Oer Sternhimmel im Oktober.
«Sonnenaufgang von 6.00 bis 6.50 Uhr. — Sonnenuntergang von 17.40 bis 16.35 Uhr.
Lichtgestalten des Mondes: 1. Viertel am 15. um 20 Uhr, Vollmond am 22. um 16 Uhr, letztes Viertel am 30. um 9 Uhr.
Wie im vorangegangenen, so nimmt auch in diesem Monat der Tag um etwa zwei Stunden ab, im Norden Deutschlands noch etwas mehr, im Sü
abgesehen von dem tieferen Stand und dem immer früher erfolgenden Untergang kaum wahrnehmbar. Am Morgenhimmel ist zunächst die Venus kurze Zeit als Morgenstern zu sehen; bald nach Mitternacht erscheint der Mars, der bis in die Morgendämmerung hinein sichtbar bleibt.
Am Fixsternhimmel gewahren wir im Westen noch die Sommerbilder Schwan und Adler und auch
STERNBILDER:
Sterne,
ja
STABEN
119
Mars © Jupiter <Q>Saturn
Mond:
D1 Viertel
§) Vollmond
([ letztes Viertel
Lasch'
Kleine Buch• < staben
Z’
-D'
Der die 24 Stundenzahlen von Mitternacht bis Mitternacht eines Tages ent• haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest* stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zei- ger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht- baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo* natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hineingedreht. Für je 5 Tage vor der Monatsmitte ist der gerade Pfeil V» Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monatsmitte Vs Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angedeutete Lichtgestalt zeigt.
den etwas weniger. Daß sich diese Abnahme auf den Morgen und Abend ungleichmäßig verteilt, ist keine Himmelserscheinung, sondern nur eine Eigentümlichkeit unserer Uhr. Aber jedenfalls hat diese Einengung der Tageshelligkeit und Ausdehnung des nächtlichen Dunkels verbunden mit dem monatlichen Weiterwandern der Sonne beträchtliche Aenderun- aen am Sternhimmel zur Folge. Nur zögernd, infolge der immer früher einsetzenden Dunkelheit, verschwindet der Arctur vom nordwestlichen Abendhimmel, während wir anderseits überrascht sein werden, wie schnell der Orion heraufkommt, sobald wir ihn erst einmal, zuerst in späten Abendstunden, am östlichen Himmel erschaut haben. Denn hier unterstützen sich das Weiterrücken der Sonne und die früher einsetzende Dunkelheit gegenseitig.
Von den Wandlern ist am Abendhimmel nur der Saturn zu sehen. Bei der Langsamkeit seiner Bewegung ist eine Aenderung gegen den Vormonat,
die Wega im Nordwesten. Nach Süden zu folgen dann der Pegasus und die Andromeda, aus deren Sternen das Himmelsquadrat besteht, und weiterhin der Stier als erster Vortrupp der Winterbilder. Unter der Andromeda erblicken wir die zwei Dreiecksgruppen des Dreiecks und des Widders, von denen der Widder als Eröffnungsbild des Tierkreises allgemein bekannt ist. Tief unter ihnen liegt das langgestreckte Bild des Walfisches, mit den Hauptsternen Deneb Kaitos, das heißt Schwanz des Walfisches, und der Mira, dem „Wunderstern", die der erste Stern war, dessen Veränderlichkeit erkannt wurde. Es war der friesische Pfarrer Fabrizius, dem im Jahre 1596 diese grundlegende Wahrnehmung gelang. Er bewies damit, daß es nicht nur zwischen Himmel und Erde, sondern auch mitten im Himmel Dinge gibt, wovon sich die ältere Schulweisheit nichts träumen ließ.
überhaupt noch nicht kannten — erst in einem späteren Stadium der neueren Steinzeit lernte man es, Brot zu gewinnen — kannte man die Herstellung von Brot in jenen mittelalterlichen Zeiten wohl und vermiet) es nur teilweise aus Bequemlichkeitsgründen, bis technische Fortschritte in der Konstruktion von Backöfen um das Jahr 1200 n. Ehr. diese steinzeitliche Methode, aus Getreide Nahrung zu gewinnen, gänzlich zurückdrängten.
Oberhefsen.
Landkreis Gießen.
