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bergbibel von 1454. In einem großen Saal liegen auf drei Tischreihen in der Mitte die Lutherbibeln; am Eingang die Exemplare der Zeit von 1534 bis gegen 1800 und in der Mitte von 1800 bis heute. Dabei bekommt man auch einen Eindruck von Bibel.

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterceichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

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Frankfurt a. M., 1. Nov. Auch an der , tigen Börse dauerte die Geschäftsstille fort, die noch durch den katholischen Feiertag in weiten Teilen des Reiches verschärft wurde. Infolgedessen war der Auftragseingang seitens der Prioatkundschaft auf ein Minimum beschränkt, wodurch die Unterneh-

illustrationen von Dürer bis zum heute lebenden Rudolf Schäfer. Rechts werden die Lutherschriften in Originaldrucken ihrer Zeit gezeigt, mit den schö. nen Randleisten von Lucas Cranach und anderen Meistern des Holzschnittes. Daneben gewährt ein Tisch einen Eindruck von der Fülle des Schrifttums über Luther und den Fleiß und die Leistung dieses großen Mannes. Da werden Ausgaben der Luther­werke aus dem 16. Jahrhundert bis hin zur großen Weimarer Ausgabe der Gegenwart gezeigt. Links sieht man die lateinischen Bibeln und die Fülle der Bibeln in vielen fremden Sprachen, u. a. in Holländisch, Dänisch, Französisch, Italienisch, sog. Polyglotten in zehn und mehr Sprachen. Besonders interessant für die Laubacher ist die stattliche Ab­teilung der aus unserer Stadt leihweise zur Verfü­gung gestellten Bibeln, Andachts- und Gesang­bücher, die noch heute überall im Privatbesiß sich erhalten haben. Gar manche Eintragung in ihnen gibt dabei Auskunft über die Geschichte alter Lau­bacher Familien.

Der heutige Tag führte schon sehr viele Besucher in die Ausstellung, die regstem Interesse begegnet. Wir Laubacher freuen uns über diese besondere Feier des Bibeljubiläums und find gewiß, daß viel der Bibel davon ausgeht. Die Ausftel-

* Konkurse und Vergleichsverfahren im Oktober. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Monat Oktober durch den Reichsanzeiger" 267 neue Konkurse, ohne die we­gen Massem'angels abgelehnten Anträge auf Kon­kurseröffnung, und 80 eröffnete Vergleichsverfah- bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für Vormonat stellten sich auf 208 bzw. 67.

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gestrichen, b) 51 bis 53, c) 48 bis 53, d) 46 bis 52, e, k und g gestrichen. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt zogen Kälber um 1 bis 2 Mark an, Schweine blieben unverändert, während Ham­mel um 1 Mark und Schafe um 2 bis 3 Mark zurückgingen. Marktverlauf: Kälber rege, ausver­kauft. Hammel mittelmäßig, geräumt. Schafe lang­sam, Ueberstand (7). Schweine ruhig, Ueberstand 50 Stück.

G r o ß h a n d l e s p r e i s für Fleisch- und für Fettwaren: Beschickung: 1121 Viertel Rindfleisch, 166 ganze Kälber, 59 ganze Schafe bzw. Hammel und 575 Schweinehälften. Preise per 50 kg in RM.: Ochsenfleisch b) 58 bis 62, Bullen­fleisch b) 54 bis 56. Kuhfleisch b) 42 bis 48, c) 28 bis 38. Rindfleisch b) 58 bis 62. Kalbfleisch c) 66 bis 72, d) 58 bis 64. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 72 bis 75. Roher Speck unter 7 cm 80 bis 83, Flomen 90. Marktverlauf: ruhig.

Allerheiligenmarkt in Hungen.

Q] Hungen, 1. Roo. Heute wurde hier der Allerheiligenmarkt abgehalten, der auch in diesem Jahre außerordentlich gut besucht war. Es waren aufgetrieben: 487 Ferkel und 267 Schafe, ferner war Großvieh aufgetrieben. Auf dem Rind- viehmarkt wurden trächtige Rinder mit 300 Mark verkauft. Ferkel kosteten bis zu 6 Wochen alte Tiere bis zu 10 Mark, 7 Wochen alte bis zu 12 Mark, 8 Wochen alte bis zu 15 Mark, 9 bis 13 Wochen alte 16 bis 25 Mark. Der Handel war sehr aut, so daß der Markt bald restlos geräumt war.

