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geblieben.

durch einen B r a n d völli

PFEILRING CREME

von 15 Pf, an h

Kleine politische Nachrichten.

Der evangelische Feldbischof der Wehr­macht, D. Schlegel, tritt mit Ablauf des Monats März 1934 auf eigenen Antrag i n d e n Ruhestand. D. Schlegel hatte schon vor drei fahren die Altersgrenze erreicht, sein Ausscheiden ist nur auf sein hohes Alter zurückzuführen, lieber die Nachfolge D. Schlegels ist noch nicht entschieden.

Einbeziehung einer früher erkannten Zuchthausstrafe von drei Jahren zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 15 Jahren. Weiter wurden verurteilt 12 An­geklagte wegen versuchten Mordes zu insgesamt 107 Jahren Zu chth aus, einer zu 11 Jahren Zuchthaus. Vier weitere Angeklagte wurden we­gen Vergehens gegen das Schußwaffengesetz oder wegen Begünstigung zu Gefängnisstrafen bis zu 18 Monaten verurteilt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen.

Neues Verfahren in der deutschen pholoindustrie.

Einer der dringendsten Wünsche der Fachphoto­graphen, wie auch der Amateure, wird jetzt endlich in Erfüllung gehen: Der unerfreuliche Streit um die Scheiner-Grade wird aufhören.Wir stehen nämlich, wie das DdZ.-Büro mitteilt, un­mittelbar vor der Einführung eines neuen, ein­heitlichen Verfahrens für die Prüfung und Kennzeichnung der Empfindlichkeit von Platten und Filmen. Daher sollen die Scheiner-Grade, die übrigens ursprünglich nur als Grundlage für astro­nomische Aufnahmen bestimmt waren, durch die den bildmäßigen Aufnahmeverhältnissen besser gerecht werdenden Din-Grade ersetzt werden. Die Welt­geltung der deutschen Photoindustrie dürste dadurch noch erheblich gestärkt werden.

Der Funkmast bei Grimsby in Flammen.

Der 165 Meter hohe Mast der Funkstation der

ging in der ganzen Stadt infolge Springens einer Hauptsicherung im Elektrizitätswerk das elektrische Licht aus. Viele Kraftwagen sind im Schnee stecken-

einer Nation!

Es ist klar, daß diese neue Einigkeit im deut­schen Volk gebieterisch auch nach der ihr ge­mäßen äußeren Form des völkischen Zusam­menlebens verlangt. Die historische Aufgabe unserer Zeit ist die Schaffung des kraftvollen nationalen Einheits­staates an Stelle des bisherigen Bundes­staates. Für Länder im bisherigen Sinne und für Landesgrenzen ist im neuen Deutschland kein Platz mehr!

Niemand wird verkennen, daß auch die Länder sich geschichtliche Verdienste, besonders auf kulturel­lem Gebiet erworben haben. Der in der Tradition verwurzelte Nationalsozialismus ist der letzte, der das nicht anerkennen wollte! Aber ebenso selbstver­ständlich ist es, daß eine neue Zeit ihre eige­nen neuen Ausdrucksformen verlangt. Wollen wir, wie das Volk es am 12. November be­kannte, den starken geschlossenen völkischen Staat, so dürfen wir nicht aus Pietät, Sentimentalität oder lieber Gewohnheit an Einrichtungen und For­men festhalten, die zu anderen Zeiten und unter anderen Voraussetzungen ge-

Der Neichsinnenniinisler über den Neuaufbau des Reiches

JBei Olälie und IVind

eds Schutz und zurffflege der^aut

Feuer, das ungefähr 10 Meter vom oberen Ende des Mastes entfernt begann, fraß sich langsam hinunter. Schließlich brach der ganze Mast zusam- men. Durch rechtzeitiges Lösen der Halteseile war es gelungen, den Sturz des Antennenmastes auf die anliegenden Geoaude zu verhindern. Der Mast I lag nach dem Einsturz wie eine riesige Feuerschlange

auf der Erde. Das Personal der Funkstation löschte den Brand.

Fährunglück in Korea. 23 Bauern ertrunken.

Nach einer Meldung aus Korea sank auf einem Nebenfluß des Jalu in der Nähe des koreanischen Dorfes Tafchin eine Fähre. Dabei find 23 Bauern ertrunken. Auch eine Anzahl Vieh fiel den Fluten zum Opfer.

