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und

ge-

Oberheffen

der Hausfrauenberatung die Hausfr zu einem Vortrag von Frau Luise C

r e u tz , Wies-

ÜBERBALLON-REIFEN

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selbst auf schlechten Straßen, ist die Fahrt mit

dienstjahr, das von der NS.-Frauenschaft geleistet wird, überzuwechseln. Zu sagen wäre noch, daß die in allen Städten arbeitenden Berufsberatungen die

Am Mittwochabend hatte die hiesige Ortsgruppe srauen Gießens

losigkeit zu steuern. Zu den Aufgaben, die unser Führer Adolf Hitler uns, älteren Hausfrauen, ge­stellt hat, gehört in erster Linie, die kommende Ge­neration aufzuklären, ihr mit gutem Beispiel vor­zuleben und sie verantwortungsbewußt zu den gro­ßen Aufgaben, die ihrer in Volk und Staat warten, zu erziehen. Viele unserer jungen Mädchen haben jetzt wieder den Wunsch, ihren eigentlichen natür­lichen Beruf, Frau und Mutter zu werden, auszu­üben, sie in die verschiedensten Arbeitsgebiete der Hausfrau einzuführen, sie mit den kulturellen und seelischen Aufgaben der Hausfrau und Familienmut­ter, wie sie innerlich in jedem gesunden deutschen Mädchen leben, bekanntzumachen, soll die Aufgabe derh a u s w i r t s ch a f t l i ch e n Lehre" sein. Die kommendehauswirtschaftliche Lehre" umfaßt die Ostern zur Entlassung kommenden Mädchen aller Stände, aller Schularten und diejenigen Mädchen, die bereits Ostern aus der Schule entlassen worden sind, aber noch in keiner festen Berufsausbildung stehen.

Von den Gedanken geleitet, schulentlassenen Mädchen nutzbringende Beschäftigung zu geben und uns Hausfrauen zu entlasten, kann die hauswirtschaftliche Lehre im fremden haushalt im Austausch bei Verwandten und Freunden und im Hause der Mutter abgeleistet werden, aber unter der Bedingung, daß ein richtiger Lehrvertrag abgeschlossen wird mit 4 bis 6 Wochen Probezeit und achttägiger Kündigung und daß am Ende der 2- bis 3jährigen Aus­bildung die erworbenen praktischen hauswirt­schaftlichen Kenntnisse in einer Prüfung, zu der das 17. Lebensjahr erreicht fein muß, nachge­wiesen werden.

Als Entgelt stehen den jungen Mädchen im ersten Jahr monatlich 5 RM., im zweiten Jahr 8 RM. und im dritten Jahr monatlich 11 RM. Taschengeld zur Verfügung. Für die geringen sozialen Lasten bat die Lehrfrau aufzukommen. Das junge Mädchen steht in keinem Arbeits- sondern in einem reinen Lehrverhältnis, die Lehrfrau verpflichtet sich, ihm die Pflichten einer Familienmutter beizubringen und es durch Mitarbeit zu dem eigenen späteren Beruf als Hausfrau und Mutter vorzubereiten, ihm das zu übermitteln, was jede tüchtige Hausfrau selber weiß, einfachste Grundlagen der Hausarbeiten in einem geordneten Haushalt, Wäschebehandlung, Herstellung einfachster Gerichte und ganz einfache Haushaltsbuchführung. Alles Sonstige, besonders Flicken und Ausbessern übernimmt die hauswirt­schaftliche Berufsschule in 6 Wochenstunden und der BDM., dessen Besuch Pflicht ist, an einem Abend jeder Woche.

Nach bestandener Prüfung in der Berufsschule unter Aufsicht der Regierung und Damen der Be­rufsschule und -beratung kann das junge Mädchen ein sogenanntes Praktikantenjahr mit Schlußprüfung durchmachen, um eine leitende Stellung mit guter Bezahlung in größeren Betrieben bekleiden zu kön­nen. Auch bleibt ihm die Möglichkeit, ins Arbeits-

usw. zu vermitteln hat. Alle diesbezüglichen Fragen betreffs Lehrfrau und Lehrmädchen beantwortet unentgeltlich die Berufsberatung.

Durch enges Zusammenarbeiten mit der NS.- Frauenschast, die sich auch bereit erklärt hat, bedürf­tigen Eltern für das Anlernjahr mitmachenden Töch­tern che, Schuhe usw. zu überlassen, hoffen wir, daß die deutsche Hausfrau ihre Kenntnisse zur Ver­fügung stellen wird und nicht versagen darf zum Wohl ihres deutschen Vaterlandes, ihrer Kinder und einer besseren deutschen Zukunft.

