettor vom Sonder­gericht verurteilt.

München, 2. Ion. <DNB.) Vor dem Münchner Sondergericht hatte sich der Direktor des katholischen : -- -'fing Joseph Roßberger

------ Angeklagten wird zur Last gelegt, im Kreise des Lehrerkollegiums sich die Braunbuchlüge über die Entstehung des Reichstags­brandes zu eigen gemacht und auch zur Nichtbetei- ligung am Winterhilfswerk der Regierung aufge- fordert zu haben, damit die neue Regierung zusam­menbreche. Der Angeklagte bestritt, jemals derartige oder auch nur ähnliche Äußerungen gemacht zu haben und betonte, daß er für das Winterhilfswerk und alle soziale Sammlungen Stiftungen gemacht und durch Vornahme von baulichen Veränderungen am Priesterseminar in Freising, die sich auf 100 000 Mark stellten, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Regierung unterstützt habe. Aus die Nachricht von dem Reichstagsbrand habe er sofort die Kom­munisten als Täter bezeichnet, später sei er schwan­kend geworden, als die Zeitungen berichteten, daß im Auslande den Nationalsozialisten die Schuld in die Schuhe geschoben wurde. Er habe aber niemals

beitsdien st pflicht noch nicht für gekommen erachtet. Als Ziel bleibt die allgemeine Arbeitsdienst- pflicht unverrückbar bestehen, und alle unsere Arbeit im Freiwilligen Arbeitsdienst während des verflos­senen Jahres war mit dem Blick auf dieses Ziel ge­richtet. Mit diesem Blickziel treten wir Arbeitsdienst­ler in das neue Jahr, entschlossen, alle Vorurteile und Hemmnisse niederzuringen, in dem harten Bestreben, den Arbeitsdienst zu einer Herzenssache unserer Ju­gend und unseres deutschen Volks zu machen und erfüllt von dem lauteren Willen, unserem Volk selbstlos zu dienen im Sinne und Geist unseres Führers.

Der Inspekteur der Führerschulen des Deutschen Arbeitsdienstes Dr. Decker, MdR., betonte bann, der Deutsche Arbeitsdienst solle die hohe Gemein- schäft einfetzen für die großen Aufgaben, die dem gemeinsamen Nutzen eines ganzen Volks dienen und nicht dem billigen Vorteil eines Einzelnen. Dort solle er Werte schaffen, wo die freie Wirtschaft, die durch den Arbeits­dienst nicht angetaftet werden dürfte, in ihrer eigen* gesetzlichen Entwicklung nicht in der Lage sei, die Aufgaben zu lösen. Neuland der Tat, das sei die Parole für 1934. Durch den Arbeitsdienst solle auch wieder die Ethik der Arbeit lebendig

für entbehrliche Regiebetriebe

Berlin, 2. Jan. (VdZ.) Der Reichswirt - schaftsminister erklärt in einem Rundschreiben an die Landesregierungen, es sei ihm mitgeteilt worden, daß in jüngster Zeit Regiebetriebe der öffentlichen Hand mehrfach Anstellungs-, Liest- rungs- und Mietverträge, die für den Bestand des Unternehmens von besonderer Bedeutung sind, auf lange Zeit verlängert haben, um einen Abbau solcher Unternehmungen zu er­schweren oder gar unmöglich zu machen. Ein derartiges Verhalten stehe' in Widerspruch zu dem Willen der Reichsregierung, die gerade zur Erreichung eines Abbaues aller ent­behrlichen Regiebetriebe die Vorschriften über die Revision d<r Regiebetriebe erlassen und dar­über hinaus wiederholt ausdrücklich erklärt habe, daß bei der Neugestaltung des staatlichen und wirt­schaftlichen Lebens für entbehrliche Regie­betriebe grundsätzlich kein Raum mehr sei. Versuche, auf dem angegebenen Weg den Ab­bau öffentlicher Regiebetriebe zu erschweren oder gar unmöglich zu machen,stellen daher einen offenen Wider st and gegen den eindeutigen Willen der Reichsregierung bar". Der Minister bittet bie Landesregierungen, mit aller Entschieden­heit gegen alle derartigen Dbstruktionsversuche ein­zuschreiten.

Frauenarbeitsdienst.

Am 1. Januar 1934 ist der Arbeitsdienst auch für das weibliche Geschlecht in Kraft getreten. Schon bisher ist in allen Teilen des Reichs von zielbewußten Frauen der Arbeitsdienst der weib­lichen Jugend vorwärts getrieben und dabei viel praktische Erziehungsarbeit geleistet worden. Es hat sich die Auffassung durchgesetzt, daß der Arbeits­dienst, der unseren Mädels den ethischen Wert ge­regelter, verantwortlicher 2lrbeit als Weg der Erziehung zur deutschen Frau und Mutter vermitteln soll, nur dann Sinn und Be­rechtigung hat, wenn er auf das Wesen der Frau zugeschnitten ist. Die Leitung des Frauenarbeitsdienstes wird in die Hände einer Frau gelegt, die vom Führer des Deutschen Frauen­werks im Einvernehmen mit dem Reichsbeauftrag­ten für den Arbeitsdienst ernannt wird. Dem Reichsbeauftragten, der für den Arbeitsdienst der gesamten Juge,nd verantwortlich ist, wird die Leite­rin des Deutschen Frauenarbeitsdienstes unterstellt.