Mordanfchlag auf den Präsidenten von Panama verhindert

Die* Polizei von Panama hat einen Mordan - schlag auf den Präsidenten Dr. A r ias verhindert. Das Attentat sollte erfolgen, als Dr. Arias zum Wochenende im Kraftwagen zum Landsitz seiner Mutter in Penonome fuhr. Die Polizei verhaftete die Führer von zwei Kraftwagen, die die Atten­täter abholen sollten. Die Chauffeure sollen ein Ge- tändnis abgelegt haben. Die Nachricht wurde ge­heimgehalten, weil einer der Chauffeure ausgesagt hatte, einer der Attentäter sei der Sohn eines Ka­binettsministers.

Bedürftigen Erfindern wird geholfen.

Der Verband Deutscher Patentan­wälte läßt im Hinblick darauf, daß im amtlichen Verfahren kein Armenrecht besteht, bedürftigen An- Meldern, sofernihreAnmeldungAussicht auf Erfolg bietet und sofern die Bedürf- t i g k e i t in gleicher Weise nachgepiesen wird wie bei Beanspruchung des Armenrechtes vor den ordent­lichen Gerichten, die toftenlofe Beratung und Vertretung durch einen Patent­anwalt zuteil werden. Die amtlichen Gebühren und Barauslagen für die Anfertigung vorschrifts­mäßiger Zeichnungen, muß der Anmelder selbst tragen.

Vater und Sohn am gleichen Tage gestorben.

Im Heidelberger Stadtteil Wieblingen hat sich der Fall ereignet, daß in einer Familie Vater und Sohn am gleichen Tage starben, ohne daß eine besonders schwere oder ansteckende Krankheit vorgelegen hätte. Nachmittags starb der 82jährige Arbeiter Jakob Zimmer, abends sein 53jähriger Sohn.

Merkwürdiger Unfall auf einem irischen Friedhof.

In Londonderry (Nordirland) ereignete sich ein unheimlicher Vorfall. Die seitliche Stütz­mauer eines an die katholische Kirche Lang Tower grenzenden Friedhofs, der sich 9 Meter über dem Niveau einer anliegenden Straße befindet, brach plötzlich in einer Breite von 15 Metern ein. Dabei stürzten mit lautem Getöse große Mengen von Erd­massen wie eine Lawine herab, vermischt mit menschlichen Schädeln und Gebeinen, geborstenen Särgen und zerbrochenen Grabsteinen. Ein Passant wurde durch einen herabstürzenden Grabstein am Kopf verletzt. Auf dem Fried- hof sind mehrere irische Heilige bestattet.

Professor Dr. Carl Schmitt bespricht imVöl­kischen Beobachter" das neue Verfafsungsgesetz. Da das Reich die Hoheitsrechte der Länder übernom­men habe, beziehen sich alle an den Begriff Staat" gebundenen juristischen Folgebegriffe wie Staatsangehörigkeit, Hoch- und Landesver­rat ufw. jetzt nur noch auf das Reich, nicht mehr auf die einzelnen Länder. Die Frage, was aus den heute noch vorhandenen Dermal- t u n g s k ö r p e r n der einzelnen Länder (Preußen, Bayern, Württemberg ufro.) werden soll und was an ihre Stelle zu treten hätte, ist nun keine Frage derReichsreform" mehr, sondern Sache der p r at­tischen Verwaltungsreform. Die Reichs- Statthalter, so führte Professor Dr. Schmitt weiter aus, sind die Untergebenen des Reichsmini­sters des Innern. Ob man nach dem Inhalt der Länderhoheit überhaupt noch von Reichsstatthaltern reden könne, sei eine Zweckmäßigkeitsfrage. Preu­ßen hat keinen Reichsstatthalter, weil hier der Reichskanzler selbst die Befugnisse des Reichsstatt­halters ausübt, oder sie durch den Ministerpräsiden­ten ausüben läßt.Infolgedessen untersteht zwar die preußische Landesregierung der Reichsregierung in der gleichen, eben bargelegten Weise wie jede an­dere Landesregierung, nicht aber ist der Preußische Ministerpräsident wie ein Reichsstatthalter durch das neue Gesetz der Dienstaufsicht des Reichsmini- fters des Innern unterworfen."