Wenn die deutsche Hausfrau fest auf ihrem Platze steht und ausharrt, steht sie fester als

Bataillone,

sagte Bismarck und Frl. Olga Friedemann, Königsberg, die vor etwa 10 Jahren die Hauswirt­schaftslehre einführte, sagte:Das schwerste Hemm­nis für die Einführung des Bolschewismus ist die deutsche Hausfrau". Mit einem Aufruf an die an­wesenden Hausfrauen, sich bei der Berufsberatung zwecks Einstellung und Anlernung von jungen Mäd­chen in ihrem Haushalt zur Verfügung zu stellen, beschloß Frau Kalbfleisch mit einem dreimaligen Sieg-Heil auf unseren Führer den überaus belehren­den Abend.

Werbeabend

des TV.Gutheil", Grüningen.

* Grüningen, 28. Mai. Der T v.G u t Heil" Grüningen veranstaltete im Rahmen der Werbewoche der Deutschen Turnerschaft am Sonntagabend m der Sing- und Turnhalle einen Werbeabend. Als Auftakt führten alle Abteilungen einen stattlichen Fackelzug durch die Straßen des Dorfes aus. An der Turnhalle angekommen, mar­schierten alle Turnerinnen und Turner in Reihen im Saale auf. Der erste Führer I s h e i m be­grüßte die zahlreich erschienenen Turnfreunde und Gäste und leitete mit einer Gedächtnisfeier für den Freiheitshellren Albert Leo S ch l a g e t e r ein. In feinen weiteren Ausführungen setzte er sich mit den Aufgaben der DT. auseinander und wies auf die Zielsetzung der Leibesübungen im nationalsozia­listischen Staate hin. Mahnende Worte richtete er an die Jugend gemeinsam weiter zu arbeiten am Aufbau unseres Vaterlandes. Die noch Fernstehen­den forderte er zum Eintritt in die DT. auf.

Die turnerischen Darbietungen zeigten die Viel­gestaltigkeit einer Turnstunde. Unter der tatkräfti­gen und umsichtigen Leitung des Turners und Sportlers Wilhelm Fay, führten die einzelnen Abteilungen Bodenübungen. Freiübungen, Turnen an den Geräten und am Schaukelreck, Hindernis­lauf, Keulenübungen und mehrere Spiele und Rei­gen in bunter Folge vor Jeder konnte so einen Einblick in die Arbeit des Turners gewinnen und schon die Kleinsten waren bei ihren Ausführungen zu bewundern. '

Der zweite Vorsitzende Lehrer Ei ff ergriff am Schlüsse der turnerischen Darbietungen das Wort 3u längeren Ausführungen und nahm bei dieser Gelegenheit Anlaß, zwei verdienstvollen Turnbrü­dern, dem ersten Führer Christian Adam I s - heim und dem Vorstandsmitgliede Wilhelm B i n - g e l den Gauehrenbrief des Gaues Hessen der DT. zu überreichen. Die beiden Turnbrüder stehen lange Jahre ihrem Verein mit Rat und Tat treu zur Seite und haben sich besondere Verdienste bei der Erbauung der Sing- und Turnhalle erworben.

unentgeltliche Vermittlung von Lehrmädchen Lehrfrauen übernommen haben.

Der zweite Teil des Vortrages behandelte Das Anlernjahr für junge Mädchen."

Es ist noch nicht Reichsgesetz, aber schon davon

Oie hauswirischafiliche Lehre."

Aufschlußreicher Vortragsabend bei der Gießener Hausfrauenberatung.

baden, überDie hauswirtschaftliche Lehre" undDas Anlernjahr für junge Mädchen" zusammengerufen. Frau Kalb­fleisch als Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe begrüßte im Namen der Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen die Rednerin. Frau Kalbfleisch betonte, daß der Zweck der Zusammenkunft eine

Eine Musikkapelle trug zur Verschönerung der Werbeveranstaltung bei.

tlnnötrcio binnen

* Lang-Göns, 1. Juni. Ein hervorragender Erfolg auf der 1. Reichsnährschau in Erfurt war dem Schweinezuchtoerein Lang-Göns (Deutsches Edelschwein) vergönnt. In schärfstem Wettkampf mit den bekannten Zuchtoerbänden aus Oldenburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen, Ostpreu­ßen und Schlesien konnten mit 4 Zuchtsauen und 3 Ebern folgende Preise erzielt werden: zwei L, zwei II., em III., ein IV. Preis, eine Anerkennung. Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Jungeber Lothar" (Züchter und Besitzer Wilh. L. Luh) wurde für einen hohen Zuchtpreis an die Jever- länder Zuchtgenossenschaft verkauft. Ein schöner Erfolg unserer oberhessischen Schweinezüchter!

