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m. 229 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen)

Montag, l. Oktober (934

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Zur Reichstagung des Gustav-Adols-Verems

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Die Speisekarten, die uns aus der ältesten Pe­riode der jüngeren Steinzeit erhalten sind, bestehen nicht aus glattem Papier, auf das fein säuberlich eine Anzahl Gerichte mit Preisangabe gedruckt wird, sondern es sind Tonscherben, auf denen sich schwarze kohlige Streifen befinden. Nicht nur der Laie wurde erhebliche Zweifel daran äußern, aus den beiden

Jahren haben, zu schließen, was und rme die Steinzeitmenschen geschmaust haben. Auch Professor Grüß (Berlin), der die Untersuchung anstellte, hatte zuerst recht wenig Hoffnung. Denn selbst die feinste Methode braucht doch Material in einem gewissen Ausmaße, um sichere Schlüsse ziehen zu können, und das Material bestand hier nur m runden und länglichen Flecken, ihre Schicht war ehr dünn und fest mit dem Ton verbunden. Um so bewundernswerter sind Scharfsinn und Genamg-

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den können.

Obwohl die dis dahin angewandten Versuche zu keinem Erfolge geführt hatten, konnte schließlich doch festgestellt werden, daß es sich hier um Stärke handle. Es ließen sich nämlich in den braunen Kör­nern Zellen der Deckspelze vom Emmerkorn fest- j stellen und eine Samenschale vom Emmerkorn. Emmer ist eine Weizenart, die von alten asiatischen Kulturvölkern angebaut wurde, und die sich von dort aus verbreitet hat. Außerdem wurden in der Braunkohle Bestandteile gefunden, die von Tannen-

Holz herrühren!

Verbindet man diese Beobachtungen miteinander, dann kann man eine Erklärung für den Vorgang geben, durch den uns diese Speisereste über Jahr­tausende hinweg erhalten geblieben sind. Der Topf, in dem die Nahrung der Steinzeitmenschen gekocht wurde, stand in einem Holzfeuer. Wenn der Mehl­brei überlief und an dem Topf herunterrann, wurde er durch das lodernde Feuer zur Kohle. Ein i Vorgang, wie er ja auch in den Küchen unserer Hausfrauen nicht eben selten ist, ließ Steinzeitkost, wenn auch in ungenießbarem Zustand, auf unsere Tage kommen. Wenn aber der Verlaus dieser stein- zeitlichen Küchenaffäre sich aller Wahrscheinlichkeit nach so zugetragen hat, dann hat man auch eine Erklärung dafür, weshalb die chemischen Proben, die anfangs angestellt wurden, um das Vorhanden­sein von Stärke zu prüfen, versagten. Das Starke- körn besteht nämlich aus Zwei Bestandteilen, von denen nur das eine, die Amylose, auf die ange- wandten chemischen Proben reagiert, das andere aber, das Amylopektin, nicht. Bei der Verkohlung I der Stärke aber verschwindet die Amylose, und es I bleibt nur das Amylopektin. Deshalb konnten die zuerst angestellten Versuche keinen Erfolg bringen.

Durch ein sinnreiches Experiment konnte Professor Grüß eine Bestätigung für seine Annahmen fin­den. Der gleiche Zustand, in dem sich die verkohlte Stärke auf den steinzeitlichen Scherben befindet, muß sich ergeben, wenn man Weizenstärke zum Ver­kohlen bringt. Tatsächlich erwies die vorgenommene Verkohlung und die nachfolgende Behandlung diese

I Annahmen als richtig.

I Aus allen Einzelheiten, die diese wissenschaftlichen Untersuchungen zutage brachten, ergaben sich nun sehr interessante Tatsachen zur Lebenshaltung dieser

