sozialistischer Agrarpolitik, weiß jeder deutsche Bauer, daß nicht er, sondern daß auch seine Nach- kommen noch als freie Bauern auf freier Scholle sitzen werden. Während noch vor einigen Zähren die Abhängigkeit des deutschen Volkes vom Ausland so stark war, daß wir z. B. im Jahre 1928 für nahezu fünf Milliarden Mark Lebensmittel einführen mußten, stehen wir heute vor der Tatsache, daß die Ernähruna des deutschen Volkes in den wichtigsten Erzeugnissen auf der deutschen Scholle sichergestellt werden kann. Nur noch für rund eine Milliarde Mark ist heute eine Einfuhr notwendig. So ist nicht nur der Glaube des deutschen Bauern an seine Zukunft und damit sein Vertrauen in die deutsche Staatsführung wiedergewonnen, sondern auch das ganze deutsche Volk weiß, daß es heute von feindlichen Mächten nicht mehr durch den Hunger in die Knie gezwungen werden kann.
Wenn wir sagen sollen, wodurch wir diesen Wandel hervorbrachten, so stehen am Anfang der nationalsozialistischen Agrarpolitik zwei Dinge: das Reichserbhofgeseh und das Reichsnährstandgefeh. Und zwar hat das Reichserbhofgeseh die Sicherheit des Bodens, das Reichsnährstandgefeh die Sicherheit des Bodenertrags zur Folge. Beide gemeinsam aber bedingen die Sicherheit des auf dem Boden lebenden Menschen und seines Arbeitsertrages. Als Folge dieser Gesetze schalteten wir bewußt die Börse als Regulator der Preise aus, da wir es für unnötig erachteten, mit Gütern, die zur Ernährung des Volkes dienen, Spekulation zu treiben. Dir haben bei unseren Maßnahmen bewußt den Preis als das Ergebnis von Angebot und Nachfrage aus« geschaltet und so durch das Reichsnähr- ftandgesetz eine Regelung erreicht, die die Lebenshaltung des deutschen Volkes vor jeder Preisspekulation sicher stellt. Damit sicherten wir auf der einen Seite dem deutschen Bauern seine Lebensmöglichkeit und verhinderten auf der anderen Seite die Verteuerung des täglichen Brotes für den Verbraucher, den deutschen Arbeiter in Stadt und Land.
Der bewußte Verzicht des deutschen Bauerntums, in diesem Jahre auf eine Erhöhung der Brot - und Butterpreise hinzuwirken, kann gut und gerne veranschlagt werden mit über einer halben Milliarde Reichsmark. Dies konnte das Bauerntum jedoch nur tun, weil die Grundgesetze der nationalsozialistischen Agrarpolitik ihn unabhängig von den Gesetzen der Märkte das Dasein auf seiner Scholle sicherstellen. So haben wir auf den Lebensmittelmärkten nicht mehr einen Preis, der sich nach liberalistischen Gesichtspunkten richtet, sondern einen Preis, der den volkswirtschaftlichen Gerechtigkeiten folgt. Das deutsche Bauerntum hat damit seinen uralten Gegensatz zwischen Stadt und Land überwunden und dem deutschen Arbeitertum bewiesen, daß ihm der nationalsozialistische Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" keine leere Phrase ist, sondern tiefe sittliche Verantwortlichkeit.
Aber nicht nur preispolitisch auf dem Gebiete der Ernährung ist die nationalsozialistische Agrarpolitik vorwärts gekommen, sondern auch an der gewaltigen und großen, von unserem Führer befohlenen Arbeltsschlachk Hal sie hervorragenden Anteil. Im vergangenen Jahr sind 200 000 Mehreinstellungen vorgenommen worden. Dazu kommen 160 000 bis 200 000 Landhelfer. Man kann sagen, daß die Landwirtschaft auf ihrem Gebiet die Arbeitslosigkeit — soweit es in ihren Möglichkeiten stand — überwund en hat. Wenn man bedenkt, daß die Landwirtschaft mehr Menschen beschäftigt als die Industrie und der handel zusammen, so läßt sich erkennen, von welcher volkswirtschaftlichen Bedeutung diese sichtbare Wende innerhalb der deutschen Landwirtschaft auf Grund der nationalsozialistischen Agrarpolitik gewesen ist.