* Leihge ft e r n, 30. Sept. Heute gegen 18.20 Uhr ereignete sich hier in der Bahnhofstraße ein Unfall. Der Telegraphenarbeiter Heinrich Mohr von Daubringen wollte mit seinem Motorrad ein Bauernfuhrwerk überholen, kam dabei dem Fuhrwerk aber anscheinend etwas zu nahe, denn plötzlich schlug das Pferd aus, zertrümmerte mit dem Hufe den Scheinwerfer des Motorrades und traf außerdem den Fahrer so heftig gegen den Unterleib, daß er sofort das Bewußtsein verlor. Nachdem sich ein Arzt um den Verunglückten bemühte und der bedauernswerte junge Mann das Bewußtsein wiedererlangt hatte, wurde er nach Hause gebracht. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.
cnd Langsdorf, 30. Sept. Es läßt sich jetzt ein abschließender Ueberblick gewinnen über die Leistungen, die in den Jahren 1932 bis 1934 durch den Freiwilligen Arbeitsdienst und durch Notftandsarbeiten vollbracht wurden. Etwa 1000 laufende Meter Feldwege wurden chauffiert, dazu der Langsdorfer „Heuweg" in einer Länge von annähernd 1600 laufenden Metern. Diese letztere Arbeit ist für die hiesige Landwirtschaft von besonderer Bedeutung: Als gegen Ende des Mittelalters die Bewohner des Dorfes Haufe n im oberen Wettertal ihre Siedelung aufgaben, verteilten sie sich auf die umliegenden Gemeinden. Ohne Zweifel sind viele von ihnen nach Langsdorf
gezogen, denn hiesigen Ackerleuten gehört ein großer Teil der „Häuser Wiesen". Als Zufahrtsweg zu diesem Wiesengrund wurde durch den Langsdorfer und Licher Wald der Heuweg hergestellt. Durch die Arbeiten der letzten Jahre ist er jetzt fast ganz chauffiert. Als Notstandsarbeiten wurden ferner im Entenvfuhl 18 000 Quadratmeter Neuland gerodet, die Heuer schon schonen Kartoffelertrag bringen. Im Zusammenhang mit den Feuerschutzbestrebungen der letzten Zeit wurde endlich der alte Brandweiher an der Hungener Pforte geräumt, vertieft, und mit einer (Steinmauer befestigt. Mit all diesen Arbeiten wurde nicht nur erreicht, daß unsere kleine Zahl von Arbeitslosen beschäftigt wurde, es find auch Dauerwerte geschaffen worden.
Kreis Büdingen.
A Rohrbach, 29. Sept. Ein schwerer Motorradunfall ereignete sich heute gegen 17 Uhr am Eingang der Straße vom hiesigen Ort in die Provinzialstraße nach Büdingen beim Bahnwärterposten 41. Von Bleichenbach kommend stieß ein Ortenberge r Motorrad in voller Fahrt gegen das Auto der Landkraftpost. Das Motorrad fuhr noch 2 bis 3 Meter weiter gegen einen Eisenmast und wurde vollständig zertrümmert. Der Fahrer erlitt eine schwere Verletzung an dem Knie, während der Gewerbelehrer Kreisschulungsleiter Hermann I e ck e l aus Ortenberg schwer im Gesicht und an der Brust verletzt wurde. Ein Auto brachte beide in das Büdinger Krankenhaus.
Kreis -Ilsfeld.
* Bleidenrod, 30. Sept. Der 25 Jahre alte Otto Schönhals, der am Postamt Nieder-Ge- münben als Pofthelfer beschäftigt ist, verunglückte am Samstagabend auf dem Wege von Nieder- Gemünden nach Bleidenrod durch einen Sturz von seinem Fahrrad. Er war von einem entgegenkommenden Radfahrer angefahren worden und erlitt durch den Sturz einen Schädelbruch sowie er
hebliche Kiefer, und Nasenverletzungen und mußte noch am Samstagabend nach Gießen übergeführt werden.