I Steinzeitmenschen. Aus dem von ihnen verwandten I Getreide muß man schließen, daß sie Ackerbauer und seßhaft waren. Ihre Nahrung gewannen sie aus diesem Getreide, indem sie die Körner zer­stampften, dann kochten und so eine Art Brei ge­wannen. Welche außerordentliche Beharrung solche Eßsitten haben, kann man daran erkennen, daß eine gleiche Verwendung des Getreides noch bis etwa 1000 n. Ehr. herrschte. Denn man hat auch aus dem Mittelalter Topfscherben mit solchen kohllgen Stärkestreifen gefunden, späte Nachfahren einer in früherer Menschheitsperiode üblichen Sitte. Aller­dings darf man dabei einen großen Unterschied nicht übersehen. Während nämlich jene Steinzeit­menschen, von denen die aufgefundenen Tonscherben so viel zu erzählen wissen, die Erzeugung von B r o t

ersten Male, daß der demokratische Kandidat von seinen Parteianhängern mehr Stimmen erhielt als der republikanische von den seinen; eine Tatsache, die in den anderen Staaten übrigens fast überall auch zu beobachten war.

Die Aufstellung des bekannten sozialkritischen Schriftstellers Upton Sinclair als demokra­tischer Wahlkandidat in Kalifornien wird in den USA. nicht mehr als sensationelle Bedeutung bei­gemessen, nachdem er sich aus seiner salon-kommu­nistischen Larve als bedingungsloser Roo­sevelt-Demokrat entpuppt hat. Seine viel­gepriesenen Sozial-Maßnahmen, die in der Ver- taatlichung aller stilliegenden kalifornischen indu- triellen und landwirtschaftlichen Betriebe und deren Neufinanzierung mit Staatsmitteln zwecks Unter­bringungen Erwerbsloser gipfeln, werden, falls er

wirklich zum Gouverneur gewählt werden sollte, wahrscheinlich planmäßig an dem parlamentari­schen Widerstand der kalifornischen Volksvertretung scheitern, die die zu seinem Experiment benö­tigten 300 Millionen Dollars kaum bewilligen dür-

machen.

Es gelang, die dünne Schicht abzunehmen unö sie als Kohle festzustellen. Die wichtige Frage war, ob es sich bei dieser Kohle um Stärkekohle handele, d. h. ob man am Vorhandensein von Stärke die Speise erkennen könne, die in diesem steinzeitlichen

t^,OH bitte", sagte Brighton, der Verlagsbuchhänd­ler"was das mit der Flaschenpoft zu tun hat?' Seit der Zeit, wo ich jede Woche ein paar solcher Flaschen in die Themse werfe, habe ich schon vier« undneünzig Exemplare verkauft."

ms Zwei Bestandteilen, von die Amylose, auf die ange«

sich vor den tödlichen Insektenstichen zu schützen. 1 1 Walker.

Nachschrift: Falls es der Finder nicht weiß: Der Tempel Js ist die letzte Zufluchtsstätte der Azteken, des früher regierenden Stammes in Mexiko, ge­wesen. Aus allen Tempeln haben sie hier ihre Schätze zusammengetragen. Alles übrige haben der Urwald und das tödliche Klima getan."

UNTERSTÜTZTE GEMEINDEN

Os unter SO OB 100-150

Qs 50-100 9-150-200 ®s über 200

t=Unterstützte Ausbildungsanstel- ten für Pfarrer

U= Stipendiaten, die mit Hilfe des GAV in Deutschland ausgebildet werden

Flaschenpost aus Mexiko

Äon Hans JRiebau.

FRANKREICH,'^«

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feit der Arbeitsweise, die zu einem vollen Erfolge führten und diese beiden so unscheinbar aussehenden Scherben zu einem wichtigen Kulturgegenstand aus jenen vorgeschichtlichen Zeiten der Menschheit

Mann zu mir, ein Mann, der einen verwahrlosten Eindruck machte, aber von gutem Herkommen schien. Er bat mich um eine Unterredung m einer ebenso wichtigen wie geheimnisvollen Angelegen- 1 heit, ließ sich bestätigen, daß ich Geograph und Spezialist für Nord- und Mittelamerika sei, nahm mir mein Wort ab, über das, was ich nun erfahren sollte, zu schweigen wie das Gkab, und dann zog er aus seiner Manteltasche eine Whisky-Flasche.

Haha!" lachte die Tafelrunde.

Colsmith runzelte die Stirn.Es gab da nun eigentlich", fuhr er fort,keinerlei Anlaß zu lachen. Die Whiskyflasche war leer. Und wenn sie nicht ganz und gar leer gewesen war, als der junge Mann sie in der Themse aufgefischt hatte, so lag das an diesem höchst interessanten Zettel- ^01= smith legte ein vergilbtes Papier auf den Tisch der sich damals in eben der Whiskyflasche befun­den hatte."

