Senischland weist die Wiener Beschwerden
als unbegründet zurück.
Neuraths Antwort auf die Dollfuß-Note.
kommission beschlagnahmt. Dennoch prangte am Tage der nationalen Revolution ganz Saarbrücken in einem festlichen Fahnenschmuck. Am Nachmittag erschien dann der berüchtigte Polizeikommissar M a ch t s in Begleitung von Feuerwehrleuten mit Leitern und Feuerhaken und ließ einen großen Teil der Transparente und Girlanden entfernen, die über die Straßen gespannt waren. Die „Saarbrücker Zeitung" hat Dann in ihrem lokalen Teil diese Vorgänge unter der Überschrift „Sturmangriff am 30. Januar" ironisch glossiert. Die Regierungskommission ist in diesem Punkte sehr empfindlich und dürste sich besonders durch den letzten Satz dieser Kritik getroffen gefühlt haben, der wie folgt lautet: „Der Hohen Kommission unterbreite ich die gehorsamste Bitte, mir eine längere Leiter liefern und mich in die nächsthöhere Gehaltsklasse la versetzen zu wollen. K r a ch t s , Emigrantenkommissar, Saareinwohner, aber nicht abstimmungsberechtigt."
Daladier prüft den Stavisky- Skandal.
Auch Polizeipräfekt Chiappe und andere hohe Beamte belastet?
Paris, 2. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Unter den höheren Beamten, gegen die die Regierung im Zu- sammenhang mit dem Stavisky-Skanbal scharfe Maßnahmen beabsichtigt, befinden sich nach dem sozialistischen „Populaire" der Pariser Polizeipräfekt Chiappe, der Generalstaatsanwalt Douat-Guigue, der Staatsanwalt Pre- färb, ein Schwager Chautemps und der Direktor der allgemeinen Sicherheitspolizei, ThomS. Blätter behaupten, daß Daladier beabsichtige, auch die näheren Umstände des Selbstmordes Sta- viskys nachprüfen zu lassen. Die Oeffentlichkeit, so meint das Blatt, werde Daladier Dank wissen, ein Geheimnis aufzuklären, das immer noch große Beunruhigung auslöse.
Die Aussichten der Regierung werden im allgemeinen von vielen Blättern als nicht sehr rosig bezeichnet. „Le Jour" erklärt, die jetzige Kammer sei nicht zu regieren. Es sei notwendig, das Parlament möglich st bald aufzulösen. Das Kabinett sei eine Ue-bergangserscheinung.
Eine neue Schwindetfabrik in Lyon entdeckt.
Paris, 2. Febr. (DNB. Funkspruch.) Große Betrügereien, auf die auch hochstehende Politiker hereingefallen sind, wurden in Lyon aufgedeckt. Hier hatte ein gewisser Blain mit seiner Freundin im Jahre 1932 ein Unternehmen für Luftfahrtwerbung ins Leben gerufen. Blain führte den Titel eines Präsidenten, feine Freundin war General- Sekretärin. In den Vorstand wurden zwei bekannte französische Industrielle gewählt. Dem Ehrenausschuß gehörten u. a. an: Edouard Herri ot, der frühere Luftfahrtminister Laurent - Eynac, und die bekannten Flieger C o st e s und F o n ck. Das Unternehmen veranstaltete' auch zwei „S ch a u f l ü g e", bei denen jedoch, da die Flugzeuge fehlten, nur ein Motorradfahrer Akrobatenkunststücke vorführte. Das ganze war nur der Vorwand zu einem groß angelegten Schwindel. Das Pärchen schrieb vor 3roei Wochen eineTom - bola aus und fand für 25 000 Lose zu zwei Francs reißenden Absatz, da als Gewinne ein Flugzeug, ein Kraftwagen, Motorräder usw. ausgesetzt waren. In Wirklichkeit war nicht ein einziger Gewinn vorhanden. Schließlich kam die Polizei dahinter und setzte das Paar fest. Man glaubt, daß die beiden noch andere Betrüge- reien auf dem Kerbholz haben.
Das Transferproblem.
Eine neue Konferenz mit den Auslandsgläubigern.
