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Die Skagerrak-Feier des Mrineverems

Die hessische Mssionskonserenz in Gießen

die auf

er

18

Oer Führer des Marinevereins Kamerad Lich

Ein Fall der Behinderung einer Eiersammlung für die Basler Mission in einer Pfarrei des Kreises

Gießen gab Anlaß zu einer Aussprache. Missionar Sauf, Frankfurt a. M., wird beauftragt, die betr. Stelle im Sinne des Erlasses von Hilgenfeldt zu unterrichten und so Wiederholungen vorzubeugen.

Sodann sprach Oberbibliothekar Professor Dr. Hey ding (Gießen) über das Thema:

Stand und Benutzung der TNissions-Abtellung der Universitätsbibliothek".

Die Bibliothek, jetzt nicht mehr konkurrenzlos, kann sich mit über 4000 Bänden sehen lassen und ver­dankt ihren Bestand vielen Gebern auch aus dem Ausland, den Hinterbliebenen verstorbener Pfarrer. Die Ausführungen wurden veranschaulicht durch eine sehr reichhaltige Ausstellung. In einer beson­deren Abteilung ist die Judenmission untergebracht. Die Sammlung wie der Vortrag gaben ein klares Bild der verschiedenen Missionsperioden. Die Be­nutzung könnte besser sein: Seltenheiten sind in Berlin angemeldet, die laufenden Missionszeitschrif­ten sind im Lesesaal ausgelegt. Hinqewiesen wird auf die Neuerscheinung: RichterDas Buch der deutschen Mission". Missions-Inspekteur Dr. K a y - her (Neuen-Dettelsau) sprach über

Unsere missionarische Verkündigung".

Er führte u. a. aus: Im Anfang muß der Mis­sionar schweigen können und nicht die Leute anpre­digen wollen. Schon die bloße Form bedeutet etwas und die deutsche wirkte fremdvölkisch. Man darf ein Volk geistig nicht überfordern. Erst Volksgemein­schaft er darf in Neu-Guinea mit ifynen reden, wenn er mit ihnen aus einer Schüssel ißt. Mit ihnen arbeiten, ihr Haus bauen, im Feld, auf Jagd und Fischfang mittun, ist kein Zeitverlust: auch das Mitfeiern der Feste gibt Einblick in Volksleben und Do-lksnot. Die Sippschaft ist als Ganzes von Gott her anzurufen, nicht der einzelne herauszu- bekehren. Auch dort herrschen Ordnungen. Unsere Worte sind ihnen keine Wirklichkeiten, das Amt ist ihnen nichts. Es kommt alles auf die Persönlichkeit

Das deutsche Volk

muß ein Volk von Fliegern werden!

Hermann Göring.

hielt eine kurze Begrüßungsansprache, in der die zahlreichen Gäste herzlich willkommen hieß. Jahre seien, so führte er u. a. aus, vergangen, seit­dem die Schlacht am Skagerrak geschlagen worden ei, eine Schlacht, in der bewiesen wurde, daß die englische Armada nicht unbesiegbar war. Immer wieder erfülle uns der Tag vom Skagerrak mit Stolz und Freude. Der Marineverein habe als eine Aufgabe die Pflicht übernommen, den Ge­danken an den Tag von Skagerrak und die Erinne­rung an die gefallenen Seehelden im ganzen Volke wach zu halten und den Geist zu pflegen, der jene Helden beseelte, und mehr und mehr auch wieder

gegen ihren Herrn Christus ist sie unüberwindlich. Daß Gott König werde, ist das entscheidende Grundthema der ganzen Heilsgeschichte. Selbstver­ständlich sucht der Missionar Brauchtum und Sitte des fremden Volkstums zu verstehen, aber er macht sie nicht zum Inhalt seiner religiösen Verkündigung. So haben wir nicht das Deutschtum zu verkünden, sondern dem Deutschtum die Königsherrschaft Jesu zu predigen.Er muß herrschen" ist ihr einziges Programm.

