Nr. 126 Drittes Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderheben)
Samstag, 2 Juni 1934
Lustfahrt-Werbewoche vom 1. bis 8. Zum 1934
Jeder Volksgenosse ein Mitkämpfer!
Hitlerjugend ruft!
Im Wiederaufbau der deutschen Nation hat die deutsche Sportfliegerei gewaltige erzieherische Aufgaben zu erfüllen. Las Diktat von Versailles verbietet dem Reich, die Luftfahrt zu betreuen oder zu unterstützen. Deshalb muß das deutsche Volk aus eigener Spende die Aufbauarbeit der deutschen Sportfliegerei unterstützen. Das marxistische Zwi- schenreich hat dafür bewußt nichts getan. Im nationalsozialistischen Deutschland Adolf Hitlers muß diese Feindschaft gegen die deutsche Luftgeltung mit der gesammelten Kraft des ganzen geeinten Volkes wie
der gutgemacht werden. Diesem Zweck dient die Luftfahrt-Werbewoche vom 1. bis 8. Juni 1934. In dieser Woche heißt für alle deutschen Volksgenossen die Parole:
Jeder spendet für die Sportfliegerei!
Werdet Mitglieder der Flieger-Ortsgruppen?
Alle Deutschen helfen auch hierunserem großen Führer! Heil Hitler!
Klo st ermann,
Gauinspekteur und Krsisleiter der NSDAP.
Deutsche Volksgenossen helft alle, die Zukunft unseres deutschen Volkes auch auf dem Gebiete der Sportfliegerei neu und gut bereiten! Macht uns die Bahn frei! Die junge Generation will den deutschen Luftraum zum Wohle unserer Nation erobern und für alle Zeiten sichern! Sie will die sittlich hohen und nationalen Ausgaben der Fliegerei in die Tat umsetzen und die deutsche Jugend im Geiste eines Richt- Hofen und Boelcke erziehen. Damit soll das Wort unseres Reichsluftsahrtministers Hermann Göring verwirklicht werden:
„Das deutsche Volk muh ein Volk von Fliegern werden!"
Helft alle durch euer Opfer dazu beitragen, daß dieses hohe Ziel möglichst rasch erreicht wird. Spendet und werbt für die deutsche Sportfliegerei in der Luftfahrt-Werbewoche vom 1. bis 8. Juni 1934.
Heil Hitler!
Der Führer des Bannes 116.
M. d. F. b.: Häuser, Geff.
Wer den deutschen Luftsport fördert
hilft Deutschland (von Hindenburg)
Frontabschnitt Gießen weiter voran!
Zeder Volksgenosse wird unser Mitglied!
Die Stadt Gießen stand von jeher in der vordersten Front der Vorkämpfer der deutschen Luftfahrt. Der Gemeinsinn der Gießener Bevölkerung, die Opferfreudigkeit vieler Mitbürger und die Begeisterung von jung und alt unserer Stadt für das deutsche Flugwesen haben die Dorkämpferstellung Gießens in der deutschen Fliegerfront geschaffen und bisher erhalten. Beredtes Zeugnis dafür ist unser Flughafen. Mit gesteigerten Kräften muß der Gießener Frontabschnitt der deutschen Sportfliegerei auch fernerhin auf seinem Posten sein. Der Kampf gilt der Wiederaufrichtung einer zu höchsten Leistungen befähigten Sportfliegerei. Für dieses große Ziel setzt sich das ganze deutsche Volk
unter seinem Führer Adolf Hitler ein. Die Einwohnerschaft von Gießen wird auch hierbei dem Schöpfer des neuen Deutschlands freudig folgen. Sie be- kundet diesen Willen erneut in der Luftfahrt- Werbewoche vom 1. bis 8. Juni 1934.
Mitbürger! Opfert für unsere Sportflieger!
Volksgenossen! Werdet Mitglied der hiesigen Flieger-Ortsgruppe!
Heil Hitler!
Ritter,
Dberbürc 2rmeifter der Stadt Gießen.
Schwer und dornenvoll war der Weg, den das deutsche Flugwesen nach dem Kriege zu gehen hatte. Durch den Schandvertrag von Versailles mußten Tausende Flugzeuge abgeliefert, Millionenwerte an Flugzeug- und Luftschiffhallen zerstört werden. Weniger der eigenen Sicherheit der Feindesmächte galten diese.Maßnahmen. Man gönnte eben Deutschland feine technischen Errungenschaften im Flugwesen nicht; den unerwünschten Konkurrenten auf dem Gebiete des Flugzeug- und Luftschiffbaues wollte man nicberringen.
