Einzelbild herunterladen

scher Block begegnet allgemeiner Ablehnung. Nicht das hat man gewollt; weiß man denn eigent­lich, was man überhaupt wollte?

Auch die zollpolitischen Konflikte drücken schwer auf die Gemüter. Man versichert eif­rig, daß die wirtschaftliche Lage Frankreichs so schlecht sei, daß die Regierungen nicht untätig zu­sehen könnten und die das Ausland verstimmenden Maßnahmen unumgänglich waren. Eine andere Frage freilich ist es, ob sie etwas nützen werden, denn das Hebel wurzelt darin, daß die Selbstkosten der französischen Wirtschaft über ein Drittel größer sind als die anderer Länder. Das Heilmittel wäre nach Paul Reynaud die Herabsetzung der Löhne und die Deflation: und für den Fall, daß diese sich unmöglich erweisen sollten, halten manche das Schreckgespenst "der Frankenabwertung in Bereit­schaft ...

Italien und die Zukunft Oesterreichs.

Mailand, 1. März. (DNB.) Die Aeußerungen deutscher Zeitungen zur Donaupolitik Italiens lösen in der italienischen Presse scharfe Gegenäußerungen aus. Fast sämtliche Blätter bringen stark polemische Leitartikel.Corriere della Sera" schreibt, der Schutz der österreichischen Selbstän- folgtet! gehöre zu Italiens traditionellem Pro­gramm und sei begründet in politischen und wirt­schaftlichen Notwendigkeiten. Für Deutschland be­stehe dagegen kein Bedürfnis, ein sacrum Imperium romanum neu zu gründen, das ja überdies nie funktioniert habe und weniger noch in Zukunft funktionieren würde. Auf den Unterschied zwi­schen demheiligen römischen Reich deutscher Na­tion" des Mittelalters und der völkischen Grund­

idee des Nationalsozialismus geht das faschistische Blatt allerdings nicht ein. Die ausländische Presse und nicht nur die deutsche irre sich, so fährt das Blatt fort, wenn sie Italiens Opposition gegen den Anschluß der Besorgnis zuschreibe, Deutschland an den Grenzen des Brenner zu haben. Das mache auf Italien keinen Eindruck, denn die Grenzen feien fest, und außerdem sei es auch nicht erwiesen, daß die geeinigten Deutschen m i t feindlichen Absichten an der Grenze stehen würden. Warum Italien besorgt sei, sei der Unter­gang einer so wichtigen und historischen Einheit wie Oesterreich, das seine eigene Aufgabe zu erfül­len habe."

Hochverratsverfahren gegen den Parteivorstand der österreichischen Sozialdemokratie.

Wien, 1. März (DNB.) Die Staatsanwaltschaft hat gegen den gesamten sozialdemokratischen Partei­vorstand und die maßgebenden Führer der Partei, insgesamt gegen 2 4 Personen, das Ver­fahren wegen Hochverrates und Mitschuld am Hochverrat eröffnet. Unter den Angeklagten be­finden sich die vier nach der Tschechoslowakei ge­flohenen Schutzbundführer Deutsch, Bauer, König und S ch o r s ch, sowie der frühere Staats­kanzler Karl Renner und der Bürgermeister von Wien, Seitz. Gegen die vier geflohenen sozialisti­schen Führer kann das Auslieferungsbegehren nicht gestellt werden, da nach den geltenden internatio­nalen Regeln für politische Verbrechen ein Aus­lieferungsantrag nicht in Frage kommt. Gegen die leitenden Beamten der aufgelösten sozialistischen Arbeiterbank, besonders gegen den Präsiden­ten der Bank, Dr. Freundlich, ist gleichfalls das Hochverratsverfahren eröffnet worden.