Ein Blick in die For st wirtschaft beweist ebenso deutlich, wie grundlegend sichhier die Dinge im letzten Jahr gewandelt haben. Während früher auf geringe Einschläge hingearbeitet wurde, damit die Preise nicht ins Uferlose absanken, gibt es jetzt keine Holzabsatzschwierigkeiten mehr. Darüber hinaus aber hat die nationalsozialistische Regierung nicht nur durch ein grunlegendes Gesetz gegen die Waldverwü st ungen frevelhafte Eingriffe in die deutschen Wälder verhindert, sondern auch darüber hinaus mit Hilfe von Reichsckrediten 160 000 Morgen aufgeforstet, eine wohl nur einem Forstmann in seiner ganzen Konsequenz restlos verständliche Arbeitsleistung. Diese Fläche entspricht etwa 35 bis 50 neuen preußischen Förstereien, wenn man eine solche Försterei mit zwei- bis dreitausend Morgen einsetzt.
Auf dem Kongreß der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in Nürnberg und vor wenigen lagen im Rundfunk konnte ich darauf Hinweisen, daß die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse weit über den Durchschnittspreisen des Auslandes liegen, und daß dies erreicht wurde, ohne den deutschen Verbraucher wesentlich zu belasten.
So können wir nach einem Jahr nationalsozialistischer Agrarpolitik feststellen, daß wir wirtschaftliche Erfolge vorweisen können, wie sie kein Land außerhalb Deutschlands heute aufzuweisen vermag. Und damit ist nicht nur eine wirtschaftliche Besserung des deutschen Landvolkes erreicht worden, sondern es gelang uns in einem Jahr, die Verzweiflung der deutschen Bauern abzuwenden durch eine unbedingte Treue und eine unbedingte Zuversicht auf seine heutige Führung.
So dürfen wir am heutigen Tage des zweiten Erntedankfestes aus ehrlichem Herzen heraus dem Manne Dank ab statten, dessen Lebenswerk und -kampf die Grundlagen dafür schufen, daß es heute dem deutschen Landvolk seelisch und wirtschaftlich besser geht. In diesem Sinne danke ich heute als verantwortlicher Reichsbauernführer unsrem Führer und Reichskanzler Adolf Hiller im Namen von Millionen Angehöriger des deutschen Landvolkes aus heißem und ehrlichen Herzen für das, was er dem deutschen Landvolk gegeben hat. heilt
Des Führers Wort an den Bauern.
Mit nicht endenwollendem Beifall empfangen, führte dann der Führer und Reichskanzler u. a. aus:
Deutsche Volksgenossen und -genossinnen! Deutsche Bauern! Zum zweiten Male treffen wir uns heute hier auf diesem gewaltigen Abhang. 700 000 Männer und Frauen sind zusammengekommen, um erneut ein Bekenntnis abzulegen zum deutschen Volke und zum Deutschen Reiche. Vielleicht wird morgen wieder eine Pariser Zeitung schreiben, wie viele Millionen wohl die deutsche Reichskasse an die einzelnen Menschen ausgeteilt haben mag, die heute hier am Bückeberg versammelt sind. (Protestruse.) Es ist ihnen unbegreiflich, daß Hundert- und abermals Hunderttausend aus eigenem Willen und unter eigenen Opfern an einem solchen Tage zusammenströmen, ohne dafür einen zunächst sichtbaren Vorteil materieller Art gewinnen zu können. Rätselhaft bleibt ihnen das Wunder dieser deutschen Auferstehung, weil sie selbst im Partei- und Klassenwahn befangen sind.