Sehr rege war der Handel auf dem Schafmarkt, so daß nahezu alle Tiere verkauft wurden. Es kosteten Hämmel- und Mutterlämmer 23 bis 27 Mark, Mutterschafe und Hämmel 30 bis 36 Mark, ältere abgängige Zuchtböcke bis zu 45 Mark.

Der Krämermarkt war in diesem Jahre be­sonders gut besucht. Zu beiden Seiten der Straße von dem Bahnübergang bis zum Untertor standen die Verkaufsbuden. Die Besucher, die sich in den Nachmittagsstunden nur durch die Straßen schoben, hatten hier Gelegenheit, ihre Kauflust zu befriedi­gen. Auch die einheimischen Geschäfte hatten sicher durch den regen Marktbesuch guten Absatz.

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

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Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ....

Schweizer Noten Spanische Noten

(D Schotten, l.Nov. Zu einem Höhepunkt kirchlichen Lebens gestaltete fiqj die gestriae Feier des Reformationstages in unsrer Stadt- kieche, in der ein sehr gut besuchter, liturgisch reich ausgestalteter Gottesdienst stattfand. Sämtliche Schuler des Kirchspiels Schotten I hatten sich unter der Führung ihrer Lehrer eingefunden und erfreu­licherweise auch eine sehr große Anzahl erwachsener Gemeindeglieder. In sinnvoller Reihenfolge wech­selten Lutherworte, Bibelworte, Lied, Gebet und Sprechchor der Konfirmanden miteinander ab und erhöhten die Wirkung der Feier, die dann schließlich gipfelte in der Festansprache von Lehrvikar Stai­ger über das Jesuswort Matthäus 10, 23. 32. Auf Grund davon wurde aufgerufen zur Entscheidung für Gott und Jesus Christus und ermahnt, diese Entscheidung auch im Leben durch Wort und Tat zu bekennen. Die Feier hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.

nur ein Papierdasein führt.

Am Ende des Kontors haust die Buchhaltung, das Herz der Firma. Hier werden sämtliche Ge­schäftsvorgänge schriftlich niedergelegt und zwar auf neuzeitliche Art nach dem Durchschreibesystem. Eigene Scheck- und Postscheckformulare ermöglichen eine wahrheitsgetreue Nachahmung des gesamten vraktischen Zahlungsverkehrs a u f ~ m o - o e r n ft e r Grundlage bargeldlos nämlich. Eine eigene Mahnabteilung ist da für die so belieb­ten Briefe:Bei Durchsicht unserer Bü­cher .. ." Und wenn es mal mit einem faulen

Oie Sparkasseneinlagen im September

Die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen haben sich im September weiter günstig entwickelt. Besonders trifft dies für die Auszahlungen im Sparoerkehr zu. Die Auszahlungen haben sich um 3,8 Mill. Mark auf 414,2 Mill, vermin­dert Die Einzahlungen im Sparverkehr verringerten sich um 11,9 Mill. Mark auf 429,8 Mill. Da die Einzahlungen stärker abgenom­men haben als die Auszahlungen, hat sich auch der Einzahlungsüberfchuß im Berichtsmonat wieder verringert, er stellte sich auf 15,6 gegenüber 23,7 Mill. Mark im August. Die Verminderung des Ein­zahlungsüberschusses war aber geringer, als in den vergleichbaren Vorjahren. Zu dem Einzahlungs­überschuß treten noch Zinsgutschriften im Betrage von 1,0 Mill. Mark und Aufwertungsgutschnften im Betrage von 34,7 Mill. Mark. Von den Aufwer- tungsgutschriften entfallen 34,5 Mill. Mark auf die hefsischen Sparkassen, die nun ebenfalls die Aufwertungsrechnung und die Markrechnung stati­stisch zusammengelegt haben. Weiter übernahm noch im Berichtsmonat eine großstädtische Sparkasse die Einlagen einer Werksparkasse im Betrage von 0,2 Mill. Mark auf Spareinlagenkonto. Insgesamt stieg somit der Spareinlagenbestand der deut­schen Sparkassen auf 12 213 Mill. Mark. An dem Einzahlungsüberschuß im Sparverkehr war die Mehrzahl der Länder und Landesteile beteiligt. In einigen Ländern und Landesteilen waren jedoch die Auszahlungen wieder größer als die Einzah­lungen. In der Grenzmark Pofen-Westpreußen, H e s s e n und im Freistaat Sachsen glichen sich die Ein- und Auszahlungen annähernd aus. Die De­positen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Spar­kassen verringerten sich im Berichtsmonat um 23,5 Mill. Mark und 1385.2 Mitt. Mark, die Einlagen bei den Anlagen des fäckstüchen Gironetzes um 0,2 Mill. Mark auf 272,0 Mill. Mark. Faßt man die Spareinlagen und die Depositen-, Giro- und Konto­korrenteinlagen der Sparkassen (einschl. sächsisches Gironeh) zusammen, so ergibt sich, daß die Gesamt­einlagen im September, ohne Berücksichtigung der Aufwertungsgutschriften im Sparverkehr, um 6,7 Mill. Mark auf 13 870 Mill. Mark abgenommen haben.