Nach einem Schlußlied, Gebet und Segen be­gann die Mitgliederversammlung unter Leitung von Studienrat K n ö p p, Darmstadt. Er verlas einen Gruß des Herrn Landesbischofs und grüßte von Professor D. Frick (Marburg): Professor D. Cordier (Gießen) war zu wichtigen Verhand­lungen abwesend. Anwesend waren auch die Kan­didaten von Friedberg und Herborn. Des Heim­gegangenen Vorstandsmitglieds Kirchenrat B e n e - mann (Worms) wurde in der üblichen Weise ehrend gedacht. Ein besonderer Gruß galt Ober­kirchenrat Zentgraf, dem Schöpfer der Mis­sionsdruckausstellung in Mainz und Missions-In­spekteur Dr. Kayßer (Neuen-Dettelsau).

Der von Pfarrer K ö d d i n g (Eberstadt) vor­getragene Jahresbericht gedachte des Missionslehr­gangs zu Mainz. Abgelehnt wurde die Eingliede­rung in die Deutsche Evangelische Kirche und fest- gestellt der Rückgang der Missionsgaben. Pfarrer Schäfer (Ober-Roßbach) gibt den Bericht über die Rechnung: Einnahme: 1142,51 Mark: Ausgabe 708,96 Mark. Don dem Bestand ist ein Betrag von 150 Mark bereitgestellt zur Bearbeitung einer von der Theologischen Fakultät zu stellenden Preisauf­gabe. An Stelle von Pfarrer Fischer (Nieder-

OieMilch als NahrungS-und Heilmittel

Die Bedeutung der Milch als Nahrungsmittel wird immer weiter erkannt und die Milchplan­wirtschaft geht darauf aus, sie auch in der Quali­tät, das heißt vor allem in der Keimfreiheit im­mer weiter vorwärts zu bringen. Daß die Milch aber auch ein ausgezeichnetes Heilmittel ist, wußten die alten Römer und unsere germanischen Vor­fahren sehr genau. Hier wurde die Milch, besonders in der Form von Weichkäse, zur Heilung von Ge­schwüren und anderen Krankheiten benutzt. Diele Sportler haben schon die Erfahrung gemacht, daß frische rohe Milch auch bei starkem Sonnen brand auf die Haut aufgetragen, sofort Linde rung bringt und für einen allmählichen Derlau des Hautwechsels sorgt. Leider wissen viele leiden schaftliche Alkoholoerzehrer nichts von der entgi tenden Wirkung der Milch und halten sich törich terweise an scharf saureKaterspeisen", die zwar im Augenblick helfen, aber den Magen dafür um so stärket angreifen. Die Milch wirkt da freilich langsamer, aber ihre leicht alkalische Reaktion schont die nach Alkoholgenuß ohnehin überdauerten Magenwändc und sorgt gleichzeitig für eine weit- gehende Unschädlichmachung des Alkohols. Auch bei Tieren sollte man sie nachhaltig als Heilmittel verwenden.

unser gesamtes Volk erfüllt.

Im weiteren Verlauf des Abends hielt, nachdem die Musik das Flaggenlied gespielt hatte,

Stistspfarrer Orauth-Lich

ein Kamerad des Marinevereins Gießen, die An- prache des Abends. Seinen eindrucksvollen Worten ei folgendes entnommen: Er, der Redner sei am Tage vorher im hiesigen Stadttheater Zeuge eines Schauspiels geworden, das ihn deshalb so sehr ergriffen habe, weil es die opferbereite Jugend des Weltkrieges zeigte, die in heißem Willen focht für den Gedanken und das große Ziel, daß Deutschland leben müsse. Das Erlebnis dieses Schauspiels sei für den Tag von Skagerrak schöner Auftakt gewe- en. So wie des Tages von Langemarck, so gedachten wir auch des Tages von Skagerrak, der deutsche Helden gleichen Willens sah, ein Wille, der jetzt auch in unserem Dritten Reiche wieder lebendig werde. Die Skagerrakschlacht solle uns Symbol eines Geschehens sein für alle Zeit, solange, als es ein Deutschland gebe. Als die deutsche Flotte an jenem denkwürdigen Morgen auszog, sei sie, nachdem sich Admiral Scheer zum Einsatz der Flotte um Deutsch­lands willen entschlossen hatte, bestrebt gewesen, den Sieg zu erringen.

Der Sieg sei errungen worden. Das Wesentliche sei aber nicht allein der Sieg gewesen, sondern die unmittelbare Folge, daß die englische Flotte ihren Nimbus, unbesiegbar zu sein, verlor.

