Wandern und Reisen ♦ Bäder und Sommerfrischen.
Wandere im Westerwald!
Bon Adolph Meuer, Hachenburg.
„Es liegt ein Wald im Westen, genannt der Westerwald..." sang der Dichter Hangard über das Land zwischen Lahn, Rhein, Sieg und Dill, das vor noch nicht allzu langen Zeit als eine unwirtliche öde Gegend galt. Doch heute aehören die Höhen des Westerwaldes mit ihren freundlichen Dörfern und alten Städten zu den bevorzugten Reisegebieten erholungsuchender Großstädter.
Ursprünglich galt die Bezeichnung „Westerwald" nur für das Gebiet des jetzigen „hohen" Westerwaldes, für die Kirchspiele Marienberg, Emmerichenhain und Reukirch, während jetzt das ganze Gebiet zwischen Lahn, Sieg, Dill und Rhein diesen Namen führt. Eine andere Deutung führt den Namen auf „Nisterwald" zurück, der nach der Nister benannt wurde.
Einst haben weit über 300 Rittergeschlechter im Westerwald ihren Sitz gehabt. Nur wenige von diesen Rittersitzen ragen heute noch als steinerne Chroniken in die Zeit. Die Schlösser Montabaur, Hadamar, Molsberg, Westerburg, Hachenburg, Schönstein, Friedewalt, Freusburg, die Wasserburg Crottorf und die Burgruinen Wildenburg, der mächtige Greifenstein und Beilstein gehören dazu. Reges wirtschaftliches Leben strahlte von den Klostern des Westerwaldes aus, von der Zisterzienferabtei Marienstatt, dem Kloster Oberplais, den Franziskanerklöstern Hachenburg, Marienthal und Hadamar, dem Kreuzherrenkloster Ehrenstein und anderen. Die Pfarrkirchen sind mit ihren architektonischen Feinheiten Verkünder einer hochentwickelten Kunst, die sich auch in profanen Werken, z. B. in der Westerwälder Keramik, bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Ein Land mit so alter Kultur kann auch auf viele bedeutende Männer Hinweisen, die aus ihm hervorgegangen sind. Wilhelm von Oranten, Heinrich von Öfter- Dingen, der Freiherr vom Stein und aus jüngerer Zeit der Gründer der landwirtschaftlichen Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, mögen hier genannt sein.
Nach dem Weltkriege hatte die W e st e r w ä l d e r Basaltindustrie eine gute Zeit, die jedoch nicht lange währte. In riesigen Steinbrüchen wurden Pflastersteine gebrochen und Basaltschotter und Basaltsplitt hergestellt, doch heute liegen sie alle wieder verlassen und verfallen. Langsam wird wieder versucht, die Basaltindustrie zu beleben. Be- kanntet aber als der Westerwälder Basalt ist die Steinzeug- und Tonwarenindustrie. Das graue, mit blauer Farbe verzierte Steinzeug, das schon immer Haupthandelsartikel des Frankfurter „DippemarHs" war, stammt aus den Töpfereien des südwestlichen Westerwaldes, des „Kannebäckerlande s". Unweit Montabaur beginnt es mit dem Orte Ransbach und zieht sich über Baumbach, Hillscheid, Mogendorf äu den bekannten Orten Höhr und Grenzhausen, Deren Töpfereien ihre kunstvollen und beliebten Erzeugnisse in die ganze Welt verschicken. In jahrhundertelanger Erfahrung sind hier die Westerwälder zu bedeutenden Töpfermeistern herangewachsen. Schon 1650, nach dem Dreißigjährigen Krieg, besaß Die Steinindustrie des Kannebäckerlandes hohe Bedeutung. Damals wie heute dreht der „Wirker" auf der Töpferscheibe die graublauen Westerwälder Steintöpfe und formt der „Mutzenbäcker" (Pfeifenmacher) mit erstaunlicher Geschicklichkeit täglich 1500 bis 3000 lange Tonpfeifen, die vor allem in Holland sehr begehrt sind. Daneben werden heute in Kunsttöpfereien die beliebten Terrakottawaren, kunstvolle Töpfe, Vasen und andere Gegenstände hergestellt. Wer den Westerwald besucht, sollte es nicht versäumen, auch dem Kannenbäckerland einen Besuch zu machen.