Wandlung in der amerikanischen Handelspolitik

Viele Anzeichen deuten darauf hin, daß die Han­delspolitik der Vereinigten Staaten eine grundsätz­liche Wandlung durchmacht. Die sich anbahnen­den Veränderungen können auch für Deutschland nicht gleichgültig sein. Diese neueren Entwicklungen sind besonders von Interesse auch deswegen, weil durch die Umstellung in der Handelspolitik d i e Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeug­nisse, die im letzten Jahre immer mehr zusammen­schrumpfte, g e ft e i g e r t werden soll.

Erst vor kurzem wurde mit staatlichen Geldern in Washington eine Außenhandelsbank gegründet, welche die Ausfuhr finanzieren und m gewissem Umfange lenken soll. Der Landwirtschafts­minister Wallace hat vorgeschlagen, daß die I n - dustriezölle soweit gesenkt werden müß­ten, daß für eine halbe Milliarde Dollar mehr Waren jährlich nach den Vereinigten Staaten e i n- geführt werden könnten. Er begründet die Not­wendigkeit einer Zollsenkung damit, daß nur durch eine Senkung der Jndustriezölle die Möglichkeit für einen vermehrten Auslandsabsatz

landwirtschaftlicher Erzeugnise ge­schaffen werden könne. Diesen Gedanken scheint sich jetzt auch Präsident Roosevelt angeeignet zu haben, denn es wird aus Amerika gemeldet, daß sich der Präsident vom Kongreß die Ermächtigung zur Herabsetzung aller Zölle bis zu 5 0 v. H. im Wege des gegenseitigen Aushandelns mit den fremden Mächten geben lassen werde.

Daraus können sich außerordentlich wichtige Fol­gerungen für die zukünftige Gestaltung des inter­nationalen Handels ergeben. Während sich die ame­rikanische Handelspolitik früher damit begnügte, Meistbegünstigungsverträge mit ande­ren Ländern abzuschließen und im übrigen an den Vorteilen teilzunehmen, die sich dritte Staaten durch handelsoertragliche Abmachungen einander einräum­ten, soll jetzt allem Anschein nach der Versuch ge­macht werden, auf dem Wege von Gegenseitig- keitsverträgen den amerikanischen Erzeug­nissen neue Absatzwege zu erschließen. Bei diesen Bestrebungen wird man versuchen, den Außenhan­del so planmäßig wie möglich zu gestalten.

Die Regelung der Geireideivirtschast.

B ei'4 i n, 1. März. (DNB.) Amtlich wird u. a. mitgeteilt: Mit der Einführung der F e st p r e i s e für Brotgetreide ist für den gesamten Ge­treidemarkt eine völlig neue wirtschaftliche Grund­lage geschaffen worden. Die Aufgabe, der Land­wirtschaft eine Verwertung ihrer Ernte an Roggen und Weizen, soweit zur Ernährung der Bevölke­rung erforderlich ist, zu festen und gerechten Preisen zu sichern, ist durchaus gelöst worden. Darüber hinaus hat der R o g g e n m a r k t in sei­ner Gesamtheit einen so geordneten und organi­schen Verlauf genommen, daß er auch für den Rest des Wirtschaftsjahres als in sich gesund und ge­festigt betrachtet werden kann. Arn We i z e n - ma r k t sind infolge des besonders großen Ertrages der letzten Ernte gewisse Stockungen des Angebots in den stachtungünstig gelegenen Gebieten, den so­genannten toten Winkeln, aufgetreten, die zeitwei­lig die Aufnahme von Weizen durch die öffentliche Hand erforderlich machte.