Leider sei der Sieg nicht ausgenützt worden, weil bald darauf eine Zeit anbrach, in der der Kompro­miß und die Unentschlossenheit in der deutschen Re­

Am Donnerstag um 9 Uhr begann der Haupt-i Weisel) wird Pfarrer Sch äs er (Bad-Nauheim) tag der hessischen Missionskonferenz (über deren zum zweiten Dorsitzenden bestimmt, an Stelle von Auftakt wir gestern bereits kurz berichteten) mit Pfarrer Schäfer (Ober-Roßbach) Pfarrer Lic. einer Andacht im Johannessaal, eröffnet mit dem > z u r Rieden (Offenbach) zum Schriftführer. LiedAllein Gott in der Höh' fei Ehr". Seiner n*' ~ ""

Ansprache legte Pfarrer Schäfer (Bad-Nauheim) Matth. 28, 1620 zugrunde. Er zeigte, wie die Kirche immer wieder in der gegenwärtigen Krise von der Mission lernen kann. Kirche ist geboren aus der Kraft des heiligen Geistes und wird nur erneuert aus der Kraft, die sie schuf. Im Gehorsam

Fronleichnamsfest der katholischen Pfarrgemeinde Gießen.

Bei herrlich schönem Sonnenwetter hielten am gestrigen Tage die Katholiken unserer Stadt ihr Fronleichnamsfest. Auch die Katholiken der weit ausgedehnten' Diaspora der Pfarrei Gießen und Lich hatten sich mit den vielen katholischen Soldaten unserer hiesigen Garnison zur aktiven Teilnahme am Feste eingefunden, so daß sich der Jnnenraum der noch nicht fertig ausgebauten Kirche als zu klein erwies, um alle Gläubigen fassen zu können. Daher fand in diesem Jahre zum ersten Male auch an einem Altar an der Außenseite der Kirche das bl. Meßopfer statt. Das Charakteristische am Fron- leichnamsfest ist jedoch die sakramentalische Prozes­sion, die sich an das feierliche Hochamt anschloß und sich unter großer Beteiligung der Gläubigen durch die Wilhelmstraße, Ebelstraße und Liebigftraße in der bekannten schönen Ordnung bewegte. An vier Stationsaltären wurde nach den kirchlichen Gebeten der sakramentalische Segen gegeben. Es ist ein ehrenvolles Zeugnis für die Auffassung bürgerlicher Toleranz, daß die vielen Mitbürger unserer Stadt, die in den Straßen des Prozessionsweges Spalier standen, durch ehrfürchtige Ruhe ihre Teilnahme an dieser katholischen Glaubenskundgebung bekundeten.

Nach der Prozession fanden sich die vielen Diaspora-Katholiken zu einem gemeinsamen Kaffee im großen Saal des katholischen Dereinshauses ein.

Am Nachmittag, nach der feierlichen Festandacht, kamen die Katholiken sehr zahlreich zu ihrem Volksfest auf der Waldesluft zusammen, um sich nach einem Ausflug dorthin bei einem Unter­haltungskonzert einer hiesigen Musikkapelle mit Groß und Klein einige Stunden zu erfreuen.

Rote Kreuz ein reiches Feld der Tätigkeit. In Hessen arbeitet eine Schwesternschaft von 431 Schwestern in 30 hessischen Krankenhäusern und Krankenpflegeftationen. 150 freiwillige Sanitäts­kolonnen bz'w. selbständige Züge und Gruppen mit rund 4000 Mitgliedern wirken ohne jede Entschä­digung im Dienst der Allgemeinheit. Das Rote Kreuz betreibt Mittelstandsfürsorge und Studenten­hilfe, unterstützt Veteranen und Invaliden von 1866 und 1870/71 und hilft Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten aus dem Weltkrieg. Darum helft helfen! Werdet Mitglied des Roten Kreuzes und gebt reichlich am Rotkreuztag am 10. Juni 1934!