* Hausen, 1. Juni. Das Ehepaar Kaspar Schäfer und Frau Margareta, geb. Jammer, feiern am morgigen Samstaa, 2. Juni 1934, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 80., die Jubilarin im 79. Lebensjahr. Beide erfreuen sich noch aller körerlichen und geistigen Frische

? Li ch, 31. Mai. Der Turnverein 1860 L i ch hielt dieser Tage im HotelZum Löwen" seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer Karl Volz gedachte zunächst der verstorbenen Mitglieder des Vereins und gab dann einen Be­richt über das verflossene Vereinsjahr. Aus diesem ging hervor, daß das Jahr 1933 nicht nur poli­tisch, sondern auch in die Vereinsgeschichte einen Umschwung gebracht habe und der Verein trotz mancher Wirrnisse und Widerstände seine Stellung behauptet habe. Erfreulicherweise habe sich der Turn- und Spielbetrieb im Verein weiterhin gut entwickelt. Der Vereinsführer brachte zum Aus­druck, daß kein Verein oder Verband vom Um­schwung der Revolution von 1933 unerfaßt geblie­ben wäre und es darum Pflicht für jeden einzelnen sei, sich fernerhin mit aller Kraft und Disziplin für die Evolution einzusetzen. Jeder Turner ein Na­tionalsozialist, aber auch jeder Nationalsozialist ein Turner! Vom Verein wurden alle politischen Ver­anstaltungen in unserer Stadt durch aktive Mit­wirkung unterstützt. Den Kassenbericht erstattete der Rechner Ehr. Völz. Die Berichtszahlen ergaben ein günstiges Bild von der sparsamen Wirtschaft des Vereins. Dem Rechner wurde Entlastung er­teilt. Nach Erledigung der Tagesordnung gedachte der Vereinsführer K. Volz in einer Ansprache des großen Nationalhelden Albert Leo S ch lä­ge t e r. Ferner machte er auf die Werbewoche der DT. und auf die im Juni stattfindende Reichs­schwimmwoche aufmerksam. Nachdem noch kurz die Stellung des Vereins zur HI. und BdM. klarge­legt worden war, fand die in voller Einmütigkeit und echt Jahnfchem Geiste verlaufene Jahreshaupt­versammlung mit einemGut-Heil" auf den Füh­rer der Deutschen Turnerschaft von Tscham- m e r und O st e n , den Turnvater Jahn und un­seren Führer Adolf Hitler ihren Abschluß.

? Lich, 29. Mai. Unmittelbar bei den Wasser­behältern der Stadt Lich im Gewann Wingerte zeigte sich vor kurzem im Straßengraben klares Quellwasser, das auf einen Rohrbruch der städti­schen Wasserleitung schließen ließ. Daraufhin ließ die Stadtverwaltung Ausschachtungsarbeiten bei den Quellfassungen vornehmen, wobei durch einen Zufall die wohl bisher älteste Wasserleitung der Stadt Lich freigelegt wurde. Man fand eine alte Fassung und mehrere frühere Leitungsstränge. Das Wasser wurde der Stadt, die damals noch Festung war, durch eine noch gut erkennbare Sickerleitung von der Gießener Straße her zugeführt, die später durch eine ebenfalls noch deut­lich erkennbare Leitung aus Holz und diese wieder­um im Laufe der Jahre durch eine solche aus handgedrehten konischen Tonrohren ersetzt worden war. Auch diese Tonrohrleitung hat dann anscheinend Mitte des vorigen Jahrhunderts einer Gußrohrleitung von fünf Zentimeter Durch­messer Platz machen müssen, die dann aber auch durch Ansätze im Innern der Rohre vollständig unbrauchbar geworden war. Im Jahre 1888 wurde daraufhin die Quelle neu gefaßt, das Wasser durch eine neue Gußrohrleitung in den im gleichen Jahr« errichteten ersten Wasserbehälter der Stadt geleitet. Dieser Behälter, dem noch Wasser aus zwei web teren Quellen zugeführt wurde, versorgte banr lange Zeit die Stadt mit Wasser, bis dann um die Jahrhundertwende weitere Quellen erschlossen und der Wasserversorgung dienstbar gemacht wur­den. Durch die derzeitige Instandsetzung der bis­herigen Fassungen und Freilegung seither unbe­kannter Quellfassungen erhofft man, noch mehr Wasser als bisher zur Verfügung zu haben und gleichzeitig, wohl in der Hauptsache, die Qualität des Wassers zu verbessern. Die Funde bei diesen Arbeiten bilden ein interessantes Stück Heimatge­schichte. Dem Heimatmuseum der Stadt Lich wur­den einige guterhaltene Tonrohrstücke überlassen.