Die Berliner Besprechungen mit den Vertretern der Auslandsgläubiger haben zu dem Ergebnis geführt, daß noch einmal der Versuch gemacht werden soll, eine endgültige Lösung des Transferproblems in loyaler Zusammenarbeit mit allen Gläubigern zu finden. Zu diesem Zweck wird in der ersten Hälfte des Monats April abermals eine Konferenz mit den Vertretern der lang- und mittelfristigen Gläubiger Deutschlands zu dem Zweck einberufen werden,einen einheitlichen Schuldenzahlungsplan aufzustellen. Bekanntlich hatte ein Teil der Gläubiger über die deutschen Vereinbarungen mit der Schweiz und den N i e d e r l a n d e n, durch die den Gläubigern dieser Länder die Möglichkeit gegeben wird, mit Hilfe zusätzlicher Käufe deutscher Waren einen 100prozen- tigen Schuldentransfer zu erreichen, Beschwerde geführt. Diese Vereinbarungen behalten aber gleichwohl bis zum 30. Juni 1934 Geltung. Bis dahin wird sich übersehen lassen, ob ein allgemeiner Schuldenplan diese Vereinbarungen beizubehalten gestattet oder überflüssig macht. Vis zu diesem Termin wird die Golddiskontbank auch die Skrips der übrigen Gläubiger vorläufig zu 67 Prozent an ft att bisher zu 50 Prozent ihres Nennwertes einlösen. Hierdurch wird zweifellos die deutsche Goldreserve noch stärker als bisher beansprucht werden. Es handelt sich aber nur um eine vorläufige Regelung, durch die eine end- gultlae Lösung des deutschen Auslandsschuldenproblems erleichtert werden soll. Auch die Vertreter der ausländischen Gläubiger erkennen grundsätzlich an, daß diese Lösung von einer Wiederzunahme des Welthandels und einer Verbesserung der deutschen Außenhandelsbilanz abhängig ist.
Günstige Aufnahme in Amerika.
Washington, 1. Febr. (DNB.) Das Staats- Departement hat mit Befriedigung von der Berliner Verständigung über die Zinsenzahlung Kenntnis genommen. Als besonders erfreulich bezeichnet man die Tatsache, daß sich Reichsregierung und Reichsbank diesmal mit sämtlichen Gläubigern an den Verhandlungstisch setzten. Wenn das Abkommen die amerikanischen Gläubiger zufriedenstellt, so sei dies, betont man, natürlich auch der amerikanischen Regierung recht, und sie betrachte ihre Einschaltung in diese Angelegenheit als beendet. Man spricht hier die Hoffnung aus, daß d i e K o n f e r e n z i m April den gleichen guten Verlauf nehmen werde.
Der estländische Generalstabschef unter Anklage.
R e v a l, 1. Febr. (DNB.) Die Untersuchung über den Verkauf der e st ländisch en Kriegsschiffe an Peru hat eine Reihe von Korrupt tionsfällen ergeben. Die estnische Regierung beschloß daher, den Vizeminister der Wehrmacht und
Berlin, 1.Febr. (DNB.) Der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath hat heute nachmittag den österreichischen Gesandten, Herrn T a u s ch i h, zu sich gebeten und ihm d i e Antwort der Reichsregierung auf die am 17. v. 21L überreichte Notiz ausgehändigt, worin die Beschwerden der österreichischen Regierung ü b e r angebliche Einmischungen Deutschlands in die inner - österreichischen Angelegenheiten enthalten waren.
Paris, 1. Febr. (DNB.) Der „Jntransigeant" veröffentlicht eine Erklärung, diePapstPius XI. einem Vertreter des Blattes gegenüber gemacht habe. Es heißt darin u. a.: Die Einstellung der Feindseligkeiten zwischen den verschiedenen Völkern werde den Beginn des wirklichen Friedens- reiches in der Welt bedeuten. Der Friede sei weniger eine Tatsache, als eine Willensrichtung. Die Bemühungen zur Wiederversöhnung könnten für die einen oder die anderen Opfer der Eigenliebe fordern. Aber es scheine, daß man durch solche Opfer das Ergebnis erzielen könne, das alle Völker feit dem Abschluß des letzten europäischen Krieges vergeblich suchten. Man dürfe sich nicht darüber täuschen, daß die Konfliktsgefahren, wenn sie zur Wirklichkeit würden, Europa und die ganze Welt in schlimmere Uebel bringen und vielleicht zum Zusammenbruch der ganzen christlichen Kultur führen würden. Es gebe fein anderes Heilmittel gegen alle diese Uebel, als eine schleunige Rückkehr der menschlichen Gesellschaft zu Jesus Christus. Das sei das ernsteste Problem, das
Präsident Roosevelt ist ein Mann der Überraschungen, er hat ganz plötzlich den entscheidenden Schritt zu einer Stabilisierung des Dollars vollzogen und die Abwertung auf genau 59,0 6Prozent fe ft gelegt. Der neue Dollar stellt sich also auf 2,48 Mk. gegenüber einem Goldwert von 4,20 Mk. Das Preisniveau in den Vereinigten Staaten wird sich schnell diesem neuen Dollargoldkurse anpassen. Für die amerikanische Wirtschaft bedeutet es eine große Erleichterung, daß sie nun endlich wieder mit festen Preisen rechnen kann. Ein bekannter Wahrungssachverftän- diger hat kürzlich berechnet, daß bei einem Dollar- kurse von 60 Prozent der früheren Goldparität das Niveau der amerikanischen Preise um etwa zwei Drittel höher sein wird als vor einem Jahre. Mit einer solchen Preiserhöhung darf die amerikanische Wirtschaft und insbesondere der amerikanische Export also auch weiterhin rechnen. Das Hauptziel, das Roosevelt mit der Dollarabwertung verfolgte, ist hiernach erreicht worden. Ob damit auch eine dauerhafte Belebung der amerikanischen Wirtschaft und eine Verminderung der großen Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten gesichert ist, wird sich sehr bald zeigen.