ss. Grebenau, 30. <^ept. Die dieser Tage in unserer Gemeinde durchgeführte O b st b a u m z ä h- l u n g hatte folgendes Erdgebnis: Apfel: Hochstamm 1087 Stück, Busch und Spalier 51 Stück; Birnen: Hochstamm 136 Stück, Busch und Spalier 48 Stück; Kirschen: Hochstamm und Spalier 47 Stück, Pflaumen und Zwetschen: Hochstamm 435 Stück; Mirabellen: Hochstamm 5 Stück; Walnußbäume 2 Stück. Beim Vergleich mit der letzten Obstbaumzählung in 1932 konnte erfreulicherweise festgestellt werden, daß sich die Stückzahl hauptsächlich bei Aepfeln und Birnen um fast 200 erhöht hat, während bei anderen Sorten fast die gleiche Stückzahl wie in 1932 vorhanden war. — Die Kartoffelernte geht nun ihrem Ende zu. Man kann die diesjährige Ernte in unserer Gegend als Durchschnittsernte bezeichnen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
Rodheim an der Bieber, 30. Sept. Der Verwalter auf dem hiesigen Hofgut Schmitte, Herr Ludwig Dudenhöfer, konnte am Freitag sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum feiern. Im September 1884 trat er, unmittelbar nach Erfüllung feiner Militärpflicht beim Jnf.-Reg. Nr. 88 in Mainz, in den Dienst der Familie Freiherr van der Hoop auf der Schmitte, der er in drei Generationen auf dem verantwortungsvollen Vertrauensposten als Verwalter des großen Gutes in seltener Treue nun ein halbes Jahrhundert ge
dient und in guten und bösen Tagen in schlichtem Pflichtgefühl zur Seite gestanden hat. Seine Herr- schäft hat ihm in Anerkennung feiner Treue im kleinen Kreise eine Jubiläumsfeier veranstaltet. Unser Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat ihm zu diesem Tage in Anerkennung seiner treuen Dienste mit eigenhändiger Namensunter» schrifr ein ehrenvolles Glückwunschschreiben gesandt, und im Rundfunk des Reichssenders Frankfurt wurde mit Glückwunsch seiner ehrend gedacht. Auch wir wünschen dem trotz seiner 74 Jahre noch rüfti« gen, umsichtigen und treuen Verwalter noch manches Jahr eines sonnigen, friedvollen Lebensabends, getragen vom Vertrauen feiner Herrschaft und unserer ganzen Gemeinde.
^unbfunfprogramm.
Dienstag, 2. Oktober.
6 Uhr: Vauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Für die Frau! 15.50: Kunstbericht der Woche. 16: Nachmittag s k o n 3 e rt. 18: Italienischer Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirschaft und Arbeit. 18.30: Die dunkle Treppe — juristisch beleuchtet. Von Rechtsanwalt Dr. Otto Nickel, Frankfurt a. M. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Kurzprogramm. Alle Abteilungen des Reichssenders Frankfurt wirken mit. 22: Nachrichten.
Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Arn Frankfurter Schlachtviehmarkt, wie auch an den übrigen Märkten des rhein-mainlschen Wirtschaftsgebietes, stehen zur Zeit die Rinder- märkte stark im Vordergrund: In Frankfurt ist bekanntlich die Marktbelieferung kontingentiert. Da in dieser Woche das Kontingent von 1350 Stück Großvieh nicht erreicht wurde, vielmehr für den Hauptmarkt am Montag nur 1263 Stück zur Verfügung standen, war schon dadurch eine Preiserhöhung gegeben. Besonders gute Tiere erbrachten Preise bis zu 40 Mark pro Zentner, wodurch auch die weniger guten Qualitäten profitierten, so daß im allgemeinen eine Erhöhung der Rinderpreise um 1 bis 3 Mark eingetreten ist. Nach regem Geschäft wurde der Großviehmarkt bei insgesamt 1452 Stück Zufuhr nahezu geräumt, wobei 52 v. H. des Auftriebs in die umliegenden Persorgungsge- biete ausgeführt wurden.
Am Kälber markt machte die faifonmäßige Aufwärtsbewegung der Preise in dieser Woche keinen Fortschritt, da der Markt mit 1680 (in der Vorwoche 1265) Stück ziemlich gut beschickt war; eine Kontingentierung ist hier bekanntlich nicht vorgesehen, da sich der Markt ziemlich von selbst ausgleicht. Nach ruhigem bis mittelmäßigem Handel und bei gleichbleibenden Preisen wurde der Markt geräumt.
Am Schasmarkt blieben die Preise ebenfalls unverändert, die Zufuhr hat sich um 9 auf 210 Stück gegenüber der Vorwoche erhöht. Infolge des kühleren Wetters und des guten Frischgemüseverzehrs war der Absatz befriedigend.