Das Reichsgebiet wird in 13 Landesbezirke geteilt, die sich mit den Bezirken der Landes­arbeitsämter decken. An die Spitze eines jeden Landesbezirks tritt eine Landesstellenleiterin. Die finanziellen Schwierigkeiten sind jetzt dadurch be­hoben worden, daß der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit Zustimmung des Reichsarbeitsministers und des Reichsfinanzministers die Finanzierung und Verwaltung des Deutschen Frauenarbeitsdienstes übernommen hat.

Die Aufgabe des Trägers des Dienstes, der für die Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung sowie die körperliche und geistig-sittliche Betreuung der arbeitsdienstwilligen Mädels zu sorgen hat, werden vom Reichsverband deutscher Arbeits­dienst v e r e i n e e. V. in Berlin wahrgenommen. Die Auswahl der Arbeitsvorhaben wird sich nach der körperlichen und seelischen Leistungs­fähigkeit der Frau, nach dem Grade des erziehe­rischen Wertes und nach den örtlichen Bedingtheiten zu richten haben. Im Vordergründe hat stets das eigentliche Ziel des Dienstes, die Erziehung des jungen Mädels zur Hausfrau und Mutter zu stehen. Arbeitsdienst Heime, deren Tätig­keit ausschließlich im Waschen und Flicken der Kleidung männlicher Arbeitslager besteht, die alsö tatsächlich nur ein wirtschaftliches Anhängsel der letzteren sind und daher keinen eigenen Wert in wirtschaftlicher und volkserzieherischer Beziehung besitzen, werden fortan nicht mehr zuge­lassen. Große Bedeutung wird die Umschu­lung von Stadtkindern in landwirt­schaftliche Berufe gewinnen. Neben einer rein landwirtschaftlichen Betätigung in den Formen des Gemüsebaues, der Viehzucht, der Kleintier­haltung und der Geflügelzucht steht die Ausbil­dung zu Siedlerfrauen im Mittelpunkt des Ausbildungsplanes.

Die allgemein frauliche Betätigung ist der K r a n- fenpflege und Kinderfürsorge sowie der hauswirtschaftlichen Betätigung im Kochen, Waschen, Schneidern, Bügeln usw. ge­widmet. Aber auch für die Mädels ist die Arbeit nicht der einzige Inhalt des Arbeitsdienstes. Da­neben hat gleichwertig zu stehen die körperliche Ertüchtigung durch Hygiene, Sport und Gym­nastik sowie die geistige Schulung.

die Nationalsozialisten als Täter oder Anstifter be­zeichnet.

Demgegenüber hielt der Hauptbelastungszeuge Präfekt Harte! seine Belastung in jeder Beziehung aufrecht und behauptete, daß Lohberger sich auch sonst über die nationalsozialistische Partei und ihre Führer abfällig geäußert habe. Dr. Roßber-

des neuen Deutschland sind dabei recht augenfällig, und es lohnt schon, kurz darauf einzugehen.

In Japan, einem Lande, das stolz auf seine kriegerischen Traditionen ist, hatte die Sympathie für Deutschland nie aufgehört zu existieren. Es ist uns in Tokio unvergessen, daß es deutsche Dsfiziere wa­ren, die den Grundstock für die Ausbildung einer modernen japanischen Armee legten. Während der ganzen demokratischen Aera in Deutschland nahm man hier eigentlich stets mit einem gewissen ungläu­bigen Staunen die Aeußerungen der deutschen Po­litik wahr: man hielt auch dank der englisch- französischen Propaganda! manches für eine be­sonders schlaue deutsche Taktik, was im Grunde doch nur tragische Unkenntnis weltpolitischer Zusammen­hänge, oder Mangel an Mut oder Schlimmeres war. Man war hier stets davon überzeugt, daß Deutschland sich eines Tages wieder auf s i ch selb st besinnen werde und deshalb auch von der nationalen Erhebung nicht überrascht. Alle Verleumdungen namentlich der französischen Propa­ganda, die hier sehr viel von angeblichen kriegerischen Absichten Deutschlands gefaselt hat, wurden nur als Zeichen dafür genommen, daß das Reich wieder stark genug ^geworden sei, um von feinen Gegnern gefürchtet zu werden.