Dir aber wissen, daß diesem symbolhaften Bekenntnis zur deutschen Volksgemeinschaft auch ein ungeheurer fachlicher Gewinn verborgen ist. Wenn die Zerrissenheit unseres früheren Lebens das deutsche Volk und Deutsche Reich in endlosen inneren Krisen die beste Kraft unserer Menschen zwecklos verbrauchen ließ, dann seht die von diesem Vruderkampf erlöste deutsche Nation ihre innere Stärke nunmehr wahrhaft schöpferisch und damit werteschaffend an. Diese konzentrierte Kraft zur Daseinsbe
hauptung braucht unser deutsches Volk aber heute dringender denn je, nicht weil wir Natio- tionalsozialislen regieren, sondern weil 15 Jahre lang vor uns andere regiert haben (Beifall.) Denn uns hat ja leider das Scbicksal nicht zu Erben eines blühenden Geschäftes, sondern eines durch und durch bankrotten Unternehmens gemacht. Wenn es daher heute Leute in Deutschland gibt, die sagen, daß wir dauernd mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, bann kann ich ihnen das nur aufrichtig bestätigen. Es sind die Schwierigkeiten, die ein Mensch zu überwinden hat, der mit dreifachem Fleiß und unter zehnfachen Sorgen das wieder gutmachen muß, was andere faul und leichtsinnig zugleich in 15 Jahren vorher verwirtschaftet hatten. (Beifall.) Und ich frage euch, meine deutschen Bauern, die ihr in dieser Stunde hier und im ganzen Reiche mich hört, habt ihr selbst in den letzten Jahren etwa keine Sorgen gehabt? Ich glaube, mehr als genug! Hattet ihr keine Schwierigkeiten? Sicherlich mehr als zu viel! Was kann man aber von einer Regierung anders erwarten, die in. einer solchen Zeit die Führung der Geschäfte einer Nation übernimmt, als daß sie selbst die g l e i ch e n S o r g e n zu tragen und dieselben Schwierigkeiten zu überwinden hat, die das ganze Volk bedrücken? Nicht wir Nationalsozialisten und nicht ich haben zum Beispiel den deutschen Bauern Sorgen geschaffen, aber die Sorgen der deutschen Bauern haben uns schwer bedrückt und zu schaffen gemacht.
Siegreicher Kamps gegen Verzweislung und Gleii
Wir haben hinter uns eine Zeit, die mit zu den schwersten der deutschen Geschichte gehört. Ich sehe als das Schlimmste dieser Zeit an die planmäßige Zerstörung jedes Vertrauens unseres Volkes auf feine eigene Kraft und damit auf die wichtigste Vorausfetzung zu jeder Da- seinserhaltunb- Das war die schwerste Not, gegen die wir ankämpfen mußten, diese Verzagtheit, Verzweiflung oder Gleichgültigkeit, dieses Alles-gehen-lassen und Alles-mit-sich-geschehen-lassen. Und dagegen kann man auch nicht mit Erklärungen ankommen, mit Zureden oder beschaulichen Selbst- Überlegungen.
Man muß einem Volk bann wieder die Harle Lehre beibringen, daß das Schlimmste, was geschehen kann, immer ist, wenn gar nichts geschieht. (Beifall.) Daß deshalb sich nicht einer von der Saat drücken darf, weil am Ende doch der Hagel alles zerfchägt, oder einer das Mähen aufgibt, weil der Regen vielleicht das geschnittene Korn verdirbt. Nein! Man muß sich wieder zu Entschlüssen durchringen, muh den Kampf um das Leben aufnehmen? Man darf nicht in eine Selbstaufgabe und -Preisgabe versinken, und man darf vor allem nicht deshalb die Hände in den Schoß legen, weil vielleicht aus der Arbeit doch nichts wird. Und das kann ich Ihnen sagen, meine deutschen Volksgenossen, auch wir konnten die Hände nicht in den Schoß legen und haben sie auch wirklich nicht in den Schoß gelegt. Wir haben den Kampf gegen das Laster der
Gleichgültigkeit, Verzagtheit und Lethargie entschlossen ausgenommen!
Und ich verstehe sehr wohl, warum so viele angesichts dieses Kampfes beifeitestanden, kopfschüttelnd nur unsere Arbeit kritisierten. Die einen konnten aus ihrer eigenen Kleingläubigkeit heraus an keinen Erfolg mehr hoffen, und die anderen hatten weniger Angst vor unserem Mißerfolg als vielmehr vor unserem Erfolg. (Beifall.) Und dieser Erfolg, mein deutsches Volk, ist gekommen. Und wenn ich von ihm rede, dann denke ich zunächst gar nicht an die unbestreitbaren realen Ergebnisse z. B. unserer Arbeitsschlacht, sondern an den gewaltigen Erfolg der Wiederaufrüttelung des deut- schen Menschen (Beifall), der Wiedererweckung seiner Entschlußkraft, der Wiederanfachung seines Glaubens und seiner Zuversicht. Denn das, meine Volksgenossen sind am Ende die realsten Grundlagen für jeden endgültigen durchschlagenden irdischen Erfolg. Und wenn ich Sie, die Hunderttausende hier vor mir sehe, und weiß, daß Millionen andere im Deutschen Reich in dieser Stunde verfolgen und hören was hier geschieht, dann scheint mir dies ein Zeichen einer wahrhaft triumphalen Ueberwindung der deutschen Gleichgültigkeit und Verzagtheit zu sein. (Beifall.) Ein Beweis, so groß und gewaltig, daß unsere Gegner ihm fassungslos gegenüberstehen und dies einfach nicht begreifen.
