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Das Eintopfgericht ist der Prüfstein nationaler und sozialer Gesinnung!

Wer am 4. März nicht opfert, steht außerhalb der Volksgemeinschaft!

jährigen Reisenden Andreas Zipfel aus Land­stuhl aufgerollt. Er war wegen fortgesetzter Kindes- mißhandlung angeklagt. Der Angeklagte, der als sehr nervöser und leicht reizbarer Mensch bekannt ist, der nur seinen eigenen Willen kennt, hatte sein am 3. April 1928 geborenes Söhnchen schon von dessen erstem Lebensjahr an in ganz unmensch­licher und grausamer Weise mißhandelt. Da das körperlich schwächliche Kind an Blasenleiden litt und das Bett näßte, schlug er es in brutalster Weise, wovon blaue blutunterlaufene Stellen am ganzen Körper Zeugnis ablegten. U. a. legte er dem Kind auch eine Klemmvorrichtung an, die eine Eite­rung nach sich zog. Der Angeklagte stellte jede Miß­handlung in Abrede; er habe das Kind durch seine Erziehungsmaßnahmen" nur zu einem kräftigen Menschen herandilden wollen. Das Gericht verur­teilte ihn zu drei Jahren Zuchthaus.

Zahlreiche Opfer einer Pilzvergiftung auf einer kalifornischen Farm.

Wie aus San Luis Obispo (Kalifornien) gemel­det wird, sind neun auf einer Farm bei Arroyo- grando beschäftigte Filipinos nach dem Genuß eines Pilzgerichtes gestorben. 22 weitere Personen, darunter die beiden weißen Arbeitgeber der Ver­storbenen, sind schwer erkrankt. Nach starken Regengüssen traten in der ganzen Gegend riesige Mengen von Pilzen auf, die von den Filipinos ge- ammelt wurden. Offenbar konnten die Filipinos )ie eßbaren von den giftigen Pilzen nicht unter» cheiden.

Hausplakette

Anstecknadel

Die amtliche, oon Oer Aeichstührnog Oes W. tz. w. herousgegebeae Opferpiafetle für Öen Monat März

Oie deutschen Kampfspiele in Nürnberg.

Vom 21. bis 29. Juli werden in Nürnberg die deutschen Kampfspiele 1934 veranstaltet. Ein Ver­gleich mit den Kampfspielen früherer Jahre ist un­möglich, weil die deutschen Meisterschaften der ein­zelnen Sportoerbände nicht innerhalb der Kampf­spiele, sondern zu anderer Zeit und an anderen Orten ausgetragen wurden. Mit dieser Hebung hat die neue nationalsozialistische Führung des Sportes in Deutschland nunmehr gebrochen. Alle b e u t =' schen Verbände tragen in Nürnberg in der Zeit vom 21. bis 29. Juli ihre Meisterschaften aus. Die Sieger der einzelnen Wettbewerbe erringen demnach den höchsten deutschen Sporttitel, den des deutschen Meisters. Dieser eine Umstand allein hebt die deutschen Kampfspiele Nürnberg 1934 weit über die Linie ihrer Vorgängerinnen hinaus. Die Nürnberger Veranstaltung des letzten Juli­drittels bildet in allen deutschen Sportarten den Höhepunkt. Es handelt sich bei den deutschen Kampfspielen in Nürnberg 1934 des weiteren nicht mehr um eine Angelegenheit der einzelnen Sport­verbände, sondern um eine offizielle Veran- staltung des Reiches, an deren Spitze der durch den Führer Adolf Hitler berufene Leiter des deutschen Sports, Reichssportführer, SA.-Gruppen- führer oon Tschammerund Osten, steht. Die Nürnberger Veranstaltung wird aber auch durch die Zahl der aktiven Teilnehmer alle früheren Ver­anstaltungen weit übertreffen.

Es beteiligen sich an ihr nicht nur die Spitzen­könner des deutschen Sports, sondern auch die Ver­bände selbst und die Reichswehr. Dadurch wird den deutschen Kampfspielen Nürnberg 1934 ein Aus­maß, ein Glanz des äußeren Rahmens und ein Echo im deutschen Volke geschaffen werden, wie es bei einer sportlichen Veranstaltung der letzten Jahr­zehnte kaum der Fall gewesen sein dürfte. Dieses erste große zentrale Sportfest des deutschen natio­nalsozialistischen Staates wird ein noch lange nach­klingender Höhepunkt der neuartigen Auffassung deutscher Körpererziehung werden. Wie bei den Reichsparteitagen, so werden sich auch bei den deut­schen Kampfspielen zehntausende deutscher Volks­genossen ein Stelldichein in der alten Noris geben.

Neue Zusagen

auf die Olympia-Einladung.