Die 10. Tagung des W e 1 t p o ft v e r e i n s wurde in Kairo durch den ägyptischen Kronprinzen an Stelle des erkrankten Königs eröffnet.

*

Der Chef der Roten Armee im Fernen D ft e n , General Blücher, wurde von Kriegs­kommissar Woroschilow empfangen. Die Aus­sprache galt der politischen Lage im Fernen Osten. Vor kurzem ist Blücher auch von Molotow, Stalin und Litwinow empfangen worden.

Aus aller Welt.

Heftige Schneestürme an der Wasser­kante und im Sauerland.

Am Mittwochabend tarnen über dem ganzen nordwestdeutschen Küstengebiet östliche Winde auf, die sich in der Nacht zum vollen Sturm entfalte­ten. Es wurde Windstärke 8 bis 9, in einzelnen Böen sogar 12, also Orkan st ärke, erreicht. Der Sturm, der bereits wieder abgeflaut ist, war von heftigem S ch n e e t r e i b e n begleitet. Aus der Hor­ner Rennbahn bei Hamburg wurde das große höl­zerne Dach der Tribüne II vom Sturm abgerissen. Die Trümmer wurde gegen Häuser und Schuppen geschleudert und verursachten erheblichen Sach­schaden. In Hamburg sind vielfach Bäume ent­wurzelt, Reklameschilber und Fennsterscheiben ein- ?edrückt worden. Der 3000 Tonnen große Damp-- erElbe" wurde in der Nacht durch eine Schiree- böe auf der Elbe bei Stadersand auf eine Buhne geworfen. Dem Dampfer war vorher bei einem Manöver die Ankerkette gerissen. Das Schiff konnte trotz Schlepperhilfe bis jetzt noch nicht freikommen. Etwas weiter stromabwärts in der Nähe der Alten Schwinge ist ein mit Sprengstoff beladenes Motorschiff, dem Anker und Kette ver- loren gegangen sind, gleichfalls auf Strand ge- raten.

Dänemark ist in der Nacht zum Donnerstag von einem heftigen Schnee ft u r m heimaesucht wor­ben In Gjedser und auf Seeland fiel fast em Meter Schnee. Die Eisenbahnfähre aus Warne- münbe traf mit Verspätung ein. Zu allem Unglück

Am Mittwochabend fetzte in Westbeutschland hef­tiger Schnee sturm ein, der die ganze Nacht über anbauerte und befonbers im Hochsauerland zu erheblichen Verkehrsstörungen geführt hat. In Lü­denscheid liegt der Schnee stellenweise bis zu einem Meter hoch, so daß Donnerstag früh starke Kräfte eingesetzt werden mußten, um die Hauptverkehrs­adern freizuhalten. Der Autvbusoerkehr im Sauer- lanbe mußte vorläufig eingestellt werden, da die Wagen im Schnee stecken blieben. Zahlreiche Ort­schaften sind von jedem Verkehr abgeschnitten.

Die Leichen der Slralofphärenflieger in Moskau.

Wie aus Moskau gemeldet wird, trafen die sterb­lichen Ueberrefte der drei verunglückten Stratosphärenflieger am Donnerstag in Moskau ein. Auf dem Bahnhof hatte sich eine tausendköpfige Menschenmenge eingefunden, um den Forschern die letzte Ehre zu erweisen. Auch eine Ehrenwache der Roten Armee erwies den Toten militärische Ehren. Die Beisetzung findet am Frei­tag auf dem Roten Platz in Moskau statt. An einer Trauerfeier für die verunglückten Stratofphären- flieger nahmen Vertreter der Regierung und der Partei teil.

Sühne für den Mord an dem hillerjungen Bioecker.

In dem Prozeß wegen des kommunistischen Feuer- überfalls am Lockstedter Weg am 26. Februar 1933 fällte das hanseatische Sondergericht in Hamburg das Urteil. Der Angeklagte Retslag wurde wegen vollendeten Mordes an dem Hitlerjungen Bloecker, sowie wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zum Tode verurteilt, ferner unter

Am 8. Februar findet in Celle die erste Sitzung des nach den Bestimmungen des Erbgesetzes errich­teten Landeserbhofgerichtes statt. Der Sitzung geht eine kurze Feier voraus, der Justiz- minifter 'Kerrl und Staatssekretär Freister beiwohnen werden.