♦♦ Mitglieder - Versammlung des Evangelischen Männerwerks Gießen. Die Ortsgruppe Gießen des Evangelischen Männer­werks hielt am Mittwochabend im Dereinshaus eine Mitgliederversammlung ab, in der Derbands- sekretär Lauser (Darmstadt) über das Evange­lische Männerwerk sprach. Der Redner schilderte zunächst die Entwicklung der Männerwerksbewe- gung, die seit 29. Avril dieses Jahres ungehemmt arbeiten könne. Die Anerkennung des Evangelischen Männerwerks durch die Reichskirche sei inzwischen erfolgt: die gesetzliche Verankerung geschehe in der

gierung immer mehr Platz griff, eine Unentschlos­senheit, mit der der Geist der Sieger nichts mehr gemein hatte. Da sei an die Stelle des Geistes der Helden die klügelnde Vernunft getreten und an die Stelle des Mutes die Feigheit. Der Wille, der Deutschlands Flotte so groß machte, starb und die Führung fehlte. Aber deshalb feierten wir heute den Tag der Skagerrakschacht mit umso freudigerem Herzen, weil nun das Volk wieder in Einigkeit hin­ter seinem Führer steht, weil der Geist wieder ein­gezogen sei, der jene Helden beseelte, die für das Vaterland fielen.

Es sei deshalb nicht vergessen, der Gefallenen zu gedenken, die auf dem Wasser ihr Leben liehen. Aber nicht in verzweifelter Trauer sei ihrer gedacht, sondern in Stolz und Dankbar­keit. Unsere Aufgabe aber sei es, so zu leben wie sie starben. Und so wolle der Warineverein nicht Verein an sich sein, sondern er sehe seine grohe Aufgabe darin, die Erinnerung an die grohen Taten unserer ehemaligen Kriegsmarine wach zu hatten.

Der Führer messe der Flotte eine große Bedeu­tung zu und deshalb dürften auch wir nicht müde werden, für eine starke Flotte uns einzusetzen, denn Deutschland brauche eine starke Flotte, brauche Kolo­nien, die ohne Flotte nicht denkbar fein würden. Das bedeute nicht Krieg oder Kriegsgeschrei, sondern nackte Notwendigkeit für unser Volk.

So sei uns im Marineverein die Flotte Ziel und Richtung der Gedanken. Auf dem Schiffe müsse jeder an seinem Platze stehen und seinen Platz aus­füllen, da höre der einzelne auf, ein ,Zch" zu sein. Da müsse jeder Kamerad sein im Bewußtsein dessen, daß er unentbehrlich sei. Jeder ist mit dem Schiff auf Tod und Leben verbunden. Wenn das Schiff sinke, sei auch sein Leben verfallen.

Auch unser Vaterland sei ein einziges grohes Schiff, auf dem sich jeder einsehen müsse um seines Volkes, um der Gesamtheit willen.

Der Platz eines jeden einzelnen inmitten des Vaterlandes und inmitten des Volkes fei nichts anderes als der Platz auf einem Schiff. Dgs Ent­weder Oder von Sieg oder Tod müsse wieder in uns lebendig werden.

Die Begeisterung allein schaffe es nicht, sie schaffe es nur in Verbindung mit harter Arbeit. Vom Binnenlande aus betrachte sich der Marinedienst anders als vom Schiffe aus. Nicht mit dem Munde fei es zu schaffen, sondern nur mit der ganzen Kraft und der Bereitschaft zum restlosen Opfer. Im Schiff unseres Vaterlandes haben wir einen neuen Kom­mandanten. Wir müssen in Vertrauen zu ihm stehen, so wie der Matrose, der Kamerad auf dem Schiff in der Schlacht dem Kommandanten ver­traue. Im Geiste von Skagerrak müssen wir so leben, wie jene starben. Wir müßten uns einsetzen für das Deutschland, das uns geboren habe, das uns mit feinem Geist erfülle, dem jeder in Treue dienen müsse, jeder an seinem Platz. Es komme nicht auf das Leben des einzelnen an, wohl aber auf den Einsatz des Lebens für das Vaterland Mit dem Worte:Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen" und mit einem eindrucks­vollen Vers beschloß der Redner seine Ansprache. Gemeinsam wurde sodann das Deutschlandlied ge­sungen, wurde ein dreifachesSieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler ausgebracht und dann noch der 1. Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen.

Im weiteren Verlauf des Abends sah man ein prächtiges symbolisches lebendes Bild, das die enge geistige Verbindung der einstigen Marine mit dem heutigen Dritten Reich veranschaulichte. Gleichzeitig wurde damt der gefallenen Kameraden gedacht. Der feierliche Fahnen'ausmarfch beschloß den ersten Teil des Abends.