Auf die Einladungen, die die Organisations- Komitees für die XL Olympiade und für die IV. Olympischen Winterspiele Ende vorigen Jahres an die olympischen Komitees der ganzen Welt ge­richtet haben, sind in den letzten vier Wochen zwei neue Zusagen in Berlin eingegangen. So hat das Türkische Komitee durch seinen Präsidenten Resit Saffet Bey mitgeteilt, daß es alles tun werde, um die türkische Kampfmannschaft für Berlin 1936 so groß und stark wie möglich zu machen; nachdem^ erst im vergangenen Winter der Skisport in der Türkei eingeführt worden sei, hoffe man auch zu den Winterspielen einige Aktive entsenden zu kön­nen. Die zweite Zusage kommt von Ungarn. Wie bereits bekannt, haben früher schon zugesagt Oester­reich, die Tschechoslowakei, Lettland, Finnland, Nor­wegen, die Schwei,; und Belgien. Die Komitees einiger Länder, z. B. Frankreich, den USA., und oon Kanada, haben mitgeterlt, daß die Ausschüsse oder Vollsitzungen, die über die Einladungen zu befinden haben, in Kürze zusammentreten werden.

Alles klar für Holmenkollen!

Deutschlands Skiläufer vor neuen Kämpfen.

Am morgigen Samstag beginnen auf Holmenkoll bei Oslo die klassischen norwegischen Skirennen, bei denen Deutschland mit der stattlichen Streitmacht von 14 Läufern und Springern vertreten sein wird. Die Deutschen werden auch hier nur lernen können, denn die bei den kIS-Rennen in Solleftea gewonne­nen Erfahrungen werden nach so kurzer Zeit noch nicht zu einem Erfolge ausreichen. Die Besetzung der einzelnen Wettbewerbe der Holrnenkoll-Rennen ist stärker als je ausgefallen. Die Gesamtzahl der von Norwegen, Finnland, Deutschland und Oester­reich abgegebenen Meldungen beträgt 467. Davon

entfallen auf den 18-Kilometer-Langlaus 103, auf den zusammengesetzten Lauf 89, auf den 50-Kilo- meter-Dauerlauf 129 und auf den großen Sonder­sprunglauf 146 Teilnehmer.

Die Startplätze für sämtliche Prüfungen wurden bereits ausgelost. Am stärksten ist die deutsche Be­teiligung am kombinierten Lauf. Von be­kannten Bewerbern haben hier der Finne Lauri Valonen (3) und der norwegische FIS=<5ieger Oddbjörn Hagen (7) recht ungünstige Plätze er­wischt. Auch Franz Reiser, Partenkirchen, steht hinter unserem Amateurlehrer Rolf Kaarby (19) mit Nr. 25 noch recht weit vorn. Eine halbe Minute hinter ihm geht Helmuth Lantschner ab. Die übri­gen Deutschen haben folgende Startnummern: Alfred Stoll, Berchtesgaden (48); Gustl Müll e r, Bayrischzell (56); Willi Bogner, Traunstein (62); Walter Motz, München (65); Anton Eis- gruber, Partenkirchen (74); Matthias Wörndle, Partenkirchen (79).

Den 18 - Kilometer - Sonderkauf be­streiten drei Deutsche, von denen Friedl D ä u b e r , Berchtesgaden, schon frühzeitig mit Nr. 8 auf die Reise gehen muß. Der lange Breslauer Herbert Leupold hat die Startnummer 35 ausgelost und der junge Josef Schreiner, Aschau, startet als Nr. 53. t

Für den großen Sprunglauf sind nur die jungen deutschen Nachwuchskräfte Hans Ostler, Partenkirchen, Andreas Hechenberger, Bay­rischzell, und Karl Dietl, München, gemeldet worden. Ohne deutsche Beteiligung geht dek 50- Kilometer-Dauerlauf oonftatten. In dieser Prüfung sind in Abwesenheit der Schweden, die an den gleichen Tagen ihre Meisterschaften veranstalten, die Norweger und Finnen unter sich.

Oer OFB. bereitet vor ...

Der Deutsche Fußball-Bund ist zur Zeit in gesteigertem Maße mit den Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaften, deren Schlußspiele bekanntlich in diesem Sommer (27. Mai bis 10. Juni) in Italien zur Durchführung kommen, be­schäftigt. Der DFB. ist mit allen Kräften bemüht, für die Schlußspiele eine kampfstarke Mannschaft auf die Beine zu bringen und plant daher einen Hebungskursus, der in der Zeit vom 7. bis 19. Mai im westdeutschen Verbandsheim in Duis­burg oonftatten gehen soll. Außerdem hat der DFB. zur Vorbereitung unserer jungen Spieler die be­kannte englische Berufsspieler-Mann- schaftvon Derby County zu vier Hebungs­spielen verpflichtet.

Eine National-Mannschast der Straße.

Nach dem Muster des Amateur-Fliegersports soll in diesem Jahre auch erstmalig eine deutsche Na­tionalmannschaft der Straßenfahrer gebildet wer­den. Als Gradmesser für das Können der Fahrer und die jeweilige Zusammensetzung der Mannschaft sollen die mit den Berufsfahrerrennen parallel lau­fenden Amateur-Straßenrennen der Klaffen A und B dienen. Die genauen Ausführungsbestimmungen werden noch erlassen.

Das Dortmunder Neit-Turnier.