In der Zeit vom 1. bis 8. Juni wird die all- jährlich stattfindende Deutsche Luftfahrt- Weroewoche im ganzen Reiche veranstaltet. Ent- sprechend dem Aufschwung unseres Lustsports im letzten Jahr wird sie in erheblich größerem Umfang als bisher durchgeführt werden. Sie soll ein macht­vollem Bekenntnis des ganzen deutschen Volkes für die deutsche Luftfahrt darstellen. Noch ist unsere Fliegerei nicht Allgemeingut der Nation, viele un­serer Volksgenossen stehen ihr noch fremd gegenüber und haben ihre große Bedeutung für unser Vater­land noch nicht erfaßt:

Die Ausübung des Luftfporls ist nicht Selbst­zweck, sondern fie dient allein der Erhaltung un­seres Vaterlandes.

In schwerem Kampf hat sich unsere Fliegerei in den 14 Jahren nach dem Kriege notdürftig durch­ringen müssen, ohne auf die Hilfe und das Ver­ständnis der damaligen Regierungen rechnen zu können. Mit dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution begann auch für sie eine bessere Zeit. Eine schöne Zukunft liegt nun vor ihr, eine Zu­kunft, die ihr den Erfolg mühevoller Arbeit bringen muß und wird. An Stelle selbstloser Aufopferung einzelner Flugbegeisterter schafft jetzt ein straff durchorganisiertes Ganzes in gemeinsamer Arbeit eine neue Luftfahrt. Kameradschaft und Pflichtbe­wußtsein bilden den Grundstock dieser neuen Ent­wicklung.

Mit besonderem Vachdruck soll die diesjährige Deutsche Luftfahrt-Werbewoche betonen, daß die deutsche Fliegerei lebt und an dem Wiederauf­bau unseres Volkes an führender Stelle mit­arbeitet.

Der Deutsche Luftsport-Derband sieht es deshalb als feine Pflicht,an, an das Gewissen eines jeden Volks­genossen zu appellieren und durch diese große über das ganze Reich ausgebreitete Veranstaltung zu be­

weisen, daß das Volk eines Richthofen, Boelcke und Jrnrnelmann und all der Pio­niere der Luftfahrt sich fliegerischen Geist bewahrt hat, dem Manne dankbar ist der es zu neuem An­sehen geführt hat und den festen Willen hat, Luft­sport und Luftverkehr weiter auszubauen im fried­lichen Wettbewerb der Nationen. Die Reichs- und Landesbehvrden haben dieser großen Werbekund­gebung weitgehendste Unterstützung angedeihen las- sen, so daß örtliche Werbeveranstaltun­gen und Sammlungen überall zugelassen sind.

Wenn in den Tagen dieser Werbewoche die blau­grauen Flieger zusammen mit den Hitlerjungen, aus deren Flugabteilungen der fliegerische Nach­wuchs entnommen wird, für unseren Flugsport sammeln, so mögen unsere Volksgenossen eines be­denken, was zwar den Fliegern nur allzu gut, ihnen aber noch immer viel zu wenig bekannt ist:

3n allen auherdeulfchen Ländern wird der Flugsport durch die Behörden unmittelbar auf das tatkräftigste unterstützt. Die ausländischen Lustfahrtvereine und Fliegerklubs erhalten jährlich zahllose Flugzeuge geschenkt. Die Aus­bildung zum Sportflieger bezahlt zum größten Teil der Staat, der auch die fliegerische Weiter­bildung finanziell unterstützt. Vichts dergleichen ist in Deutschland möglich, da internationale Abmachungen jede behördliche Unterstützung des Motorflugsports untersagen. Darum haben alle deutschen Volksgenossen die Pflicht, jeder an seinem Platze, an dem Wiederaufstieg un­serer Fliegerei, an der Zukunft des Volkes und Vaterlandes milzuarbeilen.