Im weiteren Teil der Feier hörte man einige unterhaltsame Darbietungen. Musikvorträge, ge­sangliche Darbietungen von Kamerad Broma - cher, der verschiedene Lieder in der Vertonung von Pg. B u ch w a l d zum Vortrag brachte, sowie sehr flotte Musik von Kameraden des Marine­sturms auf Bandoneons und Geigen zum Vortrag gebracht, ernteten bei den Zuhörern dankbaren ver­dienten Beifall. Die Feier in ihrer Gesamtheit nahm einen ebenso würdigen wie anregenden Ver­lauf.

Reichskirchenverfafsung. Der Redner tarn dann auf die Umstellung der Evangelischen Arbeitervereine zu sprechen, die restlos im Evangelischen Männer- werk aufgegangen feien. Obwohl die Tätigkeit des Männerwerks sich von den bisherigen Aufgaben der Evangelischen Arbeitervereine unterscheide, solle doch das Evangelische, Soziale und Vaterlän- oische erhalten bleiben. Der Redner schildert dann die Organisation des Evangelischen Männerwerks, um sich dann eingehend mit den Aufgaben der neuen Organisation zu beschäftigen. Es gelte, die evangelischen Männer kirchlich und evangelisch zu interessieren, sie für die evangelische Gemeinde­arbeit zu erfassen. Auch hier gelte der Grundsatz:\ Gemeinnutz geht vor Eigennutz", undNicht der einzelne, sondern die Gemeinschaft kann Nutzbrin- aendes für die evangelische Kirche schäften". Das kirchliche Leben dürfe nicht nur von den Frauen, sondern müsse vorwiegend von den Männern ge­tragen werden. Auch unser Führer habe den Wert der Religion für Volk und Vaterland erkannt. Zum Schluß sprach der Redner noch über die praktische Durchführung der Arbeiten des Evangelischen Männerwerks. An das Referat schloß sich eine rege Aussprache an, an der sich die Herren Bi e rau, Weller, Zschunke, Kirchner, sowie der zufällig hier weilende Leiter des Landesamts Nassau-Hessen im Evangelischen Männerwerk, Pfar­rer Heß (Darmstadt) beteiligten.

** VHC. -Gießen. Die Maiwanderung des Zweigvereins führte am vergangenen Sonntag nach der Bahnfahrt bis Schotten über Eschenrod, wo gerastet wurde, an den Gederner Seen vorbei nach Gedern. Bei Beginn der Fahrt war es noch etwas kühl, allmählich zeigte sich jedoch die Sonne am klaren Himmel. Es p>ar eine schöne Wanderung über die Wiesen und Weiden, auf denen die Blumen miteinander wetteiferten in leuchtender Farben­pracht.

Unter starker Beteiligung weiter Kreise der Be­völkerung und zahlreicher Organisationen in unse­rer Stadt fand gestern Abend im Cafö Leib die diesjährige Skagerrakfeier des Marinevereins Sie­zen statt. Der Saal war mit den Farben des Drit­ten Reiches, mit den Flaggen der Reichsmarine und mit vielen Signalwimpeln prächtig geschmückt. Der Einmarsch des Marinefturms der SA. in den Saal bildete den Auftakt der Feier. Diesem Einmarsch war ein Marsch des Sturmes durch die Stadt vorausgegangen, der vom Brandplatz sei­nen Ausgang nahm und die Marine-SA. unter den Klängen der Standartenkapelle zunächst zur Standarte (wo die Fahne abgeholt wurde) und dann über den Hitler-Wall, durch Neuen Bäue, Neuenweg, Seltersweg, Horst-Weffel-Wall, Bahn­hofstraße, Neustadt, Oswaldsgarten, Dammstraße, zur Walltorftrahe und zum Cafö Leib führte.

Mit dem MarschUnsere Marine" wurde das Programm des Abends eingeleitet. Zu einem feier­lichen Akte gestaltete sich die Einbringung zahlreicher Fahnen des Refervesturrns der SA., verschiedener Ortsgruppen der NSDAP., der Kameradschaft der Polizei, des Marinevereins und einiger Fahnen der Militär- und Regimentsvereine. Von den verschie­denen Organisationen in unserer Stadt waren Orts­gruppen der NSDAP., die SA. und SS., die Peichswehr und die Polizei, der Nationalsozialisti- che Frontkämpferbund, die Teno, die Freiwillige Sanitätskolonne, die drei hiesigen Rudervereine (GRG., Rudersport und Hassia), der Schwimmver­ein und die verschiedenen Militärvereine vertreten. Unter den Gästen des Abends bemerkte man unter anderem den Standartenführer Lutter, Stan­dartenführer fünfer, Sturmbannführer Sol - ) a n , Sturmbannführer Walther, SS.-Sturm- ührer H a i n b a ch und Admiral Wilke.