Denn das ist sicher: Wenn eine Nation in solcher Art sich wieder eins fühlt und ihrer Kraft inne und bewußt wird, dann könnte die Welt voll Teufel sein, es wird ihr am Ende doch gelingen, sich und ihren Kindern das tägliche Brot wieder zu sichern. (Beifall.)
Überwindung von Hunger und Kälte.
Das Zweite, was hinter uns liegt, ist ein schwerer Winter. Es würde frevelhaft sein, wollten wir bestreiten, daß wir mit vielen Sorgen in ihn hineingegangen sind. Wohl gemerkt, meine Volksgenossen, verstehen Sie mich gut und mißverstehen Sie mich nicht: Wenn ich von Sor- gen rede, denke i ch niemals an Kapital ati o n! (Stürmischer Beifall.) Wir gingen in diesen Winter hinein in der drückenden Angst angesichts der zahlreiche unserer Volksgenossen bedrohenden Not, allein mit dem fanatischen Entschluß, alles irgendwie Menschenmögliche zu versuchen und zu tun, um sie zu vermindern. Und wenn auch dieses irdische Leben leider für nur zu viele Menschen einem Jammertal gleicht, so glauben war doch, vielen Jammer, wenn schon nicht bezwungen, dann wenigstens gemildert zu haben.
An diesem Tage vor einem Jahre verkündete ich hier zum ersten Male das große Win - terhilsswerk, das unser Parteigenosse Dr. Goebbels organisiert. Auch darüber hatte man am Anfang gespottet und gewitzelt. Allein allmählich werden die Besserwisser immer kleiner und kleiner. Das reiche Deutschland der Friedenszeit vor dem Kriege benötigte 20 Jahre, um 6000000 Mark für das Vol - kerfchlachtdenkmal in Leipzig aufzubringen; die größte nationale Begeisterung konnte dem Grafen Zeppelin nur 7 000 000 Mark sammeln. Die größten Hilfsaktionen damals haben niemals mehr als 3000000 bis 4000000 Mark Überschritten. Wir aber haben in sechs Monaten in unserem materiell verarmten und ausgebluteten Deutschland aus freien Stücken 350 Mil- lionenlHarf mobilisiert (Beifall) und in den Kampf gegen die Not unserer ärmsten Volksgenossen geworfen. Ist das nicht ein wunderbares Zeichen der Kraft, die über ein Volk kommt, das von Partei- und Klassenhaß erlöst, einen starken Mut gefunden hat, um den Kampf für seine Selbstbehauptung aufzunehmen? (Beifall.)
Als der Frühling kam, brachte er uns allen nicht nur das Glück des neuen Lebens, sondern auch die Freude der Genugtuung, einen schweren Kampf für unser Volk glücklich überstanden zu haben. Und nicht minder groß waren die Gesamtschwierig- feiten dieses hinter uns liegenden Jahres auf den wirtschaftlichen Gebieten unseres nationalen Lebens. 2lls wir die Macht übernommen haben, führten wir einen Schlag nach dem anderen gegen unsere Arbeitslosigkeit; denn ihre Beilegung war ja eine Voraussetzung nicht nur zur Rettung des deutschen Arbeiters, sondern auch zur Rettung einer ganzen Reihe anderer Berufs- und Lebensinter-
essen. Und wenn in diesem Kampf uns manche Handlung nicht den Erfolg brachte, den man vielleicht glaubte erwarten zu können, dann hat dies dennoch nichts zu sagen, entscheidend ist das Gesamtergebnis. Wir gehören nicht zu den Männern, die jemals ein Rückschlag oder ein Mißerfolg irre ober gar schwach machen könnte.
Das Ergebnis aber kann sich geschichtlich sehen lassen. In knapp anderthalb Jahren ist die Arbeitslosenzahl nm rund zwei Drittel gesenkt worden, d. h , wir ho^cn die Arbeitslosen schneller in Arbeit gebracht, uls sie die anderen vor uns von der Arbeit einst vertreiben konnten. Und wenn auch der Lebensstandard von unzähligen Deutschen noch ein vollkommen ungenügender ist, so kann mich das nicht irre machen. Wir haben nicht die Absicht, uns auf den errungenen Lorbeeren zur Ruhe zu legen. Was in den ersten zwei Jahren nicht geschehen kann, wird in den nächsten zwei Jahren versucht, und was die nächsten zwei Jahre nicht bringen, wird in den kommenden erst recht in Angriff genommen. Am Ende wird auch hier d e r z ä h e W i l le u n d derharteSchä- del den Erfolg erringen.