Unverändert ist in all dem Wandel der Zeiten die Landschaft geblieben mit ihren mannigfaltigen Reizen, den bewaldeten Höhen und romantischen Tälern. Jahrzehntelang blieben sie versteckt und unbekannt: erst in letzter Zeit wurden auch die Schönheiten des Westerwaldes entdeckt. Die den Westerwald umgrenzenden Bahnen durch das Rhein- und Siegtal vermitteln den Anschluß an das große Verkehrsnetz nnb bringen alljährlich die Fremden ins Land. Trotz dieser nahen Berührung mit den Städtern, die als Gäste kommen, hält der Westerwälder Bauer noch vielfach an seiner alten Volkstracht, dem blauen Kittel, fest. Bereitwillig öffnet der Bauer dem Fremden seine Tür, wo in stark besuchten Orten die Gasthöfe nicht mehr aus- reichen. Heute gibt es Dörfer im Westerwald, die im Sommer ebenso viele Fremde zählen wie Einwohner. In den Städten des Westerwaldes finden die Besucher moderne Hotels mit allem Komfort. Z T. haben sie sogar eine alte Tradition, wie die „Krone" in Hachenburg, die zu den ältesten Gaststätten Deutschlands zählt und auch als ältestes steinernes Haus des oberen Westerwaldes sehenswert ist.
Der Westerwald gehört zu den Landschaften,, zu denen man eine Beziehung haben muß, wenn man sie lieben soll. Mit seiner herben und doch intimen Schönheit und seiner Offenheit, die seine Haupteigenschaften sind, ladet er ein; er ist nicht großartig, sondern lieblich. Wer aus den reichgegliederten Buchten der Grenztäler auf die welligen Höhen
Wanderfahrten
Bücheriisch
Durchs bayerische Allgäu
spruch, Spiel und Dichtung. Zusammengestellt von Walther Jansen. — Erntedank. Deutsche (Erntefeier in Dichtung und Sprechchor. Von Erich Brockemühl. — Unsere Heimat das Dorf. Ein Buch von deutschen Bauern. Don Lothar Wichmann. — Mit Gunst, Meister und Gesellen. Deutsches Handwerk in Dichtung und Sprechchor. Zusammengestellt von Franz Bauer. — Frisch auf, ihr Handwerksleut! Kleine Szenen und Spiele für Lehrling, Gesell und Meister. Zusammengestellt von Franz Bauer.
63 Seiten. Kart. 1 RM. Hamburg, 1934. Hanseatische Verlagsanstalt. —(81)— Das vorliegende Hest wird all denen ein wertvoller Helfer und Berater sein, die mit dem kaufmännischen Schriftwechsel tun haben. Die oft nicht ganz einfachen Regeln werden an Hand zahlreicher und treffender Beispiele eingehend erläutert. Die Beispiele sind der Praxis entnommen und in kaufmännischen Schulungskursen erprobt worden. So ist ein verläß« licher Ratgeber entstanden. Den kaufmännischen Schulen soll er besonders empfohlen sein. Auch der vorwärtsstrebende Kaufmannsgehilfe kann sich im Selbstunterricht leicht die notwendigen Kennt« nisse erwerben. Die übersichtliche Anordnung des vielseitigen Stoffes kommt ihm hierbei entgegen
— Im Verlag Eduard Bloch, Berlin, erschien unter dem Titel „D a s Jahr entlang. — Deutsche Feiern" eine Reihe von Heften, deren Inhalt in Vers und Prosa auf bestimmte festliche Anlässe im Jahresablauf eingestimmt sind. — (141) — Uns liegen vor: Der Tod ist nicht bas Ende. Toten-Feier und Toten-Gedenken in Dichtung, Spruch und Spiel. Zusammengestellt von L. Streckenbach. — Deutschlands große Führer. Bis«
— In der Reihe „Die deutsche Innerlichkeit" er. schien der Band: Stefan George. Richter der Zeit. Künder des Reiches. Von Richard B i e. Frundsberg-Verlag G. m. b. H., Berlin.