Thomasmehl-Preissenkung.

Bei den Kalidüngemitteln war mit Wirkung vom 16. Oktober neben einer Verringerung der Dünger­sorten und der Einführung von Frankopreisen eine erhebliche Senkung der Preise durchgeführt worden. Aus Grund längerer Verhandlungen des Reichs­nährstandes mit dem Verein der Thomasmehl­erzeuger hat dieser ebenfalls feine Verkaufspreise mit Wirkung vom 1. November ab um rund 10 v. H. gesenkt. Ab 1. November beträgt der Preis für Thomasmehl nach der Frachtparität Aachen- Rote Erde 22 Pfennig ausschließlich Sack je Kilo­gramm zitronenlösliche Phosphorsäure, während der frühere Preis 26'/r Pfennig allerdings ein­schließlich Sack betrug. Dieser Preis erhöht sich dann um die Sackgebühr bei Verwendung von Jute­säcken um 2 Pfennig, bei Papiersäcken um rund 1 Pfennig, je Kilogramm zitronenlösliche Phos­phorsäure. Der Bauer hat die Wahl, ob billigere ober teuere Verpackungsart benutzt werden soll. Die bisherige Senkung des Grundpreises beim Früh­bezug wird beibehalten.

Kunden gar nicht klappen will, dann wird nicht gefackelt, dann flattert erbarmungslos auch einmal ein Zahlungsbefehl hinaus. Die Lohnabteilung er­rechnet für jeden der nicht vorhandenen Arbeiter die Bezüge und die abzusührenden Beitrage. Aus einer Buchung ersehen wir, daß auch sozia er G e i st in hohem Maße bei der Firma herrscht. Die Geschäftsleitung hat eine Anzahl Arbeitsfront- anzüge gestiftet, für die in aller Ordnung der ent­sprechende Betrag abgebucht wird. Wahrend wir noch die gut geführten Bilanzbucher besehen, kommt geschäftig der Prokurist angesturzt: ,,Herr Sirettor, ein auter Auftrag! NN. & Cie. hat soeben telepho- nisch eine Kaffeeröstmaschine bestellt!" Natürlich wird der erfreuliche Auftrag sofort bearbeitet.

Rüstzeug fürs Leben.

Im Dorübergehen bemerken wir noch einen An­schlag für die demnächst bei der Firma ftattfinbenbe Vertrauensmännerwahl. Dann gelangen wir in bie R e k l a m e a b t e i l u n g, wo drei junge Leute mit Entwürfen für zugkräftige Wer­bung beschäftigt sind. So ist also der ganze Betrieb bis ins kleinste nach der Praxis aufgebaut und or­ganisiert und vermittelt den dort tätigen Angestell­ten ein wirkliches unverfälschtes Bild vom Ge­schäftsleben in einer Maschinenfabrik.

Hermann Eckerle.

Staatsrenten und Industrie-Anleihen waren ruhig. Von fremden Werten zogen 4 v. H. Rumänen auf 4,2250 nach 4,13 an, im Freiverkehr erhöhten sich Warschau-Wiener um je 0,25 v. H.

Tagesgeld war leichter und wurde auf 2,50 v. H. ermäßigt.

Abendbörfe lustlos.