Nur so wird es uns gelingen, die Worte unseres Luftfahrtministers Göring in die Tat umzusetzen: Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden!"

bergrunb des Interesses stehenden Fragen der Kom- munalpolitik in eingehender Weise behandelt, wobei allgemein die Arbeitsfreudigkeit zur Mitarbeit am Aufbau unserer Gemeindeverwaltungen im Sinne der nationalsozialistischen Staatsführung zum Aus­druck kam. Am Schlüsse der Tagung richtete Ober- bürgermeister Ritter in schwungvollen und ker­nigen Worten einen Appell an die Teilnehmer der Tagung, mit aller Tatkraft mitzuarbeiten an dem großen Werke unseres Führers Adolf Hitler. Hier­zu seien die Gemeindeverwaltungen in besonderem Maße berufen. Scharf wandte er sich gegen die Nörgler und Miesmacher, die das Werk des Füh­rers zu sabotieren versuchten. Mit einem begeistert aufgenommenen dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer fand die erste Tagung der Kreisabteilungs- ovrftände des Hessischen Gemeindetages ihr Ende.

sprachen worden, daß kein junges Mädchen fortan zu einem Beruf zugelassen werden soll, wenn es nicht die Tätigkeit im hauswirtschaftlichen Anlern­jahr nachweisen kann. Da diese Hilfskraft nur eine zusätzliche ist und nicht bezahlt werden soll, darf auch keine bisher im Haushalt vorhandene bezahlte Kraft dieser Neubeschäftigung wegen entlassen wer­den. Jede Hausfrau muß sich bewußt sein, daß sie bei Einstellung eines jungen Mädchens als unbe­zahlte Hilfskraft ein Stück soziale Arbeit schafft, oaß sie ihm ebenfalls sechs Wochenstunden für die Berufsschule und einen Abend für den BDM. frei­geben muß, daß die Krankenkasse nur 1.50 RM. monatlich beträgt und sie den jungen Mädchen ebenfalls die einfachsten Grundbegriffe der Haus­arbeit: Zimmerreimgung, Gemüseputzen, Eintopf­gericht, einfachste Krankenkost, Wäsche vorbereiten

Werbung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unserer weiblichen Jugend

sein solle. Die Hausfrau von heute müsse es sich zur Aufgabe und Pflicht machen, mitzuhelfen, daß die schulentlassenen Mädchen in einen Pftichtenkreis ge­stellt würden, um ihnen die seelischen Nöte der Arbeitslosigkeit möglichst fernzuhalten.

Nach diesen kurzen erklärenden Einführungs­worten behandelte die Rednerin, Frau C r e u tz , zunächst das Thema:

Die hauswirlschaflliche Lehre".

Sie führte hierzu etwa folgendes aus: Die Haus­frauentätigkeit galt schon früher vor dem Krieg, als der Hausfrau genug billiges Hilfspersonal zur Verfügung stand, nicht viel. Die Heranwachsende Tochter lernte zwar viel, alle möglichen Dinge, die sie aber in der Ehe kaum verwerten konnte. Die meisten jungen Mädchen hielten es vor der Ehe sogar unter ihrer Würde richtig, haushalten, ein­teilen und kochen zu lernen, denn die Tätigkeit *der Hausfrau, die sozusagen ihren ganzen Tag ausfüllt, stand auf der untersten Stufe der gesellschaftlichen Ordnung. Sie war, so betrachtete ein Beruf, den jeder ungelernt ausüben konnte. Daher kam es, daß die jungen Frauen in der Ehe versagten und manch eine Ehe unglücklich wurde und zerfiel. Nach dem Kriege trat durch das große Stellenangebot auf dem Arbeitsmarkte, durch die Befchäftigung in Fabriken und Büros eine wahre Flucht der jungen Mädchen aus dem Haushalt ein. Beruf, Verdienst, Freiheit und Selbständigkeit lockten und verdrängten alle anderen weiblichen Regungen. Erstmalig im Krieg, als alle Mittel täglich knapper wurden, erkannte man den Wert einer tüchtigen, wirtschaft­lichen Hausfrau und in dieser Zeit wurden in vielen Städten Deutschlands Hausfrauenverein ge- gründet.

Frauen, die ihre Hausfrauentätigkeil als einen richtigen, vollwertigen Beruf ansehen, stellten ihr ganzes Willen und können in den Dienst der guten Sache, von dem Gedanken geleitet, daß jede Hausfrau unlöslich verbunden ist mit dem Wohlergehen des Staates und der Zukunft ihres Volkes.