prächtige Aussicht ist der Abstieg nach unserem Endziel Edingen. (Bis Katzensurt Karte lösen.) Wanderzeit 51la Stunden.
Aßlar — hohe Warle — Hohensolms — Bieber.
Wir fahren nach dem am linken Dill-Ufer schön gelegenen Pfarrdorf Aßlar. Die auf steilem Felsen stehende Kirche zur Linken lassend, steigen wir, weißen liegenden Kreuzen folgend, auf die Höhe, die sog. Hohe Warte, wo seit einigen Jahren ein
Partien der Kroppacher Schweiz, die in tiefen Taleinschnitten und mannigfachen Krümmungen von der unteren Nister von Marienstatt bis Helmeroth durchflossen wird. Als besondere Perle mag noch die Nassauische Seenplatte angeführt sein, deren große Weiher mit schilfumsäumten Wasserflächen der Landschaft einen eigentümlichen Reiz verleihen.
Ueberall im Westerwald ergeben sich weite Blicke auf Triften und Matten, überklungen von dem melodischen Geläut der Viehherden; über Feld- und Waldflächen streift das Auge bis zu den Berg- zügen des Bergischen und Siegerlandes und den Spitzen des Siebengebirges.
— (261/262) — In der Novelle „Die silberne Straße" hören wir die Stimme einer deutschen Frau, die mit den ewigen Mächten unseres Seins in tiefer Ergriffenheit ringt. Die Novelle erzählt uns die Lebensgeschichte einer Schwester, die die Fülle ihres Herzens verschwendete und selbst hungrig blei« ben mußte, weil keine gütige und warme Hand ba| war, die sie führte. — „Zweisame Stille" sind Ge«
chöre. Zusammengestellt von Fred Broghammer. — Arbeit schlingt das Bruderband. Gedichte und Ge«
Felsenpanorama. Wieder ist die schmale Straße bis auf 1000 Meter angestiegen, und während die vortrefflichen Allgäuer Pferde in scharfem Trab zurückeilen, wagt unser Gevatter Postillon mitten im Einödsbacher Märchenwald die schwierigsten Jodler. Wir besuchen den Freibergsee, der in einem Hochtal eingebettet liegt, und schließlich die wilde Breitachklamm mit ihrem tobenden und tosenden Gießbach, der in Jahrhunderten die Felsen von oben bis unten durchsägt hat. Erst in der Stille der Nacht kommen diese wildströmenden Gebirgsbäche, die sich in Oberstdorf sammeln, so recht zu Wort, wenn sie nach heißem Tage, durch die Schneeschmelze hoch oben auf den Dreitausendern verstärkt, der Iller entgegenrauschen.
— Wohin gehören Punkt und Komma? Nichtige Zeichensetzung. Von Hans Jünemann.
gestellt von Erich Scharff. — Am Sonnwendfeuor. Symbolik und Volksbrauch gespiegelt in Feuer«
Wir verlassen das Land mit den schonen, alten, breit f)ingelagerten Bauernhäusern, das Land der Almen, der Hochwälder und der Felsen, das Land uralter Volkslieder, Dolksbräuche und Volkstänze, und kehren zurück ins lieblichere Vorgebirge, nach Norden, nach Kempten, das Haupteinfallstor des ganzen Gebietes. Von Kempten aus erreicht man leicht nach allen Seiten hin bei guten Verbindungen die kleinen und malerischen Luftkurorte und Bäder der reizvollen Umgebung, etwa das Radiumbad Oy, das Schwefel- und Mineralbad Au oder Buchenberg, Durach, Sulzberg, Petersthal, Deutschmjttelberg oder auch Markt und Ort Weit« nau. Auch der Luftkurort Rettenberg, den man wohl am bequemsten mit dem Postauto von Jmmenstadt aus erreicht, gehört zu diesen wundervollen Dörfern, die in die stillen, malerischen, grünen Täler des vorderen Allgäus eingebettet liegen.