Unsere politischen Gegner haben einst behauptet, daß eine Nation auch ohne Ehre und Freiheit ganz auskömmlich leben könne. Wir waren und sind vom Gegenteil überzeugt. Das Deutschland der sklavischen Unterwürfigkeit und Unwürdigkeit hat mit seiner Ehre am Ende auch die Voraussetzungen zum Leben verloren. Wir Nationalsozialisten werden Ehre und Leben als etwas Unzertrennliches ansehen und, indem wir für das eine ein» treten, das andere sichern. Und wir haben in dieser Zeit immer wieder vor der Welt das bekundet, was jedes einzelnen Deutschen lieber« zeugung und aufrichtiger Wunsch ist: Deutschland und das deutsche Volk wollen nichts anderes als den Frieden. Sie werden aber niemals Verzicht leisten auf das gleiche Recht. (Starker Beifall).
Angefangen von der Notwendigkeit, den Völkerbund zu verlassen, bis zum Ableben unseres Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls beinhaltet dieses Jahr eine Unsumme von politischen Anstrengungen und auch Sorgen. Immer wieder mußten Entschlüsse getoffen werden und wir haben sie geschlossen. Der Nörgler sieht an ihnen nur, was nach seiner Meinung falsch ist. Dis Nachwelt aber wird einmal im Buche der Geschichte die Gesamtsumme der Lei- stunden dieses Jahres finden, und sie wird dann chr Zeugnis ausfteöen nach dem Ergebnis und den Erfolgen. (Beifall). Deutschland aber ist in diesen zwölf Monaten nicht schwächer, sondern stärker geworden. (Anhaltende Bravorufe).
Dabei wurde dieses Ringen um die Wiedergs- nefung unseres Volkes dauernd erschwert durch die Tatsache, daß zahllose Menschen den für die Nation so notwendigen Erfolg einfach deshalb nicht wünschten, weil er ihrer Parteidoktrin und ihren besonderen Interessen widerspricht und entgegensteht. Wir konnten nie von diesen Menschen vernehmen, daß sie sich etwa selbst besorgt die Frage vorlegen, ob unser Kampf für die Freiheit und bas tägliche Brot unseres Volkes wohl Erfolg haben werden Nein, es war nur immer ihre förmliche Enttäuschung, wenn der erhoffte Mißerfolg ausblieb. Vieles würde in Deutschland besser und vor allem leichter gehen, wenn nicht diese Interessenten der deutschen Zersplitterung und Ohnmacht auf jede nur mögliche Weise der Auferstehung der Nation Hm> dernisse bereiten würden. Indem der Wunsch der Vater ihrer Gedanken ist, offenbaren sie uns das Bild ihrer innersten Absichten und Hoffnungen. Vor dem 3 0. Januar 1933 da wußten sie genau, daß die nationalsozialistische Bewegung niemals in Deutschland die Macht bekommen würde. Es ist anders gekommen. Ich war aber noch nicht drei Tage in der Wilhelmftraße, da fixierte man bereits die Dauer der nationalsozialistischen ^Regierung auf vier Wochen und besonders Gnädige gaben noch zwei hinzu. Am 5. März hat das deutsche Volk uns mit 17V2 Millionen Stimmen damals bann die Mehrheit gegeben. Nun versicherte man, daß der Mißerfolg in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in längstens vier bis fünf Monaten die Massen gegen das neue Regiment aufbringen würde. Die Arbeitslosigkeit ging zurück. Die Massen drängten in die Deutsche Arbeitsfront. Das deutsche Volk fand den Weg zur Volksgemeinschaft. Der nächste Termin unseres Zusammenbruches war der Winter: Die hungernden Massen würden auf die Straße gehen und in blutigem Kampf bas nationalsozialistische Regime beseitigen, so hofften es bie Emigranten in Prag, Saarbrücken, in Paris usw. Das deutsche Volk aber sprach uns sein höchstes Der« trauen aus. Die Massen wählten einen zu 90 v. H. nationalsozialistischen Reichs« t a g. Dem Hunger traten wir mit dem Winter« hilfswerk entgegen. Und — u t e Revolte blieb aus.