Im Hinblick auf die große Weizenernte war schon zu Beginn des Wirtschaftsjahres in Aussicht genom­men worden, durch Umtausch gegen aus­ländische Fu11ergerste, Mais und Dari für den überschüssigen Weizen Abfluß auf dem Welt­markt zu verschaffen, sobald es die Lage auf dem inländischen Futtergetreidemarkt zulassen würde. Nachdem dieser Zeitpunkt jetzt gekommen ist, hat die Reichsregierung die notwendige gesetzliche Grund­lage durch das Gesetz über Ausfuhrscheine vom 26. Februar 1934 geschaffen. Durch eine Aus­führungsverordnung hierfür wird nunmehr mit Wirkung vom 8. März 1934 d i e Ausfuhr von Weizen bis zum 15. Juli 1934 mit der Maßgabe 3 u g e I a ff e n, das mit Hilfe der erteilten Ausfuhr- scheine bis zum 31. Juli 1934 ö i e gleiche Menge Futtergerste, Mais oder Dari zollfrei eingeführt werden kann. Die Reichsstelle für (Betreibe wird dem Inhaber des Ausfuhrschei­nes auf Antrag einen sogenannten Anrech­nungsschein über 25 Mark nebst Zinsen für je eine Tonne ausgeführten Weizen bis zum 31.

Juli 1934 ausstellen. Die Berechtigung aus den An- rechnungsfcheinen ist übertragbar. Die Reichsstelle nimmt die Anrechnungsscheine bei der Veräußerung von ausländischem Oelkuchen zum Nennwerte auzüg- lichlich Zinsen in Zahlung. Die Anrechnungsscheine müssen zur Einlösung bis zum 31. August 1934 vor­gelegt werden.

Weiterhin werden her Ausfuhr von Wei - zen und Müllerei-Erzeugnissen aus Weizen, dadurch neue Möglichkeiten eröffnet, daß der bisher im Rahmen des Austauschverfahrens geltende Zoll von 75 Pfennig je Doppelzentner bei der Wiedereinfuhr von Weizen fortfällt. Ausfuhrfcheine für Weizen und Müllerei­erzeugnisse aus Weizen werden nur erteilt, wenn die Waren von der Reichsstelle für (Betreibe verkauft finb. Wenn über Berkaus vor dem 8. März abge- schlossen worden ist, müssen die Waren bei foer Reichsstelle gebucht worden fein.

Sodann sind die mit dem 30. Juni 1934 abgelau­fenen Festpreise verlängert worden, bei Roaaen bis zum 15. Juli, bei Weiten bis zum 15. August 1934. Die Preishöhe ist die gleiche wie sie für den Juni festgelegt worden ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß mindestens 500 000 Tonnen Weizen und etwa 200 000 Tonnen Roggen mehr als bisher zu den Festpreisen abgesetzt werden können. »

Die Nachprüfungen über die Innehaltung Der Einlagerungsplicht der Mühlen werden ver­schärft und mit besonderer Genauigkeit durch­geführt werden. Durch wiederholte Kontrollen foer einzelnen Mühlen wird sichergestellt werden, daß am Auslauf des Wirtschaftsjahres die Mühlen die vorgeschriebenen Pflichtmengen an Weizen auf Lager haben. Schließlich ist, da der Weizenmarkt gerade an der Wende Feburar-März allgemein als besonders angespannt gelten mußte, die Reichsstelle für (Betreibe ermächtigt worden, noch einmal mit Weizenkäufen in dentoten Winkeln" einzugreifen, was eine starke Entlastung des Marktes herbei­geführt hat.

Der Mchsstand der deutschen Industrie zur Mrischasts- und Sozialpolitik.

Berlin, 1. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz von Dr. Krupp von Bohlen unb Halbach trat her Ausschuß für allgemeine Wirtschafts- unb Sozial­politik beim Reichsstanb foer Deutschen Jnbustrie zusammen. In ben Verhanblungen bilbete bei vol­ler Würdigung foer auf bem Jnlandmarkt erfreu­licherweise zu verzeichnenben Belebung bie Sorge um bie Erhaltung unb Stärkung unse­res Auslandsabsatzes ben Hauptgegenstand in ben Berichten foer Ausfuhrindustrie. Einmütigkeit bestand darüber, daß unter Aufrechterhaltung der Währung Erleichterungen für die Ausfuhr im Ge­samtinteresse der deutschen Volkswirtschaft dringend geboten seien.