Durch die Abwertung des Dollars auf 59,06 Prozent feiner früheren Goldparität fließt dem amerikanischen Staate infolge der höheren Bewertung seiner Goldreserven in der neuen Dollarwertung ein rechnungsmäßiger Gewinn von 2600 Millionen Dollar zu. Hiervon sollen bekanntlich zwei Milliarden Dollar an einen Stabilisierungfonds abgeführt werden, mit dessen Hilfe eg dem amerikanischen Währungsdiktator nicht schwer allen wird, etauige Angriffe auf die neue Währung siegreich abzuwehren. Roosevelt hat sich ausdrücklich das Recht vorbehalten, eine weitere neue Bewertung allein auf dem Verordnungswege anzuordnen. Er könnte also jederzeit unter die neue Stabilisierung heruntergehen, da ihm ja nach der Generalvollmacht, die er bekommen hat, die Spanne zwischen fünfzig und sechzig Prozent für den neuen Geldwert offen gelassen ist. Er hat sich aber selbst über seine weiteren Absichten noch nicht geäußert, wohl, weil er zunächst abwarten will, was nun d i e Engländer tun. Denn das Verhältnis von Pfund und Dollar wird ja für die ganze weitere Entwicklung bestimmend sein.
Was wir in den letzten Monaten erlebt haben, l war ein Wettlauf nach unten. Die Amerika-1
Die deutsche Antwort stellt noch einmal die grundsätzliche Haltung der Reichsregierung gegenüber dem österreichischen Problem fest und widerlegt au Grund der angestellten Ermittlungen Punkt für Punkt die einzelnen öfter- reichischen Beschwerden. Zugleich bringt die Antwort zum Ausdruck, daß nach Ansicht der Reichsregierung das Problem einer internationalen Behandlung nicht zugänglich ist und auf diesem Dege nicht gelöst werden kann.
die Regierungen zu lösen hätten. Von der Lösung dieser Frage hänge der Frieden der Welt ab. Alle diese Uebel seien eine Folge des letzten Krieges, von der nicht nur die besiegten Völker betroffen worden seien, sondern die auch schwer auf denjenigen Völkern lasteten, die daran nicht teil- genommen hätten, und selbst auf denjenigen, die aus ihm siegreich hervorgegangen seien. Man habe eine Zeitlang gehofft, daß die Krise langsam beseitigt werden könne, aber die Erfahrung lehre, daß bieg nicht bet Fall sei unb baß die zahlreichen Fühlungnahmen zwischen ben Leitern unb ben Vertretern ber verschobenen Regierungen z u unzu - reichenben Ergebnissen geführt hätten. Daraus folge, baß bie zwischen ben Völkern be- stehenbe Spannung ft ä n b i g zunehme, ohne baß man wisse, was geschehen solle, um biefe Entwicklung aufzuhalten. Die Völker hätten biplorna- tische Abkommen vorbereitet, feierliche Pakte gewollt. Aber der Friede könne nicht nur in solchen Schriftstücken enthalten, sondern er müsse gewollt fein.
ner haben ihren Dollar gedrückt, zum Teil um auf dem Binnenmarkt die Kaufkraft zu heben, zum Teil aber auch, um den Export zu forcieren. Die Engländer haben eine ganz andere Tendenz verfolgt. Sie haben die Inlandspreise eisern festgeschraubt, mit der Senkung des Pfunoes also nur daraufhin gearbeitet, durch Valutadumping ihren Anteil an dem Welthandel möglickst zu steigern. Unb weil roeber ßonbon noch Washington nachgeben wollten, ist bie Abwertung immer weiter gegangen. Sie war jetzt auf bem kritischen Punkt angekommen, wo eigentlich als letzter Ausweg ein Währungskampf, übrig blieb, ber beiben Säubern nicht nur große Kosten gemacht hätte, fonbern auch ihrem Hanbel schwere Wunben schlagen konnte.