Auch für die Politik Hitlers hat man hier auf­fallend rasch Verständnis gewonnen. Man kennt

Menge! man sah Vertreter ausländischer Arbei- U/UHO 0__________a__________,

ter und der verschiedenen Sektionen der Partei, j ni^e Presse seit Jahr und Tag mit besonderer Dor- Armee, Marine, Gewerkschaften und Jugendbund ' liebe an der Oberfläche der Dinge und Geschehnisse waren vertreten und die ganze Masse dieser Par- I in Deutschland verweilen ließ. Vielmehr sprach in tei- und Staatselite drängte sich um den Diktator. I j>er Vergangenheit und noch bis in die letzten Ganz, ganz hinten aber, verdeckt durch zehn Monate hinein hierbei ein scheinbar unüderwind- Reihen Davorstehender, der deutsche Ä o m = bares Gefühl von Uebelroollen mit, wodurch munift Wilhelm Pieck. Nicht allein sein för= ber größte Teil der Blätter bedenkenlos die besten perlicher Mittelwuchs war es, der ihn ganz ver- i Absichten Deutschlands verdrehen,

Traum einer baldigen Weitrevolution durch einen Sieg in demsturmreifen" Deutschland vorzugau­keln. Freilich unterläßt es die Parteipresse noch nicht, dieFaschisierung Deutschlands" mit den ab­fälligsten Bemerkungen zu begleiten, die je gegen­über einem fremden Staat gebracht wurden, sie sagt Hitler und seinen Unterführern auch jetzt noch Eroberungspläne nach, sie braucht dieses billige 2Uibi gegenüber den eigenen hungernden Volks­genossen. Denn die Komintern wurmt die Nieder­lage der KPD. schwer. Sie wird als das größte Fiasko angesehen, das die rote Internationale je erlitten hat.

tern zu bearbeitenden politischen Dbjekte t)eraus»

fDmmunif^^^^^en2öe^t^err^^^af^5pläne immer_ noch Aten e^gtbe^

| Tatsache, daß Deutschland heute keine machtpoliti- | schen Interessen in Dftafien hat, stimmungsmäßig recht günstig aus. Deutschland gilt heute im pazisi- I schen Raum als einzige Großmacht, die wirklich ! neutral ist. Die Unterschiede in der Bewertung

ver- I Absichten Deutschlands verdrehen, die schicksals- war bedingten Vorgänge und Wandlungen im deutschen nicht Volke verzerrt wiedergeben und selbst den Führer . . . unlauterer Motive verdächtigen zu müssen glaubte.

Der Sinn dieses Vorgangs ist: Man denkt auch Die nationalsozialistische Bewegung wurde in all in Moskau heute schon real. Man hat es a u f - Sauren nor Dur beutln« gegeben, den Massen der Proletarier weiter 'os von der gesamten polnischen Desfentlichkelt l n Sand in die Augen zu streuen und ihnen den geschlossener Front aufs heftigste be- ' '*..... * ' t a m p f t.

Teilweise wurde das nach der nationalen Erhe­bung im Reiche anders. Während die polnische Re- gierungspresse mit ganz geringen Ausnahmen den Haßfeldzug fortsetzte, zog sich die nationafbe« mokrat'is che Presse, nicht zuletzt aus Grün­den innerpolitifcher Opposition, aus der geschlosst- nen Front zurück und nahm gegenüber Deutschland eine abwartende, ja sogar in gewisser Hinsicht zeit­weilig zustimmende und freundliche Haltung ein. Es war vor allen-Dingen die Judenfrage, die diese zu­gestandenermaßen antisemitische Partei bewog, die Maßnahmen der deutschen Revolution mit größter Aufmerksamkeit und anerkennender Bejahung zu Man bedenke: Wirtschaftlich sitzt dem Mutter- ! verfolgen.

float des Kommunismus das Mefstr an der Gur- Restlos haben aber auch die siegreiche Wahl vom gel, die Pleite der Fünfjahrespläne ist unvorhüll- ' 5. März und die berühmten Reden Hitlers vor dem bar, der Lebensstandard des russischen Ard nters Reichstag vom 23. März und 17. Mai das Netz von ---r- Ä---------1 s- Vorurteil, Lüge und Haß nicht zerreißen können, .........j in Warschau ihren Eindruck

war nie so niedrig, die Hungersnot der Bauern- ;Vorurteil, Lüge und Haß nicht zerreißen können, massen nie größer, die Aussichten für die Zukunft obwohl sie offenkundig in Warschau ihren Eindruck nie düsterer nur d e r Anschluß einesjcht verfehlten. Deshalb wurde auch von der pol- S 0 w j e t d e u t s ch l a n d" hätte alle, alle Not nischen Deffentlichkeit das erste Gespräch zwi- gewendet. Die Pläneschmiede in der Komintern da- dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem den in Gedanken schon dierätedeutschen" Import- polnischen Gesandten Wysocki mit Mißtrauen artikel zwangslos verteilt, den deutschen Fleiß, die ausgenommen, und es fand eher Mißdeutung und Organisationsgabe, die Maschinen und das Kapital, Verständnislosigkeit als gebührende Würdigung, die Ingenieure und Techniker es schien alles nur > Diese Tendenzen traten noch deutlicher in Erschei- noch eine Frage des Transports. Und v 0 mStil -ring nach dem Austritt Deutschlands aus dem le n 0 3 e a n bis an den Rhein wäre die Völkerbund. Der Schritt der Reichsregierung uonr 14. Oktober wurde von der polnischen Presse wieder mit einem wahren Wust von Beschuldigungen, An-