Generaldirektor Junghans berichtete über Mittel und Wege zur Beseitigung der Äerlustwirt- schaft" in der Hauptsache bei mittleren unb kleineren Betrieben her F e r ti g i n d u - ft r i e, namentlich sofern sie als Exportindustrien um verschulbet in Not gekommen seien. Nur eine ver­lustfreie Jnbustrie könne selbst ober burch Anleihen Gelbmittel freimachen, um burch Erneuerung ihrer Anlagen bie Staatsinitiative bei foer Arbeitsbeschaf­fung zu unterstützen und wieder ein gesunder Trä­ger für Steuern und Löhne zu werden. Es fei zu

Haffen, daß die unfreundliche Einstellung ben Kar­tellen gegenüber foer Einsicht weiche, baß in foer Hand eines starken Staates bas Kartell ein Werkzeug fei, um im Interesse bes Staates unb foer Wirtschaft eine Drbnung bes Marktes herbeizu­führen. Vom gemeinsamen Ausschuß für ben Ge­schäftsverkehr zwischen Jnbustrie und Handel wur­den folgende Beschlüsse zur Ordnung des Geschäfts­verkehrs der Jnbustrie mit ben Verteilergruppen gefaßt:

1. Volle Großhanbelsrabatte find von ber völligen Erfüllung ber Großhanbelsfunktionen ab­hängig.

2. Einzelmitglieber von Einkaufsgenossen­schaften werben bei ihrer Belieferung burch bie Jnbustrie w i e Einzelhänbler behanbelt.

3. Warenhäuser, Kaufhäuser, Ein­heitspreisgeschäfte unb ähnliche Unterneh­mungen finb Einzelhänbler unb zu Einkaufs­preisen bes Einzelhandels zu beliefern, gegebenen­falls mit ben in Frage fommenfoen Mengen­rabatten

4. Heber bie Durchführung bes Gesetzes zur Drbnung ber nationalen Arbeit sprach Hanfoelskammerpräsident A. Pietzfch. Die Durch-

Ein einig Volk von Brüdern.

Oer Zusammenschluß der Deutschen Front im Saargebiet.

Mit frecher Stirn haben sich Menschen, die nicht einmal abstimmungsberechtigt sind, in den letzten Monaten angemaßt, der Welt gegenüber zu be­haupten, sie seien die Vertreter der Saarinteressen. Separatistische Kreise haben mit unglaublicher Frechheit ihr Unwesen im Saargebiet getrieben unb finb babei von französischen Kreisen unterstützt worben. Die Saarregierung hat Emigranten in amtliche Positionen gebracht unb biefe Emigranten haben an deutschen Saarbürgern ihr Mütchen ge­kühlt. Daterlandsverräter wie Max Braun haben ben Franzosen in bie Hänbe gearbeitet. Das Spiel würbe ihnen erleichtert, ba gewisse parteipolitische Differenzen an ber Saar noch immer vorhanden waren, bie von ben Separatisten ausgenutzt unb aufgebauscht würben. Die Arbeiterschaft im Saar­gebiet ist deutsch unb hat mit immer mehr steigen- bem Unwillen biesem Treiben ber Emigranten- unb Separatistenkreise zugesehen. Daher konnte es für alle Deutschen an ber Saar kein aufrichtigeres Be­streben geben, als enblidh eine Einheitsfront herzustellen unb ben entschlossenen Willen ber Saar- bevolkerung auch völlig geschlossen zum Ausbruck zu bringen.

Das ist nun aeschehen. Die Parteien an ber Saar finb verschwunden. lieber alle sozialen unb beruflichen Schichtungen, über alle weltanschau­lichen unb konfessionellen Verschiebenheiten hinweg ist ber Zusammenschluß aller Deutschen an foer Saar erfolgt. In foer Führung foer Deut­schen Front des Saargebiets sind jetzt alle bis­herigen Richtungen und Gruppen vertreten, um sich für Deutschland einzusetzen, um für das eine große Ziel zu kämpfen: die Heimkehr ins Reich. Einer steht für alle und alle stehen für einen, und nichts vermag mehr diese deutsche Front zu er­schüttern. Was vergangen ist, das liegt in der Ver­gangenheit. Wer in dieser historischen Stunde sein Bekenntnis zum Deutschtum abgelegt hat, der ist Bruder unter Brüdern, und ein Hunds­fott, wer ihn noch schmähen will, so oft sich vorher auch die Meinungen gekreuzt haben mögen.