Also eine Flaschenpost!" rief die Tafelrunde.

Eine Flaschenpost", nickte Colsmith,und zwar eine außerordentlich wichtige. Das Schreiben ist datiert vom 12. August 1931. Es lautet folgender­maßen:An den Finder! Wenn dieses pier sich in Ihren Händen befindet, bin ich langst tot. Ich bin der Letzte. Der letzte von sieben Stu­denten der Harvard-Universität, die auszagen, um zu suchen und zu finden. Wir haben gefunden, aber der Fluch des Goldes ist noch nicht erloschen. Meine sechs Kameraden sind tot. Ich kenne die Krankheit : nicht, die sie und mit ergriffen hat. Aber ich fühle,

auch ich bin am Ende.

Die Jndos, die uns hierhergeführt haben, sind in panischem Schrecken geflohen. Sie haben uns zuruck­gelassen und damit zum Tode verurteilt. Ich sitze im Vorraum des Tempels Js und schreibe aus einem Goldbarren, den sieben Menschen nicht zu heben vermögen. Greentown, mein Freund, hat die Schatze dieses Tempels auf zweihundert Millionen Dollar geschätzt. Aber der Urwald und die Moskitos sind bessere Tempelhüter als moderne Armeen.

Ich bin am Ende. Mit meinen Sextanten habe ich ein genaues Besteck auf genommen. Der Tempel Js befindet sich 88 Grad, 12 Minutem Sekunden westlicher Länge und 14 Grad, 20 Minuten, 2 Se­kunden nördlicher Breite. Der Weg zu »hm ist nur zu Wasser und im Faltboot möglich, über den Rio bei Caya. Von der Mündung gerechnet müssen die Boote in die achtzehnte Abzweigung nach Unks em- biegen, und 164 Kilometer stromaufwärts fahren. Unsere Landungsstelle und der weitere Landweg sind markiert. Aber ob die Marken noch da sind, wenn diese Flaschenpost gefunden wird?

Ich werfe die Flasche tn den Fluß. Der Fluß fließt in den Rio bei Caya unb ber Rio del Caya in das Karibische Meer. 200 Millionen gehören dem Finder, wenn er den Weg findet, und em Mittel,

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zweiten Frage des Kriminalbeamten waren alle unsere Hoffnungen zerschlagen. Die erste Frage lautete:Wo haben Sie die Flasche gefunden? *

Der junge Mann antwortete:In der Themse.

Die Themse ist ein langer Fluß", sagte ber Be­amte,ich frage: W o haben Sie sie gefunden?

Am Bootsanleger in Oxford."

Das genügt mir", lächelte der Beamte,die Flutwelle der Themse reicht im äußersten Falle nur bis Reading. Nie und nimmer kann ein Gegenstand aus der Nordsee die Themse weiter als bis hier hinauftreiben. In Oxford läuft verstehen Sie? das Wasser stetsab", nieauf".

Nun", Colsmith räusperte sichwir alle waren wie vor den Kopf geschlagen. Wir waren mit der größten Skepsis an die Sache herange­gangen, wir hatten jede Täuschungsmöglichkeit m Rechnung gestellt, stets den ungünstigsten Fall an­genommen, wir hatten genau zu rekonstruieren versucht, welche Strömungen die Flasche von Mexiko nach der Nordsee hatte befördern können; aber auf die Frage wie weit sie denn eigentlich durch die Flut die Themse h i n a u f g e t r i e b e n werden konnte darauf waren wir nicht ge­kommen." , __

Die Herren lachten.Ja, unb? fragte Tur- ning, was geschah dann weiter?"

Die Trümmer unseres Expeditionsplanes , seufzte Colsmith,lagen dann wochenlang mit den Trümmern all der anderen Pläne zusammen in Scotland Yard. Die Lage des englischen Buch­handels hatte ich nicht schon davon gesprochen? ist immerhin so--"

Aber ich bitte dich", rief Turning, und jetzt war er wirklich ärgerlich geworden, "verschone uns mit deinem Buchhandel, und schließe deine Geschichte mit einer vernünftigen Pointe ab."