Auch dieses westliche Kernstück der deutschen Alpen, der Süden des bayerischen Schwabens, wird nunmehr verkehrstechnisch zusammengefaßt durch ben Bau der großartigen Queralpenstraße, mit dem bereits an mehreren Stellen begonnen wurde, und der rasche Fortschritte macht. D.
Das bayerische Allgäu ist längst in der deutschen Reisewelt zu einem feststehenden Begriff geworden. Der deutsche Mensch verbindet damit, noch ehe er es selbst kennengelernt hat, die Vorstellung einer ganz großartigen Landschaft, in der himmelragende Felsberge, saftige, grüne Almen und liebliches Vorgebirge miteinander abwechseln. Wenn man vom grünen Allgäu spricht, muß man unwillkürlich an das Erzeugnis feiner Almen denken, an den. weltberühmten Allgäuer Käse, der von den Bergen herniederrvllt bis in die fernsten Gegenden, und den jeder kennt, dem es auch nie vergönnt fein sollte, selbst ins Allgäu zu kommen.
Hiermit wurde schon sogleich etwas für das Allgäu ganz Charakteristisches festgestellt. Die Gebirgsformationen dieses Gebietes bringen es mit sich, daß wir auf viel ausgedehntere, viel höher hinaufreichende Almen stoßen als im benachbarten Werdenfelfer Land jenseits des Lech und auch als drüben im Berchtesgadener Land. Den oberbayerischen Gebirgler und den des Allgäu erkennt man schon an der Nagelung des Bergschuhes. Die Allgäuer Nagelung muß viel griffiger und zackiger jein, denn bei nassem Wetter bringen die grasbewachsenen Steilhügel dem Alpinisten die höchste Gefahr des Abrutschens und Abstürzens. Kommt man ins Hindelanger Tal, das vom Jllertal mit Oberstdorf und Jmmenstadt nach Osten abzeigt, so trifft man am rauschenden Flüßchen vom Wasser getriebene Kleinschmiedewerkstätten, in denen diese gerade fürs Allgäu und seine Berggefahren berechneten Bergschuhnägel und auch Eispickel hergestellt werden.
Es ist ein Märchenland, das sich zwischen Bodensee und Lech erstreckt. Schon die Fahrt von Lindau durch die Ausläufer des Bregenzer Waldes über Scheidegg, Lindenberg und Weiler ist köstlich. In steilen Serpentinen windet sich, immer neue Ausblicke bietend, die Straße bis auf 1000 Meter Höhe hinauf, wo die Sonne nicht mehr so drückend brütet, wie unten am wilden Bodensee. Dicht an Oberstaufen vorbei geht es hinunter zum langgestreckten Alpsee nach Jmmenstadt. Am Alpsee hatten die Schweden im Dreißigjährigen Krieg jahrlang ein befestigtes Lager bezogen, und eine alte Doppelkapelle am Ufer des Sees, die Schwedenkapelle, birgt Feldstangen und andere Erinnerungen an dieses Lager. Vom Jmmenstädter Kalvarienberg aus bietet sich uns ein unvergleichlicher Blick in die Allgäuer Landschaft. Drei wuchtige Akzente ruhen auf diesem Land. Dor uns im Süden das gewaltige Fortissimo der Oberstdorfer Felsriesen, dann dem Lauf der Iller folgend, ein allmähliches Diminuendo in den bis zum Gipfel vielfach mit Hochwald bewachsenen Dorbergen, und hinter uns im Norden die große beruhigende Fermate über der weiten schwäbisch-bayerischen Hochebene.
bild der Jahrhundertwende, die die neue ftaatspoi litische Dichtung der Deutschen von der bürgerlichen Literatur trennt. Das Buch würdigt Stefan Georg, als Richter der Zeit, als Gesetzgeber des Wortes, als Künder des Reiches und als Führer der Jugend, die er durch das Wort zur Tat aufgerufen hat.