Den Landesverrätern, ben Emigranten und Se­paratisten ist mit diesem Zusammenschluß an ber Saar bas Wasser ab gegraben. Es gibt keinen Par­teihaber mehr an ber Saar; es gibt nur noch Deutsche. Das ist ber Sinn bes Abkommens, bas ist bie Bedeutung ber Bilbung ber Deutschen Front. Aus allen Aufrufen zum 1. März klingt von ber Saar herüber größte Begeisterung und entschlosse­ner Wille, burch Kampf zum Sieg zu ge­

langen. Kem Zweifel: Der Sieg wird errungen werden, allen offenen unb allen geheimen Feinden zum Trotz!

Wozu bie Saar sich an biesem historischen 1. März bes Jahres 1933 bekannte, bas ist zugleich Erfül­lung des schönsten Traumes, des herrlichsten Zieles, das den Besten unseres Volkes unter Adolf Hitlers Führung vorschwebt und um bas sie ringen. Es ist ein Bollwerk errichtet. Ein Bollwerk nicht wie die Festungen aus Eisen und Beton, mit benen Frank- reich seine Ostgrenze schützt, sonbern ein Boll­werk der Herzen! 11 nb ganz Deutschland ist daran, zu einem solchen Bollwerk ber Herzen zu werden, ein Bollwerk des inneren Erlebens, ber unverbrüchlichen Treue bes Opferbewußtseins für das deutsche Volkstum. Und wie an ber Saar bie Ränke an diesem Bollwerk zerschellen werden, so bietet für ganz Deutschland das Bündnis der Her- zen im nationalen und im sozialen Willen, ber Einigkeit einen festeren Damm gegen alle Sturm­fluten von draußen, als es Schützengräben, Unter- stände, Kanonen und Maschinengewehre jemals zu tun» vermögen.

Freudenstimmung im Saargebiet

Saarbrücken, 1. März. (DNB.) In einzig- artiger Geschlossenheit unb Begeisterung hat d i e gesamte Saarbevölkerung bie frohe Kunde von ber Bilbung foer saarländischen Eidge- nossenschaft foer Deutschen Front ausgenommen. Saarbrücken unb alle Ortschaften bes Saargebiets finb ein Flaggenmeer. Fast jefoes Haus hat geflaggt, um ber Verbunfoenheit aller in diesem geschichtlichen Augenblick für das Saardeutschtum Ausdruck zu geben. Durch große Aufrufe in der Morgenprefse wurde die Bevölkerung von den Ge» fchehnissen in Kenntnis gefetzt. An den Zeitungs­aushängen der Organe der Deutschen Front scha- ren sich dichte Menschenmengen, um die Aufrufe und Nachrichten über die Bildung der einheitlichen Front an der Saar zu lesen. Schlag 12 Uhr ertönte von allen Kirchen Saar­brückens Glockengeläut, um dem festlichen und erhebenden Tag eine ganz besondere Weihe zu verleihen. Alle Schranken konfessioneller, partei­licher und sozialer Bindungen sind damit gefallen. Die marxistische und separatistische Presse hatte von ben in Vorbereitung befindlichen Ereignissen keine Kenntnis unb hat foaher noch keine Notiz davon ge­nommen.

Wie ber Arbeiter für den neuen Staat gewonnen wurde.

Dr. Ley über das Werden der Deutschen Arbeitsfront.