Die Erkenntnis, baß biefer Währungskrieg zu kostspielig werben würbe, mag also für ben Präsidenten Roosevelt ausschlaggebend) gewesen sein, baß er jetzt bazu überging, ben Dollar zu stabilisieren. Aber er wirb baran nur festhalten, wenn die (Eng- länber nun mit sich reben lassen unb eine Parität zwischen den beiden Währungen hergestellt wird, die dem Unterbieten ein Ende macht. Womit dann der Anfang für einen allgemeinen Neuaufbau aller Währungen gegeben wäre, ber unter Umftänben auch wieber ben Anfang einer Gesunbung ber ganzen Weltwirtschaft bebeuten könnte. Jnbesien, es wäre verfehlt, heute bereits so weitgehenbe Hoffnungen äußern zu wollen. Dazu ist bie Lage noch zu wenig geklärt. Immerhin bleibt ber Schritt bes Präsidenten Roosevelt ein wesentliches Entspannungsmoment.
Folgen der Oollarwertminderung.
Washington, 1. Febr. (DNB. Reuter.) Das amerikanische Schatzamt teilt mit, daß bie Golb- beftänbe ber Vereinigten Staaten, bie durch bas neue Währungsgesetz (Eigentum ber Re- gierung geworben finb, 4 Milliarden Dollar betragen. Durch bie von Roosevelt burchgeführte N e u- s e st s e tz u n g bes Dollarwerts auf 59,06 Pence erhöht sich ber Wert biefer Bestänbe auf u n - gefähr 6,8 Milliarben Dollar. Der Unterschied zwischen diesen beiden Summen kommt als Gewinn der Negierung zugute. Beamte des amerikanischen Schatzamtes erklären, die Wertverminderung des Dollars habe die europäischen Kriegsschulden an Amerika um 4 0,94 v. H. vermindert.
sehen unb" werben hiernach aus Haushaltsmitteln ber Neichsanstalt geförbert. Da den technischen Lehrstürmen der SA. nicht nur Jugendliche angehören, sondern in erheblichem Umfange auch ältere arbeitslose Facharbeiter, hat der Präsident der Reichsanstalt die Möglichkeit gegeben, bie Förberung auch auf diese zu erstrecken. Schließlich wird durch Zusammenarbeit mit den örtlichen Stellen des Winterhilfswerkes dafür gesorgt werden, daß den Teilnehmern an den Werk» furjen eine warme Mahlzeit gewährt wird.
Oberst Reinhard
an den Kyffhäuserbund.
Berlin, 1. Febr. (DNB.) Der neue Bundes- führer des Deutschen Reichskriegerbundes Kyff- hause, Oberst a. D. Reinhard, richtete an die Mitglieder des Kyffhäuserbundes eine Kundgebung, in ber es u. a. heißt:
„Der Frontgeist des Soldatentums von 1914/18 und ber Kämpfergeist der nationanlsozialistischen Revolution gehören zusammen. Auf ihrer Grunblage baut sich das Dritte Deutsche Reich auf. In dieser Anschauung werde ich ben Kyffhäuserbund führen. Das neue Deutschland braucht jeden Mann. Unsere Zeit duldet keinen Stillstand. Jeder muß schaffen und mithelfen, jeder muß Gemeinnutz vor Eigennutz stellen. Beispielgebend sollen die Männer, bie ber Kyffhäuserbund aus allen Volksschichten umschließt, hierin vorangehen; sie sollen bie Kameradschaft unb bas Pslichtbe- wußtsein der Front zu neuem Leuchten bringen unb lebenbig verbinben bie Generation des großen Krieges mit Der Generation des nationalsozialistischen Sieges."
Oie finanzielle Auseinandersetzung mit dem vormals regierenden hessischen
Fürstenhaus.