Das badische Geheime Staatspolizeiamt teilt mit: In Freiburg i. B. wurden am 30. Januar auf dem Münfterplatz Flugblätter der illega­len KPD. verteilt. In der Nach vom 30. auf 31. Januar wurden daraufhin durch die badische Ge­heime Staatspolizei 15 ehemalige Mitglieder der KPD., die im Verdacht der Mittäterschaft stehen, erneut in Schutzhaft genommen.

schaffen wurden, deren Zeit aber nun erfüllt ist. Sie können heute als Anreiz zu volksfeindlichen monarchistischen Parteibestrebungen sogar schädlich wirken. Dieser Wille, der jetzt nach Gestaltung ringt, entspringt her uralten tausendjährigen deutschen Sehnsucht nach dem starken einheitlichen Staat.

DasGesetz zum Neuaufbau des Reichs"

gibt diesem Willen den äußeren staatsrechtlichen Ausdruck. Es bestimmt in Artikel 1, baß bie Volks­vertretungen der Länder aufgehoben werben. Mit ber Beseitigung ber ßanbtage haben bie Länder ihre souveräne Grundlage gänzlich verloren, nach­dem bie ursprünglichen Träger ihrer Souveränität, bie Bunbesfürsten, bereits im November 1918 ver- schwunben waren. Aus biefer Tatsache zieht Artikel 2 den folgerichtigen Schluß, daß bie Hoheitsrechte ber Länder auf bas Reich übergehen unb baß bie ßanbesregierungen ber Reichsregierung unterstehen.

Von heule an gibt es keine selbständige Landes­hoheit mehr. Trager der gesamlen Staatsgewalt ist ausschließlich das Reich. Der Einheit des nationalen Willens entspricht bie Einheit ber Staatsführung. Für alle Zeiten ist damit irgendwelchen separatistifchen ober föderalisti­schen Bestrebungen ein verfassungsmäßiger Rie­gel vorgeschoben. Deutschland ist aus einem Bundesstaat zum Einheitsstaat geworden, auch wenn die praktische Durchführung des neuen Gesetzes noch Jahre erfordern wird.

Die Landesregierungen sind von heute an nur noch Ausführungsorgane des Reiches. Sie behalten zwar vorerst ihre bisherigen Zuständigkeiten, find dabei aber verpflichtet, Anordnungen ber Reichs- regierung burchzuführen. Die weitere organische Entwicklung wirb sich ohne Störung ber laufenden Verwaltungstätigkeit durch Gesetze ber Reichs- regierung unb Rechtsverorbnungen unb Verwal­tungsvorschriften bes Reichsinnenministers voll­ziehen. Das Gesetz gibt ber Reichsregierung für ben verfassungsmäßigen Neubau bes Reiches u n - beschränkte Vollmacht. Die Neichsregierung wirb sich aber bei allen ihren Schritten leiten lassen von dem Gefühl tiefster sittlicher Verant­wortung vor Vergangenheit, Gegenwart unb Zu­kunft bes deutschen Volkes!

Oie Folgerungen des Verfaffungsgefetzes.

britischen Admiralität in Waltham bei Grimsby ist ranb völlig zerstört worben. Das gefähr 10 Meter vom oberen Enbe

Berlin, 31. Jan. (DNB.) Reichsinnenminister Dr. Frick sprach am Mittwochabend im Rundfunk über den Neuaufbau des Reiches. Der Minister führte u. a. aus:

Der 30. Januar 1934, der für bas beutfche Volk ein Tag bes Rückblicks auf ein äußerst arbeitsreiches unb nicht minber erfolgreiches Jahr bebeutet, wirb zugleich als ber Beginn einer neuen, so Gott will, segensreichen Entwicklung in bie Geschichte des deutschen Volkes einziehen. Denn das auf Grund der Erklärungen des Führers vorn Reichstag ein­stimmig angenommeneGesetz über den Neuaufbau des Reichs" bringt dem deutschen Volk endlich die langersehnte staatliche Einheit. Solange es Deutsche gibt, solange besteht wohl die Sehnsucht des deutschen Menschen, seinem Leben als Volk auch die äußere geschlossene staatliche Form zu geben. Unb boch ist in einer über tausendjährigen Geschichte des deutschen Volkes dieser Wunsch nur einmal erfüllt worden. In einem großen historischen Rückblick zeigte Dr. Frick, wie zur Zeit ber Sachsen- unb Frankenkaiser ein starker, in sich geschlossener Nationalstaat bestaub, der in der Lage war, die geballte Kraft des Volkes gegen feine Feinde zu wenden, um nach außen feine Grenzen zu schützen und im Inneren dem Frieden zu bienen. Nach bem Zerfall bes Reichs baute aus Den Taten ber großen Preußenkönige, insbesondre Friebrichs bes Großen, unb aus den Opfern des Preußenvolkes in den Freiheitskriegen Bismarck fein zweites Reich. Es war ein Reich, das ber Verwirklichung bes alten Traums der besten Deutschen nahekam, sie aber nicht vollendete.

Der schwerste Fehler des zweiten Reiches war es, daß man es trotz weilgehender materieller Fürsorge nicht verstand, die Massen der deutschen Arbeiterschaft innerlich dem Staat zu verbinden und sie zusammen mit dem deutschen Bauern zu Trägern des neuen Staates zu machen. An diesem Fehler zerbrach letzten Endes am 9. November 1918 das zweite deutsche Reich.

Revolutionen nach verlorenen Kriegen haben nur bann einen geschichtlich gerechtfertigten Ginn, wenn sie gemacht werden, um die Kraft eines Volkes zur letzten Selbstbehauptung, zum äußersten Widerstand zusammenzufassen unb rücksichtslos mit neuen gro­ßen Jbeen ben Neuaufbau bes Staates zu beginnen. Don solchen Jbeen war bei den Novembermännern nichts wahrzunehmen. Es gab sogar Zeiten unter diesem System, in denen die Reichseinheit selbst ge­fährdet war. Zu dieser Zeit begann Adolf Hitler sein heroisches Ringen um die Seele des deutschen Volkes. Wohl bie größte Leistung bes Führers ist die Zusammenschweißung des deutschen Volkes zu

Versuche

mit einem neuen französischen ABootsmodell.

Im Hafen von Cherbourg fanden sehr interessante Versuche mit einem neuen Unterseeboots­modell statt, das nach ber Erklärung bes Erfin- bers niemals ber Gefahr ausgesetzt sein sott, nicht roieber an bie Wasseroberfläche zu gelangen. Nach ben bisherigen Erfahrungen gab es für ben Auf­stieg eines U-Bootes nur zwei Möglichkeiten, ent« racher bas Wasser aus ben Balastbehältern zu pum­pen ober ben Bleiballast vom Rumpf zu lösen. Die neue Erfinbung sott sich jeboch roeber auf bie eine noch auf bie anbere Möglichkeit stützen, fonbern es soll bem Erfinber gelungen fein, fein Mobell, bas 1250 Kilogramm wiegt, mit gefüllten Ballastbe- hältern roieber flott zu machen. Die Einzelheiten bic« fer neuen Erfinbung werben streng geheimgehalten. Im kommenben Monat sollen bie Versuche mit einem außer Dienst gestellten U-Boot wieberholt werben.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat nunmehr auch über Deutsch« lanb Platz gegriffen unb bestimmt die Wetterlage. Daher bleibt vorerst bei vielfach aufflarenbem Himmel ber starke Frost erhalten. Heber Skanbi- navien ist aUerbings eine kräftige Störung er­schienen, bie bort unter Zufuhr warmer Luft einen sehr schnellen unb kräftigen Temperaturanstieg her­vorgerufen hat. Die Kaltluftzufuhr hört also auch bei uns auf, unb Ausläufer bes Skanbinavientiefs werben späterhin, befonbers im nörblichen Teil des Reiches, Bewölkungsaufzug unb etwas milberes Wetter verursachen.

Aussichten für Samstag: Noch meist heiter unb starker Frost, trocken.

Aussichten für Sonntag: Aufkommenbe Bewölkung unb einsetzenbe Milberung.