— Paula Siber v. Groote, Referentin int Reichsministerium des Innern: „Die j i I b e r n e Straß e", Novelle. — Zweisame Stille", Gedichte. Verlag von Martin Warneck, Berlin W 9,
dichte einer leidenschaftlich bewegten Seele, sie offen« | baren eine geschlossene Persönlichkeit und vekundenl eine echte poetische Gestaltungskunst.
des Westerwaldes kommt, findet die Landschaft ausgebreitet: Weit schweift der Blick über Hochflächen mit einsamen Wanderwegen; saftige Wiesen, auf denen Rinderherden weiden, werden unterbrochen von den typischen Westerwälder Schutzhecken, die zum Schutz gegen winterliche Schneestürme um die Siedlungen gepflanzt sind. Herbstlich bunte Felder wechseln ab mit stillen Wiesen- gründen und hohen Buchenwäldern, darin eingebettet ein Hof oder Dorf, behütet von einer alten romanischen Kirche. Zwischen bewaldeten Höhenrücken erstrecken sich idyllische Täler, wie die der Wied und der Nister. Einen reizvollen Kontrast zu ihrer Lieblichkeit bilden die romantischen Fels
Wehlar — Kloster Allenberg — Dianaburg — Greifenstein — Edingen.
Wir verlassen unseren Ausgangspunkt Wetzlar (Sonntagskarte Braunfels) durch die Neustadt in westlicher Richtung und folgen zunächst dem „L" des Lahnhöhenwegs nach dem auf einer Anhöhe über dem Lahntal gelegenen ehemaligen Kloster Altenburg, von dessen Terrasse sich ein hervorragend hübscher Blick erschließt. Nach Besichtigung der schönen Klosterkirche und der Parkanlagen folgen wir dem Zeichen abwärts nach Oberbiel, wo wir rote Dreiecke antreffen, denen wir nunmehr folgen. Bald hinter dem Ort gelangen wir in den ausgedehnten Klosterwald. Auf einsamen Waldwegen erreichen wir nach geraumer Zeit das hoch liegende Forsthaus Dianaburg, wo wir bei guter Bewirtung Erholung finden. Vom Jagdturm (Schlüssel in der Försterei) genießt man einen prachtvollen Blick über die umliegenden Wälder und Höhen. Zum Weitermarsch wählen wir blaue Striche, die uns, zumeist durch Wald, an der Lungenheilanstalt Elgershausen vorüber zur malerisch gelegenen Burgruine Greifenstein bringen, deren Besichtigung zu empfehlen ist. In dem am Fuße der Ruine sich ausbreitenden Dorf Greifenstein sind gute Gasthäuser. Aeußerst genußreich durch seine
Segelflugplatz angelegt ist. Weit schweift hier oben der Blick das anmutige Dilltal entlang bis zur Ruine Greifenstein und ostwärts bis zu den Lahn- , „ ....... _______
bergen. Kurz hinter dem Flugplatz nimmt uns der — (281) — Georges Gestalt wird hier zum Sinn» Wald auf, in dem mir nahezu 2 Stunden auf guten c:fS' -
Pfaden weiterschreiten. Nach geraumer Zeit überqueren wir das gelbe Andreaskreuz und und das „H" des Hessischen Rennwegs, um bald darauf den Wald zu verlassen, an dessen Rand sich wieder ein überraschender Blick auf die Westerwälder Höhen und namentlich auf Hohensolms bietet. Gemeinsam mit schwarzen Dreiecken gehen wir nun hinauf nach Hohensolms, wo wir rasten können. Den Weg zum Endziel Bieber nehmen wir über Königsberg mit Besuch der Burgruine und später durch das Biebertal. Dauer der Wanderung etwa 4 Stunden.