Ich bin schon dabei", nickte Colsmith.Die Be- mühungen Scotland Yards schienen nicht erfolglos geblieben zu sein. Jedenfalls wurde ich eines Tages zu einer Unterredung gebeten, und dabei platzte td) mitten in die Vernehmung des Verlagsbuchhanb- : lers Brigthon hinein. Der vernehmende Inspektor , war anscheinend recht wenig zufrieden.Jetzt haben ! Sie uns schon dreimal erzählt", sagte er: zu dem Buchhändler,daß Sie das große funfbandige Werk = von JenningtonKultur und Schicksal der Azteken i verlegt haben, daß jeder Band zwei ^unbSter. i [inq kostet, und daß die Lage für den Buchhandel , sc, schlecht sei. Was aber hat das alles m drei - Teufels Namen mit der falschen Flaschenpost zu

Colsmith schwieg. Sein Gesicht war ernst. Die anderen aber lächelten skeptisch.Glaubst du wirk­lich an die Echtheit dieser Flaschenpost? U«gte Turning.Ich meinerseits bin der Ansicht, daß der Schreiber im Kino gewesen ist, sich einen wllden AbenteuerfilmDer Fluch des Goldes konnte er heißen angesehen hat und dann--

Colsmith machte eine Handbewegung.Natürlich glaubte ich zunächst nicht an die Echtheit", sagte er. Ich lachte den jungen Mann aus und erklärte ihm, daß so eine Flasche nicht vom Golf von Mexiko ausgerechnet in die Themse schwimmen könne, und daß ich die ganze Sache für den schlechten Scherz eines Londoners halte. Aber der junge Mann hatte besser beobachtet als ich. Er hatte festgestellt, daß die Flasche mit einem Kork verschlossen war der den Stempel einer mexikanischen Brennerei trug. Er zeigte mir das Wasserzeichen des Papers, aut- bem die Nachricht geschrieben war, und ich' konnte mich überzeugen, daß es aus Ar kan sas (und mcht etwa aus England) stammte. Und schließlich gab er mir einen Brief der Harvard-Universttat, aus dem hervorging, daß in den vergangenen Jahren tat­sächlich auffallend viele Studenten Expeditionen aller Art unternommen haben, und daß sich unter den zahlreichen Vermißten auch ein Walker be-

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Dbjjtun Ichi-tz nur los", fugte schließlich Turning um der peinlichen Verwunderung ein Uwe zu machen aber verschone uns mit den Buchhand- Ln und ihren Hunden und erkläre uns was es mit den Mexiko-Expeditionen auf sich hat.

Collmith fuhr sich mit der Hand über die Stirn, -ick wur le bst in eine solche Expedition verwickelt , murmelte er,unb ich muß fügen, daß der eng. "^Mfo Mte^ttopfte Turning aus den Tisch,zur b°^ie Sache", I°gt° Calsmich,die Sache war so" Bor einem Vierteljahr etwa tarn em junger

finde". , , ,

Colsmith nahm sein Glas und krank. Darm fuhr er fort:Unter diesen Umständen sah ich mich denn doch veranlaßt, her Sache ein wenig nachzugehen. Ich verglich vor allem einmal die Positionsangabe unb stellte fest, baß sich ber angegebene Ort tat­sächlich im unwegbaren unb so gut rote unerforsch­ten Urroalb befanb. Nun, meme Herren ich will Sie nicht mit organisatorischen Einzelheiten lang­weilen- Wir fanben in Lorb L. einen Finanzier, wir kauften uns bas sehr umfangreiche unb teure Sveüalwerk von Jennington über bie Aztekenkul- tur, wir hatten sogar schon Faltboote bestellt Ge­wehre Munition unb Spezialkleibung, bie jeben Jnfekt'enangriff abwehren sollte, ba geschah etwas ich muß schon sagen außerorbentlich Pein­liches Die Polizei in Scotlanb Yarb nämlich be­gann sich für unsere Expebition zu interessieren. Ich erfuhr bei biefer Gelegenheit, baß eine ganze An­zahl ähnlicher Unternehmen in Vorbereitung war. Aber viel wesentlicher unb, wie gesagt außerorbent- lich peinlicher war bas Resultat bes Verhörs bem wir uns unterziehen mußten. Denn schon nach ber