Am Schweine markt hielt die Stabilität der Preise an, so daß gute Fett- und Speckschweine weiterhin 52 bis 53 Mark pro Zentner erzielen. Für geringe Schweine haben die Preise eine leichte Ermäßigung erfahren, da diese Tiere zur Zeit nur schwer verkäuflich sind. Die Beschickung stellte sich auf insgesamt 4913 gegen 4617 Stück, so daß das Kontingent um nahezu 250 Tiere überschritten wurde. Nach mittelmäßigem Geschäft verblieb etwas Hebenftanb.
Frankfurter Börse.
Frankfurter Börse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 29 Sept. Auch an der Wochenschlußbörse erhielt sich verhältnismäßig lebhaftes Geschäft. Während die Kulisse überwiegend zu Realisationen schritt, nahm die Kundschaft einige Käufe vor, so daß auch die Kursentwicklung eine sehr uneinheitliche war. Im allgemeinen war die (Stimmung etwas unsicher, wobei die Schwäche der Valutapapiere von Einfluß war. Eine von uns dieser Tage bereits gerüchtweise angedeutete Erhöhung der ablieferungspflichtigen Devisenerlöse von 25 auf 35 v. H., ist nunmehr durch eine Verordnung bestimmt worden. Die vorgenannten Papiere waren mehr oder minder stark angeboten und wurden mehrprozentig schwächer taxiert.
So Chade A bis C mit 217 Brief (221), do. D 209 Brief (214). Kunstseide AKU. unterlagen heftigen
Schwankungen mit 62—62,50—61—61,50 (63,65) und auch Schweizer Bundesbahnen waren angeboten und niedriger genannt. Am Rentenmarkt zeigte sich für deutsche Anleihen etwas Interesse bei leicht anziehenden Kursen für Altbesitz, Stahlverein- Bonds, Kommunal-Umschuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen. Genußreckte lagen sehr unregelmäßig, wobei aber die sogenannten guten Werte 1 bis 2 v. H. über den gestrigen Kursen gesucht waren. Der Aktienmarkt hatte einige Spezialbewegungen. So lagen AG. für Verkehrswesen mit 82,75 (81) weiter fest, dazu kamen heute Conti Gummi mit 134,65 (131,50) und Felten 31,50 (79,50), Von den einzelnen Marktgebieten ist besonders die überwiegend festere Haltung der Bergwerksaktien zu erwähnen bei Kurserhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H., nur Ilse Genuß (— 1 v. H.) lagen schwächer und Harpener und Klöckner knapp gehalten. Far- beninbuftrie litten unter einigem Angebot und gaben 0,50 v. H. nach, Scheideanstalt urtb Rütgers- gerswerke lagen gut behauptet. Am Elektromarkt eröffneten AEG. 0,65 v. H. Schuckert 0,40 v. H., Siemens 0,25 v. H. leichter, Gesfürel und Lechwerke je 0,50 v. H. höher. Von Zellstoffaktten Waldhof plus 0,75 v. H., dagegen Aschaffenburg minus 0,50 v. H. Sonst eröffneten u. a. Clement Heidelberg 0,25 v. H. leichter, Westdeutsche Kaufhof unverändert, Hanfwerke Füssen 0,75 v. H. Nordd. Lloyd 0,25 und Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,25 v. H. freundlicher.
Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit recht lebhaft und trotz gewisser Unsicherheit war die Haltung aber überwiegend fester. Einige Spezialwerte, wie Felten, Cement Heidelbera, Phönix usw. waren nochmals bis zu 0,75 v. H. höher. Im übrigen lagen die Kurse auf dem Anfangsstand ziemlich behauptet. Kunstseide AKU. blieben bei 61,50 gehalten. Chade- aktien gingen dagegen weiter zurück und zwar A bis C auf 214 und Lit. D auf 207 bis 208. 4pro= genüge Schweizer Bundesbahn lagen bei etwa 187 bis 188 (196,75) und 3V2progentige bei ca. 177 bis 178 (183).
Am Rentenmarkt bröckelten Altbefitz etwas ab, im übrigen blieben die variabel gehandelten Werte behauptet. Der PfandbriefmÄkt zeigte meist etwas festere Kurse und zwar von 0,25 bis 0,50, auch Stadtanleihen zogen etwas-an. Am Auslandsrentenmarkt gingen Mexikaner und Rumänen etwas zurück. — Am Kassamarkt waren Gebr. Adt weiter gesucht und fest.