Darmftabt, 1. Febr. (LPD.) Zu bem Gesetz über bie Auseinandersetzung zwischen dem Volksstaat Hessen und dem vormals in Hessen regierenden Fürstenhause teilt das Staatspresseamt mit: Die finanzielle Auseinandersetzung, die zwischen dem hessischen Staat unb bem vormals regierenben lanbesfürstlichen Hause notaenbig würbe, ist bekanntlich schon früher vereinbart worben. Nachbem bie zum Vollzug ber Vereinbarung erforberlichen Arbeiten inzwischen abgeschlossen worben finb, ist jene Uebereinfunft nunmehr auch in Form eines Gesetzes veröffentlicht unb bamit bas (Eigentum bes Laubes an ben auf e s übergehen- ben Domänen ausaesprochen worben. Die Regierung hat bamit eine Angelegenheit zum förmlichen Abschluß gebracht, bie in vergangener Zeit bas öffentliche Leben vielfach beschäftigt
Wiederherstellung des Kirchenfriedens in Württemberg.
Stuttgart, 1. Febr. (DNB.) Im roürttem- bergischen Innenministerium fand auf Veranlassung von Präsibent Matthei eine Aussprache zwi - d) e n Vertretern ber Kirche, des Staats und den Führern der verschiedenen religiösen Gruppen über die Lage der Deutschen Evangelischen Kirche Württembergs statt. Die unter dem unmittelbaren Eindruck ber Rebe bes Führers in versöhnlichem Geist geführten Auseinanbersetzungen können als ber Abschluß bes kirchenpolitischen Streits in Württemberg betrachtet werben. Don allen Anwesenden würben in einer einstimmig gebilligten Erklärung Richtlinien aufgestellt, nach benen bie Beziehungen ber vergebenen Gruppen enbgültig geregelt werben sollen.
Starker Nückgang der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe.
Berlin, 1. Febr. (DNB.) Der Reichsarbeitsminister teilt folgenbes mit: Die Zuschüsse für Juftanbsetzungs- unb Umbauarbeiten Haden sich im letzten Vierteljahr 1933 auf bem Arbeitsmarkt außerordentlich günstig ausgewirkt. Gegenüber ben Zahlen aus ben gleichen Monaten bes Jahres 1932 war bie Arbeitslosigkeit im Baugewerbe zurückge gangen: im Oktober 1933 um 32 o. H., im November 1933 um 35 v. H., im Dezember 1933 um 22 v. H. Die Zahl der Ar- beitslofen im vierten Vierteljahr 1933 lag ogor unter den entsprechenden Zahlen )es Jahres 1 9 3 0, obgleich bamals bie Be- chäftigung noch burchaus günstig mar. Der geringere Rückgang ber Arbeitslosigkeit im Dezember 1933 ist auf das langanhaltende Frostwetter zu- rückzusühren. Hierbei ist zu berücksichtige, baß ber Dezember 1932 burch eine in den meisten Gegenden verhältnismäßig warme unb ungewöhnlich uieber- chlagsarme Witterung gekennzeichnet war.
Ein Neichsausschuß für Holzwirtschast
Berlin, 1. Sehr. <DNB.) Aus holzwirtschast- lkchem Gebiet ist soeben eine bedeutsame Entscheid düng gefallen. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, R. Walter Darre, hat im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsminister £>r. Schmi11die Berufung eines Neichsausschusfes für Holzwirtschast beschlossen. Es soll Aufgabe dieses nach besonderen Gesichtspunkten ausgewählten Sach- verstänbigenkreises sein, der Reichsregierung in holzwirtschaftspolitischen Einzelfragen mit Rat und Vorschlägen auf Anfordem zur Verfügung zu stehen. Die auf den verschiedensten Fachgebieten von ber Forstwirtschaft als Urerzeugung angefangen bis zum letzten Zweig der Holzverarbeitung ausge- wählten Sachverständigen, Vertreter der Forstwirtschaft, des Holzhandels, der Sägeindustrie, der holzverarbeitenden Industrie, der Bauwirtfchast, der Zellstoff-, Papier- und Pappenindustrie, sowie des Bergbaues werden selbst durch die Beratungen am gemeinsamen Tisch eine wertvolle Schulung im Sinne nationalsozialistischer Wirtschaftsgesinnung erfahren, die sie bei der Spezialarbeit in ihrem Wirtschaftsgebiet aufs beste verwerten können. Der neue Sachverständigenrat der Holzwirtschast stellt also eine tragfähige Brücke dar zwischen den holz- wirtschaftspolitisch entscheidenden Stellen des Reiches und der verarbeitenden Praxis der gesamten Holzwirtschast.
Gesucht wird Material über die Parteigeschichte.