Diele Jahre hat es gedauert, bis der deutschen Flugzeugindustrie Erleichterungen zugestanden wurden. Noch dürfen keine staatlichen Mittel für den
Flugsport gewährt werden. Die deutsche Sportfliegerei braucht daher die Hilfe und Mitarbeit aller deutschen Volksgenossen. Die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Luftsportoerbandes ruft jeden Deutschen in Stadt und Land zum Erwerb der Mitgliedschaft auf.
Werdet Mitglied im DLV. und tragt mit dazu bei, daß auch der Kampf um die deutsche Luftfahrt von Erfolg gekrönt sein wird!
Heil Hitler!
Der Führer der Flieger-Ortsgruppe Gießen im DLV.
M. d. F. b.: Dr. S ch ö n h a l s.
Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Flieger-Ortsgruppe Gießen, Kreisamt
Aus der Provinzialhauptstadt.
An einen, der seit langem nicht unter einem Baume saß ...
Von Beinhold Braun.
Erschrocken bin ich, als du mir sagtest: Du hättest feit Jahr und Taa nicht unter einem Baurn gesessen, bu kämst gar nicht dazu vor lauter Jnanfpruch- aenommensein durch die Dinge des Berufes und der Zeit, du wärest in einem ununterbrochenen „Wirbel!" Du wunderst dich, daß du so voll peinigender Unruhe bist? Du njttfjt, daß ich ein Baum-Närr- lina bin.
Dazu hat auch der Versuch beigetragen, in eine echte und rechte Lebenskunst hinauf zu wachsen. Und ein nicht unwichtiges Kapitel darin ist das von der Daurnfreude.
Denke nicht etwa, daß ich nicht mit großer Inbrunst die gegenwärtige Zeit erlebe! Ich glaube behaupten zu dürfen, daß mein Sinn für dap Gegen- wärtige dem deinigen an Ernst und heiliger Begier nicht nachsteht! Dieser Sinn für das Aktuelle muß einen jeden echten Deutschen bis auf den Grund feines Wesens erfüllen, und es ist ein Seaen für unser Volk, daß wir durch den gewaltigen Aufbruch und Umbruch dazu aufgerüttelt wurden.
Aber als Mensch habe ich erkannt, daß man neben dem Sinn für das Aktuelle auch den Sinn ür das Nichtaktuelle braucht. Ja, ich haoe gefunden, >aß aus dem letzteren manches an Kraft und inner- ter Ruhe emporsteigt, was dem ersteren und un* erer ganzen Betrachtungsweise von Leben und Zeit zugute kommt? Man bleibt schön im Gleichgewicht und in der Achse des Wesenhaften.
Du klagst selbst, daß du nur immer deine Stubendecke, bann die deiner Berussstätte und arg viel Saal-Decken über dir hättest, also mit anderen Worten immer nur das Konstruierte.
Siehe, da schaue ich wieder einmal in jene mächtigen Bäume hinauf, unter denen einst Schiller saß, als er bei seinem Freunde Körner in Loschwitz bei Dresden zu Besuch weilte. Wie löst das die Schwere des Inwendigen, wie schenkt das Ruhe, wie zwingt das zur Andacht: Dies bewußte Hinaufblicken in einen Baum! Ich muh da an fein Wort des großen zeitgenössischen Malers Adolf H ö l z e l denken, das er einem feiner Schüler zuruft: „Der große Baum wächst weiter, im gesetzmäßigen Sinne weiter, während wir essen und schlafen. Arbeite rastlos weiter, bis das Wunder dich in Staunen setzt!"
„Bis das Wu n b er d i ch in Staunen fetzt!" Meinst bu nicht auch, daß auch ber heroische Mensch, der Mensch bes Dritten Reiches, bi es Also- in-Staunen-gesetzt-werben sehr gut gebrauchen kann? Unb meinst bu nicht auch, baß die Baumfreude zum deutschen Volke gehört ebenso wie feine Singefreude und seine Marschlust? Wir wollen es ja nicht ver- lernen, sondern immer besser lernen und bewußter erleben? Dies Sitzen unter den Bäumen der geliebten deutschen Erde? Dies Hinaufschauen in das Wunder unb die Dielgestalt des Baumgewölbs! Dies Fühlen, vom Leben selbst überwölbt zu (em, von ihm getragen zu werden, indem ich auf dem emsig schaffenden Wurzelbezirk des Baumes stehe ober sitze' Unb neben mir im «Stamme steigen bie Mil- honen Saftpünktchen empor, rounberbar schaffende Einheit, fegensvoll kreisend! Wie brüderlich solch ein Baum sein kann in seinem Ruheschenken, feinem Trost- unb Kraftspenden! der Darstellung seines eigenen Gesetzes, seiner unerschütterlichen Zähigkeit!