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Der alte Colsmith, Herausgeber einer geographi­schen Zeitschrift, nahm nur selten seine Pfeife aus dem Mund, um eine Geschichte zu erzählen. Tat er es aber doch einmal, so fing er die Geschichte, so schien es, völlig verquer und ohne Zusammenhang mit dem, was er im Grunde berichten wollte, an. So auch neulich im Square-Club, wo die Rede auf Mexiko, auf Kaiser Maximilian unö auf die Azteken kam. Ein junger Marineoffizier hatte in das Ge­spräch eingegriffen und auf eine merkwürdige Er­scheinung hingewiesen.Es sind im letzten Jahr", so hatte er erklärt,nicht weniger als fünfzehn Expeditionen von England aus nach Mexiko un­ternommen bzw vorbereitet worden. Niemand weiß so recht, was all die Expeditionen eigentlich noch erforschen und entdecken wollten, und da die Leiter dieser Unternehmungen mit der Sprache nicht herausrückten, hat es die SJMrinet Seiner Majestät abgelehnt, ihre Hilfe und Unterstützung zur Ver-

Die ^Herren "schüttelten verwundert die Kopfe. Fünfzehn Expeditionen? Nach Mexiko? In einem

d^sem^Au gen blick aber nahm Colsmith, der Geograph, seine Pfeife aus dem Mund, räusperte sich ein wenig und sagte:Hm, nun ja. Im Grunde recht merkwürdig, gewiß. Wer liest heute noch Bu­cher in England? Die Buchhändler klagen. Die Verleger rechnen in ihrer Konkursmasse herum unb der Autor ber es wagen mürbe, em Manuskript (unb ein wissenschaftliches wohl gar) 3umiSrutf an- aubieten auf ben würbe man oie Hunoe gegen. Vorausgesetzt allerbings" Colsmith starrtenoch- d-nwch sich hin -daß Verlagsbuchhandler sich überhaupt Hunbe halten können «

Di- lafetrunbe faß stumm und st-'si D-W-S unb Turning sie waren mit Colsmith Dejreunoei unb kannten seine Art, in bie Debatte einzugreifen lächelten. Die anberen aber wußten nicht. Hatte Colsmith zu viel Whisky getrunken, rebete er irre,

pnmärwahlen inttSA.

Don unserem H.W v. L).-Berichterstatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Neuyork, EnÄe September 1934.

Amerikanische Parteiwahlen und lokale Wahlen in ben einzelnen Bundesstaaten haben im allgemei­nen kein beon^erks Interesse. Aber die diesjährigen amerikanischen Herbstwahlen, m denen tn vielen der 48 Bundesstaaten neue Senatoren und nen. Abgeordnete zum Bundeskon- Jewählt werden, erheben deshalb Anspruch aus verstärkte Beachtung, weil sie die erste Reaktion b-r Volksmeinung aus die Wieberaufbaupolitik Roosevelts feit dessen Amtsantritt im Marz 1933 barstellen.

Kürzlich fanden nun in verschiedenen Bundes­staaten die Primärwahlen für die noch im Herbst durchzuführenden Wahlen statt, in denen die beiden amerikanischen Parteien, nämlich die Republi­kaner und die Demokraten, ihre Kandi­daten wählten, die sich dann später als Ge­genkandidaten gegenüberstehen werden. Das Er­gebnis dieser Primärwahlen, die schon heute ein gutes Bild über den zu erwartenden Ausgang ber Herbstwahlen im allgemeinen und für bie Fort­dauer ber Roosevelt-Politik im besonderen abgeben, hat nun gezeigt, daß Roosevelt nach wie vor i n allen Sätteln f e st s i tz t. Darüber hinaus haben sie aber auch bewiesen, daß sich die politischen Gegensätze innerhalb ber beiden Parteien ver -

(OBwESTLD'

fen.