An der Abendbörfe herrschte infolge des Fehlens jeglicher Aufträge starke Gefchäftsstille, die Hal­tung war ausgesprochen lustlos. Die Kurse brachten im Vergleich zum Berliner Schluß kaum eine Aenderung, wo eine solche eintrat, gingen sie auf Kosten der Geschäftslosigkeit. Farbenindustrie aller­dings waren leicht angeboten und gaben um 0,25 v. H. auf 141,75 v. H. nach, Buderus lagen dagegen erneut 0,25 v. H. freundlicher.

Auch der Rentenmarkt stagnierte nahezu voll­kommen und die zur Notiz gekommenen Papiere waren zumeist nominell, so Altbesitz, die 0,13 v. H. verloren. Von Staatsanleihen blieben 6 v. H. Dollar­schatzanweisungen des Reiches von 1923 mit 76,25 unverändert. Etwas Interesse zeigte sich vorüber­gehend für Schutzgebietsanleihen zu 9,80 bis 9,90 (9,80); eine amtliche Notiz fand nicht statt. Bon fremden Werten kamen Lissaboner Stadtanleihe von 1886 in Anpassung an Berlin mit 55,25 um 2,25 o.H. höher zum Kurs.

U. a. notierten: Altbesitz 104, 6 t>. S). Siahioerem 80, 4,50 v. H. Ungarn von 1913 7,40, 4 v. H. do. Goldrente 8, 4 v. H. Rumänen 4,20, Braubank 114,75, Franks. Hyp.-Bank 79,75, Rhein. Hyp.-Bank 111,75, Buderus 87,40, Gelsenkirchen 61.

Srantfurfer Schlachiviehmarkt.

Frankfurt a. TI., 1. Nov. Auftrieb: Rinder 35 (gegen 14 am letzten Donnerstagsmarkt), davon 5 Ochsen, 3 Bullen, 25 Kühe und 2 Färsen. Zum Schlachthof direkt wurden zugeführt: 7 Bullen, 4 Kühe. Kälber 700 (836), Schafe 317 (330), Schweine 410 (412). Notiert wurde per 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber, Sonderklasse, andere a) 53 bis 56, b) 44 bis 52, c) 36 bis 43,

d) 30 bis 35. Lämmer und Hammel b2) 35 bis 37,

c) 32 bis 34, d) 27 bis 31. Schafe e) 30 bis 32,

f) 24 bis 29, g) 15 bis 23. Schweine al und a2

Geld 2,438 57,91 55,09 12,335 16,34 167,77 21,08 62,00

gritC 2,458 58,15 55,31 12,375

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Reformationstag undBibelauSstellung in Laubach

£ Laubach, 31. Oft. Der Reformation s- t a g nahm hier einen schönen Verlauf. Fast die ganze Stadt feierte den Tag durch Arbeitsruhe und gab ihm dadurch einen würdigen Rahmen. Der Gottesdienst um 10 Uhr war sehr gut besucht, em Beweis, daß der Gedanke, den Reformationstag am 31. Oktober zu begehen, immer mehr Boden findet. Der Predigt, von Pfarrer Schmidt gehal­ten, lag das Wort des 118. Psalms zugrunde:Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen." Dieses Wort ist wahr gewor­den in dem Werk der Bibelübersetzung, das Luther auf der Wartburg begann, bis dann 1534 die erste ganze Bibel deutsch, von Martin Luther übersetzt, vorlag. Er, der deutsche Mann, hat sie aus seinem deutschen Empfinden in fein Volk eingedeutscht. Er tat es, weil er in ihr sein Heil gefunden hatte und dieses Heil allen seinen Volksgenossen zugänglich machen wollte. Und so hat die Bibel das deutsche Volk im In- und Ausland zusammengeschweißt, hat es erfüllt mit Bibelgeist und fähig gemacht zu Dienst und Opfer und Kampf. Daß die Bibel heute wie­der lebendig wird, darauf kommt alles an.