Und als in den Nachkriegsjahren mit der Krisen­wirtschaft die katastrophale Arbettslos'gkelt emtrat, waren diese Frauen ständig bemüht durch Hinweise und Belehrungen: soviel wie möglich deutsche Wa­ren, deutsche Gemüse, Eier usw. zu kaufen den deutschen Arbeitsmarkt zu beleben und der Arbeits-

munatbienft besonders geeignet sei, hier ausgleichend zu wirken.

Dor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte der Vorsitzende den Vertreter der Hessischen Regierung, Ministerialrat Weber, sowie die Vertreter der Hessen-Nassauischen Landesversicherungsbank Wiesbaden. Er bezeichnete derartige Tagungen als eine Notwendigkeit im Interesse der Pflege des Ge­dankenaustausches über die bis jetzt vorliegenden Erfahrungen auf dem Gebiete der Kommunalver­waltung, und um den berufenen Vertretern der Hes­sischen Gemeinden Gelegenheit zu geben, Wünsche und Anträge vorzubringen.

Die Tagung, welche mit Unterbrechung durch eine kurze Mittagspause den ganzen Tag in An­spruch nahm, ergab einen sehr anregenden Ver­lauf. Es wurden die gegenwärtig für die hessischen Landgemeinden besonders wichtigen und im Vor-

Große Kundgebung der ASOAp. in Grünberg.

4- Grünberg, 31. Mai. Die Ortsgruppe Grünberg der NSDAP, veranstaltete am Mittwochabend in der hiesigen Turnhalle eine große öffentliche Kundgebung, zu der Kreisleiter und Kreisdirektor Pg. Klo st ermann (Gießen) gewonnen war. Nach dem Erfcheinen des Redners und dem Einbringen der Fahnen in die festlich geschmückte Halle eröffnete Propagandaleiter Harder die Versammlung. In etwa emstündiger Rede führte Pg. Älo ft ermann u. a. folgendes aus, daß Miesmacher und Nörgler die geistige Idee, die hinter der nationalsozialistischen Revolution stehe, nicht verstanden hätten, sondern ähnlich wie bei der Revolution von 1918 in materieller Weise Vorteile für sich erhofft hätten. Es wird dieser Sorte von Menschen eigentlich zu viel Ehre angetan, wenn man sich so eingehend mit ihnen beschäftigt. Wir wissen, daß wir als Menschen nicht ohne Fehler find, aber wir fordern Vertrauen und verlangen, daß man uns genügend Zeit zum Aufbau dessen gibt, was andere in 14 Jahren in Grund und Bo­den gewirtschaftet haben. So soll nicht jeder einzelne Berufsstand das dritte Reich danach beurteilen, welche Vorteile es ihm bringt, denn das ist lidera- listisch gedacht. So sei für den Bauer eine größere ober geringere Rentabilität nicht von so ausschlag­gebender Bedeutung, als daß er jetzt für alle Zeiten Herr auf seiner Scholle sei. Es komme auch für den gewerblichen Mittelstand nicht so sehr darauf an, von Tag zu Tag steigende Einnahmen in der Laden­kasse zu haben, sondern sein Fortbestehen sei von Wichtigkeit und das sei erst gesichert, wenn die breite Schicht der Verbraucherschaft ausreichend ent­lohnt wird, was bedauerlicherweise heute noch nicht überall möglich sei, beispielsweise reiche der Lohn für Notstandsarbeiten gerade zum nackten Leben. Wir ziehen uns die Jugend heran, daß sie das von uns begonnene Werk dereinst in unferm Sinne weiter führt. Wir organisieren die deutsche Volks­kraft, wir wollen der Welt zeigen, daß wir arbeiten und nichts als arbeiten wollen, aber nicht kriegeri­schen Abenteuern nachjagen.

Wie wir innenpolitisch Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Reichseinheit u. a. langsam er­folgreich sind, so werden wir auch in absehbarer Zeit außenpolitisch zu Erfolgen kommen. Wir brau­chen zu unserer Arbeit einen neuen Menschentyp, den politischen Leiter, der als Führer von hohem Verantwortungsgefühl getragen wird. Mit der Ver­pflichtung der Versammlung auf das Vaterland und unfern Führer schloß der Redner seinen packenden Vortrag, der reichen Beifall auslöfte. Nach Dankes- roorten von Propagandaleiter Harder und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes schloß die Kund­gebung.

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