Alles in allem genommen beuten bie bisher statt- gefunbenen Primärwahlen also barauf hin, baß Roosevelt seinen eingeschlagenen Kurs burch die be- vorstehenben Herbstwahlen bestätigt erhalten wird Wozu ihm bann außer ber Qualität seines Topf vor Jahrtausenben enthalten gewesen ist-Nach­politischen Programms zweifellos noch ein weiterer bem einige Kohlenteile, mit verschobenen Stoffen Punkt verhalfen haben wirb: die rast- und ruhelose behanbelt, einer mikroskopischen Untersuchung zu- Propaganda, mit der er seinNew Deal" durch gänglich geworden waren, zeigten sich in dieser Tausende und aber Tausende von direkten und in- Kohle verstreute Korner von hell- und dunkelbrauner direkten Kanälen täglich und stündlich in bie Köpfe Farbe Diese Körner wurden nun verschiedenen von 120 Millionen Amerikanern hineinpaukt. chemischen Proben unterworfen, aus denen sich bie Anwesenheit von Starke ergibt, ohne daß in diesem Fall damit ein positives Resultat hätte erzielt wer-

schärst haben.

Der kleine, neuenglische Bundesstaat Maine machte den Anfang. Aus historischen Gründen hat er immer als erster amerikanischer Bundesstaat seine Stimmen abgegeben und ist daher zum poli­tischen Barometer der jeweilig herrschenden politi­schen Atmosphäre geworden.Wie Maine wählt, so wählt die Nation!" lautet ein amerikanisches, innerpolitisches Sprichwort. Und das Wahlergebnis von Maine übt deshalb auch auf die späteren Wah­len der anderen Bundesstaaten einen nicht zu un­terschätzenden psychologischen Einfluß aus.

Das konservative und jahrzehntelang republika­nische Maine wählte nicht nur zum ersten Male in seiner Staatsgeschichte einen bemotrati» schen Gouverneur, der 1932 seine erste Wahl dem überroältigenben, bemokratischen Wahlsieg Roosevelts verbankte, unb es bestätigte nicht nur bie beiben ebenfalls 1932 gewählten bemokrati- f dj e n Abgeordneten, während es dem ein­zigen republikanischen Senator und dem dritten (republikanischen) Abgeordneten einen Wahlkampf um Leben und Tod lieferte, sondern es unterstrich die Wiederwahl eines demokratischen Gouverneurs und der beiden demokratischen Abgeordneten noch durch eine beträchtliche demokratische Stimmenmehr­heit verglichen mit 1932 und durch den gleichzeitigen Widerruf seines 50 Jahre alten, staatlichen Prohibitionsgesetzes!

Nach dem psychologisch nicht zu unterschätzenden Anfangserfolg in Maine wählten wenig später a ch t weitere Bundes st aaten, nämlich Süd- Karolina, Colorado, Delaware, Louisiana, Michigan, New-Hampshire, Vermont und Washington. In allen acht war genau bie gleiche Richtung ber Volksmeinung zu beobachten: die Wähler stimm­ten für d i e Kandidaten der extremen P a r t e i f l ü g e 1, d. h. im demokratischen Lager für die Anhänger Roosevelts und im republikanischen für die konservativen, schwerkapitalistischenTories", während die gemäßigteren Kandidaten beider Parteien a-n die Wand gedrängt wurden. Besonders beachtenswert ist außerdem, daß die Demokraten nicht nur ihre an sich schon starke Stellung verteidigt,, sondern sogar weitere Fort- 7.....

schritte auch in traditionell-republikanischen Staaten Topfscherben, die in ewer stemMtlichen Siedlung gemacht haben. So geschah es z. B. in der Ge- bei Herkheim im Nordlmger Rieß z.». gefunöen schicht? des Bundesstaates Washington zum worden find, und die em Alter von jdmaJ)0(^0

In Gegenwart zahlreicher evangelischer Kirchenführer aus allen Teilen des deutschen Volks­und Sprachgebietes diesseits und jenseits der Rrichsgrenzen finde die Reichstagung des Gustav-Adolf-Vereins vom 1. bis 3. Oktober tn Königsberg statt. Unsere Karte zeigt das weitgespannte Netz ber Arbeit bes Gustav-Abolf-Dereins in Europa.

Was aßen unsere Urahnen?

Eine Speisekarte der Steinzeit.

Äon Dr. $. Berger.

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