Ehe wir ins Herz des Allgäus vorstoßen, lassen wir hier an der Schwelle des Hochgebirges noch einmal die Augen das weite Land rundum erfassen und aufnehmen. Wie fast überall im deutschen Hochgebirge öffnet sich auch hier das wilde Alpental der Iller sehr bald nach Norden: Wildheit und Lieblichkeit der Landschaft wohnen dicht beieinander, und wer sich durch die grandiose Wucht des Hochgebirges beengt fühlen sollte, läßt sich durch einen Blick auf Vorgebirge und Hochebene wieder versöhnen. Die Fahrt, die Iller aufwärts am Grünten entlang mit dem höchst monumentalen deutschen . ; t
Gefallenendenkmal, bringt eine ständige Steigerung warck, Hindenburg, Hitler und chr Werk. Zusam« der Eindrücke. In Sonthofen türmen sich be- mengestellt von Felix Albrecht. — Osterfeuer soll reits die wuchtigen Bergketten der Allgäuer Alpen IebenI ^Ue und neue Osterbräuche, Gedichte, Sprech« dicht vor uns auf. Wir fahren durch Fischen Kore. Zusammengestellt von Fred Broghammer. - hindurch, dem sich rasch entwickelnden hochalpinen ^eit fd)I,n9t das Bruderband. Gedichte und Ge« Luftkurort, wir bewundern die auf zackigem Fels-! danken über Sinn und Wert der Arbeit. Zusammengipfel lagernde Schöllanger Burg, Langenwang npffprH nnn — 9rm
und Reichenbach grüßen herüber, während wir nach nur halbstündiger Fahrt, entlang am mächtigen Rubihorn, Oberstdorf erreichen.
Eine Fahrt mit der Seilschwebebahn aufs Nebelhorn bringt uns in wenigen Minuten in das Gebiet des ewigen Schnees. Höfats, Trettach und Hochvvgel, Mädelegabel, Gottesackerwände und Hoher Jfen und all Die eis- und felsstarrenden Bergriesen des Allgäus grüßen herüber, während sie in schweigender Herrlichkeit den weiten Oberstdorfer Talkessel umsäumen. Ein unerschöpfliches Gebiet für schwere und leichte Bergtouren, ebenso! —„F e st e d e r A r b e i t." Von Fritz Ir w a hn. aber auch für bequeme, romantische Wanderungen Heft der Sammlung „Feste und Feiern deutscher und Spaziergänge. Wilde Täler strahlen vom Art". 80 Seiten. Hamburg 1934. Hanseatische 23er« Oberstdorfer Kessel nach Süden in« Hochgebirge lagsanftalt. — (161) — Wer mit der Durchführung aus: das Spielmannsauer-, das Birgsauer- sowie des „Tages der Arbeit" oder ähnlicher Feierstunden das Große und das Kleine Walstnal. Mit Pferde-. beauftragt ist, wird gern zu dieser Schrift greifen, fuhrwerken kommt man nach Birgsau und Ein-: Deutsche Arbeitsgesinnung, deutsches Arbeitserleb« odsbach, dem südlichsten bewohnten Haus des nis werden in ihr lebendig. Auch für die Ausgestal« Deutschen Reiches. Der Kutscher in seiner malen- tung der Feierstunden von Betriebsgemeinschaften schen Tracht bläst ein lustiges Lied auf seinem Horn findet man ausgezeichnetes Material, den Feiern und kein Autolärm darf in die heilige Stille dieser Sinn und Gehalt zu geben, großartigen Landschaft eindringen. Hier hinter Ein-1 • - •• - - ■ • -
ödsbach schließt sich das Tal zu einem lückenlosen '
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