Nach einer kurzen Pause wurde an der Bühne Flagge der ehemaligen Kriegsmarine in der den' Schiffen üblichen feierlichen Form gehißt.

an. Ist der Botschafter ein Feiger, so taugt sein Gott auch nichts. Zur äußeren gehört auch die in­nere Autorität des heutigen Geistes. Sein Ziel ist die Führung des einzelnen und der Gemeinde zu Gott, das Ziel ist die Kirch e. Das missionarische Amt ist das Uramt, das Christus eingesetzt hat. In- halt der Verkündigung ist die Wahrheit Gottes im Alten und Neuen Testament. Das Alte Testament ist schon immer verkannt worden. Die zehn Gebote sind Dolksordnung. Im Alten Testament sehen wir Volkswerden und Dvlkswerte, Rasfenfrage, Volks- schonung, Dolksrichtung, Volkserziehung, Volksfeste. Religion ist Volksangelegenheit: es gibt Dolksent- scheide auch im Alten Testament. Die Zeit des Alten Testaments kommt in der Mission noch: die Entwicklung vom Alten zum Neuen Testament ent­hält eine pädagogische Weisheit, die Verkündigung muh volksmäßig sein nach Inhalt und Form. Für das Verstehen von Kreuz und Auferstehung gehört Zeit. Ein Ziel ist in der Verkündigung konsequent zu verfolgen: auch Predigt o-hne Text und Freiheit im Gebrauch der Liturgie ist nötig (das sagt ein strenger Lutheraner!). Auch der Chorrock wird nicht immer angelegt. In symbolischen Vorführungen wurde bei wilden Menschenfressern dauernde Versöhnung ereicht. Die Evangelisationen wer­den in großem Stil von der Gemeinde vor­genommen: einfache Gespräche sind wertvoll und freies Wort herrscht bei aller Ordnung auch im Gottesdienst. Die Verkündigung ist bewußt einseitig. Hauptsache, daß der Missionar ein Mann Gottes ist. Es sind Beichten ohne Abendmahl, Tauf, und Kon- firmationsprüfungen ohne Taufen und Konfirma­tionen möglich. Bei den Entscheidungen, zu denen aufgerufen wird, steht die Gemeinde wie ein Mann gegen die widerchristlichen Mächte. Bei Volksent­scheiden können ganze Ortschaften aus einer Ge- meinde ausgeschlossen werden. Die heimatkirchliche Art erzeugt draußen nur tote Gemeinden. Das lang­same Erwachen einer solchen wurde gezeigt. Auch die Kirche soll schweigen können. So wurde ein Gottes­haus geschloffen gehalten,weil die Gemeinde Gott nicht folgt" (wie ein Anschlag an der Kirchentür besagte).

Mit dem VersO laß uns deine Gotteskraft emp­finden" schloß der packende Vortrag des bedeuten­den Fachmannes.

0er Ausklang.

Am Nachmittag versammelten sich Vorstand und Dekanatshelfer zu einer Besprechung über

Unsere rNifsionsarbeil in Gemeinde und Bruderkreis".

Die Einleitung bot Missions-Inspektor Dr. Key- her (Neuen-Dettelsau, Bayern). Neben der Ge­meindeversammlung behalte der Bruderkreis der sich verantwortlich fühlenden Führer feine Bedeu­tung. Der Missionar habe ebenso eine unbedingte Verantwortung für seine Gemeinde und die Mis- sion sei Gemeindesache und -aufgabe. In einer recht ausgiebigen Aussprache äußerten sich Dekan G u h- m a n n (Kirchberg) über die Mitarbeit der Ge­meinde, Oberkirchenrat Zentgraf (Mainz), dem­nächst Pfarrer in Bingenheim über rechte Autori­tät und Freiheit, Pfarrer Schäfer (Bad-Nau­heim) über Ziel und Aufgabe der Kirche, Pfarrer Heinzerling (Selzen) über Bruderschaft unter den Pfarrern. Im Schlußwort zeigte Misf.-Jnsp. Dr. K e y ß e r wie auf Neu-Guinea altes Volks­tum als Denkmal der allen Zeit bei christlichen Jahresfesten der Jugend dargestellt wird. Den Ein­druck der Verhandlungen faßte der Leiter, Studien­rat Knäpp mit dem Jeremiawort zusammen: Und das Volk gewann ein Herz zur Arbeit". Ge­meinsames Lied:Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ" beschloß die Sitzung.