Empfindest' du feinen ihm nur eigentümlichen Rhythmus? Hörst du seine ureigene Melodie? Und mahnt er uns nicht, wie es einmal Bismarck ausgebrückt hat, baß wir bie Früchte ja reifen lassen unb nicht bie Lampe herunter halten sollen?
Vielleicht bist bu beshalb so voll Wehgefuhls über deinen Zustand, daß bu auch zu sehr mit ber Lampe umgehst, was bie Früchte am Baum bemes Lebens betrifft?
Daten für Samstag, 2. Juni.
1850: Der Maler Fritz August von Kaulbach in München geboren (geft. 1921); — 1896: Der Afrika- forscher Gerhard Rohlfs in Godesberg geft. (geb. 1831).
Daten für Sonntag, 3. Juni.
1740: Friedrich der Große schafft die Folter ab; — 1844: Der Dichter Detlev von ßiliencron in Kiel geboren (geft. 1909); — 1864: Der Dichter Otto Friedrich Hartleben in Klausthal geb. (geft. 1905); — 1871: Elsah-Lothringen wird Deutsches Reichsland.
Daten für Montag, 4.Juni.
1745: Sieg Friedrichs des Großen bei Hohenfriedberg; — 1841: Der Rechtslehrer Karl Binding in Frankfurt a. M. geboren (geft. 1920); — 1865: Die Dichterin Frieda Jung in Kiautkehmen (Kreis Gumbinnen) geboren; — 1875: Der Dichter Eduard Mörike in «Stuttgart gestorben (geb. 1804).
Kreisleitung Gießen der NSDAP.
Kundgebung ber NSDAV.
am Sonntag, 3. 3uni, um 14 Uhr, in ber Volkshalle.
Es wird darauf hingewiesen, bah bie Kunbgedung pünktlich um 14 Uhr beginnen wird. Alle Teilnehmer haben bis spätestens um 13.50 Uhr in der Halle zu fein. Karten sind bei den Gießener Orts- gruppen unb auf ber Kreisleitung zu erhalten. Die effnung der Volkshalle geschieht um 13 Uhr. Für auswärtige Teilnehmer sei darauf hingewiesen, baß auch noch am Sonntag an den Kassen ber Halle Karten zu erhalten finb.
Nach Vereinbarung mit der SA.-Führung wird bie SAR. geschlossen an ber Kundgebung teilnehmen. Die Mitglieder aller Gliederungen der NSDAP, sind also von den Appellen dieser (Niederungen befreit, soweit sie der SAR. angehören. Der aktiven SA. ist ber Besuch freigefteut. ^ir laben bie aktive SA. hiermit ein, recht zahlreich an der Kundgebung teilzunehmen.
Arbeitslose haben gegen Ausweis freien Eintritt.
Für bie Kriegsopfer und bie Opfer der Arbeit werden besondere Plätze freigehalten.
Kreisleitung Gießen.
Der (Baupropaganbateiter für Hessen-Nassau Müller-Scheib spricht in dieser Kundgebung über das Thema „Brennende Fragen unserer Zeit".
Der Gaupropagandaleiter Müller-Scheid ist hier in Gießen als Redner noch unbekannt. Er gilt als einer her besten Redner unseres Gaues. Er ist gleichzeitig ber Leiter ber Lanbesstelle Hessen-Nassau bes Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda. Seine Rebe, bie sich burch bie mitreißende Art unb bie hoch sachliche Stellungnahme zu allen Dingen auszeichnen wird, muß man als ein besonderes politisches Ereignis unserer Stabt bezeichnen.
Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Miite.
Am Mittwoch, 6. Juni, findet im Bereich ber Ortsgruppe Gießen-Mitte bie Juni-Lebensmit- t e I f a m m ( u n g burch bie NS.-Frauenschaft statt. Wir bitten, bie Pakete ab 9 Uhr vormittags bereitzuhalten. Die «Sammlerinnen finb mit Ausweisen versehen.
Schelhorn, Ortsgruppenamtsleiter.
Zn die Leitung der DA!?, berufen.
Der Polizeibirektor bes Polizeiamtes Gießen Jost, ber vor feinem Wirken in Gießen, Polizeibirektor im Worms war, ist in bie Leitung ber Deutschen Arbeitsfront berufen worben.