Im Anschluß an den Gottesdienst fand die feier­liche Eröffnung einer B i b e l a u s st e 11 u n g statt, zu der freundlicherweise einige Räume des Schlosses zur Verfügung gestellt worden waren. Pfarrer Schmidt übergab sie der Besichtigung mit herz­lichen Dankesworten an Seine Erlaucht den G r a - fen 3u Solms-Laubach und den Schöpfer her Ausstellung, Seine Erlaucht Dr. Graf Ernst Otto zu Solms-Laubach in Frankfurt a. M. Dieser führte dann in den Sinn und den Aufbau im einzelnen ein. Don 1534 bis 1545 folgten der ersten Ausgabe schon fünf Originalausgaben der Lutherbibel, Luther selbst hat allein vom Neuen Testament seiner Übersetzung noch 85 Auflagen er­lebt. Von den zu Lebzeiten Luthers gedruckten Bi­beln wird eine aus dem Jahr 1543 aus Laubacher Privatbesitz gezeigt. Die Ausstellung soll in großen Zügen aus dem zufällig in der Gräflichen Biblio­thek vorhandenen Material einen Eindruck von der Bedeutung der Bibel überhaupt und insbesondere der Lutherbibel geben. Im (Eingangsraum sind eine Anzahl Frühdrucke der Bibeln des 15. Jahrhunderts als Beispiele der herrlichen Drucktypen der hand­gemalten und gedruckten Großbuchstaben und der Einbände ausgestellt. Straßburg, ein Hauptort für Bibeldrucke, Basel, Nürnberg und andere Druck­orte sind hier von 1477 bis 1500 vertreten. Ein Neudruck zeigt Seitenbeispiele der 42zeiligen Guten-

damit jede Abteilung über den Geschäftsverlauf im Bilde ist.

Alles ohne Bargeld.

Nun geht es zur Einkaufsabteilung, die bei den reichlichen Mitteln, die dieser gutsituierten Firma zu Gebote stehen, ebenfalls Arbeit zur Genüae hat. Und dann vermehrt man sich diese Arbeit oft noch

selber nach dem Grundsatz: Warum einfach, wenn kompliziert auch geht? Mit anderen Worten: es eben nicht alle Geschäftsvorfälle ohne weiteres

werden nicht alle Geschäftsvorfälle ohne weiteres auf dem einfachsten Wege alatt erledigt, sondern man sucht dann und wann selber Komplikationen, wie sie die Praxis oft und oft mit sich bringt, um die jungen Leute gerade auch für diese schwierigeren Fälle zu schulen. Der Einkaufsabteiluna ist noch die Kantineverwaltung angegliedert, die leider auch

mungsluft der Kulisse naturgemäß gehemmt wurde, um so mehr als auch nennenswerte Anregungen aus der Wirtschaft fehlten. Die Grundstimmung war indessen freundlich.

Am Aktienmarkt lagen die Kurse zumeist etwas fester. Insbesondere am Elektromarkt, an dem offenbar der günstige Geschäftsgang bei Siemens nachwirkte. Lahmeyer, Schuckert und Licht & Kraft gewannen je 0,75 ü. Sy, im übrigen ergaben sich Besserungen von 0,25 bis 0,50. Farbenindustrie er­öffneten mit 141,50 um 0,25 v. Sy freundlicher und fliegen später auf 142 142,25 an. Goldschmidt waren in Weiterwirkung der befriedigenden Ge­schäftslage ebenso wie Moenus Maschinen um je 0,50 d. Sy auf 93 bzw. 78 d. Sy befestigt. Montan­aktien lagen nickst einheitlich, fester waren Buderus mit plus 0,65 v. Sy und Klöckner mit plus 0,25 v. H., Mannesmann und Mansfeld lagen behauptet, wogegen Rheinstahl 0,25 v. Sy, Laurahütte 0,50 v. Sy und Otavi Minen 0,50 RM. verloren. Etwas höher setzten noch u. a. ein: Reichsbankanteile (plus 0,75 v. Sy, Deutsche Linoleum (plus 0,40 v. H.). Da­gegen gaben Schiffahrtswerte bis 0,50 v. H., West­deutsche Kaufhof 0,40 v. H., Cement Heidelberg und Zellstoff Waldhof je 0,25 v. Sy nach. Daimler, Thür. Lieferung und Kunstseide AKU. lagen behauptet.

Am Rentenmarkt hat sich die Umsatztätigkeit er­heblich vermindert. Fester notierten nur späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,13 (95,75), wäh­rend Altbesitz 0,50 und Kommunal-Umschuldung um 0,25 ü. Sy auf 84,90 d. Sy nachgaben. Lebhafter und fest waren im Freiverkehr Warschau-Wiener- Bahn, Stücke-Obl. 15,25 (14,40), do. Mark-Obl. 16,25 (15,40).