Den

INissions-Gemeindeabend in der Stadtkirche

eröffnete GemeindegesangEiner ifts, an dem wir hangen". Missions-Inspektor Dr. Keyßer sprach überUnsere Missionsarbeit auf Neu-Guinea". Das Wort Jer. 10, 6:Aber dir Herr ist niemand gleich..." zeigt sich auch in diesem Missionsgebiet, in dem der Redner 21 Jahre stand. Dos sogenannte Glück" dieser Leute zeichnete er an der Art, wie sie einer Pockenepidemie zu begegnen suchen, ihrem Verhalten bei Todesfällen, bei Festen und Tänzen. Du bist groß und dein Name ist groß und du kannst es mit der Tat beweisen." Die ersten Missio­nare wurden verlacht von den Eingeborenen und von vielen Weißen, die auf der Hinreise von ihrer Absicht erfuhren. Unbekanntsein mit der Chinin- prophylare ließ die Missionare oft krank liegen und brachte ihnen den Vorwurf, der Gott der Christen sei klein. Aber das Wort Gottes erwies sich als Same, der seine Zeit braucht und keimt. Ein Mann meldete sich nach zwei Stunden Nachtmarsch von einem Traum aufgeschreckt, der ihn zur Enftchei- düng aufforderte, zur Taufe. Ein furchtbares Erd­beben von 1906 kam, nachdem sie in Massen Drohun­gen gegen den Gott der Weißen ausgestoßen hat­ten und brachte sie zu dem Ruf:Gott ist da und Gott ist groß!" Es ist lächerlich zu glauben, hundert­tausende Menschenfresser ließen sich von ein paar Missionaren vergewaltigen: höchstens vergewaltigt sie Gott: aber das ist seine Sache! Don der Freude, daß Gott ihnen hilft, überwältigt, vereinen sich dort Stämme, die seit alters in Fehde lagen. Es ist rührend, wie dort einzelne in Geschenken ihre Dankbarkeit bezeugen.Wir braunen Menschen waren früher gejagt wie die Tiere im Walde von Gespenstern und Geistern, jetzt können wir ruhig schlafen." Gott ist auch bei uns jedem großer, je mehr der einzelne sich ihm erschließt. Mit einem Wort der Dankbarkeit gegen Gott für die Rettung vor dem Bolschewismus durch Adolf Hitler schloß der anschauliche Vortrag und mit dem Vers Schau auf deine Millionen" der Abend.

Nach einem dankbaren Rückblick auf die Tagung und eindringlichem Rufe (Greif zu!) zur Mit­arbeit sprach Studienrat Knöpp (Darmstadt) Ge- bet, Vaterunser und Segen.

Schulungstagung

des Hessischen Gemeindetags.

* Mainz, 31. Mai. Am vergangenen Dienstag fand in der hiesigen Stadthalle unter der Leitung des Vorsitzenden des Hessischen Gemeindetages, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), eine Tagung der Kreisabteilungsvorstände des Hes- sischen Gemeindetags statt, an welcher die Vorsit­zenden, deren Stellvertreter, sowie die Schriftführer der 18 Kreisabteilungen teilnahmen. Zu Beginn der Tagung begrüßte Oberbürgermeister Dr. Barth (Mainz) die Teilnehmer im Namen der Stadt Mainz in herzlichen Worten, wobei er dar­auf hinwies, daß einer der vielen Vorzüge des Na­tionalsozialismus darin bestehe, die Gegensätze zwi­schen Stadt und Land auszugleichen. Es fei ein günstiges Zeichen, daß an der Spitze des Hessischen Gemeindetages Oberbürgermeister Ritter ft ehe, der auf Grund feiner früheren Tätigkeit im Koni-