Berlin, 1. März. (DNB.) Auf einem Emp- fangsabenfo bes Außenpolitischen Amtes ber N^sDAP. führte ber Führer ber Deutschen Arbeitsfront Staatsrat Dr. Ley u. a. aus: Der foeutfche Ar­beiter ist heute bie feste und treueste Stütze Adolf Hitlers. Ich ging zum Arbeiter selber, um ihm Die Hand zu bieten, erkundigte mich nach seinen Noten und seinen Wünschen, sprach als Mann zum Mann. Es war wundervoll zu beobachten, wie Schüchternheit, Niedergeschlagenheit, ja zum Teil auch gegnerischer Grimm und Haß durch den ein­fachen Händedruck zweier Männer überwunden wurden. Nicht ein einziger von den 60 000 Men­schen, denen ich in diesen Wochen die Hand ge­drückt habe, fraate mich, ob ich nicht höhere Löhne oder neue Tarifverträge in der Tasche hätte. Hier wurde mir bestätigt, daß ber Kampf bes Arbeiters nicht um Lahnpfennige, um Lohntüten gegangen ist, sonbern um seine Ehre, um seine Achtung. Nach foieser Vorbereitung kam bes Führers gewaltige Rebe. Was wir vorbereitet hatten, würbe hier vollenbet. Währenb biefes Ringens um bie Aner­kennung, um ben Glauben, um bas Vertrauen vor sich ging, waren wir nicht mübe, gleichzeitig b i e Organisation in Drbnung zu bringen. Nicht weniger als 169 Arbeiter- unb Angestelltenverbände würben zu 21 Verbänben zusammengelegt. Die Verwaltungs- unb Pauschalkosten, bie bis bahin 55 v. H. bes Beitragsaufkommens be= beuteten, würben burch diese Maßnahme allein auf 35 v. H. gesenkt. Wir befriedigten alle Ansprüche, bie bie Mitglieder an bie ehemaligen Gewerkschaften hatten. Die Gewerkschaften waren

führung müsse im nationalsozialistischen Geist foer Gemeinschaftsarbeit zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern erfolgen, bie möglichst im Wege eigener verantwortungsbewußter Selbstverwaltung bie sich aus bem Gesetz ergebenden Aufgaben zu er­füllen hätten. Der Bilbung unb Zusammensetzung ber im Gesetz vorgesehenen Sachverstänbigenbeiräte unb Ausschüsse beim Treuhänber ber Arbeit komme wesentliche Bebeutung zu. Der Berichterstatter rich­tete an bas Unternehmertum ben bringenben Auf­ruf, als Führer ber Betriebe ihre verantwortlichen Aufgaben im Sinne echter Volksgemeinschaft durch- zuführen. Wenn so alle Teile Unternehmer unb Arbeitnehmer zusammenstehen, bann sei nicht baran zu zweifeln, baß bas Ziel bes Gesetzes, ben Klassenkampf endlich zu beseitigen, erreicht werden würde. >

Arbeitermangel auf dem platten Lande in Schleswig-Holstein.

Kiel, 2. März. (DNB.) Nicht besser können die Erfolge der Arbeitsbeschaffung illustriert wer­den als durch ein Ersuchen der La nd e s ba u e r n- schaft an bie Hanbelskarnrner in Kiel. Es setze, heißt es barin, jetzt durch Beschäftigung zahlreicher Kräfte bei den Landgewinnungsarbei­ten an ber Meeresküste ein Mangel an lanbwirtfchaftlichern Personal ein wie in keinem Jahr bisher. Der Arbeitermangel auf bem Lanbe ist befonbers brüdenb in Eiberstabt, wie überhaupt an foer Westküste Schleswig-Hol­steins, ferner im Kreis Flensburg. Weibliche Kräfte fehlen besonders stark in Öen Kreisen Rendsburg und Süder-Dithmarschen.

Ein Familienrechtsausschuß

der Akademie für Deutsches liecht.