Im Mittelpunkt des Dortmunder Reit-Turniers stand am Mittwochabend vor 4000 Zuschauern ein mittelschweres Jagdspringen der Klasse M, das dem bekannten Turnierreiter Axel Holst auf Egly" erneut Gelegenheit bot, fein großes Können unter Beweis zu stellen. Er kam zu einem über­legenen Siege vor Wachtmeister Weidemann auf Christel", vor Frau Franke aufHartherz". Die Kämpfe des Donnerstagnachmittag wurden eingeleitet mit einer Eignungsprüfung für Jagdpferde, die in beiden Abteilungen mit sicheren Siegen von Frau Franke mit Tegethoff bzw. Ingo endete. In der Dressurprüfung für Reitpferde erhielt Otto Loerke mit Moselländer die goldene Medaille.

Earnera bleibt Weltmeister.

Der italienische Schwergewichtsweltmeister Primo Camera verteidigte am Donnerstagabend in Miami (Florida) seinen Titel gegen den amerika-

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nischen Herausforderer Tommy Loughran mit Erfolg und schlug auf Grund feiner körperlichen Heberlegenheit feinen Gegner über 15 Runden sicher nach Punkten.

Handball im Gau XII her DT.

heuchelheitn I OSL. Gießen I 8:4.

Der Turnverein Heuchelheim konnte am Sonntag die angesetzten Spiele sicher gewinnen. Bei dem Treffen der ersten Mannschaften sah es -zwar zu­nächst nicht nach einem Sieg der Einheimischen aus. Schon kurz nach Anstoß gingen die Gaste durch ihren Halbrechten in Führung, erhöhten auf 2-0 und verwandelten bald darauf einen gegebenen Strafwurf. Dann aber taute Heuchelheim auf und Tor auf Tor fiel. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit konnte Gießen einen weiteren Treffer an­bringen.

Heuchelheim II OSL. Gießen II 5:3.

Im Spiel der zweiten Mannschaften waren die Einheimischen körperlich unterlegen, trotzdem stand aber ihr Sieg nie in Frage.

Gerätemannschastskampf

Atzbach - LeihgesternWieseck.

Am morgigen Samstag wird ein Geräte-Mann- schaftskampf zwischen Turnern der Vereine Atzbach, Leihgestern und Wieseck ausgetragen. Die Veran­staltung findet in Wieseck statt. Der Verein Leih­gestern verfügt über eine sehr gute Mannschaft. Wieseck muß mit Ersatz antreten. Welche Mann­schaft den Kampf für sich entscheiden wird, ist nicht vorauszusagen.

Kurze Sportnotizen.

Einen interessanten Versuch unter­nimmt der Schwirnrnwart der Deutschen Turner­schaft, der gute Geräteturner als Wasserspringer ausbilden lassen will. Da von den Springern voll- endetste-Körperbeherrschung verlangt wird und diese bei jedem erstklassigen Kunstturner erstes Erforder­nis für feine Leistungen ist, dürfte dieser Versuch zweifellos manchen Erfolg bringen.

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Weltrekordmann Marty sprang bei den amerikanischen Hallenmeisterschaften außer Konkur­renz erneut die stattliche Höhe von 2,05 m im Hoch­sprung, während im Wettbewerb der Deutsch­amerikaner Spitz auf 2,01 m kam.

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Helen Wilks, die lange Jahre die beste Tennisspielerin der Welt war und feit ihrer Ver­letzung im vergangenen Jahre keinen Schläger mehr in der Hand hatte, will wieder einen Versuch unter­nehmen, ob sie ihr altes Können noch besitzt bzw. wieder erlangen kann.

Die Kampfspiel-Tenniswettbewerbe werden, da es in Nürnberg an einer geeigneten Anlage mangelt, vom 24. bis 28. Juli in München ausgetragen.

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Frankfurts Hallenhandbalkturnier wurde einmal mehr eine Beute der Sportgemeinde Eintracht" Sie ging aus dem mit acht Mann­schaften besetzten Turnier als Sieger hervor, nach­dem sie im Endspiel den überraschend so weit ge­kommenen Tv. 57 Sachsenhausen 6 :2 besiegte.

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Für das am 9. März beginnende Ber­liner Sechstagerennen haben bisher folgende Fah­rer Verträge erhalten: I. van Kempen-Braspen- ning, Rausch-Lohmann, Zims-Jppen, Dorn-Mac- zinsky, Ehmer-Korsmeier, Hmbenhauer-Hoffmann und der Belgier Sonde.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 2. März.

Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20 Uhr: Passionsandacht; Pfr. Lenz. Pelruskapelle. 20: Passionsandacht; Pfarrassistent Balz.

Geschäftliches.

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Gesellenprüfung soll Mitte März d. I. stattsinden. Anmeldungen va der Gesellenprü­fung erbitten wir längstens bis zum 10. März bei unserer Ge­schäftsstelle, Neustadt 61, vorzu­nehmen, woselbst auch jede weitere Auskunft in Bezug auf Anmel­dung usw. erteilt nurb.

Gießen, den 26. Februar 1934.

Der Vorsitzende des GesellenvriisungSauöschusses.

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hausen, den 28. Februar 1934.

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