Kürzung der Pfarrergehälter in Hessen
Nach einer Mitteilung bes Evangelischen Presseverbanbes für Hessen muß eine weitere Kürzung ber Dienst- unb Versorgungsbezüge bes Pfarrerstanbes vorgenommen werben. Die Sparmaßnahmen treten mit Wirkung vom 1. April 1934 ab in Kraft unb bleiben vorläufig auf bas Rechnungsjahr 1934 beschrankt. Sie betreffen namentlich bie aktiven Geistlichen mit einem Lebensalter unter 30 Jahren unb die Ruhegehaltsempfänger.
Oie Fahnenweihe des Reichstreu« Hundes ehemaliger Berufssoldaten.
Gestern abend fand im Unteroffizierkasino der Neuen Kaserne eine Sitzung des Vorstandes der Ortsgruppe Gießen des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten unter der Leitung des Kameraden Schwend er statt. Zweck der Sitzung war, das Programm für die Fahnenweihe endgültig fest- zulegen, zu bestätigen und außerdem eine Anzahl der sich ergebenden organisatorischen Fragen zu besprechen.
Für die Feier in ihrer Gesamtheit liegt folgendes Programm zugrunde: Alle Teilnehmer sind zur Aufstellung auf dem Kasernenhof um 8.30 Uhr gebeten. Um 9 Uhr beginnt der Feldgottesdienst mit dorn Choral „Großer Gott wir loben dich". Anschließend folgen die Predigten des evangelischen und des katholischen Militärgeistlichen, denen wiederum ein Choral „Ich bete an bie Macht ber Liebe" folgen wirb. Die Ansprache zur Weihe ber Fahne wirb Oberstleutnant G a l l e n k a m p halten. Sodann werden die Fahnen geweiht und den Ortsgruppen übergeben. Ein Vertreter des Reichs- treubundes wird eine kurze Ansprache halten. Das Deutschland-Lied unb das Horst-Wessel-Lieb werden den Weiheakt beschließen. Im Anschluß daran fin- bet ein Vorbeimarsch an den Kommandeur unseres Bataillons unb an den Ehrengästen statt. Gemeinsam marschieren nach dieser Weihefeier sämtliche Teilnehmer nach dem Landgraf-Phitipp-Platz, wo am 116er-Denkmal eine Gefallenen-Ehrung ftattfinben wird. General Fritz wird die Gedächt- nisansprache halten. An der Feier nehmen zahl- reiche Organisationen, vor allem neben der Reichs- wehr auch die SA., ferner der Nationalsozialistische Frontkämpferbund, die hiesigen Militär- und Kriegervereine sowie studentische Korporationen teil. Die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit ist öffentlich.
Langemarck — Grünes Korps.
Im Herbst 1934 finb 20 Jahre vergangen feit jenem Zusammenprall ber neu ausgestellten Reserve-Regimenter ber 4. Armee unter Herzog Albrecht von Württemberg mit ber belgisch-französisch-englischen Front in Flanbern, ber als „Schlacht an ber Yser" bekannt ist.
Die jungen Regimenter setzten sich zum größten Teil aus Kriegsfreiwilligen aller Schichten und Stänbe bes deutschen Volkes zusammen, die „nach kurzer Ausbildung im Drange der Not zu der Stunde ins Feld gestellt wurden, da im Westen die i Kräfte zu versagen begannen unb im Osten frische Streiter nötig würben." Die Kämpfe um Ypern kosteten Deutschland die besten Teile seiner Jugend und die Namen Dixmuiden, Langemarck, Becelaere werden für ewige Zeiten zeugen von dem Kämpfen und Streben ber beutschen Freiwilligen-Regi- meuter, bie an bem Brennpunkt ber Westfront eingesetzt würben.
Das 26. Reserve-Korps, nach feiner Abzeichenfarbe das „Grüne Korps" genannt unb im Bereich ber fteüoertretenben Gerenalkommandos 7 (Koblenz), 11 (Kassel) unb 14 (Karlsruhe) aufgestellt, in deren Gebiete heute die Traditionsstandarten ber SA. bie Nummern ber Reserve-Regimenter tragen, stieß am 19. Oktober 1914 zum ersten Mal auf ben Feinb unb wurde nach den Straßenkämpfen in unb um Rousselaere (Roulers) bei Poel-Capelle, West- roofebefe unb Langemarck in schwere unb verlustreiche Kämpfe verwickelt. Die Regimenter, bereu Ersatzgebiete im Lauf bes Krieges wechselten, haben sich bis zum Ende des Krieges immer wieder bewährt unb würben verschiedentlich in den Heeresberichten rühmlich erwähnt.
„Der Geist ber Kriegsfreiwilligen von Lange- marck, ber nach bem Kriege oft verpönt war, lebte in ihnen weiter, er lebt auch heute noch unb ist burch unfern Vvlkskanzler Adolf Hitler unb feine SA. wieber zu Ehren gekommen."