München, 1. März. (DNB.) Der Ausschuß für Familien- einschließlich Eherecht der Akademie für Deutsches Recht ist vom Präsidenten der Akademie, Reichsjustizkommissar Dr. Frank, eingesetzt worden. Den Vorsitz hat Rechtsanwalt

stark verschuldet. Wir zahlten diese Schulden unb konnten bereits in einigen Monaten dem Führer melden, daß wir nicht nur schuldenfrei ge­worden waren, sondern daß ein ansehnliches Ver­mögen vorhanden sei.

Bereits am 27. November verkündete ich bann den Plan der F r e i z e i t g e st a l t u n g. Die mo­derne Entwicklung der Industrie, das Washingtoner Abkommen über den Achtstundentag bedingten jene verderbliche Rationalisierung, bie ben Menschen nur noch zur Maschine machte. Stoppuhr, Akkorb, Maschine, laufenbes Banfo zermürbten bie Nerven unb mechanisierten bie Menschen. Schon einige Mo­nate nach Verkünbung ber NS.-GemeinschaftKraft burch Freube" konnten Tausenbe unb Abertausende Arbeiter aus allen Gebieten Deutschlanbs in die Alpen, in ben Schwarzwalb, in ben Harz, in ben Bayerischen Walb unb ins Riesengebirge fahren. Genau wie hier mit größter Energie unb Tatkraft bas neue Wollen umgesetzt würbe, geschah es auf jebem Gebiet foieser NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". Im Mai, Juni und Juli werden allein mehr als 100 000 deutsche Werkleute auf der hohen See fahren. Norddeutscher Lloyd und Hapag haben ihre Schiffe zur Verfügung gestellt. Was der Mar­xismus versprochen hat, wird der Nationalsozia­lismus in die Tat Umsetzern Die Werbung um den deutschen Arbeiter hat Erfolg gehabt. Er ist zurück- gekehrt zu seinem Volk, er hat sich eingeordnet in die Gemeinschaft und schafft nicht nur mit Fäusten, sondern mit dem Herzen am Neubau des Reiches,

Dr. Ferdinand M ö ß m e r - Müpchen inne. Vize­kanzler von Papen hat sich als Mitglied der Akademie für Deutsches Recht bereiterklärt, bem Ausschuß seine Mitarbeit zur Verfügung zu stellen. Die erste Sitzung findet am 6. unb 7. März in München statt. Zur Behanblung stehen grunb- sätzliche Fragen über bie Neugestaltung bes Fa­milienrechts unb über bie Arbeitsmethoben des Ausschusses.

liücktrittöerklärungen hamburgischer Kirchenführer.

Hamburg, 1. März. (DNB.) Landesbischof D. Dr. Schoefsel hat sein Amt als Lan­desbischof niedergelegt. Gleichzeitig haben auch Hauptpastor D. Knolle bas Amt des Generalsuperintendenten und die Pa­storen Mumssen, Wehrmann, D. Junge das Amt des Prob st es niedergelegt.

Empfehlungsschilder aufgelöster Auwmobilklubs entfernen.

Berlin, 1. Mär§. (DNB.) Die Ober st e na­tionale Sportbehörde für die Deut­sche Kraftfahrt (ONS.) teilt mit: Nach einer Verfügung des Führers des Deutschen Kraftfahr­sports, Obergruppenführer Hühnlein, sind bis zum 5. März von den Hausfronten der Hotels, Gaststätten, Garagen unb Reparaurwerkftätten sämtliche Empfeh- lungsschilder ber früheren, nach Bilbung des DDAC. aufgelösten Automobilclubs unb -Derbänbe 3" entfernen. Dem in früheren Jahren von einzelnen, nur auf Gewinn eingestellten Kraft- fahrverbänden geübten Clubschilberhanbel wird mit dieser Maßnahme gleichfalls ein Ende bereitet Der Führer des Deutschen Kraftfahrsports hat es dem DDAC., der gemeinsam mit der NSKK. dis Front der deutschen Kraftfahrer verkörpert, zur besonderen Aufgabe gemacht, bas Recht zum Führen seiner E m p f e h l u n g s s ch i l fo e r nur an solche Hotels, Gaststätten, Garagen und