Tagesgeld war zum Ultimo gefragt und wurde auf 4 v. H. (3,75 v. H.) erhöht.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 1. Oktober. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1406 Rinder (534 Ochsen, 125 Bullen, 346 Kühe, 401 Färsen), 502 Kälber, 38 Hämmel, 3 Schafe, 3946 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 26 bis 39 Mark, Bullen 24 bis 35, Kühe 14 bis 34, Färsen (Kalbinnen) 25 bis 38, Kälber 24 bis 49, Hämmel 29 bis 33, Schweine 42 bis 53 Mark. — Marktverkauf: Rinder mittelmäßig, Kälber und Schafe ruhig, Schweine mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H, Lombardzinsfuß 5 v. H.
Fraiiiiuri a. -Ul
Berlin
Schluß« furd
Schlußk. Abendbörse
Schluß« fürs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
28.9.
29.9.
28-9-
29-9.
6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927
95,25
94,75
—
95
6% et>em.7% Dt.ReichsanI.v. 1929
—
——
—
—
5%% Boung-Anleihe von 1930 ..
93,25
93,5
——
93,4
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
97,75
97,9
97,75
97,9
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
—
—
—
6% ehern.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
93.75
93,75
93,5
93,9
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
91,5
91,5
91
91,5
6Yi% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liqui.........
90,85
90,75
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten .............
_
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
100,25
101,4
101,1
101,1
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Vank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
91,75
92
6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
91,75
92
67i% ehern. 47i% Franks. Hyp.- Bauk-Liqu.-Pfandbriefe.......
90,75
91,25
67i% ehern. 47i% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
92
92
_
6% ehern. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
93
93
93
93
6% ehern. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
93
93
93
93
Steuergutsch. Verrechnungskurs..
101,75
101,75
101,75
101,75
4% Oesterreichische Goldrente....
31,5
_
31,25
31,25
4,20% Oesterreichische Silberrente
1,3
1,3
1,35
4% Ungarische Goldrente.......
7,6
7,2
_
7,75
7,15
7,6
7,1
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,2
4'/r% desgl. von 1013..........
7,25
7,13
7,25
7,13
6% abgest. Goldmerikaner von 99
13,75
14
13,6
4% Türkische Zollanleihe von 1911
■—
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I.....................
8
8
—
—
U. 2)1.
• Berlin
Schluß- kurs
Schlußt. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
28-9.
29.9
28-9.
29-9.
4% desgl. Serie 11 ........
8
8
—
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,95
4,95
4,95
4.9
4/r%Rumän.vereinh.Rentev.i913
7,5
7,5
7,7
7,55
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,4
4,25
4,35
4,4
2 7<% Anatolier...............
38,75
38,25
39,25
38
Hamburg-Amerika-Paket .....o
25,5
25,5
25,5
25,75
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
27
26
Hansa-Dampfschiff...........o
——
——
—
—
Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Berkehrsweftn Akt. .. o
28,5
28,9
28,25
28,25
81
83
81,25
84
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
96
96
96,25
96,5
Commerz, und Privat-Bank ... 0
66,5
66,75
66,5
66,75
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft........... 0
71
71,5
71
71,25
Dresdner Bank..............0
74,75
74,75
74,75
74,25
Reichsbank ................12
150,25
149,5
149,13
148,25
A.E.G......................0
30,4
30,13
30,4
30,25
Bekula.....................0
146,75
147
146,5
147
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
102
101,25
101.5
101,5
Licht und Kraft ............. 6
120
120,25
119,9
121
Felten & Guilleaume......... 0
79,5
81,5
79,75
81,9
Gesellsch.f.Elektt.Unternehmung. 5
110,75
111,25
110,65
111,65
Rheinische Elektrizität ........5
104
104,25
104
104,25
Schuckert L Co...............6
95,75
95,4
96
95,75
Siemens L Halske............7
149,5
149,25
149,5
150
LahmeyerLCo.............10
123,5
125
126
125,5
BuderuS ...................o
Deutsche Erdöl .............. 4
86,9
113,5
87,5
113,25
87,5
113
88
112,9
Gelsenkirchener..............0
63
63,5
62,4
63,4
Harpener...................o
106,25
106
106,25
106,25
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
—
—
78
78,9
Ilse Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse ........ 6
——
—
—
——
126,5
125
126
125
Klücknerwerke ........ 0
80,5
79,75
80,25
79,5
Mannesmann-Röhren........ 0
77,5
77,75
77,25
77,75
Frankiun a.M.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
28-9.