Lufttemperaturen am 1. Februar: mittags1,0 Grab Celsius, abenbs3,9 Grab: am 2. Februar: morgens5,3 Grab. Maximum 1,1 Grad, Mini­mum 5,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 <jm Tiefe am 1. Februar: abends0,2 Grad; am 2. Februar: morgens0,3 Grad Celsius. Nie­derschläge 0,2 mm. Schneedecke 3,9 cm.

Amtliche Winterfportnachrichten.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Klar,12 Grab, 60 bis 70 cm Schnee, 15 cm Neuschnee, Pul­verschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. Der Oberwald ist mit Fahrzeugen nicht zu befahren. Herchen- hainer Höhe: Klar,10 Grad, 35 cm Schnee, Pulverschnee, 15 cm Neuschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.

Sauerland. Winterberg: Wolkig,10 Grad, 47 cm Schnee, Pulverschnee, 6 bis 10 cm Neuschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.

Schwarzwald. Fe 1 dberg: Wolkig,14 Grab, 115 cm Schnee, 11 bis 15 cm Neuschnee, Pul­verschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.

Alpen. Oberftborf: Wolkig,11 Grab, 45 cm Schnee, 1 bis 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. DA. 11 700. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steinbruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

alle, die dabei waren, Berichte unb Bildmaterial zur Verfügung zu stellen, auch Tagebücher. Wenn der Besitzer glaube, das Original nicht entbehren zu können, bann werde das Reichsschulungsamt Ab­schrift ober von ben Bilbern Abzüge Herstellen. Er­wünscht feien alle Berichte aus ber Kampfzeit bis 1932, ferner Bilder und gedruckte Schilderungen. Keine Ausschaltung der Krau von der

ärztlichen Tätigkeit.

Zu Gerüchten, wonach eine Ausschaltung der Frauen aus der ärztlichen Tätigkeit, evtl, sogar aus dem medizinischen Studium überhaupt geplant wäre, erklärt der Führer der deutschen Aerzte, Dr. Wagner, daß die Zulassung der Frauen zum medizinischen Studium und ihre ärztliche Appro­bation Sache ber maßgebenben amtlichen Stetten sei. Bei ber Zulassung §ur Kassenprax, s sei allgemein vorgesehen, daß bie Kassenzulassung ruhe, wenn der betreffende Arzt bzw. die betreffende Aerztin ober deren Ehegatte ein anderweitiges Ein« kommen von mindestens 500 Mark haben. Für Aerztinnen fei also f e i n e r l e i © o n b e r r e g e lung beabsichtigt. Bei Neuzulassung zur Kassenpraxis sollten aus bevölkerungspolitischen Gründen i n e r st e r Li n i e v e r h e i r a t e t e B e « werbet zugelassen werden unb hier wieber die« jenigen mit Kinbern ben Vorzug erhalten. Don einer beabsichtiaten Ausschaltung der Frauen von jeder ärztlichen Tätigkeit könne also gar keine Rede sein. Es handele sich vielmehr um Maßnah. men, die für jeden Nationalsozialisten selbstverständ­lich feien.

Krieg dem Lupus.

Im Zusammenwirken zwischen Reichstuberkulose- ausschuß, Deutscher Arbeitsfront und Reichsärzte­führer ist ein Kampf gegen die Hauttuberkulose, Den Lupus, in Deutschland eingeleitet worben, der zunächst darauf gerichtet ist, zu ermitteln, wie viele Dolksgenossen überhaupt unter dieser schweren Krankheit zu leiden haben. Der Reichs- arbeitsminifter bezeichnet die Mitwirkung der Trä­ger der Sozialversicherung als besonders bedeutungsvoll. Es liege in deren Interesse, wenn die Lupuskranken möglichst frühzeitig er­kannt und behandelt würden. Angebracht sei auch die möglich st lang dauernde Be­handlung bereits vorgeschrittener Fälle von Lupus, weil es durchaus möglich sei, s e l b st dann noch Erfolge zu erzielen und die Kranken dem Erwerbsleben wieder zuzuführen. Der Minister ersucht, bie Bekämpfung bes Lupus zu unterstützen u. a. burch Gewährung von Krankenhausbehand­lung ober von Heilverfahren unb auch burch un­mittelbare Zuwenbung von Gelbmitteln.

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