Nun kamen immer neue Hoffnungen und damit neue Termine. Außenpolitische Schwierigkeiten sollten unser Regiment beseitigen. Sie haben es nur gefestigt! Devisen- und Rohstoffsorgen boten die nächsten Motive für die Prophezeiung unseres Zusammenbruchs. Sie werden uns niemals niederzwingen, sondern im schlimmsten Fall eher noch unabhängiger machen! (Beifall) Dann schrieben sie: „Die S A. steht vor der Revolution." Wieder eine Hoffnung mehr auf den deutschen Zusammenbruch, und ich glaube, sie sind wieder um eine Enttäuschung reicher geworden. Lin paar wahnsinnige Verbrecher sind gefallen. Aber die Partei in allen ihren Organisationen einschließlich der SA. ist n u r n o ch f e st e r und st ä r k e r geworden. Eine nächste Hoffnung knüpft sich an die Krankheit des greisen Reichsoberhauptes. Wieder brach plötzlich die innere Gesinnung durch alle Schranken der Vernunft und Klugheit hindurch. Deutschland würde nun in ein Ehaos kommen. Das nationalsozialistische Deutschland stehe heute fester als je zuvor, und der 19. August war die eindeutigste und beste Bestätigung für diese Tatsache. Allein, das müssen Sie verstehen, meine Volksgenossen, daß es schwer ist, den Kampf für die Wiederaufrichtung eines zufammengebrochenen Volkes und einer vernichteten Wirtschaft zu führen, wenn so viele Interessenten an der Vernichtung dabei ihre Widerstände ausüben. Und ebenso müssen Sie dann aber erst recht auch zugeben, daß der trotzdem erreichte Erfolg dann um fo höher einzuschähen ist!
und
Zu-
die der
un- man
mäßigen Gegenpol gegenüber der Intellekt eilen Verstädterung. Stirn und Faust gehören zusammen. Weh aber, wenn in einem polte bie Stirn sich in eine schwankende, ewig selb — sichere Geistigkeit verwandelt. Mit der fanr kaum ein Volk regieren, unter gar keinen U ftän-
Wenn ich nun als Nationalsozialist und Führer des deutschen Volkes und Reiches mich verantwortlich fühle für Dasein und Zukunft des galten deutschen Volkes, so freue ich mich doch, am Erntedankfest heute Sie, meine deutschen Bauern, wird er vor mir zu sehen. (Beifall.) Denn neben dem KcMpf gegen die Arbeitslosigkeit haben wir einst als Ime der wichtigsten Aufgaben, die vordringlich glöft werden müssen, bie Rettung und Sibe -
rung unseres Bauerntumes angeihen und bezeichnet. Die Uebernahme dieser Aus abe ist für den Nationalsozialismus deshalb ewas Selbstverständliches, weil er in nüchternster und sachlicher Ueberlegung eine Zukunft unseres T lkes nicht sehen kann, wenn nicht das Fundanenk auf dem Bauerntum beruht. (Lebhafte ftimmung.) In ihm sehen wir nicht nu Quelle der Ernährung, sondern aud
Erhaltung unseres Volkes. Wir ehen aber weiter im Bauerntum den gesunden rauens
den aber eins tragen Wir sind nahe an b Ge-
ein
!. Sa
Der-
mals eingebildet sein. Nur bas oberflächlil ..
Wissen verleitet zu allen Zeiten zum Eig-dünkel und zur Ueberheblichkeit. Wenn aber ein Btaats- regiment feine Wurzeln ausschließlich in dter solchen Schicht hat, bann taugt es auf die puer fo wenig wie eine menschliche Gesellschaft, tie einseitig nach der intellektuellen Schicht hin oflanifiert ist. Die Tatsache der Gleichgültigkeit früBrer Regierungen dem Bauerntum gegenüber ist pher be-
..... Ein
volksfremden geistigen Oberschicht über eine ndlich nicht mehr wollende breite Masse von handc »eiten» ten Menschen. Der wirklich Gebildete tt d nie- ........ halbe
fahr herangekommen, daß man dank einer feitigen Ueberschätzung der sogen inten geistigen Arbeit nicht nur sachlich die Bezie ragen zur Handarbeit verlor, sondern endlich auchihre ideelle Einschätzung vergaß, nich mehr kannte, ja am Ende sie geradezu verachtet- wenig es nun auf die Dauer eine Diktatjr des Proletariats über den Verstand gibt, so we,g gibt es eine Diktatur einer eingebildeten und ver ldeten
gründet in der übergebührliche schätzung der intellektueller ftabterung, im Mangel an Justin» für di- Notwendigkeit der Existenz eines Ausglevssattors,