29-9.
28-9.
29.9
Mansselder Bergbau.......
.. 0
—
80
79
80,4
Kokswerke................
.. 0
——
—
100
100,25
Phönix Bergbau...........
.. 0
48,5
49
48,5
49,13
Rheinische Braunkohlen ....
. 10
241
242,5
240
242
Rheinstahl................
.. 0
92
92,25
92
92,9
Vereinigte Stahlwerke......
.. o
41,75
42,13
41,75
42,75
Ltavi Minen .............
.. u
13,75
13,25
13,4
13,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
—
122,5
123
123
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
—
—
122,5
123
Kaliwerke Salzdetfurth .....
17z
154
—
153,25
154
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
144,75
144,13
144,65
143,9
Scheideanstalt.............
.. 9
221
220,25
——
Goldschmidt ..............
.. O
95,5
95,65
95,5
95,25
Rütgerswerke .............
.. O
42,13
42,5
42,13
42,25
Metallgesellschaft...........
.. 0
91,5
90
91
91
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
.. O
83
83,5
82,75
83,25
.. 0 .. O
119
134
119,5
134
-
Schultheis Patzenhofer .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
.. 0
63,65
62,5
113,5
64,25
113,75
61,9
Bemberg.................
.. 0
66
66,25
132,5
133,9
Zellstoff Waldhof..........
.. 0
49,5
50,25
49,25
49,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
69,5
69
70
69,9
Dessauer Gas.............
.. 7
——
—
126
126,75
Daimler Motoren ..........
.. o
50,9
50,9
50,75
51,4
Deutsche Linoleum.........
.. 0
59,25
60,5
59
61,75
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
—
91,75
91,75
Leonhard Tietz ............
.. 0
33,75
34,5
33,25
33,75
Chade ....................
..10
221
211,5
221
213,75
Accumulatoren-Fabrtk......
.. o
178
178,75
178
179,5
Conti-Gummi.............
.. ü
131,5
134,65
130,9
133
Gritzner...............
.. 0
29,9
-
29,75
30
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
80
80
Süddeutscher Zucker.......
.. 8
192
192
192
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
Banknoten.
28-September
29-September
Amtliche Notierung
Amtliche Geld
Notierung I Brie-
Geld
Brie»
Buenos Air
0,649
0,653
0,651
0,655
Brüssel ...
58,34
58,46
58,33
58,45
Rio de Jan.
0,204
0,206
0,204
0,206
Sofia ....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,01
55,13
54,82
54,92
Danzig...
81,67
81,83
81,47
81,63
London...
12.325
12,355
12,275
12,305
Helsingfors
Paris ....
5,44
16,48
5,45
16,52
5,42
16,44
5,43
16.48
Holland ..
169,65
169,99
169,03
21,38
169,37
Italien...
21,46
21,50
21,42
Javan....
0,725
0,727
0,719
0,721
Jugoslawien
5,714
5,726
5,714
5,726
Oslo.....
61,94
62,06
61,70
61,82
Wien.....
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon..
11,18
11,20
11,14
11,16
Stockholm.
63,54
63,66
63,31
63,43
Schweiz ..
81,60
81,76
81,35
81,51
Spanien..
34,19
34,25
34,09
34,15
Prag.....
10-415
10,435
10,39
10,41
Budapest .
—
—
Neuyork...
2-482
2-486
2,475
2,479
Berlin, 29-September
Geld
Bries
2,427
58,17
2,447
58,41
Belgische Noten..................
54,66
54,88
Englische Noten .................
12.24
12.28
Holländische Noten...............
16,40
168,61
21,26
16,46
169,29
21,34
Italienische Noten................
Norwegische Noten ............
61,54
61,78
Deutsch Oesterreich, h 100 Schilling
Rumänische Noten...............
_
_
Schwedische Noten.........
63,14
63,40
Schweizer Noten.................
81,17
81,49
Spanische Noten............. ...
Ungarische Noten ................
33,95
34,09