Der Reichsschulungsleiter der NSDAP, und ber DAF., Reichstagsabgeorbneter Gohbes hat an bie Gauleitungen ber NSDAP., bie Kreis- unb Ortsgruppenleitungen, die Gruppenführer ber ozl. unb SS., die Polizeipräfekten unb Genbar- meneftationen, bie Gefängnisverwaltungen, bie Frauenschaften ber NSDAP., bie Fachschaften der Photographen und bie Zeitschriften- unb Bilbver- lage einen Aufruf gerichtet, ber sich mit ben Vorbereitungen zur Beschaffung mahgebenben Materials ber Parteigeschichte beschäftigt. Der Aufruf bittet
Efjef ber Generalstabes General Toerwanb eines Amtes zu entheben unb gegen ihn eine gerichtliche Untersuchung wegen Mißbrauchs ber Amtsgewalt einzuleiten. Ebenso werben ber General a. D. ßebebem unb ein leitenber Beamter bes Staatskontrollhofes vor Gericht gestellt. Das Untersuchungsmaterial ber Regierung wirb bem parlamentarischen Untersuchungsausschuß zugeleitet, ber einerseits zu entscheiben hat, wie weit Parlaments- mitglieber, vor allem Angehörige ber Regierung Toenisson, unter ber ber Verkauf zustanbekam, an ben Schiebungen beteiligt finb. Die Anklageerhebung gegen ben Generalstabschef Toerwanb hat in Estlanb gewaltiges Aufsehen erregt. Toerwanb galt als überaus fähiger Offizier, ber große Verbienste um bie Entwicklung ber estnischen Wehrmacht hat. So hat Toerwanb im Weltkrieg als Stabschef verfchiebener russischer Armeen eine bebeutenbe Rolle gespielt.
Berufswettkämpfe der Jugend.
Berlin, 31. Jan. (DdZ.) Für das kommende Frühjahr ist vom Sozialen Amt ber Reichsjugenb- übrung gemeinsam mit bem Jugendamt ber Deutzen Arbeitsfront ein Berufswettkampfber Jugenb geplant, an bem sich außer der Arbeits- rontjugenb zum erstenmal auch bie Hitler- jugenb beteiligen wirb. Im Rahmen einer „Woche bes Berufs" werben in allen Orten Deutschland an allen Wochentagnachmittagen unb Sonntagvarmittagen die verschiebenen Berufsgruppen ber erwerbstätigen Jugenblichen zum Wettkampf um die beste berufliche Leistung antreten. 2lm 1. Mai, dem Tag ber nationalen Arbeit, sollen bie Sieger geehrt werben. Im Mai werben schätzungsweise 16 000 Lehrgänge in etwa 600
otabten laufen, bie ber erwerbstätigen Jugenb eine giünbliche (Elementarbilbung vermitteln sollen. Be- sonbers bie erwerbslose Jugenb soll zu bie- sen Kursen herangezogen werben. Auch Betriebsbesichtigungen finb in biefem Rahmen geplant.
Nie Wiedereingliederung arbeitsloser SA.-Kameraden in die Wirtschaft.
Berlin,!. Febr. (DNB.) Zwischen ber Obersten SA.-Fuhrung unb ber Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung haben Besprechungen ftattgefunben mit bem Ziel, dieArbeitbertechnischenLehr- fturme ber SA. stärker in ben Dienst ber Wiebereingliederung arbeitsloser SA.-Kameraden in die Wirtschaft zu stellen. Die SA. hat an vielen Orten technische Lehrstürme in Verbindung mit den Lehrwerkstätten errichtet. Ein besonderes Ziel dieser technischen Lehrstürme ist bie berufliche Schulung ber arbeitslosen Mitglieber, damit sie der Wirtschaft als voll verwendungsfähige Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden können. Die Lehrwerkstätten der technischen Lehrstürme werden auf Anweisung ber Obersten SA.-Führung noch stärker auf die Beschulungsaufgabe ausgerüstet werben unb bamit ben Charakter beruflicher Schulungsstätten für arbeitslose Facharbeiter ber SA. erhalten.
Die „ Lehrgänge der Werkstätten der technischen Lehrstürme finb, soweit bie Teilnehmer Arbeitslose finb, als berufliche Bildungsmaßnah- m e n im Sinne ber gesetzlichen Bestimmungen anzu-1
Alle Völker müssen den Frieden ernstlich wollen.
Eine Friedensmahnung des Papstes.
Die Stabilisierung des Dollars.
Eine Etappe zur Gesundung der Währungen.