Im Verlaufe blieb das Geschäft klein und die Kurse waren am Aktienmarkt auf dem Anfangs­stand zumeist behauptet. Farben zogen bis auf 142,50 an, gingen aber später wieder auf 142 v. Sy zurück. Sehr fest lagen Rhein. Braunkohlen, die mit plus-Zeichen erschienen und auf 220 nach 213,25 anzogen. Merklich fester lagen außerdem Bekula mit 143,50 (plus 2 v. H.) und Holzmann mit 78,50 bis 79 (plus 1,50). Daneben zogen Buderus erneut um 0,65 v. Sy an.

Am Rentenmarkt blieben Altbesitz mit 104,40 bei kleinem Umsatz unverändert, ebensv späte Schuld­bücher, Kommunal-Umschuldung waren mäßig höher (85). Reichsmark-Anleihen erhöhten sich meist um 0,25 bis 0,50 v. Sy, Städte-Altbesitz lagen bei ca. 96 behauptet. Goldpfandbriefe und Kommunal-Oblig. zeigten nur geringe Abweichungen, auch Stadtanleihen lagen nicht ganz einheitlich, während Liquidations­pfandbriefe überwiegend um 0,25 d. Sy fester lagen.

Schultheis Patzen Hofer O Mu (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg.................. O

Zellstoff Waldhof O Zellstoff Aschaffenburg O Dessauer GaS ............. 7

Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum....... O

Lrenslein & Koppel 0 Leonhard Tietz..............O

Chade............... 10

Aecu mulatoren-Fabrik o Conti-Gummt O

29,75 I 29,25 I

84,13 -

1861I

31-10 | 1.11.

Schluß- lurs

31.10.

Schluß- kurö

31-10.

Datum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Rcichöanl.v. 1929 6*/2% Voung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit

Anslos.-Rechten .............

Desgl. ohne Auslos.-Rechte 6% ehem.8% Hess. Volksstaai 1929 (rückzahlb. 102%)............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 18..................

6'/z% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liaui.........

Oberhessen Provtnz-Anleihe mit

Auclos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mitAuölos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Golvpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehe in. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6Vi% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.-

Bank-Liqu.-Pfandbckese.......

6Vi% ehem. 4%% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe

6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..

A.E.G n

Bekula 0

Elekrr. LieferungSgesellschaft'6 Licht und Kraft .............

Felten & Guilleaume....... * o

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmuna. 6 Rheinische Elektrizität ........5

Schuckert L Co...............

Siemens L Halske

Lahmeyer LLo

Freude an der Bibel davon ausgeht. Die Ausstel­lung wird noch einige Zeit bestehen bleiben und wird gerne auch auswärtigen Besuchern ihre Räume

Gchlußk. Mittag- börse

1-11.

.vrantiun u. DI.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse.

Datum

31.10-

1.1b

31-10.

1.11-

4% desgl. Serie 11...........

8

8

6% Rumän. vercinh. Rente v. 1903

4,25

4,4

4,3

^?"o.N"m"mt,ereinh.Rentev.l913

6,5

6,6

6,7

6,6

4"o Rumänische vercinh. Rente ..

214% Anatolier ...............

4,13

4.2

4,15

4,15

34

34

34

33,9

-

31. Oktober

1-November

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Selb

23riet

Geld

25ne

Buenos Stiret

0,639

0,643

0,639

0,643

Brüssel-----

58,17

58,29

58,17

58,29

Rio de Jan.

0,204

0,206

0,204

0,206

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kovenhagen.

55,32

55,44

55,24

55,36

Danzig.....

81,12

81,28

81,12

81,28

London .....

12,39

12,42

12,37

12,40

HelstngsorS..

Paris ......

5,475

5,485

5,445

5,455

16,38

16,42

16,38

16,42

Holland ...

168,11

168,45

168,19

168,53

Italien.....

21,30

21,34

21,30

21,34

Japan......

0,722

0,724

0,720

0,722

Jugoslawien

5,694

5,706

5,694

5,706

Oslo.....:

62,26

62,38

62,16

62,28

Wien.......

48.95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,245

11,265

11,23

11,25

Stockholm...

63,90

64,02

63,80

63,92

Schweiz ....

80,92

81 08

80-98

81,14

Spanien....

33,97

34,03

33,97

34,03

Prag.......

10,375

10,395

10,375

10,395

Budapest ...

Neuyork...

2,486

2,490

2,486

2,490