Seit September 1927 besteht eine Vereinigung ber ehemaligen Angehörigen bes 26. Reserve-Korps unter bem Namen „Grünes Korps" (Führer Dr. Braß, Köln), der alle z. T. schon 1918 gegründeten und selbständig weiter bestehenden Regiments- Vereinigungen des Korps angeboren. Das „Grüne Korps" tritt am 4. unb 5. August 1934 in Koblenz an die Oefenllichkeit mit einer Zwanzigjahr-Ge-
Großes Arbeitsbeschaffungs- Programm für die schaffenden
Künstler
anläßlich des Nationalen Feiertages deS deutschen Boltes am 1. Mai.
Der Aufruf an alle schaffenden Künstler im Gau, den 1. 2Uai In Gemälden, Zeichnungen ufw. festzu- hallen, hal einen überraschend großen Erfolg ge- gehabt.
Vis heule sind schon 200 Bilder angemeldel. Cs ist jchoch bekannt geworden daß sehr viele Künstler ihre Werke noch nicht gemeldet haben, so daß mit mindestens weiteren 50 Bildwerken zu rechnen ist.
Alle Künstler, die ihre Werke noch nicht angemel- det haben, werden hiermit aufgefordert, dies sofort zu tun, und zwar an: Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Frankfurt a. 2IL, Bürgerstr. 9 bis 11, III.
Die geplante Ausstelung wird voraussichtlich in den letzten Tagen des 3uni oder aber in der ersten Zuliwoche von Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger eröffnet werden. Zu dieser Eröffnung werden mehr als 200 Gaste geladen.
weitere Bekanntmachungen erfolgen durch die gesamte presse.
heil Hitler!
gez. INÜller-Scheld, Gaupropagandaleiter der NSDAp. und Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volks- aufklarung und Propaganda.
benkfeier ber Schlacht bei Langemarck. Ihre Zusammengehörigkeit nach außen bekunben bie alten Langemarckkämpfer burch bas Tragen bes vom Reichskanzler Adolf Hitler genehmigten Lange» marck-Kreuzes.
Es besteht bei ber Führung bie Absicht, in unserer Gegenb einen Zusammenschluß ber ehemaligen Angehörigen bes „Grünen Korps" ins Leben zu rufen. Kameraben ber Reserve-Jnfanterie-Regi- menter 223—240, Reserve-Jäger-Bataillone 23 und 24, Reserve-Felbartillerie-Regimenter 51 unb 52 sowie aller Formationen, bie bis zum 10. August 1916 bem Kommanbo bes 26. Reserve-Korps nicht nur vorübergehenb unterftanben haben, ferner bie Angehörigen von gefallenen Kameraden werden gebeten, ihre Anschrift an Dr. Wilhelm Reh» mann (Referve-Jnfanterie-Regiment 240, 11. Kompanie) Gießen (Lahn), Keplerstraße 13 zur Weiterleitung einzusenden.
Gietzener Wochenmarktpreise.
Gießen, 2. Juni. Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter Pfund 145 bis 150, Landbutter 130 bis 135, Matte 20, Käse, Stück 4 bis 10, Wirsing, grün 15 bis.20, gelbe Rüben, Bb. 20, Spinat 10 bis 12, Römischkohl 12 bis 15, Bohnen, grün 30 bis 35, Spargel 40 bis 45, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 45 bis 50, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln 3% (Ztr. 320 bis 330), Aepfel 20 bis 30, Kirschen 25, Erbdeeren 50 bis 60, junge Hahnen, Stück 70 bis 90, Suppenhühner, Pfd. 60 bis 80, Tauben, Stück 50 bis 70, Eier Kl. 8. 10)4, Kl. 2 10, Kl. b 9)4, Kl. C. 9, Kl. D. 8, Blumenkohl 40 bis 45, Salat, 3 Stück 20 bis 25, Salatgurken 30 bis 45, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, Bd. 8 bis 10 Pf.
Bornottzen.
— Tageskalender für Samstagt NSLB., Bezirk Gießen-Land, Arbeitsgemeinschaften „Volksschule", 15 Uhr, Hotel Köhler, Tagung, anschließend Bezirkskonferenz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der schwarze Walfisch". — 93er- drauchergenossenschaft Gießen, 20.30 Uhr, Katholisches Vereinshaus, Konzert. — Bauerscher Gesangverein, Abendspaziergang nach Annerod, Abmarsch 20 Uhr vom Ludwigsplatz. — Artitterievsrein, 20.30 Uhr, Hof, Pflichtversammlung,


